Organisations- und Verwaltungsforschung

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1 sofid Sozialwissenschaftlicher Fachinformationsdienst Organisations- und Verwaltungsforschung

2 Organisations- und Verwaltungsforschung

3 Sozialwissenschaftlicher Fachinformationsdienst sofid

4 Organisations- und Verwaltungsforschung Band 2009/2 bearbeitet von Gisela Ross-Strajhar GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften 2009

5 ISSN: Herausgeber: GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften Abteilung Fachinformation für die Sozialwissenschaften bearbeitet von: Gisela Ross-Strajhar Programmierung: Siegfried Schomisch Druck u. Vertrieb: GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften Lennéstr. 30, Bonn, Tel.: (0228) Printed in Germany Die Mittel für diese Veröffentlichung wurden im Rahmen der institutionellen Förderung von GESIS durch den Bund und die Länder gemeinsam bereitgestellt GESIS. Alle Rechte vorbehalten. Insbesondere ist die Überführung in maschinenlesbare Form sowie das Speichern in Informationssystemen, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Einwilligung des Herausgebers gestattet.

6 Inhalt Vorwort...7 Sachgebiete 1 Theoretische Probleme, Methodik der Organisation Globalisierung, Vernetzung, Kooperation, regionale Entwicklung Organisationsentwicklung, Personalentwicklung, Personalführung, Arbeitsorganisation Öffentlich-rechtliche Organisationen, Verwaltungen Industrieunternehmen, Dienstleister, kleine und mittlere Unternehmen Intermediäre Organisationen, Parteien, Verbände, Verschiedenes Register Hinweise zur Registerbenutzung Personenregister Sachregister Institutionenregister Anhang Hinweise zur Originalbeschaffung von Literatur Zur Benutzung der Forschungsnachweise...149

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8 sofid Organisations- und Verwaltungsforschung 2009/2 Vorwort 7 Vorwort zum sofid Organisations- und Verwaltungsforschung GESIS bietet mit dem Sozialwissenschaftlichen Fachinformationsdienst (sofid) zweimal jährlich aktuelle Informationen zu einer großen Zahl spezieller Themenstellungen an. Jeder sofid hat sein eigenes, meist pragmatisch festgelegtes Profil. Gewisse Überschneidungen sind deshalb nicht zu vermeiden. Quelle der im jeweiligen sofid enthaltenen Informationen sind die von GESIS produzierten Datenbanken SOLIS (Sozialwissenschaftliches Literaturinformationssystem) sowie SOFIS (Forschungsinformationssystem Sozialwissenschaften bisher FORIS). Die Datenbank SOLIS stützt sich vorwiegend auf deutschsprachige Veröffentlichungen, d.h. Zeitschriftenaufsätze, Monographien, Beiträge in Sammelwerken sowie auf Graue Literatur in den zentralen sozialwissenschaftlichen Disziplinen. In SOLIS ist bei einigen Hinweisen unter Standort eine Internet-Adresse eingetragen. Wenn Sie mit dieser Adresse im Internet suchen, finden Sie hier den vollständigen Text des Dokuments. Wesentliche Quellen zur Informationsgewinnung für SOFIS sind Erhebungen in den deutschsprachigen Ländern bei Institutionen, die sozialwissenschaftliche Forschung betreiben. Zur Meldung neuer Projekte steht unter permanent ein Fragebogen zur Verfügung. Literaturhinweise sind durch ein "-L" nach der laufenden Nummer gekennzeichnet, Forschungsnachweise durch ein "-F". Im Gegensatz zu Literaturhinweisen, die jeweils nur einmal gegeben werden, kann es vorkommen, dass ein Forschungsnachweis in mehreren aufeinander folgenden Diensten erscheint. Dies ist gerechtfertigt, weil Forschungsprojekte häufig ihren Zuschnitt verändern, sei es, dass das Projekt eingeengt, erweitert, auf ein anderes Thema verlagert oder ganz abgebrochen wird. Es handelt sich also bei einem erneuten Nachweis in jedem Falle um eine aktualisierte Fassung, die Rückschlüsse auf den Fortgang der Arbeiten an einem Projekt zulässt. * * * Der sofid Organisations- und Verwaltungsforschung spiegelt die wissenschaftliche Diskussion im Bereich Organisations- und Verwaltungssoziologie wider. Darüber hinaus enthält er auch für Soziologen interessante Arbeiten aus anderen Wissenschaftsdisziplinen, die sich mit verschiedenen Aspekten von Organisation - verstanden als ein zielgerichtetes soziales System im weitesten Sinne - oder spezieller mit der öffentlichen Verwaltung als staatlicher Behördenorganisation befassen. Gleichfalls einbezogen sind Nachweise, die Informationen über die betriebliche Aufbauund Ablauf- sowie die Projektorganisation enthalten.

9 8 sofid Organisations- und Verwaltungsforschung 2009/2 Vorwort Einige der in diesem sozialwissenschaftlichen Fachinformationsdienst enthaltenen Nachweise sind von ihrem thematischen Zuschnitt her relativ breit angelegt und behandeln interdisziplinäre Fragestellungen, die auch z.b. der Industrie- und Betriebssoziologie, der Politischen Wissenschaft oder den Wirtschaftswissenschaften zugeordnet werden können. Das erste Kapitel bezieht sich auf theoretische Probleme und die Methodik der Organisation sowie auf Organisationskultur und Unternehmenskultur. Es enthält Informationen zu theoretischen Ansätzen und Modellen wie ggf. der Kontingenztheorie, Ressource Dependence, Population Ecology, Transaktionskostentheorie, Entscheidungstheorie sowie Neo-Institutionalismus und deren Anwendung in der Organisationsforschung. Kapitel zwei enthält Studien zu Globalisierung, Kooperationsnetzwerken, internationalen Unternehmen, regionalen Entwicklungen sowie Länderstudien. Kapitel drei informiert über Organisationsentwicklung, Personalentwicklung, Personalführung. Hierunter sind der organisatorische Wandel durch Beeinflussung der Organisationsstruktur sowie der Mitarbeiter subsumiert, ferner Fragen der Berufsbildung, Weiterbildung, des beruflichen Aufstiegs einerseits und Informationen zu Führungsstil und Führungstechnik andererseits. Kapitel vier liefert Nachweise zu öffentlich-rechtlichen Organisationen, öffentlichen Verwaltungen und Bürokratie. Im Einzelnen sind hier die Kommunalverwaltung und der medizinische Bereich, das Erziehungs- und Bildungssystem, Polizei, Justiz und Militär sowie der öffentlich-rechtliche Rundfunk zu nennen. Des Weiteren werden hierunter auch öffentlich-rechtliche Organisationen mit Selbstverwaltung, die gruppenbezogene Kollektivgüter bereitstellen, wie etwa die Sozialversicherung, subsumiert. Gleichfalls sind dort Informationen zu Public Private Partnership zu finden. Kapitel fünf informiert über privatrechtliche Organisationen, Industriebetriebe, kleine und mittlere Unternehmen, Dienstleister und Handwerksbetriebe. Hier sind auch Nachweise zu einzelnen Wirtschaftszweigen eingeordnet. Kapitel sechs enthält Nachweise zu intermediären Organisationen, verstanden als Einrichtungen und Gruppen, die zwischen den Polen Staat und Markt stehen und zwischen den Organen der politischen Willensbildung und den verschiedenen sozialen Gruppen Vermittlungsfunktionen übernehmen. Im Einzelnen werden dazu Nonprofit-Organisationen, Gewerkschaften, Parteien, Vereine, Verbände und Initiativen gezählt. Einige Nachweise berühren thematisch mehrere Gliederungspunkte, in diesen Fällen wurde pragmatisch die Zuordnung zu einem Kapitel vorgenommen.

