Masern über Impfung und Kontaktabklärungen zur Elimination

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Masern über Impfung und Kontaktabklärungen zur Elimination"

Transkript

1 Masern über Impfung und Kontaktabklärungen zur Elimination Seit mehr als 40 Jahren gibt es eine Impfung gegen Masern. Trotzdem ist die ehemalige Kinderkrankheit noch nicht ausgerottet und fordert weiterhin Todesopfer, vor allem in der dritten Welt. Im ersten Beitrag einer Reihe von drei Artikeln werden die Epidemiologie und die Bekämpfungsmassnahmen auf Bevölkerungsebene gegen die Masern vorgestellt. In den folgenden Ausgaben werden Philip Tarr und Peter Graber, die leitenden Infektiologen der Standorte Bruderholz und Liestal des Kantonsspitals Baselland, die klinischen Aspekte der Krankheit darstellen sowie Karin Seibold und Claudia Wandt, Ko-Präsidentinnen der Schulgesundheitskommission Baselland, sie aus kinderärztlicher und schulärztlicher Sicht beschreiben. Praktisch alle heute über 50-Jährigen haben die Masern mit Fieber und Hautausschlag während ihrer Kindheit durchgemacht. Seit der Verfügbarkeit der entsprechenden Impfung ist die hochansteckende Krankheit erfreulicherweise deutlich seltener geworden, tritt aber in allen Altersgruppen auf. Medikamente, die nach einer Erkrankung direkt gegen das verursachende Virus wirken, gibt es noch heute nicht. Ernsthafte Komplikationen können auftreten, vor allem Entzündungen von Lunge, Mittelohr und Gehirn. 23 Prozent der seit 2014 in der Schweiz an Masern Erkrankten mussten sich in Spitalpflege begeben, noch heute sterben trotz Behandlung in entwickelten Ländern bis zu 3 von Erkrankten, in Entwicklungsländern gar bis zu 500, also jeder 20. Masernpatient. Wirksame und sichere Impfung seit mehr als 40 Jahren Seit den 1960er-Jahren gibt es Masernimpfstoffe, seit 1985 wird in der Schweiz eine kombinierte Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln empfohlen. Der verwendete Masernimpfstoff, der auch einzeln erhältlich ist, bietet nach zwei Impfdosen einen lebenslang anhaltenden Impfschutz von etwa 95 Prozent. Nebenwirkungen der Impfungen werden streng überwacht. Am häufigsten sind Schwellungen und Schmerzen an der Einstichstelle und leichtes Fieber. Vorübergehende Hautausschläge treten etwa bei zwei Prozent auf, ernsthaftere Beschwerden sehr selten. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hält in ihrer entsprechenden Stellungnahme insbesondere fest, dass auch nach umfangreichen Untersuchungen keinerlei Zusammenhang mit neurologischen Dauerschäden, dem Guillain- Barré-Syndrom, Autismus oder auch entzündlichen Darmerkrankungen gefunden werden konnte. Die WHO bietet auf ihrer Website einen Überblick über den Anteil der mindestens einmal Geimpften im Alter von einem Jahr. 30 der 53 Länder in der Region Europa haben dabei gemäss den Daten für 2013 eine < 50% 50% 79% 80% 89% > 90% Not applicable No data Juni 2015

2 Durchimpfung von 95 Prozent erreicht. Die Schweiz liegt auf Rang 36 mit 93 Prozent. Schlusslichter in Europa sind die Ukraine, Österreich und San Marino mit Werten zwischen 79 Prozent und 74 Prozent, weltweit der Südsudan mit 30 Prozent und die Zentralafrikanische Republik mit 25 Prozent. Gemäss den letzten nationalen Zahlen aus dem Jahr 2012 lag die Durchimpfung mit zwei Dosen in der Schweiz bei 89 Prozent bei den 2-Jährigen, 92 Prozent bei den 3- bis 8-Jährigen sowie 89 Prozent bei den 9- bis 16-Jährigen. Die entsprechenden Baselbieter Daten aus dem Jahr 2011 waren 86 Prozent, 87 Prozent und 84 Prozent. Auch aus dem Jahr 2014 liegen inzwischen die kantonalen Angaben vor: Sie sind 89 Prozent, 92 Prozent und 91 Prozent. Impfschutz vorhanden, so sind keine weiteren Massnahmen notwendig. Ist dies nicht der Fall, so ist bis 72 Stunden nach der mutmasslichen Ansteckungsgefahr, der sogenannten potenziellen Exposition, noch eine Nachimpfung möglich. Speziell gefährdeten Personen, also Älteren, Schwangeren und Immunsupprimierten, wird zudem bis sechs Tage nach der Exposition eine Behandlung mit Immunoglobulinen angeboten. Falls dies nicht möglich ist, müssen potenziell Exponierte bis zur maximalen Dauer Familie, sondern ist auch ein Akt der Solidarität auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene. PD Dr. med. Brian Martin, Kantonsarzt Baselland; Dr. med. Gabrielle Schmid, stellvertretende Kantonsärztin Masernelimination als Ziel der nationalen Strategie Die Weltgesundheitsorganisation WHO ebenso wie unser eigenes Land haben sich die Ausrottung der Masern zum Ziel gesetzt. Die wichtigste Massnahme dazu ist sicher die konsequente Impfung. Da Masernviren nur in Menschen überleben und durch diese weitergegeben werden können, kann eine kollektive Immunität oder sogenannte Herdenimmunität erreicht werden, sobald 95 Prozent der Bevölkerung entweder zwei Impfdosen erhalten oder die Krankheit durchgemacht haben. Bis dies erreicht ist, können aber Ausbrüche immer wieder vorkommen. Im Jahr 2008 wurden deshalb die Massnahmen zur Bekämpfung von Masern und Masernausbrüchen bei behandelnden Ärztinnen und Ärzten, den Gesundheitsbehörden von Kantonen und Bund sowie weiteren Partnern wie den Schulgesundheitsdiensten verstärkt. Dazu gehört, dass nach Bekanntwerden eines Masernfalles alle Personen kontaktiert werden, die während der potenziell ansteckenden Phase mit ihm Kontakt gehabt haben. Ist ein Maserndurchimpfung weltweit im ersten Lebensjahr mit mindestens einer Impfdosis gemäss Website der Weltgesundheitsorganisation WHO (www.who. int/topics/measles) der Inkubationszeit, also dem zeitlichen Abstand zwischen Exposition und Auftreten der Symptome von 21 Tagen, zuhause bleiben, um eine weitere Verbreitung zu verhindern. Masernimpfung im eigenen Interesse und als Akt der Solidarität Die beschriebenen Massnahmen haben auch in der Schweiz zu einer deutlichen Abnahme der Masernfälle geführt. Seit 1999 sind Masern meldepflichtig, im Jahr 2014 gab es noch 23 Fälle, von Januar bis Mitte März des laufenden Jahres deren acht. Seit Oktober 2013 gab es keine Ausbrüche mit mehr als zwei Erkrankungen. Bis das Eliminationsziel einer Durchimpfung von 95 Prozent erreicht ist, werden aber aufwendige Eindämmungsmassnahmen notwendig bleiben und grosse Ausbrüche wie 2003, 2007 bis 2009 sowie 2011 mit jeweils zwischen 600 und mehr als 2200 Erkrankten jährlich sind ebenso wenig auszuschliessen wie die Verschleppung der Krankheit bis in Länder mit schlechterer Gesundheitsversorgung als der unseren. Wichtigste Massnahme zur Bekämpfung der Masern bleibt die Impfung mit zwei Dosen. Diese dient nicht nur dem Schutz der Gesundheit des Einzelnen und der eigenen Zeitlicher Verlauf einer Masernerkankung gemäss Richtlinien des Bundesamts für Gesundheit BAG Schwerpunkt Masernstrategie 2015: Impflücken schliessen Die Schweiz verfolgt das Ziel einer Elimination der Masern. Im Jahr 2015 ist der Schwerpunkt der entsprechenden Strategie, Impflücken zu schliessen. Allen Personen mit Jahrgang 1964 und jünger, die nicht die Masern durchgemacht haben und die nicht mit zwei Dosen geimpft worden sind, wird deshalb empfohlen, sich nachimpfen zu lassen. Individuelle Beratung und die entsprechenden Impfungen werden bei allen Hausärztinnen und Hausärzten angeboten. Die Impfung erfolgt zulasten der obligatorischen Krankenversicherung, bis Ende 2015 ist sie auch von der Franchise befreit. Weitere Informationen zum Thema Masern sind auf der Website des Bundesamts für Gesundheit BAG sowie beim kantonsärztlichen Dienst Baselland erhältlich. Juni

