Mediendossier: Wie viel Blut steckt in unseren Smartphones? Ethik-Rating von Fastenopfer und Brot für alle

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Mediendossier: Wie viel Blut steckt in unseren Smartphones? Ethik-Rating von Fastenopfer und Brot für alle"

Transkript

1 Mediendossier: Wie viel Blut steckt in unseren Smartphones? Ethik-Rating von und Medienkonferenz Dienstag 9. September 2014

2 Inhaltsverzeichnis Dienstag, 9. Sept. 2014, Bern Medienkonferenz Ethik Rating: Wie viel Blut steckt in unseren Smartphones? Inhalt: Medienmitteilung: Rating zeigt: Probleme bei Handys und Computern Bischof Fridolin Ambongo, Präsident Bischofskommission für natürliche Ressourcen Cern, DR Kongo: Wer zahlt den Preis für unsere mobile Kommunikation? Kwan Liang Pui, Projektverantwortliche Sacom, Hongkong: Die Arbeitsbedingungen in der chinesischen Elektronik-Industrie Daniela Renaud, Projektverantwortliche High Tech No Rights, und : Bis zum fair hergestellten Smartphone ist es noch weit Neues Ethik-Rating zeigt Fortschritte Prisca Birrer-Heimo, Nationalrätin und Präsidentin der Stiftung für Konsumentenschutz SKS: Ethik-Rating hilft den Privaten und der öffentlichen Hand Die Referentin und die Referenten im Kurzportrait Kurzpräsentation der Werke EinBlick «Blutige Realitäten in smarten Geräten» (Nr. 2/2014) Info Postfach 1015, 3000 Bern 23

3 Medienmitteilung Dienstag, 9. Sept. 2014, Bern Medienkonferenz Ethik Rating: Wie viel Blut steckt in unseren Smartphones? Rating zeigt: Probleme bei Handy- und Computer-Produktion Bern/Luzern, 9. September Missachtung von Arbeitsrechten und Umweltverschmutzung Die Herstellung von Handys und Computer ist sehr problematisch. Das belegen und mit dem ersten Rating der Marken nach ethischen und ökologischen Kriterien. Zugleich zeigen sich beträchtliche Unterschiede zwischen den Marken. «Wie viel Blut klebt an unseren Smartphones, Tablet und Computern?» Eine Antwort auf die provokative Frage geben und mit ihrem Hightech-Rating. Sie haben die zehn wichtigsten Marken in der Schweiz untersucht. Das Resultat: Mehrheitlich sind die Konzerne daran, ihr Verhalten zu ändern und die Herstellungsbedingungen zu verbessern. Besonders dem Umweltschutz wird mehr Beachtung geschenkt. Bei den Arbeitsbedingungen in den Fabriken muss hingegen noch Vieles besser werden. Das gilt besonders beim Gesundheitsschutz, der Bezahlung existenzsichernder Grundlöhne und der Arbeitsrechte. Die Konzerne verhalten sich aber sehr unterschiedlich. Das Alphabet des guten Einkaufs lautet: Auf gutem Weg sind HP und Nokia, mittelmässig fällt das Urteil für Apple und Dell aus, ungenügend ist das Urteil für Acer, Lenovo, Samsung, Sony und inakzeptabel verhalten sich Asus und HTC. und verlangen von den Herstellern, dass sie ihre Verantwortung entlang der ganzen Lieferketten wahrzunehmen. Kampagnenleiterin Daniela Renaud bringt es auf den Punkt: «Wir fordern von den Konzernen, bei ihren Zulieferern bei den Arbeitsbedingungen und beim Umweltschutz Verbesserungen durchzusetzen.» Dank des Ratings von und lässt jedoch schon heute beim Einkauf ein Gerät wählen, das unter besseren Produktionsbedingungen hergestellt wurde. Ausbeutung im Kongo und in China Am Anfang vieler Handys und Computer steht der Abbau von Mineralien in der Demokratischen Republik Kongo. Doch dieser führt zu Vertreibungen, Umweltzerstörung und kriegerischen Konflikten. Der Reichtum an Bodenschätzen bezeichnet Bischof Fridolin Ambongo Besungu, Präsident der Bischofskommission für natürliche Ressourcen, zugleich als einen Fluch für sein Land: «Der Bergbau trägt wenig zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in den Bergbaugebieten bei.» Ausbeutung und Verletzung von Arbeitsrechten gehören in den Elektronikfabriken in Fernost zum Alltag: 14 Stunden Arbeit am Tag zu einem Lohn, der zum Leben nicht reicht. Kwan Liang hat vor Ort für die Organisation Sacom aus Hongkong untersucht. Ihr Fazit: «Um Lagerkosten zu sparen, bestellen die Konzerne extrem kurzfristig. Den Druck geben die Zulieferunternehmen an ihre Beschäftigten weiter: Bis zu 50 Überstunden pro Woche müssen sie leisten, um die Lieferfristen einzuhalten. Dabei erlaubt das Gesetz nur 36 Stunden pro Monat. Doch viele haben keine Wahl, denn die Grundlöhne genügen nicht zum Leben.» Einkaufshilfe für Private und Staat Das Rating der grossen Elektronikhersteller gibt den Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz eine wichtige Orientierungshilfe. Auch öffentliche Beschaffer wie Bund, Kantone oder Kirchgemeinden sollen beim Einkauf möglichst fair hergestellte Geräte wählen. Das Rating ist für und Brot für alle aber lediglich ein erster Schritt für einen verantwortungsvollen Konsum. Gerade für die öffentliche Beschaffung fordert Nationalrätin Prisca Birrer-Heimo denn auch verbindliche Vorgaben durch den Postfach 1015, 3000 Bern 23

4 Gesetzgeber: «Im Gesetz muss verankert werden, dass beim Kauf von Gütern und Dienstleistungen nicht nur der Preis, sondern auch ökologische und soziale Kriterien bewertet und kontrolliert werden.» Grundsätzlich empfehlen und : Vor dem Kauf eines neuen Handys nochmals in Ruhe überlegen, ob es tatsächlich ein neues Modell braucht. Und bei Defekten kann oft ein Handydoktor weiterhelfen. Weitere Informationen: - Patricio Frei,, Kommunikationsverantwortlicher, Urs Walter,, Medienarbeit, Dossier und Bilder: - Postfach 5621, 3001 Bern, WWW. HIGHTECH-RATING.CH

5 Mediendossier Dienstag, 9. Sept. 2014, Bern Medienkonferenz Ethik Rating: Wie viel Blut steckt in unseren Smartphones? Wer zahlt den Preis für unsere mobile Kommunikation? Bischof Fridolin Ambongo, Präsident Bischofskommission für natürliche Ressourcen Cern, Demokratische Republik Kongo (Es gilt das gesprochene Wort.) Die Welt entwickelt sich, die Entfernungen werden dank den modernen Transport- und Kommunikationsmittel immer kleiner. Die Wissenschaft und die Technologie spielen bei dieser Entwicklung eine wichtige Rolle. In diesen smarten Geräten mit ihrem coolen Design verstecken sich Rohstoffe, die aus der Erde gewonnen wurden: In unseren Mobiltelefonen stecken Mineralien aus aller Welt. Keine Mobiltelefone ohne die Demokratische Republik Kongo Im Bereich Kommunikation ist die Demokratische Republik Kongo einer der wichtigsten Lieferanten von Mineralien, die für die Herstellung von neuen Hightech-Produkten notwendig sind. Aus wissenschaftlicher Quelle wissen wir, dass sich in unseren Mobiltelefonen ein Gemisch aus 45% Plastik, 20% Kupfer und 20% anderen Metallen wie Aluminium, Gold, Tantal, Coltan und Kassiterit befindet. Die DR Kongo zählt zu den wichtigsten Lieferanten von Kupfer (man denke insbesondere an die Aktivitäten der Unternehmen KCC und MUMI, zwei von Glencore in der Schweiz aus kontrollierte Gesellschaften), von Gold, Coltan und Kassiterit. Diese Mineralien stammen aus den Provinzen Katanga, Maniema, Süd- und Nordkivu sowie aus der Provinz Orientale. Diese Provinzen sind von den blutigsten Kriegen betroffen, welche die DR Kongo seit fast zwei Jahrzehnten erlebt hat. Hier kämpfen bewaffnete Banden um diese Ressourcen. In der Region Kivu beispielsweise begann im Jahr 2000 ein wahrer Coltanrausch. Eine vorübergehende Knappheit liess die Preise in die Höhe schnellen: von 30 Dollar das Pfund auf 210 Dollar. Zahlreiche Rebellen sahen darin eine Einnahmequelle. Nachdem sich die Bischöfe der Nationalen Kongolesischen Bischofkonferenz (Cenco) mit dem Ausmass der Armut angesichts dieses Überflusses an Bodenschätzen und mit den Konflikten befasst hatten, sahen sie sich zu folgender traurigen Feststellung veranlasst: Anstatt zur Entwicklung unseres Landes und zum Wohlergehen unseres Volkes beizutragen, sind die Mineralien, das Erdöl und der Wald zu Ursachen unseres Unglücks geworden. Wie soll man verstehen, dass unsere Mitbürger ohne jegliche Entschädigung und ohne Schadenersatz von ihrem Land vertrieben werden, weil es an einen Bergbaukonzern oder ein Holzunternehmen verpachtet oder verkauft wurde? Darf man es hinnehmen, dass die kongolesischen Arbeiter hier und dort ohne Rücksicht auf ihre Rechte und ihre menschliche Würde behandelt werden? Zu Recht sprach die Expertengruppe der Vereinten Nationen ( ) von Plünderung von Bodenschätzen, als sie 11 afrikanische Länder nannte, durch welche die Bodenschätze der DR Kongo ausgeführt werden, und 17 Empfängerländer dieser Bodenschätze in der übrigen Welt. Die lokalen Gemeinschaften in der DR Kongo zahlen den Preis für unsere mobile Kommunikation Postfach 1015, 3000 Bern 23

