Gewaltprävention in der Schule - Sicherheitskonzept

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1 Theodor-Heuss-Realschule Hameln Februar 2010 Gewaltprävention in der Schule - Sicherheitskonzept Schulordnung und Schulvereinbarung der Schule (Anlage 1 und 2) verdeutlichen allen Schülern, dass ein friedliches und tolerantes Zusammenleben in der Theodor-Heuss-Realschule erwünscht ist. 1. Verhütung von Gewalt Gestaltung der Umgebung Das Schulgelände und auch das Gebäude der Theodor-Heuss-Realschule sind so groß und weitläufig, dass eine optimale Übersicht über alle Bereiche nicht zu erreichen ist. Es sind ausreichend Pausenaufsichten eingesetzt, die bei einer aktuellen Gefahrenlage schnell an den Ort des Geschehens gerufen werden können. Dieses gilt auch besonders für die Schulbushaltestelle. Das Schulgelände ist eingezäunt. Es kann nur durch einen vom Verwaltungsbereich einzusehenden Bereich betreten werden. Durch Hinweisschilder werden schulfremde Personen gebeten, sich im Sekretariat anzumelden. Werden unbekannte Personen im Gebäude angetroffen, werden sie durch das Schulpersonal nach ihrem Anliegen befragt. Unsere Schüler halten sich in den Pausen und in anderen Zeiten ohne Unterricht auf den Pausenhöfen und im Ganztagsbereich unserer Schule auf. Die Pausenhöfe sind vom Gebäude einsehbar. Im Ganztagsbereich finden die Schüler eine wohnliche Umgebung mit der Möglichkeit zu vielfältiger Beschäftigung vor. Unser Schulsozialpädagoge ist Aufsichtsperson und Ansprechpartner für alle anstehenden Probleme Maßnahmen im inneren Schulbetrieb Schulvereinbarung und Schulordnung regeln die Verhaltensweisen, die der Gewaltbekämpfung dienen, in ausreichendem Maße. Die Schüler werden in der Schulvereinbarung aufgeklärt, dass Regelverstöße nicht ohne Folgen bleiben. Schulvereinbarung und Schulordnung sind im von jedem Schüler verbindlich zu führenden Schultagebuch veröffentlicht und können somit jederzeit nachgelesen werden. Bei der Einschulung werden diese Dokumente von den Klassenlehrern eingehend mit den Schülern besprochen. In der 7. Klasse führen die Klassenlehrer ein Sozialtraining durch, in dem die Pflicht zur Gewaltfreiheit nochmals besonders thematisiert wird. Bei gewalttätigen Übergriffen wird sofort reagiert. 1. Schritt: Gespräch mit Klassenlehrer, Fachlehrer, Schulsozialpädagoge oder Mitglied der Schulleitung und gegebenenfalls 2. Schritt: Erledigung von sozialen Aufgaben 3. Schritt: Eventuell Polizei einschalten. 4. Schritt: Klassenkonferenz zur Entscheidung über Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen Allen Schülern ist bewusst, dass so verfahren wird, da die Vorfälle als Anlass für Gespräche in den Klassen über Gewalt benutzt werden. In unserer Schule werden von der Beratungslehrerin Schüler der 8. Klasse als Streitschlichter ausgebildet, die dann in der 9. und 10. Klasse kleinere Streitfälle zwischen Schülern klären helfen. Bei schwerwiegenden Konflikten speziell auch Mobbingtatbeständen werden die Klassenlehrer, die Beratungslehrerin, der Schulsozialpädagoge oder/und die Schulleitung tätig.