3 Masern klinische Aspekte und Komplikationen In der Schweiz hat die Häufigkeit der Masern durch die in den Sechzigerjahren eingeführte Impfung stark abgenommen. Die Krankheit ist daher nicht mehr so gut bekannt. Vor allem jüngere Ärzte haben noch nie einen Fall gesehen. Dieser Artikel beinhaltet die klinischen Aspekte der Masern sowie die Masernkomplikationen. Der bereits erschienene erste Beitrag der Serie hat die Epidemiologie und die Bekämpfungsmassnahmen auf Bevölkerungsebene abgehandelt, der dritte noch erscheinende Artikel wird sich den kinderärztlichen und schulärztlichen Aspekten widmen. Tag 1 Einzelne Flecken Abbildung 1: Bindehautentzündung bei Masern. Die sonst weissen Skleren sind deutlich gerötet und können juckend und schmerzhaft sein. Die Masern sind hochansteckend Die Masern gehören zu den höchst ansteckenden Viruskrankheiten. Tritt in einer Familie ein Masernfall auf, so werden etwa 75 bis 90 Prozent der nicht immunen Haushaltsmitglieder erkranken. Man nimmt an, dass in einer nicht immunen Population jeder Masernkranke im Durchschnitt 12 bis 18 weitere Individuen anstecken kann. Die Ansteckung erfolgt über Atemwegssekretionen, durch kleinste infektiöse Tröpfchen. Die klinischen Aspekte der Masernerkrankung Die klassische Masernerkrankung verläuft in mehreren Phasen. Acht bis zwölf Tage nach Ansteckung kommt es zur Prodromalphase mit hohem Fieber, ausgeprägtem Krankheitsgefühl, Apathie, Lichtscheu und Appetitlosigkeit, gefolgt von Schnupfen, Halsschmerzen, trockenem Reizhusten sowie einer eindrücklichen Bindehautentzündung der Augen (Abbildung 1). Nach zwei bis vier Tagen treten an der Wangenschleimhaut die sogenannten Koplik schen Flecken auf (Abbildung 2). Es handelt sich hierbei um ein bis drei Millimeter grosse, weissliche, stippchenartige Flecken auf der Schleimhaut, meist den Stockzähnen gegenüberliegend. Die Suche nach Koplik schen Flecken ist sehr wichtig für die frühe klinische Diagnose, weil sie hochgradig typisch für die Maserninfektion sind. Halsschmerzen und einer Bindehautentzündung der Augen begleitet. Die einzelnen Flecken des Ausschlags können nach einigen Tagen zusammenfliessen und werden dann fälschlicherweise als diffuse Rötung der Haut wahrgenommen die aufmerksame Ärztin wird aber an Armen oder Beinen immer noch maserntypische, einzelne rote Flecken finden (Abbildung 3). Etwa 48 bis 72 Stunden nach Ausbruch des Ausschlags kommt es allmählich zur Abheilung mit Abblassen des Hautausschlags und Nachlassen des Fiebers sowie der Atemwegssymptome. Häufig kommt es zu einer Schuppung der Haut. Diagnosestellung Während einer Masernepidemie und entsprechendem Kontakt mit einem Masernkranken gibt es kaum Schwierigkeiten, die Masern zu diagnostizieren. Ausserhalb einer Epidemie kann die Danach folgt das Stadium des Hautausschlags. Auf der Haut zeigen sich drei bis acht Millimeter grosse, rote, zum Teil erhabene Flecken, die typischerweise zuerst hinter den Ohren und im Gesicht auftreten und sich allmählich von oben nach unten über den Hals, Oberkörper, Stamm und die Arme und Beine ausbreiten. Der Ausschlag wird von hohem Fieber, geschwollenen Lymphknoten, Husten, Masernkomplikationen und ihre Häufigkeit Komplikation Häufigkeit Spitalbedürftigkeit alle Altersklassen 8% Spitalbedürftigkeit > 16 jährige 28% Sterblichkeit an Masern 1:3000 Lungenentzündung 1:200 Masernenzephalitis (Hirnentzündung) 1: Oktober 2015

4 Masern Ausschlag Tag 3 bis 4 Zusammenfliessende Flecken Einzelne Flecken Diagnose schwieriger zu stellen sein, denn Fieber und Ausschlag können auch durch andere Erreger bedingt sein. Die Sicherung der Diagnose erfolgt mittels Masern-Antikörpernachweis im Blut oder mittels Nachweis des Masernvirus aus einem Nasen-Rachen-Abstrich. Es gibt keine gezielte Behandlung gegen das Masernvirus Eine gezielte, gegen das Masernvirus gerichtete Therapie existiert nicht. Die Behandlung der Masern ist unterstützend, d.h. sie besteht vorwiegend in der Linderung der Symptome sowie der Behandlung allfälliger Komplikationen. Die Masern-Komplikationen: gefürchtet und gar nicht so selten Masern sind keine so harmlose Kinderkrankheit, wie oft vermutet wird. Tabelle 1 zeigt eine Übersicht über die häufigsten Komplikationen. In der Schweiz stirbt zirka eine pro 3000 an Masern erkrankte Personen. Ungefähr acht Prozent aller Masernfälle müssen hospitali- siert werden oder die Notfallstation aufsuchen. Bei den über 16-Jährigen sind es bereits 28 Prozent, die im Spital behandelt werden müssen. Komplikationen treten also bei Erwachsenen gehäuft auf. Die Maserninfektion führt zu einer vorübergehenden Immunschwäche von etwa sechs Komplikationen der Masern-Mumps-Rötelnimpfung Anaphylaxie (schwere allergische Reaktion): 1-10 pro Mio. Geimpfte Fieberkrämpfe: ca. 1 pro 1500 Geimpfte Konvulsionen: 3 bis 385 pro Mio. Geimpfte verglichen mit 5000 bis 7000 pro Mio. Masernerkrankte Abfall der Blutplättchen: 25 bis 40 pro Mio. Geimpfte vs. 330 pro Mio. Masernerkrankte Wochen Dauer, was die Empfänglichkeit für zusätzliche bakterielle Infektionen begünstigt (z.b. Mittelohrentzündung, vor allem bei Kleinkindern, welche zu bleibendem Hörverlust führen kann). Durchfall tritt bei bis zu 30 Prozent der hospitalisierten Patienten auf, ebenso Leber- und Blinddarmentzündung. Die Masern können auch die Lungen anstecken, mit einer Häufigkeit von 1:200. Die Masern-Lungenentzündung kann schwer verlaufen und ist eine der häufigsten masernbedingten Todesursachen bei Kleinkindern. Sehr gefürchtet ist die sogenannte Masernenzephalitis, die Entzündung des Hirns (Häufigkeit 1:1000). Innerhalb von wenigen Tagen nach Auftreten des Hautausschlags kommt es dabei zu starken Kopfschmerzen, Lichtscheu und Verwirrung. Es können Krampfanfälle auftreten bis hin zu Koma und Tod. 25 Prozent der Kinder leiden nach einer durchgemachten Masernenzephalitis an einer bleibenden Behinderung. Eine sehr seltene Komplikation (vier bis elf Fälle / Masernerkrankte) ist die sogenannte subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE). Dabei handelt es sich um eine chronische Gehirnentzündung, deren Symptome sieben bis zehn Jahre nach einer Maserninfektion auftreten und die fast immer tödlich endet. Die SSPE tritt nur nach einer Maserninfektion auf und nicht nach einer Masernimpfung. Die Gefahren einer Maserninfektion können durch die Masernimpfung wirksam und sicher vermieden werden. Nach zwei Impfdosen wird ein lebenslang anhaltender Impfschutz von etwa 95 Prozent erreicht. Die Masernimpfung ist eine sehr sichere Impfung und Impfkomplikationen sind sehr selten (Tabelle 2). Leichte Symptome wie Schwellung und Schmerzen an der Einstichstelle und leichtes Fieber können auftreten. Die Impfung enthält ein stark abgeschwächtes, aber lebendiges (vermehrungsfähiges) Virus daher dürfen immungeschwächte Personen nicht geimpft werden. Weitere Informationen sind auf der Website erhältlich. Peter Graber, Philip Tarr, leitende Ärzte, Infektiologie und Spitalhygiene, Kantonsspital Baselland Abbildung 3: Masern Ausschlag. Abbildung 2: Koplik sche Flecken. Die aufmerksame Ärztin wird bei Masernverdacht immer einen Blick auf die Wangenschleimhaut werfen. Denn die Koplik schen Flecken kommen fast ausschliesslich bei Masern vor. Illustrationen abgebildet mit freundlicher Genehmigung von Bettina Rigoli, Basel Oktober