6 Die Auswirkungen des Mineralabbaus auf die lokale Bevölkerung sind desaströs, sowohl wirtschaftlich und sozial als auch im Umwelt- und Sicherheitsbereich. Obschon zunehmend mehr Bodenschätze abgebaut werden, scheint das Einkommen der Haushalte rund um die Minen nicht entsprechend anzusteigen. Man könnte erwarten, dass der Staat genügend Geld einnimmt, um grundlegende soziale Dienste anzubieten und den Ausbau der allgemeinen Infrastrukturen anzukurbeln. Es ist eine Tatsache: Die Einnahmen aus dem Abbau von Bodenschätzen tragen noch nicht genügend zu einer Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung und zur Entwicklung der Infrastrukturen bei. Zudem hat der kongolesische Finanzminister die übliche Überbewertung der Investitionskosten abgesegnet, was die Zahlung von Gewinnsteuern hinauszögert. Es lässt sich ausserdem ein Anstieg der Betriebskosten beobachten, was die Abgabesätze reduziert, sowie zahlreiche Steuerbefreiungen, welche Unternehmen in Bergbauverträgen gewährt werden. Hinzu kommt der Bergbaubetrug, der vor allem bei den sogenannten Konfliktmineralien vorkommt. Im östlichen Teil des Landes, wo diese Mineralien abgebaut werden, sind die Strassen in keinem guten Zustand, der Personen- und Güterverkehr ist schwierig. Auf diesen unwegsamen Strassen sieht man zahlreiche Strassensperren, die von Sicherheitsdiensten oder bewaffneten Gruppen errichtet wurden, um Kleinschürfern Lösegeld abzuknöpfen. Die Abgelegenheit und Unzugänglichkeit begünstigen Menschenrechtsverletzungen geradezu, vor allem dort, wo die Autorität des Staates noch nicht vollständig wiederhergestellt ist. Was das Sozialwesen anbelangt, stellt man fest, dass die Infrastruktur im Schul- und Gesundheitsbereich ungenügend ist. Die Regierung initiierte eine gewisse Anzahl von entsprechenden Projekten, die jedoch lange nicht allen Bedürfnissen gerecht werden. Weil das Einkommen nicht reicht, arbeiten Frauen und Kinder unter unzumutbaren Bedingungen in den Minen, um sich wenigstens etwas zu essen kaufen oder die Schulkosten bezahlen zu können. Eine verschmutzte und instabile Umwelt Die Methoden, die beim Abbau der Mineralien angewendet werden, tragen dem Umweltschutz in keiner Weise Rechnung: Für die Goldgewinnung wird Quecksilber verwendet, es werden Stollen gegraben, die tiefer als die im Gesetz festgelegten 30 Meter sind. Die Reinigung der Mineralien verschmutzt die Flüsse, es gibt Bodenerosionen. Fazit: Das Einkommen der Minenarbeiter reicht gerade zum Überleben, die Entwicklung ihrer Region bleibt auf der Strecke. Dies ergab eine Studie, die Cern in Walikale durchgeführt hat. Letzter erschwerender Faktor: Die bewaffneten Gruppen sind noch nicht vollständig entmachtet. Die dadurch bestehende Unsicherheit wirkt sich destabilisierend auf die Wirtschaft aus. Erwähnt sei in diesem Zusammenhang die Plünderung der Installationen des Unternehmens Mining Processing of Congo (MPC) in Bisie in der Region Nord-Kivu. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass es neben den bewaffneten kongolesischen Gruppen auch ausländische bewaffnete Gruppen wie die Demokratischen Kräfte zur Befreiung Ruandas (FDLR) gibt. Vielleicht aus Solidarität mit dem kongolesischen Volk wurden auf der ganzen Welt Initiativen für eine Rückverfolgbarkeit der Mineralien ergriffen, einige davon verbindlich, andere auf freiwilliger Basis. Erstere brachten multinationale Konzerne dazu, einen Boykott der Mineralien aus der DR Kongo vorzutäuschen, die anderen stellen den Willen, die Situation ändern zu wollen, nur ungenügend sicher. Inzwischen wurden weiter Mineralien abgebaut und in die westlichen Länder geliefert Postfach 5621, 3001 Bern,

7 Die Kirche, die einzige noch aufrechtstehende Institution Die Kirche hat die Aufgabe des Wächters. Es geht darum, die Bemühungen der Regierung zu stützen, Verstösse bei der Bewirtschaftung von Bodenschätzen zu melden, insbesondere diejenigen der Bergbauunternehmen, zu informieren und das Gewissen der Gemeinschaften dahingehend zu sensibilisieren, dass diese die Zusammenhänge beim Abbau von Bodenschätzen erkennen. Die Gemeinschaften müssen eine Bürgerkontrolle ausüben, indem sie eine verantwortliche Haltung in Bezug auf die Nutzung dieser Ressourcen sowie gegenüber der Umwelt einnehmen. In diesem Zusammenhang haben die kongolesischen Bischöfe die Cern gegründet, die Bischöfliche Kommission für Bodenschätze. Verbesserung der Situation statt eines Boykotts Zusammenfassend sei gesagt: Die Menschen, denen die Kirche jeden Tag in ihren Kirchgemeinden begegnet, haben nur einen dringenden Wunsch: dass die Ressourcen, über die ihr Land verfügt, zum Wohlbefinden der Bevölkerung und zur Entwicklung des Landes in Frieden und Gerechtigkeit beitragen. Diese Regionen des Kongos zu boykottieren, ist nicht die Lösung. Wir kämpfen dafür, dass die kongolesische Regierung einen internationalen Rechtsrahmen schafft, innerhalb dessen die Unternehmen ganz legal Mineralien für die Hightech-Produkte abbauen können, transparent und gerecht: Ein Rohstoffabbau, der ertragreich ist für die Unternehmen, aber auch für die lokale Bevölkerung. Postfach 5621, 3001 Bern,

8 Mediendossier Dienstag, 9. Sept. 2014, Bern Medienkonferenz Ethik Rating: Wie viel Blut steckt in unseren Smartphones? Die Arbeitsbedingungen in der chinesischen Elektronik-Industrie Pui-Kwan Liang, Projektverantwortliche bei Students and Scholars Against Corporate Misbehaviour (Sacom), Honkong (Es gilt das gesprochene Wort.) Die technologische Innovation hat im vergangenen Jahrzehnt viel Neues gebracht: Smartphones, Tablets, Laptops und anderes. Diese Kommunikationsmittel haben unser Leben verändert. Aber wir wissen, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter nur wenig von der Herstellung dieser Geräte profitieren. Darum überwacht Sacom seit 2005 die Arbeitsbedingungen bei den chinesischen Zulieferfirmen grosser Markenhersteller. In Zusammenarbeit mit und untersuchten wir dieses Jahr die Arbeitssituation in fünf Zulieferbetrieben von Hewlett-Packard, Samsung, Asus und Lenovo. Ziel dabei war, aufzuzeigen, welche Arbeitsbedingungen sich hinter ihren Geräten verbergen. Die Ergebnisse flossen zudem in die Bewertung des neuen Ethik-Rating im Rahmen der Kampagne High Tech No Rights ein. Von Januar bis Juni 2014 reisten Sacom-Forscher in vier Städte in drei Provinzen, um die Arbeitsbedingungen bei fünf verschiedenen Zulieferern von Samsung, Hewlett-Packard, Asus und Lenovo zu begutachten: Samsung Huizhou Co. Ltd., Hanaro TNS Co. Ltd. für Samsung Electronics in Huizhou, Pegatron Suzhou für Asus in Suzhou, Compal Electronics Technology (Kunshan) Co. Ltd. für Hewlett- Packard in Kunshan und LC Future Center Inc. für Lenovo in Hefei. Beijing Suzhou Hefei Kunshan Huizhou Fabrik- Standorte Die besuchten Fabrikstandorte Um Fakten zu sammeln und zu überprüfen, führten unsere Forscher Gespräche mit Arbeiterinnen und Arbeitern. Zudem nahmen sie verdeckte Ermittlungen vor. Wir fanden heraus, dass bei diesen fünf Zulieferern verschiedene Arbeitnehmerrechte verletzt wurden. Ich möchte nun einige Erkenntnisse der diesjährigen Untersuchung vorstellen. Postfach 1015, 3000 Bern 23

9 Lange Arbeitszeiten und niedrige Löhne In allen fünf untersuchten Fabriken wurde die vom chinesischen Arbeitsrecht vorgeschriebene Höchstzahl von 36 Überstunden pro Monat regelmässig weit übertroffen. Bei Pegatron Suzhou zum Beispiel wurden in den Spitzenmonaten Überstunden monatlich geleistet. Die Beschäftigten arbeiteten von 8-22 Uhr und erhielten in den Spitzenproduktionszeiten nur selten einen Tag frei. Sie beschwerten sich auch über Schwierigkeiten bei einer Kündigung, weshalb viele die Firma ohne den gesamten, ihnen zustehenden Lohn verliessen. Schuld an diesen ausserordentlich langen Arbeitszeiten ist, dass sich die Markenkonzerne weigern, Lagerbestände aufzubauen. Stattdessen bestellen sie sehr kurzfristig bei den Zulieferfabriken. So sparen sie Lagerkosten. Gleichzeitig stellten die Zulieferfabriken erst wenn wieder Bestellungen eingingen mehr Mitarbeitende ein, um unnötige Kosten zu sparen. Die Gehaltsstruktur der chinesischen Elektronikindustrie bietet eine zusätzliche Erklärung für dieses Muster, diese Sparpolitik der Fabriken. Ein Gehalt besteht aus dem Grundlohn, der Bezahlung der Überstunden und in manchen Fällen Zulagen. Der Grundlohn entspricht gewöhnlich dem Mindestlohn der Region und reicht für ein menschenwürdiges Leben in der Stadt nicht aus. In Huizhou zum Beispiel, beträgt der Mindestlohn 1130 Yuan (CHF ). Ein Arbeiter muss aber mit durchschnittlichen Monatsausgaben von mindestens 3000 Yuan (CHF ) rechnen. Nur dank der Bezahlung der Überstunden erreichen Arbeitnehmer ein Einkommen, von dem sie leben können. Bei unserer Untersuchung machten wir eine weitere interessante Entdeckung: In der Samsung gehörenden Fabrik in Huizhou fanden wir in den meisten Abteilungen eine bessere Kontrolle der monatlichen Überstunden. Grund: die Fabrik liess auch an den Wochenenden arbeiten. Wir fanden heraus, dass Samsung Huizhou dann aber zusätzliche Beschäftigte ihres lokalen Zulieferers Hanaro TNS - einstellte, die zum normalen Lohn Nachtschicht und Überzeit arbeiteten. Den Neuankömmlingen wurde sogar gesagt, sie sollten sich glücklich schätzen, direkt für Samsung arbeiten zu können, denn [Zitat] die Arbeiter von Hanaro arbeiten sechs Überstunden pro Tag für den gleichen Lohn wie ihr. Das gibt dem Wort Zulieferer eine ganz neue Bedeutung. Es bezeichnet nicht mehr nur Hersteller, die Produkte zuliefern sondern auch die Möglichkeit, zusätzliche Arbeitnehmer zu rekrutieren. Das bietet den Markenkonzernen einen weiteren Vorwand, sich ihrer Verantwortung für Ausbeutung zu entziehen. Viele Leiharbeitnehmende In Firmen in anderen Regionen von China unterzeichneten Leiharbeiter Verträge mit Arbeitsvermittlungsagenturen und wurden in ein anderes Unternehmen entsandt. Die Fabriken hatten so gesetzlich gesehen fast keine Beziehung zu den Arbeitern. So konnten sie ihrer Verantwortung im Hinblick auf den Arbeitsvertrag zu Sozialabgaben und Arbeitsunfällen, entgehen. Nach chinesischem Gesetz sollen Leiharbeiter Temporär-, Hilfs- oder Ersatzarbeitsstellen besetzen. Darum darf ihr Anteil nicht mehr als zehn Prozent der Belegschaft betragen. 1 Bei Pegatron Suzhou waren jedoch 90 Prozent der gesamten Belegschaft Leiharbeiter. So spart die Firma: Reguläre Angestellte hatten Anspruch auf einen Bonus für langjährige Beschäftigung, Leiharbeiter hingegen nicht. Sie wurden zudem für die gleiche Arbeit meist schlechter bezahlt und erhielten auch sonst nicht dieselben Leistungen wie die regulären Arbeiter. 1 Übergangsbestimmungen zur Entsendung von Leiharbeitern (März 2014). Für den Umgang mit Leiharbeitern erhalten die Firmen eine zweijährige Übergangsfrist. Postfach 5621, 3001 Bern,

