Euthanasie - Sterbehilfe

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Euthanasie - Sterbehilfe"

Transkript

1 Euthanasie - Sterbehilfe

2 Euthanasie guter Tod Ärztliche Hilfe im Sterben Schmerz-, Leidenslinderung Keine Lebensverkürzung!

3 Euthanasie im dritten Reich Binding und Hoche 1920 Vernichtung unwerten Lebens

4 Sterbehilfe nur möglich, wenn ein sicher tödlich endendes Grundleiden in seine terminale Phase einge- treten ist

5 Echte Euthanasie Therapeutische Maßnahmen, die geeignet sind, physische/psychische Beschwerden zu lindern, ohne damit das Leben zu verkürzen. Berufsrechtliche Pflicht des Arztes Beispiel: inoperables Ösophaguskarzinom

6 Unechte indirekte Euthanasie Linderung subjektiver Beschwerden als Ziel Möglichkeit einer Lebensverkürzung Der Arzt dient dem erlöschenden Leben. Keine Tötungshandlung. Fehlende Rechtswidrigkeit. Beispiel: Tumorpatient im terminalen Stadium, Morphingabe in Dosis, die eine Lebensverkürzung objektiv möglich erscheinen lässt.

7 Direkte passive Euthanasie Der Arzt lässt einem irreversiblen Sterbevorgang seinen Lauf ( passiv = Verzicht auf lebenserhaltende Maßnahmen). Es resultiert eine objektive Lebensverkürzung ( direkt ). Beispiel: ausgedehnte pulmonale Metastasierung, Lungen-Funktionsstörung, Rechtsherzversagen keine CPR!

8 1. Der Patient ist bewusstseinsklar Er entschiedet selbst über Art und Umfang der Therapie (nach entsprechender Aufklärung). Eine Zwangsbehandlung (weil nicht durch die Einwilligung gedeckt) stellt eine Körperver- letzung dar.

9 2. Der Patient ist bewusstlos Rechtfertigung durch mutmaßlichen Willen Rechtfertigende Interessenkollision Unzumutbarkeit weiterer Behandlung

10 Mutmaßlicher Wille des Patienten Ist es im objektiven Interesse des bewusstlosen Patienten, seinen Tod durch weitere medizinische Maßnahmen hinauszuzögern? Bedeutung einer Patientenverfügung. Unterlassen lebensverlängernder Maßnahmen als Straftat? (Tötung durch Unterlassen 212ff, 13 StGB)? Aktualität der Patientenerklärung

11 Rechtfertigende Interessenkollision Leben bewahren humanes Sterben ermöglichen = aussichtslose medizinische Manipulation unterlassen Tritt die Pflicht zur Lebenserhaltung hinter den mutmaßlichen Willen des Sterbenden zum Behandlungsabbruch zurück? Wenn ja, rechtfertigender Notstand ( 34 StGB).

12 Unzumutbarkeit weiterer Behandlung Der Arzt zwingt dem unzweifelhaft Sterbenden unter Inkaufnahme weiterer Leiden jede mögliche Therapie auf. Richtlinien der BÄK zur Sterbehilfe: Verzicht auf lebenslängernde Maßnahen ethisch wie standesrechtlich vertretbar (Voraussetzung: unabwendbar kurze Zeit bevor- stehender Tod)

13 Beispiele: Verzicht auf CPR bei Herzstillstand Antibiotikatherapie bei Pneumonie nur, wenn keine weiteren Leiden entstehen Unterbrechung der Nahrungszufuhr? Aber: Basisbehandlung! pflegerische Maßnahmen!

14 Direkte aktive Euthanasie Der Arzt greift aktiv in den Verlauf einer Erkrankung ein, um den Todeskampf des Patienten zu verkürzen. Art und Zeit des Todes werden durch den Arzt bestimmt. Strafbar! Auch auf Verlangen ( 216 StGB) Beispiel: Überdosis Morphin bei Tumorpatient

15 Handlungspflicht des Arztes bei Suizid in Vorfeld des Suizids: Beispiel: der Patient bittet den Arzt um ein sicher tödlich wirkendes Gift = Beihilfe zum Selbstmord straffrei! Aber nur, wenn der Patient sich frei entscheidet.

16 Handlungspflicht des Arztes bei Suizid Beteiligung des Arztes nach der Handlung Beispiel: Notarzt wird zu Tumorpatienten gerufen, der in suizidaler Absicht Überdosis Tabletten genommen hat. Bewusstseinsklar verweigert der Patient jede Hilfe. Der Arzt bleibt untätig. Unterlassene Hilfeleistung? Unglücksfall im Sinne 323 StGB? Zumutbarkeit?

17 Beispiel:... Der Patient wird bewusstlos. Der Arzt unternimmt nichts. BGH: Der Suizident hat keine Möglichkeit mehr, zurückzutreten. Die Tatherrschaft geht an den Arzt über! Konsequenz: Der Arzt hat zu Helfen! Aber erhebliche Kritik

18 Psychiatrischer Patient Frage: Handelt der Patient bewusstseinsklar? Antwort: In aller Regel nein!

Therapiezieländerung und Sterbehilfe

Therapiezieländerung und Sterbehilfe Fortbildung für Ärzte Therapiezieländerung und Sterbehilfe Schwäbisch Gmünd, den 17. Juni 2009 Rechtsanwalt Dr. Hinner Schütze www.bongen.de Rechtsnormen Grundgesetz Zivilrecht: BGB / FGG: Schadensersatz

Mehr

Ethische u. rechtliche Grundlagen der Notfallmedizin

Ethische u. rechtliche Grundlagen der Notfallmedizin Ethische u. rechtliche Grundlagen der Notfallmedizin Prof. Dr. med. Dr. jur. Hans-Jürgen Kaatsch Institut für Rechtsmedizin UKSH I. Recht und Ethik Das Recht garantiert immer ein ethisches Minimum Darüber

Mehr

Inhaltsverzeichnis VII. Abkürzungsverzeichnis... XIII. Einführung... l I Allgemeines... l II Problemstellung... 3 III Zielsetzung der Arbeit...

