Für Kinder. Auf die Perspektive kommt es an! Münchner Kinder mischen mit. und Erwachsene ebenso! Der Einsatz des Kinder-Aktions-Koffers in Obergiesing

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1 Für Kinder und Erwachsene ebenso! Auf die Perspektive kommt es an! Münchner Kinder mischen mit. Der Einsatz des Kinder-Aktions-Koffers in Obergiesing Kinderbeauftragte der Landeshauptstadt München (Hg.) Band 9

2 Impressum Auf die Perspektive kommt es an! Münchner Kinder mischen mit. Der Einsatz des Kinder-Aktions-Koffers in Obergiesing Kinderrechte Konkret Teil 9 Herausgeberin Kinderbeauftragte der Landeshauptstadt München Prielmayerstraße 1/III (Elisenhof), München Tel. (0 89) , Fax (0 89) In Zusammenarbeit mit: Münchner Kinder- und Jugendforum, Arbeitsgemeinschaft Spiellandschaft Stadt / Aktionsmobil Giesing, Bezirksausschuss des 17. Stadtbezirks (Obergiesing), REGSAM, Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen und vielen weiteren Partnerinnen und Partnern vor Ort Konzept, Recherche, Texte und Realisation Jana Frädrich, Judith Woyke Fotos Jana Frädrich, Bernhard Kralovec, Spiellandschaft Stadt, Constanze Wild, Judith Woyke u. a. Gestaltung Anja Rohde, Hamburg Druck Landeshauptstadt München, Direktorium, Stadtkanzlei München, Januar 2009

3 Inhalt Vorwort... 3 Der Kinder-Aktions-Koffer ein Methodenset zur Beteiligung von Kindern... 5 Wozu ist der Koffer da?... 5 Der Einsatz des Kinder-Aktions-Koffers im Stadtteil... 5 Was passiert nach dem Koffereinsatz?... 5 Viele Kinder sollen sich beteiligen... 5 Der Kinder-Aktions-Koffer im Stadtteil Obergiesing... 6 Repräsentativität der Ergebnisse... 6 Wer hat mitgemacht?... 7 Sondereinsatz: Aktionsmobil und Kinderstadtplan der Spiellandschaft Stadt... 7 Was gefällt Kindern in Obergiesing? Was finden Obergiesinger Kinder in ihrem Stadtteil nicht gut? Wie beurteilen Obergiesinger Kinder ihre Einsätze mit den Kinder-Aktions-Koffern? Das Kinder- und Jugendforum in Obergiesing Die Anträge der Obergiesinger Mädchen und Jungen und was daraus geworden ist Weitere Anliegen und Wünsche von Kindern in Obergiesing...24 Ein herzliches Dankeschön!...26 Bestellformular Einige Ansprechpartner und Adressen...28 Das bedeuten die Zeichen in diesem Heft: Der Pate oder die Patin hat sich intensiv und schnell bemüht, euer Anliegen zu bearbeiten. Das Ergebnis ist positiv. Herzlichen Dank! Der Pate oder die Patin hat sich zwar bemüht, euer Anliegen zu bearbeiten, ist aber bis jetzt noch nicht wirklich erfolgreich gewesen. Hier heißt es: Abwarten, wie es weitergeht! Aber für die Bemühungen schon mal ein Dankeschön hoffentlich passiert noch mehr! Der Pate oder die Patin hat sich intensiv und schnell bemüht, euer Anliegen zu bearbeiten. Leider ist das Ergebnis negativ. Aber trotzdem herzlichen Dank! Der Pate oder die Patin hat euer Anliegen noch nicht bearbeitet oder es vergessen. Das finden wir nicht gut! Manchmal kann man alleine oder mit anderen zu guten Lösungen kommen und selbst aktiv werden. Manchmal hatte auch der Pate oder die Patin eine gute Idee, wie im Sinne der Kinder weitergemacht werden kann. 1

4 2 Münchner Kinder mischen mit!