10 sofid Organisations- und Verwaltungsforschung 2009/2 1 Theoretische Probleme, Methodik der Organisation 9 1 Theoretische Probleme, Methodik der Organisation [1-L] Ahlers-Niemann, Arndt; Beumer, Ullrich; Redding Mersky, Rose; Sievers, Burkhard (Hrsg.): Organisationslandschaften: sozioanalytische Gedanken und Interventionen zur normalen Verrücktheit in Organisationen, (EHP-Organisation), Bergisch Gladbach: Kohlhage 2008, 329 S., ISBN: INHALT: "Die Reihe präsentiert wichtige Basistexte zum Bereich der Organisationsentwicklung und des Change Managements sowie neue, grundlegende Texte und Übersetzungen, wobei verwandte Interventionsformen wie Supervision und Coaching ausführlich dargestellt werden und in der Vernetzung beitragen werden zur Entwicklung einer Beratungswissenschaft jenseits der Techniken. Dabei werden auch der interkulturelle Austausch zwischen Europa, Amerika und anderen Kulturräumen sowie neue Interventionsformen der Organisationsentwicklung wie 'Dialog' und 'Lerngeschichten in Organisationen' ausführlich vorgestellt." (Autorenreferat). Inhaltsverzeichnis: Burkard Sievers: Die psychotische Organisation: Eine sozioanalytische Perspektive / The psychotic organization: a socio-analytic perspective (27-52); Yiannis Gabriel: Organizational Miasma, purification and cleansing / Organisatorisches Miasma - Reinigung und Säuberung (53-74); Howard Stein: Traumatic change and the inconsolable organization / Traumatischer Wandel und die untröstliche Organisation (75-96); Dieter Ohlmeier: Herman Melvilles 'Billy Budd, Sailor' - über Urschuld und Urkonflikt einer Organisation / Herman Melville's 'Billy Budd, Sailor' - on primeval guilt and conflict in an organization (97-106); Rolf Haubl: 'Diese Firma, dafür ist auch ein Stück Leben eingesetzt worden' - Nachfolge als kritisches Lebensereignis / A part of life has been invested in this company - succession as a critical life event ( ); Arndt Ahlers-Niemann: University Incorporated - sozioanalytische Gedanken zur Ökonomisierung der Universitäten / University incorporated - socio-analytic thoughts on the increasing dominance of market and financial pressures on universities ( ); W. Gordon Lawrence: Reality testing in systems by means of symbiont role relationships / Wirklichkeitsüberprüfung in Systemen durch symbionte Rollenbeziehungen ( ); Wadii Serhane: Das Gedankendreieck - Denken und Transformation in Organisationen / The triangle of thoughts - thinking and transformation in organizations (163-); Jim Krantz: Sources of hope in contemporary organizations / Quellen der Hoffnung in gegenwärtigen Organisationen ( ); Claus-Dieter Hohmann: Übergangsräume als neuer Schein der Innovation. Einige Anmerkungen zur unternehmensbezogenen Umwertung von Selbstbezüglichkeiten / Transitional spaces as a new appearance of innovation - some remarks an the re-evaluation of corporate self-referentiality ( ); Susan Long: Sad, mad or bad: what approaches should we take to organisational states-of-mind? / Traurig, verrückt oder schlecht - welchen Ansatz sollen wir für das Denken in Organisationen wählen? ( ); Heidi Möller: Die Psychohistorie von LLoyd demause als Zugang zu implizitem organisationalem Wissen / The psycho-history of Lloyd demause as a key to organizational culture ( ); Verena Mell: Kunst als Medium zur freien Assoziation - was Dalis Bilder über Führung zu sagen haben / Art as a medium for free association - what Dali's pictures have to say about leadership ( ); Rose Redding Mersky: Social dream-drawing: a methology in the making / Soziales Traummalen - eine neue Aktionsforschungsmethode ( ); Ullrich Beumer: Tisch und Stuhl - bindungs- und integrationsfördernde Objekt-Beziehungen in der Fortbildung und Beratung von Organisationen / Table and chair - promoting attachment and integration in organizational training and consulting object relations ( ).