Inhaltsverzeichnis VII. Abkürzungsverzeichnis... XIII. Einführung... l I Allgemeines... l II Problemstellung... 3 III Zielsetzung der Arbeit... VII Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis... XIII Einführung... l I Allgemeines... l II Problemstellung... 3 III Zielsetzung der Arbeit... 11 1. Teil: Begriffsbestimmung und Abgrenzung... 13 A Definition

Mehr

Entscheidungen am Lebensende - Rechtsfragen. Ärztliche Sterbehilfe. allgemeine Vorbemerkung (ärztliches Handeln und Recht)

Entscheidungen am Lebensende - Rechtsfragen. Ärztliche Sterbehilfe. allgemeine Vorbemerkung (ärztliches Handeln und Recht) Prof. Dr. Detlev Sternberg-Lieben Entscheidungen am Lebensende - Rechtsfragen Ärztliche Sterbehilfe allgemeine Vorbemerkung (ärztliches Handeln und Recht) - einerseits: Unentbehrlichkeit rechtlicher Grenzziehung

Mehr

D. Behandlungsverweigerung als Unterlassungsdelikt * * Stand: 22.5.2014, Folie 7 neu.

D. Behandlungsverweigerung als Unterlassungsdelikt * * Stand: 22.5.2014, Folie 7 neu. D. Behandlungsverweigerung als Unterlassungsdelikt * * Stand: 22.5.2014, Folie 7 neu. I. Einleitende Bemerkungen Begriff der Behandlungsverweigerung Einschlägige Vorschriften: insb. 223 ff., 13; 323c StGB;

Mehr

Die letzten Tage und Stunden

Die letzten Tage und Stunden Die letzten Tage und Stunden Dr. med. Johannes Meiß Internist und Palliativmediziner Zu Hause Sterben Dr. med. Johannes Meiß Internist und Palliativmediziner Eine medizinische Revolution hat die Lebenserwartung

Mehr

Charta Palliative Care. Grundsätze der palliativen Behandlung und Betreuung im Kanton Schwyz

Charta Palliative Care. Grundsätze der palliativen Behandlung und Betreuung im Kanton Schwyz Charta Palliative Care Grundsätze der palliativen Behandlung und Betreuung im Kanton Schwyz «palliare mit einem Mantel bedecken» Was ist Palliative Care? Palliative Care ist die internationale Bezeichnung

Mehr

Sterbehilfe in Deutschland Begriffe Ängste - Perspektiven

Sterbehilfe in Deutschland Begriffe Ängste - Perspektiven Sterbehilfe in Deutschland Begriffe Ängste - Perspektiven Dr. Rainer Schäfer Abtlg. Anaesthesie und Palliativmedizin Juliusspital Würzburg 29.04.2015 Forderung nach würdevollem Sterben Elisabeth Kübler-Ross

Mehr

Demenz und Selbstbestimmung geht das? 15.04.2015 Putz - Sessel - Steldinger / Medizinrecht Ludwig-Maximilians-Universität München

Demenz und Selbstbestimmung geht das? 15.04.2015 Putz - Sessel - Steldinger / Medizinrecht Ludwig-Maximilians-Universität München Putz - Sessel - Steldinger Rechtsanwälte Medizinrechtliche Sozietät München Wolfgang Putz Rechtsanwalt Lehrbeauftragter an der Ludwig-Maximilians- Universität München Demenz und Selbstbestimmung geht das?

Mehr

beenden? Maßnahmen lebenserhaltende GESETZESLAGE RECHTSPRECHUNG MEDIZINISCHE PRAXIS Evangelische Akademie Loccum 5. - 6.

beenden? Maßnahmen lebenserhaltende GESETZESLAGE RECHTSPRECHUNG MEDIZINISCHE PRAXIS Evangelische Akademie Loccum 5. - 6. lebenserhaltende Maßnahmen beenden? GESETZESLAGE RECHTSPRECHUNG MEDIZINISCHE PRAXIS Evangelische Akademie Loccum 5. - 6. Dezember 2005 E. Beleites / Jena Ärzte 24,0% Theologen 14,2% Juristen 7,4% Pflegepersonal

Mehr

Ärztliche Beihilfe zum Suizid aus der Sicht eines Juristen

Ärztliche Beihilfe zum Suizid aus der Sicht eines Juristen Kriminologisches Seminar der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bonn Herbstforum der APPH Nordhessen Rotes Kreuz Krankenhaus Kassel, 7. Oktober 2009 Ärztliche Beihilfe zum Suizid:

Mehr

Sterbehilfe oder wieviel Autonomie ist am Lebensende sinnvoll und wichtig?

Sterbehilfe oder wieviel Autonomie ist am Lebensende sinnvoll und wichtig? Sterbehilfe oder wieviel Autonomie ist am Lebensende sinnvoll und wichtig? Vereinigung zur Begleitung Schwerkranker Schaffhausen 21.5.2014 Lisbeth Brücker, MAS Ethik im Gesundheitswesen www.ethikbruecken@ch

Mehr

Themen im Seminar Arztstrafrecht

Themen im Seminar Arztstrafrecht Themen im Seminar Arztstrafrecht 1. Der strafrechtliche Todesbegriff Problematik: Fragen der Sterbehilfe stellen sich nur dann, wenn hiervon ein lebender Mensch betroffen ist. Umgekehrt setzt die Organentnahme

Mehr

VOTRAG AM 12. 11. 2003 IN BRUNECK THEMA: PATIENTENVERFÜGUNG

VOTRAG AM 12. 11. 2003 IN BRUNECK THEMA: PATIENTENVERFÜGUNG Sehr geehrte Damen und Herren, VOTRAG AM 12. 11. 2003 IN BRUNECK THEMA: PATIENTENVERFÜGUNG Dr. Oswald Mayr Im Rahmen der Vortragsreihe Ethik am Lebensende bin ich heute hier, um mit Ihnen das Thema Patientenverfügung,

Mehr

Grundsätze für die Begleitung von Sterbenden

Grundsätze für die Begleitung von Sterbenden diakonisch-ethische Positionen Grundsätze für die Begleitung von Sterbenden in den Krankenhäusern der Stiftung kreuznacher diakonie [ 1 ] Grundsätze für die Begleitung von Sterbenden in den Krankenhäusern

Mehr

Medizin, Recht, Ethik

Medizin, Recht, Ethik Medizin, Recht, Ethik zwischen Konflikt und Kooperation 17./18. März 2010 Beendigung lebensverlängernder Maßnahmen Dr. Thomas Binsack, München Aufgabe des Arztes ist es, unter Beachtung des Selbstbestimmungsrechtes

