Tut Berlin seine Pflicht, sorgen wir für die Kür

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1 Rhein-Neckar Ausgabe / Jahrgang ,90 t IHK-Präsident Vogel zur Wahl Tut Berlin seine Pflicht, sorgen wir für die Kür Umfrage in der Region Was Unternehmer von der neuen Regierung erwarten Standortporträts Mannheim-Friedrichsfeld und Meckesheim im Kraichgau

2 Ständige Fachausstellung auf über qm Komplettservice von der Projektierung bis zur Übergabe Partnerschaft mit den Besten Lösungen, die begeistern Büros mit Persönlichkeit KAHL Büroeinrichtungen GmbH Industriestraße Mannheim Tel Fax Öffnungszeiten: Montag - Freitag Uhr

3 Editorial Vor der Wahl Econo Rhein-Neckar: Aus der Region - für die Region Liebe Leserinnen und Leser, viel haben wir in den vergangenen Monaten über die Wirtschafts- und Finanzkrise berichten müssen. Die Unternehmen der Region sind hiervon unterschiedlich betroffen. Einige retten sich mit Kurzarbeit durch das Konjunkturtal, andere treibt der Nachfrageeinbruch in die Insolvenz. Auch Econo Rhein-Neckar ist von dieser gesamtwirtschaftlichen Entwicklung betroffen mittelbar und direkt. Künftig erscheint Ihr regionales Wirtschaftsmagazin daher nicht mehr monatlich, sondern jeweils mit einer Doppelausgabe im Zwei-Monats-Rhythmus. Econo wird gleichzeitig noch lokaler: In zusätzlichen Sonderheften nehmen wir künftig mehrmals im Jahr einzelne ausgesuchte Wirtschaftseinheiten innerhalb der Metropolregion Rhein-Neckar und des Main-Tauber-Kreises unter die Lupe. Diese gründlich recherchierten und aufwendig gestalteten Standortporträts sollen die Aufmerksamkeit auf eine Stadt oder einen Landkreis lenken und nicht zuletzt einen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung leisten. Die Econo-Redaktion (von links): Stefan Wagner (verantwortlich), Matthias Schmitt und Kristian Klooß. Neue Antworten auf veränderte wirtschaftliche Bedingungen haben auch die Filmtheaterbetriebe Spickert gegeben. Lesen Sie auf Seite 14, wie sich das Mannheimer Unternehmen mit Live-Übertragungen von Opern, der Vermietung der Kinosäle an Firmen und einer Multi-Genre-Strategie neue Geschäftsfelder und Kunden erschließt. Ein vielschichtiges Bild hat auch unsere Recherche zum Thema Sponsoring ergeben. Lesen Sie ab Seite 46, welche Kultur-, Sport- und sozialen Einrichtungen in der Metropolregion Rhein-Neckar sich auf ihre Förderer verlassen können und wer sich derzeit verlassen fühlt. Verlassen fühlt sich auch manchmal Barbara Waldkirch. Die Mannheimer Unternehmerin versteht nicht, weshalb sie sich überlegen muss, ob sie für ihren pflegebedürftigen Angehörigen, den sie betreut, auf einer betrieblichen Autofahrt schnell etwas einkaufen kann. Denn dann wäre die Betriebsbedingtheit der Fahrt nicht mehr gegeben. Das Fazit der Verlegerin: Diese Situation nimmt uns Kleinen jegliche Motivation. Barbara Waldkirch fordert daher von der kommenden Bundesregierung, kleine und mittelständische Unternehmen flexibler handeln zu lassen. Die Mannheimerin ist nur eine von zehn Unternehmern, die wir nach ihren Forderungen befragt haben. Lesen Sie ab Seite 38, was sich Vorstandsvorsitzende wie Bernd Scheifele von HeidelbergCement oder Schreinermeister wie Theo Häfner von der Politik erhoffen. Viel Vergnügen beim Lesen wünscht Ihr Redaktionsteam epicto Full Service Dienstleister im Bereich audiovisueller Veranstaltungstechnik Veranstaltungen & Events best performance epicto GmbH Michael Schenk Carl-Ben

4 MELCHERS September HEIDELBERG-FRANKFURT-BERLIN Jahrestagung Gesellschaftsrecht 2009 Unternehmensführung in Krisenzeiten FREITAG 06.NOVEMBER UHR HEIDELBERG IMBREITSPIEL21 Nachrichten 6 Mannheim. Aus Fertiva und Compo wird K + S Nitrogen 8 Heidelberg. Die Heidelberger Lebensversicherung AG sucht 65 neue Mitarbeiter 10 Ludwigshafen. Die Firma Kübler hat eine neue Hallenheizung entwickelt 13 Rhein-Neckar. Die Kaufhauspleiten und ihre Folgen für die Metropolregion 14 Mannheim. Die Filmtheaterbetriebe Spickert übertragen Opern live 18 Mannheim. Neuer Studiengang Medienwirtschaft 20 Messen & Kongresse. Die Offerta in Karlsruhe 22 Gründer. Web 2.0-Experten knüpfen neues Netzwerk 24 Worms. Der Büromöbelhersteller Samas hat sich von seiner Konzernmutter gelöst 24 Mannheim. Fuchs Petrolub hebt die Prognose für das laufende Geschäftsjahr an 26 Germersheim. Der Internet- Club vente-privée expandiert in der Südpfalz 16 Heidelberg. Zeitgeist at work hilft Firmen bei der Suche nach Spezialisten 26 Worms. Für den insolventen Automobilzulieferer Aksys gibt es viele Interessenten Mit einem Gastvortrag von Stefan Kuntz Vorstandsvorsitzender des 1. FC Kaiserslautern, zum Thema Unternehmensführung und Emotionen WEITEREINFORMATIONENZUPROGRAMMUND TEILNAHME UNTER Unternehmen & Märkte 28 Gastro & Hotel I. Wie Hoteliers mit neuen Konzepten Gäste locken 30 Gastro & Hotel II. Welche Rezepte Gastronomen in der Rezession nutzen 33 Handwerk. Der Fortbildungsjahrgang 08/09 hat seine Zeugnisse erhalten 3x 44 cx 85 q Editorial Impressum Index q Der Schreibtisch von Wirtschaftsfaktor Wein I. Warum Prämierungen, Rankings und Wettbewerbe für das Marketing von Winzern so wichtig sind 37 Wirtschaftsfaktor Wein II. Die Weinanbaugebiete Hessische Bergstraße, Pfalz, Rheinhessen und Baden im Überblick Menschen 38 Bundestagswahl I. Was Unternehmer aus der Region von der nächsten Bundesregierung erwarten 40 Bundestagswahl II. IHK- Präsident Vogel im Interview 42 Namen und Nachrichten

5 Sind Sie schneller gewachsen, als Sie dachten? FREYLER Maßgeschneiderte Baulösungen. 40 IHK-Präsident Vogel im Interview 70 Standort Friedrichsfeld Management 45 De Jure. Wie Manager sich vor persönlicher Haftung schützen können 58 Vermögensmanagement. Hauptsache sicher! : Geldanlage nach dem Crash 46 Werbung I. Wie Sponsoren auf die Wirtschaftskrise reagieren 54 Werbung II. Warum CropEnergies mit einem Rennstall kooperiert Politik & Gesellschaft 70 Standort Friedrichsfeld I. Die Stadt Mannheim erschließt ein neues Gewerbegebiet 74 Standort Friedrichsfeld II. Wie Produkte aus dem Mannheimer Stadtteil die Weltmärkte erobern 62 Krankenkassen & Gesundheit. Gesundheitsmanagement im Betrieb 68 Mitarbeiterführung. Warum Spitzenverkäufer keinen Vertriebserfolg garantieren 76 Standort Meckesheim. Die Gemeinde empfiehlt sich ansiedlungswilligen Firmen durch Großinvestitionen. Dazu zählen der neue S-Bahn-Anschluss und der jüngst sanierte Ortskern 84 Bildung & Wissenschaft Wenn der Wettbewerb Ihrem Erfolg gerade keine Grenzen setzt, dann sollte es Ihr Firmengebäude erst recht nicht tun. Deshalb ist bei der Wahl Ihres Industriebau-Partners genau derselbe unternehmerische Weitblick gefragt wie bei Ihren marktstrategischen Entscheidungen. Denn nur ein ganzheitlich denkender, planender und arbeitender Partner wie FREYLER gibt Ihnen Raum für gezieltes Wachstum. FREYLER Industriebau GmbH Am Hardtwald Ettlingen Tel Fax