5 Vorwort München Stadt für Kinder: Auf dem Weg zur kinder- und familienfreundlichen Stadt! München soll kinderfreundlicher werden. Das ist Ziel der ganzen Stadt und besonders der Kinderbeauftragten. Dafür brauchen wir die Hilfe von Expertinnen und Experten: von den Kindern! Im Sommer 2007 wurde zum neunten Mal ein ganzer Stadtteil unter die Lupe genommen. Aus Kinderperspektive. Diesmal Obergiesing. Das Münchner Kinder- und Jugendforum begleitete auch diesen Einsatz mit den fünf Kinder-Aktions-Koffern. Viele Erwachsene halfen den Mädchen und Jungen dabei, ihre Sicht, ihre Erfahrungen, ihre Kritik und ihr Lob für den Stadtteil zu erarbeiten und gut darzustellen. Dann kommt der nächste Schritt: Wir leiten die Anliegen an Erwachsene weiter, die dazu beitragen können, dass sich etwas verbessert. An die städtische Verwaltung, den Bezirksausschuss, an die Polizei, manchmal auch an die Medien. Kurz: an Menschen, Dienststellen und Institutionen, die dabei helfen, dass Obergiesing kinderfreundlicher wird. Bei jedem Koffereinsatz kommen viele Informationen zusammen. Wir haken bei jedem Antrag, bei jedem Anliegen nach, wollen wissen, was daraus geworden ist. Welche eurer Wünsche konnten erfüllt werden und welche nicht und welche Gründe gibt es dafür? Hier stehen die Ergebnisse. Viel Spaß beim Lesen! Im Kinder-Aktions- Koffer ist richtig viel drin: Kamera, Rekorder, Fragebögen, Stempel, ein Beteiligungshandbuch und vieles mehr Beim Obergiesinger Kinder- und Jugendforum standen Mitglieder des Bezirksausschusses des 17. Stadtbezirks, ein Stadtrat, sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der städtischen Referate und viele andere den Kindern als Gesprächspartner zur Verfügung. Nach dem Koffereinsatz gibt es noch einmal viel Arbeit Nach jedem Koffereinsatz sammelt das Büro der Kinderbeauftragten die vielen, vielen Ergebnisse. Wertet die Fragebögen aus. Schaut sich die Anträge und Fotos genau an. Sammelt alle Informationen, die verdeutlichen, wie Mädchen und Jungen ihren Stadtteil wahrnehmen. Was ist gut und was muss verbessert werden? Das haben wir hier zusammengestellt, damit eure Anliegen und Informationen ganz vielen Menschen bekannt werden. Ein Bericht hauptsächlich für Kinder Der Koffereinsatz in Obergiesing liegt nun schon eine ganze Weile zurück. Hier erfahrt ihr, was in der Zwischenzeit passiert ist. Diejenigen, die einen Antrag beim Kinderforum stellten, haben in der Regel schon Post von uns oder der Patin, dem Paten bekommen. Aber auch andere Mädchen und Jungen und die beteiligten Erwachsenen sollen wissen, was insgesamt aus den Anliegen und Anträgen der Obergiesinger Mädchen und Jungen geworden ist. Mit dem Kinder-Aktions-Koffer unterwegs: Drei Monate lang erforschten Giesinger Kinder ihren Stadtteil. 3

6 Dokumentation auch im Internet Die Dokumentation über den Kinder-Aktions- Koffer-Einsatz in Obergiesing erscheint auch als Internetversion. Sie ermöglicht es, sofort auf neue Informationen zuzugreifen. Denn nicht alle Kinderanliegen und Kinderwünsche konnten innerhalb eines Jahres verwirklicht werden, manches dauert noch etwas. Die gedruckte Version der Dokumentation kann mit dem Bestellschein (am Ende dieses Heftes) auch in größeren Stückzahlen bestellt werden. Ein herzliches Dankeschön an alle Kinder! Kinder sind Expertinnen und Experten in eigener Sache. Deshalb ein großes Dankeschön allen Mädchen und Jungen, die mit ihren Ideen und Vorschlägen dazu beitrugen, dass Obergiesing ein Stück kinderfreundlicher wurde und weiter werden kann. Deshalb an dieser Stelle ein erstes Lob für alle, die sich für die Kinder in Obergiesing einsetzten und tatkräftig mitarbeiteten! Auch den Mitarbeiterinnen der Spiellandschaft Stadt, die während des ganzen Zeitraums parallel mit dem Aktionsmobil unterwegs waren und noch mehr Kinder erreichten, unser herzliches Dankeschön! Deren Ergebnisse fließen ebenfalls in diese Dokumentation mit ein. Eure und Ihre Jana Frädrich Kinderbeauftragte der Landeshauptstadt München Ein herzliches Dankeschön auch an alle beteiligten Erwachsenen! Die Beteiligung von Kindern und Kinderfreundlichkeit gehören ganz fest zusammen! Zur kinderfreundlichen Stadtteilentwicklung gehören aber auch kinderfreundliche Erwachsene, die die Mädchen und Jungen unterstützen. 4

7 Der Kinder-Aktions-Koffer ein Methodenset zur Beteiligung von Kindern Der Kinder-Aktionskoffer wurde 1999 im Auftrag und in Zusammenarbeit mit der Kinderbeauftragten der Landeshauptstadt München gemeinsam vom Münchner Kinder- und Jugendforum (Kultur & Spielraum e. V.) und dem Ökoprojekt von MobilSpiel e. V. entwickelt und gestaltet. Seither wird er in Münchner Stadtteilen eingesetzt, um die Beteiligung der Mädchen und Jungen zu fördern. Wozu ist der Koffer da? Mit dem Aktionskoffer können Kinder ihren Stadtteil unter die Lupe nehmen und sich aktiv mit ihrem Spiel- und Lebensraum auseinandersetzen. Sie können damit eigene Anliegen formulieren, Anregungen, Wünsche und Vorschläge entwickeln und diese öffentlich machen. Erwachsene finden im Handbuch zum Kinder- Aktions-Koffer viele Methoden, mit denen Mädchen und Jungen aller Altersstufen aktiv in die Erforschung und Entwicklung des Stadtteils einbezogen werden können, damit Erwachsene ihre Perspektive kennen lernen. Der Einsatz des Kinder- Aktions-Koffers im Stadtteil Was passiert nach dem Koffereinsatz? Nach dem Kinderforum werden alle Anträge von den Paten und Patinnen bearbeitet und anschließend im Büro der Kinderbeauftragten gesammelt und ausgewertet. Hier will man ganz genau wissen, welche Themen für die Mädchen und Jungen wichtig sind. Natürlich werden auch all die Wünsche und Anliegen ernst genommen, die im Forum nicht als Antrag gestellt wurden. Viele Kinder sollen sich beteiligen Der Einsatz der Kinder-Aktions-Koffer lässt aber nur dann richtige Schlüsse auf die Situation von Kindern im Stadtteil zu, wenn möglichst viele Schulen und Kindertageseinrichtungen, die im direkten Kontakt mit Kindern stehen, mitmachen. Nur wenn ganz viele Kinder (unterschiedlichen Alters, Geschlechts, Nationalität, aus unterschiedlichen Wohngebieten im Stadtteil) teilnehmen, kann ein umfassendes Bild auf den Stadtteil entstehen. Aus Kinderperspektive! Fünf Kinder-Aktions-Koffer stehen zur Verfügung, die gleichzeitig etwa ein Vierteljahr in einem Stadtteil unterwegs sind. Die Koffer werden von Einzelpersonen und Einrichtungen ausgeliehen und eingesetzt. Betreut werden die Mitmacherinnen und Mitmacher während der aktiven Phase vom Münchner Kinder- und Jugendforum. Es organisiert die Treffen für die erwachsenen Mitmacher, beantwortet offene Fragen und betreut das abschließende Kinderforum im Stadtteil. 5

