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1 I N F O R M A T I O N zur Pressekonferenz mit Landeshauptmann Dr. Josef PÜHRINGER Vorstandsdirektor Mag. Karl LEHNER, MBA, gespag Dr. Heinz BROCK, MBA, MPH, MAS Geschäftsführer AKh Linz Mag. Dietbert TIMMERER, Geschäftsführer Klinikum Wels- Grieskirchen MMag. a Bettina SCHNEEBAUER, Geschäftsführerin FH Gesundheitsberufe OÖ GmbH am 22. Juni 2015 zum Thema "5 Jahre FH Gesundheitsberufe OÖ"

2 2 Die FH Gesundheitsberufe OÖ: Eine Erfolgsgeschichte Seit 2010 werden die medizinisch technischen Berufe sowie der Hebammenberuf als Bachelor-Studiengänge an der FH Gesundheitsberufe angeboten. Ein Jahr später wurde mit dem Master-Studiengang Management for Health Professionals sowie dem Master-Lehrgang Hochschuldidaktik für Gesundheitsberufe das zukunftsorientierte Studienangebot komplettiert. Nun bildet die FH Gesundheitsberufe OÖ bereits im fünften Jahr mit knapp 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und über 500 nebenberuflichen Lehrenden an drei Standorten in Linz, Steyr und Wels angehende Gesundheitsprofis auf Hochschulniveau mit international anerkannten Abschlüssen und sehr guten Jobaussichten aus. Klare Positionierung als FH mit gesundheitswissenschaftlichem Fokus An der FH Gesundheitsberufe OÖ stehen über 800 Studienplätze in sieben Bachelor-Studiengängen (Biomedizinische Analytik, Diätologie, Ergotherapie, Hebamme, Logopädie, Physiotherapie, Radiologietechnologie) sowie den beiden oben erwähnten Master-Programmen in Linz, Steyr und Wels zur Verfügung stand ganz im Zeichen der ersten Absolventinnen und Absolventen aller Studienund Lehrgänge der FH Gesundheitsberufe OÖ. 251 Bachelor und 18 Master of Science sowie 18 Master for Health Professions Education freuten sich über ihre Sponsionsurkunden spondierten 213 Bachelor of Science. Steigende Bewerbungszahl Fast alle der bisher 500 Absolventinnen und Absolventen hatten bei Studienende bzw. kurz danach einen Arbeitsplatz. Die hohe Attraktivität des FH- Studienangebotes lässt sich an der stetig steigenden Bewerbungszahl ablesen. Für das Studienjahr 2015/16 langten über Bewerbungen für 295 Studienplätze (sechs Bachelor- und zwei Master-Programme) ein. Gemeinsame, standortübergreifende Aufbauphase Geleitet von einem hohen Qualitätsanspruch aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter standen die ersten Jahre im Fokus des Aufbaus und der Zusammenführung. In zahlreichen Arbeitsgruppen arbeiteten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller

3 3 Standorte und aller Studiengänge intensiv zusammen und entwickelten gemeinsame hochschulische Konzepte, Leitlinien und Standards. Die Entwicklung einer gemeinsamen, studiengangs- und standortübergreifenden Herangehensweise, bei der auch individuellen Ansprüchen der Studiengänge entsprochen wird, war die Herausforderung. Im Jahr 2012 wurde ein FH-Hochschulkollegium gegründet. Parallel wurde ein modernes Qualitätsmanagementsystem entwickelt, das für Transparenz und Klarheit bezüglich der wesentlichen Rahmenbedingungen und Ausgestaltung der Prozesse sorgt. Derzeit steht die Weiterentwicklung des Evaluierungssystems der Lehre im Fokus. Positive Evaluierung und unbefristete Akkreditierung Schon nach einem Jahr stellte sich die FH Gesundheitsberufe OÖ einer externen institutionellen Evaluierung, in der ihr ein sehr positives Zeugnis ausgestellt wurde und die die Basis für eine unbefristete Akkreditierung aller Studien- und Lehrgänge war. Die Aufbauarbeit richtete sich stets nach dem Anspruch, die bestmögliche Qualität der theoretischen und praktischen Ausbildung zu bieten und somit den Aufbau der Kompetenzen zukünftiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krankenhäuser im Speziellen - aber auch anderer Gesundheitsdienstleister und der Wirtschaft im Allgemeinen - auf hohem Standard zu fördern. Moderne Lehre, hoher Praxisbezug und direkte Krankenhaus-Anbindung In studienbegleitenden Praktika festigen Studierende kontinuierlich das erworbene theoretische Wissen. Die direkte Anbindung an die Gesundheitseinrichtungen der Gesellschafter der FH Gesundheitsberufe OÖ hat sich hier als Erfolgsfaktor und wesentliches Qualitätskriterium bewährt und ermöglicht eine Vielzahl an Synergien. Die positiven Rückmeldungen der Praktikumsstellen und Kooperationspartner bestätigen die insgesamt fundierte Ausbildung sowie die fachlich-methodischen wie auch sozialen Kompetenzen der Studierenden. Die Betreuung der Studierenden obliegt fachkompetenten Praktikumsanleiterinnen und anleitern. Die Kurse zur Ausbildung solcher Praxisanleitungen, die von der FH Gesundheitsberufe OÖ angeboten und durchgeführt werden, werden in der Praxis sehr gerne angenommen.