10 Hanaro TNS war ebenfalls ein bemerkenswertes Beispiel: Ein Drittel der Belegschaft bestand aus Leiharbeitern. Sie arbeiteten in einem dreimonatigen Turnus jede Arbeitergruppe blieb nur drei Monate lang in der Fabrik. Die fünf Fabriken profitierten absichtlich vom Einsatz der Leiharbeitnehmenden. Studierende als Arbeitnehmende Neben den Leiharbeitern wurden in den Elektronik-Fabriken auch Studierende eingestellt, als Praktikanten getarnt. Bei LCFC traf ein Sacom-Forscher auf eine Gruppe Studierender. Sie studierten Automobiltechnik. Sie wurden aber in die Elektronik-Fabrik gesandt, weil laut Auskunft ihrer Schule die Automobilfabriken zu weit weg waren. Die Studierenden waren zwischen 16 und 18 Jahre als. Damit hätten sie auch in China sie Anrecht auf Minderjährigenschutz, wie keine Nachtarbeit und Überzeit. Doch ihre Arbeitszeiten unterschieden sich nicht von denjenigen der anderen Arbeitnehmer. Fehlender Vertragsschutz Ein weiteres Problem der Elektronikindustrie in China sind die Arbeitsverträge. Die Fabriken verletzen das Gesetz zum Schutz der Arbeitnehmerrechte und stellen den Mitarbeitenden keinen richtigen Arbeitsvertrag aus. Oft werden die Interessenten gezwungen, einen leeren Vertrag zu unterzeichnen. Bei Compal erhielten die Leiharbeiter ihren Arbeitsvertrag nach der Unterzeichnung nicht zurück. Noch schlimmer: Bei Pegatron Suzhou stimmte der Arbeitsort auf dem mit den Arbeitsvermittlungsagenturen unterzeichneten Vertrag nicht mit dem tatsächlichen Arbeitsort überein. Die Arbeitsvermittlungsagenturen waren berechtigt, den Standort zu ändern. Bewertungssystem beruht auf Beziehungen harscher Führungsstil Viel Druck auf die Arbeitnehmer der Fabriken bringen die beobachteten Bewertungssysteme. Die Firmen teilten die Angestellten in Kategorien ein, die sich direkt auf ihr Grundeinkommen auswirkten. Zahlreiche Beschäftigte erklärten, wer gute Bewertungen und gute Chancen auf Überstunden haben wolle, müsse die Beziehungen zu den Vorgesetzten pflegen. Das aber macht es schwer, unzumutbare Produktionsvorgaben abzulehnen. Pegatron und Hanaro TNS hatten sogar ein Bussensystem zur Erfassung von Fehlverhalten der Arbeitnehmer. Pegatron büsste z. B. Arbeitnehmer mit 200 Yuan (CHF 29.79), weil sie ihren Arbeitsplatz verlassen hatten, ohne um Erlaubnis zu bitten. Die Arbeitnehmer beschrieben die Leitung als unmenschlich, einzig die Produktivität zähle. Erfüllten Beschäftigte die Produktionsvorgaben nicht, wurden sie bei Versammlungen öffentlich ausgeschimpft. Unklare Zahlung der Sozialabgaben Die Sozialabgaben stellen in der chinesischen Elektronikindustrie ebenfalls ein grosses Problem dar. Die Arbeitsgesetzgebung Chinas verlangt, dass die Arbeitgeber ihre Beschäftigten ab dem ersten Arbeitstag bei der Sozialversicherung anmelden. Die untersuchten Fabriken verfolgten jedoch verschiedene Strategien, um diese Zahlungen zu vermeiden. So meldete LCFC neue Leiharbeiter solange nicht an, bis sie sechs Monate später zu regulären Arbeitern wurden; Pegatron Suzhou bezog von den Leiharbeitern monatlich 80 Yuan (CHF 11.91), doch die Arbeiter erhielten weder einen Sozialversicherungsausweis noch andere einschlägige Dokumente. Im Gespräch äusserten sie die Befürchtung, möglicherweise habe jemand das Geld in die eigene Tasche gesteckt. Postfach 5621, 3001 Bern,

11 Risikoreiche Arbeitsplätze und fehlende Information zu Sicherheit und Gesundheitsschutz Die Mitarbeitenden der fünf untersuchten Zulieferer wurden vor der Arbeitsaufnahme und am Arbeitsplatz nicht angemessen in Sicherheitsbelangen geschult. Die Fabriken benutzten Schulungsvideos, betonten aber nicht, wie wichtig das Kennen der Arbeits- und Brandsicherheitsmassnahmen sei. Pegatron bot neuen Angestellten bloss vier Stunden Schulung vor der Arbeitsaufnahme, weitere Antworten wurden erst während des Bewertungstests vermittelt. Die persönliche Schutzausrüstung umfasst grösstenteils einer staubfreie Arbeitsuniform, Einweg- Gesichtsschutz und antistatische Kleidung. Die Arbeiter beschwerten sich, diese dienten dem Schutz der Produkte und nicht ihnen. Sie hingegen riskierten am Arbeitsplatz Gehörschäden, Atemwegserkrankungen und andere mögliche Verletzungen und Berufskrankheiten. Die fünf Fabriken stellten den Arbeitern ausserdem keine detaillierten Informationen zur Arbeitssicherheit zur Verfügung. Wir fanden heraus, dass einige Fabriken zwar Arbeiter, die hohen Risiken ausgesetzt waren, jährlich zu einem Arztbesuch schickten. Doch sie weigerten sich, die Ergebnisse der Untersuchungen den Arbeitern mitzuteilen. Die Arbeiter haben aber das Recht, die Ergebnisse ihrer gesundheitlichen Untersuchungen zu erfahren. Bei LC Future Center Inc. entdeckte ein Sacom-Forscher ein unbekanntes Lösungsmittel in der Produktion. Der Vorgesetzte behauptete, es sei Alkohol, aber es verdunstete schneller als Alkohol und roch anders. Allgemein zählt die Elektronikindustrie zu den Branchen, in denen das Risiko einer Chemikalienvergiftung hoch ist. Die Fabriken sind dafür verantwortlich, den Arbeitern umfassende Informationen über verwendete Chemikalien zu vermitteln und sie mit angemessenem Wissen und Schutzausrüstung auszustatten. Die Arbeiter in den fünf untersuchten Fabriken waren Angestellte in unteren Positionen. Um sie und ihre Rechte besser zu schützen, sollten sie durch Gewerkschaften vertreten werden. Doch in den untersuchten Fabriken waren die Gewerkschaften entweder wirkungslos oder nicht vorhanden. Der Gewerkschaftsausschuss bei Compal zum Beispiel war von der Fabrikführung eingesetzt. Im Gespräch erzählten uns die Arbeiter, sie wüssten nichts über die Existenz von Gewerkschaften in ihren Fabriken. Zusammenfassung Die bekannten Konzerne betonen ihr Engagement in der Unternehmensverantwortung. Doch die Fakten zeigen, dass ihre internen Prüfsysteme versagten. Die Arbeiterinnen und Arbeiter bei Pegatron berichteten, alle drei Monate kämen Prüfer in ihre Fabrik, doch nicht mit ihnen würden sie nicht sprechen. Und selbst wenn sie die Möglichkeit hätten, zögerten sie aufgrund des erwähnten Führungsstils und den Bewertungssystemen, den Prüfern die Wahrheit zu erzählen. Sacom unterstreicht, wie entscheidend es für die Marken ist, sicherzustellen, dass ihre Produkte an sicheren, menschenwürdigen Arbeitsplätzen hergestellt werden. Sie sollten ihre gegenwärtige Politik der geringen Lagerbestände überprüfen und unabhängige Nichtregierungsorganisationen und die Öffentlichkeit einladen, bei der Überwachung der Produktionspraxis ihrer Zulieferer mitzuhelfen. Ausserdem sollten die Marken ihre Zulieferer ermutigen, das Recht der Arbeitnehmer auf eine umfassende, direktdemokratische Beteiligung von Gewerkschaften auf Firmenebene einzuhalten. Erst so kann ein nachhaltiger und gesunder Kommunikationskanal zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern aufgebaut werden. Wir rufen auch die Konsumentinnen und Konsumenten auf, die Marken aufzufordern, der Öffentlichkeit detaillierte Zuliefererlisten, Auditberichte und Chemikalienlisten vorzulegen. Die Konsumentinnen und Konsumenten haben das Recht, genau zu erfahren, wo und wie ihre Produkte hergestellt wurden. Postfach 5621, 3001 Bern,

12 Mediendossier Dienstag, 9. Sept. 2014, Bern Medienkonferenz Ethik Rating: Wie viel Blut steckt in unseren Smartphones? Bis zum fair hergestellten Smartphone ist es noch weit Neues Ethik-Rating zeigt Fortschritte Daniela Renaud, Projektverantwortliche High Tech No Rights?, und. (Es gilt das gesprochene Wort) «Gibt es Handy, Tablets, Smartphones, Computer, an denen kein Blut klebt?». Diese provokative Frage stellen und. Um eine Antwort zu finden, haben die beiden Entwicklungsorganisationen im Sommer 2014 die zehn Marken untersucht, welche in der Schweiz den grössten Marktanteil bei Computern und Smartphones haben. Das Resultat: Auf gutem Weg sind die Konzerne HP und Nokia. Die Noten Mittelmässig erhalten Apple und Dell, und Ungenügend Acer, Lenovo, Samsung, Sony. Inakzeptabel sind die Produktions- und Arbeitsbedingungen von Asus, HTC. Darum lautet die Antwort auf meine provokative Frage «Gibt es Handy, Tablets, Smartphones, Computer, an denen kein Blut klebt?» Nein. Noch nicht. Aber es gibt immer mehr Verbesserungen und wir Sie und ich können dazu beitragen. Hilfe für Private und die öffentliche Hand Privatperson finden im Rating von und die Grundlagen und Fakten für einen bewussten Kauf. Diese Nachfrage hat auch Gewicht, allein für neue Smartphones geben Private der Schweiz jährlich rund 925 Millionen Franken aus. Aber unser Ethik-Rating hilft auch den öffentlichen Beschaffern. Bund, Kantonen, Gemeinden und natürlich auch grossen Unternehmen können beim nächsten Einkauf diejenigen Hersteller wählen, denen soziale und ökologische Verbesserungen ein Anliegen sind. Auch da geht es um bedeutende Beträge: Allein die Eidgenössische Verwaltung gab 2012 rund 770 Millionen Franken für elektronische Geräte aus. Hintergrund des Ratings Kaum jemand weiss, unter welchen Bedingungen Elektronik-Geräten hergestellt werden oder woher die verarbeiten Rohstoffe stammen. Von den älteren Geräten bis zu den neusten Modellen wie iphone6 oder Samsung Galaxy Alpha: Hunderttausenden von Arbeiterinnen und Arbeitern stehen dafür in China bis zu 14 Stunden am Tag am Fliessband. Und in Afrikas Minen bauen Männer unter unwürdigen Bedingungen und ohne Schutzeinrichtungen unter Tag Erze ab. Und beide Male reicht ihr Lohn nicht zu Leben. Das neue Ethik-Rating von und rückt diese Fragen ins Zentrum. Wir haben genau hingeschaut und Informationen. ausgewertet. Bischof Fridolin und Kwan Liang haben ihnen auch bereits von ihren Erfahrungen erzählt. Resultate des Ethik-Ratings Wir stellen fest: Seit unserer letzten Untersuchung im Jahre 2008 zu diesen Fragen haben die Firmen einiges verbessert. Uns fällt aber auf: dem Umweltschutz wurde dabei mehr Beachtung geschenkt als den Arbeitsbedingungen der Beschäftigten. Besonders beim Gesundheitsschutz und den zentralen Fragen der existenzsichernden Löhne und der Arbeitsrechte bleibt noch viel zu tun. Postfach 1015, 3000 Bern 23