Mehr

Ethische Fragen am Lebensende

Ethische Fragen am Lebensende Ethische Fragen am Lebensende 16. Juni 2015 Caritas-Akademie Köln-Hohenlind Kooperation mit dem Erzbistum Köln Ulrich Fink Hildegard Huwe Diözesanbeauftragte für Ethik im Vielfalt von Begriffen Therapiezieländerung

Mehr

Einführung in das Strafrecht (AT) 11/1

Einführung in das Strafrecht (AT) 11/1 Einführung in das Strafrecht (AT) 11/1 DIE STRAFTAT 11 Unterlassen 1 GROPP AT 11; JESCHECK/WEIGEND 26 II 3, 58 60; ROXIN AT II 31 32; RENGIER AT 48-51; JOECKS VOR 13 UND 13.; KINDHÄUSER AT 35-37. 2 ZUR

Mehr

Rechtliche Grundlagen im WRD

Rechtliche Grundlagen im WRD DLRG OG Sehnde e.v. 6. März 2006 Warum rechtliche Grundlagen? Das Rechtssystem in Deutschland Regelt Ansprüche natürlicher oder juristischer Personen untereinander BGB z.b. Schadensersatz Öffentliches

Mehr

Schweizer wollen Sterbehilfe durch den Arzt Klare Mehrheit möchte Sterbehilfe laut Studie liberalisieren aber Sterbetourismus verbieten

Schweizer wollen Sterbehilfe durch den Arzt Klare Mehrheit möchte Sterbehilfe laut Studie liberalisieren aber Sterbetourismus verbieten News Aktuelles aus Politik, Wirtschaft und Recht 03.09.10 Sterbehilfe Schweizer wollen Sterbehilfe durch den Arzt Klare Mehrheit möchte Sterbehilfe laut Studie liberalisieren aber Sterbetourismus verbieten

Mehr

Sonder Hospiz Info Brief 1 / 2010 1. Juni 2010

Sonder Hospiz Info Brief 1 / 2010 1. Juni 2010 Sonder Hospiz Info Brief 1 / 2010 1. Juni 2010 Stellungnahme Stellungnahme Stellungnahme Stellungnahme der Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung zur anstehenden Revisions-Entscheidung des

Mehr

Palliative Care eine große Gemeinschaftsaufgabe

Palliative Care eine große Gemeinschaftsaufgabe Palliative Care eine große Alois Glück Vorsitzender Netzwerk Hospiz Südostbayern 1 Die Aktualität des Themas Beratungen im Deutschen Bundestag zu zwei rechtlich unterschiedlichen Sachverhalten, aber innerem

Mehr

Strafrecht Allgemeiner Teil

Strafrecht Allgemeiner Teil Prof. Dr. Urs Kindhäuser Strafrecht Allgemeiner Teil Nomos Verlagsgesellschaft Baden-Baden 5: Logik des Deliktsaufbaus Vorwort Abkürzungsverzeichnis 1. Teil: Das Strafgesetz 1. Abschnitt: Das Strafrecht

Mehr

Sterbehilfe und Testament

Sterbehilfe und Testament Unterrichtseinheit: Die Sterbehilfe und die rechtlichen Regelungen zum Testament 1. Sterben und Tod aus der Sicht verschiedener Weltreligionen 2. Euthanasie - Auffassungen in der Geschichte und Gegenwart

Mehr

ENTSCHEIDUNGEN AM ENDE DES LEBENS ARGUMENTATIONSHILFE ZUR STERBEBEGLEITUNG UND STERBEHILFE

ENTSCHEIDUNGEN AM ENDE DES LEBENS ARGUMENTATIONSHILFE ZUR STERBEBEGLEITUNG UND STERBEHILFE ENTSCHEIDUNGEN AM ENDE DES LEBENS ARGUMENTATIONSHILFE ZUR STERBEBEGLEITUNG UND STERBEHILFE ARGUMENTATIONSHILFE STERBEBEGLEITUNG UND STERBEHILFE 2 VORWORT Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Pastoralen

Mehr

Durch Gesetz alles klar? Evangelische Akademie Meißen, 23. Januar 2010 Frank Oehmichen

Durch Gesetz alles klar? Evangelische Akademie Meißen, 23. Januar 2010 Frank Oehmichen Durch Gesetz alles klar? Evangelische Akademie Meißen, 23. Januar 2010 Frank Oehmichen Medizinische Behandlung bedarf der fachlichen Rechtfertigung - Indikation bedarf der Aufklärung / Einwilligung des

Mehr

WEIMER I BORK. Rechtsanwälte Fachanwälte

WEIMER I BORK. Rechtsanwälte Fachanwälte WEIMER I BORK Rechtsanwälte Fachanwälte 1 Die Patientenverfügung Selbstbestimmung oder Zwangsfürsorge am Lebensende? Dr. Tobias Weimer, M.A. Sterbehilfe? Behandlungsabbruch?! Patientenwünsche Ärzte, Pflege

Mehr

INHALTSVERZEICHNIS XXII

INHALTSVERZEICHNIS XXII INHALTSVERZEICHNIS LITERATUR ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS XVII XXII EINFÜHRUNG 1 1. Kapitel: Grundlagen, * 1 A) Übersichten 1 Übersicht 1: Stellung des Strafrechts in der Rechtsordnung / Übersicht 2: Rechtsfolgensystem

Mehr

Die letzten Dinge? Der Tod muss die unbeeinflußteste aller Wählbarkeiten sein (Hans Jonas) Rechtsanwälte Schott-Lemmer und Lemmer

Die letzten Dinge? Der Tod muss die unbeeinflußteste aller Wählbarkeiten sein (Hans Jonas) Rechtsanwälte Schott-Lemmer und Lemmer Die letzten Dinge? Der Tod muss die unbeeinflußteste aller Wählbarkeiten sein (Hans Jonas) Jörg Lemmer, Rechtsanwalt Ablauf Einleitung Erbfolgeregelung (ges. Erbfolge / Testament / Erbvertrag) Problemkreis

