Angst und Sucht aus neurobiologischer Perspektive: Einblicke in die moderne Hirnforschung

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1 Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften, Fachrichtung Psychologie Dr. Markus Mühlhan Angst und Sucht aus neurobiologischer Perspektive: Einblicke in die moderne Hirnforschung

2 Warum sind neurobiologische Korrelate von Angst und Sucht überhaupt von Interesse? Wir können nicht behandeln was wir nicht kennen Angst- und Substanzkonsumstörungen gehen mit bestimmten Erlebens- und Verhaltensweisen einher Die Aufdeckung der zugrundeliegende neurobiologischen Faktoren ermöglicht ein tiefgreifendes Verständnis der Störungen Einblick ins System (Gehirn) Therapien können entwickelt bzw. gezielt angepasst werden 2

3 Was ist Angst? Kognitiv: es wird etwas schreckliches Passieren (Grübeln, Konzentrationsschwäche) Veränderung der Aufmerksamkeit Affektiv: subjektives Angstgefühl (Unbehagen, Getrieben, Unruhig) Physiologisch: Schwitzen, Herzrasen, Zittern, Enge in der Brust, trockener Mund Verhalten: Vermeidung und Flucht Angst ist etwas ganz normales 3

4 Was passiert bei Angst im Gehirn? Kognitiv: Es wird etwas schreckliches passieren (Grübeln) DMN: Selbstreferenzielle Prozesse, Zukunftsplanung, biographisches Gedächtnis (Menon, 2011) 4

5 Was passiert bei Angst im Gehirn? Kognitiv: Konzentrationsschwäche, Veränderung der Aufmerksamkeit) CEN: Entscheidungen, Planung, Strategie, exekutive Kontrolle, rationales Denken (Menon, 2011) 5

6 Was passiert bei Angst im Gehirn? Veränderung der Aufmerksamkeit Affektiv: subjektives Angstgefühl (Unbehagen, Getrieben, Unruhig) SN: Salienzzuweisung, Überwachung von inneren und äußeren Prozessen (Menon, 2011) 6

7 Warum haben einige Menschen mehr Angst als Andere? Angeborene (genetische) Faktoren, z.b. Variationen im Serotonintransporter Gen SLC6A4 Erworbene Faktoren: z.b. soziale Isolation, Coping, Stressvolle Lebensereignisse Gen x Umwelt Interaktion Haddad & Meyer-Lindenberg,

8 Wann wird Angst zum Problem? Wenn sie unkontrollierbar wird Wenn sie unverhältnismäßig stark wird Wenn sie zu Einschränkungen im privaten oder beruflichen Leben führt Wenn subjektives leiden vorliegt Bsp. Soziale Angststörung 8

9 Was hat Angst mit Sucht zu tun? Zahlreiche Substanzen wirken angstlösend (anxiolytisch) Sie werden konsumiert um dem Empfinden von Angst und Bedrohung entgegenzuwirken 9

10 Was hat Angst mit Sucht zu tun? Bsp. Alkohol reduziert glutamaterge Transmission (verminderte Erregung) aktiviert GABAerge Rezeptoren (verstärkte Hemmung) Moderater Alkoholkonsum wirkt dadurch angstlösend Entlastungstrinken Bei chronischem Konsum wird die Anzahl der glutamatergen NMDA- Rezeptoren erhöht Bei Absetzen/Verminderung der Substanz entsteht somit das Entzugssymptom (u.a. Angst und Anspannung) Hensch,

11 Was hat Angst mit Sucht zu tun? Verminderung der Effekte des Alkohols durch Angst und Stress Angst und Stress können die Empfindlichkeit für negative Folgen des Alkoholkonsums verringern Trauma/Stress -> Serotonin -> GABA -> Alkohol wird besser vertragen Negative Wirkungen später erkannt anfällig für Alkoholmissbrauch Weiterer Faktor: Genetisch bedingte Verträglichkeit von Alkohol bzw. des Alkoholmetabolismus (Alkohol-Dehydrogenase; Aldehyd-Dehydrogenase) 11 Hensch, 2005

12 Aktivierung Was hat Angst mit Sucht zu tun? Bsp. Tabakkonsum Moderate Dosis: anregend, konzentrationsfördernd Steigerung der cholinergen, glutamatergen und dopaminergen Transmission Dosis 12

13 Aktivierung Was hat Angst mit Sucht zu tun? Bsp. Tabakkonsum hohe Dosis: beruhigend, angstlösend cholinerge Blockade ß-Endrophin Nikotinentzug kann wiederum Angstsymptomatik hervorrufen Dosis 13

14 Was hat Angst mit Sucht zu tun? Angst- und Substanzkonsumstörungen treten häufig gemeinsam auf Häufig: Alkohol, Tabak und Sedativa (anxiolytische Wirkung) Seltener: Stimulantien (z.b. Angst einzuschlafen nach traumatischen Erlebnissen) Selbstmedikation Bei Reduzierung/Entzug kehrt sich der Effekt der Substanz um! 14

15 Ein weiterer wichtiger Faktor in der Entstehung von Sucht: Belohnung empfinden Psychotrope Substanzen wirken wie Belohnungen (Lernen) im Gehirn Hyporeaktivität des Belohnungssystems begünstigt Substanzkonsum abhängig von genetischen und erworbenen Faktoren 15

16 Ein Beispiel: Jugendliche Raucher vs Nicht-Raucher Je geringer die Aktivität im Striatum auf die Erwartung einer Belohnung, desto höher war die Anzahl der gerauchten Zigaretten Je schlechter das Empfinden von Belohnungen und je geringer die Aktivität des Belohnungssystems, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit des Substanzkonsums Als Ersatz für das fehlende Belohnungsgefühl Peters et al, 2011 Am J Psychiatry 16

17 Fazit: Warum entwickeln manche Menschen eher eine Substanzkonsumstörung als andere? Angst/Angststörungen begünstigen die Entstehung Ein vermindertes Empfinden von Belohnungen begünstigt die Entstehung Beide Faktoren sind stark von der Genetik und der Umwelt abhängig Keine moralisch wertbaren Gründe wie der hat sich nicht unter Kontrolle Wie somatische Krankheiten haben auch Substanzkonsumstörungen organische (neurobiologische) Ursachen 17

18 Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! 18

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