Pharma-Markt Schweiz Ausgabe 2007

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1 Pharma-Markt Schweiz Ausgabe 2007

2 Impressum 14. Auflage herausgegeben 2007 von Interpharma Verband der forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz Petersgraben 35 Postfach 4003 Basel Telefon: Neueste Daten: Redaktionsteam Interpharma: Sibylle Augsburger, Monika Güntensperger, Sandra Meier, Dr. Heinz K. Müller SGCI Chemie Pharma Schweiz: Dr. Dieter Grauer, Clemens Roggen Disponible en traduction française, 2007 Basel Abdruck mit Quellenangabe erwünscht

3 Pharma-Markt Schweiz Ausgabe 2007

4 Inhaltsverzeichnis Kosten und Nutzen von Medikamenten Gesundheitskosten nach Leistungen Entwicklung der Gesundheitskosten nach Leistungen... 5 Ausgewählte Ausgabenposten privater Haushalte... 7 Ausgaben für Medikamente im internationalen Vergleich Tiefere Behandlungskosten dank neuer Medikamente Krebsüberlebensraten im europäischen Vergleich Lebenserwartung bei guter Gesundheit Medikamentenmarkt Medikamentenmarkt Schweiz Kassenpflichtige Medikamente Rezeptfreie Medikamente Generika Biotech-Medikamente in der Entwicklungsphase Markt bio- und gentechnisch hergestellter Produkte Absatzkanäle nach Umsatz und Bestand Marktanteile von Medikamenten nach Indikationsgebiet Marktanteile ausländischer Unternehmen Weltweiter Medikamentenumsatz Volkswirtschaftliche Bedeutung der Pharmabranche Handelsbilanz mit pharmazeutischen Produkten Schweizer Pharmahandelsbilanz im internationalen Vergleich Stundenproduktivität Pharmaindustrie / Gesamtwirtschaft Anzahl Erwerbstätiger in der Pharmaindustrie Kennzahlen der Interpharma-Firmen Novartis, Roche, Serono, Actelion, Vifor und Cilag: Pharmaforschung und -entwicklung weltweit

5 Interpharma-Firmen in der Schweiz: Umsatz, Forschung und Export Wichtige Medikamente der Interpharma-Firmen Schweizer Innovationssystem im internationalen Vergleich Forschung und Entwicklung Entwicklungskosten eines neuen Medikamentes Der Werdegang eines Medikamentes Pharmazeutische Patente beim Europäischen Patentamt Finanzierung von Forschung und Entwicklung in der Schweiz Aufwendungen für F&E in der Privatwirtschaft Länderrangliste nach Beachtungsgrad der wissenschaftlichen Publikationen, Versuchstierstatistik Zulassung, Preisbildung und Rückerstattung von Medikamenten Zulassungsverfahren von Swissmedic Anzahl zugelassener Medikamente in der Schweiz Medikamente und ihre Verkaufseinheiten Statistik der kassenpflichtigen Medikamente Zusammensetzung des Medikamentenpreises Preisvergleiche europäischer Staaten Medikamenten-Preisvergleich Schweiz Deutschland Fragen und Antworten rund um Medikamente Anhang 1 Staatliche Vorschriften im Arzneimittelbereich Nichtstaatliche Regelungen im Arzneimittelbereich Anhang 2 Kontaktadressen für weitere Informationen

6 Kosten und Nutzen von Medikamenten Anteil der Medikamente an Gesundheitskosten 10.4% Die Kosten des Gesundheitswesens sind gegenüber 2004 um 2.5% gestiegen und betrugen 2005 insgesamt 52.9 Milliarden Franken. Diese Zunahme liegt leicht unter der Kostensteigerung der Vorjahre. Den grössten Anteil an den Gesundheitskosten macht mit 46.3% die stationäre Behandlung aus. Der Anteil der Medikamente hat sich mit 10.4% der Gesundheitskosten auf tiefem Niveau stabilisiert. Gesundheitskosten nach Leistungen 2005 Gesamtkosten 2005: Mio. Franken Stationäre Behandlung % ( Mio. Fr.) Andere Leistungen 5.7% ( Mio. Fr.) Prävention / Verwaltung 6.9% ( Mio. Fr.) Quelle: Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, Februar Ambulante Behandlung 30.7% ( Mio. Fr.) Arzneimittel % ( Mio. Fr.) 1 Mit Arzneimitteln 2 Zu Publikumspreisen, ohne Spital 4

7 Entwicklung der Gesundheitskosten nach Leistungen Anteil der Leistungen an den Gesundheitskosten (in %) Stationäre Behandlung Gesundheitsgüter / Medikamente Quelle: Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, Februar Ambulante Behandlung / Andere Leistungen Prävention/Verwaltung 05 Seit 1960 ist der Anteil der Ausgaben für Gesundheitsgüter, hauptsächlich Medikamente, beinahe um die Hälfte von 24.2% auf 12.6% im Jahr 2005 zurückgegangen. Neue Medikamente und Therapien verbessern oftmals die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten und erhöhen ihre Heilungsund Überlebenschancen. So besiegten Mitte des 20. Jahrhunderts nur wenige Betroffene eine Krebserkrankung. Heute sind fünf Jahre nach der ersten Diagnose sechs von zehn Menschen mit Krebs am Leben. Bei krebskranken Kindern konnte die Zahl der Todesfälle in den vergangenen 25 Jahren sogar um 60% gesenkt werden. 5

8 Ausgaben für Medikamente etwa gleich hoch wie fürs Telefonieren Die Schweizer Bevölkerung wendet im Durchschnitt nur gerade 1.7% des Einkommens für Medikamente auf etwa gleich viel wie für das Telefonieren (1.8%). Das ist im Vergleich zu anderen Ausgabenposten relativ wenig. Der Anteil der Wohnungsmieten und der Energieausgaben am Einkommen privater Haushalte macht pro Kopf durchschnittlich 15% aus. Die Ausgaben für Nahrungsmittel betragen 6.6%. Für Velo-, Motorrad- und Autofahren geben Schweizer jährlich 5.5% des Einkommens aus, etwas weniger wird für Restaurantbesuche (5%) aufgebracht. Auch für Kleider und Schuhe sowie für die Wohnungseinrichtung wird mehr Geld ausgegeben (2.5% respektive 2.8%) als für Medikamente. 6

9 Ausgewählte Ausgabenposten privater Haushalte Haushaltsausgaben in Prozent des Einkommens 2004 Wohnungsmiete / Energie Steuern Nahrungsmittel Personenfahrzeuge Restaurantbesuche Wohnungseinrichtung Bekleidung und Schuhe Sport, Erholung, Kultur Telefon Medikamente Körperpflege Alkohol und Tabak Zeitungen, Bücher Quelle: Berechnung Interpharma auf Basis der Einkommens- und Verbrauchserhebung 2004, Bundesamt für Statistik, Neuchâtel Nur Dienstleistungen 2 Selbstmedikation Wohnungseinrichtung und von den Krankenkassen vergütete Medikamente 7

10 Geringe Ausgaben für Medikamente und tiefer Anteil der Medikamente an den Gesundheitskosten auch im internationalen Vergleich In der Schweiz wird mit 424 US-Dollar pro Kopf weniger Geld für Medikamente ausgegeben als in anderen vergleichbaren Ländern wie in Deutschland (429 US-Dollar) und den USA (752 US-Dollar). In fast allen OECD-Ländern fliessen inzwischen über 10% der gesamten Gesundheitsausgaben in den Arzneimittelbereich. An der Spitze liegen Italien und Frankreich, wo der Anteil etwa doppelt so hoch ist wie in der Schweiz und rund 20% der Gesundheitskosten ausmacht. Der Anteil der Medikamente an den Gesundheitskosten in der Schweiz hat sich in den letzten Jahren auf tiefem Niveau stabilisiert und betrug im Jahr %. Weitere Informationen der OECD finden Sie auf folgender Internetseite: 8

