Mobil in Wien Neue Wege für das Fortkommen in der Stadt

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1 Mobil in Wien Neue Wege für das Fortkommen in der Stadt Pressegespräch mit Vizebürgermeisterin Renate Brauner (Öffi-Stadträtin) Vorstandsdirektorin Gabriele Domschitz (Wiener Stadtwerke) Geschäftsführerin Alexandra Reinagl (Wiener Linien) Wien, 15. Jänner

2 Renate Brauner: Wiener Stadtwerke schaffen mit Mobilitätskarte und SMILE Basis für Mobilität der Zukunft Wien wächst Jahr für Jahr um rund Menschen, und damit verändert sich auch das Mobilitätsverhalten in der Stadt. Die Wiener Stadtwerke als Wiens zentraler Mobilitätsanbieter begleiten diese Entwicklung auch in den kommenden Jahren mit weiteren Investitionen in Qualität und Service. Öffi-Stadträtin Renate Brauner: Für viele Wienerinnen und Wiener, aber auch tausende Pendler wird das Fortkommen in der Stadt damit noch bezahlbarer, noch komfortabler und es bleibt nach wie vor kostengünstig. Diese Anstrengungen werden auch international beachtet, nicht umsonst bewegt sich Wien in internationalen Stadtvergleichen stets im Spitzenfeld. So auch im topaktuellen Smart City Ranking des US-Klimaexperten Boyd Cohen, wo Wien gemeinsam mit Kopenhagen und Amsterdam die ersten drei Plätze belegt. Möglich wird dies auch durch den Einsatz immer modernerer Verkehrslösungen, die Wien mobiler machen als jemals zuvor. Brauner weiter: In den vergangenen Jahrzehnten haben die Wiener Stadtwerke Milliarden Euros in den öffentlichen Verkehr investiert. Das Öffi-Netz 2014 ist mit dem von vor 20 Jahren nicht zu vergleichen. Es ist größer, moderner, schneller und im europäischen Vergleich extrem kostengünstig. Wenn Angebot geschaffen wird, wird das auch genutzt. Waren 1993 noch 40 Prozent mit dem Auto und 29 Prozent mit den Öffis unterwegs, ist es heute umgekehrt: nur noch 27 Prozent der Wege in Wien werden mit dem Auto zurückgelegt, 39 Prozent mit den Öffis. Ab 1. Jänner 2015 wird es daher nicht nur eine neue Jahreskarte im Scheckkartenformat geben, sondern auch eine neue Mobilitätskarte, also eine Jahreskarte plus für den Großraum Wien, die eine Vielzahl von Verkehrsdienstleistungen auf einer Karte vereint. Mit der neuen Mobilitätskarte kann man verschiedene Verkehrsangebote kombinieren und kostengünstig nutzen. Beispiel: Mit dem Elektroauto von zu Hause in die Garage (WIPARK), das Auto dort an die Ladestation (der Wien Energie) anhängen, mit der U-Bahn (Wiener Linien) weiter und dann mit dem Citybike bis ans Ziel alles mit einer Karte. In den nächsten Jahren sollen dann weitere Angebote dazukommen, vor allem Carsharing. Die Wiener Mobilitätskarte wird 377 Euro pro Jahr kosten pro Monat ein Euro mehr als die Jahreskarte. Die Wiener Stadtwerke investieren rund 1,8 Mio. Euro in die Umsetzung des Projekts. Die Öffis müssen aber nicht mehr exklusiv genutzt, sondern können in Zukunft ganz einfach mit anderen Formen der Mobilität kombiniert werden. Denn um den Alltag unserer Kundinnen und Kunden möglichst zu vereinfachen braucht es daher individuelle Lösungen, mit den die Wienerinnen und Wiener sich ihre Wege individuell gestalten können, sagt Renate Brauner. Um dabei in Zukunft noch einen großen Schritt weiter zu gehen entwickeln die Wiener Stadtwerke gemeinsam mit den ÖBB den Mobilitätsassistenten SMILE : Eine App, mit der man in den kommenden Jahren jeden Weg, praktisch unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel, mit wenigen Klicks planen, buchen und sofort bezahlen kann. SMILE ist nicht auf den Großraum Wien beschränkt, sondern soll österreichweit eingesetzt werden können. Die Wiener Stadtwerke erhoffen sich sehr viel von diesem Projekt. Insgesamt investieren die Wiener Stadtwerke und die ÖBB zu gleichen Teilen insgesamt 7 Mio. Euro, wovon knapp 3 Mio. Euro vom Klima- und Energiefonds gefördert werden. 2