6 6 Nachrichten Schaller & Partner gewinnt Pitch Mannheim. Die Werbeagentur Schaller & Partner steuert den Werbeetat des neu gegründeten Unternehmens K+S Nitrogen. Die Mannheimer Agentur hat sich laut Geschäftsführer Michael Böhmer gegen drei namhafte Wettbewerber durchgesetzt. Wir sind für K+S Nitrogen Full-Service- und Leadagentur, sagt Böhmer. Die Höhe des Etats nennt er nicht. Nach eigenen Angaben erwirtschaftete Schaller & Partner 2008 mit 70 Mitarbeitern einen Honorarumsatz von neun Millionen Euro. Aus Fertiva und Compo wird K+S Nitrogen Der Mannheimer Düngemittelhändler Fertiva firmiert seit Juli unter dem Namen K+S Nitrogen. Vorausgegangen war eine Verschmelzung mit dem Schwester-Unternehmen Compo. Die Fusion war lange geplant W&K plus steigert Honorarumsätze Mannheim. Die Werbeagentur W&K plus hat sich auf effiziente Marketing-Kommunikation für mittelständische Unternehmen spezialisiert und dadurch die Nachfrage nach ihren Dienstleistungen gesteigert. Die Honorarumsätze der Mannheimer seien im ersten Halbjahr 2009 im Vorjahresvergleich um über 40 Prozent gestiegen. Als neuen Service bietet die Agentur ihren Kunden seit April unter WebNews plus einen 14-tägigen Online- Suchdienst an. Vier neue Etats für Publik Ludwigshafen. Die Kommunikationsagentur Publik hat ihren Kundenstamm erweitert. Wie das Ludwigshafener Unternehmen mitteilte, unterstützt die Agentur künftig die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DIH Deutsche Wohnwerte und des Personaldienstleisters Reutax aus Heidelberg sowie des Baby- und Kinderartikelvertriebs Candide Prosale im saarländischen Beckingen. Außerdem hat sich die Agentur in einem Pitch die weitere Betreuung der Sportregion Rhein- Neckar gesichert. Mannheim. Die im Deutschen Aktienindex notierte K+S Gruppe gehört zu den weltweit größten Anbietern von Salzprodukten, Pflanzenpflegemitteln und Düngern. Der Konzern hat seinen Stammsitz zwar in Kassel, vor dem Börsengang in den 80er Jahren war K+S jedoch ein Geschäftsbereich der BASF. Aus diesen Wurzeln erwuchs auch die 1999 gegründete Mannheimer K+S-Tochter Fertiva, die seit Juli unter dem Namen K+S Nitrogen in der Nähe des Bahnhofs residiert. Mit der Umfirmierung ging die Zusammenführung der geschäftlichen Aktivitäten der Fertiva GmbH mit Teilen der K+S-Tochter Compo mit Sitz in Münster einher. Bislang hatte Fertiva Mehrnährstoffdünger, Stickstoffeinzeldünger und hochwertige Stickstoffschwefeldünger im Angebot, die vor allem auf Äckern und Feldern genutzt werden. Compo hingegen vertrieb zusätzlich die für den Gemüse-, Obst- und Weinbau geeigneten chloridarmen Düngersorten. Ebenfalls im Compo-Portfolio waren bislang die so genannten Entec-Dünger. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass die Umwandlung von Ammonium zu Nitrat abhängig von Temperatur und Feuchte des Bodens um bis zu zehn Wochen verzögert wird. Das ist ein High-End-Produkt, sagt K+S Nitrogen-Geschäftsführer Rudolf Graf von Plettenberg, der zuvor schon die Fertiva-Geschäfte führte. Für die Entec-Produkteinführungsphase ab 2000 hat sich das Compo-Geschäftsmodell bewährt. Die Umsätze hätten sich sehr gut entwickelt. Mittlerweile sei das Produkt aber in die Reifephase getreten und werde deshalb auch über die K+S Nitrogen und den belieferten Handel breitflächig in der Landwirtschaft und für den Obst-, Gemüse- und Weinbau vermarktet. Als einen Kernpunkt des neuen Geschäftsmodells der K+S Nitro- gen sieht Graf von Plettenberg daher die schlanke Marketing-, Logistik- und Vertriebsstruktur. Darüber hinaus sei mit dem Zusammenschluss eine Steuerung aller weltweiten Unternehmensabläufe durch das neue Stammhaus in Mannheim möglich. Das Unternehmen ist im Zuge der Neugründung vom Victoria- Turm in die bahnhofsnahe Reichskanzler-Müller-Straße umgezogen. Den Victoria-Turm haben wir verlassen, weil es mit der größeren Mannschaft auf zwei Etagen zu eng geworden wäre, sagt Graf von Plettenberg. Außerdem werde so auch der Neuanfang für alle Mitarbeiter deutlich. 78 von ihnen sind derzeit bei K+S Nitrogen in Mannheim beschäftigt, gut zwei Dutzend waren früher noch bei der BASF angestellt. Noch heute ist die BASF der wichtigste Düngemittellieferant der Mannheimer. Im Ausland beschäftigt K+S Nitrogen künftig wei- Wega zieht in die Quadrate Mannheim. Die Werbeagentur Wega hat Anfang September ihre neuen Räume im Mannheimer Haus der EditionPanorama in G7, 14 bezogen. Die Firma arbeitete bis zum Umzug im Stadtteil Wohlgelegen. Die Werbeagentur Wega entwickelt Konzepte für Kunden aus der Industrie, der Medizin und dem Dienstleistungssektor. econo 08-09/ September 2009

7 Nachrichten 7 Mannheim. Die Hauptversammlung der Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG hat beschlossen, den Namen des Unternehmens in Bibliographisches Institut zu ändern. Die Muttergesellschaft der Verlage Duden und Meyers hatte sich mit dem Verkauf des Brockhaus an Bertelsmann aus dem Lexika-Bereich zurückgezogen. Aufsichtsratschef Alexander Bob kündigte den Anteilseignern an, dass sie in diesem Jahr zwangsabgefunden werden sollen. 96 Prozent der Anteile hält der Cortere 72 Mitarbeiter. Vor allem in Spanien, Italien und Griechenland werden wir unsere Vertriebssysteme weiter ausbauen, sagt Graf von Plettenberg. Weltweit wird das neue Unternehmen mehr als 4,7 Millionen Tonnen Düngemittel vertreiben. Knapp 20 Prozent des Umsatzes entfallen auf den deutschen Markt. In anderen Ländern Europas erzielt K+S Nitrogen knapp 55 Prozent des Umsatzes. Rund ein Viertel der Erlöse entfällt auf die Märkte außerhalb Europas. Unser Ziel ist es, bis 2015 die klare Nummer zwei auf dem Düngemittelmarkt in Europa zu werden, sagt Graf von Plettenberg. Dieser wird vom norwegischen Unternehmen Yara dominiert. Eine Umsatzprognose mag der K+S Nitrogen-Geschäftsführer trotz der ambitionierten Ziele nicht abgeben. Im vergangenen Jahr waren wir auf einem absoluten Gipfel. Dieses Jahr fällt der Umsatz durch die Wirtschafts- und Finanzkrise deutlich niedriger aus. Die Umsätze in den Jahren 2008 und 2009 könne man addieren und durch zwei teilen, sagt er. Realistisch sind rund 600 bis 700 Millionen Euro im Jahr. Kristian Klooß Bild: Fotolia PFALZWERKE LUDWIGSHAFEN Versorger gründet Geothermie-Tochter Ludwigshafen. Die Ludwigshafener Pfalzwerke AG hat ein Tochterunternehmen mit dem Namen Pfalzwerke Geofuture GmbH gegründet. Geschäftsführer des neuen Unternehmens ist Peter Hauffe. Er gehörte bereits der Geschäftsführung der Geox GmbH an, die das Geothermiekraftwerk in Landau betreibt. Das Tochterunternehmen geofuture soll künftig eigene Projekte der Geothermienutzung in der Pfalz und an anderen Standorten planen und betreiben. Einige Schritte weiter ist die Pfalzwerke AG mit dem Bau des Geothermie- kraftwerks in Insheim (Südliche Weinstraße). Die zweite Bohrung für das geplante Kraftwerk ist mittlerweile abgeschlossen. Es wird vermutlich Ende 2010 in Betrieb gehen. Dann wird über das erste Bohrloch Wasser aus rund 3600 Metern Tiefe mit 160 Grad Celsius an die Erdoberfläche gepumpt. Dort wird es zur Stromerzeugung und Wärmeauskopplung genutzt. Das abgekühlte Wasser wird anschließend über das zweite Bohrloch wieder in die Erde gepumpt. Damit ist sichergestellt, dass das Reservoir auf Dauer erhalten bleibt. ski FREUDENBERG Vileda startet Joint Venture in Indien Weinheim. Der zum Freudenberg- Konzern gehörende Haushaltswarenhersteller Vileda hat mit der indischen Firma Gala Brush Limited einen Vertrag über ein Vertriebsund Produktions-Joint Venture geschlossen. Das daraus entstandene Unternehmen Freudenberg Gala Household Products Pvt. Limited wird seinen Hauptsitz künftig in Mumbai haben. An dem Unternehmen hält Vileda 60 Prozent. Der Geschäftspartner Gala ist nach eigenen Angaben ein führender indischer Hersteller für Besen und Wischer. Beide Unternehmen planen für das kommende Jahr den Bau einer neuen Produktionsstätte. Dort sollen dann Gala Brush- und Vileda-Produkte hergestellt werden. Vergrößert hat die Freudenberg- Gruppe ihr Segment Öl & Gas mit dem Kauf des amerikanischen Unternehmens EJS Inc. Expansion Joint Systems in Santee/Kalifornien. Die EagleBurgmann Gruppe, ein Tochterunternehmen der Freudenberg-Gruppe, hat Anfang August den Anbieter von Kompensatoren aus Weichstoff, Metall und Gummi zu 100 Prozent übernommen. ski BIBLIOGRAPHISCHES INSTITUT Der Name Brockhaus verschwindet nelsen-verlag. Die Berliner planen außerdem, die Mannheimer Tochter in eine GmbH zu überführen. Das Bibliographische Institut will in diesem Jahr einen Gewinn von 3,8 Millionen Euro erzielen. Das prognostizierte Finanzvorstand Hans- Jörg Düllmann. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat über den Personalabbau sind mittlerweile unter Dach und Fach. Laut einem Sprecher stünden maximal fünf betriebsbedingte Kündigungen an. In Mannheim verbleiben 165 Beschäftigte. Red Südkabel kauft Zollern Isoprofil Mannheim. Die Südkabel GmbH hat das Mannheimer Werk der Zollern Isoprofil GmbH & Co. KG gekauft. Die 75 Arbeitsplätze des Herstellers für Stahlprofile gehen in die von Südkabel neu gegründete Cable- Connect GmbH & Co. KG über. Beide Unternehmen sind ehemalige ABB- Tochtergesellschaften. Die Mannheimer Südkabel GmbH firmierte bis Ende 2003 unter dem Namen ABB Energiekabel, dann wurde das Unternehmen von der Wilms-Gruppe übernommen. Zollern Isoprofil gehörte bis 1995 zum ABB-Konzern. STE erhält Auftrag aus China Frankenthal. Die Siemens Turbomachinery Equipment (STE) GmbH hat einen Auftrag im einstelligen Millionen-Euro-Bereich aus China erhalten. Das Unternehmen hat mitgeteilt, dass für die chemische Industrie zwei Verdichter zu liefern seien, von denen einer mit zwei Dampfturbinen, der andere mit Elektromotoren angetrieben wird. STE, ehemals Kühnle, Kopp & Kausch AG (KK&K), beschäftigt in Frankenthal über 600 Mitarbeiter. Am pfälzischen Unternehmenssitz werden die Turbinen, am Standort Leipzig die Verdichter hergestellt. ThyssenKrupp trennt sich von Tochter Mannheim. Der Stahlkonzern ThyssenKrupp hat angekündigt, seine Unternehmenstochter Thyssen- Krupp Industrieservice zu verkaufen. Betroffen sei auch der Standort in Mannheim-Käfertal mit dem Schwerpunkt Industrie- und Gebäudereinigung. Wie der Mannheimer Morgen berichtet, solle die Tochter an den Konzern Wisag aus Frankfurt verkauft werden. Stahlbau Geisert meldet Insolvenz an Frankenthal. Das Stahl- und Metallbauunternehmen Adam Geisert hat Insolvenz angemeldet. Das meldet Die Rheinpfalz. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Klaus Löffler bestellt. Es sei nicht beabsichtigt, das Unternehmen fortzuführen, sagte Löffler in dem Bericht. 14 Mitarbeiter sind von der Insolvenz betroffen. Die Geisert GmbH habe bereits Ende Mai den Betrieb eingestellt /2009 econo 4. September 2009