11 Ausgaben für Medikamente im internationalen Vergleich 2004 Ausgaben pro Kopf (in US-Dollar, kaufkraftbereinigt) USA 752 F 599 I 520 D CH A S 348 DK Quelle: OECD Health Data, Daten für UK, NL nicht erhältlich. Anteil Medikamente an den Gesundheitskosten (in %) I 21.1 F 18.9 D A USA S CH 10.4 DK Quelle: OECD Health Data, Daten für UK, NL nicht erhältlich. 9

12 Tiefere Behandlungskosten dank neuer Medikamente Gemäss verschiedenen Statistiken nimmt der Anteil der Medikamente an den Gesamtausgaben in den meisten Ländern mit einem qualitativ guten Gesundheitssystem tendenziell zu. Den höheren Ausgaben für neue Medikamente stehen aber oftmals insgesamt tiefere Behandlungskosten gegenüber. Wie eine Studie 1 aus den USA zeigt, erhöhen sich zwar die Ausgaben für Medikamente um 1.80 US-Dollar pro Person, Therapie und Jahr, wenn innovative Medikamente verabreicht werden. Gleichzeitig reduziert sich jedoch der Aufwand für Spitalpflege und ambulante Behandlungen um fast 13 US-Dollar. Dies bedeutet eine Einsparung von rund 11 US-Dollar. Neue Medikamente tragen zudem wesentlich dazu bei, die Lebensqualität vieler Patientinnen und Patienten zu erhöhen. So ist es heute dank modernen Antikörper- und Chemotherapien möglich, Krebs ambulant statt stationär zu behandeln. Die betroffenen Personen können damit rascher wieder in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren. 1 Lichtenberg, F.: NBER Working Paper 8996,

13 Tiefere Behandlungskosten dank neuer Medikamente In US-Dollar Ausgaben für Arzneimittel 1.80 Ausgaben für ambulante Behandlung ohne Arzneimittel 4.90 Ausgaben für Krankenhausbehandlung 8.00 Gesamtausgaben Quelle: Frank R. Lichtenberg: NBER Working Paper 8996, Berechnung Interpharma. 11

14 Guter Zugang zu innovativen Krebstherapien in der Schweiz Die Überlebensrate bei Krebs ist in den letzten Jahren gestiegen, insbesondere bei Brustkrebs, Prostatakrebs oder Krebserkrankungen bei Kindern. Dank neuen Diagnosemöglichkeiten und Medikamenten wie modernen Antikörpertherapien kann Krebs heute in vielen Fällen besser behandelt oder sogar geheilt werden. Grosse Durchbrüche in der Medikamentenforschung gibt es zwar immer wieder, aber sie bilden die Ausnahme. Der Erfolg stellt sich vielmehr über viele kleine Verbesserungen und Innovationsschritte ein, die aber für den Patienten mehr Lebensqualität und höhere Überlebenschancen bedeuten. In Europa existieren grosse Unterschiede bezüglich des Zugangs von Patienten zu neuen Krebstherapien, wie eine europäische Studie des renommierten schwedischen Karolinska-Instituts zeigt. Während Patienten in der Schweiz, in Österreich und in Spanien neue Krebsmedikamente in der Regel rasch erhalten, werden neue Therapien in Grossbritannien oder in Polen nur unterdurchschnittlich eingesetzt. Der ungleiche Zugang zu modernen Therapien und unterschiedlich lange Wartefristen für neue Medikamente haben gemäss Studie eine Auswirkung auf die Überlebensrate von Krebspatienten. Denn ein rascher Zugang zu neuen Therapiemöglichkeiten und Medikamenten ist wichtig für den Behandlungserfolg bei einer Krebserkrankung. So ist die 5-Jahre-Überlebensrate in Grossbritannien mit 48% deutlich tiefer als in der Schweiz, wo 6 von 10 Patienten nach fünf Jahren am Leben sind. Gründe für die unterschiedlich guten Zugangschancen von Patienten innerhalb Europas sind die verschiedenen Zulassungsverfahren für neue Medikamente und Qualitätsunterschiede bei den Gesundheitssystemen. 12

15 Krebsüberlebensraten im europäischen Vergleich 1-Jahres- und 5-Jahre-Überlebensrate* (in %) S F CH A D I DK UK PL Jahres-Überlebensrate Quelle: Karolinska Institutet; Stockholm School of Economics: «A pan-european comparison regarding patient access to cancer drugs» * Alle Krebsarten ausser Hautkrebs 5-Jahre-Überlebensrate 13

16 Hohe Lebenserwartung bei guter Gesundheit In der Schweiz werden Frauen und Männer nicht nur immer älter, sie bleiben in der Regel auch länger gesund. Die Lebenserwartung bei guter Gesundheit beträgt bei der Geburt rund 73 Jahre. Nur in Japan und Schweden liegt der Erwartungswert leicht höher. Die Lebensqualität vieler alter Menschen hat sich dank medizinischen Fortschritten und einem bewussteren Lebensstil spürbar verbessert. Die Lebenserwartung bei guter Gesundheit ist der Massstab der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Beurteilung der Qualität des Gesundheitssystems. Denn die allgemeine durchschnittliche Lebenserwartung ist kein zuverlässiges Kriterium. Man kann auch als Pflegefall alt werden. 14

17 Lebenserwartung bei guter Gesundheit Bevölkerung, Total bei Geburt (in Jahren) J 75.0 S 73.3 CH 73.2 I 72.7 F 72.0 D 71.8 A 71.4 NL 71.2 UK 70.6 DK 69.8 USA Quelle: WHO World Health Statistics,

18 Medikamentenmarkt Medikamentenmarkt Schweiz: im weltweiten Vergleich unterdurchschnittliches Wachstum Das Wachstum des Medikamentenmarktes schwächte sich im Jahre 2006 erneut ab. Die Zunahme um lediglich 1.9% von 4125 Millionen Franken auf Millionen Franken liegt markant unter dem weltweiten Wachstum von 6.3%. Diese Entwicklung bestätigt die nachhaltige Wirkung der Massnahmen, die in den letzten Jahren zur Realisierung von Einsparungen im Medikamentensektor umgesetzt wurden. Dazu gehören die regelmässige Überprüfung der Preise durch das Bundesamt für Gesundheit (BAG), die Einführung des differenzierten Selbstbehaltes für Originale und Generika sowie die Förderung der Generika. Die erneut starke Zunahme der kassenpflichtigen Generika (+46.4%) zählt zu den wesentlichen Gründen für das abgeschwächte Wachstum des schweizerischen Medikamentenmarktes im Jahr Medikamentenmarkt Schweiz 2006 Absatzkanal Zu Fabrikabgabepreisen In Packungen Apotheken Mio. Fr. (+0.4%) Mio. (+2.2%) SD-Ärzte Mio. Fr. (+1.7%) 33.7 Mio. (+3.0%) Spitäler Mio. Fr. (+7.3%) 37.0 Mio. (+9.3%) Drogerien 94.9 Mio. Fr. ( 1.5%) 12.3 Mio. ( 5.0%) Gesamtumsatz Mio. Fr. (+1.9%) Mio. (+3.2%) Quelle: IMS Health GmbH, Hergiswil. 1 Vergleich zum Vorjahr 2 Ärzte mit eigener Praxisapotheke werden als selbstdispensierende (SD) Ärzte bezeichnet. 16