Mehr

Prof. Dr. Helmut Frister

Prof. Dr. Helmut Frister Jessica Demmer 7. Semester Strafrechtliche Beurteilung der aktiven Sterbehilfe und Vergleichende Beurteilung des Niederländischen Modells Seminar im Strafrecht Wintersemester 2000/2001 bei Prof. Dr. Helmut

Mehr

Prof. Dr. Günter Baust Thomas Sitte 1. Frage: Prof. Dr. Günter Baust: 2. und 3. Frage:

Prof. Dr. Günter Baust Thomas Sitte 1. Frage: Prof. Dr. Günter Baust: 2. und 3. Frage: Antworten von Prof. Dr. Günter Baust, Professor und Direktor der von ihm gegründeten Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin an der Martin-Luther Universität Halle im Ruhestand, auf die Fragen von

Mehr

15.12.15 Dr. Ulrike Köhler 1

15.12.15 Dr. Ulrike Köhler 1 15.12.15 Dr. Ulrike Köhler 1 Spezialisierte ambulante Pallia;vversorgung in Heidelberg und Umgebung Vorstellung des Teams Aki Vorstellung der SAPV 06.11.2015 15.12.15 Dr. Ulrike Köhler 2 Ziele der SAPV

Mehr

Es gibt jedoch Fälle, in denen dieses Selbstbestimmungsrecht an Grenzen stößt.

Es gibt jedoch Fälle, in denen dieses Selbstbestimmungsrecht an Grenzen stößt. Das wichtigste Patientenrecht in Österreich ist das Selbstbestimmungsrecht eines jeden Patienten. Jeder Patient hat das Recht für sich selbst zu bestimmen, ob seine Erkrankung medizinisch behandelt werden

Mehr

Inhalt. Standardfälle Strafrecht Band 2

Inhalt. Standardfälle Strafrecht Band 2 Inhalt Standardfälle Strafrecht Band 2 Fall 1: Mord und Totschlag 7 Versuch Rücktritt vom Versuch Mordmerkmale Gefährliche Körperverletzung Unterlassene Hilfeleistung Fall 2: Mensch ärgere Dich nicht!

Mehr

Niederlande: Aktive Sterbehilfe erlaubt. G.K. Kimsma, Vrije Universität, Amsterdam Radboud Universität, Nijmegen

Niederlande: Aktive Sterbehilfe erlaubt. G.K. Kimsma, Vrije Universität, Amsterdam Radboud Universität, Nijmegen Niederlande: Aktive Sterbehilfe erlaubt G.K. Kimsma, Vrije Universität, Amsterdam Radboud Universität, Nijmegen Ziel der Presentation: Niederländische Praxis: Zahlen/ Erkrankungen/ Auffassungen der Ärzte

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Abkürzungsverzeichnis Erster Teil Erstes Kapitel : Sachliche Grundlagen I. Einleitung...

Inhaltsverzeichnis. Abkürzungsverzeichnis Erster Teil Erstes Kapitel : Sachliche Grundlagen I. Einleitung... Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis... 16 Erster Teil... 18 Erstes Kapitel : Sachliche Grundlagen... 18 I. Einleitung... 18 II. Stand der aktuellen Forschung... 23 1. Sterbehilfe... 23 2. Die Patientenverfügung...

Mehr

Hospiz und Palliativpflege im stationären Bereich

Hospiz und Palliativpflege im stationären Bereich Hospiz und Palliativpflege im stationären Bereich Impulsreferat am 26. Juni 2014 in Eisenstadt Dr. Gustav Herincs Mobiles Hospizteam der Caritas Wien Definitionen: Palliative Care (WHO 2002) Ist ein Ansatz

Mehr

Inhaltsverzeichnis. I. Einleitung...1

Inhaltsverzeichnis. I. Einleitung...1 I. Einleitung...1 II. Allgemeine Dogmatik der GoA...3 A. Grundgedanken der GoA...3 1. Theorie der Menschenhilfe...3 2. Quasivertragstheorie/Quasikontraktstheorie...8 3. Schutz vor dem unerwünschten Eingriff

Mehr

Quarks&Co. Quarks & Co Sterbehilfe Ein Ende in Würde?

Quarks&Co. Quarks & Co Sterbehilfe Ein Ende in Würde? Quarks&Co Quarks & Co Sterbehilfe Ein Ende in Würde? Autoren: Ingo Knopf, Hubert Filser, Ulf Kneiding, Kristin Raabe, Anke Rau, Dr. Georg Wieghaus Redaktion: Wobbeke Klare Ranga Yogeshwar spricht mit Elke

Mehr

Rechtliche und ethische Aspekte der Sterbehilfe

Rechtliche und ethische Aspekte der Sterbehilfe Rechtliche und ethische Aspekte der Sterbehilfe Berlin, 22.1.2016 Prof. Dr. Jochen Taupitz Prof. Dr. Jochen Taupitz www.imgb.de Seite 1 Sterbehilfe Sterbebegleitung Beteiligung einer zweiten Person durch

Mehr

Über Patientenwillen, Vorsorgevollmacht, Palliativversorgung und Sterbehilfe

Über Patientenwillen, Vorsorgevollmacht, Palliativversorgung und Sterbehilfe Über Patientenwillen, Vorsorgevollmacht, Palliativversorgung und Sterbehilfe Rechtliche Fragen am Lebensende Rechtsanwältin Gabriela Lünsmann Fachanwältin für Familienrecht Überblick Sterben im Recht Patientenautonomie

Mehr

Prof. Dr. Frank Saliger Grundkurs Strafrecht I WS 2015/16. Vorlesung 9. Einwilligung, mutmaßliche Einwilligung, hypothetische Einwilligung

Prof. Dr. Frank Saliger Grundkurs Strafrecht I WS 2015/16. Vorlesung 9. Einwilligung, mutmaßliche Einwilligung, hypothetische Einwilligung Prof. Dr. Frank Saliger Grundkurs Strafrecht I WS 2015/16 Vorlesung 9 Einwilligung, mutmaßliche Einwilligung, hypothetische Einwilligung Einwilligung 1. Grundgedanke: - Zustimmung zur Rechtsgutsbeeinträchtigung

Mehr

Diese Massnahmen hat die Schweizerische Alzheimervereinigung in einem Forderungskatalog festgehalten.