4 4 Hochschulische Ausbildung mit modernen Lehr- und Lernszenarien Das Studium ist geprägt von einem Mix an verschiedenen Lehr- und Lernformen von großen Vorlesungen über kleinere sehr praxisnahe klinische Übungen bis hin zu Reflexionsseminaren. Eine Vielzahl an Lehrveranstaltungen wird interdisziplinär und standortübergreifend angeboten. Gleichermaßen werden moderne Lehr- und Lernszenarien wie z.b. blended- und e-learning Sequenzen eingesetzt. So ermöglicht ein österreichweit einzigartiges und für die FH angepasstes Bildarchivsystem das Sammeln ausbildungsrelevanter Bilddaten direkt in der Praxis und dadurch das Einbringen anonymisierter Bilder aus allen Bereichen der Radiologie zur Verwendung in Lehrveranstaltungen und zur Prüfungsvorbereitung. Ein regelmäßiger Austausch mit Studierenden bzw. der Studierendenvertretung ermöglicht rasche Anpassungen und ggf. Optimierungen. Konstruktiv bringen Studierende einerseits im Rahmen der Evaluierungen und andererseits in den Studiengangskoordinationsplattformen ihr Feedback ein ein wichtiges Element für die Weiterentwicklung unserer Studiengänge und unseres Studienbetriebs. Das gesamte Studienangebot wird selbstverständlich laufend evaluiert und reflektiert. Alles hat einen - internationalen - Anfang Internationalisierung war und ist ein wesentliches strategisches Ziel der FH Gesundheitsberufe OÖ. Ein Auslandspraktikum bzw.-lehraufenthalt bedeutet eine enorme Erweiterung der fachlichen, kulturellen, sprachlichen und sozialen Kompetenzen. Diese Personen kehren meist mit viel Freude und Begeisterung für das Erlebte wieder zurück, die erfahrene große Toleranz gegenüber anderen Systemen und Menschen bleibt ihnen ein Leben lang in Erinnerung. Derzeit bestehen partnerschaftliche Abkommen mit Hochschulen für den Austausch von Mobilitäten für Fortbildung, Lehre, Praktika und Studium mit Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Schweiz, Bulgarien, Norwegen, Schweden, Schweiz und Tschechien. Seit 2012 haben mehr als 100 Studierende ein Auslandspraktikum absolviert, mehr als 80 Personalmobilitäten wurden durchgeführt und natürlich fanden auch Besuche von ausländischen Kollegen und Kolleginnen statt.