8 8 Nachrichten Gewinn sinkt um ein Drittel Bad Dürkheim. Der Bilanzgewinn der VR Bank Mittelhaardt ist aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise um rund 30 Prozent auf Euro zurückgegangen (Vorjahr: 1,1 Mio. ). Die Bilanzsumme stieg um fünf Prozent auf 375 Millionen Euro. Finanzdienstleister stellt 65 Mitarbeiter ein Sparkasse steigert Kundeneinlagen Mannheim. Das Geschäftsvolumen der Sparkasse Rhein Neckar Nord ist im ersten Halbjahr um 1,6 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro gestiegen. Die Bilanzsumme wuchs ebenfalls um 1,6 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro. Bei den Kundeneinlagen beträgt das Plus 2,1 Prozent, sie erreichen jetzt 3,4 Milliarden Euro. Mit einer nach eigenen Angaben sehr stabilen Eigenkapitalausstattung (Solvabilitätsindex: 19,5 % gegenüber gesetzlich geforderten 8 %) habe die Sparkasse noch Potenzial, ihre Kreditvergabe auszuweiten. Volksbanken legen Bilanzen vor Rhein-Neckar. Die Volksbank Franken in Buchen hat im Geschäftsjahr 2008 ihre Bilanzsumme um 30 Millionen Euro auf 731 Millionen Euro erhöht. Nach Steuern und der Einstellung in die Ergebnisrücklage hat das Haus einen Bilanzgewinn von einer Million Euro erzielt. Die Bilanzsumme der Volksbank Limbach (Neckar- Odenwald-Kreis) ist im gleichen Zeitraum Jahr um fünf Prozent auf 59 Millionen Euro gestiegen. Die Kredite stiegen um 0,6 Prozent. Die Bilanzsumme der Volksbank Kraichgau aus Sinsheim ist 2008 um fast zehn Prozent auf 1,02 Milliarden Euro gewachsen. Als Bilanzgewinn verbuchte die Bank 1,4 Millionen Euro. Die Volksbank Wiesloch hat bei einer Bilanzsumme von 1,3 Milliarden Euro (+7,7 %) einen Jahresüberschuss von 2,9 Millionen Euro erwirtschaftet. Vertriebs-GmbH umbenannt Heidelberg. Die deutsche Vertriebsgesellschaft der Versicherungsanbieter Clerical Medical und Heidelberger Leben, die HBOS EFS Vertriebs GmbH, hat einen neuen Namen: Heidelberger Leben Clerical Medical Vertriebsmanagement GmbH. econo 08-09/ September 2009 Die Heidelberger Lebensversicherung AG will unabhängiger von MLP werden Heidelberg. Der Koi-Karpfen gilt in Asien als Zeichen der Stärke, da er angeblich als einziger Fisch die Wasserfälle des Gelben Flusses in China hinaufschwimmen kann. Vertreter dieser Art schwimmen auch in einem Teich im Heidelberger Emmertsgrund. Die kleine Anlage mit blühenden Seerosen gehört zum Sitz der Heidelberger Lebensversicherung AG, die den ehemaligen MLP-Tower mit 17 Stockwerken gemietet hat. Die den Fischen zugeschriebene Charaktereigenschaft Stärke schreibt Vorstandsmitglied Michael Sattler auch der Bilanz des Vorjahres zu: Die gebuchten Bruttobeiträge sind im vergangenen Jahr um 8,3 Prozent auf 724 Millionen Euro gestiegen. Das liegt deutlich über dem Marktdurchschnitt von lediglich 1,1 Prozent. Der Jahresüberschuss nach Steuern ist im gleichen Zeitraum um 180 Prozent auf 40 Millionen Euro gestiegen. Als Gründe für das außerordentliche Ergebniswachstum nennt der 41-Jährige die überdurchschnittlich hohen Abschlusskosten im Vorjahr und geringere Abschlusskosten im Geschäftsjahr. Außerdem habe der Finanzdienst- INTER Überschuss des Versicherers sinkt Mannheim. Die Mannheimer Versicherungsgruppe Inter hat im vergangenen Geschäftsjahr gebuchte Bruttobeiträge und Spargeldeinlagen in Höhe von 977,4 Millionen Euro (Vorjahr: -1,3 %) verbucht. Der Rohüberschuss der Inter-Gruppe beträgt 64 Millionen Euro (Vorjahr: 69,5 Mio. ). Laut Pressemitteilung verursachte die Finanzmarktkrise Abschreibungen und Abgangsver- leister bei den Verwaltungsaufwendungen 1,3 Millionen Euro gespart und insgesamt profitabler gearbeitet. Doch ungeachtet der guten Kennzahlen war 2008 ein schwieriges Jahr für die Heidelberger, die sich auf Vorsorgeprodukte wie private Rentenversicherungen, Riester- und Rürup-Renten spezialisiert haben. Die ehemalige MLP-Tochter, die heute zur britischen Lloyds Banking Group gehört, ist besonders stark im Bereich fondsgebundener Produkte. Hier zählt sich das Unternehmen zu den größten Fünf im Markt. Doch das ist in Zeiten der Finanzmarktkrise kein Vorteil. Die Nachfrage nach fondsgebundenen Produkten hängt stark von der Entwicklung der Kurse an der Börse ab, sagt Sattler. Erst wenn die Aktien wieder dauerhaft stiegen, zieht die Kundennachfrage im Abstand von rund sechs Monaten nach. Sattler rechnet daher im zweiten Halbjahr mit einer Belebung des Geschäfts und hofft auf eine Jahresendrallye. Insgesamt hat die Heidelberger Lebensversicherung AG im vergan- luste in Höhe von insgesamt 15 Millionen Euro sank die Zahl der Beschäftigten innerhalb der Inter- Gruppe auf 2058 Personen (-4,1 %), 876 davon sind am Hauptsitz in Mannheim beschäftigt. Als Teil eines Restrukturierungsprogramms will die Gruppe bis Ende 2010 nahezu 150 Innendienststellen in Mannheim streichen, um die Verwaltungskosten zu senken. Red genen Jahr Neuverträge abgeschlossen (2007: ). Angesichts der Unsicherheiten hält sich Sattler aber mit einer Prognose für das laufende Jahr zurück: Wir sind zufrieden, wenn wir bei den Beiträgen das Niveau des Vorjahres erreichen. Als strategisches Ziel möchte Sattler die Abhängigkeit vom ehemaligen Eigentümer MLP erhöhen. Von den Neuabschlüssen stammen noch rund zwei Drittel von den Wieslocher Beratern. Um dieses Ziel zu erreichen, baut die AG derzeit die Bereiche Produktentwicklung, Vertriebsunterstützung, Kundendienst und Marketing aus. Wir haben bereits 40 neue Mitarbeiter eingestellt, sagt Sattler. 25 weitere sollen im Jahresverlauf folgen. Um die Marke Heidelberger Leben und die Bekanntheit als Arbeitgeber zu steigern, hat das Unternehmen auch damit begonnen, sich im Sportsponsoring und sozial zu engagieren. Unter anderem fördert die Heidelberger Lebensversicherung AG die Heidelberger Tafel, eine Einrichtung, die mittellose Menschen mit Lebensmitteln versorgt. Nicht zuletzt sei das Engagement ein Bekenntnis zu dem, was sich vor Sattlers Arbeitszimmer ausbreitet: der Metropolregion Rhein-Neckar. Matthias Schmitt MLP Finanzdienstleister verzeichnet Ergebniseinbruch Wiesloch. MLP hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres Erlöse von 231,4 Millionen Euro erwirtschaftet (Vorjahreszeitraum: 282,2 Mio. ). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank von 35,8 auf 5,9 Millionen Euro. Zusätzliche Erlöse verbucht die MLP AG vermutlich im Herbst, wenn sie ihre Österreich-Geschäfte an die Aragon AG verkauft. Red