5 Masern aus kinder- und schulärztlicher Sicht Masern sind in Mitteleuropa seit der Einführung der Masernschutzimpfung selten geworden. In Afrika, Asien sowie in der Region östliches Mittelmeer gehören die Masern zu den häufigen Infektionskrankheiten. Aufgrund der grossen Flüchtlingsströme aus diesen Regionen erhöht sich die Gefahr neuer Masernausbrüche auch in Mitteleuropa. Nur durch die vollständige Impfung der gesamten Bevölkerung können Masernepidemien verhindert werden. Der dritte Artikel dieser Serie befasst sich mit der Masernerkrankung aus kinder- und schulärztlicher Sicht. Zur täglichen Routine gehört in der Kinderarztpraxis die Durchführung der Schutzimpfung gegen Masern. Für einen vollständigen Impfschutz sind zwei Impfungen erforderlich. Die erste Impfung wird in der Regel im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen im Alter von zwölf Monaten und die zweite Impfung mit Monaten mit einem kombinierten Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff (MMR- Impfstoff) durchgeführt. Für Säuglinge mit einem erhöhten Risiko einer frühen MMR-Infektion, d.h. Frühgeborene und Kinder in Tagesbetreuung, wird die erste Impfung bereits im Alter von 9 11 Monaten empfohlen. Erfreulicherweise sind seit der Einführung der Masernschutzimpfung Kinder mit einer akuten Masernerkrankung in der täglichen Sprechstunde zu einer Rarität geworden. Umso wichtiger ist es bei potenziell erkrankten Kindern mit verdächtigen Symptomen, die Verdachtsdiagnose Masern rasch in Betracht zu ziehen. Am günstigsten ist es, wenn bereits bei telefonischer Anmeldung der Masernverdacht erkannt wird, um das möglicherweise masernkranke Kind von Anfang an konsequent zu isolieren, bis die Diagnose gesichert oder ausgeschlossen werden kann. Da die Masernsymptome zu Beginn einer Erkältung ähnlich sein können, müssen ungeimpfte Kinder beim geringsten Verdacht ärztlich untersucht werden. Nur frühzeitige Identifikation und Isolation von Masernkranken verhindern die weitere Ausbreitung. Typischer Krankheitsverlauf Sieben bis 18 Tage nach der Infektion mit dem Masernvirus beginnt das sogenannte Prodromalstadium (Dauer 3 4 Tage). Es treten unspezifische Erkältungssymptome wie Schnupfen, Fieber, Halsschmerzen, Husten und gelegentlich auch Magen-Darmprobleme auf. In dieser frühen Phase der Erkrankung zeigen sich auch die maserntypischen Koplikflecken an der Wangenschleimhaut. Es handelt sich um leicht zu übersehende, kleine kalkspritzerartige Nekrosen an der Wangenschleimhaut, zumeist den Backenzähnen gegenüberliegend. Ausserdem leiden die betroffenen Kinder unter einer Bindehautentzündung mit deutlicher Rötung der Augen, begleitet von ausgeprägter Lichtscheu. Die Kinder fühlen sich daher in abgedunkelten Räumen besser. Diese für die Masernerkrankung typische Lichtscheu Was können Tageseinrichtungen, Kindergärten und Schulen zur Masernelimination beitragen? 1. Die Eltern werden bereits bei der Anmeldung über die Wichtigkeit der Masernimpfung (2 Impfdosen) informiert. 2. Alle Mitarbeiter (Lehrpersonen, Verwaltung, Technik und Reinigung) der Schule werden aufgefordert, ihren Impfschutz zu prüfen und bei Bedarf zu vervollständigen. 3. Information aller Schüler/innen und Mitarbeitenden, die keine Masernerkrankung durchgemacht haben und die Durchführung der Impfung verweigern, dass sie bei Kontakt mit einem Masernpatienten oder Masernverdachtfalles 3 Wochen nicht in die Schule kommen dürfen (Schulausschluss). 4. Bei Masernverdacht müssen die Gesundheitsdienste sofort informiert werden, damit die notwendigen Massnahmen zur Eindämmung der weiteren Ausbreitung der Masern möglichst rasch eingeleitet werden können. (in Anlehnung an die Empfehlungen für Schulen des BAG/EDI) muss bei ungeimpften Kindern stets den Verdacht auf das Vorliegen einer Maserninfektion lenken. 3 7 Tage nach Auftreten der ersten Symptome kommt es zum charakteristischen Masernexanthem, das hinter den Ohren beginnt und sich dann im Gesicht zeigt, die weitere Ausbreitung erfolgt innerhalb von 2 Tagen über den Rumpf auf Arme und Beine. Dieses Exanthem besteht zunächst aus einzelnen 3 8 mm grossen hochroten Flecken, die im weiteren Verlauf zusammenfliessen. Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit, bei ca. 10 % der Patienten kommt es zu Komplikationen. Gefürchtete schwere Komplikationen sind die Lungenentzündung, die ca. 5 % der Erkrankten entwickeln, und die Masernencephalitis (1 Fall pro 1000 Erkrankte). Beide schwerwiegenden Erkrankungen können zu nachhaltigen Folgeschäden und im schlimmsten Fall sogar zum Tod des Patienten führen. Masernerkrankte in den letzten Jahren In der Schweiz traten in den letzten Jahren erfreulicherweise weniger Masernfälle auf. Kommt es zu einer akuten Masernerkrankung, muss der Schularzt rasch die erforderlichen Massnahmen zur Einschränkung der weiteren Verbreitung der Masernerkrankung einleiten. Masernfälle in der Schweiz Masernerkrankte Masernerkrankte Masernerkrankte 2015 (Jan-Sept.) 35 Masernerkrankte Um die Anzahl der Masernfälle weiter zu reduzieren und die Masern langfristig zu eliminieren, sollte jeder Schularzt sich für eine vollständige Durchimpfung aller Schüler/innen und Mitarbeitenden einsetzen. Dr. med. Karin Seibold-Weiger Dezember 2015

6 roposophie. Steiners These geht davon aus, dass jede durchgemachte Kinderkrankheit einen Entwicklungsschub bewirke. Steiner lehnte Impfungen jedoch nicht grundsätzlich ab. Damals gab es keine Impfungen gegen Kinderkrankheiten. Dank der Impfungen überleben heute viel mehr Kinder die ersten Lebensjahre. Typisches Masernexanthem 4. Wie kann man die Masern behandeln? Eine spezifische Therapie gegen Masern gibt es nicht. Die Symptome lassen sich durch eine schmerz- und fiebersenkende Therapie lindern. Auch bei sofortiger medizinischer Behandlung kann es im Verlauf der Erkrankung zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen kommen. Masern häufige Fragen 1. Sind Masern nicht eine harmlose Kinderkrankheit, die früher jeder durchgemacht hat? Nein, Masern sind nicht harmlos, Komplikationen wie Mittelohrentzündung, Fieberkrämpfe, schwere Lungenentzündung (5 %) und Gehirnentzündungen mit schweren dauerhaften Schädigungen (0,1 %) und Tod sind möglich. 2. Ist das Durchmachen von Erkrankungen nicht wichtig für das Immunsystem des Kindes? Nein, eine durchgemachte Masernerkrankung stärkt das Immunsystem des Kindes nicht. Im Gegenteil, nach einer durchgemachten Maserninfektion ist das Immunsystem über lange Zeit geschwächt, dies macht den Körper anfällig für andere Infektionen. 3. Ist das Durchmachen von Infektionskrankheiten nicht wichtig für die normale Entwicklung des Kindes? Nein. Ein Kind hat dank einer durchgemachten Infektionskrankheit keine Vorteile für die weitere Entwicklung. Diese Idee hat ihren Ursprung in der von Rudolf Steiner begründeten Anth- 5. Wie kann man sich vor Masern schützen? Zuverlässig schützen kann man sich nur durch die 2 x Masernimpfung. Masern sind hochansteckend. Die Infektion erfolgt durch das Einatmen infektiöser Tröpfchen beim Sprechen, Niesen, Husten und durch Kontakt mit infektiösen Sekreten aus Nase und Rachen. Bereits bei kurzem Kontakt stecken sich nahezu alle nicht geimpften Personen an. Da die Erkrankung bereits vor dem Auftreten des typischen Masernexanthems sehr ansteckend ist, sind die Erkrankten noch nicht isoliert und eine Infektion durch Kontakt in der Öffentlichkeit (Tram, Bus, Geschäfte, Kindergarten) ist möglich. 6. Wie lange hält bei Säuglingen der Nestschutz an? Jede Mutter, die Masern durchgemacht hat oder geimpft ist, gibt während der Schwangerschaft Antikörper an ihr Baby weiter. Diese Antikörper schützen den Säugling in den ersten Lebensmonaten vor einer Maserninfektion. Dieser Nestschutz ist bei jedem Baby unterschiedlich lange wirksam (einige Wochen bis Monate). Schwerpunkt Masernstrategie 2015: Impflücken schliessen Die Schweiz verfolgt das Ziel einer Elimination der Masern. Im Jahr 2015 ist der Schwerpunkt der entsprechenden Strategie, Impflücken zu schliessen. Allen Personen mit Jahrgang 1964 und jünger, die nicht die Masern durchgemacht haben und die nicht mit zwei Dosen geimpft worden sind, wird deshalb empfohlen, sich nachimpfen zu lassen. Individuelle Beratung und die entsprechenden Impfungen werden bei allen Hausärztinnen und Hausärzten und Kinderärztinnen und Kinderärzten angeboten. Die Impfung erfolgt zu Lasten der obligatorischen Krankenversicherung, bis Ende 2015 ist sie auch von der Franchise befreit. Weitere Informationen zum Thema Masern sind auf der Website des Bundesamts für Gesundheit BAG sowie beim kantonsärztlichen Dienst Baselland erhältlich. Das Thema Masern wurde in einer dreiteiligen Serie vorgestellt: «Epidemiologie und Eliminationsstrategie» im Infoheft 183, «Das klinische Bild der Masern» in der Nummer 184. Dezember

Ich und meine Gesundheit Lehrerinformation

Ich und meine Gesundheit Lehrerinformation 1/6 Arbeitsauftrag Ziel Die Sch diskutieren, welche Infektionskrankheiten sie bereits gehabt haben und wie ihr Körper auf diese Krankheiten reagiert hat. Die LP erklärt die einzelnen Symptome und Auswirkungen

Mehr

Häufig gestellte Fragen zu Masern

Häufig gestellte Fragen zu Masern Eidgenössisches Departement des Innern EDI Bundesamt für Gesundheit BAG Direktionsbereich Öffentliche Gesundheit Stand: 25 September 2013 Häufig gestellte Fragen zu Masern A) Krankheit: Übertragung & Komplikationen

Mehr

Informationen zu Masern für Ärztinnen und Ärzte

Informationen zu Masern für Ärztinnen und Ärzte Amt für Gesundheit Bu 05.30.02/0980/2011/013 Frauenfeld, August 2014 Informationen zu Masern für Ärztinnen und Ärzte Bei Masern handelt es sich um eine weltweit verbreitete und hochansteckende Virusinfektion.