11 10 sofid Organisations- und Verwaltungsforschung 2009/2 1 Theoretische Probleme, Methodik der Organisation [2-F] Berthoin Antal, Ariane, Prof.Dr. (Bearbeitung): Artistic interventions in organizations INHALT: Die Geschwindigkeit und der Umfang des gesellschaftlichen Wandels drängt Entscheidungsträger in privaten und in öffentlichen Organisationen, nach neuen Ansätzen zu suchen, um deren Leistungsfähigkeit bzw. Wert(e)schöpfung zu erhöhen. Die Suche führt auch zu Ansätzen, bei denen auf Frage- und Problemstellungen in neuartiger Weise reagiert wird, oder diese in einem veränderten Bezugsrahmen wahrgenommen werden. In vielen dieser Organisationen werden Anregungen bei den Künsten gesucht. Die Ideen, Praktiken und Personen aus der Welt des Theaters, der Musik, der bildenden Kunst, des Tanzes und der Literatur bieten Ausdrucksmöglichkeiten für Situationen und Konflikte, die sich von den Kommunikations- und Arbeitsroutinen einer Organisation unterscheiden, und sie so in Frage stellen. Die Kommunikationsformen der Kunst stammen aus einer "anderen Welt", und gerade wegen ihrer Fremdartigkeit haben sie die Kraft, Routinen in Frage zu stellen und neue Ideen auszulösen und geben so Impulse für neue Strategien, Prozesse und Produkte. Künstlerische Praktiken liefern Medien, um Elemente des gesellschaftlichen Kontexts sichtbar und diskutierbar zu machen, die in Organisationen gewöhnlich übersehen oder ausgegrenzt werden. Außerdem regen sie nicht nur den Intellekt sondern gerade auch die Sinne an; damit lösen sie emotionale Reaktionen aus, die die Intensität der Erfahrung erhöhen. Die Künste bieten daher potentiell machtvolle Formen der Intervention. Allerdings können weder die Art, noch das Ausmaß, noch die Dauer der Wirkungen mit Sicherheit vorhergesagt werden. Obwohl in den letzten Jahrzehnten Erfahrungen mit vielfältigen Methoden für künstlerische Interventionen gesammelt wurden, liegen wenige Studien vor, die Interventionsprozesse und ihre Wirkungen zu verstehen versuchen. Daraus resultiert der Bedarf an Forschung, die die gesellschaftliche Relevanz dieser Aktivitäten klärt, sowie ihre Wirkung auf Organisationen und die Auswirkungen auf die beteiligten Akteure. Im Rahmen dieser Forschung wird eine Datenbank aufgebaut, in der künstlerische Interventionen in verschiedenen Ländern gesammelt werden. Anhand von vorliegenden Berichten sowie eigenen empirischen Fallstudien werden die Erfahrungen der teilnehmenden Künstler, Manager, Unternehmer, Mitarbeiter und Berater ausgewertet, um die Dynamik und Wirkung dieser Interventionen zu verstehen. Darüber hinaus werden neue Interventionen in Organisationen aktiv angeregt und begleitet, um die Prozesse und Wirkungen über die Zeit beobachten zu können. Die Forschung baut auf Theorien des organisationalen Lernens, der (Organisations-)Kultur und der Ästhetik. Qualitative Methoden werden eingesetzt, um etwa folgende Fragen zu erforschen: Welche Art von künstlerischen Interventionen hat die nachhaltigeren Effekte in (welchen) Organisationen? In welcher Phase von Lern- und Innovationsprozessen sind welche Interventionen am effektivsten? Welche Auswirkungen haben kunstbasierte Interventionen auf asymmetrische Machtverteilung in Organisationen - und wie wirken asymmetrische Machtverhältnisse in Rahmen von kunstbasierte Interventionen? Was sind die Schattenseiten von künstlerischen Interventionen in Organisationen? Welche ethischen Fragen stellen sich beispielsweise, wenn sich Mitarbeiter unter dem Einfluss einer solchen Intervention mit "Herz und Seele" für ihre Organisation engagieren? Und wie gehen die jeweiligen Akteure mit der Gefahr um, dass künstlerische Interventionen die Künstler instrumentalisieren und so die Künste abwerten? ART: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe INSTITUTION: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung ggmbh FSP Gesellschaft und wirtschaftliche Dynamik Abt. Kulturelle Quellen von Neuheit (Reichpietschufer 50, Berlin) KONTAKT: Bearbeiterin (Tel , Fax: ,

12 sofid Organisations- und Verwaltungsforschung 2009/2 1 Theoretische Probleme, Methodik der Organisation 11 [3-L] Blank, Stephan; Löwenbein, Oded: Inwiefern kann Evaluation mittels systemtheoretischem Ansatz und Netzwerkansatz die Steuerung von Projekten durch Lernprozesse befördern?, in: Zeitschrift für Evaluation, Jg. 8/2009, H. 1, S INHALT: "Die Interaktion zwischen Projektleitung und Evaluation zeitlich befristeter Programme kann von gegenseitiger Abschottung bis zur Umsetzung von Lernprozessen reichen. Welche Option unter welchen Umständen eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit hat, wird anhand theoretischer Überlegungen aus der Systemtheorie, dem Netzwerkansatz und dem theoriegeleiteten Evaluationsansatz von Chen reflektiert. Zentrales Ergebnis der Überlegungen ist, dass die Chancen für eine erfolgreiche 'Irritation' durch die Evaluation steigen, wenn die Evaluation Bestandteil des Projektnetzwerkes ist und bereits bei der gemeinsamen Erstellung der Programmtheorie eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Projektleitung und Evaluation existierte." (Autorenreferat) [4-L] Döge, Peter: Von der Antidiskriminierung zum Diversity-Management: ein Leitfaden, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2008, 111 S., ISBN: INHALT: Ziel des Leitfadens ist es, einen Beitrag zur Stärkung des Selbstorganisationskompetenz der beteiligten und interessierten Akteure zu leisten. Er konzentriert sich daher auf eine handlungsorientierte Darstellung und Erläuterung zentraler Begriffe, Konzepte, Bausteine und Instrumente, die Strategien ermöglichen, die für den jeweiligen Organisationstyp passgenau sind. Den Ausgangspunkt bildet eine Darstellung des Umgangs mit Unterschieden zwischen Menschen im allgemeinen. Daran anschließend erfolgt eine Gegenüberstellung der Konzepte "Antidiskriminierung" und "Managing Diversity", um nach einer eingehenden Klärung des für das Konzept zentralen Kulturbegriffs eine Methodik zur Umsetzung von Managing Diversity in Organisationen zu entwickeln. Zentrale Bausteine der Umsetzung des Konzepts werden herausgearbeitet. Mit der Dialogmethode wird in diesem Zusammenhang ein Instrument der partizipativen Strategiebildung vorgestellt. (ICE2) [5-L] Emrich, Eike: Organisationstheoretische Besonderheiten des Sports, in: Christoph Breuer (Hrsg.) ; Ansgar Thiel (Hrsg.): Handbuch Sportmanagement, Schorndorf: Hofmann, 2005, S INHALT: Die Verfasserin geht der Frage nach, welche spezifischen Strukturmerkmale Sportorganisationen aufweisen, in welchem Ausmaß Akteure mit ihrer Organisation mittels der Mitgliedschaftsrolle verkoppelt sind und inwieweit sich Akteurshandeln in Sportorganisationen in Abhängigkeit von deren sozialen Strukturen vollzieht und diese wiederum beeinflusst. Danach wird reflektiert, inwiefern sich das organisationale Handeln in jeweils wechselnden Orientierungen zwischen der Verfolgung individueller und/oder kollektiver Ziele oder unabhängig davon vollzieht. Abschließend wird thematisiert, inwiefern dieser Zielverwirklichungsprozess durch das Handeln einer Führungsperson systematisch beeinflussbar ist. (ICF2)