9 Ideen, die ins Schwarze treffen. Aktuelles Agenturportrait unter: Effizient. Engagiert. Erfahren.

10 10 Nachrichten Lexin meldet Insolvenz an Buchen. Die Lexin Deutschland GmbH in Buchen hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das berichtet die Rhein-Neckar-Zeitung. Zum Insolvenzverwalter für den Hersteller von Infrarot-Heiz-Paneelen sei Rechtsanwalt Marcus Winkler aus Michelstadt bestellt worden. Der Geschäftsbetrieb sei noch nicht eingestellt. Von der Insolvenz seien 17 Mitarbeiter betroffen. Rechtsanwalt Winkler sei optimistisch, dass ein Investor die Firma übernehme. Graeff profitiert von Konjunkturpaket Mannheim. Der Containerhersteller Graeff Container & Hallenbau GmbH hat im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 50,5 Millionen Euro erwirtschaftet (+5,7 %). Das Ergebnis vor Steuern betrug 1,3 Millionen Euro. Graeff beschäftigt am Firmensitz in Mannheim, im sachsen-anhaltinischen Lübars und in Luxembourg insgesamt 95 Mitarbeiter. In den Monaten Januar bis Mai des aktuellen Geschäftsjahres lag der Umsatz 9,3 Prozent höher als im Vorjahresvergleich. Graeff profitiert nach eigenen Angaben vom Konjunkturpaket der Regierung, das den Ausbau und die Sanierung von Schulen und Kindergärten fördert. KSB erhält weniger Aufträge Frankenthal. Der Pumpen- und Armaturenhersteller KSB hat von Januar bis Juni 936,3 Millionen Euro (+0,3%) umgesetzt. Im gleichen Zeitraum sind die Aufträge um 11,5 Prozent auf 1026,9 Millionen Euro zurückgegangen. In der ersten Jahreshälfte 2009 erzielte KSB ein Konzernergebnis vor Steuern von 67,5 Millionen Euro (Vorjahr.: 85,3 Mio. ). KBA streicht Stellen in Frankenthal Frankenthal. Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer (KBA) aus Würzburg hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 452,8 Millionen Euro umgesetzt (-31%). Um Kosten zu sparen, wolle das Unternehmen 400 Arbeitsplätze streichen, 200 davon am Standort Frankenthal, berichtet Die Rheinpfalz. Im Frankenthaler KBA-Werk werden unter anderem Teile für Rollendruckmaschinen gefertigt. Seit Jahresbeginn wird dort kurzgearbeitet. Hybrider Aufschwung Die Firma Kübler hat eine Hallenheizung entwickelt, die Abwärme für die Warmwasser-Aufbereitung nutzt Ludwigshafen. Während Unternehmer und Verbraucher sich über die seit Mitte 2008 in den Keller gerasselten Rohstoff- und Energiepreise freuen, wartet der Hallenheizungsbauer Kübler auf die nächste Preisrallye. Denn hohe Ölund Gaspreise stärken die Nachfrage nach energieeffizienten Heizsystemen. In diesem Bereich sieht sich das Ludwigshafener Unternehmen als Innovationsführer der Branche. Schon seit den 90er Jahren vertreibt das Unternehmen Hallenheizungen, die mit Infrarot arbeiten. Infrarot hat die Eigenschaft, nicht die Luft zu erwärmen, sondern ausschließlich Objekte, also den Boden etwa oder Menschen, die sich in der Halle bewegen. Im Vergleich zu konventionellen Systemen, die beispielsweise Heißluft in die Hallen einblasen, sei das wesentlich energieeffizienter. Unter anderem für diese Einsparpotenziale von bis zu 70 Prozent haben die Ludwigshafener im vergangenen Jahr den Großen Preis des Mittelstandes erhalten. Jetzt hat das Unternehmen ein erstes Hybridsystem auf den Markt gebracht. Das verbindet die schon bisher von Kübler eingesetzten Infrarotwärmestrahler mit der HEIDELBERGER DRUCKMASCHINEN Druckmaschinenhersteller sichert Finanzierung Heidelberg. Die Heidelberger Druckmaschinen AG hat die Verhandlungen über das neue Finanzierungskonzept abgeschlossen. Damit sei laut einer Mitteilung die Liquidität für die kommenden Jahre gesichert. Die Vereinbarung räumt dem Unternehmen bis Mitte 2012 einen Kreditrahmen in Höhe von 1,4 Milliarden Euro ein. Das Paket besteht aus einem KfW-Darlehen in Höhe von 300 Millionen Euro, einem Geschäftsführer Thomas Kübler. Bild: Kübler konventionellen hydraulischen Warmwasser-Heizung. Dazu kombiniert das Unternehmen die eigentliche Hallenheizung mit einem Wärmetauschersystem, das die bei der gasbefeuerten Infraroterzeugung anfallenden heißen Abgase zur Warmwasseraufbereitung nutzt. Das Wasser kann dann beispielsweise in die Zentralheizung eingespeist werden und angrenzende Büros oder Sozialräume erwärmen. Weitere Anwendungen sind die Bereitstellung von Brauchwasser oder die Luftvorwärmung. Zur Steuerung der beiden Anlagen nutzt Kübler ein System, das das Unternehmen schon einige Jahre durch Bürgschaftszusagen des Bundes und der Länder Baden- Württemberg und Brandenburg gestützten Kredit über 550 Millionen Euro und der Kreditlinie eines Bankenkonsortiums von 550 Millionen Euro. Die Heidelberger leiden wie andere Druckmaschinenhersteller unter der Auftragsflaute. Zur Kapazitätsanpassung sollen 5000 von Stellen wegfallen. Arbeitnehmervertreter verlangen daher einsetzt und für das Kübler im Jahr 2004 den Bundesinnovationspreis erhalten hat. Das Unternehmen, das im vergangenen Jahr einen Umsatz von zwölf Millionen Euro gemacht hat, möchte mit der Innovation trotz Krise weiter wachsen. Natürlich spüren wir als Hallenheizungsbauer die wirtschaftliche Situation unserer industriellen Kunden, sagt Thomas Kübler. Der Gründer und Inhaber des Unternehmens hält aber dennoch an seinen Wachstumsplänen fest. Innerhalb von acht Jahren soll die Mitarbeiterzahl von derzeit 100 auf 150 ansteigen. Der Umsatz solle dann bei 33 Millionen Euro liegen. Eine mögliche Durststrecke in diesem Jahr werde man gegebenenfalls mit Kurzarbeit auffangen. Noch in den vergangenen beiden Jahren hat das Unternehmen am Standort Ludwigshafen rund fünf Millionen Euro investiert, das Firmengelände auf Quadratmeter fast verdoppelt, ein Schulungszentrum gebaut und das eigene Entwicklungslabor ausgebaut. Vier Mitarbeiter tüfteln dort derzeit an neuen Produkten. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung beliefen sich im vergangenen Jahr auf acht Prozent des Umsatzes. Das solle auch im zwanzigsten Jahr seit Gründung so bleiben. Wir haben schon die nächsten Ideen in der Schublade, sagt Thomas Kübler. Matthias Schmitt für die geschätzt 1800 betriebsbedingten Kündigungen die Schaffung einer Transfergesellschaft. Der Auftragseingang im ersten Quartal hat sich auf dem niedrigen Niveau der Vorquartale stabilisiert, blieb mit 514 Millionen Euro aber immer noch 22 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das betriebliche Ergebnis ohne Sondereinflüsse lag im Berichtszeitraum bei -63 Millionen Euro (Vorjahr: -25 Mio. Euro). MSc econo 08-09/ September 2009

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13 Nachrichten 13 Schluss, Verkauf Die Pleiten von Karstadt, Hertie und Woolworth strahlen bis in die Metropolregion Rhein-Neckar aus Rhein-Neckar. Am 15. August war alles vorbei. Zum letzten Mal öffnete Filialleiterin Anke Dammrich das Hertie-Haus in der Neustadter City. Seit dem 17. August steht das Warenhaus leer, die 73 Beschäftigten sind auf Arbeitslosengeld angewiesen. Eine Abfindung gab es nicht, sagt Dammrich. Gerade einmal sechs ihrer Mitarbeiter hätten bereits eine neue Stelle gefunden. Die Situation sei vor allem für die zahlreichen älteren Frauen in der Belegschaft schwierig. Dabei hat der Neustadter Oberbürgermeister Hans Georg Löffler alles getan, was ein Politiker tun kann, um die Schließung und die damit verbundene Gefahr einer verödeten Innenstadt zu verhindern. Zwei Mal hat er gemeinsam mit zahlreichen anderen von der Hertie-Pleite betroffenen Stadtoberhäuptern bei der Deutschen Bank in Frankfurt, einem der Hauptgläubiger des Konzerns, vorgesprochen vergeblich. Seine letzte Hoffnung: Die Berliner BNP Paribas Real Estate, die mit der Vermarktung der Hertie-Immobilien beauftragt wurde, findet einen passenden Interessenten. Eine Hoffnung, die Christoph Meyer, Mitglied der Geschäftsführung bei dem Immobiliendienstleister, für realistisch RHEIN CHEMIE Chemiefirma eröffnet Compoundier-Werk Mannheim. Die Rhein Chemie Rheinau GmbH hat an ihrem Standort in Mannheim ein neues Compoundier-Werk in Betrieb genommen. Das auf einer Kautschukchemikalie basierende Produkt Rhenogran wird dort produziert. Zwei Produktionsstraßen gingen bereits im Dezember 2008 in Betrieb. Eine zusätzliche Produktionsstraße ist seit Mai in Betrieb. Rhein Chemie investierte rund sieben Millionen Euro in das komplette Werk. ski hält. Wir sind mit einigen Projektentwicklern im Gespräch, die das Gebäude übernehmen, umbauen und dann weitervermieten wollen. Ein Übergangslösung scheint gefunden: Ab dem 15. September will der Frankfurter Unternehmer Wahidullah Amidi im ehemaligen Hertie- Haus ein Billig-Kaufhaus eröffnen. Sein Angebot: Textilien und Haushaltswaren Restposten aus dem Sortiment großer Handelsketten. Einen Mietvertrag erst einmal über sechs Monate hat er nach eigenen Angaben unterschrieben, so die letzten Meldungen. Es war der Karstadt-Konzern, der im Jahre 2005 über 70 seiner kleineren Warenhäuser an den britischen Finanzinvestor Dawnay Day abgegeben hatte, die dieser 2007 in Hertie umbenannte. Im Juli 2008 meldete Hertie Insolvenz an. Die Schließung der Filialen war zugleich ein Schlussstrich. Bei Karstadt weiß indes noch niemand, ob seine Warenhäuser noch eine Zukunft haben. Seit der Mutterkonzern Arcandor im Juni Pleite ging, wird fieberhaft nach Investoren gesucht. Derzeit läuft das Geschäft in den 91 Häusern weiter. Interesse an einer Übernahme hat bisher in erster Linie Metro-Chef BASF Umsatz bleibt stabil auf niedrigem Niveau Ludwigshafen. Bei der BASF hat die anhaltende weltweite Wirtschaftskrise auch im 2. Quartal des laufenden Geschäftsjahres Umsatz und Ergebnis gedrückt. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (Ebit) vor Sondereinflüssen verringerte sich binnen Jahresfrist um 53 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Der Umsatz sank um 23 Prozent (12,5 Mrd. Euro). Trotz Stabilisierung auf niedrigem Niveau sieht der Konzern noch kein Ende des Konjunkturtiefs. KrK Eckhard Cordes angemeldet, dessen Konzern allerdings selber seine Kaufhof-Filiale in Ludwigshafen im Juni 2010 dichtmachen wird. Cordes Vision: eine Deutsche Warenhaus AG mit 100 Kaufhof- und 60 Karstadt-Filialen. In der Region zeigt Karstadt nur noch im Viernheimer Rhein-Neckar-Zentrum Flagge. Das Karstadt-Haus im Mannheimer Quadrat K 1 hat der Konzern bereits im Herbst 2008 aufgegeben. Auch die dritte große Pleite eines deutschen Einzelhandelsunternehmens sorgt für Umbrüche im April musste die deutsche Tochter des englischen Woolworth-Konzerns mit 310 Standorten das Handtuch werfen. Eine Chance sollen bei dem Billigkaufhaus die größeren Filialen bekommen, zu denen in der Metropolregion die Niederlassungen in der Mannheimer Innenstadt, in Heidelberg, Wiesloch, Lampertheim und Worms gehören. In Ludwigshafen entsteht ein Prototyp des neuen Woolworth. Die Hälfte der Märkte, kleinere Filialen mit rund zehn Mitarbeitern, hat keine Zukunft im Unternehmen. Für sie werden neue Betreiber gesucht. Interesse für bis zu 71 Filialen hat beispielsweise Schlecker angemeldet. uc AKZO NOBEL Pulverlack-Hersteller strukturiert Standort um Bensheim/Amsterdam. Die Unternehmensleitung von Akzo Nobel hat beschlossen, den Standort Bensheim umzustrukturieren. Künftig entwickelt das Werk Produkte für die Automobil-, Land- und Baumaschinen-Branche. Im Zuge der Umstrukturierung sollen von 140 Beschäftigten rund 40 das Unternehmen bis Jahresende verlassen. Der Personalabbau sei die Konsequenz aus der Krise. Der Absatz im Konzern brach um bis zu 20 Prozent ein. ski Das Dannheimer bleibt bestehen Wiesloch. Das Kaufhaus Dannheimer in Wiesloch kann seinen Betrieb weiterführen. Wie die Rhein-Neckar-Zeitung berichtet, habe die Gläubigerversammlung den Insolvenzplan zur Sanierung des Unternehmens angenommen. Die bereits eingeleiteten Umstrukturierungen sollen weitergeführt werden. Das Kaufhaus beschäftigt 40 Mitarbeiter. Mektec-Gruppe weiht Gebäude ein Weinheim. Die Mektec-Gruppe hat im Freudenberger Technologiepark in Weinheim ihr neues europäisches Technologiezentrum eingeweiht. Mektec investierte in das Gebäude rund sechs Millionen Euro. Drei Millionen kostete der Bau des Hauses und der Infrastruktur. Ein Betrag in gleicher Höhe floss in die technische Ausstattung. Auf 7500 Quadratmetern will das Gemeinschaftsunternehmen der Freudenberg-Gruppe und der japanischen NOK Corporation flexible Leiterplatten weiterentwickeln. Die Fachverwalter erhalten Mandat Mannheim. Die Firmengruppe Die Fachverwalter hat ein Mandat für das kaufmännische und technische Asset Management eines deutschlandweiten Immobilienportfolios erhalten. Sie teilt sich diese Aufgabe mit dem Münchener Unternehmen Agilis AssetManagers GmbH. Vergeben wurde das Mandat von der dänischen Investmentgesellschaft Investea A/S. Damit verwalten die Unternehmen insgesamt 21 Liegenschaften in 17 Städten mit einer Gesamtfläche von rund Quadratmetern. GGH steigert Jahresüberschuss Heidelberg. Die Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz mbh (GGH) in Heidelberg hat im vergangenen Geschäftsjahr 2008 einen Jahresüberschuss von 1,59 Millionen Euro erwirtschaftet. Das Ergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um rund Euro. Sie erzielte mit ihnen inklusive abgerechneter Betriebskosten Umsatzerlöse in Höhe von 42,95 Millionen Euro. Für Instandhaltung und Modernisierung investierte die GGH im vergangenen Jahr rund 13 Millionen Euro /2009 econo 4. September 2009

