Senkung der Betriebskosten durch SAP Virtualisierung?

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1 Expect more with Siegfried as your preferred partner Senkung der Betriebskosten durch SAP Virtualisierung? Jean-Claude Flury IBM Forum Zürich, 22. März 2012

2 DSAG CIO-MEETING Storyline Kurzer Überblick Firma Siegfried und Produkte IT Siegfried und SAP bei Siegfried 1996 bis heute Virtualisierung und SAP Analyse, Entscheid und Projekt Betrieb Kostenbetrachtungen Zusammenfassung, Fragen und Diskussion 2

3 Die Firma Siegfried im Überblick 1873: mit 12 Mitarbeitern in Zofingen als Zulieferer für Apotheken gegründet. 2011: Life Science Industrie, 700 Mitarbeiter, 328 Mio CHF Umsatz. 3 Produktionsstandorte: ZO: 500 PV: 150 HF: 50 Verschiedene Kooperationen Asien Expansion geplant 3

4 Die Firma Siegfried im Überblick Lange Tradition von Pharmazeutik und Chemie mit der innovativen Vorgehensweise eines Integrated Supplier : Aktivsubstanzen, fertigformulierte Medikamente. Dienstleistungen in der Entwicklung und Produktion von Wirksubstanzen, Zwischenstufen, komplexen Darreichungsformen sowie Produkte aus dem eigenen Portfolio. Drug Discovery Chemical Process Development General Intermediates Advanced intermediates Active pharmaceutical ingredients Clinical Development Dosage formulation Marketing & Distribution 4

5 IT Siegfried Zentral organisierte IT. Know how für alle wichtigen Themen inhouse. Umfeld - Team von 17 Personen betreut ca. 600 User - Mittelständisches Unternehmen, relativ hohe Komplexität - Viele Anwendungen in Labor und Produktion (Labormessgeräte, Anlagensteuerungen) - Regulatorische Anforderungen (z.b. GxP, FDA, RHI und andere wie IKS etc.) - Hohe Standardisierung auf Hard- und Softwareebene angestrebt Systeme und Themen - Client & Server Lifecycle - SAP ERP, BW (Basis: Outtasking) - Microsoft (OS, Office Suite, Exchange, SQL DB, etc.) - Network (auch virtuelle Netzwerke (VLAN). Teilweise im Outtasking) - Virtualisierung (ESX seit Jan. 2007, heute über 150 VM s) - Security - Kleiner Zoo von weiteren Applikationen 5

6 SAP bei Siegfried Stand heute Ein System, ein Mandant. Viele Schnittstellen. Lifecycle - SAP FI/CO seit 1996 (heutiges HR System) - Integrierte SAP FI/CO und Logistik Plattform seit 2003 (R/3 4.6c) : Hardware Ersatz, Releasewechsel auf ERP : EhP4 - Dell Server, Windows Server 2003, DB MS SQL 6

7 Lifecycle Planung SAP Siegfried Ersatz der physischen SAP Server steht an. Virtualisierung. Unicode Upgrade. Einspielen EhP5. Gründe für SAP Virtualisierung bei Siegfried - Anstehender Ersatz aller SAP Server - Sehr gute Erfahrungen mit Virtualisierung (seit Jan 2007) - SAP Sandbox System seit zwei Jahren als VM - Reduktion der physischen Server (Energie-, Wartungs- und Hardwarekosten) - Besserer Ausfallschutz auf allen SAP Landschaften, nicht nur Produktivsystem (die heutige hochverfügbare Clusterlösung mit zwei physischen Servern wird durch Virtualisierung abgelöst) - Mehr Flexibilität bei Wartung, Betrieb (Sizing), etc. 7

8 Virtualisierung In 10 Jahren von der Ausnahme zum Standard. Interne Voraussetzungen für die Virtualisierung schaffen. Virtualisierung gibt es seit gut 50 Jahren (IBM). Seit über 10 Jahren kommt sie in neuer Form. Voraussetzungen Standardisierung von - Systemen (SAP Landschaften, Mandanten, Schnittstellen) - Geschäftsprozessen - Operativen Abläufen Arten von Virtualisierung - Hardware - Betriebssysteme - Applikationen - Netzwerke (realisiert) - Storage (geplant) - Desktop (3-4 Jahre) Beispiel für Setup Typ 1 mit ESX: 8