13 12 sofid Organisations- und Verwaltungsforschung 2009/2 1 Theoretische Probleme, Methodik der Organisation [6-L] Fisch, Rudolf; Müller, Andrea; Beck, Dieter (Hrsg.): Veränderungen in Organisationen: Stand und Perspektiven, Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss. 2008, 444 S., ISBN: INHALT: "Veränderungen in Organisationen werden unter sozialwissenschaftlichen, betriebswirtschaftlichen und rechtlichen, politischen Gesichtspunkten betrachtet. Es gibt drei inhaltliche Schwerpunkte: Beginnend mit einer theoretisch fundierten Orientierung über organisationale Veränderungen werden im zweiten Teil Methoden und Techniken vorgestellt, die speziell für Untersuchungen zu Veränderungen in Organisationen entwickelt wurden. Der dritte Teil stellt praktische Erfahrungen, insbesondere das Managen von Veränderungen in Wirtschaft und Verwaltung, dar." (Autorenreferat). Inhaltsverzeichnis: Gerd Wiendieck: Organisationen im Wandel: ein Rückblick (13-38); Hans Peter Bull: Rechtliche Möglichkeiten und Grenzen der Innovationen im öffentlichen Sektor (39-52); Walter A. Oechsler: Anwendung von betriebswirtschaftlichen Verfahren in der öffentlichen Verwaltung - Gefahren, Risiken und Nebenwirkungen am Beispiel der neuen Steuerungsinstrumente Baden-Württemberg (53-64); Rudolf Fisch: Verwaltungsmodernisierung in Deutschland - ohne Folgen für eine zeitgemäße Organisationsgestaltung? (65-92); Carl Böhret: Verwaltungsmodernisierung mittels aktiver Verwaltungspolitik (93-126); Siegfried Greif: Der Change Explorer - eine Methodenkombination ( ); Jürgen Hauschildt und Soren Salomo: Promotoren und Opponenten im organisatorischen Umbruch ( ); Dieter Beck, Rudolf Fisch und Andrea Müller: Change Reflexivity - ein Ansatz zur Analyse subjektiver Theorien über die Gestaltung von Veränderungsvorhaben ( ); Hans Georg Gemünden und Alexander Kock: Erfolg substanzieller Innovationen - der Innovationsgrad als Einflussfaktor ( ); Karlheinz Sonntag und Ralf Stegmaier: Das Lernkulturinventar (LKI) - Ermittlung von Lernkulturen in Wirtschaft und Verwaltung ( ); Tilman Eckloff, Niels van Quaquebeke und Erich H. Witte: Respektvolle Führung und ihre Bedeutung für die Gestaltung von Veränderungen in Organisationen ( ); Dieter Frey, Marit Gerkhardt und Peter Fischer: Erfolgsfaktoren und Stolpersteine bei Veränderungen ( ); Ingela Jöns: Fusionen und Akquisitionen - Aufgaben für das Integrationsmanagement ( ); Jörg Bogumil: Evaluation kommunaler Verwaltungsmodernisierung ( ); Norbert Thom und Kerstin Alfes: Wirkungsorientierung als Modernisierungsprinzip der Schweizerischen Verwaltung ( ); Christian Barthel: New Public Management - symbolischer Ausdruck der Elitenzirkulation im höheren Vollzugsdienst der Polizei ( ); Karlheinz Sonntag, Ralf Stegmaier und Alexandra Michel: Change Management an Hochschulen: Konzepte, Tools und Erfahrungen bei der Umsetzung ( ). [7-L] Fischer, Jens Henning: Steuerung in Organisationen, Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss. 2009, 494 S. INHALT: "Die Steuerung von Organisationen im Allgemeinen und von Unternehmen im Speziellen ist nicht nur ein praktisches Problem. In der vorliegenden Monographie geht es Jens Fischer darum, interne organisationale Steuerung theoretisch angemessen zu erfassen. Handlungstheorien greifen zur Erklärung von (Steuerungs-)Handeln auf individuelle Akteure und soziale Strukturen zurück, die Systemtheorie auf soziale Strukturen und Interaktionsprozesse. Damit, so die Ausgangsthese des Textes, lassen die Theorien jeweils einen wichtigen Aspekt der Bestimmung sozialen (Steuerungs-)Handelns unberücksichtigt: die Handlungstheorien die Bestimmung des Handelns durch die laufenden Interaktionsprozesse und die Systemtheorie