14 14 Nachrichten Medien Union kauft Haas-Anteile Ludwigshafen. Die Medien Union Ludwigshafen ( Die Rheinpfalz ) beteiligt sich mit 7,89 Prozent an der Mediengruppe Dr. Haas GmbH ( Mannheimer Morgen, Econo ). Diese Anteile übernimmt die Medien Union von der BWK-Medienbeteiligungsgesellschaft mbh Stuttgart, die an der Dr. Haas-Gruppe 28,89 Prozent der Anteile hält. Vor dem Einstieg gebe es aber noch juristische Fragen zu klären, da die Satzung der Dr. Haas GmbH ein Vorkaufsrecht der Mitgesellschafter enthalte. Dr. Haas-Gruppe beteiligt sich an AFD Mannheim. Die Dr. Haas-Mediengruppe hat einen 51 Prozent-Anteil an dem Direktverteilunternehmen AFD Werbung GmbH erworben. Die in Laudenbach (Kreis Bergstraße) ansässige Firma ist ein Tochterunternehmen der Egro-Direktwerbung in Obertshausen. Mit der Beteiligung ergänzt die Dr.-Haas-Gruppe ihr Dienstleistungsangebot im Werbemarkt. In diesem Bereich war das Unternehmen bisher nicht aktiv. Björn Jansen, Geschäftsführer der Mannheimer Unternehmensgruppe, sieht die Beteiligung als wichtige Weichenstellung für die Zukunft des Medienhauses im Wettbewerb um Werbebudgets auch in der Direktzustellung. RNZ übernimmt Eberbacher Zeitung Eberbach/Heidelberg. Die Printmedien Neckartal, eine Tochter der Rhein-Neckar-Zeitung, hat die Eberbacher Zeitung übernommen. Der Verlag der Eberbacher Zeitung, die Wilhelm Krauth GmbH, meldete im Februar Insolvenz wegen drohender Zahlungsunfähigkeit an. Henkel will Stellen streichen Heidelberg. Der Klebstoffhersteller Henkel hat angekündigt, mehrere Hundert Stellen zu streichen. Dabei handelt es sich nach Medienberichten um 400 bis 450 Arbeitsplätze. Die Hälfte davon könnte auf Deutschland entfallen. Offen ist dagegen, ob die Henkel-Tochter Teroson in Heidelberg betroffen ist. Dort hätte sich die Auftragslage stabilisiert. Teroson profitiere von einer Werksschließung in Frankreich. Puccini und Popcorn Die Filmtheaterbetriebe Spickert starten in ihren Kinos Live-Übertragung von Opern Christian Spickert. Bild: Spickert Filmtheaterbetriebe Mannheim. Die Oper Tosca von Giacomo Puccini zählt musikgeschichtlich zum Verismus. Darunter versteht man Opern, die nicht wie Wagners Tristan und Isolde Sagengestalten oder Verdis Don Carlos Adlige zum Gegenstand haben, sondern Leute aus dem einfachen Volk zeigen. Das Werk von 1900 ist so gesehen der passende Auftakt einer Reihe von Opernaufführungen, die im kommenden Monat in den Filmtheaterbetrieben Spickert beginnt. Auftakt ist am 10. Oktober die Live-Übertragung von Tosca aus der Metropolitan Opera in New York. Zielgruppe sind sowohl das klassische Opernpublikum als auch Kinogänger, die sich damit in ein für sie fremdes Terrain wagen, sagt Christian Spickert, Inhaber und Geschäftsführer der Filmtheaterbetriebe. Vor dem Zusammenprall des Hochkulturpublikums in Abendkleid und Anzug mit Popcorn essenden Jugendlichen ist ihm nicht bange: Dieser Spagat ist gewollt. Außerdem sei sein Kinopublikum heute schon bunt gemischt. Neben den zwei Häusern in Mannheim, betreibt Spickert noch ein Cineplex in Bruchsal und besitzt zwei strategische Beteiligungen an Kinos in Singen und Friedrichshafen. Die Unternehmensgruppe verfolgt seit einigen Jahren eine Multi-Genre- Strategie. Das heißt, dass Spickert auf seinen 18 Mannheimer Leinwänden mehr zeigt als Action und Komödien. Die Bilanz des ersten Halbjahres scheint diesen Ansatz zu bestätigen. Unter den zehn besucherstärksten Filmen lagen mit der Romanverfilmung Der Vorleser, der französischen Komödie Bei den Sch tis und dem indischen Slumdog Millionär anspruchsvolle Filme jenseits des Hollywood-Mainstreams. In Zahlen: Ein Plus von 9 Prozent bei den Zuschauern hat zu einem Umsatzwachstum von 13,5 Prozent geführt. Die Unternehmensgruppe mit 220 Mitarbeitern erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund zehn Millionen Euro. Dieser Wert würde voraussichtlich 2009 übertroffen, so Spickert, da auch im zweiten Halbjahr der positive Trend anhalten werde. Einen hohen Cash-flow wird der Kinobetreiber gut gebrauchen können. In den vergangenen Wochen hat er zwei Säle mit Digitaltechnik ausstatten lassen, sieben weitere sollen folgen. Jede dieser Anlagen schlägt mit rund Euro zu Buche. Doch das Geld sei gut angelegt, da erst die Digitaltechnik Live- Übertragungen wie die aus New York ermögliche. Außerdem seien Übertragungen von Popkonzerten und Sportveranstaltungen geplant. Die Digitaltechnik ermöglicht zudem die 3D-Wiedergabe von Filmen. Neben der Digitalisierung und dem breiten Angebot an Filmen gibt es einen weiteren strategischen Ansatz, mit dem Spickert seine Kinos für die Zukunft rüsten will: den Eventbereich. Zum Gesamtumsatz tragen die Events allerdings noch wenig bei. Nach wie vor entfallen 60 Prozent auf Eintritte, ein Viertel auf Getränke und Essen und nur 15 Prozent auf Events und Werbeeinnahmen. Den Abgesang auf das Kinogeschäft mag der 42-Jährige nicht mehr hören. In dieser Branche seit zwanzig Jahren tätig und in dritter Generation Kinobetreiber gelte für ihn: Das Kino ist tot. Es lebe das Kino. Matthias Schmitt SYGNIS Neues Medikament soll ab Mitte 2011 Umsätze bringen Heidelberg. Das Pharmaunternehmen Sygnis hat im Geschäftsjahr 2008/2009 (31. März) einen Verlust in Höhe von 10,3 Millionen Euro eingefahren (Vorjahr: -6,3 Mio. ). Der Umsatz ging leicht auf 0,4 Millionen Euro zurück (Vorjahr: 0,5 Mio. ). Für Forschung und Entwicklung wendete Sygnis 11,2 Millionen Euro auf (Vorjahr: 7,8 Mio. ). Bei der Weiterentwicklung des Wirkstoffes AX200 zur Behandlung des akuten Schlag- anfalls schloss das Pharmaunternehmen im vergangenen Geschäftsjahr die klinische Studie mit 36 Probanden ab. Nun beginnt die Phase-II-Wirksamkeitsstudie, für die Sygnis Labore in Österreich, Belgien und Deutschland eröffnet hat. Das Unternehmen verspricht sich erst Mitte 2011 Umsätze mit dem Medikament. Daher erwartet es im laufenden Geschäftsjahr noch Verluste von 14 Millionen Euro. Im ers- ten Quartal des Geschäftsjahres fiel der Verlust mit -2,3 Millionen Euro allerdings geringer aus, als die Unternehmensleitung erwartete (Vorjahreszeitraum: -1,7 Mio. ). Die betrieblichen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung stiegen um 0,6 Millionen Euro auf 2,5 Millionen Euro. Sygnis entwickelt Medikamente zur Behandlung von Erkrankungen des zentralen Nervensystems. ski econo 08-09/ September 2009

15 11. Existenzgründungstag , Pfalzbau Ludwigshafen Leben in Bewegung»Ich fliege auf die Metropolregion Rhein-Neckar!«Michael Günther, Pilot In der Metropolregion Rhein-Neckar können auch Sie zum Höhenflug ansetzen. Erstklassige Bildungsund Berufschancen bieten Ihnen hervorragende persönliche Perspektiven. Auch das Genießen kommt dabei nicht zu kurz. Attraktive Naturlandschaften sowie viele kulturelle und sportliche Highlights sorgen für Lebensqualität der Spitzenklasse.

