Die Wiener Börse. Standortfaktor für die Wirtschaft. Mag. Birgit Kuras. (Vorstand Wiener Börse AG)

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1 Die Wiener Börse Standortfaktor für die Wirtschaft Mag. Birgit Kuras (Vorstand Wiener Börse AG)

2 Die Wiener Börse Standortfaktor für die Wirtschaft Mag. Birgit Kuras Mitglied des Vorstandes der Wiener Börse AG 17. November 2015

3 Zur Person Birgit Kuras Leben und Karriere Karrierestationen n : Raiffeisen Zentralbank n : Raiffeisen Centrobank n Aufbau der Unternehmensanalyse n Strukturierung und Durchführung von Aktientransaktionen n ab 1999: Leiterin der Abteilungen "Company Research" und "Equity Capital Markets" n ab 2009: Leiterin "CEE Equity Capital Markets" n seit März 2012: Mitglied des Vorstandes der Wiener Börse AG 3

4 Die Wiener Börse n Geschichte n Gründung bereits 1771 durch Maria Theresia n ab 1873 für etwa 100 Jahre tot n "neue" Geschichte ab Mitte der 1980er Jahre n Entwicklung von hoheitlicher Börsekammer zu hochmodernem und hochtechnologischem Dienstleistungsbetrieb n technologisch "state-of-the-art" n beispielhaft in der Abwicklungssicherheit n legistische Rahmenbedingungen n Kritikpunkte/Probleme n teils hausgemacht, teils Ergebnis internationaler Einflüsse 4

5 Die Börse im Wandel 5

6 Der Weg zum Wertpapier 6

7 Notwendigkeit eines starken Kapitalmarktes n Eine funktionierende Volkswirtschaft benötigt Risikokapital n Nur Eigenkapital kann Innovation finanzieren n Höhere Investitionstätigkeit der Unternehmen n Die Entwicklung des Kapitalmarkts ist auch als Basis für zukünftiges Wachstum und Fortschritt anzusehen n Kapitalmarkt ist Spiegelbild des Unternehmergeistes einer Volkswirtschaft 7

8 Die Börse als Drehscheibe des Kapitalmarktes 8

9 Volkswirtschaftliche Bedeutung des Kapitalmarktes n Heimische börsenotierte Unternehmen tragen massiv zur gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung sowie Beschäftigung bei! n 10,21 % der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung n 10,03 % aller Beschäftigungsverhältnisse n Darüber hinaus sind auch beachtliche Hebeleffekte zu berücksichtigen: n 1 Euro Wertschöpfung eines börsenotierten Unternehmen generiert 2,39 Euro an Wertschöpfung in Österreich n 1 Arbeitsplatz in einem börsenotierten Unternehmen schafft 2,71 Arbeitsplätze in Österreich 2,39 Wertschöpfung bzw. 2,71 Arbeitsplätze für Österreich 1 Wertschöpfung bzw. 1 Arbeitsplatz von einem börsenotierten Unternehmen 9

10 Langfristig bestimmende Faktoren des österreichischen Kapitalmarktes n Strukturelle Gegebenheiten n Relative Kleinheit des Landes und der Unternehmen n Verflechtung mit Zentral- und Osteuropa n Österreichische Unternehmen erwirtschaften beträchtliche Anteile ihre Umsätze und Erträge in der Region Zentral- und Osteuropa n Ungünstige Rahmenbedingungen n Regulatorisches und steuerliches Umfeld wirken zusätzlich erschwerend 10

11 Hervorragende heimische Unternehmen n Zahlreiche an der Wiener Börse gelistete Unternehmen sind Weltmarktführer in ihrer Branche und auch im internationalen Vergleich exzellent aufgestellt. n Diese Erfolge sind unter anderem möglich, weil sich die Unternehmen in der Regel mit Eigenkapital finanzieren, was hervorragende Chancen auf Wachstum eröffnet. 11

12 Langzeit-Performance des ATX Perf. in % ATX ATX TR DAX DJIA WIG Seit ,72 196,09 108,96 74,11 66,65 Seit ,42-31,09 63,45 40,00-38,71 YTD 10,72 12,92 9,96-2,10-13,05 Quelle: Bloomberg (Stand: ) n Langfristig hat der ATX wesentlich stärker zugelegt als andere Märkte. n Der historische Höchststand des ATX resultierte aus extremer CEE-Euphorie und dem damit verbundenen Nachfrageüberhang. Analysten zufolge war der Index damals um ca. 80 % überbewertet. Bei einer Bewertung wie beim DAX wäre der ATX 2007 nicht auf fast 5000, sondern nur auf 3000 Punkte gestiegen. Quelle: Wiener Börse AG 12

13 Aktien und Unternehmensfinanzierung Was sind Aktien? Wie finanzieren sich Unternehmen größtenteils? 13

14 14 Was sind Anleihen?