14 sofid Organisations- und Verwaltungsforschung 2009/2 1 Theoretische Probleme, Methodik der Organisation 13 die Bestimmung des Handelns durch den individuellen Akteur. Für eine angemessene Erfassung sozialen Handelns müssten also alle drei Dimensionen der Handlungsbestimmung - Akteur, Struktur und Prozess - berücksichtigt werden. Jens Fischer entwickelt eine solche dreidimensionale Theorieperspektive. Als theoretischen Ausgangspunkt hierfür wählt er die Systemtheorie, die leichter durch eine Akteursperspektive ergänzt werden kann als umgekehrt die Handlungstheorie durch eine Prozessperspektive. Fischer zeigt anhand der Schwierigkeiten, organisationale Steuerung systemtheoretisch zu erfassen, dass die entscheidenden Schwachstellen der luhmannschen Systemtheorie in dessen Kommunikationstheorie und hier insbesondere seinem Konzept des sozialen Sinns begründet sind. Er legt schlüssig dar, dass eine Erweiterung dieser auf soziale Strukturen und Prozesse fokussierenden Theorie um die Akteursperspektive notwendig und möglich ist und nimmt dann auf der Basis einschlägiger handlungstheoretischer Kommunikationstheorien die erforderlichen Umbauten und Neukonstruktionen vor. Auf der Grundlage der so entstandenen dreidimensionalen Interaktionstheorie stellt Fischer Entwürfe einer Organisations-, einer Steuerungs- und einer Steuerungsmedientheorie vor und zeigt am Beispiel eines betriebswirtschaftlichen Steuerungsinstruments, der Budgetierung, wie sich organisationale Steuerung mit diesen Theoriekonzepten beschreiben lässt. Es zeigt sich, dass Steuerung in Organisationen mit einer die Akteur- und Systemtheorie in der vorgeschlagenen Weise verbindenden Perspektive besser erfasst werden kann als mit einer der herkömmlichen Theorien alleine." (Textauszug) [8-L] Froschauer, Ulrike: Organisationen, in: Rudolf Forster (Hrsg.): Forschungs- und Anwendungsbereiche der Soziologie, Wien: WUV Facultas, 2008, S INHALT: Organisationen sind aus dem modernen gesellschaftlichen Leben nicht wegzudenken. Organisationen sind kein neues Phänomen, aber die Industrialisierung sowie die zunehmend arbeitsteilige Ausdifferenzierung erhöhte die gesellschaftliche Komplexität, die dafür neue Formen der Kooperation entwickelte. Der Beitrag gibt zunächst einen Überblick über organisationstheoretische Vorstellungen, die eine wichtige Voraussetzung bilden, um das Phänomen "Organisation" in seiner Komplexität besser zu verstehen und den Alltag von Organisationen empirisch adäquat zu erfassen. Es wird gezeigt, dass die Entwicklung dieser Ansätze eng mit konkreten empirischen Forschungen verbunden ist und dass die organisationstheoretischen Ansätze teilweise aufeinander aufbauen, aber trotzdem jeweils eigene Schwerpunkte aufweisen. So kann vereinfachend zwischen eher betriebswirtschaftlich orientierten und eher soziologisch orientierten Ansätzen unterschieden werden. Bei betriebswirtschaftlichen Ansätzen steht die Effizienz der Organisation im Vordergrund, während bei soziologischen Ansätzen stärker das Verstehen und Erklären organisationaler Prozesse unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen im Zentrum steht. (ICB2) [9-L] Gabriel, Yiannis: Organizational Miasma, purification and cleansing, in: Arndt Ahlers-Niemann (Hrsg.) ; Ullrich Beumer (Hrsg.) ; Rose Redding Mersky (Hrsg.) ; Burkhard Sievers (Hrsg.): Organisationslandschaften : sozioanalytische Gedanken und Interventionen zur normalen Verrücktheit in Organisationen, Bergisch Gladbach: Kohlhage, 2008, S

15 14 sofid Organisations- und Verwaltungsforschung 2009/2 1 Theoretische Probleme, Methodik der Organisation INHALT: Der Autor entwickelt eine Theorie "organisatorischen Miasmas", ein Begriff, der einen "ansteckenden Zustand materieller, psychologischer und spiritueller Verunreinigung beschreibt, von dem alle betroffen sind, die in einer bestimmten Organisation arbeiten". "Miasma" wird als ein theoretisches Konzept eingeführt, das für zahlreiche Prozesse in bestimmten Organisationen steht und sie verdeutlicht. Miasma führt beispielsweise zu einer Lähmung von Widerstand, der Erfahrung von Verschmutzung und Unreinheit, Gefühlen von Wertlosigkeit und Korruption. Der Begriff des Miasmas wird zunächst im Hinblick auf seinen Ursprung in der antiken griechischen Tragödie und insbesondere im Ödipus-Mythos eingeführt. Danach wird an einem Fallbeispiel gezeigt, Prozesse in solchen Organisationen zu verstehen, die einer Phase erheblichen "Downsizings" ausgesetzt waren und in weniger als zwei Jahren etwa zwei Drittel ihrer Belegschaft verloren. Hier sieht der Autor gewisse Parallelen zwischen dem Downsizing in Unternehmen und der symbolischen Bedeutung des Genozids. Es wird auf eine Interpretation des Genozids der Nationalsozialisten zurückgegriffen, die darin ein Ereignis ritueller Reinigung durch Tötung sieht. Abschließend wird verdeutlicht, dass Versuche, dem Miasma zu entfliehen, in der antiken griechischen Tragödie, in gegenwärtigen Organisationen und auch beim Genozid dazu führen können, das Miasma noch zu verstärken. (ICA2) [10-F] Götz, Klaus, Prof.Dr. (Leitung): Zur Relevanz von Vertrauen und gesellschaftlichen Werten für Organisationen INHALT: 1. Welchen Stellenwert hat Vertrauen in Theorie und Praxis (in der Organisationsforschung und der Organisationspraxis)? 2. Welche Auswirkungen können diese auf Organisations- (und HR-) Strategien haben? 3. Welche konkreten Maßnahmen leiten sich daraus für Organisationen ab? Ziel des Forschungsvorhabens ist es, einen Überblick über "State of the Art", neue Trends und Entwicklungen, "Best Practice-Beispiele", Ziele und Probleme etc. hinsichtlich Vertrauen in Organisationen zu geben. Die Konturen von Vertrauen in Organisationen sollen vor ihren theoretischen Hintergründen und in ihrem praktischen Nutzen reflektiert werden. METHODE: Literaturstudie; Expertenbefragungen VERÖFFENTLICHUNGEN: Götz, K.: Vertrauen als funktionale Systemeigenschaft. in: Götz, K. (Hrsg.): Vertrauen in Organisationen. Reihe "Managementkonzepte", Bd. 30. München u. Mering: Hampp 2006, S Götz, K. (Hrsg.): Vertrauen in Organisationen. Reihe "Managementkonzepte", Bd. 30. München u. Mering: Hampp Götz, K.; Geramanis, O.: Vertrauen und Eigenverantwortung - inwieweit lässt sich die "Ressource Mensch" tatsächlich planbar managen? in: Koch, S.; Kaschube, J.; Fisch, R. (Hrsg.): Eigenverantwortung für Organisationen. Göttingen: Hogrefe 2003, S ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: Daimler AG FINANZIERER: Auftraggeber INSTITUTION: Universität Koblenz-Landau Campus Landau, FB 05 Erziehungswissenschaften, Institut für Erziehungswissenschaft Professur für Weiterbildungsforschung und -management (Bürgerstr. 23, Landau) KONTAKT: Leiter (Tel , [11-F] Götz, Klaus, Prof.Dr. (Leitung): Neue Führungs- und Organisationsmodelle