Diese Massnahmen hat die Schweizerische Alzheimervereinigung in einem Forderungskatalog festgehalten. Stellungnahme: Suizidwünsche bei Menschen mit Demenz: Die Schweizerische Alzheimervereinigung fordert eine umfassende Begleitung und Betreuung von demenzkranken Menschen In den letzten Jahren sind Fragen

Mehr

Miteinander bis ans Lebensende Leben gestalten statt Sterben organisieren

Miteinander bis ans Lebensende Leben gestalten statt Sterben organisieren 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 Miteinander bis ans Lebensende Leben gestalten statt Sterben organisieren Die CSU achtet das Selbstbestimmungsrecht

Mehr

Statement. In Würde sterben Zur aktuellen Diskussion über Sterbehilfe, Hospiz- und Palliativstrukturen. Sterbehilfe im Sinne einer Sterbebegleitung

Statement. In Würde sterben Zur aktuellen Diskussion über Sterbehilfe, Hospiz- und Palliativstrukturen. Sterbehilfe im Sinne einer Sterbebegleitung Statement In Würde sterben Zur aktuellen Diskussion über Sterbehilfe, Hospiz- und Palliativstrukturen Sterbehilfe im Sinne einer Sterbebegleitung Dr. med. Max Kaplan Präsident der Bayerischen Landesärztekammer

Mehr

WIE ICH STERBEN MÖCHTE

WIE ICH STERBEN MÖCHTE WIE ICH STERBEN MÖCHTE GLARNER PATIENTENVERFÜGUNG EINFÜHRUNG Die Lebenszeit auf dieser Welt ist für jeden Menschen begrenzt. Zum Leben gehört der Tod. Unter anderem dank der modernen Medizin ist es vielen

Mehr

Suizid: ein großes Thema in der Literatur. und in der Gesellschaft

Suizid: ein großes Thema in der Literatur. und in der Gesellschaft Suizid: ein großes Thema in der Literatur. und in der Gesellschaft 1. Der Suizid ist das willentliche Beenden des eigenen Lebens, sei es durch absichtliches Handeln oder absichtliches Unterlassen. Die

Mehr

Medizin- und Biostrafrecht SS 2014 PD Dr. Luís Greco. E. Sterbehilfe als vorsätzliches Tötungsdelikt

Medizin- und Biostrafrecht SS 2014 PD Dr. Luís Greco. E. Sterbehilfe als vorsätzliches Tötungsdelikt E. Sterbehilfe als vorsätzliches Tötungsdelikt I. Einleitende Bemerkungen Begriff der Sterbehilfe Einschlägige Vorschriften: insb. 212, 216 StGB 212 Totschlag (1) Wer einen Menschen tötet, ohne Mörder

Mehr

Aufklärung über die Krebsdiagnose: Zwischen Empathie und Strafrecht. Rechtsanwalt Professor Dr. Christoph Knauer

Aufklärung über die Krebsdiagnose: Zwischen Empathie und Strafrecht. Rechtsanwalt Professor Dr. Christoph Knauer Aufklärung über die Krebsdiagnose: Zwischen Empathie und Strafrecht Rechtsanwalt Professor Dr. Christoph Knauer 2. Traunsteiner Krebskongress 17.04./ 18.04.2015 Arzt und (Straf-)Rechtsanwalt und Gemeinsamkeiten

Mehr

Thesen. der Gutachter und Referenten

Thesen. der Gutachter und Referenten Thesen der Gutachter und Referenten 24 66. Deutscher Juristentag Stuttgart Thesen bei der Beurteilung nach Zeitabschnitten differenziert werden, weil sich die Anforderungen an die Flexibilität von Unternehmen

Mehr

Fraktionsoffener Abend der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zur Suizidbeihilfe am 1. Juli 2014

Fraktionsoffener Abend der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zur Suizidbeihilfe am 1. Juli 2014 Universität Augsburg Prof. Dr. Henning Rosenau 86135 Augsburg An die Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen Platz der Republik 1 11011 Berlin Prof. Dr. Henning Rosenau Vizepräsident der Universität

Mehr

Grauzone Sterbehilfe Sterben an der Hand statt durch die Hand

Grauzone Sterbehilfe Sterben an der Hand statt durch die Hand Grauzone Sterbehilfe Sterben an der Hand statt durch die Hand Dettingen, 14. September 2015 Teilnehmer Mitglied des Gesundheitsausschusses des Bundestages Dr. Klaus Baier Allgemeinarzt und Pallitivmediziner

Mehr

1. Einordnung des assistierten Suizids in die Formen der Sterbehilfe

1. Einordnung des assistierten Suizids in die Formen der Sterbehilfe Assistierter Suizid aktueller Standpunkt von Frank Erbguth 1 und Lukas Erbguth 2 1 Klinikum Nürnberg, Paracelsus Medizinische Privatuniversität 2 Bucerius Law School, Hamburg Als Sterbehilfe werden in

Mehr

Strafrechtliche Aspekte der aktiven Sterbehilfe

Strafrechtliche Aspekte der aktiven Sterbehilfe Nach dem Urteil des 2. Strafsenats des BGH v. 25.6.2010 2 StR 454/09* Von VRiBGH a.d. Prof. Dr. Ruth Rissing-van Saan, Karlsruhe I. Allgemeine Grundlagen des rechtlichen Lebensschutzes In Fällen der sog.

Mehr

Ich will nicht mehr leben!

Ich will nicht mehr leben! K R A N K E N H A U S St. Joseph-Stift D R E S D E N Ich will nicht mehr leben! Vom Umgang mit dem Wunsch nach aktiver Sterbehilfe 1 Sterbewünsche unabhängig vom Lebensalter unabhängig von der Grunderkrankung

Mehr

Strafrecht. Rechtsanwältin Annett Lindemann. Fachanwältin für Verkehrsrecht Fachanwältin für Strafrecht

Strafrecht. Rechtsanwältin Annett Lindemann. Fachanwältin für Verkehrsrecht Fachanwältin für Strafrecht Strafrecht Aufbau + Prüfung von Rechtsnormen Rechtsnormen bestehen aus Tatbestand (= Voraussetzungen) alle Studentinnen mit braunen Haaren die eine blaue Jeans anhaben und Rechtsfolge (= Ergebnis) dürfen