Mehr

Cytomegalie & Co. Häufige Virusinfektionen in der Schwangerschaft. Deutsches Grünes Kreuz e.v.

Cytomegalie & Co. Häufige Virusinfektionen in der Schwangerschaft. Deutsches Grünes Kreuz e.v. Cytomegalie & Co Häufige Virusinfektionen in der Schwangerschaft Schwangerschaft Eine ganz besondere Zeit der Vorfreude Verantwortung Sorge Die werdenden Eltern möchten alles richtig machen für das Wohl

Mehr

Wichtige Impfungen für Senioren. Vortrag für Mitarbeiter und Bewohner von Pflegeeinrichtungen

Wichtige Impfungen für Senioren. Vortrag für Mitarbeiter und Bewohner von Pflegeeinrichtungen Wichtige Impfungen für Senioren Vortrag für Mitarbeiter und Bewohner von Pflegeeinrichtungen Bedeutung von Impfungen Impfen ist eine der wichtigsten Vorsorgemaßnahme Impfen schützt jeden Einzelnen vor

Mehr

Labortests für Ihre Gesundheit. Vorsorge-Impfungen bei Kindern 29

Labortests für Ihre Gesundheit. Vorsorge-Impfungen bei Kindern 29 Labortests für Ihre Gesundheit Vorsorge-Impfungen bei Kindern 29 01IPF Labortests für Ihre Gesundheit Vorsorge-Impfungen bei Kindern Schutz von Anfang an Kinder: Wenn sie das Licht der Welt erblicken,

Mehr

1/ H1N1-Grippe 2009 und Sie

1/ H1N1-Grippe 2009 und Sie 1/ H1N1-Grippe 2009 und Sie 2/ H1N1 2009 H1N1-Grippe 2009 (manchmal als Schweinegrippe bezeichnet) ist ein neuartiger Grippevirus, der sich weltweit unter Menschen ausbreitet. Da sich dieser Virus stark

Mehr

Gesundheitsvorsorge in der Schule

Gesundheitsvorsorge in der Schule Kanton Zürich Bildungsdirektion Volksschulamt Gesundheitsvorsorge in der Schule Elterninformation Liebe Eltern Die Gesundheit Ihres Kindes liegt auch der Schule am Herzen. Gut sehen und hören sind zum

Mehr

Schutzimpfungen. Gelbfieber Hepatitis A Typhus Hepatitis B Meningokokken-Meningitis Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) Tollwut Masern

Schutzimpfungen. Gelbfieber Hepatitis A Typhus Hepatitis B Meningokokken-Meningitis Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) Tollwut Masern Schutzimpfungen Im Folgenden finden Sie Informationen zu den wichtigsten Krankheiten, den Risikogebieten und den entsprechenden Impfmaßnahmen. Diphtherie, Wundstarrkrampf (Tetanus), Kinderlähmung Gelbfieber

Mehr

EINVERSTÄNDISERKLÄRUNG ZUR SCHUTZIMPFUNG

EINVERSTÄNDISERKLÄRUNG ZUR SCHUTZIMPFUNG EINVERSTÄNDISERKLÄRUNG ZUR SCHUTZIMPFUNG Nimenrix - Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung in einer Fertigspritze Meningokokken-Gruppen A, C, W-135 und Y-Konjugatimpfstoff BITTE

Mehr

... nicht nur für Kleinkinder. LAGO e. V. www.lago-brandenburg.de

... nicht nur für Kleinkinder. LAGO e. V. www.lago-brandenburg.de ... nicht nur für Kleinkinder LAGO e. V. www.lago-brandenburg.de Einleitung Immunsystem Übertragungswege Wirkungen und Nebenwirkungen von Impfungen Nutzen und Bedeutung von Impfungen Erkrankungen, denen

Mehr

Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH

Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH MENINGOKOKKEN Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH Was sind Meningokokken? Meningokokken sind Bakterien, die ausschließlich beim Menschen vorkommen. Bei Gesunden können

Mehr

Richtlinien zur Bekämpfung von Masern und Masernausbrüchen

Richtlinien zur Bekämpfung von Masern und Masernausbrüchen Schweizerische Eidgenossenschaft Conféderation suisse Confederazione Svizzera Confederaziun svizra Eidgenössisches Departement des Innern EDI Bundesamt für Gesundheit BAG Richtlinien zur Bekämpfung von

Mehr

RSV. RSV kennen. Das Virus, das Eltern kennen sollten. Informationen. Kinder schützen

RSV. RSV kennen. Das Virus, das Eltern kennen sollten. Informationen. Kinder schützen RSV kennen Kinder schützen RSV Das Virus, das Eltern kennen sollten. Informationen zu einem wenig bekannten Virus sowie praktische Ratschläge, wie Sie das Risiko einer RSV-Infektion verringern können.

Mehr

Erkältung. Ein complexes Thema einfach erklärt. Trotz Erkältung voll im Leben.

Erkältung. Ein complexes Thema einfach erklärt. Trotz Erkältung voll im Leben. Erkältung Ein complexes Thema einfach erklärt Trotz Erkältung voll im Leben. Erkältung kaum einer entkommt ihr! Eine Erkältung ist weltweit die häufigste Erkrankung, von der Sahara bis nach Grönland. Würde

Mehr

Grippe-Pandemie. Was Sie über eine Grippe-Pandemie (Weltgrippe) wissen sollten.

Grippe-Pandemie. Was Sie über eine Grippe-Pandemie (Weltgrippe) wissen sollten. Grippe-Pandemie Was Sie über eine Grippe-Pandemie (Weltgrippe) wissen sollten. Was finden Sie in dieser Broschüre? Diese Broschüre enthält Informationen über eine Pandemiegefahr (Weltgrippe). Sie gibt

Mehr

Informationen für Schwangere. Grippeimpfung. Impfung in der Schwangerschaft schützt Mutter und Kind.

Informationen für Schwangere. Grippeimpfung. Impfung in der Schwangerschaft schützt Mutter und Kind. Informationen für Schwangere Grippeimpfung Impfung in der Schwangerschaft schützt Mutter und Kind. Gesund durch die Schwangerschaft Das Wohlbefinden und die Gesundheit von Mutter und Kind stehen in der

Mehr

1/ Information über die Grippe einschließlich der neuen H1N1-Grippe für Personen mit bestimmten Krankheiten

1/ Information über die Grippe einschließlich der neuen H1N1-Grippe für Personen mit bestimmten Krankheiten 1/ Information über die Grippe einschließlich der neuen H1N1-Grippe für Personen mit bestimmten Krankheiten 2/ U.S. DEPARTMENT OF HEALTH AND HUMAN SERVICES (US-GESUNDHEITSMINISTERIUM) Centers for Disease

Mehr

Impfen nützt - Impfen schützt

Impfen nützt - Impfen schützt Impfen nützt - Impfen schützt Viele Infektionskrankheiten gelten in Deutschland als augerottet. Dennoch bleibt Impfen eine wichtige Vorsorgemaßnahme. Erreger können zum Beispiel aus anderen Ländern eingeschleust

Mehr

Saisonale Grippe, Vogelgrippe und pandemische Grippe Gut zu wissen Wichtige Informationen für Sie und Ihre Familie

Saisonale Grippe, Vogelgrippe und pandemische Grippe Gut zu wissen Wichtige Informationen für Sie und Ihre Familie Saisonale Grippe, Vogelgrippe und pandemische Grippe Gut zu wissen Wichtige Informationen für Sie und Ihre Familie 3 Was ist die Grippe und wie sehen die typischen Symptome aus? Was ist die Vogelgrippe?

Mehr

AUFKLÄRUNGSBLATT* ZUR IMPFUNG GEGEN DIE FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) *(Auszug aus den jeweiligen Packungsinformationen)

AUFKLÄRUNGSBLATT* ZUR IMPFUNG GEGEN DIE FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) *(Auszug aus den jeweiligen Packungsinformationen) AUFKLÄRUNGSBLATT* ZUR IMPFUNG GEGEN DIE FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) *(Auszug aus den jeweiligen Packungsinformationen) Lesen Sie die gesamte Information sorgfältig durch, bevor Sie sich bzw.