8 Der Kinder-Aktions-Koffer im Stadtteil Obergiesing Für die Aktionen im 17. Stadtbezirk, im Stadtteil Obergiesing, wurden fünf Kinder-Aktions-Koffer eingesetzt. Drei Monate lang haben die Obergiesinger Mädchen und Jungen ihr Stadtviertel erforscht. Das Herzstück des Koffers ist ein dickes Handbuch. Es ist fast wie ein Kochbuch, das Rezepte anbietet, wie Kinder an der Stadtteilentwicklung beteiligt werden können. Ausgerüstet mit Kameras, Luftbildaufnahmen, kindgerechten Stadtteilplänen und weiteren spannenden Materialien haben die Kinder ihren Stadtteil auf Herz und Nieren geprüft. Parallel zum Kinder-Aktions-Koffer war das Aktionsmobil der Spiellandschaft Stadt in Obergiesing unterwegs. Hier wurden viele verschiedene Spielaktionen angeboten. Im Anschluss an die Aktion haben die Kinder für Obergiesing einen Kinder-Stadtteilplan entworfen. Mehr zu diesen Aktionen auf Seite 7. Insgesamt wurden viele Ideen, Informationen, Anregungen, Wünsche und Kritikpunkte gesammelt. Nicht jede einzelne Aktivität kann hier aufgeführt werden. Seid uns deswegen nicht böse! Wir haben versucht, von jeder Mitmachergruppe mindestens ein bis zwei Projekte darzustellen und die wichtigsten Ergebnisse hier zusammenzutragen. Repräsentativität der Ergebnisse Am Kinder-Aktions-Koffer-Einsatz in Obergiesing haben insgesamt 175 Kinder teilgenommen. Zeitgleich haben in Obergiesing viele verschiedene Aktionen der Spiellandschaft Stadt stattgefunden. Hier waren 1286 Kinder beteiligt. Dabei beteiligten sich viele Kinder über mehrere Tage an verschiedenen Aktionen. In Obergiesing leben ca Jungen und 1304 Mädchen im Alter von sechs bis 15 Jahren. Insgesamt sind 1461 Obergiesinger Kinder an den verschiedenen Stadtteil-Beteiligungs- Projekten beteiligt gewesen. Das entspricht rund der Hälfte aller Kinder in diesem Alter in Obergiesing (52,2 %). 40 Kinder waren beim Giesinger Kinder- und Jugendforum dabei. Das sind 1,2 % aller Kinder in Obergiesing zwischen sechs und 15 Jahren. Mehr als 50 Erwachsene haben insgesamt dazu beigetragen, dass der Koffereinsatz zu einem Erfolg werden konnte und unterstützten die Aktionen (Koffereinsatz, Forum, Umsetzung der Anträge und Anliegen) tatkräftig. Die eine Hälfte stammt aus Politik und Verwaltung, die anderen sind Erwachsene vor Ort, die mit Kindern arbeiten. Bewegungsmöglichkeiten brauchen auch ältere Kinder im Stadtteil, finden diese Spielforscher. Sie entdeckten im Nachbarstadtteil ein gutes Beispiel. 6