19 Medikamentenmarkt Schweiz 2006 Zu Fabrikabgabepreisen Apotheken 54.2% Drogerien 2.3% Spitäler 19.1% SD-Ärzte 24.4% Quelle: IMS Health GmbH, Hergiswil. Nach Packungen Apotheken 55.8% Drogerien 6.5% Spitäler 19.7% SD-Ärzte 18.0% Quelle: IMS Health GmbH, Hergiswil. 17

20 Hoher Anteil kassenpflichtiger Medikamente Im Jahre 2006 betrug der Anteil kassenpflichtiger Medikamente am Gesamtumsatz für Heilmittel zu Herstellerabgabepreisen 78.6% oder Millionen Franken. Der Markt kassenpflichtiger Medikamente nahm leicht stärker zu als der Gesamtmarkt, vor allem wegen des erhöhten Wachstums im Spitalsektor aufgrund neuer, teurerer Medikamente. Diese ermöglichen andererseits Kosteneinsparungen gerade im Spitalbereich. Ein Medikament wird erst dann kassenpflichtig, wenn das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Rückvergütung durch die Krankenkassen zulässt. Die Behörde prüft zuerst die Wirksamkeit, die Zweckmässigkeit und die Wirtschaftlichkeit des Medikamentes und legt danach dessen maximalen Vergütungspreis verbindlich fest. Das BAG orientiert sich dabei an den Preisen vergleichbarer Medikamente und an Auslandpreisen und berücksichtigt den therapeutischen Mehrnutzen. Kassenpflichtige Medikamente 2006 Absatzkanal Zu Fabrikabgabepreisen In Packungen Apotheken Mio. Fr. (+1.3%) Mio. (+5.8%) SD-Ärzte Mio. Fr. (+2.4%) 29.0 Mio. (+5.2%) Spitäler Mio. Fr. (+7.5%) 14.2 Mio. (+11.7%) Drogerien 5.7 Mio. Fr. ( 1.8%) 1.1 Mio. (+0.1%) Total Mio. Fr. (+2.6%) Mio. (+6.3%) Quelle: IMS Health GmbH, Hergiswil. 1 Vergleich zum Vorjahr 18

21 Kassenpflichtige Medikamente 2006 Zu Fabrikabgabepreisen Apotheken 54.9% Drogerien 0.2% Spitäler 17.6% SD-Ärzte 27.3% Quelle: IMS Health GmbH, Hergiswil. Nach Packungen Apotheken 57.0% Drogerien 1.1% Spitäler 13.8% Quelle: IMS Health GmbH, Hergiswil. SD-Ärzte 28.1% 19

22 Knapp ein Sechstel rezeptfreie Medikamente OTC-Medikamente («over the counter», über den Ladentisch) sind in Apotheken, Drogerien, in der Arztpraxis oder in Spitälern ohne Rezept erhältlich. Im Jahr 2006 machte der Markt mit rezeptfreien Medikamenten auf der Basis von Herstellerabgabepreisen 15.9% des Gesamtumsatzes von Medikamenten in der Schweiz oder 669 Millionen Franken aus. Der Umsatz der OTC-Medikamente nahm im Vorjahresvergleich leicht zu (+1.3%). Die Menge der abgesetzten rezeptfreien Medikamente hingegen sank im Vorjahresvergleich um 0.5% auf 83.2 Millionen Packungen. Rezeptfreie Medikamente 2006 Absatzkanal Zu Fabrikabgabepreisen In Packungen Apotheken Mio. Fr. (+2.3%) Mio. (+0.9%) Drogerien 94.9 Mio. Fr. ( 1.5%) 12.3 Mio. ( 5.0%) SD-Ärzte 76.4 Mio. Fr. ( 0.4%) 8.6 Mio. ( 2.7%) Spitäler 24.8 Mio. Fr. ( 1.5%) 3.3 Mio. ( 0.4%) Total 669.4Mio. Fr. (+1.3%) 83.2 Mio. ( 0.5%) Quelle: IMS Health GmbH, Hergiswil. 1 Vergleich zum Vorjahr 20

23 Rezeptfreie Medikamente 2006 Zu Fabrikabgabepreisen Apotheken 70.7% Spitäler 3.7% SD-Ärzte 11.4% Drogerien 14.2% Quelle: IMS Health GmbH, Hergiswil. Nach Packungen Apotheken 70.9% Spitäler 4.0% SD-Ärzte 10.4% Drogerien 14.7% Quelle: IMS Health GmbH, Hergiswil. 21

24 Generika mit zweistelligem Wachstum Die kassenpflichtigen Generika legten im Jahr 2006 erneut kräftig zu. Seit dem Jahr 2001 hat sich der Markt der Generika auf Millionen Franken mehr als vervierfacht. Im Vorjahresvergleich beläuft sich das Wachstum auf 46.4%. Der Generikamarkt wuchs damit überdurchschnittlich. Diese Entwicklung ist auf den Ablauf des Patentschutzes bei umsatzstarken Originalpräparaten und auf die vermehrte Verschreibung von Generika durch die Ärzteschaft und die Substitution durch die Apotheken zurückzuführen. Der seit Anfang 2006 geltende differenzierte Selbstbehalt hat die Abgabe von Generika zusätzlich verstärkt. Der Anteil der Generika am generikafähigen Markt, der 703 Millionen Franken ausmachte, erhöhte sich auf 54.2%. Zum generikafähigen Markt zählen sowohl Generika als auch patentabgelaufene Originale, von denen Generika existieren. Daneben gibt es auch Originale, von welchen es keine Generika gibt, weil deren Preise bereits so tief sind, dass sie für Generikahersteller wirtschaftlich nicht attraktiv sind. Das Marktvolumen dieser Produktegruppe beträgt 463 Millionen Franken. Das Wachstumspotenzial des Schweizer Generikamarktes ist auch in den kommenden Jahren gross. Bis 2010 läuft der Patentschutz von über 20 weiteren umsatzstarken Produkten ab. Generika tragen zur Kostendämpfung bei, das Einsparpotenzial wird aber oft überschätzt. 22

25 Generika Generikamarkt (in Mio. Fr., zu Fabrikabgabepreisen) Zuwachsrate +27.4% +17.3% +53.1% +30.0% +41.0% Quelle: IMS Health GmbH, Hergiswil % Generikafähiger Markt 2006: 703 Mio. Franken (in %) 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0% Generika Quelle: IMS Health GmbH, Hergiswil. 45.8% 70.3% 80.2% 54.2% 29.7% 19.8% Patentabgelaufene Originale von denen Generika existieren 23