Mehr

zum Schutz Ihres Kindes!

zum Schutz Ihres Kindes! Impfungen... zum Schutz Ihres Kindes! Der DKF - ein Dienst des Ministeriums der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Auch im Internet: www.dglive.be Was ist eine Impfung? Eine Impfung ist eine vorbeugende Maßnahme

Mehr

Impfen. Wir haben ein Recht darauf! ÖGKJ. Fachärztin & Facharzt für Kinder & Jugendliche von 0-18 Jahren

Impfen. Wir haben ein Recht darauf! ÖGKJ. Fachärztin & Facharzt für Kinder & Jugendliche von 0-18 Jahren Impfen Wir haben ein Recht darauf! ÖGKJ ÖSTERREICHISCHE GESELLSCHAFT FÜR KINDER- UND JUGENDHEILKUNDE Fachärztin & Facharzt für Kinder & Jugendliche von 0-18 Jahren Warum impfen? Impfungen zählen zu den

Mehr

EINVERSTÄNDISERKLÄRUNG ZUR SCHUTZIMPFUNG

EINVERSTÄNDISERKLÄRUNG ZUR SCHUTZIMPFUNG EINVERSTÄNDISERKLÄRUNG ZUR SCHUTZIMPFUNG FSME-IMMUN 0,25 ml Junior Injektionssuspension in einer Fertigspritze Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) Impfstoff (Ganzvirus, inaktiviert) Wirkstoff: FSME-Virus-Antigen

Mehr

Die Kinderlähmung gilt in Europa als ausgerottet, die Pocken sogar weltweit.

Die Kinderlähmung gilt in Europa als ausgerottet, die Pocken sogar weltweit. Drei-Tage Fieber Keuchhusten Masern Mumps Röteln Windpocken wilde Blatern Scharlach Die Kinderlähmung gilt in Europa als ausgerottet, die Pocken sogar weltweit. Drei-Tage Fieber Humane Herpesviren 3-8

Mehr

Medizin der Mönche - Kapuzinerkresse und Meerrettich gegen Erkältungen

Medizin der Mönche - Kapuzinerkresse und Meerrettich gegen Erkältungen Medizin der Mönche - Kapuzinerkresse und Meerrettich gegen Erkältungen Editorial Liebe Leserin, lieber Leser, die Nase läuft, der Hals tut weh, Sie frösteln und fühlen sich insgesamt müde und niedergeschlagen?

Mehr

aktive / passive Immunisierung

aktive / passive Immunisierung FS 2010 aktive / passive Immunisierung DTP-Impfstoff Michelle, Andrea 3Ma Überblick Wo befinden wir uns eigentlich? 10 000 Mia. Zellen Nerven-, Muskel-, Bindegewebsoder Blutzellen weißes BK (Leukozyt)

Mehr

AOK-Impfchecker: Masern, Mumps, Röteln

AOK-Impfchecker: Masern, Mumps, Röteln AOK-Impfchecker: Masern, Mumps, Röteln Kinder sind unsere Zukunft. Das scheint in unserer Gesellschaft allgemein anerkannt zu sein. Aber was tun wir, um unseren Kindern diese Zukunft zu sichern? Sie vor

Mehr

1) Warum sollten Sie die Bindehautentzündung grundsätzlich vom Arzt behandeln lassen? 4. 2) Was ist eine Bindehautentzündung? 5

1) Warum sollten Sie die Bindehautentzündung grundsätzlich vom Arzt behandeln lassen? 4. 2) Was ist eine Bindehautentzündung? 5 1) Warum sollten Sie die Bindehautentzündung grundsätzlich vom Arzt behandeln lassen? 4 2) Was ist eine Bindehautentzündung? 5 3) Durch welche Symptome kann sich eine Bindehautentzündung bemerkbar machen?

Mehr

Grippe. (Virusgrippe; Influenza)

Grippe. (Virusgrippe; Influenza) Grippe (Virusgrippe; Influenza) Beschreibung Krankheitsbild Die echte Grippe, Influenza genannt, ist eine durch Viren ausgelöste Infektionserkrankung. Sie hat nichts zu tun mit einem grippalen Infekt oder

Mehr

Impfstatus Schutz vor Infektionen

Impfstatus Schutz vor Infektionen 1207/3/3 www.schleiner.de Bildnachweis: Getty Images: Titel; Fotolia Patienteninformation www.mvz-clotten.de 5.03 5.03 Impfstatus Schutz vor Infektionen Labor Dr. Haas, Dr. Raif & Kollegen Merzhauser Str.

Mehr

Erkrankung Symptome Ansteckungsgefahr Kontaktpersonen Schutz vor Ansteckung Besuch vom Kindergarten Akute Mittelohrentzündung

Erkrankung Symptome Ansteckungsgefahr Kontaktpersonen Schutz vor Ansteckung Besuch vom Kindergarten Akute Mittelohrentzündung Erstelldatum 25.11.2008 15:19:00 1 von 5 Freiburger Kinderhausinitiative e.v. Liebe Eltern: Die Fachkräfte unserer Kitas sind befugt, die Aufnahme eines sichtbar kranken Kindes zum Schutz des Erkrankten

Mehr

Information. Niedersächsisches Landesgesundheitsamt. Informationen für Eltern über öffentlich empfohlene Impfungen im Kindesalter

Information. Niedersächsisches Landesgesundheitsamt. Informationen für Eltern über öffentlich empfohlene Impfungen im Kindesalter Information Niedersächsisches Landesgesundheitsamt Informationen für Eltern über öffentlich empfohlene en im Kindesalter August 2012 Informationen für Eltern über öffentlich empfohlene en im Kindesalter

Mehr

PRESSEINFORMATION Wels, Jänner 2016

PRESSEINFORMATION Wels, Jänner 2016 PRESSEINFORMATION Wels, Jänner 2016 Große und kleine Schnupfennasen: Warum man manchmal die Nase voll hat Die akute Rhinitis zählt zu den häufigsten Infektionskrankheiten des Menschen. Kinder erkranken

Mehr

Nationale Strategie zur Masernelimination 2011 2015. Kurzfassung

Nationale Strategie zur Masernelimination 2011 2015. Kurzfassung Nationale Strategie zur Masernelimination 2011 2015 Kurzfassung Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung 4 2 Ausgangslage 5 2.1 Schweiz erreicht Masernelimination bis anhin nicht 5 2.2 Masernimpfung: Seit über

Mehr

Kleiner Impfberater für Hundehalter

Kleiner Impfberater für Hundehalter Kleiner Impfberater für Hundehalter Für die meisten Tierbesitzer ist der jährliche Impftermin ein regelmäßiger Vorgang. Aber sind alle verabreichten Impfungen immer notwendig und sinnvoll? Die folgenden

Mehr

schützen.at Eine Information von: Cutterguide: N/A Printing Process: Offset GD: GP 30091

schützen.at Eine Information von: Cutterguide: N/A Printing Process: Offset GD: GP 30091 Cutterguide: N/A Printing Process: Offset GD: GP 30091 Size: 100 x 210 mm Pages: 8 Colors: C M Y K (4 Colors) Native File: Indesign CC Windows Generated in: Acrobat Distiller 9.0 schützen.at Eine Information

Mehr

Tipps zur Haltung junger Katzen

Tipps zur Haltung junger Katzen Tipps zur Haltung junger Katzen 1 Liebe Katzenfreunde, wir freuen uns mit Ihnen über Ihr neues Familienmitglied und geben Ihnen gerne ein paar Tipps aus Sicht des Tierarztes zur Haltung und Pflege junger

Mehr

Impressum Zarenga GmbH, Bonn 2015 Zarenga GmbH, Pfaffenweg 15, 53227 Bonn Alle Rechte sind vorbehalten.

Impressum Zarenga GmbH, Bonn 2015 Zarenga GmbH, Pfaffenweg 15, 53227 Bonn Alle Rechte sind vorbehalten. Impressum Zarenga GmbH, Bonn 2015 Zarenga GmbH, Pfaffenweg 15, 53227 Bonn Alle Rechte sind vorbehalten. Dieses Buch, einschließlich seiner einzelnen Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung

Mehr

Wissenswertes über die Atemwege und Therapie

Wissenswertes über die Atemwege und Therapie Wissenswertes über die Atemwege und Therapie Wie funktioniert unsere Atmung? Jede Zelle unseres Körpers benötigt Sauerstoff. Beim Einatmen gelangt die Luft durch die oberen Atemwege hierzu gehört der Nasenraum

Mehr

SSPE und Masern. Eine Komplikation der Masern oder der Masernimpfung?