Mehr

Rechtsfragen bei Erster-Hilfe-Leistung durch Ersthelferinnen und Ersthelfer

Rechtsfragen bei Erster-Hilfe-Leistung durch Ersthelferinnen und Ersthelfer Rechtsfragen bei Erster-Hilfe-Leistung durch Ersthelferinnen und Ersthelfer Rechtsfragen bei Erster-Hilfe-Leistung durch Ersthelferinnen und Ersthelfer Verfasst von: Broschürenversand: Fachbereich Erste

Mehr

A. Einführung 1. IV. Folgen des medizinischen Fortschritts 5. VII. Gang der Untersuchung und Zielsetzung der Arbeit 10. B. Das Patiententestament 11

A. Einführung 1. IV. Folgen des medizinischen Fortschritts 5. VII. Gang der Untersuchung und Zielsetzung der Arbeit 10. B. Das Patiententestament 11 IX Inhaltsverzeichnis A. Einführung 1 I. Veränderungen in der Beziehung zwischen Arzt und Patient 1 II. Aufklärung des Patienten als Einwilligungsvoraussetzung 2 III. Aufklärung und Einwilligung bei einwilligungsunfähigen

Mehr

Sterbehilfe. Argumentarium. Formen und Begriffe. Nr. 1

Sterbehilfe. Argumentarium. Formen und Begriffe. Nr. 1 Argumentarium Nr. 1 Sterbehilfe Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden, bittet der Beter in Psalm 90. Heutzutage wird die menschliche Sterblichkeit vor allem in der Sterbehilfe-Debatte

Mehr

Fakten zur Patientenverfügung

Fakten zur Patientenverfügung Aktuelle forsa-umfrage Oktober 2003 Vorsorge auf dem Prüfstand Fakten zur Patientenverfügung 1. Knapp die Hälfte der Bundesbürger (47 %) weiß nach eigenen Angaben nicht, was eine Patientenverfügung ist.

Mehr

Tötung auf Verlangen, 216 StGB

Tötung auf Verlangen, 216 StGB Arbeitsgemeinschaft im Strafrecht (BT) SoSe 2014 Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Freiburg Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht Laura Diebold http://www.strafecht-online.org

Mehr

Strafgesetzbuch (StGB)

Strafgesetzbuch (StGB) Zurück zum Index StGB Strafgesetzbuch (StGB) Besonderer Teil Erster Abschnitt Strafbare Handlungen gegen Leib und Leben 75 Mord 76 Totschlag 77 Tötung auf Verlangen 78 Mitwirkung am Selbstmord 79 Tötung

Mehr

Bei der 55-jährigen Patientin war in der

Bei der 55-jährigen Patientin war in der Fall und Kommentare Ethik Med 2008 20:134 135 DOI 10.1007/s00481-008-0557-3 Springer Medizin Verlag GmbH 2008 Palliative Sedierung bei einer Patientin mit amyotropher Lateralsklerose 134 Bei der 55-jährigen

Mehr

Inhalt. Inhalt. Einleitung 11

Inhalt. Inhalt. Einleitung 11 Inhalt Einleitung 11 A. Die zentralen Grundsätze 13 1. Die medizinische Indikation 13 2. Der Wille des Patienten - Einwilligung oder Verweigerung 14 3. Unterlassen und Abbruch medizinischer Behandlungen

Mehr

Vorsorge: Heute schon an morgen Denken!

Vorsorge: Heute schon an morgen Denken! Vorsorge: Heute schon an morgen Denken! Referat im Rahmen der Mitgliederversammlung Haus & Grund Vortrag von Rechtsanwalt und Notar Martin Mücke Gliederung 1. Warum Vorsorge? Warum so früh wie möglich?

Mehr

Herzlich willkommen zur Informationsveranstaltung am 10. April 2013 in der Handwerkskammer Koblenz

Herzlich willkommen zur Informationsveranstaltung am 10. April 2013 in der Handwerkskammer Koblenz Herzlich willkommen zur Informationsveranstaltung am 10. April 2013 in der Handwerkskammer Koblenz Steuerberatung für Senioren eine Fachabteilung der ETL AGRAR-DIENST Steuerberatungsgesellschaft mbh Rizzastraße

Mehr

Palliative care-supportive care.

Palliative care-supportive care. Palliative care-supportive care Universitätsklinik für Innere Medizin I Abteilung für Palliativ care DGKS Vesna Nikolic MAS DGKS,DKKS Alexandra Popov Seite 1 Palliative Care - Supportive Care Palliative

Mehr

Verband Deutscher Sporttaucher e.v. Rechtssituation des Tauchausbilders Rechte und Pflichten

Verband Deutscher Sporttaucher e.v. Rechtssituation des Tauchausbilders Rechte und Pflichten Verband Deutscher Sporttaucher e.v. Fachbereich Ausbildung Rechtssituation des Tauchausbilders Rechte und Pflichten Weiterbildung Saarländischer Tauchsportbund e.v. 11.04.2015 Reiner Kuffemann VDST TL

Mehr

Lösungsskizze Fall 7. Strafbarkeit des A

Lösungsskizze Fall 7. Strafbarkeit des A Lösungsskizze Fall 7 Strafbarkeit des A A. 212 I, 13 I StGB 1 A könnte sich wegen eines Totschlags durch Unterlassen gemäß 212 I, 13 I strafbar gemacht haben, indem er B nicht zur Hilfe gekommen ist. I.

Mehr

Patientenverfügung. von Anna Mustermann geboren am 01.01.1900. Freiburger Patientenverfügung. - Praxisstempel -

Patientenverfügung. von Anna Mustermann geboren am 01.01.1900. Freiburger Patientenverfügung. - Praxisstempel - Patientenverfügung von Anna Mustermann geboren am 01.01.1900 Freiburger Patientenverfügung - Praxisstempel - Patientenverfügung Ich, Anna Mustermann, geboren am 01.01.1900, wohnhaft in Musterstr. 1, 10000

Mehr

Entscheidungen am Lebensende (straf)rechtliche Stolpersteine

Entscheidungen am Lebensende (straf)rechtliche Stolpersteine leben bis zuletzt! Am Bahnhof 2 36037 Fulda Telefon: 0661 48 049 797 Telefax: 0661 48 049 798 E-Mail: info@palliativstiftung.de Steuernummer: 01825057994 Am Bahnhof 2 36037 Fulda Fulda, 22. November 2011

