Artikel Code: HRM 554 Artikelnummer: Titel HR-Einstieg 4/6 Sozialversicherungen Auflage 3., überarbeitete Auflage 2015 Datum

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1 Update Artikel Code: HRM 554 Artikelnummer: Titel HR-Einstieg 4/6 Auflage 3., überarbeitete Auflage 2015 Datum Zur Ausgabe K1026 Position Seiten 41, 45, 46,83 Beschreibung Die Sätze der EO wurden geändert. Die einzelnen betroffenen Stellen sehen Sie in den folgenden PDF s. < Seite 1 von 1 Zuletzt gedruckt :10: _Update HRM 554..docx

2 3.2.4 Leistungen Die obligatorische Unfallversicherung umfasst Sach- und Geldleistungen sowie präventive Massnahmen zur Unfallverhütung. Pflege- und Sachleistungen Versicherte haben Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen. Zu diesen Sachleistungen gehören: Die ambulante Behandlung durch ärztliche bzw. zahnärztliche und chiropraktische Fachkräfte sowie durch medizinisches Hilfspersonal (z. B. Krankenpflege) Ärztlich verordnete Medikamente und Untersuchungen sowie Mittel, die der Heilung dienen Spitalbehandlung in der allgemeinen Abteilung inkl. Unterkunft und Verpflegung Ärztlich verordnete Nach- und Badekuren Darüber hinaus werden notwendige Hilfsmittel (z. B. Prothesen, Fahrstühle) zum Ausgleich von körperlichen Schädigungen oder Funktionsausfällen zur Verfügung gestellt. Es werden auch erforderliche Reise-, Transport- und Rettungskosten sowie Leichentransport- und Bestattungskosten vergütet. Geldleistungen Die obligatorische Unfallversicherung sieht verschiedene Geldleistungen vor. Wichtig ist: Ein Versicherter kann Anspruch auf eine UVG-Rente und auf eine IV-Rente haben. Tritt dieser Fall ein, dann wird die Rente nach UVG höchstens zur Ergänzung herangezogen. Die UVG-Rente dient dann als Komplementärrente. Der versicherte Verdienst ist bei der obligatorischen Unfallversicherung nach oben hin begrenzt. Aktuell können maximal CHF Jahreslohn oder CHF 346. pro Tag versichert werden. Taggeld: Verunfallte oder wegen einer Berufskrankheit Erkrankte, die von der Ärztin für arbeitsunfähig erklärt wurden, erhalten ein Taggeld. Das Taggeld beträgt bei voller Arbeitsunfähigkeit maximal 80% des versicherten Verdiensts. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird eine reduzierte Entschädigung ausgezahlt. Invalidenrente: Versicherte erhalten eine Invalidenrente, wenn aufgrund eines Unfalls oder einer Berufskrankheit die Erwerbsunfähigkeit bleibend ist oder längere Zeit andauert. Bei voller Invalidität werden maximal 80% des versicherten Verdiensts berücksichtigt. Im Unterschied zur IV-Rente wird nach dem UVG der effektive Invaliditätsgrad berücksichtigt, der jedoch mindestens 10% betragen muss. Beispiel Frau Glarner hat sich bei einem Berufsunfall eine Verletzung zugezogen, die eine Invalidität von 10% zur Folge hat. Ihr Jahresverdienst liegt bei CHF Nun möchte sie wissen, mit welcher Invalidenrente sie rechnen kann. Jahresverdienst CHF Max. versicherter Verdienst CHF % von CHF CHF Invaliditätsgrad 10% = Jahresrente CHF Invalidenrente nach UVG/Monat CHF 840. Es muss geprüft werden, ob Frau Glarner Ansprüche aus der IV geltend machen kann. 41

3 Die Arbeitnehmenden leisten die Beiträge für Nichtberufsunfälle. Die Arbeitgebenden übernehmen die Beiträge für Berufsunfälle und Berufskrankheiten. Die Höhe der Prämien richtet sich nach dem Risikograd der beruflichen Tätigkeit. Arbeitslose Personen sind bei der SUVA versichert und zahlen anteilig für die Versicherung von Nichtberufsunfällen. Der Anteil wird von ihrer Erwerbsausfallentschädigung abgezogen. Der maximal versicherte Lohn beträgt CHF Krankenversicherung und Unfallversicherung stehen unter Aufsicht des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Die Militärversicherung (MV) haftet für gesundheitliche Schädigungen, die versicherte Personen im Rahmen von Sicherheits- und Friedensdiensten erleiden. Sie bietet den Versicherten Behandlungen und Leistungen in der Form von präventiven Massnahmen und von Geld. Da sich die Militärversicherung im Unterschied zu den anderen Sozialwerken nach dem Haftpflichtrecht ausrichtet, sind die Berechnungsgrundlagen anders. Die Durchführung der Militärversicherung liegt bei der Suva, der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt. Repetitionsfragen Aufgabe 32 Welche der folgenden Aussagen ist falsch bzw. richtig? Bitte kreuzen Sie in der entsprechenden Spalte an. Aussagen bezüglich der obligatorischen Krankenpflegeversicherung Richtig Falsch Die Beiträge sind nach fünf Altersgruppen gestaffelt. Die Beiträge sind für Männer und Frauen unterschiedlich hoch. Die Beiträge sind für Menschen mit Übergewicht erhöht. Bei Kindern und Erwachsenen kommen Einheitsprämien zur Anwendung. Aufgabe 38 A] Eine Möglichkeit zur Reduktion der Prämie der Krankenversicherung ist die Wahl des HMO-Modells oder des Hausarzt-Modells. Worauf verzichtet der Versicherte bei diesen Modellen? B] Was wird im Zusammenhang mit der Krankenversicherung unter Franchise verstanden? C] Nach welchem Verfahren werden Einnahmen und Ausgaben der Krankenversicherung gehandhabt? Aufgabe 44 Welche der folgenden Leistungen umfasst die obligatorische Krankenversicherung? Die obligatorische Krankenpflegeversicherung umfasst u. a. folgende Leistungen Ja Nein Die Beteiligung an den Kosten für angeordnete Badekuren Dentalhygiene und Entfernung von Zahnstein Erstattung von Krankentaggeld (maximal versicherter Lohn ) Kostenübernahme von Massnahmen der medizinischen Prävention 45