16 16 Nachrichten Comparex stellt Insolvenzantrag Mannheim. Die Comparex GmbH hat Insolvenz angemeldet. Davon betroffen sind auch die Comparex Services GmbH sowie die beiden Muttergesellschaften TDMI Deutschland Holding GmbH und die TDMI AG. Als Grund für die Insolvenz des IT-Dienstleisters geben letztere die Umsatzrückgänge der vergangenen Monate und die fehlende Bankenfinanzierung an. Die Comparex GmbH beschäftigt an sieben Standorten bundesweit 177 Mitarbeiter. Ein Drittel davon arbeitet in Mannheim. Bei den Insolvenzverwaltern haben laut Medienberichten mögliche Investoren bereits Interesse bekundet. IT-Unternehmen arbeiten zusammen Ludwigshafen. Die Fasihi GmbH hat mit der SHE Informationstechnologie AG eine strategische Partnerschaft beschlossen. Fasihi verkauft Internet-Portal-Software, die Firmen zur internen Organisation und Planung einsetzen. Die SHE hat sich auf die Wartung der dazugehörigen Hardware sowie auf die Erstellung und Absicherung dieser Internet- Portale spezialisiert. Realtech rutscht in die roten Zahlen Walldorf. Die Realtech AG aus Walldorf hat im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz von 30,6 Millionen Euro erwirtschaftet (-12 %). Die Software-Erlöse sanken um 30 Prozent auf 5,3 Millionen Euro. In der Beratung minderte sich der Umsatz um sechs Prozent auf 25,4 Millionen Euro. Das Ebit fiel auf -0,2 Millionen Euro (Vorjahr 3,1 Mio. ). Das Konzern-Ergebnis der Walldorfer lag bei -0,6 Millionen Euro nach 2,1 Millionen Euro im Vorjahr. CropEnergies steigert Umsatz Mannheim. CropEnergies hat in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2009/10 den Umsatz auf 89 Millionen Euro (+ 58 %) gesteigert. Hauptgrund war ein höherer Bioethanolabsatz infolge der Kapazitätserweiterungen. Das operative Ergebnis (Ebit) verringerte sich nach Abschreibungen auf Sachanlagen auf minus 3,2 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 5,5 Mio. ). Andreas Loroch ist CEO der Zeitgeist at work AG. Das Unternehmen betreibt von Heidelberg aus ein Internetportal, das freiberufliche IT-Spezialisten mit Unternehmen zusammenbringen will. Bild: Zeitgeist at work Zeitgeist im Netz Das neu gestartete Internetportal Zeitgeist at work will Firmen helfen, IT-Spezialisten zu finden. Zielgruppe sind vor allem Mittelständler Heidelberg/Zürich. Sprachkritikern hierzulande ist so mancher englischsprachige Ausdruck ein Dorn im Auge. Doch der Austausch geht auch in die andere Richtung so kennt jeder Franzose Waldsterben und jeder Brite weiß, was Blitzkrieg bedeutet. Ein anderer weit verbreiteter Germanismus ist der Begriff Zeitgeist, den schon der Philosoph Johann Gottfried Herder im 18. Jahrhundert prägte. Andreas Loroch würde den deutschen Zeitgeist international gerne noch ein wenig bekannter machen. Der 40-Jährige ist Vorstand der Aktiengesellschaft Zeitgeist at work. Das Unternehmen betreibt unter gleichem Namen ein Online-Portal für Projektarbeit. Es gibt schon jetzt einen großen Bedarf an spezialisierten Mitarbeitern für den zeitlich begrenzten Einsatz, sagt Loroch. Und die Nachfrage werde weiter steigen. Jüngsten Forschungen zufolge auf einen Anteil von bis zu 20 Prozent an der Ge- SAP Apotheker plant Umsatzverdopplung Walldorf. Der Softwarehersteller SAP hat sein Konzernergebnis im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres um 4 Prozent auf 423 Millionen Euro erhöht. Der Gesamtumsatz verringerte sich um 10 Prozent auf rund 2,6 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr wurden die Prognosen für die operative Umsatzrendite auf 25,5 bis 27 Prozent angehoben. In einer internen Mail an die Belegschaft gab SAP-Chef Léo Apotheker indes das Ziel vor, den Umsatz mit Software und Ser- vice bis zum Jahr 2014 gegenüber 2008 (8,6 Milliarden Euro) zu verdoppeln. Darüber hinaus strebt er eine Rendite von 35 Prozent (2008: 28,4 Prozent) an. Um diese Ziele zu erreichen, hat sich der Konzern schon Ende 2008 ein drastisches Sparprogramm verordnet werden allein in der Metropolregion rund 400 Stellen gestrichen. Um weiter zu wachsen, hat SAP dem Schweizer Softwarehersteller SAF zudem im Juli ein Übernahmeangebot unterbreitet. KrK samtbeschäftigung in den nächsten zehn Jahren. Zeitgeist at work möchte mit seiner Dienstleistung an der Vermittlung von IT- und Engineering-Spezialisten verdienen. Auf dem Portal können Unternehmen ihre Projekte inserieren und Experten ihr Leistungsprofil hinterlegen. Intelligente Suchfunktionen sollen beiden Seiten ermöglichen, Spezialisten oder Projekte zu finden, die exakt auf die fachlichen Anforderungen oder persönlichen Präferenzen passen. HEIDELBERGCEMENT Baustoffkonzern hofft auf Konjunkturprogramme Heidelberg. Der Umsatz von HeidelbergCement ist im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2009 um 22,5 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro zurückgegangen. Der bereinigte Halbjahresgewinn sank um 32 Prozent auf 270 Millionen Euro. Allerdings erwartet der Baustoffproduzent für die zweite Jahreshälfte Wachstumsimpulse aus den weltweiten Konjunkturprogrammen. Die bisherigen Einbrüche bei Umsatz und Ergebnis könne das aber nicht ausgleichen. Red econo 08-09/ September 2009

17 Mitte Mai ist Zeitgeist at work gestartet. Mittlerweile haben dort rund 1200 Experten ihr Profil hinterlegt und 84 Unternehmen 120 Projekte inseriert. Bis Ende des Jahres soll die Zahl der Projekt auf 4000, die der Spezialisten auf über wachsen. Die Rezession tue den Zielen keinen Abbruch. Krisen schaffen gerade einen neuen Zeitgeist, so Loroch und nennt Stichworte wie Outsourcing, Individualisierung und die demographische Entwicklung. Diese Entwicklungen gelten weltweit und würden das Wachstum von Zeitgeist at work beflügeln. Und der Preis? Wir sind unschlagbar günstig, sagt Loroch. Die Vermittlungsprämie liege bei einigen hundert Euro, wobei Mitglieder des Portals weniger zahlten als Nichtmitglieder. Zu zahlen hat die Prämie jenes Unternehmen, das Projektmitarbeiter sucht. Die eine Hälfte davon fließt an die Zeitgeist at work AG, die andere an den Experten. Im Vergleich zur Vermittlung über Dienstleister fiele so nur ein Bruchteil der üblichen Agenturprovisionen an. In der Gestaltung der Verträge sind beide Seiten völlig frei, sagt Loroch. So könne ein Kontakt auch zu befristeten oder unbefristeten Anstellungen führen. Der zweitwichtigste Umsatzbringer seien Mitgliedschaften für Unternehmen und Experten. An dritter Stelle folge Werbung von ausgesuchten Partnern. Ab September solle außerdem ein Bewertungssystem ähnlich wie vom Auktionshaus ebay bekannt die Auswahl unter den Angeboten und den Spezialisten erleichtern. Darüber hinaus seien BILFINGER BERGER Baukonzern legt bei Leistung und Ergebnis zu Mannheim. Bilfinger Berger zeigt sich von der weltweiten Rezession derzeit unbeeindruckt. Im ersten Halbjahr legte die Leistung auf 5,3 Milliarden Euro zu (+3%), das operative Ergebnis (Ebit) kletterte um 52 Millionen Euro auf 103 Millionen Euro. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Ebit im Vorjahr durch Einmaleffekte von 56 Millionen Euro belastet war. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Bilfinger mit einem operativen Gewinn mindestens auf Vorjahresniveau. Red Blogs von Mitgliedern geplant. Loroch ist davon überzeugt, mit diesem Angebot nicht nur im deutschsprachigen Raum auf Nachfrage zu treffen. Derzeit liefen bereits Zeitgeist-at-work-Portale in den USA, in Polen und Tschechien. Weitere Länderwebsites sollen folgen. Den operativen Break-even wollen wir im ersten Quartal 2010 erreichen, sagt Loroch. Daran arbeiten derzeit 38 Mitarbeiter in Heidelberg und vier am Unternehmenssitz in Zürich, wo einer der Investoren der wie die anderen nicht genannt werden will zu Hause sei. Außerdem ist Zürich ein guter Standort für die Internationalisierung, sagt Loroch. Das operative Geschäft bleibe aber langfristig in der Region, so der gebürtige Mörlenbacher, der heute in Weinheim lebt. Auch sein Management-Kollege Jens Sattler ist in der Region bekannt. Er ist Gründer der Weinheimer Kuehlhaus AG, die im vergangenen Jahr nach Mannheim umgezogen ist. Loroch selbst war bis Ende Juni Vorstand bei der Heidelberger Reutax AG. Das Unternehmen vermittelt ebenfalls IT- und Engineering- Spezialisten in Projektarbeit. Loroch bezeichnet seine neue Aufgabe als Ausgründung in Frieden. Den alten Arbeitgeber sieht er zwar als Mitbewerber, doch sei der Markt groß. Außerdem habe sich Reutax vor allen Dingen auf lokale Großunternehmen als Kunden spezialisiert. Zeitgeist at work richtet sich dagegen vor allem an Mittelständler und an eine internationale Zielgruppe, sagt Loroch. Matthias Schmitt TREKSTORE Speichermedien-Produzent stellt Insolvenzantrag Lorsch. Der Lorscher Speichermedien-Hersteller Trekstor hat beim Insolvenzgericht Darmstadt einen Insolvenzantrag gestellt. Grund für die Insolvenz sei der durch die Wirtschaftskrise eingebrochene Umsatz. Er lag in den vergangenen Jahren im Schnitt zwischen 110 und 120 Millionen Euro. Von der Insolvenz sind rund 100 Mitarbeiter betroffen. Auch der Preisverfall für Speichermedien vor allem aus Fernost machte dem Unternehmen immer mehr zu schaffen. Red Wer macht mein Unternehmen krisenfest? Agenda Mittelstand Das Erdbeben an den internationalen Finanzmärkten bereitet vielen mittelständischen Unternehmern erhebliche Kopfschmerzen. Liquiditätssicherung und wirksamer Schutz vor künftigen Krisen sind jetzt oberstes Gebot. Wir* zeigen Ihnen gerne, wie Sie neuen finanziellen Spielraum schaffen können, welche Finanzierungsalternativen geeignet sind und wie sich ein professionelles Working Capital Management etablieren lässt. Für mehr Mittelstand im Land. Ihr Ansprechpartner: Thomas Müller, Tel , Theodor- Heuss-Anlage 2, Mannheim. Nachfolgemanagement Unternehmensfinanzierung Fokus Mitarbeiter Internationalisierung Kooperationen/ Transaktionen Managementberatung Immobilienmanagement Risikoberatung * Gemeint sind hiermit die selbstständigen und rechtlich unabhängigen Mitgliedsunternehmen der internationalen Ernst & Young Organisation. In Deutschland ist dies die Ernst &Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft.