2 Der Schulsozialpädagoge arbeitet im Rahmen seiner Tätigkeit im Ganztagsbereich unserer Schule auch besonders mit Schülern mit hohem Gewaltpotenzial. Durch geeignete Maßnahmen wird versucht, Verhaltensänderungen bei den auffälligen Schülern zu erreichen. Sollte eine erhöhte Gewaltbereitschaft bei Schülern zu beobachten sein, werden wir durch die Einrichtung einer Arbeitsgemeinschaft, in der diese Kinder andere Verhaltensmuster zur Konfliktbewältigung vorgestellt bekommen und in geeigneten Szenarien einüben können, dieser Tatsache entgegen zu wirken versuchen. Ähnlich soll verfahren werden bei anderen Verhaltensweisen von Schülern, die die physische und psychische Gesundheit von Mitschülern gefährden. In der Stadt Hameln gibt es eine enge und gut funktionierende Zusammenarbeit der Schulen mit den Jugendhilfeeinrichtungen und der Polizei. In Abständen von 4 bis 6 Wochen können sich Lehrer (auch Eltern und Schüler) durch eine Fachkraft des ZBE (Zentrum für Beratung und Erziehung im Landkreis Hameln-Pyrmont) für den Umgang mit schwierigen Schülern in unserer Schule beraten lassen. Der Kontaktbeamte ist in Krisensituationen schnell erreichbar und auch einsatzbereit. Eine Beratungslehrerin unserer Schule arbeitet im Präventionsrat der Stadt Hameln mit. In unserer Schule gibt es einen Schulsanitätsdienst. Ausbildung und Dienst in diesem Bereich sind als Maßnahme zur Gewaltprävention zu sehen. Programme der Organisation Time for kids verhindern, dass Schüler mit jugendgefährdenden Internetauftritten konfrontiert werden. Das Handynutzungsverbot (auch Teil des Schultagebuchs, siehe Anlage 3) soll die Konfrontation mit und die Ausübung von Gewalt mit diesem technischen Hilfsmittel verhindern. 2. Maßnahmen bei einem akuten Gewaltvorfall Verhaltensstrategien Siehe Notfallplan und Brandschutzordnung Schadensbegrenzung nach Gewalttaten Im Falle einer Gewalttat ist es notwendig, das Opfer vor weiterem Schaden zu schützen und den von ihm erlittenen Schaden zu begrenzen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass jede Person, die Opfer oder Zeuge einer Gewalttat geworden ist, in den Stunden nach dem Vorfall nicht sich selbst überlassen wird, Lehrkräfte einbezogen werden, Anteilnahme zeigen und das Opfer unterstützen, örtliche Opferschutzstellen sowie der notfallpsychologische Dienst für eine psychologische Betreuung des Opfers unmittelbar nach dem Vorfall wie auch später bei posttraumatischem Stress eingeschaltet werden, das Opfer bei der Erledigung der notwendigen Schritte (z.b. der Erstattung einer Strafanzeige) unterstützt wird, andere Lehrkräfte und die Eltern informiert werden, die Risikobewertungen einer Überprüfung unterzogen werden, um festzustellen, welche Maßnahmen ggf. zusätzlich erforderlich sind. Dieses Sicherheitskonzept wurde in der Gesamtkonferenz am vom Kollegium und der Eltern- und Schülervertretung der THRS angenommen und ist seitdem wirksam.

3 Anlage 1 Liebe Schülerin, lieber Schüler, Schulvereinbarung du möchtest in unsere Schule gehen. Darüber freuen wir uns. Du sollst dich zusammen mit den anderen Schülerinnen und Schülern beim Lernen wohl fühlen. Damit das gelingt, sind viele Schritte nötig. Der erste davon ist diese Schulvereinbarung, die die Schule mit dir abschließen möchte. Bitte lies dir den Text durch. Wenn du das so akzeptieren kannst, dann unterschreibe bitte. Ich verstehe und unterstütze das Motto der Theodor-Heuss-Realschule: SICH WOHL FÜHLEN UND MITEINANDER ERFOLGREICH LERNEN Das bedeutet: 1. Ich möchte in der Schule ohne Angst leben und arbeiten. Ich werde meine Mitschülerinnen und Mitschüler so behandeln, dass sie vor mir keine Angst zu haben brauchen. 2. Ich kenne die Regeln der Schule und des Unterrichts und halte sie ein. 3. Ich werde versuchen, mit den Lehrerinnen und Lehrern und mit den Schülerinnen und Schülern freundlich umzugehen und erwarte, dass alle, die in der Theodor-Heuss-Realschule arbeiten und lernen, auch so mit mir umgehen. Ich grüße meine Lehrer und Mitschüler. Bitte und Danke und Entschuldigung sind selbstverständlich. Ich schreie nicht, bin bereit zuzuhören und lasse andere ausreden. Ich achte auf und beachte das Eigentum anderer. Ich werde versuchen, andere zu verstehen, zu akzeptieren, Kompromissbereitschaft zu üben und zu helfen. Ich achte auf Ordnung und Sauberkeit: bei mir selbst, am Platz, im Klassenraum, im Schulgebäude und auf dem Schulgelände. Ich akzeptiere, dass ich mit Folgen und Strafen rechnen muss, wenn ich gegen die Grundsätze, die an der Theodor-Heuss-Realschule gelten, verstoße.