9 Als Stadtteilforscherinnen aktiv: Bevor sich diese Mädchen auf Entdeckungstouren begaben, bastelten sie sich ihre Ausrüstung und bekamen einen Forscherausweis. Wer hat mitgemacht? Sondereinsatz: Aktionsmobil und Kinderstadtplan der Spiellandschaft Stadt 2006 und 2007 fanden parallel zum Einsatz des Kinder-Aktions-Koffers in Obergiesing verschiedene Aktionen der Spiellandschaft Stadt statt, an denen sich viele Einrichtungen beteiligten, so der Freizeittreff 103er, der Mädchentreff Giesing, Mütter für Mütter e. V., der Kinderund Jugendtreff am Wettersteinplatz, der Kindertreff AKKU, das KITZ St. Martin, der Kindergarten in der Severinstraße, die Eltern-Kind- Initiative Mäcki Löffel e. V. sowie zwei vierte Klassen und eine dritte Klasse der Grundschule am Agilolfingerplatz. 2006: Das Aktionsmobil führte Spiel- und Beteiligungsaktionen in Obergiesing durch. Unter anderem erforschten die Kinder ihre bekannten Spielorte und hielten Ausschau nach neuen Orten, die sie als Spielplätze erobern könnten. Einer der wenigen Orte, der den Kindern noch geeignet schien, ist der Scharfreiterplatz. Er ist jedoch derzeit unter anderem noch wegen Hundekot unbrauchbar. Außerdem bewerteten die Mädchen und Jungen auf Fragebögen ihre Spielorte. 2007: Im Rahmen der Aktion Forschen für den Kinderstadtplan konnten Obergiesinger Mädchen und Jungen auf größeren Forschertouren und mit dem Aktionsmobil ihren Stadtteil noch intensiver entdecken. Sie untersuchten, wo ihnen was gefällt und was nicht, wo sie gerne spielen und was für Kinder spannend im Stadtteil ist und füllten Fragebögen aus. Sie markierten ihre Lieblingsorte und kritische Stellen mit Punkten in einem Stadtplan, verfassten dazu Texte und erstellten Bilder für Internetseiten (siehe: Aus allen Ergebnissen wurde ein neuer Kinderstadtplan für Obergiesing gestaltet. Stadtteilforscher unterwegs: Durch die Mitarbeit der Mädchen und Jungen beim Aktionsmobil der Spiellandschaft Stadt konnte ein neuer Kinderstadtplan für Obergiesing erstellt werden. Giesing hat einen neuen Stadtteilplan 7

10 Neben einigen Erwachsenen wurden natürlich auch viele Kinder zu ihren Eindrücken von Obergiesing befragt. Fromundschule Die Grundschule an der Fromundstraße hat sich mit zwei vierten Klassen und zwei Gruppen aus der Ferienbetreuung am Koffereinsatz beteiligt. Mädchen und Jungen aus der Mittagsbetreuung sind eine Woche in den Pfingstferien mit verschiedenen Materialien aus dem Koffer durch den Stadtbezirk gezogen. Sie haben Kinder und Erwachsene auf der Straße und in Geschäften über den Stadtteil befragt, haben fotografiert, die Grünphase einer Ampel mit der Stoppuhr gemessen und sogar ein Lied über Obergiesing geschrieben. Obergiesing steht auch musikalisch im Mittelpunkt: Die Hot Giesing Girls haben sich einen Stadtteil- Song ausgedacht. Wind und Wetter hielten die Kinder aus der Fromundschule nicht davon ab, ihren Stadtteil genau zu untersuchen. Die Themen Schulweg und Verkehr sind ihnen wichtige Anliegen. 8

11 Der Giesing-Rap von den Hot Giesing Girls Aus vielen Ländern kommen Leute, vor vielen Jahren und auch heute. Sie haben Koffer und Gepäck, die verschwinden manchmal und sind dann weg. 2x: Hot Giesing, hot hot Giesing Die Umwelt ist ganz furchtbar schlimm, das gibt gar keinen Sinn. 2x: Hot Giesing, hot hot Giesing In Giesing, da gibts viele Sachen, ja, die uns allen Freude machen. Spielplatz, Zirkus, Spielmobile, gibts in Giesing wirklich viele. 2x: Hot Giesing, hot hot Giesing Den Ring, den finden wir ganz miese, denn der spaltet Giesing! Auf Giesings Straßen da fahrn Autos, nur leider sind die nicht ganz lautlos. 2x: Hot Giesing, hot hot Giesing In Giesing, da ist es wunderschön, man kann auch dort zur Schule gehn. Und beim FC Bayern München, da essen sie gern Hühnchen. Grund- und Hauptschule an der Ichostraße Aus der Grundschule an der Ichostraße haben zwei dritte Klassen und an der Hauptschule Ichostraße eine sechste Klasse während des Unterrichts mit den Koffern ihren Stadtteil erkundet. Pfarrei zum Heiligen Engel Fünfzehn Jungen und Mädchen der Ministrantengruppe der Pfarrei zum Heiligen Engel bezogen den Koffer spielerisch in ihre Gruppenstunden ein. Drei Wochen lang erkundeten die Mädchen und Jungen an einem Tag in der Woche mit viel Freude ihr Stadtviertel. Kindertageszentrum St. Martin Die Füchse-Gruppe vom KITZ-Tageszentrum startete mit acht Mädchen und sieben Jungen eine Spielplatzumfrage, teilte Fragebögen aus und interviewte Kinder an verschiedenen Spielplätzen. Gefragt wurde, was ihnen dort gefällt und was nicht. Die Spielplätze, die vielen Bäume und die Möglichkeiten zum Fußballspielen finden die Kinder gut. Kritisiert werden vor allem der Verkehr und die Umweltverschmutzung. 2x: Hot Giesing, hot hot Giesing Die Jungen spielen Fußball, in Giesing überall. Alle Leute machen Sport und viele Kinder gehn in den Hort. 2x: Hot Giesing, hot hot Giesing Wir gehen ins Klausener Bad, und viele Leute fahren Rad. Überall liegt Hundekacke, die Hundebesitzer haben ne Macke! 2x: Hot Giesing, hot hot Giesing Die Betrunkenen sind voll dumm zu viele Männer trinken Rum. Viele Kinder sind sehr nett und Jugendliche trinken Red. 4x: Hot Giesing, hot hot Giesing Auf dem Giesinger Kinderforum: Alle Anträge werden schriftlich festgehalten, damit Kinder und Paten sich künftig erreichen können und ganz viel passiert. 9

