Lesekonzept. der Bachwiesenschule

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1 Lesekonzept der Bachwiesenschule Lesen ist für mich ein Blick in eine Welt, Lesen ist spannend und macht in der die Dinge geschehen, durstig nach mehr. die ich hier nicht erleben kann. Sven Koch, Klasse 4 Annika Henkelmann, Klasse 4 Lesen ist eine wunderbare Abenteuerreise. Lesen ist wie Magie. Calvin Radigk, Klasse 4 Luca Henniger, Klasse 4 Lesen ist ein großes Wunder. (Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach) 1

2 Wie man hier sehen kann, hat das Lesen viele verschiedene Gesichter. Gerade Kinder sind von Natur aus neugierig auf Wissen und neue Erfahrungen. In Büchern finden sie Antworten, Anregungen und Zugang zu neuen Fantasiewelten. Deshalb ist es unser Bestreben, alle Kinder zum Lesen zu motivieren, indem wir das Lesen noch stärker in den Mittelpunkt des Schulalltags rücken. Vielfältige Leseangebote, in denen insbesondere der individuelle Leselernprozess Berücksichtigung findet, werden in den meisten Unterrichtsbereichen fester Bestandteil. Durch regelmäßige Begegnungen mit Büchern, Autoren oder besonderen Leseevents soll eine positive Grundeinstellung erreicht werden. Bisher im Kollegium erprobte und bewährte Übungsformen, Angebote und Rituale sollen zusammen mit neuen Anregungen und im Kollegium angeeignetem Fachwissen unser Lesekonzept ergeben. Dieses Konzept beinhaltet zum einen den Leselernprozess als Technikvermittlung im ersten Schuljahr, und zum anderen das Lesen als einen Sinn erfassenden und Hypothesen bildenden Prozess. Es ist sehr wichtig, Texte nicht nur zu erlesen, sondern zu verstehen, zu nutzen und über sie zu reflektieren. Nur wer Texte wirklich versteht, kann sich die Welt durch sie erschließen. Deshalb sollen insbesondere Übungen zu den Kompetenzstufen an altersgemäßen Texten regelmäßig im Unterricht Berücksichtigung finden. Trotz aller Bemühungen von schulischer Seite ist es auch Aufgabe des Elternhauses, Lesemöglichkeiten und eine angenehme Leseatmosphäre zu schaffen. Durch Vorlesen, gemeinsame Lesezeiten oder ähnliche Rituale sollen die Kinder auch im häuslichen Umfeld motiviert und in ihrer Lesekompetenz gefördert werden. Eltern und Lehrerinnen haben gleichermaßen Interesse an einer positiven Entwicklung unserer Kinder. Durch unser Zusammenwirken kann es möglich sein, ein Lesekonzept erfolgreich umzusetzen. Lesen ist eine Schlüsselqualifikation und Voraussetzung für ein erfolgreiches Arbeiten in allen Schulfächern. 2

3 Vereinbarungen zum Leseunterricht an der Bachwiesenschule 1. Rituale Schülerbücherei gemeinsame feste Lesezeit in allen Klassen 1 feste Vorlesezeit in den Klassen 2. Inhalte Lesen von Ganzschriften Lesen von Gedichten Buchpräsentationen Übungen im Erlesen verschiedener Textarten Die Arbeit an Lesetexten orientiert sich an den drei Kompetenzstufen des hessischen Kerncurriculums. Diese sind das Klären von Lese-/ Rezeptionserwartungen, das Rezipieren von Texten und Medien und der produktive Umgang mit Texten und Medien. Erlesen von Arbeitsaufträgen 3. Methoden Lautes Vorlesen (im 1. und 2. Schuljahr freiwillig, ab dem 3. Schuljahr nach entsprechender Übungszeit verpflichtend.) Lesen mit verteilten Rollen Gelesenes in Handlung umsetzen Schriftlich Fragen zu gelesenen Texten beantworten Fragen zu gelesenen Texten finden Überschriften finden Texte fortsetzen Texte in Bilder umsetzen Rätsel zu lösen 1 siehe Konzept zur Gestaltung der Lesezeit 3

4 4. Anfangsunterricht Arbeit mit der Anlauttabelle von Anfang an Hörübungen im Unterricht (z.b mit Hilfe von: Rundgang durch Hörhausen, Hexe Lilli, Hört mal was da klingt) Lese- Mal- Blätter Kreuzworträtsel Reimwörter Briefe schreiben Freies Schreiben von Geschichten etc. 5. Lernstandserhebungen eine Klassenarbeit pro Halbjahr zur Feststellung der Lesekompetenz in den drei Kompetenzstufen ab der 2. Klasse Elfe- Lesetest am Ende des Schuljahres ab Klasse 2 Stolperwörterlesetest jährlich im Januar ab Klasse 2 6. Fördermaßnahmen Binnendifferenzierung durch Texte mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden Förderstunden nach Verfügbarkeit DaZ (Deutsch als Zweitsprache) Stunde LRS- Stunden 7. Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen Kooperation mit dem Kindergarten - Zweitklässler lesen im Frühjahr im Kindergarten vor - angestrebte Förderung der phonologischen Bewusstheit Ausleihe von Lesekisten in der Stadtbücherei Babenhausen - freie Auswahl zum Lesen - themengebunden für den Sachunterricht Kooperation mit der Bücherinsel in Dieburg (z.b Lesetüte für Erstklässler, Aktion zum Welttag des Buchs für Viertklässler) 4

5 8. Elternarbeit Informationen für die Eltern, wie sie zu Hause den Leselernprozess positiv beeinflussen können (Flyer dazu wird beim ersten Elternabend verteilt und steht auf der Homepage der Schule zum Download) Eltern sollen - Lesevorbild sein - ihren Kindern vorlesen - mit ihren Kindern lesen - über das Gelesene sprechen - ihren Kindern Bücher zur Verfügung stellen Lesemamas und papas unterstützen den Leselernprozess und die weitere Entwicklung zum kompetenten Leser/in in der Schule 9. Lesekultur/ Leseevents Autorenlesung einmal pro Jahr Lesewettbewerb einmal pro Jahr 10. Fortbildung gewünscht wird eine gemeinsame Fortbildung mit dem Kindergarten zum Thema Phonologische Bewusstheit 11. Weitere Vorhaben Bücherflohmarkt Büchereirallye Klassenraumlesen am Tag des Vorlesen 12. Evaluation Das Lesekonzept wird jährlich evaluiert 5

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