18 18 Nachrichten Iclear betreut zwei neue Portale Mannheim. Der Mannheimer Online-Bezahldienst Iclear hat mit und dem Kartendienstleister B+S Card Service zwei Kunden gewonnen. Für beide wickelt Iclear den Zahlungsverkehr mittels Treuhandsystem ab. Für Uhren-Fan.de übernimmt Iclear Zahlungen per Kreditkarte und Online-Überweisung, für B+S Card Service wickelt der Anbieter Zahlungen per Kreditkarte und Giropay ab. SNP erzielt Rekordergebnis Heidelberg. Das SAP-Beratungshaus SNP AG hat im ersten Halbjahr 2009 das beste Halbjahresergebnis in der Unternehmensgeschichte erzielt. Zwar fiel der Umsatz um sechs Prozent auf 9,63 Millionen Euro, doch gleichzeitig legte das operative Ergebnis (Ebit) um 5,5 Prozent auf 1,78 Millionen Euro zu. Während das Heidelberger Unternehmen bei den Beratungsdienstleistungen ein Minus von 12 Prozent auf jetzt 7,7 Millionen Euro verzeichnete, erhöhten sich die Erlöse im margenstarken Software-Segment um 24 Prozent auf 1,94 Millionen Euro. ZetVisions zieht um Heidelberg. Die ZetVisions AG hat neue Büros bezogen. Seit August befinden sich die Geschäftsräume in der Speyerer Straße 4 in Laufweite zum Heidelberger Hauptbahnhof. Ebenfalls im August wurde die Verschmelzung der ZetVisions Deutschland GmbH auf die ZetVisions AG abgeschlossen. Die Mitarbeiter des europäische Marktführers für Beteiligungsmanagement- Software arbeiten in Deutschland künftig unter einem Dach. ZetVisions beschäftigt rund 70 Mitarbeiter am Hauptsitz in Heidelberg, in Paris und in Brüssel. FIT erhält 25-Millionen-Auftrag Weinheim. Der IT-Dienstleister Freudenberg IT (FIT) übernimmt für BSN medical, ein Anbieter von medizinischen Produkten mit Sitz in Hamburg, die IT-Services an 22 Standorten in elf Ländern. Der Vertrag mit einer Laufdauer von fünf Jahren hat ein Volumen von 24,5 Millionen Euro. econo 8/ September 2009 Allrounder gesucht Die FH Nordhessen startet einen Studiengang Medienwirtschaft & Management Mannheim. Die Hiobsbotschaften häufen sich: Werbeeinnahmen brechen weg, Auflagen sinken, immer mehr Menschen informieren sich im Internet kostenlos. Das Allheilmittel von Verlagen und Sendern heißt sparen. Vor diesem Hintergrund startet die Diploma FH Nordhessen an ihrem Standort in Mannheim zum Wintersemester 2009/10 den neuen Studiengang Medienwirtschaft & Medienmanagement. Warum, erklärt Studiengangsleiter Prof. Dr. Christof Graf. Econo: Herr Graf, sollte Ihr neuer Studiengang nicht besser Medien-Krisenmanagement heißen? Prof. Dr. Christof Graf: Dass wir zu einem Zeitpunkt starten, an dem sich viele Medienhäuser in einer wirtschaftlichen Krise befinden, ist reiner Zufall. Mit der Konzeption des Studiengangs habe ich bereits im Januar 2008 begonnen, als eine Krise nicht absehbar war. REUTAX Personaldienstleister stellt weiter ein Heidelberg. Die Reutax AG hat ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2008 von 70 Millionen auf 131,6 Millionen Euro gesteigert. Im vierten Quartal haben wir die Finanzkrise gespürt, weshalb wir den Umsatz nicht ganz verdoppeln konnten, sagte der Gründer und bisherige Vorstandsvorsitzende des Personaldienstleisters Soheyl Ghaemian bei der Bekanntgabe der Zahlen. Aufgrund des rasanten Wachstums seit der Gründung im Jahr 2002 hat sich das Unternehmen, das vor allem freiberufliche IT-, Engineering-, Financeund Accounting-Experten vermittelt, im Juli einer Umstrukturierung unterzogen. So wurde die Lenroxx GmbH, die sich auf das systemge- Econo: Bremst die gegenwärtige Situation nicht die Euphorie potenzieller Studenten? Graf: Wir haben zwar in Mannheim noch einige freie Plätze, die wir bis Ende September vergeben können, insgesamt sind wir aber mit der bisherigen Resonanz sehr zufrieden. Außerdem ist der Zeitpunkt für diesen Studiengang sehr spannend. Econo: Warum? Graf: Im Zeitalter einer globalen Multimedialisierung sowie einer zunehmenden Digitalisierung kommt der moderne Mensch nicht mehr ohne den Umgang mit sowohl klassischen als auch modernen Medien aus. Wir wollen unsere Studenten dazu befähigen, diesen Umfang effizient zu gestalten. Wir bilden Medien-Allrounder aus, die alle Seiten des Umgangs mit Medien betreffen. Econo: Was heißt das konkret? stützte Management von Experten spezialisiert hat, organisatorisch von der Reutax AG abgetrennt. Im Zuge dieser strategischen Neuausrichtung übernahm Soheyl Ghaemian den Aufsichtsratsvorsitz der Reutax AG. Neuer Vorstandssprecher und verantwortlich für Strategie, Personal und Recht ist seitdem Conrad Eß. Er ist seit 2003 Mitglied der Unternehmensführung und hatte zuletzt das Geschäft in den USA aufgebaut. Für das aktuelle Geschäftsjahr strebt das Unternehmen ein leichtes Umsatzwachstum an. Zu den bis Ende 2008 beschäftigten 189 Mitarbeitern sollen in diesem Jahr weitere 50 bis 60 hinzukommen. KrK Graf: Der Studiengang ist als Drei-Säulen-Konzept zu verstehen. Unsere Studenten bekommen zum einen ein breites wirtschaftliches Basiswissen vermittelt, sie erlernen außerdem publizistische und journalistische Methoden und Kompetenzen. Und wir vermitteln schließlich auch mediensoziologisches Wissen. Econo: Für welches Berufsbild sind diese Inhalte gedacht? Graf: Das Berufsbild des Medienmanagers ist neu und kannerst an wenigen Hochschulen studiert werden. Mit dem akademischen Abschluss,,Bachelor Of Arts (Media Business Management) erhält der Absolvent nach in der Regel sechs Semestern die Befähigung, in der mittleren bis höheren Führungsebene von Medienunternehmen oder Unternehmen, die mit und für Medien agieren, zu arbeiten. Er hat sowohl journalistische als auch kaufmännische Kenntnisse und Fähigkeiten. Ich bin davon überzeugt, dass in der Medienbranche den Kaufleuten mit journalistischen Kompetenzen und Redakteuren mit wirtschaftlichen Kompetenzen die Zukunft gehört. Stefan Wagner FLUGHÄFEN Speyer wird ausgebaut, Mannheim umgebaut Speyer/Mannheim. Das Oberverwaltungsgericht Koblenz hat den Ausbau des Flugplatzes Speyer genehmigt. Gegen den Ausbau hatte ein Bürger sowie der Bund für Umwelt und Naturschutz geklagt. Mit dem Ausbau verlängert sich die Start- und Landebahn des Flugplatzes um rund 450 auf 1677 Meter. Der Flughafen Mannheim hat schon jetzt in den Ausbau seiner Start- und Landebahn 1,1 Millionen Euro investiert. So wurde unter anderem eine Mittelstreifenbefeuerung mit Lichtern installiert, die beim Landeanflug den Aufsetzbereich anzeigen. Das Land Baden- Württemberg bezuschusst das Bauprojekt mit Euro. KrK