16 sofid Organisations- und Verwaltungsforschung 2009/2 1 Theoretische Probleme, Methodik der Organisation 15 INHALT: Ausgehend von neueren Überlegungen zum Schnittstellenmanagement, "... der Punkt eines Verantwortungsübergangs in einem Prozess von einer Person auf eine andere oder von einer Organisationseinheit auf eine andere" (Mayer 2003), werden folgende Fragen diskutiert: 1. Welche (neuen) Führungsmodelle gibt es? 2. Lohnt es sich über diese Führungsmodelle nachzudenken? 3. Wie muss Führung neu positioniert werden? Untersucht werden u.a. neue Organisationsformen (Virtuell, Hypertext, Netzwerke...) und alternative Organisationsformen (Gehirn, Schwärme, Ameisen, Bienen...). VERÖFFENTLICHUNGEN: Mann, C.; Götz, K. (eds.): Borderless business. Managing the farflung enterprise. Westport (USA): Praeger Publ ART: BEGINN: ENDE: AUFTRAGGEBER: Daimler AG FINANZIERER: Institution; Auftraggeber INSTITUTION: Universität Koblenz-Landau Campus Landau, FB 05 Erziehungswissenschaften, Institut für Erziehungswissenschaft Professur für Weiterbildungsforschung und -management (Bürgerstr. 23, Landau) KONTAKT: Leiter (Tel , [12-L] Hasse, Raimund; Krücken, Georg: Neo-institutionalistische Theorie, in: Georg Kneer (Hrsg.) ; Markus Schroer (Hrsg.): Handbuch Soziologische Theorien, Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2009, S INHALT: Die in der Institutionentheorie grundlegend geteilte Annahme besteht darin, dass individuelles und kollektives Handeln nur durch übergeordnete gesellschaftliche Regelwerke erklärbar ist, die sowohl formaler als auch informaler Natur sein können. Je nach Formalisierungsgrad rücken sie damit entweder rechtliche Normen oder allgemein-gesellschaftliche Konventionen in den Mittelpunkt. Institutionen lassen sich demnach soziologisch als gesellschaftliche Erwartungsstrukturen definieren, die darüber bestimmen, was angemessenes Handeln und Entscheiden ist. Individuelle und kollektive Handlungen sind nur im Rahmen allgemein-verbindlicher institutioneller Orientierungen zu verstehen und können auch nur dann entstehen, wenn es übergreifende gesellschaftliche Erwartungsstrukturen gibt, an denen sich individuelle und kollektive Akteure ausrichten können. Diese Grundannahme ganz unterschiedlicher Spielarten der soziologischen Institutionentheorie wird auch vom soziologischen Neo-Institutionalismus geteilt, der dem Kontext der amerikanischen Soziologie entstammt. Die Autoren stellen in ihrem Beitrag zwei Varianten der neo-institutionalistischen Theorie vor: die neo-institutionalistische Organisationstheorie und die umfassendere Gesellschaftstheorie des "world polity"-ansatzes. (ICI2) [13-F] Heidsiek, Charlotte, Dipl.-Päd. (Bearbeitung); Geißler, Harald, Univ.-Prof.Dr. (Betreuung): Reflexion und Organisationsberatung INHALT: Im Mittelpunkt der Dissertation stehen Möglichkeiten und Grenzen von Beratung inorganisationalen Lernprozessen. Organisationale Lernprozesse werden auf der Grundlage einer Synthese organisationspädagogischer und systemtheoretischen Annahmen auf der theoretischen Ebenen reflektiert. Auf der empirischen Ebenen dient das Projekt "Wissenschaftliche Entwicklung und Implementierung einer didaktischen Konzeption zur Realisierung einer virtuellen Studienplattform an der Bundesakademie für Sicherheitspolitik, Berlin" als Fallstudie,

17 16 sofid Organisations- und Verwaltungsforschung 2009/2 1 Theoretische Probleme, Methodik der Organisation um organisationale Lernprozesse im Zusammenhang mit pädagogischer Organisationsberatung zu diskutieren und zu beschreiben. VERÖFFENTLICHUNGEN: Heidsiek, Charlotte: Reflexion und Organisationsberatung. Frankfurt am Main ART: AUFTRAGGEBER: keine Angabe FINANZIERER: keine Angabe INSTITUTION: Universität der Bundeswehr Hamburg, Fak. für Geistes- und Sozialwissenschaften, Fach Allgemeine Pädagogik Professur für Allgemeine Pädagogik, insb. Berufs- und Betriebspädagogik (Holstenhofweg 85, Hamburg) KONTAKT: Bearbeiterin (Tel , [14-F] Horstmann, Birte, Dipl.-Ökon.; Sackmann, Sonja, Prof.Ph.D. (Bearbeitung); Sackmann, Sonja, Prof.Ph.D. (Leitung): Erfolgsfaktor Unternehmenskultur INHALT: keine Angaben METHODE: Analyse der Charakteristika verschiedener Unternehmenskulturen und ihre Implikationen. Untersuchungsdesign: Querschnitt DATENGEWINNUNG: Inhaltsanalyse, offen. Feldarbeit durch Mitarbeiter/-innen des Projekts. VERÖFFENTLICHUNGEN: Sackmann, S.: Assessment, evaluation, improvement: success through corporate culture. Gütersloh: Verl. Bertelsmann Stiftung Sackmann, S.: Success factor corporate culture. Gütersloh: Verl. Bertelsmann Stiftung Sackmann, S.: Toyota motor corporation. Eine Fallstudie aus unternehmenskultureller Perspektive. Gütersloh: Verl. Bertelsmann Stiftung Sackmann, S.: Erfolgsfaktor Unternehmenskultur. Wiesbaden: Gabler ART: AUFTRAGGEBER: nein FINANZIERER: Institution INSTITUTION: Universität der Bundeswehr München, Fak. für Wirtschafts- und Organisationswissenschaften, Institut für Personal- und Organisationsforschung Professur für Arbeits- und Organisationspsychologie (Werner-Heisenberg-Weg 39, Neubiberg) KONTAKT: Leiterin ( [15-L] Instinsky, Björn: Soziologische Organisationsberatung: Selbstverständnis und Realität eines Berufsfeldes, Saarbrücken: VDM Verl. Dr. Müller 2007, 123 S., ISBN: INHALT: In Organisationen von heute gilt es, eine Vielzahl von Prozessen zu koordinieren, die nicht ohne den Einbezug soziologischen Wissens, vor allem gesellschaftlich sinnvoll und die unterschiedlichen Interessen beachtend, bewältigt werden können. Ein großer Teil des Bedarfes an soziologischer Beratung basiert daher sowohl auf Veränderungen in der Organisationsstruktur selbst als auch auf Veränderungen in der Organisationsumwelt. Aus genau diesen genannten Zusammenhängen speist sich das Interesse der Soziologie an dem Phänomen Organisation und den in ihm stattfinden Prozessen. Dieser Aspekt soll der Ausgangspunkt für diese Arbeit sein. Der Autor beschäftigt sich mit den Grundlagen zum Verhältnis zwischen Soziologie und Organisation.Der Ansatz dieser Arbeit gründet auf der Bearbeitung und Zusammenführung der beiden Ebenen der Theorie der soziologischen Organisationsberatung und des daraus entstehenden Selbstverständnisses eines Berufsfeldes mit den Erkenntnissen und Erfahrungen aus der Berufspraxis soziologischer Berater. Der Zusammenhang lässt sich