9 SAP Virtualisierung Virtualisierung von SAP ist mit verschiedenen Anbietern möglich, aber: Nur zertifizierte Lösungen einsetzen! Zertifizierte Virtualisierungs-Lösungen - SUSE Linux Enterprise Server mit Xen - Sun Solaris-Zonen - Microsoft Hyper-V - VMware ESX/ ESXi/ vsphere Tipps - Upper Management früh ins Boot holen! - Klein beginnen: eventuell mit einem Sandbox System starten - Abhängigkeiten auf IT Architektur klären (kompatible Hardware für SAN, Storage, Hosts, etc.) - ( Cloud Angebote für Sandbox Systeme prüfen.) 9

10 Siegfried VMware ESX Infrastruktur Core Switch Access Switch Primary DataCenter RZ 141 Secondary DataCenter RZ 211 Access Switch Core Switch VirtualCenter ZOSVCPROD DRAC Core Network HA-DRS-Cluster Onboard PCI-E Onboard PCI-E PCI-E Onboard PCI-E Onboard PCI-E PCI-E Onboard PCI-E PCI-E Onboard PCI-E PCI-E Onboard PCI-E Onboard ZOS ESX 3.5 ZOSESXR9001 ESX 3.5 ZOSESXR7001 ESX 3.5 ZOSESXR9003 ZOS ESX 3.5 ZOSESXR9004 ESX 3.5 ZOSESXR9002 ESX 3.5 ZOS ESX Console DRAC ZOSESXSTA01 ESX 3.5 Console DRAC HBA0 HBA1 Console DRAC HBA0 HBA1 Console DRAC HBA0 HBA1 Console DRAC HBA0 HBA1 Console DRAC HBA0 HBA1 Console DRAC HBA0 HBA1 Console DRAC HBA0 HBA1 HA-EMP-Cluster FC Fabric 1 ZOFCSF1141 IP ZOFCSF1141 IP FC Fabric 2 ZOFCSF2141 IP ZOFCSF2211 IP Legende: Fiber Channel Gigabit Ethernet 1000 Base-T Gigabit Ethernet 1000 Base-T EMC CX3-40 IP? ZOSAN141 MirrorView IP? ZOSAN211 EMC CX

11 Getting Started Was soll erreicht werden? Wo steht meine IT heute? Wichtigste Frage vor dem Projekt: Was soll erreicht werden? Analyse der Ausgangslage - Kostensenkung (!) Sind die Kosten der grösste Treiber? Müssen die Kosten gesenkt werden? - Ist eine Auslagerung des Rechenzentrums geplant? Varianten durchrechnen - Soll das Rechenzentrum optimiert werden? - Steht eine Ablösung der SAP Server bevor? - Etc. Und in jeden Fall: Abstimmung mit IT Strategie und übergreifender IT Architektur! 11

12 Cloud -Varianten Clouds : Self Managed, Full Managed (Outtasking oder Outsourcing) Public Cloud: Security Probleme noch nicht gelöst Cloud, bzw. Sourcing in Kombination mit XaaS Setups - Private: inhouse, extern - IaaS: weitgehend standardisiert - PaaS: next Step? - SaaS: für kleinere Unternehmen schon heute Traditionelles Rechenzentrum. Inhouse, physische Server Private Cloud Managed Private Cloud Outsourced Private Cloud Public Cloud? 12

13 Business Case & Entscheid Längerfristige Betrachtung notwendig. Setups und Betriebsmodelle wählen. - Erkenntnisse aus Getting Started Vorsicht vor dem Will Rogers Phänomen! - Frage: Hosting oder Inhouse? - Personelle Konsequenzen: interne Systems Engineers, extern: SLA s - bei Verlagerung nach extern verschieben sich die Aufgaben und Verantwortlichkeiten. - Projekt: völlig unterschiedliche Arten von Projekten. - Abstimmung auf IT-Strategie, insbesondere Sourcing Strategie. - Kostenverschiebung und Entwicklung durchrechnen. - Denken Sie auch an die personellen Konsequenzen! 13

