Konzeptrahmen und Leistungsbeschreibung Schülerbetreuung

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1 Konzeptrahmen und Leistungsbeschreibung Schülerbetreuung Die Schülerbetreuung ist ein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot für Kinder im Grundschulalter. Das Angebot hat das Ziel, Kinder ganzheitlich zu fördern, Bildungs- und Entwicklungsprozesse anzuregen und altersgerechte Freizeitangebote vorzuhalten. Dies erfolgt unter Einbeziehung des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplans. Die Kooperation innerhalb der Grundschule und den dazu gehörigen Einrichtungen im Umfeld (Stadtteil, Ortsteil, Region) ist fester Bestandteil der Konzeption. Die Bereitschaft an der Programmentwicklung, Beantragung und Umsetzung von Ganztagskonzepten in Kooperation mit Grundschule und schulnahen Betreuungseinrichtungen aktiv mitzuarbeiten, ist erforderlich (Fortführung und Weiterentwicklung von bereits bestehenden Kooperationsvereinbarung und Mitarbeit in Planungs- oder Programmgruppen). Eine enge Kooperation und Einbindung des Trägers bei der Planung und Umsetzung der Ganztagsangebote von Seiten der Schule ist zu gewährleisten. Wünschenswert und angestrebt ist auch die organisatorische Verantwortung des gesamten Ganztagsprogramms von Seiten des Trägers. Die Bereitschaft zur Weiterentwicklung der eigenen pädagogischen Ausrichtung und Methodik im Rahmen von gemeinsamen Fortbildungen mit dem Kollegium der Schule und durch die Mitarbeit an der Entwicklung von Schulprogrammen ist erforderlich. Die Bereitstellung und Ausweitung eines Stundenkontingents für Koordinationsaufgaben soll in entscheidender Weise der engen Zusammenarbeit und Kooperation mit den innerschulischen und außerschulischen Akteuren dienen. Zudem soll die Entwicklung zu Ganztagsschulen eine Perspektive sein, deren Förderung sich auch die Schülerbetreuung verpflichtet fühlt. ORGANISATORISCHER RAHMEN Zeitstruktur Die Betreuungsdauer von 7:30 Uhr bis 8:45 Uhr, sowie 11:30 17:00 Uhr wird in Kooperation von Grundschule und Träger sichergestellt. Es besteht für Eltern/Erziehungsberechtigte die Möglichkeit der modularen Buchung von 7:30 Uhr bis15:00 oder von 7:00 Uhr bis 17:00 Uhr. Die Grundschule sichert dabei eine verlässliche, tägliche Schulzeit von mindestens 4 Zeitstunden (Jahrgänge 1 und 2) bzw. 5 Zeitstunden (Jahrgänge 3 und 4). Der Träger der Schülerbetreuung organisiert eine ganztägige Ferienbetreuung (8:00 bis 15:00 Uhr/ 17:00 Uhr) bei max. 25 Schließtagen pro Jahr.

2 Personalausstattung Für das Angebot stellt der Träger ausreichendes Fachpersonal Erzieherinnen und Erzieher/Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen sowie geeignete Unterstützungskräfte zur Verfügung. Mit geeigneten Unterstützungskräften werden weitere Bildungsangebote und Hausaufgabenbetreuung durchgeführt damit insgesamt eine inhaltlich gute Verzahnung zur Schule erreicht werden kann. Diese Unterstützungskräfte müssen persönlich und pädagogisch geeignet sein, nicht jedoch Fachkräfte im Sinne der hessischen Mindestverordnung. Damit eine gute Vernetzung/Abstimmung mit und in der Grundschule mit deren Gremien, Angeboten und Profil gewährleistet ist, ist zusätzlicher Koordinationsbedarf notwendig. Für diese Koordinierungsaufgaben steht ein zusätzliches Kontingent von wöchentlich 5 Fachpersonalstunden zur Verfügung. Die Eingruppierung orientiert sich an den Vorgaben des Trägers wird aufgrund der Ferienangebote, die ganztägig stattfinden, als Jahresarbeitszeit berechnet. Räume Das Raumangebot der Erweiterten Schulischen Betreuung orientiert sich an den qualitativen Standards des Jugendhilfebereichs unter Einbeziehung von Räumen, die bei gleichzeitiger Nutzung auch den schulischen Erfordernissen optimal entsprechen. Daraus ergeben sich Räumlichkeiten, die entweder monofunktional oder multifunktional zu nutzen sind. Dies berücksichtigt auch die Bedarfe im Rahmen der Ganztagsschulentwicklung. Schule, Schulträger und Träger der Schülerbetreuung entwickeln ein gemeinsames Raumkonzept, das sowohl Funktionsräume für die Betreuung als auch eine Festlegung der Räume mit gemeinsamer Nutzung und Nutzungsregeln vorsieht. Die Ausstattung der Betreuungsräume und der multifunktional genutzten Klassenräume erfolgt in Abstimmung mit dem Schulträger. Hierfür werden gesonderte Finanzmittel gewährt. Folgende Räume stehen somit einer Erweiterten Schulischen Betreuung zur Verfügung: Betreuungsräume Räume, die einer entsprechenden Funktion zugeordnet werden und in den Betreuungszeiten dem Betreuungsangebot zur Verfügung stehen, aber bei Bedarf auch am Vormittag von der Schule genutzt werden können) Multifunktionale Klassenräume Fachräume, Bibliothek, Turnhalle und Außengelände, die in den Betreuungszeiten für die Erledigung von Hausaufgaben und für Bildungs-, Freizeit- und Bewegungsangebote genutzt werden können Büro/ Besprechungsraum für Leitungs- und Koordinationsaufgaben