26 Biotechnologie und Medikamente Medikamenten und Impfstoffen, die nach bio- und gentechnologischen Verfahren hergestellt werden, kommt eine immer grössere Bedeutung zu. Gemäss einer Studie des amerikanischen Pharmaverbands PhRMA befinden sich weltweit 418 Biotech-Medikamente für mehr als 100 Krankheiten in der klinischen Entwicklung. Dazu zählen u.a. Medikamente zur Behandlung von Krebserkrankungen, von viralen und bakteriellen Infektionen, von Autoimmunkrankheiten wie multipler Sklerose sowie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch an biotechnologisch hergestellten Impfstoffen gegen Aids wird geforscht. In der Schweiz wurde vor über 20 Jahren der erste biotechnisch hergestellte Wirkstoff zugelassen. Inzwischen gehören Medikamente, die nach biotechnologischen Verfahren hergestellt werden, zum Alltag. Ebenso werden heute gewisse Impfstoffe biotechnisch hergestellt, etwa gegen Hepatitis B oder gegen das HP-Virus, das zu Gebärmutterhalskrebs führen kann. Als eigentlicher Durchbruch in der Medizin ist der Zugang zu verschiedenen menschlichen Proteinen zu bezeichnen. Dank Biound Gentechnologie können Patientinnen und Patienten heute mit körpereigenen Eiweissen wie Insulin oder Blutfaktoren behandelt werden. Diese waren früher nur in geringen Mengen und weniger sicher herstellbar. 24

27 Biotech-Medikamente in der Entwicklungsphase nach Therapiegruppe Krebserkrankungen 210 Übrige Infektionskrankheiten Autoimmunkrankheiten Aids/ HIV Infektionen Herz-Kreislauf-Erkrankungen Neurologische Erkrankungen Diabetes Atemwegserkrankungen Quelle: Biotechnology Medicines in Development, 2006 Report, PhRMA. Wohnungseinrichtung 25

28 Erfolgreicher Einsatz von Bio- und Gentechpräparaten Die zunehmende Bedeutung von gentechnisch hergestellten Medikamenten in der Medizin wird deutlich, wenn man deren steigenden Marktanteil betrachtet. Seit der zweiten Hälfte der 1990er- Jahre ist der Einsatz von gentechnisch hergestellten Produkten im Verhältnis zum Gesamtmarkt überdurchschnittlich stark gewachsen. Im Jahr 2006 wurden rund achtmal mehr Medikamente aus biotechnologischer Herstellung abgegeben als noch vor zehn Jahren. Ihr Wert zu Fabrikabgabepreisen betrug 367 Millionen Franken. Gentechnisch hergestellte Medikamente sind aus der modernen Medizin nicht mehr wegzudenken. Sie werden zur Behandlung von schweren oder lebensbedrohlichen Krankheiten wie multipler Sklerose oder Bluterkrankungen und insbesondere gegen Krebs und Diabetes erfolgreich eingesetzt. Gerade in der Onkologie ist der Anteil an Gentechpräparaten stetig zunehmend. Nebst der eigentlichen Herstellung kommen heute gentechnologische Methoden in der Forschung und Entwicklung von praktisch jedem neuen Medikament zum Einsatz. 26

29 Markt bio- und gentechnisch hergestellter Produkte Marktentwicklung zu Fabrikabgabepreisen (in Mio. Fr.) Quelle: IMS Health GmbH, Hergiswil. Interpharma, Basel. Umsatzverteilung nach Indikation Krebs 35.2% Blutbildung 16.4% Andere 6.3% Impfstoffe 4.9% Diabetes 10.6% Wachstumshormone 5.1% MS 9.2% Quelle: IMS Health GmbH, Hergiswil. Interpharma, Basel. Rheuma / Arthritis 12.3% 27

30 Apotheken weiterhin wichtigster Absatzkanal Der Medikamentenumsatz in den Apotheken nahm seit 1996 stetig zu. In den 1699 Apotheken in der Schweiz werden wertmässig 54.2% der Medikamente verkauft. Sie sind damit der wichtigste Absatzkanal für Medikamente. Bei den Drogerien ist erneut ein leichter Rückgang der Verkäufe zu verzeichnen, welcher insbesondere auf den tendenziell rückläufigen OTC-Markt zurückzuführen ist. Zwischen 1996 und 2006 wurden 50 neue Apotheken eröffnet, während die Zahl der Drogerien um 190 zurückging. In der gleichen Zeitperiode stieg die Zahl der SD-Ärzte* um 996. Nachdem im Jahre 2002 ein Höchstwert von SD-Ärzten erreicht worden war, nahm die Anzahl SD-Ärzte ab und stieg erst im Jahre 2004 wieder an. Gegenüber dem Vorjahr ist die Anzahl SD-Ärzte im Jahr 2006 wieder leicht gesunken. * SD-Ärzte: selbst dispensierende Ärzte 28

31 Absatzkanäle nach Umsatz und Bestand In Mio. Franken, zu Fabrikabgabepreisen Apotheken SD-Ärzte Spitäler Drogerien Quelle: IMS Health GmbH, Hergiswil. Anzahl SD-Ärzte, Apotheken, Drogerien und Spitäler SD-Ärzte Apotheken Drogerien Spitäler Quelle: IMS Health GmbH, Hergiswil. 29

32 Medikamente gegen Erkrankungen des Zentralnervensystems am meisten verkauft Medikamente gegen Erkrankungen des Zentralnervensystems nahmen bezüglich Marktanteil neu die Spitzenposition ein. Innerhalb dieser Gruppe sind es vor allem Medikamente gegen Depressionen. An zweiter Stelle stehen Mittel gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. In den vergangenen Jahren machten sie jeweils den grössten Marktanteil aus. An dritter und vierter Stelle mit Marktanteilen von 10.2% beziehungsweise 8.5% folgen die Indikationsgebiete Infektionen und Magen-Darm-Erkrankungen. Der Marktanteil der Onkologika liegt mit 8.1% an fünfter Stelle. 30

33 Marktanteile von Medikamenten nach Indikationsgebiet 2006 Basis: Umsatz 2006 zu Fabrikabgabepreisen (4 205 Mio. Fr.) n Zentralnervensystem 17.2% n Herz-Kreislauf 15.2% n Infektionen 10.2% n Magen-Darm 8.5% n Muskel-/Skelettsystem 6.3% n Blutbildung 5.0% n Urogenitalsystem 5.0% n Haut 4.1% n Krebs 8.1% n Atemwegsystem 7.0% Quelle: IMS Health GmbH, Hergiswil. n Übrige 13.4% 31

34 Mehrheit der Medikamente von ausländischen Pharmaunternehmen Rund 31% der im Jahr 2006 in der Schweiz verkauften Medikamente wurden auch in der Schweiz hergestellt. Zu Fabrikabgabepreisen ergab dies einen Umsatz von rund 1.3 Milliarden Franken. Der Anteil der Mitgliedfirmen der Interpharma am gesamten Pharmamarkt beträgt 16.6%. Mehr als zwei Drittel aller in der Schweiz verkauften Medikamente sind ausländischer Herkunft. Damit wurden im vergangenen Jahr 2.9 Milliarden Franken umgesetzt. Den grössten Umsatz erzielten Unternehmen aus den USA, deren Anteil am schweizerischen Markt 26.7% beträgt. Produkte ausländischer Pharmaunternehmen werden von deren Schweizer Niederlassungen und von unabhängigen schweizerischen Importeuren eingeführt. Der Vereinigung Pharmafirmen in der Schweiz (vips) sind 70 Firmen angeschlossen. 32

35 Marktanteile ausländischer Unternehmen 2006 Gesamtumsatz: Mio. Fr. (zu Fabrikabgabepreisen) n Schweiz 31.0% n Novartis, Roche, Serono 16.6% n Übrige 14.4% n Ausland 69.0% n USA 26.7% n Grossbritannien 14.2% n Deutschland 11.3% n Skandinavien 3.3% n Benelux 2.4% n Italien 1.0% Quelle: IMS Health GmbH, Hergiswil. n Frankreich 7.9% n Übrige 2.2% 33