Mehr

Fahrlässigkeit: objektive Pflichtverletzung nach seinen subjektiven Kenntnissen und Fähigkeiten vermeiden konnte

Fahrlässigkeit: objektive Pflichtverletzung nach seinen subjektiven Kenntnissen und Fähigkeiten vermeiden konnte Strafrecht Fahrlässigkeit: Fahrlässig handelt ein Täter, der eine objektive Pflichtverletzung begeht, sofern er sie nach seinen subjektiven Kenntnissen und Fähigkeiten vermeiden konnte und wenn gerade

Mehr

Informationen zur psychotherapeutischen Behandlung

Informationen zur psychotherapeutischen Behandlung Gunther Ellers, Maubisstraße 25, 41564 Kaarst Dipl.-Psych. Gunther Ellers Maubisstraße 25 41564 Kaarst Tel.: 02131 66 88 14 Fax: 02131 15 18 59 Kaarst, den 11. Oktober 2013 Informationen zur Therapie,

Mehr

Informationen zur Patientenverfügung

Informationen zur Patientenverfügung Wer zu spät vorsorgt, den bestraft das Leben Informationen zur Patientenverfügung Michael Rux Mai 2011 1 Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Da du jünger warst, gürtetest du dich selbst und wandeltest, wohin

Mehr

ANALYSEN & ARGUMENTE

ANALYSEN & ARGUMENTE ANALYSEN & ARGUMENTE Sterbehilfe und ärztliche Beihilfe zum Suizid Positionswandel in der Ärzteschaft? Dirk Lanzerath (ext.) Die Bundesärztekammer hat im Februar 2011 eine Überarbeitung der Grundsätze

Mehr

Nicht dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben geben.

Nicht dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben geben. Nicht dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben geben. Ethisches Fallbeispiel Frau C. lebt seit 55 Jahren mit ihrem Mann in einer sehr harmonischen Ehe. Am 1. Sept.2010 hört Herr C. beim Abräumen

Mehr

Hilfe im vs. Hilfe zum Sterben

Hilfe im vs. Hilfe zum Sterben Hilfe im vs. Hilfe zum Sterben Macht eine optimale Palliativversorgung die Frage nach dem assistierten Suizid überflüssig? Prof. Dr. Alfred Simon Akademie für Ethik in der Medizin, Göttingen Institut für

Mehr

Duale Hochschule Villingen Schwenningen Bereich Sozialwirtschaft

Duale Hochschule Villingen Schwenningen Bereich Sozialwirtschaft Duale Hochschule Villingen Schwenningen Bereich Sozialwirtschaft Unit: Studienhalbjahr: Zeitdauer: Dozent: Wahlpflichtseminare II Einführung in Palliative Care als gesellschaftliche Aufgabe 2. Quartal

Mehr

Patientenverfügung. Für den Fall, dass ich,... (Name, Vorname, Geburtsname) geboren am... in... wohnhaft in...

Patientenverfügung. Für den Fall, dass ich,... (Name, Vorname, Geburtsname) geboren am... in... wohnhaft in... Patientenverfügung Für den Fall, dass ich,... (Name, Vorname, Geburtsname) geboren am... in... wohnhaft in...... meinen Willen nicht mehr bilden oder verständlich äußern kann, bestimme ich folgendes: Zutreffendes

Mehr

Medizinethische Aspekte der kulturellen

Medizinethische Aspekte der kulturellen Gesundheits- und Krankheitsvorstellungen in einer wertpluralen Gesellschaft: Medizinethische Aspekte der kulturellen Wertvorstellungen und religiösen Werthaltungen Dr. med. (TR), Dr. phil. Ilhan Ilkilic

Mehr

Wie aktiv darf legale Sterbehilfe sein?

Wie aktiv darf legale Sterbehilfe sein? Wie aktiv darf legale Sterbehilfe sein? Frank Erbguth Klinik für Neurologie -- Klinikum Nürnberg Paracelsus Medizinische Privatuniversität 26. Medizin-Theologie-Symposium, 23.-25.01.2015 Anders ausgedrückt:

Mehr

Beihilfe zum Suizid in ethischer Bewertung. Stellungnahme des Ethikkomitees der Stiftung Liebenau

Beihilfe zum Suizid in ethischer Bewertung. Stellungnahme des Ethikkomitees der Stiftung Liebenau Beihilfe zum Suizid in ethischer Bewertung Stellungnahme des Ethikkomitees der Stiftung Liebenau Inhaltsverzeichnis Einleitung: Anlass und Ziel der Stellungnahme 5 1 Die Rechtslage 6 1.1 Beihilfe zum Suizid

Mehr

Dr. jur. Jörg Heberer Rechtsanwalt München. Rechtsprobleme in der (Septischen) Chirurgie. 3. Symposium Septische Unfallchirurgie und Orthopädie

Dr. jur. Jörg Heberer Rechtsanwalt München. Rechtsprobleme in der (Septischen) Chirurgie. 3. Symposium Septische Unfallchirurgie und Orthopädie Dr. jur. Jörg Heberer Rechtsanwalt München Rechtsprobleme in der (Septischen) Chirurgie 3. Symposium Septische Unfallchirurgie und Orthopädie Alles was Recht ist Wege von der Aufklärung bis zur erfolgreichen

Mehr

Strafrechtswissenschaftliches Kurzgutachten

Strafrechtswissenschaftliches Kurzgutachten Prof. Dr. L. Böllinger - FB 06 Uni Bremen Postfach 33 04 40 28334 Bremen Prof. Dr. jur. Lorenz Böllinger Bremer Institut für Kriminalpolitk BRIK Fachbereich 06 Rechtswissenschaft Universitätsallee GW 1,

Mehr

Hospizwohnung J. Weber in Weinfelden. Alters- und Pflegeheim Weinfelden. Hospizwohnung Weber

Hospizwohnung J. Weber in Weinfelden. Alters- und Pflegeheim Weinfelden. Hospizwohnung Weber Hospizwohnung J. Weber in Weinfelden Nicht da ist man daheim, wo man seinen Wohnsitz hat, sondern da, wo man verstanden wird. Christian Morgenstern Hospizwohnung Weber Wir bieten unheilbar kranken und

Mehr

Vertragsärztliche Tätigkeit eine berufsrechtsfreie Zone?