3 Gabriele Domschitz: Wiener Stadtwerke setzen konkrete Zukunftsprojekte um Die Anforderungen an die zukünftige Mobilität in der Stadt Wien sind hoch. Sie muss bequem und sauber, rasch und verlässlich, sicher und barrierefrei, ständig verfügbar, leistbar und für alle nutzbar, flexibel je nach Transporterfordernis, mit geringstmöglichen Emissionen, von fossilen Energieträgern zunehmend unabhängig, leise, sowie ressourcen- und platzsparend sein, so die für den Mobilitätscluster der Wiener Stadtwerke verantwortliche Vorstandsdirektorin Gabriele Domschitz. Da viele Menschen vor allem innerstädtisch auf das eigene Auto verzichten und sich Nutzen statt Besitzen immer mehr durchsetzt, setzen die Wiener Stadtwerke voll auf die Verstärkung dieses Trends. Trägermedium dieser Entwicklung ist die Mobilitätskarte, die mittelfristig DIE zentrale Karte für Menschen sein wird, die Verkehrsmittel im Raum Wien kombinieren wollen: o Mit der Karte soll man im Raum Wien nach Belieben mit Öffis unterwegs sein, günstiger in WIPARK-Garagen parken, Tanke-Ladestationen für E-Bikes und E-Autos sowie das Wiener Leihradsystem Citybike (Gewista) nutzen können. o Die Sammelkarte für unterschiedlichste Leistungen bringt einen Gewinn an Bequemlichkeit, einen leichten Zugang zu zusätzlichen Services und die Möglichkeit, neue Leistungen einfach auszuprobieren. o Die Erweiterung um attraktive Partner und Mobilitätsangebote ist bereits angedacht Angebote wie Carsharing, Flughafentransfers, Taxis und Mietautos können und sollen schrittweise eingegliedert werden. o Schon in der ersten Stufe vorgesehen sind konkrete Vorteile wie 14 Prozent Rabatt in allen WIPARK-Garagen oder die Gratis-Anmeldung beim Citybike-System. Der nächste Schritt: Der Mobilitätsassistent SMILE Die Wiener Stadtwerke entwickeln mit Wiener Linien und ÖBB eine integrierte Mobilitätsplattform, auf der man mit einem Klick verkehrsmittelübergreifend buchen und bezahlen können soll. Die Schnittstelle zu den NutzerInnen ist ein persönlicher Mobilitätsassistent in Form einer App, in der alle Daten zusammenlaufen und die in Echtzeit den idealen Weg von A nach B anbietet. Alle Tickets für diesen Weg werden über die App gebucht. SMILE ist nicht auf den Großraum Wien beschränkt, sondern soll österreichweit eingesetzt werden können. Der Kunde wird auf der Route begleitet, es gibt Meldungen über Störungen auf der Strecke und mit der App hat man immer den richtigen Validierungsschlüssel (Ticket, Taxi-Bezahlung, e-tanke) dabei. Einzigartig ist SMILE nicht zuletzt bei der Anzahl an Mobilitätsanbietern: Aktuell arbeiten 20 Anbieter von den Öffi-Anbietern in Wien, Graz und Linz bis zu Carsharing-Firmen oder Taxi-Unternehmen an der Entwicklung von SMILE mit. Damit sind wir europaweit Vorreiter in der Entwicklung solcher Mobilitätsassistenten. Die Wiener Stadtwerke erhoffen sich sehr viel von diesem Projekt. Insgesamt investieren die Wiener Stadtwerke und die ÖBB zu gleichen Teilen insgesamt 7 Mio. Euro, wovon knapp 3 Mio. Euro vom Klima- und Energiefonds gefördert werden. Die SMILE-App wird bereits jetzt von ersten Testusern genutzt. Das Forschungsprojekt läuft bis März 2015 und könnte in einem weiteren Schritt allen WienerInnen zur Verfügung stehen. Schon demnächst werden bis zu Wienerinnen und Wiener gesucht, die die App ausgiebig testen sollen. Erst dann kann sinnvollerweise entschieden werden, ob das Forschungsprojekt zum Umsetzungsprojekt wird. 3