36 Interpharma-Firmen mit weltweitem Marktanteil von 9.4% Die Erfassung des internationalen Medikamentenmarktes durch das Marktforschungsinstitut IMS Health zeigt, dass im Jahre 2006 Pfizer mit einem Umsatz von 46.6 Milliarden US-Dollar die Spitzenposition einnahm. Mit einem weltweiten Pharmaumsatz von 31.8 Milliarden US-Dollar hat sich Novartis im Vergleich zum Vorjahr von Rang 4 auf Rang 3 verbessert. Roche rangiert mit einem weltweiten Pharmaumsatz von 23.9 Milliarden US-Dollar erneut auf Platz 8. Serono belegte mit 2.1 Milliarden US-Dollar Rang 42 auf der Liste von IMS Health. Die Interpharma-Firmen Novartis, Roche und Serono erreichten zusammen einen weltweiten Umsatz von rund 58 Milliarden US- Dollar, was einem Marktanteil von rund 9.4% entspricht. Im Jahr 1997 betrug dieser Anteil noch 7%. Der Zuwachs illustriert die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Pharmaindustrie. Die konsolidierten Zahlen von IMS Health umfassten 2006 rund 70% des Gesamtmarktes von rezeptpflichtigen Medikamenten (ohne Spitäler) zu Fabrikabgabepreisen. Sie können deshalb von den publizierten Daten der Firmen abweichen. Der Weltmarkt wird auf 613 Milliarden US-Dollar geschätzt. 34

37 Weltweiter Medikamentenumsatz 2006 Rang Firma Land Umsatz 1 (Mrd. $) Marktanteil 1 Pfizer USA % 2 GlaxoSmithKline UK % 3 Novartis CH % 4 Sanofi-Aventis F % 5 Johnson & Johnson USA % 6 AstraZeneca UK % 7 Merck & Co USA % 8 Roche CH % 9 Abbott USA % 10 Amgen USA % 11 Wyeth USA % 12 Lilly USA % 13 Bayer D % 14 Bristol-Myers Squibb USA % 15 Boehringer Ingelheim D % Quelle: IMS Health. 1 Zu Fabrikabgabepreisen, rezeptpflichtige Medikamente 35

38 Volkswirtschaftliche Bedeutung der Pharmabranche Pharma als Motor der Exportwirtschaft Medikamente sind hoch stehende Qualitätsprodukte, die auch 2006 eine ausgezeichnete Handelsbilanz erzielten. Die Exporte pharmazeutischer Produkte sind markant gestiegen und beliefen sich auf über 46 Milliarden Franken. Sie machten damit 74% des gesamten schweizerischen Chemieexportes oder ein Viertel des gesamten Exportvolumens der Schweiz aus. Der Exportüberschuss für pharmazeutische Produkte nahm im Vorjahresvergleich deutlich zu und betrug 25.1 Milliarden Franken im Jahre Der wichtigste Exportmarkt für pharmazeutische Produkte ist weiterhin Europa. Entwicklung der Handelsbilanz seit 1990 In Mrd. Franken Ausfuhr Überschuss Einfuhr Quelle: Statistik der Eidg. Oberzolldirektion 2007, Bern. 36

39 Handelsbilanz mit pharmazeutischen Produkten 2006 Exporte (100% ^= Mrd. Fr.) =^ 25% aller Schweizer Exporte =^ 74% aller Schweizer Chemieexporte n D 10.2% n I 10.1% n F 7.5% n UK 4.1% n Übrige EU 27.9% n Übriges Europa 5.5% n USA 9.7% n Japan 4.3% n Übrige Länder 20.7% EU total 59.8% Quelle: Statistik der Eidg. Oberzolldirektion 2007, Bern. Importe (100% ^= 21.54Mrd. Fr.) =^ 12% aller Schweizer Importe =^ 60% aller Schweizer Chemieimporte n D 15.6% n I 14.6% n F 7.3% n UK 7.3% n Übrige EU 38.9% EU total 83.7% n Übriges Europa 0.4% n USA 7.3% n Japan 1.5% n Übrige Länder 7.1% Quelle: Statistik der Eidg. Oberzolldirektion 2007, Bern. 37

40 Hoher Exportüberschuss Die Schweiz konnte 2005 einen Exportüberschuss für pharmazeutische Produkte von 20.6 Milliarden Franken (2006: 25.1 Milliarden Franken) erzielen. Der Vergleich mit dem übrigen Europa zeigt, dass die Schweiz mit diesem Resultat nicht nur relativ, sondern auch in absoluten Zahlen eine der Spitzenpositionen einnimmt. Die positive Handelsbilanz der Schweiz ist vor allem mit der hohen Wettbewerbsfähigkeit der schweizerischen Pharmaindustrie begründet. Die Schweiz ist europaweit das Land mit dem grössten Exportüberschuss pharmazeutischer Produkte. Die Schweiz ist im Gegensatz zum zweitplatzierten Irland nicht nur ein wichtiger Produktionsstandort, sondern auch ein bedeutender Forschungsstandort. Sowohl die USA als auch Japan wiesen 2005 eine negative Handelsbilanz für pharmazeutische Erzeugnisse aus. 38

41 Schweizer Pharmahandelsbilanz im internationalen Vergleich 2005 In Mio. Fr CH IRL D UK F S DK A NL B I Quelle: EFPIA, Brüssel,

42 Überdurchschnittliche Stundenproduktivität im Branchenvergleich Die Pharmaindustrie gehört zu den produktivsten Branchen in der Schweiz. Die Arbeitsplatzproduktivität ist deutlich höher als diejenige der Gesamtwirtschaft. Während die gesamtwirtschaftliche Produktivität sich seit 1990 um 30 Prozent gesteigert hat, ist jene der Pharmaindustrie um 59 Prozent auf Franken pro Erwerbstätigen gestiegen. Die Produktivität lässt sich aber nicht nur in Bezug auf die Anzahl Erwerbstätiger zeigen, sondern auch in Bezug auf die geleisteten Arbeitsstunden. In der Pharmaindustrie ist die Stundenproduktivität mit 178 Franken etwa dreimal so hoch wie jene der Gesamtwirtschaft. Im schweizerischen Branchenvergleich liegt die Pharmaindustrie damit nach den Versicherungen (204 Franken) auf dem zweiten Platz. 40

43 Stundenproduktivität Pharmaindustrie / Gesamtwirtschaft In CHF pro geleistete Arbeitsstunde Stundenproduktivität Pharmaindustrie Stundenproduktivität Gesamtwirtschaft Quelle: Plaut Economics,

44 Zunehmende Bedeutung der Pharmaindustrie als Arbeitgeber Die Pharmabranche ist in der Schweiz ein wichtiger Arbeitgeber. Direkt und indirekt (inkl. Zulieferern) war sie im Jahr 2004 für Arbeitsplätze verantwortlich; Personen waren direkt in den Pharmaunternehmen beschäftigt. Im Jahr 2005 ist die Zahl der Beschäftigten auf knapp Personen gestiegen. In den letzten sechzehn Jahren hat die Zahl der Erwerbstätigen in dieser Branche um 59% zugenommen. Selbst als während der Rezessionsphase zwischen 1991 und 1994 die Anzahl Beschäftigter in der Geamtwirtschaft um 3.0% zurückging, stieg die Zahl der Erwerbstätigen in der Pharmabranche um 3.5%. 42

45 Anzahl Erwerbstätiger in der Pharmaindustrie Entwicklung der Anzahl Erwerbstätiger (in 1000) Quelle: Plaut Economics, 2005, BAK Basel Economics,