SSPE und Masern. Eine Komplikation der Masern oder der Masernimpfung? SSPE und Masern Eine Komplikation der Masern oder der Masernimpfung? Seit die WHO im Verbund mit den nationalen Gesundheitsbehörden in den verschiedenen Ländern versucht, die Masern mit einer hohen Durchimpfungsrate

Mehr

Patienteninformation zum Thema Hodenkrebs. (Herausgeber)

Patienteninformation zum Thema Hodenkrebs. (Herausgeber) Patienteninformation zum Thema Hodenkrebs (Herausgeber) Hodenkrebs Patienteninformation, Version 4.1 vom 01.03.2004 Seite 2 Informationen für Patienten und deren Angehörige Herausgeber Interdisziplinäre

Mehr

Infektiologische Präventivmaßnahmen bei Praktikanten im Gesundheitsdienst und der Wohlfahrtspflege

Infektiologische Präventivmaßnahmen bei Praktikanten im Gesundheitsdienst und der Wohlfahrtspflege Infektiologische Präventivmaßnahmen bei Praktikanten im Gesundheitsdienst und der Wohlfahrtspflege Stellungnahme der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.v. Kommission für Infektionskrankheiten

Mehr

Impfung gegen die Neue Grippe ("Schweinegrippe")

Impfung gegen die Neue Grippe (Schweinegrippe) - Freier Text zur freien Verwendung durch Kassen und Länder entsprechend ihrer Anforderungen - Impfung gegen die Neue Grippe ("Schweinegrippe") Neue Grippe Ende April 2009 veröffentlichten die amerikanischen

Mehr

Ärztlich kontrollierte Heimselbsttherapie auch bei Kindern bewährt

Ärztlich kontrollierte Heimselbsttherapie auch bei Kindern bewährt 319697 (2) April 12 Ärztlich kontrollierte Heimselbsttherapie auch bei Kindern bewährt Die Heimselbstbehandlung des HAE wird von Experten empfohlen. Es gibt aber ein paar Dinge, die Sie beachten sollten.

Mehr

Subkutane spezifische Immuntherapie. Eine Information für Patienten

Subkutane spezifische Immuntherapie. Eine Information für Patienten Subkutane spezifische Immuntherapie Eine Information für Patienten Spezifische Immuntherapie Die Allergietestung durch Ihren Arzt hat ergeben, dass Sie (oder Ihr Kind) an einer Allergie leiden. Allergische

Mehr

Masern Diagnosekontrolle in Zeiten niedriger Maserninzidenz

Masern Diagnosekontrolle in Zeiten niedriger Maserninzidenz Masern Diagnosekontrolle in Zeiten niedriger Maserninzidenz Abteilung für Infektionsepidemiologie Fachgebiet Respiratorische Krankheiten und Impfprävention Dr. Anette Siedler Abteilung für Infektionskrankheiten

Mehr

IMPFEN BEI EPILEPSIE

IMPFEN BEI EPILEPSIE IMPFEN BEI EPILEPSIE LIEBE PATIENTIN, LIEBER PATIENT! LIEBE ELTERN! Viele Eltern lassen ihre Kinder aus Angst vor Impfschäden nicht mehr impfen, die sogenannte Impfmüdigkeit hat sich weit verbreitet. Das

Mehr

Einleitung. Wir gegen Viren. www.arbeitsmedizin.de

Einleitung. Wir gegen Viren. www.arbeitsmedizin.de Einleitung Die Influenza gibt es jeden Winter aufs Neue. Doch wie viele Menschen daran erkranken, ist von Jahr zu Jahr sehr verschieden. Im Extremfall kann sich aus der jährlichen, epidemischen Grippewelle

Mehr

Impfschutz im ersten Lebenshalbjahr

Impfschutz im ersten Lebenshalbjahr Quicklebendiger Start Impfschutz im ersten Lebenshalbjahr mit der neuen Empfehlung zur Rotavirus-Impfung Deutsches Grünes Kreuz e.v. Warum so früh impfen? Mamis Nestschutz hält nur kurz an, manchmal gibt

Mehr

Fragen und Antworten zur Grippeimpfung

Fragen und Antworten zur Grippeimpfung Fragen und Antworten zur Grippeimpfung Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Krankheitsausbreitung 1. Brauche ich im kommenden Herbst und Winter eine Grippeimpfung, wenn ich im letzten Jahr eine

Mehr

Information. Niedersächsisches Landesgesundheitsamt. Informationen für Eltern über öffentlich empfohlene Impfungen im Kindesalter

Information. Niedersächsisches Landesgesundheitsamt. Informationen für Eltern über öffentlich empfohlene Impfungen im Kindesalter Information Niedersächsisches Landesgesundheitsamt Informationen für Eltern über öffentlich empfohlene en im Kindesalter September 2015 Informationen für Eltern über öffentlich empfohlene en im Kindesalter

Mehr

Kinderkrankheiten. Schnell erkennen gezielt behandeln. . Praktische Diagnosetabellen. Tipps und Rezepte zur Selbsthilfe ALLES, WAS MAN WISSEN MUSS

Kinderkrankheiten. Schnell erkennen gezielt behandeln. . Praktische Diagnosetabellen. Tipps und Rezepte zur Selbsthilfe ALLES, WAS MAN WISSEN MUSS ALLES, WAS MAN WISSEN MUSS Der Bestseller: über 130.000-mal verkauft DR. MED. URSULA KEICHER Kinderkrankheiten Schnell erkennen gezielt behandeln. Praktische Diagnosetabellen. Tipps und Rezepte zur Selbsthilfe

Mehr

I n f o f ü r E lt e r n. ImpfEN SCHÜTZT

I n f o f ü r E lt e r n. ImpfEN SCHÜTZT I n f o f ü r E lt e r n Schutz vor Masern, Mumps, Röteln und Windpocken. Eine Informationsbroschüre über Kinder- Schutzimpfungen ImpfEN SCHÜTZT *MMRV Brosch 120207.indd 1 22.02.2007 16:12:08 Uhr Alle

Mehr

Neue Grippe (Schweinegrippe)

Neue Grippe (Schweinegrippe) Neue Grippe (Schweinegrippe) Was versteht man unter einer Pandemie und welche Phasen werden dabei unterschieden? Das Wort Pandemie stammt von den griechischen Wörtern für "alles" und "Volk". Ein Pandemie

Mehr

Lungenentzündung noch immer tödlich? Dr. Christian Pox. WAZ-Nachtforum Wenn die Luft wegbleibt...

Lungenentzündung noch immer tödlich? Dr. Christian Pox. WAZ-Nachtforum Wenn die Luft wegbleibt... WAZ-Nachtforum Wenn die Luft wegbleibt... Lungenentzündung noch immer tödlich? Dr. Christian Pox Medizinische Universitätsklinik Knappschaftskrankenhaus Bochum Lungenentzündung Bedeutung In Deutschland:

Mehr

DROGERIE ROTH INFORMATIONSBLATT FIEBER

DROGERIE ROTH INFORMATIONSBLATT FIEBER DROGERIE ROTH INFORMATIONSBLATT FIEBER FIEBER-FIBEL Dies ist ein kleiner Ratgeber über Körpertemperatur, Messung der Körpertemperatur und häufi ge Kinderkrankheiten, die Fieber als Begleiterscheinung haben

Mehr

Diese Massnahmen hat die Schweizerische Alzheimervereinigung in einem Forderungskatalog festgehalten.

Diese Massnahmen hat die Schweizerische Alzheimervereinigung in einem Forderungskatalog festgehalten. Stellungnahme: Suizidwünsche bei Menschen mit Demenz: Die Schweizerische Alzheimervereinigung fordert eine umfassende Begleitung und Betreuung von demenzkranken Menschen In den letzten Jahren sind Fragen

Mehr

Informationen für Ihre Gesundheit. Impfungen im Kindesalter

Informationen für Ihre Gesundheit. Impfungen im Kindesalter Informationen für Ihre Gesundheit Impfungen im Kindesalter Das Immunsystem Impfempfehlungen 2 Impfungen bei Kindern Bei Kleinkindern ist das Immunsystem noch nicht vollständig ausgereift. Zwar verfügen

Mehr

Hepatyrix Injektionssuspension Hepatitis-A-(inaktiviert) und Typhus-Polysaccharid-Impfstoff (adsorbiert) ab dem vollendeten 15.

Hepatyrix Injektionssuspension Hepatitis-A-(inaktiviert) und Typhus-Polysaccharid-Impfstoff (adsorbiert) ab dem vollendeten 15. GEBRAUCHSINFORMATION: INFORMATION FÜR DEN ANWENDER 22.07.2009 Hepatyrix Injektionssuspension Hepatitis-A-(inaktiviert) und Typhus-Polysaccharid-Impfstoff (adsorbiert) ab dem vollendeten 15. Lebensjahr

Mehr

Die Strategie ähnelt einer. Masern

Die Strategie ähnelt einer. Masern Masern Dr. Mohinder Singh Jus, MD. Hom Auf der Internetseite des Schweizer Bundesamt für Gesundheitswesens (BAG) steht: Bern, 24.10.2013 - Die Schweiz hat sich verpflichtet, die Masern auf ihrem Gebiet

Mehr

Krankheiten gibt es überall

Krankheiten gibt es überall Praxisstempel Krankheiten gibt es überall Ein Impfratgeber für Katzenbesitzer 035946-D. Oktober 2014 (50.000) 113 Die Wissenschaft für gesündere Tiere Intervet Deutschland GmbH ein Unternehmen der MSD

Mehr

Information. Niedersächsisches Landesgesundheitsamt. Informationen für Eltern über öffentlich empfohlene Impfungen im Kindesalter

Information. Niedersächsisches Landesgesundheitsamt. Informationen für Eltern über öffentlich empfohlene Impfungen im Kindesalter Information Niedersächsisches Landesgesundheitsamt Informationen für Eltern über öffentlich empfohlene en im Kindesalter September 2013 Informationen für Eltern über öffentlich empfohlene en im Kindesalter

Mehr

BIS Infobrief November 2014

BIS Infobrief November 2014 Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit BIS Infobrief November 2014 Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, wir bedanken uns ganz herzlich bei Ihnen für Ihre aktive Teilnahme am

Mehr

Patientenaufklärung. Patientenname:... Vorname:... Geburtsdatum:... Diagnose:... Das Aufklärungsgespräch erfolgte am:... durch:...