12 Auf einem Plakat haben Mädchen vom Freizeittreff 103er ihre Eindrücke von Obergiesing festgehalten. Giesinger Kinderanliegen auch für Medien wichtig: Radio Mikro, der Kinderfunk des Bayerischen Rundfunks, berichtete über den Einsatz des Kinder-Aktions-Koffers. Die Mädchen vom Mädchentreff wünschen sich im Freizeittreff vor allem mehr Mitsprachemöglichkeiten. Freizeittreff Perlacher 103er Im Freizeittreff 103er haben Projekte in drei verschiedenen Gruppen stattgefunden. Die Mädchen vom Mädchentreff und zwei Hausaufgabengruppen sind mit dem Fotoapparat durch Obergiesings Straßen und Parks gezogen. Sie haben den Stadtteil aus ihrem Blickwinkel belichtet und erfragt, ob sich andere Kinder, Jugendliche und Erwachsenen hier wohl fühlen oder womit sie unzufrieden sind. Radioprojekt des Bayerischen Rundfunks Geli Schmaus, Journalistin beim Bayerischen Kinderfunk/Kinderfunk und gleichzeitig Moderatorin des Giesinger Kinder- und Jugendforums, hat mit Mädchen und Jungen von der Mittagsbetreuung an der Fromundschule eine Radiosendung für Radio Mikro auf Bayern 2 Radio gestaltet. In der Sendung wird über verschiedene Einsätze des Kinder-Aktions-Koffers berichtet. Die Kinder interviewten Obergiesinger Bürgerinnen und Bürger unterschiedlichen Alters, ob sie sich wohl fühlen, ob der Schulweg sicher ist, ob Kinder und Erwachsene viele Freunde und Bekannte haben, was im Viertel zu verbessern wäre, welcher Sport Anklang findet und ob es genügend Spielplätze gibt, die zum Moderator Matthias Kiefersauer hat alle Spielen einladen. Kinder sehr nett dabei unterstützt, ihre Anliegen der Gruppe vorzustellen. 10

13 Was finden Obergiesinger Kinder in ihrem Stadtteil nicht gut? Der Hundedreck stört viele der Obergiesinger Kinder. Es stinkt ihnen, dass auf den Spielplätzen, auf den Grünstreifen, im Park und auf den Gehwegen so viel Kot liegt. Auch der viele Müll und die Umweltverschmutzung ärgern die Kinder. Außerdem sind viele Mädchen und Jungen mit der Verkehrssituation in Obergiesing unzufrieden. Der Mittlere Ring ist für sie besonders gefährlich. Aber auch zu kurze Grünphasen an verschiedenen Ampeln, gefährliche Straßen und Kreuzungen und fehlende Ampeln werden kritisiert. Obergiesing muss in Sachen Verkehr einiges im Sinne der Kinder tun. Einige Kinder stört, dass die Wasserpumpe zum Beispiel am Klausener Spielplatz nicht funktioniert. Die Giesinger Wasserspielplätze sind bei vielen Kindern sehr beliebt. Schade, wenn dann kein Wasser fließt! Was gefällt Kindern in Obergiesing? Die meisten der beteiligten und befragten Kinder fühlen sich ganz wohl in ihrem Viertel. Sie haben viele Freunde, weil es viele Kinder gibt. Die Spielplätze und der Freizeittreff 103er sind beliebte Treffpunkte der Obergiesinger Kinder und Jugendlichen. Das Kultur- und Freizeitangebot gefällt vielen Kindern sehr gut. In Giesing gibt es genügend Möglichkeiten, schwimmen zu gehen, Eis zu essen, Sport zu treiben und einen Park, in dem man spielen kann, so die meisten der Mädchen und Jungen. 11

14 Wie beurteilen Obergiesinger Kinder ihre Einsätze mit den Kinder-Aktions- Koffern? Am besten gefiel den Kindern an der Aktion, dass sie ernst genommen wurden, dass sie fotografieren und selbst Reporter sein konnten. Auch den Kontakt zu Erwachsenen aus Politik und Verwaltung fanden sie gut. Die Mädchen und Jungen zeigten den Erwachsenen ihre Plätze und fühlten sich mit ihren Anliegen ernst genommen. Wie beurteilen Erwachsene die Einsätze mit den Kinder-Aktions-Koffern? Nicht nur die Obergiesinger Kinder beteiligten sich mit großem Engagement am Koffereinsatz. Auch Betreuerinnen und Betreuer haben dazu beigetragen, dass der Koffereinsatz in Obergiesing erfolgreich durchgeführt werden konnte. Das Kinder- und Jugendforum in Obergiesing Nachdem alle Koffereinsätze beendet waren, fand am 6. Juli 2007 das Giesinger Kinderund Jugendforum in der Stadtbücherei in Obergiesing statt. Rund 40 Mädchen und Jungen kamen zum Forum, um ihre Anliegen vorzutragen und daraus Anträge zu formulieren. Einige haben, um ihrem Antrag mehr Nachdruck zu verleihen, Bilder gemalt oder Poster gestaltet. Eingeladen zum Obergiesinger Kinder- und Jugendforum waren auch viele erwachsene Gäste aus der Politik, Verwaltung und Vereinen, mit denen die Kinder über ihre Anliegen diskutieren konnten. Einige beteiligte Erwachsene gaben an, dass es sehr interessant sei, den Stadtteil einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Da lang geht s zum Kinder- und Jugendforum um zu diskutieren, Anliegen vorzutragen, Anträge zu formulieren und darüber abzustimmen. 12