46 Hohe Ausgaben für Forschung und Entwicklung Die sechs Interpharma-Firmen Novartis, Roche, Serono, Actelion, Vifor und Cilag gaben 2006 weltweit 12.5 Milliarden Franken für Forschung und Entwicklung aus. Diese Summe entspricht rund 19% des gesamten Pharmaumsatzes, was im Branchenvergleich überdurchschnittlich ist. Im Jahr 2006 erreichte der Verkauf von rezeptpflichtigen Medikamenten der sechs Firmen in der Schweiz 768 Millionen Franken, was nur 1.2% ihres weltweiten Pharmaumsatzes ausmacht. Trotzdem gaben die Interpharma-Firmen in der Schweiz 4.4 Milliarden Franken für die pharmazeutische Forschung und Entwicklung aus, über 500 Millionen mehr als im Vorjahr (3.9 Milliarden Franken). 44

47 Kennzahlen der Interpharma-Firmen 2006 Novartis Roche Serono Actelion Vifor Cilag Pharma-Bereich 1 in Millionen Fr. Schweiz Umsatz F&E Anlageinvestitionen Personalbestand Weltweit Umsatz F&E in % Umsatz Anlageinvestitionen Betriebsgewinn Personalbestand Konzern (alle Divisionen) in Millionen Fr. Weltweit Umsatz F&E in % Umsatz Anlageinvestitionen Konzerngewinn Personalbestand Novartis ohne Vaccines & Diagnostics, Sandoz und Consumer Health; Roche ohne Diagnostics; ausschliesslich Cilag Schweiz, weltweite Verkäufe von Cilag-Produkten laufen über Johnson & Johnson Konzern, wozu Cilag gehört. 2 Rezeptpflichtige Medikamente 45

48 Grosse Investitionen in den Forschungsstandort Schweiz Die hohen Investitionen in die pharmazeutische Forschung und Entwicklung in der Schweiz und in den USA unterstreichen die Wichtigkeit dieser beiden Forschungsstandorte. In der Schweiz gaben die Interpharma-Firmen Millionen Franken für die Pharmaforschung aus. Dies entspricht 35.2% ihrer weltweiten Ausgaben für Pharmaforschung und -entwicklung. Damit betrugen ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung (F&E) rund sechsmal so viel, wie sie in der Schweiz Umsatz erzielten. In den USA gaben sie im Jahr % ihrer weltweiten Ausgaben oder Millionen Franken für Pharmaforschung aus. 46

49 Novartis, Roche, Serono, Actelion, Vifor und Cilag: Pharmaforschung und -entwicklung weltweit 2006 Total Mio. Fr. Schweiz 35.2% =^ Mio. Fr. Übrige 2.6% =^ 327 Mio. Fr. Übriges Europa 10.2% =^ Mio. Fr. Japan 6.6% =^ 830 Mio. Fr. Quelle: Interpharma, Basel. USA 45.4% =^ Mio. Fr. 47

50 Forschungsinvestitionen dank Pharmaexporten Die hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung sind nur möglich dank dem hohen Exportvolumen im Pharmabereich. Insgesamt exportierten Novartis, Roche, Serono, Actelion, Vifor und Cilag im Jahre 2006 Pharmaprodukte im Wert von rund 42 Milliarden Franken. Dies entspricht etwa 90% des schweizerischen Pharmaexportes. Seit 1990 hat die gesamte Schweizer Pharmabranche ihre Exporte von 8 Milliarden Franken auf rund 47 Milliarden Franken steigern können und hat damit das Wirtschaftswachstum in der Schweiz massgeblich beeinflusst. 48

51 Interpharma-Firmen in der Schweiz: Umsatz, Forschung und Export 2006 In Mrd. Fr Umsatz Forschung und Entwicklung Export Quelle: Interpharma, Basel. 49

52 Gute Innovationsbilanz der Interpharma-Firmen In den Forschungslaboratorien der Interpharma-Firmen wurden im Jahr 2006 vier neue Wirkstoffe entwickelt, die zur Zulassung angemeldet wurden. Die Tabelle führt die wichtigsten Medikamente auf, die in den letzten Jahren weltweit in den Interpharma-Firmen entwickelt worden sind. Alle diese Präparate haben einen neuen Wirkstoff, demzufolge gehören sie zur Klasse der «innovativen Medikamente». 50

53 Wichtige Medikamente der Interpharma-Firmen Erfolge der Pharmaforschung seit 2000 Jahr Produkt Firma Indikation 2006 Lucentis Novartis/Roche Altersbedingte Makuladegeneration Prezista Cilag Aids Prexige Novartis Schmerzmittel Sebivo Novartis Chronische Hepatitis B 2005 Aclasta Novartis Morbus Paget Exjade Novartis Transfusionsbedingte Eisenüberladung 2004 Avastin Roche Dick- oder Enddarmkrebs Emselex Novartis Harninkontinenz Raptiva Serono Plaque-Psoriasis Tarceva Roche Nichtkleinzelliger Lungenkrebs Velcade Cilag Multiples Myelom 2003 Bonviva Roche Osteoporose Certican Novartis Organtransplantationen Fuzeon Roche Aids Myfortic Novartis Organtransplantationen Stalevo Novartis Parkinson-Syndrom Zavesca Actelion Morbus Gaucher Typ I 2002 Concerta Cilag ADHD Evra Cilag Empfängnisverhütung Famvir Novartis Herpesvirus Xolair Novartis Asthma 2001 Elidel Novartis Atopisches Ekzem Glivec Novartis Leukämie (CML) Pegasys Roche Hepatitis C Tracleer Actelion Pulmonale arterielle Hypertonie Valcyte Roche Retinitis (CMV) Zelmac Novartis Reizdarm 2000 Luveris Serono Unfruchtbarkeit Lyrinel Cilag Inkontinenz Ovitrelle Serono Unfruchtbarkeit Reminyl Cilag Alzheimer Starlix Novartis Diabetes Zometa Novartis Maligne Hyperkalzämie Quelle: Interpharma, Basel. 51

54 Gute Position der Schweiz im Innovationsranking Die Schweiz zählt europa- und weltweit zu den innovativsten Ländern und belegt hinter Schweden den zweiten Rang. Entscheidend für diese gute Position ist die Dynamik der Schweizer Unternehmen. Der Europäische Innovationsanzeiger wird anhand von 25 Indikatoren erstellt, die in fünf Kategorien klassiert sind: Innovationsmotoren, Wissensbildung, Innovation und Unternehmergeist, Anwendung und geistiges Eigentum. Die Schweiz ist bei der Forschung und Entwicklung sowie im Bereich des geistigen Eigentums führend. Gemessen in Prozenten des BIP gehören die Bruttoinlandausgaben für Forschung und Entwicklung des privaten und öffentlichen Sektors zusammen zu den höchsten in Europa. Einzig die nordischen Länder stehen noch besser da. Beim geistigen Eigentum belegt die Schweiz den ersten Rang, in keinem europäischen Land werden beim Patentamt pro Million Einwohner mehr Patente angemeldet. Die Schweizer Unternehmen zählen zu den innovativsten in Europa, in keinem anderen Land setzten die Unternehmen einen so grossen Anteil ihres Umsatzes für Innovationen ein. Die Schweiz weist gegenüber anderen Ländern jedoch tendenziell einen Mangel an hochqualifiziertem Personal auf. Ausserdem werden Innovationsaktivitäten erst zögerlich durch Risikokapital unterstützt. Nebst den Leistungsindikatoren werden im Europäischen Innovationsanzeiger auch die Trendindikatoren berechnet, welche die durchschnittliche Veränderungsrate der Ergebnisse im Verlaufe der letzten drei Jahre messen. Die Schweiz konsolidiert in Sachen Innovation ihren hohen Stand, während andere Länder eine grössere Dynamik aufweisen und allmählich aufholen. 52