13 Gesundheit der Beschäftigten: Problematisch bleibt die Verwendung von giftigen Stoffen in der Produktion. Noch immer werden Chemikalien verwendet, die in Europa längst verboten sind. All das hat fatale Folgen für die Beschäftigten wie die Umwelt. Einzig Nokia fällt beim Gesundheitsschutz positiv auf. Immerhin: Apple fordert seit August 2014von seinen direkten Zulieferern, keine Benzene und n-hexane mehr zu verwenden. Umweltschutz: Da haben viele der Unternehmen bedeutende Fortschritte gemacht, besonders bei der Reduktion der CO 2 - Emissionen. Arbeitsrechte: Hier erreicht einzig HP ein akzeptables Niveau. Der Konzern hat unabhängige arbeitsrechtliche Ausbildungsprogramme für Angestellte eingeführt und peilt Existenzlöhnen für alle Beschäftigten an. HP arbeitet in vielen Fragen auch mit Gewerkschaften und unabhängigen Nichtregierungsorganisationen zusammen. Erschwerend wirkt allgemein, dass die Produktion von Elektronik-Geräten in einer langen Lieferkette erfolgt. Doch die Einhaltung von Arbeitsrechten durch die Zulieferbetriebe hat sich bei der Untersuchung als absolut ungenügend erwiesen. Mehr als die Hälfte der bewerteten Konzerne begnügt sich dennoch mit einem Verhaltenscodex. Grundsätzlich fehlen bei allen Firmen eine klare Strategie und glaubhafte Massnahmen, um die Stellung der Beschäftigten zu stärken und deren Mitbestimmung bei Arbeitsfragen über unabhängige Gewerkschaften zu verbessern. Konfliktrohstoffe: Viele der benötigten Rohstoffe werden in Regionen gefördert, wo Konflikte oder Krieg herrscht und gewalttätige Gruppen sich aus dem Abbau und Handel mit Rohstoffen finanzieren. Alle Firmen anerkennen diese Problematik der Konfliktrohstoffe und haben erste Massnahmen eingeleitet. In der Regel geben sie jedoch die Verantwortung an ihre Zulieferer ab. Asus und HTC stehen hinter einem Boykott der Demokratischen Republik Kongo. Das kann aber nicht die Lösung sein. Apple zeigt einen machbaren Weg und bezieht den Konfliktrohstoff Tantal ausschliesslich aus zertifizierten Quellen. Apple, HP und Nokia unterstützen auch breit abgestützte Initiativen, um keine Konfliktrohstoffe mehr zu verwenden. Fazit: Noch viel Handlungsbedarf Im Bereich Umweltschutz wird recht offen informiert und hat sich vieles verbessert. Völlig unbefriedigend bleibt das Engagement der Konzerne bezüglich der Arbeitsrechte in den Fabriken ihrer Zulieferer. Zwar setzen sie von oben Arbeits- und Umweltstandards fest. Überprüft wird die Einhaltung dieser Kodizes aber nur über mehr oder weniger glaubhafte Audits. Doch die Arbeitsbedingungen der Menschen, die unsere Smartphones und Computer herstellen, müssen nachhaltige verbessert werden. Auch ihre Rechte müssen besser geschützt werden: Darum fordern wir von den Konzernen: die Selbstorganisation aller Angestellten entlang der ganzen Lieferketten gezielt zu unterstützen. Zielführend ist, dabei mit unabhängigen Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen zusammenzuarbeiten; ihre Marktmacht dazu nutzen, bei ihren Zulieferern bei den Arbeitsbedingungen und Umweltschutz Verbesserungen durchzusetzen; Existenzlöhne für die Beschäftigten bei allen Zulieferern einfordern - und dieses Ziel in ihrer Einkaufspolitik (z. B. bei den Preisverhandlungen) berücksichtigen. Diese Forderungen richten wir an die Konzerne. Doch ebenso wirkt die tägliche Nachfrage nach möglichst fair hergestellten Geräten. Unser Konsum hat einen Einfluss. Nutzen wir ihn. Postfach 5621, 3001 Bern,

14 Mediendossier Dienstag, 9. Sept. 2014, Bern Medienkonferenz Ethik Rating: Wie viel Blut steckt in unseren Smartphones? Ethik-Rating hilft den Privaten und der öffentlichen Hand Prisca Birrer-Heimo, Präsidentin der Stiftung für Konsumentenschutz SKS, Nationalrätin (Es gilt das gesprochene Wort.) Ende August hat die Stiftung für Konsumentenschutz mit Erfolg das vierte Repair-Café organisiert. Der grosse Andrang von Besucherinnen und Besucher es waren weit über 100 zeigt, dass immer mehr Menschen dem Ressourcenverschleiss Einhalt gebieten und ihre Geräte, so auch Elektrogeräte oder Handys, reparieren statt wegwerfen wollen. Das ist dringend nötig! Damit auch künftige Generationen ihre Bedürfnisse befriedigen können, braucht es Nachhaltigkeit in der Produktion und im Konsum. Aber es geht nicht nur um die ökologischen Aspekte der Nachhaltigkeit, sondern auch um die sozialen Aspekte. Während der Energie- und Ressourcenverbrauch sowie die Entsorgung des Abfalls vermehrt ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gelangen und Projekte wie Grüne Wirtschaft lanciert werden, sind die Arbeitsbedingungen und Menschenrechte in den Herstellungsländern noch viel zu wenig in unser Blickfeld gerückt. Hier stehen die Unternehmen in der Pflicht, umfassende soziale und ökologische Standards für die Herstellung und den Vertrieb ihrer Produkte zu garantieren und die Einhaltung regelmässig zu überprüfen. Auch den Konsumentinnen und Konsumenten stehen Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung, um in ihrem Alltag zur Nachhaltigkeit beizutragen. Dazu benötigen sie jedoch Transparenz und Informationen, um ihren Kaufentscheid bewusst fällen zu können. Ratings oder auch Labels sind wichtige Hilfsmittel. Inzwischen finden sich solche für verschiedene Bereiche, so bei Lebensmitteln, Kleidern und nun ansatzweise auch bei Elektronik, wie jetzt mit dem ersten Ethik-Rating von und vorliegt. Aber um die Situation der Menschen und der Umwelt in den Produktionsländern wirksam und dauerhaft zu verbessern, braucht es noch sehr viel Engagement, auch in der Schweiz. Dabei spielt die öffentliche Hand eine wichtige Rolle: Mit ihren Einkäufen übt sie eine bedeutende Nachfragemacht aus. Darum ist sie verpflichtet, im öffentlichen Beschaffungswesen ihre grosse gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen. Sie muss die soziale, ökologische und wirtschaftliche Nachhaltigkeit bei ihren Einkäufen auf allen Staatsebenen, von der Gemeinde bis zum Bund (und bei den Bundesbetrieben), stärken. Es sollen weder aktiv noch passiv Menschenrechtsverletzungen in der Produktion der Beschaffungsgüter zugelassen werden. Es braucht in den Ausschreibungen und Auswahlverfahren der öffentlichen Hand die Berücksichtigung aller drei Dimensionen der Nachhaltigkeit (sozial, ökologisch, wirtschaftlich). Die Stiftung für Konsumentenschutz fordert wie und vom Gesetzgeber, verbindliche Vorgaben zu kontrollieren auch bei einer Leistungserbringung im Ausland. Die Vernehmlassung wird voraussichtlich im Dezember dieses Jahres eröffnet. Im Gesetz muss verankert werden, dass beim Kauf von Gütern und Dienstleistungen nicht nur der Preis, sondern auch ökologische und soziale Kriterien bewertet und kontrolliert werden. Das verbessert die Lage für die Beschäftigten nicht nur in den Computer- und Smartphone-Fabriken. Es bringt auch Rechtssicherheit, wenn klare Kriterien für alle Einkäufe gelten. Forderungen Alle Marktteilnehmer in der Schweiz sollen ihren Beitrag leisten, damit sich in der weltweiten Elektronikindustrie etwas ändert. Postfach 1015, 3000 Bern 23

15 Die Markenfirmen und alle Hersteller werden verpflichtet, die sozialen und ökologischen Produktionsbedingungen bei sich und ihren Zulieferfirmen transparent zu machen. Der Gesetzgeber legt umfassende Kriterien für die öffentliche Beschaffung fest und fordert Transparenz und Informationen in allen Bereichen. Die öffentliche Hand nimmt ihre Macht als Auftraggeber verantwortungsvoll wahr und setzt die Rahmenbedingungen für innovative Unternehmen. Der Konsument und die Konsumentin haben die Informationen zur Verfügung, um sich bewusst für fairen Konsum zu entscheiden. Postfach 5621, 3001 Bern,

16 Mediendossier Dienstag, 9. Sept. 2014, Bern Medienkonferenz Ethik Rating: Wie viel Blut steckt in unseren Smartphones? Die Referentin und die Referenten Prisca Birrer-Heimo, Nationalrätin und Präsidentin der Stiftung für Konsumentenschutz: Prisca Birrer-Heimo ist Wirtschaftsingenieurin. Die SP-Politikerin gehört seit 2010 dem Nationalrat an und hat sich auf Wirtschaftsthemen, vor allem Finanz- und Steuerfragen, spezialisiert. Als Präsidentin der Stiftung für Konsumentenschutz setzt sie sich für eine konsumentenfreundliche (Wirtschafts-)Politik, nachhaltiges und Ressourcen schonendes Wirtschaften ein. Bischof Fridolin Ambongo Besungu, Präsident Cern, DR Kongo: Bischof Fridolin Ambongo Besungu ist Bruder des Kapuzinerordens. Er ist seit 2005 Bischof von Bokungu-Ikela in der Provinz Equateur. Der 54-Jährige leitet zwei bischöflichen Kommissionen, die Kommission Justice et Paix und die Bischofskommission für natürliche Ressourcen Cern. Deren Aufgabe besteht darin, die Bischofskonferenz mit den nötigen Informationen zu versorgen, damit sich diese für einen sorgfältigen Umgang mit den Bodenschätzen einsetzen kann. Pui-Kwan Liang, Projektverantwortliche Students and Scholars Against Corporate Misbehaviour (Sacom), Hongkong: Pui-Kwan Liang hat Kulturwissenschaften studiert. Heute arbeitet sie als Projektverantwortliche für die in Hongkong ansässige Organisation Sacom. Dabei hat sie sich auf Arbeitsrechte und Arbeitsbedingungen in der Elektronikindustrie spezialisiert. Als weiteres wichtiges Ziel strebt die Organisation auch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen über die ganze weltweite Produktionskette an. Daniela Renaud, Kampagnenleiterin High Tech No Rights?, /: Daniela Renaud arbeitet seit 2012 bei und und ist für die Kampagne «High Tech No Rights» verantwortlich. Die frühere Fernsehjournalistin setzt damit den 2007 mit einer ersten Studie begonnen Einsatz von und Brot für alle für bessere Arbeitsbedingungen über die ganze Lieferkette in der Computer- und Handyindustrie fort. Beat Dietschy, Zentralsekretär : Beat Dietschy ist seit 2007 Zentralsekretär von. Nach Tätigkeiten als Redaktor und Journalist war er von 1993 bis 2003 bei der Arbeitsstelle für Ökumene, Mission und Entwicklungszusammenarbeit in St. Gallen tätig, anschliessend als Leiter Information und Bildung bei. Zu den Fachgebieten des Theologen und promovierten Philosophen gehören Fragen der Globalisierung, Weltwirtschaft und der Befreiungstheologie. Postfach 1015, 3000 Bern 23