15 Moderiert wurde das Kinder- und Jugendforum von Geli Schmaus, einer Moderatorin des Bayrischen Rundfunks/Kinderfunk. Sie wurde unterstützt von zwei Glockenkindern, die immer dann die Glocke läuteten, wenn die Erwachsenen zu lange redeten, sich nicht kindgerecht ausdrückten oder über ein Thema zu ausführlich diskutiert wurde und manche Kinder anfingen, sich zu langweilen. Nacheinander trugen die Mädchen und Jungen in kleinen Gruppen oder alleine ihre Anliegen vor. Die Moderatorin achtete darauf, dass alle zu Wort kamen und half ihnen, aus ihren Wünschen Anträge zu formulieren, über die abgestimmt wurde. Die Erwachsenen nahmen zu den Kinderanliegen Stellung, sie durften aber nicht mit abstimmen. Wenn ein Antrag mehrheitlich angenommen wurde, übernahm jeweils ein Erwachsener die Patenschaft und gab damit das Versprechen ab, dazu beizutragen, das Anliegen so gut und so schnell wie möglich weiterzuverfolgen, sich darum zu kümmern. Moderatorin Geli Schmaus (rechts) unterstützt alle Mädchen und Jungen, ihre Wünsche vorzutragen und daraus Anträge zu formulieren. Das Glockenkind passt auf, dass die Erwachsenen nicht zu lang und nicht unverständlich reden Damit sie immer an ihr Versprechen erinnert werden, wurde den erwachsenen Patinnen und Paten ein schriftlicher Antrag und ein bunt bemaltes Taschentuch mit Knoten überreicht. Politik macht hungrig! Von Kindern selbst bemalte Taschentücher hingen bereit, um sie mit einem Knoten versehen den Patinnen und Paten der Anträge zu überreichen. Carmen Dullinger-Oßwald vom Bezirksausschuss nahm besonders viele Anträge mit. 13

16 14 Unmittelbar nach dem Forum: Die Anträge und Anliegen der Giesinger Mädchen und Jungen werden im giesinger, der Stadtteilzeitung, veröffentlicht.

17 Die Anträge der Obergiesinger Mädchen und Jungen und was daraus geworden ist Diese Kurzübersicht bietet eine erste Orientierung. Einzelheiten zu allen Anträgen und Anliegen finden sich auf den Seiten 16 bis 25. Antrag 1: Mehr Mitsprache und Fußballtore für das Freizeitheim 103er Antrag 2: Rauchverbot vor dem Anton-Fingerle-Zentrum Antrag 3: Verbesserung des Spielpatzangebots in der St.-Martin-Straße Antrag 4: Überdachter Treffpunkt für Jugendliche im Weißenseepark Antrag 5: Verbesserung des Spielplatzes am Scharfreiterplatz Antrag 6: Erneuerung des Spielplatzes an der Schwanseestraße 81 Antrag 7: Unterführung am Giesinger Berg (Ichostraße / Martin-Luther-Straße) Antrag 8: Hundedreck an der Forggenseestraße 12 Antrag 9: Privater Spielplatz an der Schwanseestraße 81 Antrag 10: Fußgängerübergang vor dem KITZ Antrag 11: Grünphase an Fußgängerampel Eintrachtstraße / St.-Martin-Straße Antrag 12: Tanzkurse für Mädchen von acht bis 13 Jahren Antrag 13: Betreutes Spielangebot im Weißenseepark Die Fußballtore wurden bereits aufgestellt. Zwei Mal im Jahr gibt es eine Kinder- und Jugendversammlung, neben anderen Möglichkeiten der Mitsprache. Der Raucherbereich vor dem Zentrum wurde abgeschafft. Leider wird einige Meter vom Eingang entfernt immer noch geraucht. Das lässt sich nicht verbieten. Ab Herbst 2008 wird der Spielplatz umgestaltet. Die Wünsche der umliegenden Kindertageseinrichtungen werden berücksichtigt. Der Treffpunkt wird im Rahmen der Umgestaltung des Parks im Frühjahr 2009 errichtet wird dieser Spielplatz umgestaltet und verschönert. Der Spielplatz wurde bereits verschönert. Der Sand wurde erneuert und ein Trampolin aufgestellt. Verschiedene Aktionen fanden statt, um die Hundebesitzer auf das Problem aufmerksam zu machen. Es stellte sich heraus, dass nicht die spielenden Kinder, sondern der schimpfende Hausmeister das Problem war. In der Zwischenzeit hat sich einiges verbessert. Ein Tanzkurs wurde verwirklicht und fand ein Jahr lang regelmäßig statt. Bei einem Treffen wurden viele Vorschläge zur Verbesserung der Situation gemacht, diese werden nun geprüft. Vor dem KITZ kann kein Übergang entstehen, da sich 50 Meter weiter ein Zebrastreifen befindet. Aber im Rahmen eines neuen Wegenetzes soll die Stelle noch mal überprüft werden. Die Grünphase kann nicht verändert werden, da über diese Kreuzung eine beschleunigte Trambahn fährt, die die Ampel selbstständig umschalten kann. Aber im Rahmen eines neuen Wegenetzes soll überprüft werden, ob es andere Erleichterungen für Kinder geben kann. Eine betreute Spielkiste ist nach der Umgestaltung des Parkes 2009 geplant. 15

