Gesundheitsmanagement

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1 Informationsveranstaltung zum ökonomischen Wahlprofil Gesundheitsmanagement Prof. Dr. Christian Ernst Prof. Dr. Stefan Kirn Prof. Dr. Jörg Schiller Prof. Dr. Alfonso Sousa-Poza

2 Ablauf 1. Warum Gesundheitsmanagement? Bedeutung des Gesundheitsmarkts Praxis-Kooperationspartner Internationale Erfahrungen im Studium Berufsfelder 2. Studieninhalte und Profilfachaufbau Gesundheits- und Sozialmanagement Krankenversicherungssysteme Konsumentenverhalten und Gesundheit 3. Ausblick: Master in Health Care & Public Management 4. Diskussion 2

3 Warum Gesundheitsmanagement? Quelle: FAZ, 15. November

4 Herausforderungen im Gesundheits- und Sozialwesen Demografischer Wandel Medizinisch-technischer Fortschritt Hohe Regulierungsdichte Rechtliche und inhaltliche Besonderheiten Bedarf an interdisziplinär ausgebildeten Fach- und Führungskräften im Gesundheits- und Sozialwesen 4

5 Herausforderungen im Gesundheits- und Sozialwesen Firmen sorgen sich um fehlende Spezialisten Die Boombranche Gesundheitswirtschaft tut sich immer schwerer bei der Suche nach geeignetem Personal. Jeder dritte Betrieb halte derzeit Fachkräftemangel für das größte Risiko für die zukünftige Entwicklung teilte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) am Montag zu einer Umfrage unter 800 Firmen der Branche mit. Am stärksten wuchs die Sorge in der Pharmaindustrie mit einem Anstieg von neun Prozent auf 21 Prozent und in der Medizintechnik mit einem Plus von elf Prozentpunkten auf nunmehr 27 Prozent. Bei den Gesundheits- und sozialen Diensten in denen 3,3 Millionen beschäftigte und damit fast zwölf Prozent der gesamtbeschäftigten angestellt seien sehen sogar 56 Prozent den Fachkräftemangel als größtes Risiko. DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann appellierte an die Unternehmen, durch familienfreundliche und flexible Arbeitszeiten ihre Anziehungskraft für Fachkräfte zu erhöhen. Aber auch die Politik sei gefordert: Die Gesundheitswirtschaft darf als Beschäftigungsmotor nicht ausgebremst werden, betonte er. Quelle: Die Welt, 23. November

6 Beschäftigtenzahlen Unternehmen Beschäftigte Deutscher Caritasverband Diakonisches Werk Siemens AG Daimler AG Deutsche Post AG Volkswagen AG Metro AG ~ Deutsche Telekom

7 Praxis-Kooperationspartner 7

8 Internationale Erfahrungen im Studium Austauschstipendienprogramm mit dem Auckland District Health Board und der University of Auckland, NZ Kooperationen mit ausländischen Hochschulen und Dozenten: Florida State University (USA) University of Colorado at Boulder (USA) University of Newcastle (Australia) Copenhagen Business School (Denmark) 8

9 Berufsfelder Management sozialer Einrichtungen (Krankenhäuser, Seniorenheime, ambulante soziale Dienste) Pharma- und Medizingerätehersteller Beratung (Consulting) Berufsständische Organisationen und Verbände Behörden des Gesundheitswesens Internationale Organisationen (WHO, OECD, Weltbank, EU) Private Krankenversicherer und Krankenkassen 9

10 Gesundheitsmanagement im ökonomischen Wahlprofil Das Profil Gesundheitsmanagement liegt vor, wenn mindestens zwei der drei Profilfächer Konsumentenverhalten und Gesundheit Krankenversicherungssysteme Gesundheits- und Sozialmanagement sowie gegebenenfalls ein drittes Profilfach aus dem übrigen Profilfachangebot gewählt wurden. Es wird empfohlen, die Bachelor-Arbeit in einem Profilfach des Profils Gesundheitsmanagement abzulegen. Als drittes Profilfach im Profil Gesundheitsmanagement dürfen die folgenden Profilfächer nicht gewählt werden: Konsumentenverhalten, Versicherungsmanagement. 10

11 Studieninhalte: Gesundheitsmanagement Gesundheits- & Sozialmanagement (Ernst) Spezielle Controlling- und Managementinstrumente für KH, MVZ und Netzwerke Informations- und Anreizprobleme in Gesundheitseinrichtungen Ergänzungsfächer durch Lehrbeauftragte aus der Praxis (u.a. Medizin für Ökonomen) Krankenversicherungssysteme (Schiller) Grundlagen der Risikotheorie und Versicherungstechnik Funktionsweise der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung in Deutschland Ökonomische Analyse von gesundheitspolitischen Reformkonzepten Konsumentenverhalten und Gesundheit (Sousa-Poza) Wie kann Gesundheit produziert werden? Besonderheiten von Gesundheitsmärkten Bedeutung von Institutionen der medizinischen Versorgung 11

12 Gesundheits- und Sozialmanagement (Ernst) Studieninhalte Spezielle Controlling- und Managementinstrumente für KH, MVZ und Networks Informations- und Anreizprobleme in Gesundheitseinrichtungen Ergänzungsfächer durch Lehrbeauftragte aus der Praxis (u.a. Medizin für Ökonomen, NPO- Management) Spezielle Thematiken werden in (Praxis-)Seminaren vertieft betrachtet 12