4 Aufgabe 3 A] Wie hoch ist der Beitragssatz für die Unfallversicherung? B] Herr Maurer ist in der Holzverarbeitung tätig. Letzten Monat kam es zu einem Unfall bei der Bearbeitung von Holzstämmen und die Hand von Herrn Maurer wurde eingequetscht. Im Krankenhaus stellt man fest, dass die Hand amputiert werden muss. Mit welcher finanziellen «Genugtuung» kann Herr Maurer rechnen, wenn sein versicherter Jahresverdienst in den letzten Jahren bei CHF lag? Aufgabe 9 Frau Bloch hat ein Labor und bietet für die Pharmaindustrie spezielle Untersuchungen an. Sie hat zwölf Mitarbeitende. Frau Bloch hat sich genau über mögliche Gefahren informiert und das Personal angehalten, alle Schutzvorkehrungen zu beachten. Die Labormitarbeitenden stehen unter Druck, wichtige Versuche müssten schon fertig sein und die Auswertung in einem Bericht vorliegen. Sie verzichten auf die zeitaufwendigen Vorkehrungen (z. B. Schutzmasken), um den bereits angemahnten Bericht schnell abliefern zu können. Bei einem Versuch kippt ein Glas mit einer chemischen Substanz um und Herr Glaser schneidet sich an den Scherben, leidet tagelang an Kopfschmerzen und hat brennende Augenschmerzen. Herr Glaser geht nicht zum Arzt und informiert Frau Bloch nicht über den Zwischenfall. Was sagen Sie aus der Perspektive der Unfallversicherung zu diesem Fall? Notieren Sie dazu einige Sätze. Aufgabe 15 A] Herr Frisch ist arbeitslos. Er erhält seit drei Monaten ein Taggeld für den Erwerbsausfall. Letztes Wochenende hat er mit seiner Familie eine kleine Wanderung gemacht. Auf dem Weg vom Bahnhof zur Wohnung rutscht er aus und bricht sich den Knöchel. Er überlegt, ob er überhaupt bei der Unfallversicherung angemeldet ist. Was meinen Sie dazu? B] Urs Studer leistet Zivildienst. Im Rahmen seines Einsatzes bricht er sich ein Bein. Wo kann er den Unfall melden? Aufgabe 21 Herr Köppel ist verantwortlich für die Lohnabrechnung und prüft seine Checkliste. Er hat eine Übersicht mit den Beiträgen zur AHV / IV, EO und ALV angelegt. Nun fehlen ihm noch die Beitragssätze für die Unfallversicherung. Bitte ergänzen Sie die folgende Tabelle. Beiträge in % für Arbeitnehmende Arbeitgebende Gesamt AHV / IV / EO ALV UVG 46

5 Lösungen zu den Aufgaben 17 Seite 66 Der Umwandlungssatz wird sinken, weil die Lebenserwartung stärker als ursprünglich angenommen gestiegen ist. Das bedeutet, dass das angesparte Kapital weitaus länger reichen muss. Sinkt der Umwandlungssatz, fällt die monatliche Rentenauszahlung zwar etwas geringer aus, aber die Zahlung ist in den durch die längere Lebenserwartung gewonnenen Lebensjahren möglich. 18 Seite 71 Frau Wander kann ihr gebundenes Vorsorgekonto auflösen und den Sparbetrag für den Kauf der Eigentumswohnung vorzeitig beziehen. Sie muss den Betrag versteuern. 19 Seite 22 Es kommen folgende Versicherungen infrage: (1) Militärversicherung, (2) Unfallversicherung, (3) Invalidenversicherung und (4) Krankenversicherung. Wenn es Überschneidungen gibt, kann man das Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) zurate ziehen. Das ATSG hat eine koordinierende Funktion und schafft Klärung. Bei einer Heilbehandlung sieht das ATSG eine bestimmte Rangliste vor: Herr Kreis sollte sich zuerst an die Militärversicherung wenden. Lösungen 20 Seite 34 Arbeitnehmende Monatslohn Arbeitnehmende und Arbeitgeber tragen je die Hälfte Total AHV / IV AHV (2 4.2% = 8.4%) IV (2 0.7% = 1.4%) Doris Merz = = Hans Leuthard = = Max Küng = = Der Arbeitgeber entrichtet an die Ausgleichskasse den Gesamtbetrag von Seite 46 Beiträge in % für Arbeitnehmende Arbeitgebende Gesamt AHV / IV / EO ALV UVG X% für Nichtberufsunfälle, in Abhängigkeit vom Risiko der beruflichen Tätigkeit X% für Berufsunfall und Berufskrankheiten in Abhängigkeit vom Risiko der beruflichen Tätigkeit 22 Seite 54 Herr Klein und Frau Gross kommen vermutlich aus verschiedenen Kantonen. Die Geburtszulage ist eine kantonale Regelung, die über die Mindestbeiträge nach dem Bundesgesetz für Familienzulagen hinausgeht. 23 Seite 66 Ja, Herr Müller kann eine Barauszahlung erhalten. Das ist möglich, weil er eine selbstständige Erwerbstätigkeit aufnimmt. 83

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