18 Anträge der Obergiesinger Kinder Hier steht, welche Anträge die Mädchen und Jungen in Obergiesing beim Kinderforum gestellt haben und was daraus in der Zwischenzeit geworden ist. Manche Anträge wurden sehr schnell bearbeitet. Andere sind etwas komplizierter, deshalb dauert es mit der Bearbeitung noch etwas. Außerdem wurden alle Materialien der Koffereinsätze ausgewertet (Fragebögen, Zeichnungen, Collagen, Fotostreifzüge und viele mehr). Daraus lassen sich weitere Anliegen von Kindern in Obergiesing ablesen. Viele davon wurden in der Zwischenzeit bearbeitet. Antrag 1: Mehr Mitsprache und Einflussmöglichkeiten für Jugendliche im Freizeitheim 103er. Dazu Fußballtore im Außenbereich und eine bessere Ausstattung für den Innenbereich. Selina und Sabrina haben einige Verbesserungsvorschläge für das Freizeitheim 103er. Sie wollen künftig mehr mitentscheiden und die Räume mitgestalten. Draußen wünschen sie sich zwei Fußballtore. Das ist aus eurem Antrag geworden Frau Lierow von der Sozialen Stadt in Giesing und Herr Zaremba vom Freizeitheim sind die Paten dieses Anliegens. Frau Lierow hat bei der Sparda-Bank nachgefragt, ob die beiden Fußballtore gesponsort oder teilweise finanziert werden können. Antrag 2: Rauchverbot vor dem Anton-Fingerle-Zentrum Charlotte stören die vielen Raucher vor dem Anton-Fingerle-Zentrum. Es gibt dort einen abgesperrten Raucherbereich mit Aschenbechern. Doch viele Jugendliche und Erwachsene halten sich nicht an diesen Bereich und werfen ihre Zigaretten auf den Boden. Das finden viele Kinder auf dem Kinderforum nicht in Ordnung. Ein Kind ergänzt, dass die Raucher den Fahrradweg blockieren. Das ist aus eurem Antrag geworden Inge Hügenell vom Bezirksausschuss in Obergiesing hat diesen Kinderantrag übernommen. Kurz nach dem Forum telefonierte sie mit der Schulleiterin vom Anton- Fingerle-Zentrum. Dort versicherte man ihr, dass es seit dem Schuljahr 2007/2008 verboten sei, vor dem Zentrum zu rauchen. Auch gesetzlich ist es seit 2008 verboten, vor und in öffentlichen Gebäuden, wie zum Beispiel einem Schulzentrum, zu rauchen. Der Raucherbereich vor dem Anton-Fingerle- Zentrum wurde entfernt. Herzlichen Dank! Leider lässt es sich nicht vermeiden, dass sich die Jugendlichen und Erwachsenen außerhalb des Schulgeländes, einige Meter vom alten Raucherbereich entfernt, zum Rauchen treffen. Mitreden macht Spaß: Beim Giesinger Kinderforum wurden Anträge gestellt. Viele Anliegen von Kindern wurden in der Zwischenzeit verwirklicht. Das hat geklappt! Die Sparda-Bank hat sich bereit erklärt, das Geld für die beiden Tore zur Verfügung zu stellen. Herr Zaremba hat die Tore ausgesucht und besorgt; sie sind mobil und können nach Bedarf im Garten aufgestellt werden. Ein ganz herzliches Dankeschön an die Sparda-Bank und die Paten! Zwei Mal im Jahr und aus wichtigem Anlass gibt es im 103er eine Kinder- und Jugendversammlung. Die Räume können mitgestaltet werden. Es gibt ein Mädchenzimmer, das die Mädchen selbst eingerichtet haben. 16