18 sofid Organisations- und Verwaltungsforschung 2009/2 1 Theoretische Probleme, Methodik der Organisation 17 in einem Fragenblock darstellen, der im Verlauf der Arbeit behandelt wird: (1) Welches Interesse an der Organisation leitet die Soziologie? Welche soziologischen Theorien beeinflussen die Organisationsberatung? Wie lassen sie sich auf die Organisation übertragen? (2) Wie verbreitet ist soziologische Organisationsberatung in der allgemeinen Beratungspraxis? Welche Aufgaben übernehmen die soziologischen Berater in Organisationen im Rahmen eines Beratungsprozesses? (3)Wie definiert sich das Selbstverständnis des soziologischen Beraters in der Theorie? (4) Wie ist im Verhältnis dazu die "Realität" der beruflichen Praxis? Zeigen sich Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei der Gegenüberstellung? Es wird das Selbstverständnis und das Bild der soziologischen Organisationsberatungskonzepte in Bezug auf die Realität in der Beratungspraxis überprüft. Hierzu wird eine empirische Studie unter Unternehmensberatern, welche die vorgestellten Beratungskonzepte in der Praxis anwenden, durchgeführt. Grundlage bilden leitfadengestützte Interviews nach Eindrücken und Erfahrungen in der Beratungspraxis und dem aktuellen Verständnis von soziologischer Organisationsberatung. Im abschließenden Teil der Masters Thesis wird das Bild der soziologischen Organisationsberatung mit den Ergebnissen der empirischen Studie vergleichen und mögliche Veränderungstendenzen interpretiert. (LO2) [16-L] Jäggi, Christian J.: Sozio-kultureller Code, Rituale und Management: neue Perspektiven in interkulturellen Feldern, Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss. 2009, 229 S., ISBN: INHALT: Rituale sind Ausdruck zeitlich und räumlich verdichteter soziokultureller Codes. Sie bilden die Grundlage einer jeden Organisation und drücken sich im Prozessmanagement, in der Unternehmenskultur, im Human Resources Bereich und im strategischen Management aus. Wie wissen die Angehörigen einer Organisation oder die Akteurinnen und Akteure eines sozialen Systems, welche Handlungen und Verhaltensweisen nicht nur den Erfolg und die Stabilität des betreffenden Systems garantieren, sondern auch den erwünschten Output oder das erwartete Outcome generieren? Diese Lücke versucht das Konzept des soziokulturellen Codes zu füllen. Der soziokulturelle Code ist zu einen die Verdichtung kollektiver Handlungs- und Verhaltensmuster und andererseits kollektives Gedächtnis und Ausdruck früherer Lernerfahrungen eines sozialen Systems oder einer Organisation. Um das Konzept des soziokulturellen Codes umfassend zu verstehen, nähert sich der Autor von zwei Seiten: Auf der einen Seite von der Kommunikationstheorie und der Semiotik her und auf der anderen Seite ethnografisch, also von mikrosozialen soziokulturellen Kontexten her. Die vorliegende Studie zeigt, dass Change-Prozesse nur dann nachhaltig und erfolgreich sind, wenn es ihnen gelingt, entweder den soziokulturellen Code zu verändern oder die Änderungen code-konform zu modellieren. Für die Weiterbildung und das lebenslange Lernen zeigt der Autor neue Perspektiven in interkulturellen Feldern auf. (ICA2) [17-L] Kirchner, Stefan: Pfadabhängigkeit als Mehrebenenphänomen: Grundlagen und Erweiterungen des Pfadansatzes, in: Hamburg review of social sciences, Vol. 3/2009, Iss. 3, S (www.hamburg-review.com/fileadmin/pdf/03_03/2008_3_3_kirchner.pdf) INHALT: In der vorliegenden Literatur ist Pfadabhängigkeit ein Phänomen, das auf verschiedenen Ebenen analysiert wird - darunter technologische Standards, institutionelle Rahmenbedin-