14 Lizenzen & Support Modelle Vorab Auswirkungen auf Lizenzen und Support Modelle klären Lizenzmodelle müssen angepasst werden. Betroffen sind meist: - Windows Server Lizenzen - Backup Lizenzen (Unterschied zu physischen Lösungen) - VMware/ ESX Lizenzen - ev. SAP Lizenzen. Support Modell ändert: - Klar geregelte Antwortzeiten (keine Feuerwehrübungen ) nach SLA - Zuständigkeiten beim Hoster können rasch ändern 14

15 Einige Tipps für den Projektantrag Klare Strategie. Solider Business Case. 16 Server, davon 12 virtuell, oder wie erkläre ich es meiner Grossmutter? ESX Landschaft mit Lifecycle von 5 Jahren vs. neues Rechenzentrum mit Jahren. Argumentarium: Vorteile der Virtualisierung - Die virtuellen Server sind vollwertige Rechner. - Verbesserung des Auslastungsgrades der Serverlandschaft. - Dank Spiegelung der Daten und der Backups ins zweite RZ handelt es sich um eine desastertolerante Lösung. - Hohe Flexibilität bei der Bereitstellung von neuen Systemen oder bei einem Hardwareausfall eines ESX Host und bei Wartungsarbeiten an der neuen Plattform. - Virtuelle Server können auf andere physische Server im VMware Verbund verschoben werden (Disaster Recovery, Notfallwiederherstellung). - Betriebssystem, Applikationen und Schnittstellen bemerken keinen Unterschied. 15

16 Projekt SAP Virtualisierung Planen des Projekts. Abklärungen. Zur Virtualisierung in 3 Schritten 1. Neue Plattform aufbauen (Parallel Betrieb) 2. Migration der Test-Systeme 3. Migration der Produktiv-Systeme Migrationsprozess - Bei der Migration vom physischen Server auf die virtuelle Umgebung ist ein Neuaufbau des kompletten SAP Systems oft sinnvoll. Alternativ kann P2V verwendet werden (Konvertierung). - Ev. gleichzeitigen Upgrade auf Unicode, EhP, etc. einplanen. - Wechsel der Datenbank prüfen. - Projekt mit Anbieter planen! Denken Sie auch an die Bereitstellung von Bandbreiten bei externem Hosting. 16

17 Projekt SAP Virtualisierung Übersicht Projektablauf 1. Design und Aufbau der neuen Plattform - Virtualisierung mit VMware vsphere ESX 4.x - Aufbau in zwei Rechenzentren - Alle Komponenten sind redundant und haben genügend Leistung - Die einzelnen virtuellen Server können auf den zweiten Server verschoben werden - Im Storage-Umfeld sind selektive Daten im zweiten Rechenzentrum gespiegelt (nur P-Systeme) - Backup durch eine diskbasierte, redundante Lösung 2. Übernahme und Migration aller Test-Systeme - Aufbau der neuen Umgebung (Dauer ca. 4 Wochen) - Übernahme der Testumgebung - Tests und Optimierung 3. Übernahme und Migration aller Produktiv-Systeme - Cut over am Wochenende (Freitag bis Sonntag) - Integrationstests 17

18 Betrieb Besser, aber anders. - Lifecycle Planung: Anpassung notwendig: höhere Komplexität mit zusätzlichen Abhängigkeiten. - High Availability: Verfügbarkeit und Redundanz gleich oder besser. - Vorteile durch vmotion und Storage vmotion. - Backup- und Desaster-Recovery-Konzepte anpassen. - Schulung für VM Management und aktuell halten. - IT Governance Konzepte aktualisieren. - Overcommitment nur bei E/Q/T-Systemen ausreizen. - SAP Hinweise beachten (Freigaben ( ) und Konfigurationsrichtlinien ( )). 18