15 Neunotierung / Einbeziehung von Corporate Bonds Stand: Oktober 2015 Quelle: Wiener Börse AG 15

16 Marktkapitalisierung der Wiener Börse in Mrd. EUR 80,43 85,4 80,0 80, Okt.15 inklusive inländische Aktien, Genussscheine und Partizipationsscheine Geregelte Märkte und Dritter Markt als MTF Quelle: FESE 16

17 Durchschnittlicher Monatsumsatz an der Wiener Börse in Mrd. EUR 4,88 3,98 3,01 3, Okt.15 inklusive inländische und ausländische Aktien. Genussscheine und Partizipationsscheine Geregelte Märkte und Dritter Markt als MTF Quelle: Wiener Börse AG 17

18 Großes internationales Investoreninteresse Institutionelle Investoren in den ATX prime nach Ländern, 1. Halbjahr 2015 Niederlande 1,9% Schweiz 2,2% Kanada 1,9% Polen 1,3% Andere* 8,7% USA 26,4% Deutschland 4,8% Frankreich 5,5% Norwegen 7,1% Großbritannien 14,4% Österreich 25,8% *Unter anderen zählen dazu Belgien, China, Dänemark, Schweden, Irland Juni 2015, Quelle: Ipreo 18

19 Wenig Aktieninvestments privater Haushalte in Österreich Vermögen der privaten Haushalte 2007 = 472,95 Mrd. EUR Q = 583,98 Mrd. EUR 4% 7% 4% 7% 42% 9% 41% 9% 15% 15% Quelle: OeNB 23% Aktien Verzinsliche Wertpapiere Investmentzertifikate Sonstige Anteilspapiere Versicherungsansprüche, sonst. Forderungen und Kredite Bargeld und Einlagen 24% 19

20 ATX prime-unternehmen mit attraktiven Dividendenrenditen Top 10 Dividendenrendite 2015e UNIQA 5,6% Österreichische Post 5,3% Vienna Insurance Group 4,8% AGRANA 4,7% OMV 4,1% PORR 4,1% EVN 4,1% RHI 3,9% Polytech 3,8% BUWOG 3,6% Stand August 2015 Quelle: Raiffeisen Centrobank Schätzungen, Konsensus 20

21 Handlungsbedarf bei politischen Rahmenbedingungen n Finanzierung durch Eigenkapital attraktiver machen n Beseitigung der steuerlichen Diskriminierung von Eigenkapital gegenüber Fremdkapital n Schaffung von strukturellen und finanziellen Erleichterungen für Börsegänge n Weitere Privatisierungen über die Wiener Börse n Privatisierungen über die Wiener Börse bieten die bestmögliche Transparenz des Verkaufsprozesses n Potenzial besteht sowohl bei bereits teilprivatisierten Unternehmen als auch bei Unternehmen, die noch zur Gänze im Eigentum von Bund oder Ländern stehen n Keine neuen kapitalmarktfeindlichen Steuern wie die Finanztransaktionssteuer 21

22 Laufende Aktivitäten der Wiener Börse n Laufende Gespräche mit allen Stakeholdern n Besuchstour bei Emittenten und Börsekandidaten n Regelmäßige IPO-Workshops für Börsekandidaten und Multiplikatoren n Kontakte mit Investoren, Roadshows n Gespräche mit Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft n Bewusstseinsbildung und Überzeugungsarbeit n Themen: FTT, kapitalmarktfreundliche Gesetzgebung, Privatisierungen n Kontaktpflege und sachliche Information zeitigen Erfolge n Verbreiterung von Kapitalmarktwissen n Seminare für Lehrer und Schüler über Kapitalmarkt und Börse n Aktionstage an den Universitäten n Unterrichtspakete und andere Publikationen n Eigene Website für die junge Zielgruppe ("borse4me") n Börseakademie in Kooperation mit dem WIFI 22

23 Disclaimer n Die Wiener Börse AG weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei den in den Charts angeführten Informationen und Berechnungen um Werte und Zahlenangaben aus der Vergangenheit handelt, die keinen verlässlichen Indikator für eine künftige Wertentwicklung darstellen. Es sollten daher aus diesen Angaben keine Schlüsse auf die zukünftige Entwicklung gezogen werden. 23

24 Die Wiener Börse Standortfaktor für die Wirtschaft Mag. Birgit Kuras (Vorstand Wiener Börse AG)

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