19 Antrag 3: Verbesserung der Spielmöglichkeiten für ältere Kinder ab sechs Jahren an der St.-Martin-Straße Leonore und Dario sind Schüler auf der St.-Martin-Schule. Sie finden, dass auf dem nahe liegenden Spielplatz spannende Angebote für ältere Kinder sowie geeignete Spielgeräte fehlen. Sie wünschen sich eine Rutsche, Fußballtore, Schaukeln oder vielleicht sogar einen Wasserspielplatz. Das ist aus eurem Antrag geworden Patin dieses Antrags ist Cornelia Stadler vom Baureferat, Hauptabteilung Gartenbau. Sie hat herausgefunden, dass der Spielplatz an der St.-Martin-Straße nicht nur vom Kindertagesheim St. Martin, sondern auch von etlichen anderen Kindertagesstätten aus der Umgebung genutzt wird. Für die Kindertagesstätte Severinstraße 2, die keine eigene Freifläche besitzt, soll ab Herbst 2008 im Auftrag des Schulreferates eine Teilfläche des Spielplatzes neu gestaltet werden. Auf Anregung von Frau Stadler wurden die anderen Kindereinrichtungen in die Abstimmung der Planungen einbezogen. Neu geschaffen wird nun eine Sandspielfläche mit kleinen Spielhütten und Spielnetzen sowie einem Wasserspiel, das bei geeigneter Witterung per Wasserschlauch befüllt werden kann. Der Patin ein großes Dankeschön für ihren Einsatz! Bald auch ein Treffpunkt für größere Kinder? An dieser Stelle soll im nächsten Jahr ein überdachter Platz entstehen. Antrag 4: Überdachter Treffpunkt für Jugendliche im Weißenseepark Radmilla und Jennifer schlagen vor, im Weißenseepark (Naturspielgelände an der Untersbergstraße / Ecke Weißenseestraße) einen überdachten Treffpunkt für Jugendliche einzurichten. Die beiden Mädchen treffen sich öfter mit Freundinnen im Park, haben dort aber bisher keine feste Anlaufstelle, wo sie sich auch bei Regen aufhalten könnten. Das ist aus eurem Antrag geworden Cornelia Stadler vom Baureferat, Hauptabteilung Gartenbau, hat auch für diesen Antrag die Patenschaft übernommen. Sie kündigte schon beim Kinderforum an, dass der Weißenseepark ab Frühjahr 2009 umgestaltet wird. Ein überdachter Treffpunkt für Jugendliche wurde in die Planung aufgenommen. Er wird nördlich der Bolzplätze errichtet, wo ein neuer Multifunktionsplatz anstelle des Nilpferdspielplatzes entstehen wird. Auch für dieses Engagement ein großes Dankeschön an Frau Stadler! Gebanntes Zuhören: In Obergiesing fehlt es an mehreren Stellen an Spiel-, Bewegungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten für größere Kinder. 17

20 Antrag 5: Verbesserung des Spielplatzes am Scharfreiterplatz Der Spielplatz am Scharfreiterplatz ist nach Ansicht einiger Giesinger Mädchen und Jungen oft sehr verdreckt und schon lange nicht mehr erneuert worden. Der Platz sei im Moment mehr Aufenthaltsort für Obdachlose als ein Spielplatz für Kinder, erzählten sie. Sarah und Haier, die beiden Antragstellerinnen, finden, dass sich das dringend ändern muss. Einige Kinder haben sogar Angst, dort zu spielen, ihre Eltern haben den Spielplatzbesuch verboten. Das ist aus eurem Antrag geworden Horst Walter, der Vorsitzende des Obergiesinger Bezirksausschusses, und Carmen Dullinger-Oßwald, langjährige ehrenamtliche Kinderbeauftragte des Bezirksausschusses, haben sich mit den beiden Kindern auf dem Spielplatz verabredet. Bei diesem Treffen stellte sich heraus, dass weniger Obdachlose den Spielplatz für sich beanspruchen, als vielmehr Jugendliche, die dort Drogen und Alkohol konsumieren. Daraufhin wurden Streetworker informiert. Als diese den Spielplatz aufsuchten, trafen sie dort jedoch keine Jugendlichen an. Dennoch haben die Sozialpädagoginnen, die für diesen Stadtbezirk zuständig sind, versichert, diesen Spielplatz häufiger aufzusuchen. Für den Zustand der Spielgeräte und Grünflächen ist das Baureferat, Hauptabteilung Gartenbau, zuständig. Cornelia Stadler teilte mit, dass dieser Spielplatz 2010 erneuert werden soll. Im Herbst 2008 soll deshalb eine Bürgerbeteiligung stattfinden. Auch möglichst viele Kinder und Eltern aus der Umgebung sollen mit ihren Vorschlägen und Ideen dabei einbezogen werden und der Platz und die Spielgeräte deutlich aufgewertet werden. Allen, die sich für dieses Kinderanliegen zusammengeschlossen haben, unseren Dank! Antrag 6: Erneuerung des Spielplatzes an der Schwanseestraße 81 Der Spielplatz an der Schwanseestraße 81 ist Privateigentum. Zuständig ist deshalb nicht die Stadt München, sondern der Hauseigentümer. Eltern und Kinder haben dort bereits Unterschriften gesammelt, damit der Spielplatz verbessert wird. Patin des Antrags ist Judith Woyke vom Büro der Kinderbeauftragten der Landeshauptstadt München. Das ist aus eurem Antrag geworden Die Patin hat nach dem Kinderforum mit der zuständigen Hausverwaltung Pero telefoniert. Der Verwalter hat die Kinderanliegen in der Eigentümerversammlung vorgetragen. Dort treffen sich regelmäßig alle Eigentümer der Wohnungen des Hauses. Die Eigentümerversammlung hat beschlossen, Geld für die Erneuerung des Spielplatzes bereit zu stellen. Eltern und Kinder haben abgestimmt und sich für neuen Sand im Sandkasten und ein Trampolin ausgesprochen. Beides wurde in der Zwischenzeit verwirklicht. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten! Einstimmig für bessere Spielplätze: Beim Giesinger Kinderund Jugendforum wurden vielfach mehr und bessere Spielmöglichkeiten beantragt. Nicht nur auf den öffentlichen Grünflächen, sondern auch in den Innenhöfen. 18

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