13 Gesundheits- und Sozialmanagement (Ernst) Sem. Modul Art Modulabschluss SWS Leistungspunkte Lehrveranstaltung Verbindlichkeit SL PL 4. Grundlagenmodul Klausur 6 EP Planung, Kontrolle und Steuerung von Einrichtungen des Gesundheitswesens & sozialer Dienstleistungen 5./ 6. Seminarmodul Ausgewählte Fragen des Gesundheitsund Sozialmanagements 5. Aufbaumodul Vorlesung/ Übung Pflicht Hausarbeit/Referat/ mündliche Leistung/ Klausur 3 SWS Seminar Pflicht 2 SWS Klausur/mündliche Leistung/ Übungsaufgaben Grundlagen des NPO-Managements Vorlesung Wahlpflicht 1 SWS 6 EP 6 EP Einführung in das Medizinrecht Vorlesung Wahlpflicht 1 SWS Medizin für Ökonomen Vorlesung Wahlpflicht 1 SWS Ökonomische Evaluation im Gesundheitswesen Übung Pflicht 2 SWS Summe: 8 SWS 12 EP 6 EP 13

14 Krankenversicherungssysteme (Schiller) Studieninhalte Grundlagen der Risikotheorie und Versicherungstechnik Warum Versicherung? Was kann versichert werden und wie sollte Versicherungsschutz ausgestaltet werden? Warum gibt es die Sozialversicherung? Funktionsweise der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung in Deutschland Wie ist das deutsche Krankenversicherungssystem ausgestaltet? Wie werden Prämien in der PKV bzw. Beiträge in der GKV erhoben? Ökonomische Analyse von gesundheitspolitischen Reformen und Reformkonzepten 14

15 Krankenversicherungssysteme (Schiller) Sem. Modul Art Modulabschluss SWS Leistungspunkte Lehrveranstaltung Verbindlichkeit SL PL 4. Grundlagenmodul Klausur/ Übungsaufgaben 6 EP Risiko und Versicherung Vorlesung Pflicht 2 SWS Übung zu Risiko und Versicherung Übung Pflicht 1 SWS 5. Aufbaumodul Grundzüge der deutschen Krankenversicherung Übung zu Grundzüge der deutschen Krankenversicherung 6. Seminarmodul Seminar zu ausgewählten Fragen der Krankenversicherung Klausur/ Übungsaufgaben Vorlesung Pflicht 2 SWS Übung Pflicht 1 SWS Hausarbeit/Referat/ Klausur Seminar Pflicht 2 SWS 6 EP 6 EP Summe: 8 SWS 12 EP 6 EP 15

16 Konsumentenverhalten und Gesundheit (Sousa-Poza) Studieninhalte Wie kann Gesundheit produziert werden? Wie sieht eine optimale Ressourcenallokation zwischen Gesundheit und alternativen Verwendungsmöglichkeiten aus? Inwieweit ist der Gesundheitsmarkt ein besonderer Markt und warum? Wie können Leben und Gesundheit ökonomisch bewertet werden? Welche Rolle spielen die Institutionen der medizinischen und pharmazeutischen Versorgung auf dem Gesundheitsmarkt und wie wirken sich alternative Vergütungssysteme aus? Was sind Gesundheitsrisiken und wie entwickeln diese sich aus internationaler Perspektive? 16

17 Konsumentenverhalten und Gesundheit (Sousa-Poza) Sem. Modul Art Modulabschluss SWS Leistungspunkte Lehrveranstaltung Verbindlichkeit SL PL 4. Grundlagenmodul Klausur 6 EP Gesundheitsökonomik Vorlesung Pflicht 3 SWS Übung zu Gesundheitsökonomik Übung Pflicht 1 SWS 5. Aufbaumodul Klausur/Referat 6 EP Gender und Gesundheit Vorlesung/ Seminar Pflicht 2 SWS 5./6. Seminarmodul Hausarbeit/Referat 6 EP Ausgewählte Fragen des Gesundheitsverhaltens Seminar Pflicht 2 SWS Summe: 8 SWS 12 EP 6 EP 17

18 Humboldt Reloaded: Für wen? Und was? SS 2013: Analysen im Bereich der stationären Versorgung im Gesundheitswesen: Studierende im 2. Studienjahr (siehe Rahmenbedingungen HR) Schwerpunkt Prozesse und Strukturen, Begleitevaluation der Einführung einer digitalen Patientenakte Durchführung empirischer Untersuchungen Abschließender Abgleich mit den theoretischen Annahmen und Erwartungen Präsentation der Ergebnisse in schriftlicher und mündlicher Form Bewerbung bis Februar 2013 über die Humboldt-Reloaded-Seite der Uni Zusage bis ca. 15 März 2013 Start: 08. April 2013 (erste Vorlesungswoche) Präsentationen im Oktober 2013 Verantwortungsbereich Fg. 530b: https://innovativehealth.uni-hohenheim.de/humboldtreloaded Weitere Informationen: 18

19 M.Sc. Master in Integrierte Spezialisierung im Hohenheimer Master in Management (HMM) Dauer: 4 Semester Sprache: Deutsch / Englisch Schwerpunkte: Core Concepts of Health Care Management Advanced Topics of 19

20 Kontakte und weitere Informationen Besucheradresse: Universität Hohenheim Institut (530) Fruwirthstraße Stuttgart Telefon: +49 (0) (0) Fax: +49 (0) (0) Internet: 20

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