Selbstständig als Coach interna

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1 Selbstständig als Coach interna Ihr persönlicher Experte

2 Inhalt Vorwort... 7 Voraussetzungen... 8 Ausbildung Berufsbild Was benötigt ein Coach? Software Startkapital und konkrete Anschaffungen Finanzierung Der nebenberufliche Einstieg Besondere Tätigkeitsbereiche Coach für das Management, die Karriere Trainer für Persönlichkeitsentwicklung Die Selbstständigkeit Was ist eine selbstständige Tätigkeit? Buchhaltung Steuern Vorsorge Der Start Wie gewinne ich Kunden? Perspektiven für die Zukunft Verdienst Checklisten für Ihre erfolgreiche Selbstständigkeit Kontakte

3 Buchhaltung Schon bei Ihren ersten Schritten in Richtung Selbstständigkeit fallen für Sie Kosten an, z. B. für Beratung und Literatur; später haben Sie Ausgaben für Investitionen und den laufenden Betrieb. Gleichzeitig erzielen Sie Einnahmen. Die damit verbundenen Zahlungen sind viele einzelne Vorgänge, dokumentiert durch viele einzelne Belege, von der 10-Euro-Quittung für Briefmarken bis zur vierstelligen Rechnung für Ihren PC. Sorgen Sie von Anfang an dafür, dass hier Übersicht herrscht. Und trennen Sie private und geschäftliche Ausgaben und Einnahmen strikt. Richten Sie auf jeden Fall ein besonderes Geschäftskonto (oder mehrere) ein. Für Freiberufler ist die Buchhaltung, also das Zuordnen und Verbuchen der betrieblichen Zahlungsein- und -ausgänge, einfach: Sie brauchen nur eine so genannte Einnahme-Überschuss-Rechnung zu erstellen. Dabei werden die Einnahmen den Ausgaben und Abschreibungen gegenübergestellt. Die Differenz ist der (zu versteuernde) Gewinn. Wer ein Gewerbe betreibt (Gewerbesteuer-Freibetrag: Euro) und im Handelsregister eingetragen ist, muss sich mehr ins Zeug legen und auf jeden Fall eine ordnungsgemäße doppelte Buchführung erstellen. Sie brauchen als Gründer nicht den Buchhalter spielen, zumal Sie mindestens in der Startphase mit wichtigeren Dingen mehr als ausgelastet sind. Es gibt fachkundige Helfer, die Ihnen die lästige Buchführung abnehmen. Vielleicht finden Sie einen Buchhalter oder Buchführungshelfer, der sie nebenberuflich für Sie erledigt, etwa an einem Nachmittag oder Abend pro Woche. Auf jeden Fall kann Ihr Steuerberater für Sie aktiv werden: Die meisten Angehörigen dieser Zunft sind der DATEV eg angeschlos- 38

4 sen, die Datenverarbeitung und andere Dienstleistungen für die steuerberatenden Berufe anbietet. Wenn Sie Ihre Belege für den Steuerberater vorab ordnen und vielleicht vorkontieren, sind dessen Dienste gar nicht so teuer. Übrigens: Ihre Buchführung ist nicht bloß ein wilder, undurchdringlicher Zahlenwust. Wenn Sie sich ein wenig mit Ihren Monats-, Quartals- und Jahreszahlen beschäftigen, können Sie aus ihnen aussagekräftige Informationen und Kennzahlen gewinnen z. B. Umsatzentwicklung, Verschuldungsgrad, die für die Steuerung Ihrer Firma wichtig sind. Steuern Sobald Sie unternehmerisch aktiv werden (ob als Freiberufler oder mit einem Gewerbe), ist der Fiskus mit von der Partie. So ist es halt akzeptieren Sie dies und machen Sie das Beste daraus. Stellen Sie sich von Anfang an darauf ein, dass Sie als Selbstständiger Steuern zahlen müssen, und planen Sie diese Zahlungen ein. Wenn Sie sich hier die ersten zwei oder drei Jahre tot stellen oder schlampen, kann eine geballte Steuernachzahlung (zuzüglich Verzugszinsen und Säumniszuschlag!) nach diesem Zeitraum das Aus für Ihre Selbstständigkeit bedeuten. Umsatzsteuer Wenn Sie Ihre freiberufliche Tätigkeit oder Ihr Gewerbe beim Finanzamt anmelden: Optieren Sie für die Umsatzsteuer (USt; auch Mehrwertsteuer genannt). Dann schlagen Sie auf alle Rechnungen, die Sie stellen, je nach Art Ihrer Tätigkeit den vollen (19 %) oder ermäßigten USt-Satz (7 %) auf. Gegen diese eingenommenen Beträge dürfen Sie all diejenigen betrieblich bedingten USt- 39

5 Beträge aufrechnen, die Sie selbst z. B. an Lieferanten bezahlt haben (Vorsteuer). Nur die Differenz führen Sie ans Finanzamt ab. Die entsprechenden Umsatzsteuer-Voranmeldungen müssen Sie wie folgt abgeben, und zwar jeweils zum 10. des Folgemonats (diese knappe Frist können Sie mit einem Antrag auf Dauerfristverlängerung in der Regel problemlos um einen Monat ausdehnen): monatlich, wenn Ihre USt-Zahllast im Vorjahr mehr als Euro betrug, quartalsweise, wenn Ihre USt-Zahllast im Vorjahr zwischen 512 und Euro lag, jährlich, wenn die USt-Zahllast im Vorjahr geringer als 512 Euro war. Stellen Sie eine Rechnung über mehr als 100 Euro, so müssen Sie auf ihr außer dem Umsatzsteuer-Prozentsatz auch den entsprechenden Euro-Betrag ausweisen. Liegt der Rechnungsbetrag unter 100 Euro, so genügt die Angabe des Steuersatzes, also etwa die Formulierung inklusive 19 % Umsatzsteuer. Wichtig: Auf allen Rechnungen, die Sie stellen, müssen Sie Ihre Steuernummer angeben. Achten Sie darauf, dass auch Ihre Lieferanten das ordnungsgemäß tun. Einkommen- und Körperschaftsteuer Bei Freiberuflern, Einzelfirmen und Personengesellschaften gelten Unternehmer (Gesellschafter) und Firma als Einheit: Sie als Unternehmer zahlen Einkommensteuer (ESt) auf Ihren Gewinn aus der Firma plus Ihre eventuellen Einnahmen aus anderen Quellen (z. B. aus Kapitalanlagen, Vermietung). 40

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