19 Anzeige Unternehmen Buchholz Textilpflege feiert in diesem das 75-jährige Bestehen. Das Familienunternehmen wird in vierter Generation von den Brüdern Ralph, Marc und Patrick Buchholz geführt. Sie beschäftigen derzeit rund 260 Mitarbeiter. Seit 1992 unterhält das Unternehmen zudem ein französisches Tochterunternehmen, das die Kunden aus dem Elsass bedient. Vor zwei Jahren hat Buchholz das eigenständige Tochterunternehmen Kopp Textilpflege in Untereisesheim gegründet. Buchholz Textilpflege aus Baden-Baden versorgt Firmen mit Arbeits- und Schutzkleidung. Bild: Michael Bode Sauber und sicher Buchholz Textilpflege aus Baden-Baden ist seit mehr als 40 Jahren ein echter Profi in Sachen Mietberufs- und Schutzkleidung Häufig unterschätzt, aber dennoch unverzichtbar in allen Branchen: Arbeits- und Schutzbekleidung für Mitarbeiter. Niemand weiß das besser als der Textildienstleister Buchholz Textilpflege aus Baden-Baden. Seit mehr als 40 Jahren rüstet das Unternehmen Firmen in der Region mit der passenden Berufsbekleidung aus. Industrie, Handwerk, Handel und die öffentliche Hand greifen auf Dienstleistungen von Buchholz zurück. Das fängt mit einfacher Arbeitskleidung an, geht über Kleidung, die auf die Corporate Identity des Kunden abgestimmt ist, hin zu Arbeitsschutz (PSA), Produktschutz (ESD) und Kleidung, die den Hygienerichtlinien bei der Herstellung von Lebensmitteln (HACCP) entspricht. Wir haben ein breites Portfolio. Unsere Kunden profitieren von unserer langjährigen Erfahrung, sagt Geschäftsführer Ralph Buchholz, der das Unternehmen gemeinsam mit seinen Brüdern Marc und Patrick leitet. Das Familienunternehmen Buchholz hat sich zu einem verlässlichen und kompetenten Partner für den Mittelstand aus der Region entwickelt. Wir beraten unsere Kunden in allen Fragen um das Thema Arbeits- und Schutzkleidung, erklärt Buchholz. Dazu gehören neben den genannten Leistungen auch der Logo- und Namensemblemservice und eine persönliche Anprobe der Kleidung, damit diese auch richtig sitzt. Der Vorteil für die Buchholz stimmt die Kleidung auf den Arbeitsplatz ab Buchholz-Kunden: Der Kunde hat keinen Aufwand für Beschaffung, Pflege, Lagerhaltung oder Reparatur, so Buchholz. Auch Verwaltung und Verteilung der Berufskleidung werden übernommen: Buchholz liefert die Kleidung bis in das jeweilige Schrankfach des Mitarbeiters. Besonders für Kunden aus dem Gesundheitswesen und der Lebensmittelindustrie ein wichtiges Argument, schließlich kommt es hier auf hundertprozentige Sauberkeit und Hygiene an. In der Industrie steht in erster Linie der Schutz der Mitarbeiter im Vordergrund. Gute Arbeits- und Schutzbekleidung allein reichen hier nicht aus. Voraussetzung ist es, die spezifischen Anforderungen des Unternehmens zu ermitteln, erklärt Buchholz. Deshalb arbeiten die Baden-Badener direkt mit den Arbeitsschutzbeauftragten der Firmen zusammen. Das Ziel: eine arbeitsplatzspezifische Gefährdungsanalyse. Nur so kann die Kleidung optimal auf die Anforderungen jedes einzelnen Mitarbeiters angepasst werden, erläutert Buchholz. Dabei greift das Buchholz-Team auf ein Know-how zurück, das in den vergangenen Jahrzehnten aufgebaut wurde. Die Produkte, die wir anbieten, sind bis zu einem gewissen Grad austauschbar, sagt Buchholz. Die Menschen, die sie anbieten und die Dienstleistungen drumherum nicht. Das ist unsere Philosophie und das macht uns stark. Dienstleistung Zum Portfolio der Baden-Badener gehören neben textilen Dienstleistungen für das Gesundheits- und Sozialwesen sowie für Gastronomie und Hotel auch die Vermietung von Berufs- und Schutzbekleidung für Industrie, Handel, Handwerk und öffentliche Hand. Dabei entspricht die Kleidung immer den geltenden Normen für Arbeitsschutz (PSA), Produktschutz (ESD) oder den Hygienerichtlinien bei der Lebensmittelherstellung (HACCP) Kontakt Märkte Das Familienunternehmen Buchholz arbeitet für Kunden aus der Region zwischen Freiburg, Mannheim, Heidelberg und Stuttgart. Vor allem mittelständische Unternehmen greifen gerne auf die jahrzehntelange Erfahrung von Buchholz Textilpflege zurück. Buchholz Textilpflege GmbH & Co. KG Werkstraße Baden-Baden Telefon: / Telefax: /

20 20 Messen & Kongresse Ikon zeigt Druckkonzepte Ladenburg. Die Ikon Office Solutions GmbH lädt am 8. Oktober 2009 zur Roadshow mit Fachvorträgen in das Automuseum Dr. Carl Benz in Ladenburg. Präsentiert werden die Drucker der Firma Ricoh, Konzepte zum digitalen Archivieren und Lösungen für die Analyse von Büros. Zwischen den Fachvorträgen besteht die Möglichkeit, die Geräte auszuprobieren, mit den Referenten zu diskutieren und Fragen zu stellen. Tagung zu erneuerbaren Energien Birkenfeld. Das Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz veranstaltet mit der EnergieeffizienzAgentur Rhein-Neckar ggmbh und dem Institut für angewandtes Stoffstrommanagement am 10. und 11. September 2009 die 5. Solartagung Rheinland-Pfalz auf dem Umwelt- Campus Birkenfeld. Sie richtet sich unter anderem an Unternehmen, Investoren, Handwerker und Kommunen. Die Veranstalter wollen die Teilnehmer für den Einsatz erneuerbarer Energien sensibilisieren. veranstaltungen/solartagung-2009 Karlsruher Offerten Der Messe- und Ausstellungsorganisator Hinte veranstaltet Ende Oktober die Publikumsmesse offerta 2009 Karlsruhe. Die Hinte Messe- und Ausstellungs-GmbH aus Karlsruhe veranstaltet jährlich die Publikumsmesse Offerta in den Karlsruher Messehallen. Im vergangenen Jahr zählte der Veranstalter 870 Aussteller und Besucher. Für die 38. Auflage der Messe versprechen sich die Organisatoren vom 24. Oktober bis zum 1. November 2009 ein ähnliches Ergebnis wie im vergangenen Jahr. Neben langjährigen Partnern hätten nach eigenen Angaben auch zahlreiche neue Firmen ihre Teilnahme an der Messe zugesagt. Die Offerta ist eine wichtige Plattform, und dieses Profil wird weiter geschärft. Neben Produkten und Dienstleistungen werden verstärkt auch die Themenbereiche Freizeitgestaltung, Wellness, Fitness, Kur und Naher- In den Karlsruher Messehalllen veranstaltet die Hinte Messe- und Ausstellungs- GmbH vom 24. Oktober bis zum 1. November die offerta. Bild: Hinte holung eingebunden, sagt Offerta- Projektleiter Gerhard Reiter. Die Hinte Messe- und Ausstellungs-GmbH macht vor allem auf das Forum Praxis Altbau on Tour des Bundesarbeitskreises Altbauerneuerung aufmerksam. Kernthemen der Veranstaltungsserie sind Sanierung, Renovierung und Modernisierung von Altbauten. Red Internet Neues Intercity-Hotel in Mannheim Mannheim. Die LBBW Immobilien Gesellschaft als Investorin und Bauherrin des Euro City Center West (ECCW) am Mannheimer Bahnhof hat bekanntgegeben, dass die Intercity-Hotel GmbH ab Herbst 2010 das Hotel betreiben wird. Das Drei-Sterne-Hotel soll über 115 Zimmer verfügen. In die Büroräume des ECCW zieht die Wirtschaftsberatungsgesellschaft KPMG. SRH erhält Auszeichnung Heidelberg. Das Seminarzentrum der SRH hat den Titel Ausgewählte Tagungshotels zum Wohlfühlen erhalten. In der Kategorie reine Tagungsstätte belegte das Seminarzentrum den achten Platz. Die Bewerbung ergibt sich aus der Befragung von Weiterbildern, Trainern und Personalentwicklern. Das Seminarzentrum der SRH in Heidelberg ist nach eigenen Angaben zum vierten Mal in Folge ausgezeichnet worden. INNOVATIONSFORUM Marktfähige Ideen Heidelberg. Die Innovationsagentur des Landes Baden-Württemberg für Informationstechnologie und Medien, kurz MFG Baden- Württemberg mbh, lädt am 20. Oktober 2009 zum Heidelberger Innovationsforum in das Studio der Villa Bosch ein. Vorgestellt werden an diesem Tag insgesamt 34 marktnahe Geschäftsideen aus Forschung und Entwicklung mit dem Schwerpunkt Visual Computing, Simulation & Digital Media. Teilnehmer, die sich bis zum 15. September anmelden, erhalten 25 Prozent Rabatt auf die Teilnahmegebühr. Die Veranstaltung in Heidelberg wird von der MFG Baden-Württemberg gemeinsam mit dem von SAP-Gründer Dr. h.c. Klaus Tschira gegründeten European Media Laboratory durchgeführt. Red Internet EXISTENZGRÜNDUNG Tipps vom Hornbach-Chef Ludwigshafen. Die Metropolregion Rhein-Neckar GmbH veranstaltet am 19. September 2009 im Ludwigshafener Pfalzbau gemeinsam mit der W.E.G. Ludwigshafen am Rhein mbh den elften Existenzgründungstag Metropolregion Rhein-Neckar. Angehende Unternehmer finden dort ein kostenloses Beratungsund Fortbildungsprogramm zum Thema Gründung und Selbstständigkeit. Als Beispiel aus der Praxis spricht Albrecht Hornbach, Vorstandsmitglied des Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar e.v. und Vorsitzender der Hornbach Holding AG, über die Gründung der gleichnamigen Baumarktkette im Jahr weitere Referenten beraten die potenziellen Unternehmer in Workshops, Seminaren und Gesprächsrunden zum Thema. Red Internet DEMOGRAFIE Auf ältere Mitarbeiter setzen Ludwigshafen. Im Workshop Erfolgsfaktor Erfahrung Unternehmen demografiefest machen der Initiative Erfahrung ist Zukunft der Bundesregierung und der Industrie- und Handelskammer für die Pfalz berichten Fachleute über Förderungsmöglichkeiten für ältere Beschäftigte und den sich daraus ergebenden Vorteilen für Unternehmen. Der Workshop ist Teil einer bundesweiten Veranstaltungsreihe der Initiative Erfahrung ist Zukunft. Er findet am 16. September 2009 im Rheinpfalz-Saal der IHK Pfalz in Ludwigshafen statt. Er spricht unter anderem Unternehmen und Fachleute aus dem Personal- und Weiterbildungsbereich an. Die Teilnahme an Erfolgsfaktor Erfahrung Unternehmen demografiefest machen ist kostenlos. Red Internet econo 08-09/ September 2009

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