4 Alexandra Reinagl: Wiener Linien als starker Partner im Mobilitätskarten-Projekt Die Wiener Linien unterstützen das visionäre Projekt Mobilitätskarte, um die saubere und sichere Mobilität in der Stadt weiter voranzutreiben. Als Grundlage sieht Wiener Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl die Jahreskarte. Die Wiener Linien bieten das dichteste Mobilitätsangebot in der Stadt und stellen damit das Basisangebot für die NutzerInnen der Mobilitätskarte. Mit den Öffis werden mehr Wege zurück gelegt, als mit jedem anderen Verkehrsmittel, unterstreicht Reinagl. Die Mobilitätskarte sieht sie als Chance, Öffi-GelegenheitsnutzerInnen zu StammkundInnen zu machen. Weitere Zielgruppe: Junge Menschen, die sich gar kein Auto mehr zulegen, sondern gleich das Angebot der Mobilitätskarte nutzen. Die Wiener Linien wollen noch einmal mehr Menschen von den Vorteilen der Öffis überzeugen, die bislang hauptsächlich mit dem Auto unterwegs waren. Denn man spart eine Menge Geld: Wer in der Donaustadt wohnt und im 8. Bezirk arbeitet fährt täglich 18 km zur Arbeit und 18 km zurück. Bei einem durchschnittlichen Auto kommen Versicherung, Benzin, Wertverlust des Autos, Parkpickerl im 8. Bezirk und Wartung auf über 400 Euro im Monat, also rund Euro im Jahr. Mit der Mobilitätskarte geht es (in ein paar Jahren) mit Carsharing von zu Hause zur U2 Seestadt, von dort mit der U-Bahn zum Schottentor und mit dem Citybike weiter bis zum Arbeitsplatz. Und das um 377 Euro für die Mobilitätskarte plus den Aufwendungen für das Carsharing (Kosten je nach Nutzung des Angebots). Alles neu bei der Jahreskarte ab 1. Jänner 2015 Gleichzeitig mit der Einführung der Mobilitätskarte wird aber auch eine Karte ganz neu gestaltet, die die Wienerinnen und Wiener seit nunmehr über 30 Jahren gut kennen: Die Jahreskarte der Wiener Linien. Die Jahreskarte ist eine Erfolgsgeschichte: Seit 1982 wird sie ausgegeben. Heute nutzt bereits über eine halbe Million Menschen das Angebot der Jahreskarte. Die Jahreskarte bietet im internationalen Vergleich enorm viel und ist dabei extrem günstig: Betrachtet man alleine den Preis, so sind die Wiener Linien knapp hinter Rom auf Platz 2 im europäischen Vergleich. Rechnet man das Angebot hinzu, ist Wien Europameister wenn nicht sogar Weltmeister. Bewährte Karte in neuem Kleid Ein modernes Unternehmen braucht auch eine zeitgemäße Karte für ihre Kunden. Auch Kunden wünschen sich ein neues Design der Jahreskarte: Plastikkarte im Scheckkartenformat. Mit dem Neudesign kommen die Wiener Linien einem Wunsch vieler Kunden nach, erzielen eine höhere Fälschungssicherheit und eine insgesamt leichtere Handhabung. Sie wird ab Jahresbeginn 2015 sukzessive an alle JahreskartenbesitzerInnen ausgegeben, sagte Reinagl. 4

5 Rückfragehinweise: Ferdinand Pay Mediensprecher Vbgmin Renate Brauner Telefon: +43(0)1/ Wiener Stadtwerke Holding AG Thomas Geiblinger Konzernpressesprecher Telefon: +43(0)1/53123/ Wiener Linien GmbH und Co KG Kommunikation Telefon:+43(0)664/ Journaldienst für JournalistInnen 5

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