17 Kurzpräsentation der Werke Dienstag, 9. Sept. 2014, Bern Medienkonferenz Ethik Rating: Wie viel Blut steckt in unseren Smartphones? ist das Hilfswerk der Katholikinnen und Katholiken in der Schweiz. Wir setzen uns im Norden wie im Süden für eine gerechte Welt ein, in der die Menschen nicht unter Hunger und Armut leiden, sondern ein würdiges Leben führen können. Unsere Partner sind Organisationen in 14 Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika. Nebst dem Engagement vor Ort setzen wir uns in der Schweiz und weltweit für gerechte Strukturen etwa bei Handels- und Wirtschaftsabkommen ein. ist die Entwicklungsorganisation der Evangelischen Kirchen der Schweiz. Wir bewegen Menschen im Norden zu einer bescheidenen Lebensweise und engagieren uns entwicklungspolitisch für das Recht auf Nahrung und eine gerechte Wirtschaft. Im Süden unterstützen wir Menschen, sich aus Not und Hunger zu befreien und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Gemeinsam mit Partnern vor Ort zeigen wir Missstände auf und setzen uns für die Rechte der Betroffenen ein. Postfach 1015, 3000 Bern 23

Mediendossier: Wie viel Blut steckt in unseren Smartphones? Ethik-Rating von Fastenopfer und Brot für alle

Mediendossier: Wie viel Blut steckt in unseren Smartphones? Ethik-Rating von Fastenopfer und Brot für alle Mediendossier: Wie viel Blut steckt in unseren Smartphones? Ethik-Rating von und Medienkonferenz Dienstag 9. September 2014 Inhaltsverzeichnis Dienstag, 9. Sept. 2014, Bern Medienkonferenz Ethik Rating:

Mehr

Geschäfte mit Rebellen? So antworten Handy-Hersteller

Geschäfte mit Rebellen? So antworten Handy-Hersteller Geschäfte mit Rebellen? So antworten Handy-Hersteller Im Rahmen seiner Kampagne gegen Blutige Handys hat missio führende Mobilfunkhersteller befragt, wie sie sich für den Einsatz konfliktfreier Rohstoffe

Mehr

der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei

der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei einer um am sind noch wie einem über einen so zum war haben nur oder

Mehr

Projektwoche vom 31. März 4. April 2014

Projektwoche vom 31. März 4. April 2014 Projektwoche vom 31. März 4. April 2014 für Klassenstufe: 4. 6. Titel: FAIRNETZEN@FAIRHANDELN Leiterin: Frau Tsogo-Onana Globales Lernen Ausflüge Streng geheim! Botschaften sicher verschlüsseln Eine Welt

Mehr

Compliance. Grundsätze guter Unternehmensführung der Servicegesellschaft mbh für Mitglieder der IG Metall

Compliance. Grundsätze guter Unternehmensführung der Servicegesellschaft mbh für Mitglieder der IG Metall Compliance Grundsätze guter Unternehmensführung der Servicegesellschaft mbh für Mitglieder der IG Metall Inhaltsverzeichnis WAS BEDEUTET COMPLIANCE FÜR UNS? 2 UNSERE UNTERNEHMENSSTRATEGIE 2 WERTE UND PERSÖNLICHE

Mehr

Was tun mit meinem Handy?

Was tun mit meinem Handy? Was tun mit meinem Handy? Fakten rund ums Handy 4 Milliarden Menschen sind im Besitz eines Handys! Mehr als 70 Mio. Mobiltelefone liegen unbenutzt in deutschen Schubladen! 70 Prozent der weltweit ausgedienten,

Mehr

Verhaltenskodex 16.12.2014

Verhaltenskodex 16.12.2014 Verhaltenskodex 16.12.2014 Verhaltenskodex Für die Bereiche Umweltschutz, Menschenrechte, Diskriminierung, Kinderarbeit, Korruption usw. gelten laut internationalen Organisationen wie der UN und der OECD

Mehr

Fastenopfer. Vom Überleben zum Leben

Fastenopfer. Vom Überleben zum Leben Fastenopfer Vom Überleben zum Leben Im Süden: 350 Projekte in 16 Ländern Fastenopfer unterstützt benachteiligte Menschen, die ihre Zukunft selber in die Hand nehmen: Hilfe zur Selbsthilfe! Die Erfahrung

Mehr

(Hinter-) Gründe Faire Produktion im Fokus. Koordinatorin der Kampagne fair flowers Mit Blumen für Menschenrechte

(Hinter-) Gründe Faire Produktion im Fokus. Koordinatorin der Kampagne fair flowers Mit Blumen für Menschenrechte (Hinter-) Gründe Faire Produktion im Fokus Steffi Neumann, Vamos e.v. Münster Koordinatorin der Kampagne fair flowers Mit Blumen für Menschenrechte Inhalt 1. Warum öko-faire Beschaffung? 2. Arbeits- und

Mehr

Verhaltenskodex der SIMACEK Facility Management Group

Verhaltenskodex der SIMACEK Facility Management Group Verhaltenskodex der SIMACEK Facility Management Group Die barrierefreie Fassung Die barrierefreie Fassung des Verhaltenskodex wurde nach dem capito Qualitäts-Standard in erstellt. Der capito Qualitäts-Standard

Mehr

Dr. Michel Fahrbach Leiter Nachhaltigkeit Glencore

Dr. Michel Fahrbach Leiter Nachhaltigkeit Glencore Dr. Michel Fahrbach Leiter Nachhaltigkeit Glencore Glencore heute ein einzigartiges Geschäftsmodell Starke Präsenz in der gesamten Wertschöpfungskette Traditioneller Bergbau Händler Exploration Exploration

Mehr

Social Supply Chain Management

Social Supply Chain Management Social Supply Chain Management Wettbewerbsvorteile durch Social Supply Chain Management aus ressourcenorientierter Sicht (Johannes Nußbaum) Abstract Der Druck, soziale Auswirkungen entlang der Supply Chain

Mehr

Generalstaatsanwaltschaft Berlin

Generalstaatsanwaltschaft Berlin Generalstaatsanwaltschaft Berlin Elßholzstr. 30-33 10781 Berlin-Schöneberg Dienstag, 27. März 2012 Dieses Dokument enthält 7 Seiten in online Version! Betreff: Öffentliche Anklage gegen Deutsche Bank Privat-

Mehr

Wir sind die Partei DIE LINKE. Das wollen wir mit unserer politischen Arbeit. geschrieben in Leichter Sprache

Wir sind die Partei DIE LINKE. Das wollen wir mit unserer politischen Arbeit. geschrieben in Leichter Sprache Wir sind die Partei DIE LINKE Das wollen wir mit unserer politischen Arbeit geschrieben in Leichter Sprache 1 Herausgeber: Bundes-Geschäfts-Führung von der Partei DIE LINKE Kleine Alexanderstraße 28 10178

Mehr

Handy-Recycling. Teure Bestandteile, die zu schade für den Hausmüll sind.

Handy-Recycling. Teure Bestandteile, die zu schade für den Hausmüll sind. 1 Klein aber oho! In alten Handys steckt viel drin: Kohlenstoffverbindungen, Edelmetalle wie Gold und Silber, Metalle wie Kupfer und das Erz Coltan. Teure Bestandteile, die zu schade für den Hausmüll sind.

Mehr

Gemeinsam können die Länder der EU mehr erreichen

Gemeinsam können die Länder der EU mehr erreichen Gemeinsam können die Länder der EU mehr erreichen Die EU und die einzelnen Mitglieds-Staaten bezahlen viel für die Unterstützung von ärmeren Ländern. Sie bezahlen mehr als die Hälfte des Geldes, das alle

Mehr

Von Menschen für Menschen in Schleswig-

Von Menschen für Menschen in Schleswig- Von Menschen für Menschen in Schleswig- Holstein Strategiepapier 2020 der Landes-Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände Schleswig-Holstein e.v. Visionen und Ziele Wir haben Überzeugungen! Wir

Mehr

Verhaltenskodex. Verhaltenskodex. SIGNUM Consulting GmbH

Verhaltenskodex. Verhaltenskodex. SIGNUM Consulting GmbH Verhaltenskodex Einleitung Die hat einen Verhaltenskodex erarbeitet, dessen Akzeptanz und Einhaltung für alle Mitarbeiter als Voraussetzung zur Zusammenarbeit gültig und bindend ist. Dieser Verhaltenskodex

Mehr

1. Einführung Fairtrade. 2. Planspiel KiK. 3. Faire Kleidung

1. Einführung Fairtrade. 2. Planspiel KiK. 3. Faire Kleidung 1. Einführung Fairtrade Die erste Einheit diente dazu, allgemein in das Thema einzuführen, die Teilnehmenden dafür zu öffnen und ein Verständnis für die Strukturen des Welthandels zu ermöglichen. 1. Plenum:

Mehr

Investieren Sie in Zukunft!

Investieren Sie in Zukunft! Investieren Sie in Zukunft! Der Strom kommt aus der Steckdose. Tee und Kaffee fürs Büro werden im Supermarkt um die Ecke gekauft. Und der Büroversand liefert seit Jahren das gleiche Kopierpapier. Aber:

Mehr

www.geld-ist-genug-da.eu

www.geld-ist-genug-da.eu www.geld-ist-genug-da.eu - Geld ist genug da. Zeit für Steuergerechtigkeit Wir wollen ein Europa, in dem jeder Mensch Arbeit findet und davon in Würde leben kann. Wir wollen ein Europa, in dem erwerbslose,

Mehr

Die Handy-Aktion fragen.durchblicken.handeln

Die Handy-Aktion fragen.durchblicken.handeln Die Handy-Aktion fragen.durchblicken.handeln Das Leben eines Handys Rohstoffgewinnung Herstellung Nutzung Entsorgung Was steckt in (d)einem Handy? 8-15 % Silizium 4-9 % Aluminium 4,0% Kobalt 3,0% Eisen

Mehr

EIN GEMEINSAMES ENGAGEMENT FÜR FAIRE ARBEITSBEDINGUNGEN IN DER BEKLEIDUNGSPRODUKTION

EIN GEMEINSAMES ENGAGEMENT FÜR FAIRE ARBEITSBEDINGUNGEN IN DER BEKLEIDUNGSPRODUKTION Seit 2013 Mitglied von EIN GEMEINSAMES ENGAGEMENT FÜR FAIRE ARBEITSBEDINGUNGEN IN DER BEKLEIDUNGSPRODUKTION " Zebra Fashion ist sich seiner sozialen Verantwortung bei der weltweiten Beschaffung seiner

Mehr

Breakfast Meeting Weiterentwicklung der europäischen CSR-Politik

Breakfast Meeting Weiterentwicklung der europäischen CSR-Politik Breakfast Meeting Weiterentwicklung der europäischen CSR-Politik Mittwoch, 22.04.2015 um 9:15 Uhr Vertretung des Freistaats Bayern bei der Europäischen Union, Konferenzraum Rue Wiertz 77, 1000 Brüssel

Mehr

1. Was sind Arbeitsrechte?!

1. Was sind Arbeitsrechte?! Workshop 2 Arbeitsrechte Risiken in der Lieferkette 29. Oktober 2013 Doppelte Dividende, Frankfurt am Main Lisa Häuser, Senior Analyst, oekom research Struktur: 1. Was sind Arbeitsrechte? 2. Globale Lieferketten

Mehr

Handy Segen oder Fluch? Aktiv für mehr Gerechtigkeit!