55 Schweizer Innovationssystem im internationalen Vergleich Innovationsindex S 0.69 CH 0.68 FIN 0.63 DK 0.61 J 0.59 D USA UK EU15 NL Quelle: European Innovation Scoreboard 2006: Comparative Analysis of Innovation Performance, EU Commission A 0.48 F 0.36 N 0.34 I 0.31 E Die gute Schweizer Stellung wird auch durch den Global Competitiveness Report des World Economic Forum bestätigt. Die Schweiz belegt weltweit den Spitzenplatz bei der Qualität der wissenschaftlichen Forschungsinstitutionen, bei der Zusammenarbeit zwischen Industrie und Universität in der Forschung sowie bei den Firmenausgaben für Forschung und Entwicklung. 53

56 Forschung und Entwicklung Viel Zeit und noch mehr Geld Der Entwicklungsaufwand für ein neues Medikament ist in den vergangenen Jahrzehnten stark gestiegen, vor allem aufgrund der hohen gesetzlichen Anforderungen an die Qualitätssicherung. Während die erforderliche Teilnehmerzahl für klinische Studien früher wenige hundert betrug, sind es heute in der Regel mehrere tausend. Bis zur Markteinführung eines neuen Medikamentes dauert es durchschnittlich 8 bis 12 Jahre. Durch die lange Entwicklungszeit bleibt den Pharmafirmen wenig Zeit, die hohen Kosten innerhalb der Dauer des Patentschutzes zu amortisieren. Vor 20 Jahren lagen die Entwicklungskosten noch bei knapp 100 Millionen US-Dollar. Heute belaufen sich die Kosten für die Forschung und Entwicklung eines neuen Medikamentes auf knapp 900 Millionen US-Dollar. Dieser Trend wird sich fortsetzen. Grund für die enorme Zunahme sind die komplexen, chronischen und degenerativen Krankheiten, denen heute mit neuen Wirkstoffen begegnet werden kann. Die Mechanismen dieser Krankheiten sind oft noch wenig erforscht, weshalb die Aufwendungen für ausgedehnte klinische Versuche stark angestiegen sind. Das Risiko ist gross, dass ein Medikament aufgrund von Nebenwirkungen, die erst in den klinischen Versuchen festgestellt worden sind, nicht weiterentwickelt wird. Von Substanzen, die in den Labors untersucht und geprüft werden, gelangen 10 Substanzen in die Phase der klinischen Versuche. Davon besteht nur gerade eine Substanz alle klinischen Tests und kommt später als Medikament in den Handel. 54

57 Entwicklungskosten eines neuen Medikamentes In Mio. US-Dollar Quelle: Tufts CSDD, Boston, USA,

58 Der Weg bis zum Medikament ist lang Präklinische Phase Chemische Wirkstoffsynthese und biologische Gezielter Wirkungsnachweis in Zellsystemen Forschung oder/und am Tier Pharmakologie und Pharmakokinetik am Tier (Wirkstoffeffekte) Vorklinische Verträglichkeitsprüfung am Tier (3 Monate) Entwicklung Teratologie (Einfluss auf den Fötus im Tier) Wirkstoffherstellung Entwicklung geeigneter Darreichungsformen Klinische Phase I Klinische Phase II Pharmakologie und Pharmakokinetik am Mensch (Wirkstoffeffekt) Wirkung am gesunden Freiwilligen Wirkstoffherstellung in grossen Mengen Pharmakologie und Pharmakokinetik an Patienten (chemische Veränderung des Wirkstoffes im Organismus) Wirkung an einer kleineren Zahl ausgewählter Patienten Teratologie (Wirkung auf Fortpflanzung beim Tier) Verträglichkeit über 6, 12 Monate und länger am Tier Klinische Phase III Wirkung an einer grösseren Zahl Patienten unter praxisnahen Bedingungen Verträglichkeit bei längerer Applikation am Tier Markteinführungsparameter Entwicklung der endgültigen Darreichungsformen Wirkstoffproduktion für die Einführung Klinische Phase IV Nach der Einführung des Medikamentes: nach Bedarf weitere, gezielte klinische Prüfungen Überwachung des Medikamentes in der medizinischen Praxis Erfassung und Auswertung von Nebenwirkungen 56

59 Der Werdegang eines Medikamentes Jahre Substanzen 20 Substanzen 10 Präparate Forschung Präklinische Phase Wirkstofffindung Patentanmeldung Tierversuche zu Wirksamkeit und Verträglichkeit Wirkstoffherstellung / Anwendungsform Phase I (Prüfung an gesunden Menschen) 10 Klinische Phase Phase II (Dosisfindung an Patienten) Phase III (Erprobung an Patienten) 15 1 Präparat Verkauf Phase IV (Überwachung Pharmacovigilance) / Zulassung (Swissmedic) Aufnahme Spezialitätenliste (SL) / Preisfestsetzung (BAG) 20 Quelle: Interpharma, Basel. Patentablauf 57

60 Patentschutz fördert den technischen Fortschritt Als Gegenleistung für den Patentschutz muss der Erfinder seine Forschungs- und Entwicklungsergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich machen. Er verhilft ihr damit zu technischem Fortschritt. Während der Patentlaufzeit von 15 Jahren hat er dafür ein begrenztes Exklusivrecht zur kommerziellen Nutzung der Erfindung und kann Dritte von der gewerblichen Nutzung der patentierten Erfindung ausschliessen oder die Nutzung gegen Entgelt gewähren. Durch den Patentschutz werden die für Forschung und Entwicklung getätigten Investitionen geschützt und Anreize für weitere Innovationen geschaffen. Wissen und Know-how sind Kapital für ein Land wie die Schweiz, das nicht über Rohstoffe verfügt. In der pharmazeutischen Forschung wurden in der Schweiz zwischen 2000 und 2003 rund 19 Patente pro Erwerbstätige angemeldet. Ohne Innovationsschutz gibt es keine privaten Investitionen in die Medikamentenforschung, denn die Entwicklung eines neuen Medikamentes ist zeitaufwendig, mit hohen Kosten verbunden, und die Pharmafirmen tragen das Forschungsrisiko allein. Ausserdem lässt sich der Herstellungsprozess eines Medikamentes relativ leicht nachahmen. Investitionen können deshalb nur getätigt werden, wenn sie sich auch während einer gewissen Zeit schützen lassen. Vor diesem Hintergrund ist die laufende Patentgesetzrevision, die den Schutz biotechnologischer Erfindungen präzisieren soll, für die Pharma- und Biotechfirmen in der Schweiz von höchster Bedeutung. 58

61 Pharmazeutische Patente beim Europäischen Patentamt Anzahl gewährte Patente zum Anmeldezeitpunkt pro Erwerbstätige von 2000 bis CH DK NL D 7.4 F 5.7 UK 4.0 I Quelle: BAK Basel Economics. 59

62 Über 13 Milliarden Franken für Forschung und Entwicklung Die Investitionen von mehr als 13 Milliarden Franken in Forschung und Entwicklung (F&E) zeigen die volkswirtschaftliche Bedeutung des Forschungsplatzes Schweiz. Nach wie vor investiert die Privatindustrie besonders viel. Im Jahr 2004 betrug ihr Anteil 70% aller ausgegebenen Mittel oder 9.1 Milliarden Franken. Die öffentliche Hand (Bund und Kantone) war mit 23% an der Finanzierung von Forschung und Entwicklung beteiligt. 2.4% entfielen auf private Organisationen ohne Erwerbszweck und Hochschulen. 60

