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1 Home >Öffentliches Gesundheitswesen >Gesundheit - Berichte und Daten >NRW Gesundheitssurvey >Bevölkerungsbefragung "Mutter und Kind" >Ergebnisse Ergebnisse Stichprobe: Zum Thema "Gesundheit von Mutter und Kind" wurden im Bürgerinnen und Bürger in NRW repräsentativ befragt. Die Stichprobe setzt sich aus Männern und Frauen zusammen. Hauptzielgruppe dieses Themas sind Befragte bis zu 45 Jahren, also potentielle Eltern neugeborener Kinder. Diese Teilstichprobe umfasst 430 Männer und 499 Frauen. Ziel war es vor allem, das aktuelle Wissen der Bevölkerung zu den bekannten Risikofaktoren für den plötzlichen Säuglingstod (Sudden Infant Death - SID) und für eine Frühgeburt zu ermitteln. Außerdem war es erklärtes Studienziel zu ermitteln, inwieweit der Konsum von Alkohol und Nikotin während der Schwangerschaft als Risikofaktoren für angeborene körperliche und geistige Behinderungen bzw. für Frühgeburten bekannt sind. Daher wurde zum Einstieg in das Thema offen gefragt: "Was würden Sie sagen, worauf eine Frau während ihrer Schwangerschaft aus gesundheitlicher Sicht achten sollte?" Grafik 1 macht deutlich, dass den Bürgern im Alter bis einschließlich 45 Jahren der dringend zu vermeidende Konsum von Zigaretten und Alkohol während einer Schwangerschaft bewusst ist, nicht jedoch die Vermeidung des Passivrauchens. Interessante Ergebnisse liefert auch eine Differenzierung nach Geschlecht: Während männliche Befragte vor allem bei den "sozial erwünschten" Kategorien etwas höhere Antwortwerte erzielen (also Vermeidung von Rauchen, Alkohol, Drogen), punkten die Frauen besonders in den Bereichen, die man als Schwangere zusätzlich zur Vermeidung von Suchtmitteln beachten sollte. Grafik 2 zeigt diejenigen Kategorien (über alle Befragte), die signifikante Unterschiede aufweisen.

2 Befragte), die signifikante Unterschiede aufweisen. Das Wissen um die Notwendigkeit des Verzichts auf Nikotin und Alkohol speziell in der Schwangerschaft ist in erster Linie eine Frage der sozialen Schichtzugehörigkeit, besonders in der Altersgruppe bis einschließlich 45 Jahren: Angehörige der Unterschicht weisen signifikant niedrigere Werte auf (Grafik 3). Etwas überraschend zeigten Befragte, zu deren Haushalt minderjährige Kinder zählen, kein signifikant besseres Wissen hinsichtlich zu vermeidender Gefahren während der Schwangerschaft. "Kennen Sie Risikofaktoren, die die Gefahr des Plötzlichen Kindstods erhöhen könnten?" Mit der nächsten Frage wollten wir erfahren, wie gut Bürger bis 45 Jahren in NRW über bekannte Risikofaktoren des Plötzlichen Kindstodes (Sudden Infant Death; SID) informiert sind. Die Hauptrisikofaktoren werden heute in - der Bauchlage des Säuglings als Schlafposition - dem Rauchen der Mutter während und nach der Schwangerschaft und - dem frühzeitigen Abstillen vor der vierten oder sechsten Lebenswoche gesehen. Grafik 4 zeigt eindrücklich, dass das Wissen in der Bevölkerung völlig unzureichend ist: Während noch fast jeder dritte Befragte (bis 45 Jahre) die Bauchlage des Säuglings als Schlafposition als riskant ansieht, nennt nur ca. jeder Sechste das aktive Rauchen der Mutter und ca. jeder Zehnte das Rauchen in Anwesenheit des Säuglings als Risiko. Der Verzicht auf das Stillen bzw. ein zu frühzeitiges Abstillen wird sogar nur von 1 % (!) aller Befragten genannt. Über die Hälfte der Befragten, fast 60%, machen bei dieser Frage erst gar keine Nennung.

3 Auch in der Gruppe der Jährigen, die in der Regel ein besonders gutes Wissen im Bereich Gesundheit und Vorsorge aufweisen, sehen die Ergebnisse nicht viel ermutigender aus: Hier nennen 36,5 % die Bauchlage, 18,3 % das Rauchen der Mutter in Schwangerschaft oder Stillzeit, und 12,7 % das Rauchen in Anwesenheit des Säuglings. Doch selbst in dieser Altersgruppe ist das Nicht-Stillen oder die zu kurze Stillzeit als Risikofaktor mit einer Nennung von weniger als 1 Prozent faktisch nicht bekannt. Grafik 5 macht deutlich, dass das Risiko-Wissen zum Säuglingstod in dieser Altersgruppe insgesamt aber immer noch deutlich besser einzustufen ist als bei den jüngeren Erwachsenen zwischen 18 und 29 Jahren. Und auch die weiblichen Befragten in diesen Alterssegmenten sind signifikant besser informiert als männliche Interviewteilnehmer (Grafik 6). Betrachtet man abschließend die unterschiedlichen sozialen Schichten, zeigen sich deutliche Unterschiede (Grafik 7) für die Hauptrisikofaktoren "Schlafposition" und "Rauchen"

4 "Schlafposition" und "Rauchen". "Kennen Sie Risikofaktoren, die die Gefahr einer Frühgeburt deutlich erhöhen könnten?" Welche Risikofaktoren für eine Frühgeburt sind den Interviewteilnehmern bekannt? Von einer Frühgeburt spricht man, wenn die Schwangerschaft weniger als 37 abgeschlossene Wochen dauert. In Deutschland kommen rund sieben Prozent aller Neugeborenen zu früh auf die Welt. Es gibt eine Vielzahl von möglichen Auslösern für eine Frühgeburt. Dabei wird zwischen mütterlichen allgemeinen oder lokalen Risikofaktoren und kindlichen Risikofaktoren unterschieden. Die wichtigsten sind: - Nikotin - Drogen - Alkohol - vorausgegangene Frühgeburten - Schwangerschaftsvergiftung - hohes Alter der Schwangeren - extrem niedriges Alter der Schwangeren - Erkrankungen der Mutter (Diabetes mellitus) - Störungen der Nährstoffversorgung des Ungeborenen (Plazenta-Insuffizienz) - Infektionskrankheiten, die während der Schwangerschaft auftreten (z.b. Vaginalinfektion) - Mehrlingsschwangerschaft Die am häufigsten genannten Risikofaktoren zeigt die folgende Grafik 8, Grafik 9 differenziert noch einmal nach Geschlecht. Beide Darstellungen berücksichtigen die gesamte Stichprobe der Befragten, da sich die Ergebnisse für jüngere Befragte bis 45 Jahre nur wenig unterscheiden. Auch das Wissen um die Faktoren, die eine zu frühe Geburt auslösen können, steht in engem Zusammenhang zum Sozialstatus des Befragten: ca. 70% der Unterschicht können keine einzige korrekte Nennung machen, bei der Mittelschicht sind es knapp 50% und in der Oberschicht noch gut 40%.

5 Zusammenfassung Betrachtet man zum Schluss noch einmal die Ergebnisse aller drei Fragen gemeinsam, sowohl zu den Risikofaktoren für den Plötzlichen Kindstod und eine Frühgeburt als auch zum richtigen Gesundheitsverhalten werdender Mütter, zeigte die Altersgruppe der Jährigen, also eine wichtige Zielgruppe präventiver Maßnahmen, das besten Wissen (Grafik 10). Letzte Änderung dieser Seite am

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