Handy Segen oder Fluch? Aktiv für mehr Gerechtigkeit! Aktiv für mehr Gerechtigkeit! Das Leben eines Handys Rohstoffgewinnung Herstellung Nutzung Entsorgung Was steckt in (d)einem Handy? 8-15 % Silizium 4-9 % Aluminium 4,0% Kobalt 3,0% Eisen 34% Glas und Keramik

Mehr

Information für Lieferanten der BOLL & KIRCH Filterbau GmbH

Information für Lieferanten der BOLL & KIRCH Filterbau GmbH Information für Lieferanten der BOLL & KIRCH Filterbau GmbH RICHTLINIE ZUR NACHHALTIGKEIT - 1 - Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit ist ein langfristiger strategischer Erfolgsfaktor, nicht nur für die BOLL &

Mehr

weltverträglich kommunizieren

weltverträglich kommunizieren Ausstellung zum Thema Green IT Die Ausstellung informiert über Green IT bezogen auf Computer, Fernseher und Handy. Dabei geht es um die Herstellung, Nutzung und Entsorgung und wie man diese ressourcenschonend,

Mehr

II. Verpflichtung zu sozial verantwortlichem Wirtschaften

II. Verpflichtung zu sozial verantwortlichem Wirtschaften Umsetzungsbedingungen für in den BSCI- Überwachungsprozess einzubeziehende Geschäftspartner (Produzenten) 1 I. Einführung Zum Zwecke dieses Dokuments bezeichnet Produzent den Geschäftspartner in der Lieferkette

Mehr

UN Global Compact. Communication on Progress (CoP) 15.06.2013 15.06.2014. Unterstützungserklärung und Fortschrittsbericht

UN Global Compact. Communication on Progress (CoP) 15.06.2013 15.06.2014. Unterstützungserklärung und Fortschrittsbericht UN Global Compact Communication on Progress (CoP) 15.06.2013 15.06.2014 Unterstützungserklärung und Fortschrittsbericht Georg A. Steinmann Lederwarenfabrik GmbH & Co. KG Am Waldrand 29 90455 Nürnberg Telelon

Mehr

Damit Würde Wirklichkeit wird

Damit Würde Wirklichkeit wird Evangelisch-lutherisches Missionswerk in Niedersachsen Stiftung privaten Rechts Georg-Haccius-Straße 9 29320 Hermannsburg Postfach 1109 29314 Hermannsburg Damit Würde Wirklichkeit wird Grundsätze der Entwicklungsarbeit

Mehr

Menschen- und Arbeitsrechte! Im Konsumgüterbereich! 25. Oktober 2011! Doppelte Dividende Zürich!

Menschen- und Arbeitsrechte! Im Konsumgüterbereich! 25. Oktober 2011! Doppelte Dividende Zürich! einführung! Menschen- und Arbeitsrechte! Im Konsumgüterbereich! 25. Oktober 2011! Doppelte Dividende Zürich! Struktur:! 1. Was sind Arbeitsrechte?! 2. Globale Lieferketten! 3. Elemente des Ethical Supply

Mehr

Qualität und Verlässlichkeit Das verstehen die Deutschen unter Geschäftsmoral!

Qualität und Verlässlichkeit Das verstehen die Deutschen unter Geschäftsmoral! Beitrag: 1:43 Minuten Anmoderationsvorschlag: Unseriöse Internetanbieter, falsch deklarierte Lebensmittel oder die jüngsten ADAC-Skandale. Solche Fälle mit einer doch eher fragwürdigen Geschäftsmoral gibt

Mehr

Für eine nachhaltige Zukunft

Für eine nachhaltige Zukunft Für eine nachhaltige Zukunft Corporate Responsibility Übersicht 2014 Wir sind stolz auf die Rolle, die wir im weltweiten Finanzsystem spielen und wir haben uns dazu verpflichtet, unsere Geschäfte so verantwortungsvoll

Mehr

Zusammenfassung des Berichts vom 15. Mai 2006 von RA Beat Badertscher an Frau Stadträtin Monika Stocker. Sperrfrist bis Montag, 22.

Zusammenfassung des Berichts vom 15. Mai 2006 von RA Beat Badertscher an Frau Stadträtin Monika Stocker. Sperrfrist bis Montag, 22. Time Out Platzierungen Zusammenfassung des Berichts vom 15. Mai 2006 von RA Beat Badertscher an Frau Stadträtin Monika Stocker Sperrfrist bis Montag, 22. Mai 2006 14 Uhr 2 1. Auftrag vom 7. April 2006

Mehr

Pictet-Ethos (CH) Swiss Sustainable Equities

Pictet-Ethos (CH) Swiss Sustainable Equities Pictet-Ethos (CH) Swiss Sustainable Equities Nachhaltigkeitsprofil Stand: August 2012 1 : Der Fonds wurde vom Beirat Nachhaltigkeit geprüft und erfüllt die Anforderungen zum Erhalt des Prädikats «Nachhaltigkeit

Mehr

03/15 Infoblatt. Mindestlohn

03/15 Infoblatt. Mindestlohn 03/15 Infoblatt Mindestlohn Aufzeichnungs und Dokumentationspflichten Einladung zu einer Informationsveranstaltung am 14.04.2015 Mindestlohn Aufzeichnungs und Dokumentationspflichten Das Mindestlohngesetz

Mehr

Nachhaltige Beschaffung Bedeutung, Umsetzung, Impulse aus Europa

Nachhaltige Beschaffung Bedeutung, Umsetzung, Impulse aus Europa Nachhaltige Beschaffung Bedeutung, Umsetzung, Impulse aus Europa Das Europäische Jahr für Entwicklung in Schleswig-Holstein 28.04.2015, Kiel Markus Schwarz Fachpromotor für nachhaltige Beschaffung und

Mehr

Kodex für Lieferanten

Kodex für Lieferanten Kodex für Lieferanten der Firma SIMONSWERK für die Standorte Simonswerk GmbH Bosfelder Weg 5 D- 33378 Rheda-Wiedenbrück und Simonswerk GmbH & Co. KG Liesebühl 20 37308 Heiligenstadt Der Kodex für Lieferanten

Mehr

Wie fair ist das Smartphone aus den Niederlanden?

Wie fair ist das Smartphone aus den Niederlanden? Wie fair ist das Smartphone aus den Niederlanden? Uwe Kleinert, Werkstatt Ökonomie Workshop Nachhaltige IT-Beschaffung: für Umweltschutz & Menschenrechte 31. Oktober 2013 Stuttgart Veranstalter: Dachverband

Mehr

InternationalesRahmenabkommen. zwischen

InternationalesRahmenabkommen. zwischen InternationalesRahmenabkommen zwischen derthyssenkruppag,demkonzernbetriebsratderthyssenkruppag, derigmetallundderindustriallglobalunion Präambel ThyssenKruppalsTechnologiekonzernmithoherWerkstoffkompetenzistinbesonderemMaße

Mehr

Grüne Elektronik. Claudia Sprinz 27. August 2009

Grüne Elektronik. Claudia Sprinz 27. August 2009 Grüne Elektronik Claudia Sprinz 27. August 2009 1 Überblick Herausforderungen Greenpeace Untersuchungen Chancen und Lösungen Was Sie tun können 2 Herausforderungen Haben Sie gewusst? Durchschnittliche

Mehr

EINSTIEG. AUFSTIEG. WACHSTUM.

EINSTIEG. AUFSTIEG. WACHSTUM. EINSTIEG. AUFSTIEG. WACHSTUM. WAS IST ZEITARBEIT? Zeitarbeit ist eine Beschäftigungsform, die Unternehmen hilft, flexibel zu bleiben und schnell auf wechselnde wirtschaftliche Situationen zu reagieren.

Mehr

unser FAIRständnis Beiträge von Schülerinnen und Schülern zum Fairtrade-Tag des Landes Steiermark Graz, 5.10.2009

unser FAIRständnis Beiträge von Schülerinnen und Schülern zum Fairtrade-Tag des Landes Steiermark Graz, 5.10.2009 unser FAIRständnis Beiträge von Schülerinnen und Schülern zum Fairtrade-Tag des Landes Steiermark Graz, 5.10.2009 Fairtrade als Erlebnis Um die 1000 Schülerinnen und Schüler haben am 5. Oktober 2009 das

Mehr

Verhaltenskodex: Kodex der Sozialen Verantwortung

Verhaltenskodex: Kodex der Sozialen Verantwortung Verhaltenskodex: Kodex der Sozialen Verantwortung Wir bei ORSAY und den uns angeschlossenen Unternehmenseinheiten verstehen uns als ein Unternehmen, welches nach dem Ideal eines verantwortungsvollen und

Mehr

EINBLICK Blutige Realitäten in smarten Geräten

EINBLICK Blutige Realitäten in smarten Geräten 02/2014 EINBLICK Blutige Realitäten in smarten Geräten Inhaltsverzeichnis Einleitung Die Kehrseite der Hochglanz-Bildschirme 4 5 Konfliktrohstoffe Problem gelöst? 6 8 Produktionsbedingungen in der IT-Branche

Mehr

Mission Statement. des. Unternehmen für Gesundheit - Unternehmensnetzwerk zur betrieblichen Gesundheitsförderung

Mission Statement. des. Unternehmen für Gesundheit - Unternehmensnetzwerk zur betrieblichen Gesundheitsförderung Mission Statement des Unternehmen für Gesundheit - Unternehmensnetzwerk zur betrieblichen Gesundheitsförderung in der Europäischen Union 2 Unternehmen für Gesundheit - Unternehmensnetzwerk zur betrieblichen

Mehr

Rio+20 Jugendliche ziehen Bilanz

Rio+20 Jugendliche ziehen Bilanz Rio+20 Jugendliche ziehen Bilanz Untersuchung der Verankerung von Nachhaltigkeit am Management Center Innsbruck, insbesondere im Department für Nonprofit-, Sozial- & Gesundheitsmanagement Eva Golas Einhornweg

Mehr

http://docs.google.com/presentationview?docid=df4ftzqj_2fbnvkd&re... FairWork Weltweiter Handel auf Augenhöhe

http://docs.google.com/presentationview?docid=df4ftzqj_2fbnvkd&re... FairWork Weltweiter Handel auf Augenhöhe FairWork Weltweiter Handel auf Augenhöhe Erste Fragen Hast du dir schon einmal vorgestellt, was geschähe, wenn wir die Menschen persönlich kennen würden, deren Produkte wir kaufen? Wer von uns hätte die

Mehr

Kanton freiburg. Kantonale Abstimmung vom 27. September 2009. gesetz über die Ausübung des handels EC 5157

Kanton freiburg. Kantonale Abstimmung vom 27. September 2009. gesetz über die Ausübung des handels EC 5157 Kanton freiburg Kantonale Abstimmung vom 27. September 2009 gesetz über die Ausübung des handels EC 5157 Herausgegeben von der Staatskanzlei im Juli 2009 Kantonale Abstimmung vom 27. September 2009 Informationsbroschüre

Mehr

Die vorliegenden Verhaltensmaßregeln dürfen allerdings auch höhere Anforderungen als die bestehenden Gesetze eines Landes enthalten.