63 Finanzierung von Forschung und Entwicklung in der Schweiz Total Ausgaben für F&E im Jahr 2004: Mio. Fr. Privatwirtschaft 69.7% Ausland 5.2% Andere 1 2.4% Kantone 6.8% Quelle: Bundesamt für Statistik, Sektion Bildung und Wissenschaft, Neuchâtel. Bund 15.9% 1 Private Organisationen ohne Erwerbszweck und eigene Mittel der Hochschulen 61

64 Pharmaindustrie massgebend bei der nationalen Forschung und Entwicklung Forschung und Entwicklung nehmen in der schweizerischen Privatwirtschaft einen hohen Stellenwert ein. Die Intramuros-F&E- Aufwendungen haben weiter zugenommen und betrugen im Jahre 2004 insgesamt Millionen Franken. Diese Ausgaben umfassen alle verwendeten finanziellen und personellen Mittel, welche für Forschung und Entwicklung im eigenen Unternehmen in der Schweiz (Fabrikationsstätten oder Laboratorien) eingesetzt werden. Mit Millionen Franken hat die Pharmaindustrie ihre Aufwendungen gegenüber 2000 fast verdoppelt. Die Branche tätigte mehr als einen Drittel aller Intramuros-F&E-Aufwendungen in der Schweiz. Die Maschinen- und Metallindustrie liegt mit 17% an zweiter Stelle. An dritter Stelle folgt der Bereich Forschung und Entwicklung, eine heterogene Branche von Unternehmen, die F&E als Dienstleistung für andere Unternehmen anbieten. Im Pharmabereich investierten allein Novartis, Roche, Serono, Actelion, Vifor und Cilag im Jahr 2006 in der Schweiz 4.4 Milliarden Franken für Forschung und Entwicklung. Die Interpharma-Firmen geben im Schnitt rund 19% ihres Umsatzes dafür aus. Das ist im Vergleich zu anderen Branchen ein sehr hoher Anteil. 62

65 Aufwendungen für F&E in der Privatwirtschaft Intramuros-F&E-Aufwendungen nach Wirtschaftszweig Total: Mio. Fr. (im Jahr 2004) Pharma 36.9% Maschinen/ Metall 17.0% Andere 7.1% Nahrungsmittel 5.2% Forschung & Entwicklung 14.2% Chemie 7.1% Quelle: Bundesamt für Statistik, Sektion Bildung und Wissenschaft, Neuchâtel. Informations- und Kommunikationstechnologien 12.5% F&E Investitionen in % des Umsatzes (weltweit), 2005 Interpharma-Firmen (Pharma) 19.7 Pharma und Biotechnologie 14.9 Computer Software und Services 10.1 Informationstechnologie Hardware 8.2 Elektrotechnik und Elektronik 4.7 Luftfahrt und Verteidigung 4.6 Automobilbau 4.2 Chemische Industrie 3.2 Maschinenbau 2.7 Telekommunikation 1.7 Öl und Gas Quelle: The 2006 EU industrial R & D investment scoreboard. Interpharma. 63

66 Hoher Beachtungsgrad der Schweizer Forschung Die weltweite Beachtung der Schweizer Forschung ist in den Jahren 1981 bis 2004 deutlich gestiegen. Dies geht aus der vom Zentrum für Wissenschafts- und Technologiestudien (CEST) veröffentlichten Langzeit-Studie «Place scientifique suisse 2004» hervor. Die Schweiz hat sich vor allem beim so genannten «Impact» ihrer Forschungsarbeiten stark verbessert. Der Impact ist ein Mass für die Beachtung von wissenschaftlichen Publikationen und gilt deshalb auch als Qualitätszeichen. Bereits 1981 konnte sich die Schweiz über dem weltweiten Mittelwert positionieren. Sie vermochte sich seither kontinuierlich von Rang 8 auf einen Podestplatz zu steigern. Heute belegt sie den dritten Platz beim Impact der gesamten Forschung. Vor ihr liegen die USA auf Platz 1 und die Niederlande. Den Spitzenplatz belegt die Schweiz im Forschungsfeld Ingenieurwissenschaften, Informatik und Technologie. Weitere Disziplinen, in denen Schweizer Arbeiten in der Fachliteratur eine überdurchschnittliche Beachtung erzielten, sind die Life Sciences sowie Physik, Chemie und Erdwissenschaften. Im Bereich klinische Medizin konnte sich die Schweiz in den 1990er-Jahren deutlich steigern, liegt aber immer noch leicht unter dem weltweiten Mittelwert. Hinsichtlich Ausbildung und Verfügbarkeit von Nachwuchskräften im Forschungsbereich liegt die Schweiz aber deutlich zurück und droht sogar den Anschluss zu verlieren. Dies ist vor allem auf Mängel an Universitäten und Hochschulen sowie komplizierte Strukturen zurückzuführen. 64

67 Länderrangliste nach Beachtungsgrad der wissenschaftlichen Publikationen, Forschungsfeld Life Sciences USA CH NL UK CDN FIN Physik, Chemie & Erdwissenschaften USA CH DK NL D UK Klinische Medizin* USA NL FIN S CDN DK Agrikultur, Biologie & Umweltwissenschaften NL DK UK USA S CH Ingenieurwissenschaften, Informatik & Technologie CH USA DK IL NL AUS Quelle: CEST Scientometrics Scoreboard, Juli * CH: Rang 11 Impact der wissenschaftlichen Publikationen nach Land USA 122 NL CH UK DK S D F J I A E Quelle: CEST Scientometrics Scoreboard, Juli

68 Ohne Tierversuche ist biomedizinische Forschung nicht möglich Auch modernste Technologien können lebende Organismen und das Zusammenspiel von Organen und Organsystemen noch nicht vollständig abbilden. Die forschenden Pharmaunternehmen der Schweiz unterstützen als Mitglieder der Stiftung «Forschung 3R» (Reduce, Refine, Replace) seit über 20 Jahren die Entwicklung von Methoden zum Tierversuch und fördern deren konsequenten Einsatz 1. Die Umsetzung der Ergebnisse aus der 3R-Forschung sind nicht nur aus Gründen des Tierschutzes wertvoll, sondern führen auch zu besseren Ergebnissen. In der Schweiz müssen sämtliche Eingriffe und Handlungen an Tieren zu Versuchszwecken von den zuständigen Behörden bewilligt werden. Jeder Tierversuch wird zudem von einer unabhängigen Tierversuchskommission beurteilt, der auch Mitglieder von Tierschutzorganisationen angehören. Die Gesamtzahl der in der Schweiz in bewilligten Versuchen eingesetzten Tiere hat sich seit 1983 von nahezu zwei Millionen um 72% auf im Jahre 2005 verringert. Die Tatsache, dass die Tierversuchszahlen seit einigen Jahren nicht mehr im gleichen Ausmass zurückgehen, hat zwei Hauptgründe. Erstens wurde die Forschungstätigkeit gegenüber früher weiter verstärkt und zweitens wurden grosse Schritte zur Reduktion der Tierzahlen im Sinne der 3R bereits getan. Weitere Erfolge können heute nur noch mit erhöhtem Aufwand und in kleineren Schritten erzielt werden. 1 Die Stiftung «Forschung 3R» wird von Bund und Interpharma paritätisch finanziert. 66

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