Vertragsärztliche Tätigkeit eine berufsrechtsfreie Zone? Vertragsärztliche Tätigkeit eine berufsrechtsfreie Zone? Deutsche Gesellschaft für Kassenarztrecht e. V. Symposium am 14.04.2015 Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery Präsident der Bundesärztekammer 1.

Mehr

Das ist doch kein Leben mehr! Sterbehilfe in den Niederlanden

Das ist doch kein Leben mehr! Sterbehilfe in den Niederlanden Gerbert van Loenen 8.5.2014 Das ist doch kein Leben mehr! Sterbehilfe in den Niederlanden Die Niederlande haben sich zutiefst geändert seitdem die aktive Sterbehilfe und die Beihilfe zur Selbsttötung legalisiert

Mehr

Wie weit reicht die Patientenverfügung:

Wie weit reicht die Patientenverfügung: Wie weit reicht die Patientenverfügung: PD Dr. Christian Kupatt Statement zur Tagung Ein unverfügbares Ende: Zur Umsetzung von Patientenverfügungen im Krankenhaus 29.4. 2006 St. Joseph Krankenhaus, Berlin

Mehr

Strafrecht. 1. Allgemeines

Strafrecht. 1. Allgemeines Strafrecht 1. Allgemeines Jede menschliche Gemeinschaft ahndet bestimmte Taten mit Strafe. Die Auffassung davon, welche Taten bestraft werden müssen, änderte sich im Laufe der Geschichte. (z.b. Abtreibung,

Mehr

Der mutmaßliche Wille

Der mutmaßliche Wille 1 Der mutmaßliche Wille Patientenverfügung von Menschen mit geistiger Behinderung Juristische Aspekte Nordische Hospiz- und Palliativtage 17. 19. Mai 2012, Oeversee, Akademie Sankelmark 2 Dr. Klaus Kossen

Mehr

Volker Geball Lüneburg ( v.geball@gmx.de ) Rechtliche Informationen für Karateka

Volker Geball Lüneburg ( v.geball@gmx.de ) Rechtliche Informationen für Karateka Volker Geball Lüneburg ( v.geball@gmx.de ) Im nachfolgenden Text finden sich die Informationen zu meinem Vortrag anlässlich der Fachübungsleiterausbildung des Karateverbandes Niedersachsen (KVN) im Juli

Mehr

Sterbehilfe und das Vertrauen zum Hausarzt

Sterbehilfe und das Vertrauen zum Hausarzt Aktuelle forsa-umfrage November 2003 Vorurteile auf dem Prüfstand Sterbehilfe und das Vertrauen zum Hausarzt Die wichtigsten Ergebnisse: 1. Lediglich 12 Prozent der Bundesbürger meinen, dass sie das Vertrauen

Mehr

Vinzenz Pallotti Hospital Bensberg Die Palliativstation

Vinzenz Pallotti Hospital Bensberg Die Palliativstation Vinzenz Pallotti Hospital Bensberg Die Palliativstation Die Palliativstation Ihre Aufgaben. Ihre Ziele. Schmerzen lindern. Symptome kontrollieren. Schwerstkranke und sterbende Menschen würdig betreuen

Mehr

Für den Fall, dass ich. geborene: geb. am: in: zurzeit wohnhaft:

Für den Fall, dass ich. geborene: geb. am: in: zurzeit wohnhaft: Patientenverfügung Für den Fall, dass ich geborene: geb. am: in: zurzeit wohnhaft: meinen Willen nicht mehr bilden oder verständlich äußern kann, bestimme ich folgendes: 1) Situation für die diese Verfügung

Mehr

Schmerz in Deutschland

Schmerz in Deutschland Deutscher Schmerzkongress Berlin 2007 Schmerz in Deutschland Ethik-Charta der DGSS Deutsche Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.v. D G S S Gesellschaft zum Studium des Schmerzes e.v. Kurzfassung

Mehr

Anwendungskurs: Strafrecht Allgemeiner Teil II und Eigentumsdelikte

Anwendungskurs: Strafrecht Allgemeiner Teil II und Eigentumsdelikte Anwendungskurs: Strafrecht Allgemeiner Teil II und Eigentumsdelikte Wiss. Mit. Julia Volkmann-Benkert/ Johannes Koranyi, Bo. 3, Raum 3316 Tel.: 030/ 838 547 15; email: julia.volkmann-benkert@fu-berlin.de;

Mehr

Dr. med. Brigitte Hoffmann. Augsburg,28.11.2009

Dr. med. Brigitte Hoffmann. Augsburg,28.11.2009 Bis dass der Tod uns scheidet Hausärztliches Selbst-Verständnis Augsburg,28.11.2009 2009 Hausärzte, die ihre Patienten über Jahrzehnte kennen, dürfen diese nicht mehr beim Sterben betreuen Der Spezialist

Mehr

-aktuell. Viel Spaß beim Lesen! Harald Langels

-aktuell. Viel Spaß beim Lesen! Harald Langels -aktuell Mit dieser Datei die wöchentlich aktualisiert wird möchten wir Sie über die aktuelle Rechtsprechung des BGH sowie geplante Gesetzesvorhaben auf dem Laufenden halten. Die Datei besteht neben zahlreichen

Mehr

Die Euthanasie, eine schwierige Entscheidung

Die Euthanasie, eine schwierige Entscheidung Die Euthanasie, eine schwierige Entscheidung Die Entscheidung zur Euthanasie (oder des schmerzlosen Todes) eines Tieres sollte immer mit Bedacht gefällt werden. Es kann die Zeit kommen, in der man, sei

Mehr

Skript Strafrecht Rechtskunde für Pflegeberufe Stand: 05.2010. D... Tun und Unterlassen... 12. E... Versuch und Vollendung... 13

Skript Strafrecht Rechtskunde für Pflegeberufe Stand: 05.2010. D... Tun und Unterlassen... 12. E... Versuch und Vollendung... 13 Inhaltsverzeichnis A.... Aufgaben des Strafrechts... 2 Sanktionen Ausschließlich Zivilrecht Bußgeldverfahren (OWiG) Strafrecht (StGB) Strafzwecke Spezialprävention Generalprävention Täter-Opfer-Ausgleich

Mehr