Die vorliegenden Verhaltensmaßregeln dürfen allerdings auch höhere Anforderungen als die bestehenden Gesetze eines Landes enthalten. Verhaltensmaßregeln 1 Einführung Die folgenden Verhaltensmaßregeln sind der Mindeststandard zur Erreichung unserer Ziele, der ständigen Verbesserung unseres Produktionsumfelds und der Arbeitsbedingungen

Mehr

Grundlagebericht Rohstoffe. Die Rolle der Schweiz als Welthandelsplatz

Grundlagebericht Rohstoffe. Die Rolle der Schweiz als Welthandelsplatz Grundlagebericht Rohstoffe. Die Rolle der Schweiz als Welthandelsplatz Botschafter Georges Martin Stellvertretender Staatssekretär 25. Juni 2013 Rohstoffe: 3 Kategorien Agrarrohstoffe Energierohstoffe

Mehr

Branchen-Studie. MindTake Research GmbH Wien, im November 2014

Branchen-Studie. MindTake Research GmbH Wien, im November 2014 Branchen-Studie Telekommunikation MindTake Research GmbH Wien, im November 2014 Agenda Einleitung Online-Einkaufsverhalten und bevorzugte Zahlungsarten - Einkaufsverhalten über Laptop - Einkaufsverhalten

Mehr

10 Fort Schritte. Da geht. noch was!

10 Fort Schritte. Da geht. noch was! 10 Fort Schritte Da geht noch was! Die Energiewende gelingt nur gemeinsam mit ihnen. Schließlich sind die privaten Verbraucher eine bedeutende Kundengruppe der EnBW. Doch wie zufrieden sind sie mit den

Mehr

COTTON MADE IN AFRICA HILFE ZUR SELBSTHILFE DURCH HANDEL

COTTON MADE IN AFRICA HILFE ZUR SELBSTHILFE DURCH HANDEL COTTON MADE IN AFRICA HILFE ZUR SELBSTHILFE DURCH HANDEL BAUMWOLLE MIT SOZIALEM MEHRWERT ZU MARKTPREISEN Nachhaltigkeitsziele sind heute ein wichtiger Bestandteil vieler Unternehmensstrategien. Gleichzeitig

Mehr

Sichern Sie Ihre Rechte.

Sichern Sie Ihre Rechte. Sichern Sie Ihre Rechte. Mitglied des Schweizerischen Bankpersonalverbands. Für soziale und wirtschaftliche Fairness. Ihr Partner für sichere Arbeitsplätze und faire Arbeitsbedingungen. Der Schweizerische

Mehr

Familienzulagen ab 2016

Familienzulagen ab 2016 Familienzulagen ab 2016 Leistungen Familienzulagen 1 000 Franken Geburtszulage Einmalige Zulage bei Geburt eines Kindes. 1 000 Franken Adoptionszulage Einmalige Zulage bei der Adoption eines Kindes. 200

Mehr

Treffpunkt EPOL II. Referentin: Antje Schneeweiß

Treffpunkt EPOL II. Referentin: Antje Schneeweiß Treffpunkt EPOL II Referentin: Was hat Wirtschaftsförderung mit Armutsbekämpfung zu tun? Beispiel: entwicklungspolitische Kriterien für Investoren Königswinter, 29. Mai 2010 Geldvermögen in Deutschland

Mehr

BME-Verhaltensrichtlinie. Code of Conduct. Erläuterungen

BME-Verhaltensrichtlinie. Code of Conduct. Erläuterungen BME-Verhaltensrichtlinie Code of Conduct Erläuterungen 2 BME-Verhaltensrichtlinie Code of Conduct Erläuterungen BME-Verhaltensrichtlinie (Code of Conduct) Der BME und seine Mitglieder erkennen ihre soziale

Mehr

Das UNICEF Taschenbuch der Kinderrechte

Das UNICEF Taschenbuch der Kinderrechte Das UNICEF Taschenbuch der Kinderrechte Was ist UNICEF? UNICEF wurde 1946 nach dem 2.Weltkrieg gegründet. Damals herrschte große Not in Europa und UNICEF versorgte die Kinder mit Lebensmitteln, Kleidung

Mehr

Wissensquiz Handyrecycling und umweltschonende Handynutzung

Wissensquiz Handyrecycling und umweltschonende Handynutzung Wissensquiz Handyrecycling und umweltschonende Handynutzung Aus welchen Stoffen besteht ein Mobiltelefon überwiegend? a. Aus Kunststoffen b. Aus Metallen c. Aus Glas 2 Wissensquiz Handyrecycling und Umwelt

Mehr

Was ist ein Institut für Menschen-Rechte? Valentin Aichele

Was ist ein Institut für Menschen-Rechte? Valentin Aichele Was ist ein Institut für Menschen-Rechte? Valentin Aichele Wer hat den Text geschrieben? Dr. Valentin Aichele hat den Text geschrieben. Dr. Aichele arbeitet beim Deutschen Institut für Menschen-Rechte.

Mehr

Landwirtschaft. Was wir erreichen: Wir bestimmen souverän, was auf unsere Felder, in unsere Geschäfte und auf unsere Teller kommt und was nicht!

Landwirtschaft. Was wir erreichen: Wir bestimmen souverän, was auf unsere Felder, in unsere Geschäfte und auf unsere Teller kommt und was nicht! Für Ernährungssouveränität Landwirtschaft betrifft uns alle: Was wir erreichen: Wir bestimmen souverän, was auf unsere Felder, in unsere Geschäfte und auf unsere Teller kommt und was nicht! Selbstbestimmung:

Mehr

Seit dem 1. Januar 2007 haben die Leistungen. auf dem Ratgeberbuch «Krankenkasse was Gesunde. und Kranke wissen müssen» des Beobachters.

Seit dem 1. Januar 2007 haben die Leistungen. auf dem Ratgeberbuch «Krankenkasse was Gesunde. und Kranke wissen müssen» des Beobachters. Seit dem 1. Januar 2007 haben die Leistungen Ihrer Apotheke einen neuen Namen: Medikamenten-Check und Bezugs-Check. Auf den folgenden Seiten finden Sie genauere Informationen dazu. Die Informationen basieren

Mehr

Raiffeisen Futura Swiss Franc Bond

Raiffeisen Futura Swiss Franc Bond Raiffeisen Futura Swiss Franc Bond Nachhaltigkeitsprofil Stand: Juli 2015 Der Fonds wurde vom Beirat Nachhaltigkeit geprüft und erfüllt die Anforderungen zum Erhalt des Prädikats «Nachhaltigkeit kontrolliert».

Mehr

Pflege und Betreuung rund um die Uhr Pflege von Herzen für ein besseres Leben Einfach, zuverlässig und bewährt 24 Stunden Betreuung zuhause. Von Mensch zu Mensch. Pflege zuhause: die bessere Wahl So lange

Mehr

Social Media Guidelines. Tipps für den Umgang mit den sozialen Medien.

Social Media Guidelines. Tipps für den Umgang mit den sozialen Medien. Social Media Guidelines. Tipps für den Umgang mit den sozialen Medien. Social Media bei Bühler. Vorwort. Was will Bühler in den sozialen Medien? Ohne das Internet mit seinen vielfältigen Möglichkeiten

Mehr

Punkt 39 der 878. Sitzung des Bundesrates am 17. Dezember 2010

Punkt 39 der 878. Sitzung des Bundesrates am 17. Dezember 2010 Bundesrat Drucksache 771/2/10 15.12.10 Antrag des Landes Nordrhein-Westfalen Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss

Mehr

im Beruf Gespräche führen: Bei einem Bewerbungsgespräch wichtige Informationen verstehen und eigene Vorstellungen äußern

im Beruf Gespräche führen: Bei einem Bewerbungsgespräch wichtige Informationen verstehen und eigene Vorstellungen äußern 1 Arbeiten Sie mit Ihrer Partnerin / Ihrem Partner. Was denken Sie: Welche Fragen dürfen Arbeitgeber in einem Bewerbungsgespräch stellen? Welche Fragen dürfen sie nicht stellen? Kreuzen Sie an. Diese Fragen

Mehr

Arbeitszeitflexibilisierung für Betriebe oder Zeitsouveränität für Beschäftigte. Fair statt Prekär

Arbeitszeitflexibilisierung für Betriebe oder Zeitsouveränität für Beschäftigte. Fair statt Prekär Arbeitszeitflexibilisierung für Betriebe oder Zeitsouveränität für Beschäftigte Einführung In den Betrieben werden wir mit dem Thema auf eine irritierende Art und Weise konfrontiert: Die Menschen arbeiten

Mehr

Forschungsaufträge «BodenSchätzeWerte Unser Umgang mit Rohstoffen»

Forschungsaufträge «BodenSchätzeWerte Unser Umgang mit Rohstoffen» Forschungsaufträge «BodenSchätzeWerte Unser Umgang mit Rohstoffen» Altersstufe Geeignet für 9- bis 14-Jährige. Konzept Die Forschungsaufträge laden ein, die Sonderausstellung von focusterra im Detail selbständig

Mehr

NEWSLETTER VON DR. SASCHA RAABE AUSGABE 28 / 2013

NEWSLETTER VON DR. SASCHA RAABE AUSGABE 28 / 2013 Pressemitteilung vom 21.November 2013 Raabe setzt Kernforderungen durch SPD-Abgeordneter zufrieden mit Verhandlungsergebnissen In Berlin hat die Arbeitsgruppe 1 Außen, Verteidigung, Entwicklung und Menschenrechte

Mehr

Richtlinien nachhaltige Beschaffung

Richtlinien nachhaltige Beschaffung Richtlinien nachhaltige Beschaffung 8. November 2012 Richtlinien nachhaltige Beschaffung Seite 2/7 1. Rechtliche Grundlage Grundlage für jede Auftragsvergabe in der Gemeinde Freienbach ist die Interkantonale

Mehr

Verhaltenskodex für Lieferanten Holcim Gruppe (Italien) AG Zentraler Einkauf und Nachhaltige Entwicklung

Verhaltenskodex für Lieferanten Holcim Gruppe (Italien) AG Zentraler Einkauf und Nachhaltige Entwicklung Strength. Performance. Passion. Verhaltenskodex für Lieferanten Holcim Gruppe (Italien) AG Zentraler Einkauf und Nachhaltige Entwicklung Inhalt 1. Vorwort zur nachhaltigen Beschaffung bei Holcim 3 2. Unsere

Mehr

BG Ingénieurs Conseil, Genf

BG Ingénieurs Conseil, Genf BG Ingénieurs Conseil, Genf Arbeitgeber Diego Salamon Cadschool hat uns im Auftrag der IV angefragt ob wir für drei Monate einen Praktikanten aufnehmen könnten. Cadschool ist ein Ausbildungsinstitut im

Mehr

DIE ROHSTOFF-EXPEDITION

DIE ROHSTOFF-EXPEDITION DIE ROHSTOFF-EXPEDITION Entdecke, was in (d)einem Handy steckt! Aktion ver längert bis 31. März 2013 Handys, Ressourcen und Konsumverhalten Es gehört in die Hosentasche wie Schlüssel und Portemonnaie.