5 5 Forschung & Entwicklung Die Entwicklung der wissenschaftlichen Kompetenz unserer Studierenden und die laufende Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Expertise unseres Lehr- und Forschungspersonals ist ein wichtiger Auftrag der FH Gesundheitsberufe OÖ. Sowohl Studierende als auch unsere Mitglieder des Lehr- und Forschungspersonals reichten aktiv ihre wissenschaftlichen Arbeiten ein und die FH Gesundheitsberufe OÖ war bei internationalen und nationalen Kongressen durch Kongressbeiträge und/oder Poster vertreten. Dabei wurden Awards eingereicht und auch gewonnen, was uns natürlich besonders freut. Fokus auf Prävention und assistierende Technologien Der Fokus bei der Entwicklung und Förderung von F&E-Projekten liegt im Bereich Prävention und assistierende Technologien mit besonderer Berücksichtigung der Gesundheit des Menschen und seiner Lebensqualität. Ziele sind die wissenschaftliche Fundierung, Entwicklung und Evaluierung der professionellen und interprofessionellen Praxis und Lehre. Erste erfolgreiche Projekte zeigen, dass Forschung der Gesundheitsberufe einen wesentlichen Beitrag zu den sich verändernden Herausforderungen der Gesellschaft leistet. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Spitälern, Unternehmen und Praxisbetrieben wird der Transfer von Forschungsergebnissen in Praxis und Lehre gewährleistet. Aktuelle Projekte sind bspw. im Studiengang Hebammen zum Thema Müttern mit besonderen Bedürfnissen, im Studiengang Physiotherapie zur Gestaltung eines bewegten Nachmittages für Hortkinder und im Studiengang Biomedizinische Analytik bzw. Diätologie zu Laktoseunverträglichkeit, Ernährungsgewohnheiten und Knochenstoffwechsel. Das erste drittmittelfinanzierte Projekt der FH Gesundheitsberufe OÖ fun.tast.tisch 1. an dem der Studiengang Ergotherapie maßgeblich beteiligt war, konnte im Herbst 2014 erfolgreich abgeschlossen werden. Diese und weitere Projekte wurden im Mai 2015 beim ersten Forschungsfrühstück präsentiert, das passenderweise im Jahr der Forschung stattfand. 1 *Dieses Forschungsprojekt wird unter der Leitung von LIFEtool gemeinsam mit den Projektpartnern softaware gmbh, Irene Schacherl-Hofer, M.A. Ergotherapeutin, FH OÖ Forschungs- und Entwicklungs GmbH, Transparent Design Handelsgesellschaft m.b.h. und ARTGROUP ADVERTISING umgesetzt. Das vom BMVIT/BMWFJ geförderten Projekt wird im Rahmen des Programms COIN Kooperation und Netzwerke durchgeführt.

6 6 Zukunftsaussicht: Bachelor-Ausbildung in Pflegewissenschaften Im Mai 2015 erhielt die FH Gesundheitsberufe OÖ den Auftrag, gemeinsam mit den Spitalsträgern und dem Land OÖ eine Bachelor-Ausbildung in Pflegewissenschaften für OÖ zu entwickeln. Das Berufsbild der Pflege steht vor einem großen Wandel und Herausforderungen. Die demografische Entwicklung und die Spezialisierung in einzelnen Bereichen machen eine Neuausrichtung der Pflegeausbildung notwendig. Dafür wird gerade auf Bundesebene eine Novelle des Gesundheits- und Krankenpflegegesetz entwickelt. Mit der neuen Initiative soll das Angebot auf die neuen Bedürfnisse angepasst und ausgeweitet werden, dass künftig auch eine rein oberösterreichische Ausbildung möglich ist. Aufbauende Spezialausbildungen Der zukünftige Bachelorstudiengang Pflegewissenschaften wird eine bedeutende Erweiterung des Studienangebotes der FH Gesundheitsberufe sein. Aufbauend auf diesem sind Additivausbildungen zu Kompetenzerweiterungen und -vertiefungen angedacht (z.b. Spezialausbildungen in Intensiv-, OP-, Wundmanagement, Palliativ- sowie Geriatrieausbildungen). Multiprofessionelle Zusammenarbeit Die Verknüpfung von Wissenschaft, Praxis und Forschung an der FH Gesundheitsberufe OÖ gewährleistet eine zukunftsorientierte Ausbildung, wobei der praktischen patientennahen Ausbildung eine elementare Bedeutung zukommt. Ein wesentlicher Ansatz in allen Gesundheitsberufen ist die multiprofessionelle Zusammenarbeit. Durch die verschiedenen Studiengänge an der FH Gesundheitsberufe kann dieser Austausch und die Kooperation zwischen den Berufsgruppen schon von Beginn an bedeutend gefördert werden.

7 7 Anhang:

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