3 Mittagessen Die Versorgung mit einem warmen Mittagessen sowie die entsprechenden Räumlichkeiten für die Essensversorgung werden für alle Kinder durch den Schulträger sichergestellt. Das Mittagessen ist fester Bestandteil des Angebotes.

4 Leistungsverzeichnis Schülerbetreuung Leistungen: Betreuung von Schülerinnen und Schülern während der Schulzeit täglich von 7:30 Uhr bis 8:45 Uhr und Uhr Ferienbetreuung von Uhr Erledigung der Hausaufgaben Thematische Nachmittagsangebote (z.b. Kreativwerkstatt, Bewegungsbaustelle) Projekte (z.b. Zirkus) Spiel- und Freizeitangebote Begleitung zum Mittagessen Getränke (Mineralwasser, Tee) Zielgruppe: Schüler/innen der Vorklasse bis 4. Klasse, die die Schule besuchen Ziele: Ganzheitliche Förderung der Kinder Anregung von Bildungs- und Entwicklungsprozessen Altersgerechte Bildungs- und Freizeitangebote Einübung sozialer Gruppenkompetenzen Arbeitsprinzipien: Partizipation der Schüler/innen an der Gestaltung der Nachmittagsangebote, der Ferienbetreuung, der Ausflüge sowie der Projekte Freiwilligkeit bei der Teilnahme der Nachmittagsangebote Klarheit bei Regeln und Abläufen Intensive Kooperation mit der Schule, den Eltern und anderen Betreuungseinrichtungen in der Kommune Methoden/Didaktik: Systematische Beobachtung und Ableitung von individuellen Förderzielen Förderung der partizipatorischen Fähigkeiten durch regelmäßiges Kinderplenum Mitgestaltung an den Nachmittagsangeboten, den Projekten, der Wahl der Ausflugsziele und der Themenwahl für die Ferienbetreuung Einübung sozialer Gruppenkompetenzen durch regelmäßige Gruppenaktivitäten in den Bezugsgruppen der Großgruppe Unterstützung bei der Erledigung der Hausaufgaben Vermittlung bei Konflikten

5 Zusammenarbeit mit Eltern: Regelmäßiger Austausch und Kooperation Elterngespräche (mind. 1 x im Jahr und bei Bedarf) Schriftliche Elterninformationen zum Ferienprogramm und zu den Ausflügen Zusammenarbeit mit der Schule: Regelmäßiger Austausch und Kooperation mit der Schulleitung Regelmäßiger Austausch und Kooperation mit den Klassenlehrer/innen Teilnahme an Konferenzen Vernetzung in der Kommune Regelmäßiger Austausch und Kooperation mit den Betreuungseinrichtungen in der Kommune Rahmen/Ressourcen: Betreuungsteam: Qualifizierte Mitarbeiter/innen für die Schülerbetreuung (Fachrichtungen: Diplom-Pädagogik, Erziehung, Kunstpädagogik, BA Soziale Arbeit, Lehramt, FSJ - Freiwilliges Soziales Jahr, BFD-Bundes Freiwilligen Dienst, sowie geeignete Unterstützungskräfte) Betreuungsräume Raum/Räume für Hausaufgaben Nutzung von Funktionsräumen der Schule Umfangreiches Lern-, Spiel- und Bastelmaterial 25 Schließtage im Jahr Finanzierung: Finanzierung über Elternbeiträge; HKM, Landkreis, Kommune Wirtschaftliche Jugendhilfe im Bedarfsfall Bildungs- und Teilhabepaket im Bedarfsfall

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