Patientenaufklärung. Patientenname:... Vorname:... Geburtsdatum:... Diagnose:... Das Aufklärungsgespräch erfolgte am:... durch:... Patientenaufklärung Patientenname:... Vorname:... Geburtsdatum:... Diagnose:... Das Aufklärungsgespräch erfolgte am:... durch:... Art der Erkrankung, Ziel der Chemotherapie und Zweck der Studie Sehr geehrte

Mehr

Die ethischen Grundlagen des Impfens. 11.März 2014 Dr. med. Christiane Fischer, MPH Mitglied des DER 1

Die ethischen Grundlagen des Impfens. 11.März 2014 Dr. med. Christiane Fischer, MPH Mitglied des DER 1 Die ethischen Grundlagen des Impfens 11.März 2014 Dr. med. Christiane Fischer, MPH Mitglied des DER 1 Deutschland Keine Impfpflicht Öffentlich empfohlen von den obersten Gesundheitsbehörden der Länder

Mehr

EINE INFORMATION FÜR MEDIZINISCHES PERSONAL.

EINE INFORMATION FÜR MEDIZINISCHES PERSONAL. Kommen Sie der Grippe zuvor. Schützen Sie sich und Ihre Patienten! Impfen und impfen lassen. Jedes Jahr. EINE INFORMATION FÜR MEDIZINISCHES PERSONAL. EINLEITUNG Eine Gefahr, die man nicht unterschätzen

Mehr

Empfehlungen für den Schul-, Kindergarten-, Tagesstätten- oder Krippen-Ausschluss bei übertragbaren Krankheiten

Empfehlungen für den Schul-, Kindergarten-, Tagesstätten- oder Krippen-Ausschluss bei übertragbaren Krankheiten Gesundheitsamt Kantonsärztlicher Dienst Ambassadorenhof 4509 Solothurn Telefon 032 627 93 71 Telefax 032 627 93 50 gesundheitsamt@ddi.so.ch www.gesundheitsamt.so.ch Empfehlungen für den Schul-, Kindergarten-,

Mehr

Massnahme bei Schweinegrippe-Verdacht

Massnahme bei Schweinegrippe-Verdacht Massnahme bei Schweinegrippe-Verdacht Die pandemische Grippe (H1N1), bisher auch Schweinegrippe genannt, wird durch ein neuartiges Virus verursacht, das sich leicht von Mensch zu Mensch überträgt. Die

Mehr

Die aktuellen Empfehlungen für Säuglinge, Kinder und Jugendliche

Die aktuellen Empfehlungen für Säuglinge, Kinder und Jugendliche Die aktuellen Empfehlungen für Säuglinge, Kinder und Jugendliche der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut Stand Juli 2010 Deutsches Grünes Kreuz e.v. STIKO-Impfkalender für Kinder und

Mehr

EUROPEAN CONSORTIUM FOR THE CERTIFICATE OF ATTAINMENT IN FOREIGN LANGUAGES FOR MEDICAL PURPOSES

EUROPEAN CONSORTIUM FOR THE CERTIFICATE OF ATTAINMENT IN FOREIGN LANGUAGES FOR MEDICAL PURPOSES Centre Number Nummer des Testzentrums.... Candidate No. Nummer des Kandidaten EUROPEAN CONSORTIUM FOR THE CERTIFICATE OF ATTAINMENT IN FOREIGN LANGUAGES FOR MEDICAL PURPOSES For Examiners' Use Only Bitte

Mehr

Wir stimmen mit Ihnen den Impftermin ab. Betr.: INFLUENZA Grippeimpfung. Hamburg, 01.08.2009. Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir stimmen mit Ihnen den Impftermin ab. Betr.: INFLUENZA Grippeimpfung. Hamburg, 01.08.2009. Sehr geehrte Damen und Herren, Betr.: INFLUENZA Grippeimpfung Hamburg, 01.08.2009 Sehr geehrte Damen und Herren, Krankheitsprävention ist in 2009 noch wichtiger als in den Jahren zuvor. Wir empfehlen daher auch in 2009 Ihre Mitarbeiter

Mehr

Impfen. Fortbildungsveranstaltung für MPA 22. März 2007. Dr. med. R. Christen; Thun

Impfen. Fortbildungsveranstaltung für MPA 22. März 2007. Dr. med. R. Christen; Thun Impfen Fortbildungsveranstaltung für MPA 22. März 2007 Dr. med. R. Christen; Thun Themata Fast historische Infektionskrankheiten warum Impfen Neue und zukünftige Impfungen Aktueller Impfplan Poliomyelitis

Mehr

Krankheiten gibt es überall

Krankheiten gibt es überall Praxisstempel Krankheiten gibt es überall Ein Impfratgeber für Hundebesitzer 030975-D.Oktober 2014 (20.000) 113 Intervet Deutschland GmbH Feldstraße 1a D-85716 Unterschleißheim www.impfung-hund.de Impfen

Mehr

Impfwegweiser. Praxis Dr. Diener. Inhaltsverzeichnis. 1 Einführung 2. 2 Impfungen im Säuglingsalter 3. 3 Impfungen im 2.

Impfwegweiser. Praxis Dr. Diener. Inhaltsverzeichnis. 1 Einführung 2. 2 Impfungen im Säuglingsalter 3. 3 Impfungen im 2. Praxis Dr. Diener Inhaltsverzeichnis 1 Einführung 2 2 Impfungen im Säuglingsalter 3 3 Impfungen im 2. Lebensjahr 6 4 Impfungen im 3. und 4. Lebensjahr 8 5 Impftechnik 8 6 Impfstoffe und Impfplan 10 7 Nebenwirkungen

Mehr

Impfen Ja! Wieso? Erfolge des Impfprogramms 10 Erfolge des Impfprogramms 30.08.2015. Das schweizerische Impfprogramm

Impfen Ja! Wieso? Erfolge des Impfprogramms 10 Erfolge des Impfprogramms 30.08.2015. Das schweizerische Impfprogramm Impfen Ja! Wieso? QZ MPA vom 2. September 2015 Pascal Baschung, ÄrzteHaus Balsthal 1 Agenda Das schweizerische Impfprogramm Erfolge des Impfprogramms in der Schweiz Impfen was passiert? Fragen 2 Verfasst

Mehr

Wozu impfen? Was Eltern über

Wozu impfen? Was Eltern über Wozu impfen? Was Eltern über Impfungen wissen sollten Warum Impfen aus Sicht der Einzelperson? Impfungen schützen vor Infektion und Erkrankung Für die Einzelperson gilt: Nur wer geimpft ist, ist auch geschützt

Mehr

Europäische Arzneimittelbehörde empfiehlt Aussetzung der Marktzulassung für Raptiva

Europäische Arzneimittelbehörde empfiehlt Aussetzung der Marktzulassung für Raptiva Europäische Arzneimittelbehörde empfiehlt Aussetzung der Marktzulassung für Raptiva Darmstadt (19. Februar 2009) Die Merck KGaA hat heute bekannt gegeben, dass die europäische Arzneimittelbehörde EMEA

Mehr

Wann muss ich mir Sorgen machen?

Wann muss ich mir Sorgen machen? Wann muss ich mir Sorgen machen? Ein Ratgeber von Kinderärzten für Eltern von Kindern mit Atemwegsinfektionen Informationen für ELTERN Ihre Kinder- und Jugendarztpraxis: Eine Initiative der Universitätskinderklinik

Mehr

Die Refluxkrankheit. Sodbrennen, Aufstoßen, Schmerzen beim Schlucken. Dr. med. J. Erdmann, Praxis am Hogenkamp

Die Refluxkrankheit. Sodbrennen, Aufstoßen, Schmerzen beim Schlucken. Dr. med. J. Erdmann, Praxis am Hogenkamp Die Refluxkrankheit Sodbrennen, Aufstoßen, Schmerzen beim Schlucken Die Speiseröhre Die Speiseröhre (Ösophagus) ist ein ca. 20-30 cm langer Muskelschlauch, der Mundund Rachenraum mit dem Magen verbindet.