19 18 sofid Organisations- und Verwaltungsforschung 2009/2 1 Theoretische Probleme, Methodik der Organisation gungen, Institutionen und Organisationen. In gängigen Ansätzen jedoch wird die Interaktion der Pfadabhängigkeiten auf unterschiedlichen Ebenen nicht ausreichend berücksichtigt. Ziel des Beitrags ist es, ein Konzept zu entwickeln, Pfadabhängigkeiten und ihre Interaktion auf mehreren Ebenen zu beschreiben. Basierend auf einem Ansatz zur Pfadabhängigkeit von technologischen Standards wird eine erweiterte Perspektive entwickelt, die die Interaktion von Pfadabhängigkeiten auf verschiedenen Ebenen beschreibt. Der Verfasser plädiert für eine Erweiterung des Pfadabhängigkeits-Ansatzes durch die Begriffe Kopplung, Koevolution und Ähnlichkeit, um Pfadabhängigkeit als Mehrebenenphänomen zu erfassen. Abschließend werden die veränderten Bedingungen von Stabilität und Wandel sozialer Strukturen diskutiert, die sich aus den theoretischen Erweiterungen ergeben. (ICEÜbers) [18-L] Krücken, Georg; Meier, Frank: Zur institutionellen Struktur des Terrorismus: neo-institutionalistische Perspektiven auf den Nordirland-Konflikt, in: Thorsten Bonacker (Hrsg.) ; Rainer Greshoff (Hrsg.) ; Uwe Schimank (Hrsg.): Sozialtheorien im Vergleich : der Nordirlandkonflikt als Anwendungsfall, Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2008, S , ISBN: INHALT: Am Beispiel der Irisch-Republikanischen Armee (IRA) wird das theoretische Potential des Neo-Institutionalismus zur Analyse terroristischer Zusammenschlüsse geprüft und damit auf einem noch unbekannten Terrain erprobt. Die Argumentation wird in drei Schritten entwickelt. In einem ersten Schritt werden einige Charakteristika und grundlegende Annahmen des soziologischen Neo-Institutionalismus dargestellt. Anschließend wird der Frage nachgegangen, warum und in welchen Hinsichten der gewählte Gegenstand für den soziologischen Neo- Institutionalismus einen schwierigen Fall darstellt. Vor diesem Hintergrund werden neo-institutionalistische Überlegungen zur Entstehung und Entwicklung des Nordirland-Konflikts präsentiert. Abschließend werden einige neo-institutionalistische Überlegungen zu den Perspektiven des Konflikts zur Diskussion gestellt. (ICF2) [19-L] Kühl, Stefan; Strodtholz, Petra; Taffertshofer, Andreas: Quantitative Methoden der Organisationsforschung: ein Überblick, in: Stefan Kühl (Hrsg.) ; Petra Strodtholz (Hrsg.) ; Andreas Taffertshofer (Hrsg.): Quantitative Methoden der Organisationsforschung : ein Handbuch, Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss., 2005, S INHALT: Die Verfasser stellen zunächst die Entwicklung quantitativer Methoden in der Organisationsforschung dar und beschreiben drei Traditionsstränge, die an das Webersche Bürokratieparadigma, den Vergleich zwischen Organisationen in traditionellen und nichttraditionellen Gesellschaften und die englischsprachige Managementlehre anknüpfen. Sie gehen dann auf die Frontstellung zwischen quantitativer und qualitativer Forschung ein, die sich in den sechziger und siebziger Jahren in der Organisationsforschung etabliert hat. Für die Bedeutung der quantitativen Methoden in der Organisationsforschung war der situative Ansatz zentral. Auf der anderen Seite stehen zweckrationalitätskritische Theorien wie die verhaltenswissenschaftliche Entscheidungstheorie, die Mikropolitik, die Systemtheorie oder der Neo-Institutionalismus. Heute bestehen Formen der zeitlichen, sachlichen und sozialen Arbeitsteilung, die eine Kombination quantitativer und qualitativer Methoden problematisch werden lassen. (ICE2)

20 sofid Organisations- und Verwaltungsforschung 2009/2 1 Theoretische Probleme, Methodik der Organisation 19 [20-L] Kurtz, Thomas: Soziologie und Beratung, in: Sozialwissenschaften und Berufspraxis, Jg. 28/2005, H. 1, S (Standort: USB Köln(38)-XG05452; Kopie über den Literaturdienst erhältlich; nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-41391) INHALT: Der Autor fragt aus einer systemtheoretischen Perspektive, was die besondere Form einer explizit soziologischen Beratung ist und was diese von anderen Formen der Beratung unterscheidet. Er möchte dabei keine soziologische Fremdbeschreibung unterschiedlicher Beratungsfelder und -formen liefern, sondern eine soziologische Selbstbeschreibung, indem er danach fragt, in welcher Art und Weise das soziologische Wissen für die Praxis der Beratung geeignet ist und ob nicht vielleicht Beratung der zentrale Fall ist, in dem die Soziologie als Soziologie außerhalb des Wissenschaftssystems überhaupt nur praktisch werden kann. Es geht mit anderen Worten um die Frage der außerdisziplinären Relevanz soziologischer Erkenntnis, also um die Form des Umgangs mit soziologischem Wissen in der Umwelt des Wissenschaftssystems. Die Ausführungen des Autors beziehen sich auf den Erfolg der Sozialwissenschaften und die Verwendungsforschung, auf das Verhältnis von Selbstbeschreibung und Fremdbeschreibung, auf die Soziologie als Profession und auf das soziologische Wissen zwischen Wahrheit und Angemessenheit. Anhand der Unterscheidung von Entscheiden und Beraten stellt er abschließend einige allgemeine Überlegungen zur Zukunft soziologischer Erkenntnis in der außerdisziplinären Praxis an. (ICI2) [21-L] Lynch, Owen Hanley: Humorous organizing: revealing the organization as a social process, Saarbrücken: VDM Verl. Dr. Müller 2007, 387 S., ISBN: INHALT: "This book encourages us to take humor at work seriously. Although humor isusually associated with trivial or non-serious banter; it is a significant factor in the construction of organizational culture. This book provides an experience based organizational account of how organizations are produced and reproduced, as well as how organizational interaction is coupled with structure (organizational rules and resources). It is based on two ethnographic studies: the first, a year-long study of a hotel kitchen, and the second, a three-yearstudy of a private boarding school. This long term examination of anorganization's interaction is used to illustrate how organizational interaction produces the duality of organizational structuration over time. An ethnographic communication-focused approach provides methods for recognizingmultiple sites and levels of the structuration process. As a result, this approach provides a major contribution to understanding the process of structuration through agents' actions in the context of their organizationalculture." (author's abstract) [22-L] Mayntz, Renate (Hrsg.): Über Governance: Institutionen und Prozesse politischer Regelung, (Schriften aus dem Max- Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, Bd. 62), Frankfurt am Main: Campus Verl. 2009, 171 S., ISBN: INHALT: Contents: Renate Mayntz: New Challenges to Governance Theory (1998) (13-27); Renate Mayntz: Zur Selektivität der steuerungstheoretischen Perspektive (2001) (29-40); Renate Mayntz: Governance Theory als fortentwickelte Steuerungstheorie? (2005) (41-52); Renate

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