Mehr

Chinas Kultur im Vergleich: Einige überraschende Erkenntnisse des World Values Survey

Chinas Kultur im Vergleich: Einige überraschende Erkenntnisse des World Values Survey Chinas Kultur im Vergleich: Einige überraschende Erkenntnisse des World Values Survey Carsten Herrmann-Pillath Im internationalen Geschäftsverkehr werden immer wieder kulturelle Differenzen als eine entscheidende

Mehr

BULLETIN DER BUNDESREGIERUNG

BULLETIN DER BUNDESREGIERUNG BULLETIN DER BUNDESREGIERUNG Nr. 54-2 vom 15. Juni 2005 Rede der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, zum Bundesausbildungsförderungsgesetz vor dem Deutschen Bundestag am 15. Juni

Mehr

Vom Standard zum Nachweis: Was macht einen guten Standard aus? Volkmar Lübke Berlin, den 09.04.2014

Vom Standard zum Nachweis: Was macht einen guten Standard aus? Volkmar Lübke Berlin, den 09.04.2014 Vom Standard zum Nachweis: Was macht einen guten Standard aus? Berlin, den 09.04.2014 Eigener Erfahrungshintergrund 12 Jahre Mitarbeiter in der Stiftung Verbraucherinstitut (verantwortungsvoller Konsum

Mehr

Ein soziales und grünes Europa für mehr und bessere Arbeitsplätze im Bau- und Holzsektor POLITISCHE ZIELE EFBH 2012 2015

Ein soziales und grünes Europa für mehr und bessere Arbeitsplätze im Bau- und Holzsektor POLITISCHE ZIELE EFBH 2012 2015 Ein soziales und grünes Europa für mehr und bessere Arbeitsplätze im Bau- und Holzsektor 3 Arbeitsgruppen: Arbeitsgruppe 1 (Franzosen und französischsprachige Belgier) Arbeitsgruppe 2 (niederländischsprachige

Mehr

4 Überprüfung der Öffnungszeiten der Beratungsstellen

4 Überprüfung der Öffnungszeiten der Beratungsstellen 4 Überprüfung der Öffnungszeiten der Beratungsstellen 4.1 Grundsatz Bei der Festlegung der neuen Öffnungszeiten der Beratungsstellen gilt es folgende Grundsätze zu beachten: Die bedürfnisorientierten Öffnungszeiten

Mehr

Eine Einführung in die inklusive Entwicklungszusammenarbeit

Eine Einführung in die inklusive Entwicklungszusammenarbeit Eine Einführung in die inklusive Entwicklungszusammenarbeit Inklusive Entwicklungszusammenarbeit für Menschen mit geistiger Behinderung und ihre Familien Die Europäische Kommission hat dieses Projekt mit

Mehr

Herausforderung gesetzlicher Mindestlohn

Herausforderung gesetzlicher Mindestlohn www.pwc.de Das Mindestlohngesetz verpflichtet Unternehmen seit dem 1. Januar 2015 zur Zahlung des gesetzlich festgelegten Mindestlohns. Hinzu kommen zahlreiche weitere Anforderungen. Wir unterstützen Sie

Mehr

Was Schweizerinnen und Schweizer über die Banken denken

Was Schweizerinnen und Schweizer über die Banken denken November 2015 Was Schweizerinnen und Schweizer über die Banken denken Erkenntnisse aus der Meinungsforschung der Schweizerischen Bankiervereinigung SBVg Einleitung Welche Vorteile bringen der Bankenplatz

Mehr

Ferrari SA, Gemüsegrosshandel, Riazzino //

Ferrari SA, Gemüsegrosshandel, Riazzino // Ferrari SA, Gemüsegrosshandel, Riazzino // Arbeitgeber Luca Censi Der Direktor von IPT Ticino, den ich an einem Abendkurs für Personalführung kennen gelernt hatte, hat mich 2006 angefragt, ob ich bereit

Mehr

Dieser Text ist von der Partei DIE LINKE. Dies ist unser Kurz-Wahl-Programm für die Europa-Wahl 2014. Für wen ist leichte Sprache?

Dieser Text ist von der Partei DIE LINKE. Dies ist unser Kurz-Wahl-Programm für die Europa-Wahl 2014. Für wen ist leichte Sprache? Dieser Text ist von der Partei DIE LINKE. Dies ist unser Kurz-Wahl-Programm für die Europa-Wahl 2014. geschrieben in leichter Sprache Für wen ist leichte Sprache? Jeder Mensch kann Texte in Leichter Sprache

Mehr

Traurige Realität: Tieflöhne in der reichen Schweiz

Traurige Realität: Tieflöhne in der reichen Schweiz Traurige Realität: Tieflöhne in der reichen Schweiz Gleichzeitig: 330 000 Menschen verdienen weniger als 22 Fr./Stunde (4000 Fr./Monat bei einer Vollzeitstelle). Das sind 9 Prozent aller Arbeitnehmenden

Mehr

2. Prozesseinheit. Vom Einkauf zur Rechnung. Cansu Selen. Vinum SA Biel/Bienne. Praktikumsjahr. Lernender.ch

2. Prozesseinheit. Vom Einkauf zur Rechnung. Cansu Selen. Vinum SA Biel/Bienne. Praktikumsjahr. Lernender.ch 2. Prozesseinheit Vom Einkauf zur Rechnung Praktikumsjahr Cansu Selen Vinum SA Biel/Bienne Lernender.ch Inhaltsverzeichnis 1. KURZBERICHT... 3-4 1.1 Einleitung... 3 1.2 Prozessbeschreibung... 3 1.2.1 Auswahl

Mehr

Sie war noch nie in Afrika. hat dort aber schon 7 Unternehmen gegründet!

Sie war noch nie in Afrika. hat dort aber schon 7 Unternehmen gegründet! Sie war noch nie in Afrika hat dort aber schon 7 Unternehmen gegründet! Hunger Nahrung zu Müll machen Nahrung im Müll suchen Auf unserer Welt sind die Dinge sehr ungleich verteilt. Während die westliche

Mehr

Handbuch Nachhaltigkeit Compliance

Handbuch Nachhaltigkeit Compliance Handbuch Nachhaltigkeit undtextinhalte Compliance weiter kommen >> Seite 1 / 6 Inhaltsverzeichnis 1. Compliance-Kultur 2. Compliance-Ziele und Nachhaltigkeit 3. Compliance-Risiken 4. Compliance-Programm

Mehr

Soziale und rechtliche Aspekte beim Kauf von Blumen

Soziale und rechtliche Aspekte beim Kauf von Blumen Soziale und rechtliche Aspekte beim Kauf von Blumen Vortrag bei dem Seminar Fair einkaufen aber wie am 10.1.2013 in der botanika/bremen Dr. Kirsten Wiese Mitarbeiterin bei der Senatorin für Finanzen LANDMARK-Projektleiterin

Mehr

der führende gruppenreiseanbieter

der führende gruppenreiseanbieter der führende gruppenreiseanbieter 2 Wer wir sind www.kuonigrouptravel.com der weltweit führende gruppenreiseanbieter Kuoni Group Travel Experts ist das Ergebnis einer Fusion zwischen zwei außergewöhnlich

Mehr

Arnd von Wedemeyer, Notebooksbilliger: Ich mache das, weil es mir gefällt

Arnd von Wedemeyer, Notebooksbilliger: Ich mache das, weil es mir gefällt Arnd von Wedemeyer, Notebooksbilliger: Ich mache das, weil es mir gefällt Von Olaf Kolbrück 20.10.2015 14:14 Gegründet hat Arnd von Wedemeyer Notebooksbilliger.de der Legende nach im Kinderzimmer. Auch

Mehr

Management- Handbuch

Management- Handbuch Industriestraße 11-13 65549 Limburg Management- Handbuch ISO 14001 ISO/TS 16949 Managementhandbuch Seite 1 von 6 Einleitung Verantwortungsvolle Unternehmen handeln zukunftsorientiert. Dazu gehören der

Mehr

notwendigen Planungen für meinen Besuch.

notwendigen Planungen für meinen Besuch. Abschlusserklärung des UNO-Sonderberichterstatters zu der Bedeutung der umweltgerechten Verwaltung und Entsorgung von gefährlichen Stoffen und Abfällen für die Menschenrechte, Baskut Tuncak (Deutschland,

Mehr

ANGESTELLTER ODER SELBSTSTÄNDIGE AUFTRAGNEHMER? DIE WICHTIGKEIT EINER GEEIGNETEN KLASSIFIZIERUNG DER BEZIEHUNG Von: Daniela Morrison 1

ANGESTELLTER ODER SELBSTSTÄNDIGE AUFTRAGNEHMER? DIE WICHTIGKEIT EINER GEEIGNETEN KLASSIFIZIERUNG DER BEZIEHUNG Von: Daniela Morrison 1 ANGESTELLTER ODER SELBSTSTÄNDIGE AUFTRAGNEHMER? DIE WICHTIGKEIT EINER GEEIGNETEN KLASSIFIZIERUNG DER BEZIEHUNG Von: Daniela Morrison 1 Daniela Morrison daniela.morrison@vallalaw.com 333 Bush Street, Suite

Mehr

Gemeinsame Erklärung über Menschenrechte und Arbeitsbedingungen in der BMW Group

Gemeinsame Erklärung über Menschenrechte und Arbeitsbedingungen in der BMW Group Gemeinsame Erklärung über Menschenrechte und Arbeitsbedingungen in der BMW Group Präambel Die fortschreitende Globalisierung der Waren- und Kapitalmärkte ermöglicht es transnationalen Konzernen, globale

Mehr

P R E S S E M E L D U N G. Zahlungsverzögerungen in China auf hohem Niveau: 80 Prozent der Unternehmen betroffen

P R E S S E M E L D U N G. Zahlungsverzögerungen in China auf hohem Niveau: 80 Prozent der Unternehmen betroffen Hongkong / Mainz, März 2015 Zahlungsverzögerungen in China auf hohem Niveau: 80 Prozent der Unternehmen betroffen 2015 langsameres Wachstum und mehr notleidende Kredite zu erwarten Eine neue Studie von

Mehr

WAS PASSIERT BEI DER EINZAHLUNG IN EINEN ZUSATZRENTENFONDS. Informationen zur Vertiefung

WAS PASSIERT BEI DER EINZAHLUNG IN EINEN ZUSATZRENTENFONDS. Informationen zur Vertiefung WAS PASSIERT BEI DER EINZAHLUNG IN EINEN ZUSATZRENTENFONDS Informationen zur Vertiefung Was passiert bei der Einzahlung in einen Zusatzrentenfonds Beim Beitritt in einen Zusatzrentenfonds sind viele einzelne

Mehr

Ein Hauptziel der Bühler Motor GmbH ist es, eine der besten Fabriken Deutschlands zu werden

Ein Hauptziel der Bühler Motor GmbH ist es, eine der besten Fabriken Deutschlands zu werden Das ist der Weg, Ein Hauptziel der Bühler Motor GmbH ist es, eine der besten Fabriken Deutschlands zu werden den man einschlagen muss Präzise, kontrolliert und zuverlässig sind die mechatronischen Antriebslösungen

Mehr