Mehr

Österreichische Selbsthilfegruppe

Österreichische Selbsthilfegruppe www.hae-austria.at Österreichische Selbsthilfegruppe für das Hereditäre Angioödem 1 Vorwort HAE ist gekennzeichnet durch ein wiederholtes Auftreten von zum Teil schmerzhaften Schwellungen (Ödem=Wasseransammlung)

Mehr

Depression Die Krankheit Nr. 1!!!

Depression Die Krankheit Nr. 1!!! Depression Die Krankheit Nr. 1!!! Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat festgestellt, dass die Erkrankung Depression in ca. 10 Jahren die häufigste Erkrankung in den Industrieländern darstellt, das

Mehr

Lungenentzündung gehören Sie zu einer Risikogruppe?

Lungenentzündung gehören Sie zu einer Risikogruppe? copy 11pt Lungenentzündung gehören Sie zu einer Risikogruppe? Wo viele Menschen zusammenkommen, können sie besonders leicht übertragen werden: Die Erreger der Lungenentzündung. Niesen und Husten, ein Händedruck

Mehr

gesund im mund bei diabetes

gesund im mund bei diabetes eine information FÜr Patienten gesund im mund bei diabetes Empfohlen von unterstützt durch Empfehlungsbutton_diabetesDE_2012.indd 08.03.2012 1 08:59:50 13-0668 Colgate Patientenbroschüre.indd 1 A5_Fol_Patienten_148x210mm_EZ.indd

Mehr

Influenza-Pandemie A(H1N1)v

Influenza-Pandemie A(H1N1)v Influenza-Pandemie A(H1N1)v ÖGZ-Hygieneforum Alles für f r den Gast 10.11.2009 HR Dr. Christoph KönigK Landessanitätsdirektor tsdirektor Salzburg Influenza die Erkrankung Übertragung Schutzmaßnahmen Medikamente

Mehr

Herpes-, Calici- und Chlamydieninfektionen bei Katzen

Herpes-, Calici- und Chlamydieninfektionen bei Katzen Herpes-, Calici- und Chlamydieninfektionen bei Katzen SOBJ Clubhöck, 08. August 2009 Flurin Tschuor, Dr.med.vet. cand ACVIM 1. Allgemeines zum Katzenschnupfen Herpes-, Calici- und Chlamydieninfektionen

Mehr

8. Allergische Erkrankungen der Augen

8. Allergische Erkrankungen der Augen 8.1 Allergische Bindehautentzündung 8.2 Andere Formen der Bindehautentzündung 8.3 Kontaktekzem der Lider 8.4 Urtikaria und Quincke-Ödem 8.5 Zusammenfassung Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der allergischen

Mehr

Lichen ruber planus PATIENTENINFORMATION. DERMATOLOGISCHE KLINIK MIT POLIKLINIK Universitätsklinikum Erlangen

Lichen ruber planus PATIENTENINFORMATION. DERMATOLOGISCHE KLINIK MIT POLIKLINIK Universitätsklinikum Erlangen DERMATOLOGISCHE KLINIK MIT POLIKLINIK Universitätsklinikum Erlangen Lichen ruber planus 2002 Dermatologische Klinik mit Poliklinik des Universitätsklinikums Erlangen 16 NULL EINS WERBEAGENTUR, Erlangen

Mehr

Stiftung Sterntaler Düsseldorf Fragen und Antworten zur Kindergesundheit und Vorsorge mit freundlicher Unterstützung von Sanofi Pasteur MSD GmbH

Stiftung Sterntaler Düsseldorf Fragen und Antworten zur Kindergesundheit und Vorsorge mit freundlicher Unterstützung von Sanofi Pasteur MSD GmbH Impfungen allgemein Stiftung Sterntaler Düsseldorf Fragen und Antworten zur Kindergesundheit und Vorsorge mit freundlicher Unterstützung von Sanofi Pasteur MSD GmbH 1. Was versteht man unter einer Impfung

Mehr

Krankheiten gibt es überall

Krankheiten gibt es überall Krankheiten gibt es überall Ein Impfratgeber für Hundebesitzer www.impfung-hund.de Impfen Ist das wirklich notwendig? Die Antwort ist ein klares JA. Noch immer sterben Hunde an vermeidbaren Infektionskrankheiten

Mehr

Tuberkulose. Heinrich - Brügger Schule ( Klinikschule ) Schulleiter S. Prändl, Oberarzt Dr. M. Rau. Waldburg-Zeil Kliniken

Tuberkulose. Heinrich - Brügger Schule ( Klinikschule ) Schulleiter S. Prändl, Oberarzt Dr. M. Rau. Waldburg-Zeil Kliniken Tuberkulose Heinrich - Brügger Schule ( Klinikschule ) Schulleiter S. Prändl, Oberarzt Dr. M. Rau Waldburg-Zeil Kliniken Was fällt Ihnen beim Begriff Tuberkulose ein? 13.03.2004 Tuberkulose 2 Infektion

Mehr

INPP Fragebogen (KURZFORM)

INPP Fragebogen (KURZFORM) INPP Österreich und Schweiz Leitung: Anja van Velzen In Kooperation mit The Institute for Neurophysiological Psychology INPP in Chester/England Leitung: Dr. Peter Blythe & Sally Goddard Blythe Anja van

Mehr

Anamnese Fragebogen Die kleine Gesundheitspraxis, Claudia Grumser, Heilpraktikerin

Anamnese Fragebogen Die kleine Gesundheitspraxis, Claudia Grumser, Heilpraktikerin Anamnese Fragebogen Die kleine Gesundheitspraxis, Claudia Grumser, Heilpraktikerin Name, Vorname: Anschrift Telefon: Geburtsdatum: Was machen Sie beruflich? Welche aktuellen Beschwerden führen Sie zu mir?

Mehr

VOGELGRIPPE HINWEISE FÜR DIE ÖFFENTLICHKEIT ZUM THEMA VOGELGRIPPE

VOGELGRIPPE HINWEISE FÜR DIE ÖFFENTLICHKEIT ZUM THEMA VOGELGRIPPE VOGELGRIPPE HINWEISE FÜR DIE ÖFFENTLICHKEIT ZUM THEMA VOGELGRIPPE Warum eine Broschüre über die Vogelgrippe? Immer, wenn die Weltbevölkerung neuen Gefahren ausgesetzt ist, die die allgemeine Gesundheit

Mehr

Wortschatz zum Thema: Gesundheit und Arztbesuch

Wortschatz zum Thema: Gesundheit und Arztbesuch 1 Wortschatz zum Thema: Gesundheit und Arztbesuch Rzeczowniki: der Arzt, die Ärzte die Ärztin, -nen der Zahnarzt, die Zahnärzte die Gesundheit die Krankheit, -en die Grippe das Fieber der Schnupfen der

Mehr

Definition... 1 Entstehung... 1 Häufigkeit... 2 Symptome... 2 Stadium I... 2 Stadium III... 3

Definition... 1 Entstehung... 1 Häufigkeit... 2 Symptome... 2 Stadium I... 2 Stadium III... 3 arztpraxis limmatplatz Definition... 1 Entstehung... 1 Häufigkeit... 2 Symptome... 2 Stadium I... 2 Stadium II... 3 Stadium III... 3 Diagnose... 3 Krankengeschichte und klinischer Befund... 3 Antikörpernachweis

Mehr

Labortests für Ihre Gesundheit. Suchtests bei Schwangeren und Neugeborenen 25

Labortests für Ihre Gesundheit. Suchtests bei Schwangeren und Neugeborenen 25 Labortests für Ihre Gesundheit Suchtests bei Schwangeren und Neugeborenen 25 01IPF Labortests für Ihre Gesundheit Suchtests bei Schwangeren und Neugeborenen Schutz für Mutter und Kind Werdende Eltern wünschen

Mehr

Bielefeld. Mein Kind ist krank Informationen für Eltern. Amt für Integration und interkulturelle Angelegenheiten

Bielefeld. Mein Kind ist krank Informationen für Eltern. Amt für Integration und interkulturelle Angelegenheiten Liebe Eltern, Bielefeld die vorliegende Broschüre möchte Ihnen helfen, richtig zu reagieren wenn Ihr Kind krank ist, wenn Sie unsicher sind oder nicht wissen, an wen Sie sich z.b. im Notfall oder am Wochenende

Mehr

Pandemie: Verzicht auf Schulschliessungen Lagebeurteilung vom 13. November 2009

Pandemie: Verzicht auf Schulschliessungen Lagebeurteilung vom 13. November 2009 Erziehungsdirektion des Kantons Bern Direction de l'instruction publique du canton de Berne Amt für Kindergarten, Volksschule und Beratung Office de l'enseignement préscolaire et obligatoire, du conseil

Mehr

EMBOLISATION VON GEBÄRMUTTERMYOMEN

EMBOLISATION VON GEBÄRMUTTERMYOMEN Landeskrankenhaus Leoben Zentralröntgeninstitut Vorstand: Univ. Prof. Prim. Dr. Uggowitzer Steiermärkische Krankenanstalten Ges. m b. H. EMBOLISATION VON GEBÄRMUTTERMYOMEN Was versteht man unter Myomembolisation?

Mehr