19 Kosten Potenziale und Risiken Sorry, no easy answer! Eine Kostenreduktion muss geplant, erarbeitet und gut beobachtet werden. Wahl des passenden Betriebsmodells Abhängig von der bestehenden Umgebung und dem vorhandenen Know how muss das passende Modell implementiert werden. Infrastruktur Achtung: Kosten für Infrastruktur können steigen. Die Ablösung von physischen Servern und Transfer auf eine virtuelle Umgebung hat abhängig vom Setup Auswirkungen auf ESX Cluster und SAN. Management der virtuellen Umgebung: Skill Management gefragt. Etwas Polemik: An Verkaufsveranstaltungen wird oft geschwärmt, wie einfach und günstig Cloud Angebote sind es wird nicht gesagt, wie stark diese Lösungen standardisiert sein müssen, damit die Kosteneinsparung 60% und mehr beträgt. 19

20 Kostenreduktion PraktischeTipps Sizing matters Variante 1: E, Q und T auf einem niedrigeren Datastore Tier halten, oder lokal auf einem Host. - Speicherplatz im SAN ist teuer bei einer Virtualisierung wird aber meist im SAN zusätzlicher Platz benötigt. Variante 2: Ersatz der 4 physischen Server für SAP E, Q, P und T durch einen ESX Host. - Host benötigt mehr RAM, CPU Power und Diskspace als Standalone Server. - Zusätzliche Lizenzen für ESX fallen an. - Aber: 3 physische Server entfallen. - Und: allenfalls E, Q, oder T bei Nichtgebrauch herunterfahren. Backup: Statt konventionelle Agents wie bei physischen Servern, Backup für virtuelle Infrastruktur und Storage einsetzen. Netzwerk: ESX Host shared Netzwerk Ports, statt jeder physische Server einzeln. Es gibt weitere gute Gründe für die Virtualisierung: Reduktion von Stromverbrauch, Kühlung, Platz im Rechenzentrum, etc. 20

21 Exkurs Kostenbetrachtung: MS-SQL Lizenzmanagement Microsoft ändert Lizenzmodell eine Einschätzung Bisheriges Modell: - Client Access Licenses für MS-SQL, abgedeckt mit EA (Betrag pro User) - Serverlizenzen (Betrag pro Server) Neues Modell: - Lizenz pro Prozessor Auswirkungen auf die Kosten bei 12 SAP Servern mit jeweils 4 Prozessoren Mehrkosten können CHF oder mehr betragen. DB Wechsel sinnvoll? In der virtuellen Welt werden vcpu s und vcores zugeteilt. Versionen: 2005 im Einsatz, Migration auf 2008 oder 2012 (sobald freigegeben) und freeze bis EoL. 21

22 Zusammenfassung Analyse. Entscheid. Analyse: - Bestehende Landschaft - Virtualisierungsgrad - Fremd-/ Eigenleistung - Alter von Servern und RZ Virtualisierte Server 100% Mehrheitlich virtuelle Server, vieles inhouse. Outtasking prüfen. Eventuell Sandbox Server in die Cloud. Virtualisiert und outgesourced. Strategie Entscheid: - Standardisierung - Virtualisierung - Outtasking - Outsourcing 50% Mehrheitlich physische Server, alles inhouse. Outsourcing prüfen. Mehrheitlich physische Server, im Outsourcing. Strategie In-/ Outsourcing prüfen. Mehrere Anbieter evaluieren. Sourcen Sie nur aus, was Sie kennen und verstehen! 0% 0% 50% 100% Outgesourcte Leistungen 22

23 Expect more with Siegfried as your preferred partner It s not rocket science, but Buchtipp zum Einlesen. 23

24 Expect more with Siegfried as your preferred partner Danke für Ihre Aufmerksamkeit! Fragen? Jean-Claude Flury Head IT Projects & Business Applications Untere Brühlstrasse Zofingen Tel

25 Expect more with Siegfried as your preferred partner Back up Slides 25

26 IT Siegfried Zwei Abteilungen, gut mit dem Business vernetzt. Upper Management CFO IT Departments IP Applications Projects Organization Support IO Operations Help Desk Projects Systems Business IT IPMs Major Sites (e.g. Zofingen/ Pennsville) Business Super Users All Sites (e.g. Zofingen/ Pennsville/ Malta) 26

27 IT Strategie 2022 Masterarbeit an der FHNW

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