4 Anlage 2 SCHULORDNUNG der Theodor-Heuss-Realschule Regeln erleichtern das Miteinander. Diese Schulordnung beschreibt die für das Zusammenleben an unserer Schule gültigen Regeln, um den störungsfreien Ablauf und die Sicherheit aller hier tätigen Personen zu gewährleisten. Unterricht und Pausen Die Schule ist morgens ab 7.30 Uhr geöffnet. Erst ab 7.45 Uhr darf das Obergeschoss betreten werden. Schon vor der ersten Stunde sollten sich alle (Schüler/innen) am Aushang im Erdgeschoss über den Vertretungsunterricht und besondere Bekanntmachungen informieren. Alle, die zur zweiten (oder späteren) Stunde Unterricht haben, halten sich im Ganztagsbereich auf, um den Unterricht der anderen nicht zu stören. Mit dem Gong zum Stundenbeginn ist jeder an seinem Platz im Klassenraum. Ist der Lehrer 5 Minuten nach Stundenbeginn noch nicht da, fragen Klassensprecher oder -sprecherin im Sekretariat nach. In den großen Pausen verlassen alle Schüler/innen ihre Klassen- bzw. Fachräume und das Obergeschoss. Dieses gilt nicht für die Schüleraufsichten und die Ordnungsdienste. Abwesenheit von Schülern/innen Das Schulgelände darf während der gesamten Unterrichtszeit nicht ohne ausdrückliche Erlaubnis einer Lehrkraft verlassen werden. Kein Fachlehrer, sondern nur Schulleitung oder Klassenlehrer/innen, können Schüler/innen vom Unterricht entlassen. Krankmeldungen bzw. Entschuldigungen müssen nach spätestens drei Tagen den Klassenlehrern/innen vorliegen. Beurlaubungen müssen spätestens drei Tage vorher schriftlich von den Erziehungs-berechtigten beantragt werden. Störungen / Unfallverhütung / Sicherheitsvorschriften / Gesundheit Für Wertgegenstände haftet die Schule nicht. Waffen und andere gefährliche Gegenstände dürfen nicht mit in die Schule gebracht werden. Auf dem gesamten Schulgelände und im Schulgebäude sind das Rauchen, der Konsum von Alkohol und anderen Drogen sowie gefährliches Ballspielen und Schneeballwerfen verboten. Der Betrieb von Handy, Walkman und ähnlichen elektronischen Unterhaltungsgeräten ist im Schulgebäude verboten. Während des Unterrichts ist das Kaugummikauen und das Tragen von Jacken und Kopfbedeckungen verboten. Die Mensaordnung ist einzuhalten. Das Schulgebäude wird von Montag bis Donnerstag um Uhr, am Freitag um Uhr geschlossen.

5 Anlage 3 Verbot des Missbrauchs von Computern und Handys in der Schule Aus Gründen des Jugendschutzes und zum Schutz der Persönlichkeit ist der im Weiteren genannte Missbrauch von Handys und Computern strafbar. Deshalb ist es an unserer Schule und bei Schulveranstaltungen außerhalb der Schule in jedem Fall verboten folgende Inhalte auf Datenträger oder Handys zu betrachten: 1. Extremistische Inhalte, die die Verbrechen der Nationalsozialisten leugnen oder zu Hass und Gewalt gegenüber bestimmten ethnischen, religiösen oder nationalen Gruppen aufstacheln. Beispiele: Auschwitzlüge oder rechtsradikale Songs 2. Pornographische Inhalte 3. Direkte Beleidigungen oder Verunglimpfung Dritter (üble Nachrede). Beispiel: Peter schickt Ralf eine SMS, in der er Martin auf übelste Weise beschimpft. 4. Gewaltdarstellungen Dazu zählen auch Schlägereien, die z.b. mittels Fotohandys aufgezeichnet werden, um sie später als Gewaltszenen zu betrachten, als SMS weiterzuschicken oder ins Internet zu stellen. 5. Es ist weiterhin absolut verboten, Bildaufnahmen von Personen herzustellen oder zu übertragen, ohne dass die Abgebildeten dem zugestimmt haben. Dies gilt in besonderer Weise für geschützte Bereiche wie Toilette und Umkleidekabine. Die Lehrkräfte sind gehalten, strengstens darauf zu achten, dass diese Verbote zu keinem Zeitpunkt an unserer Schule oder bei Schulveranstaltungen auch außerhalb der Schule übertreten werden. Schülerinnen und Schüler, die gegen die oben genannten Verbote verstoßen, müssen mit spürbaren Strafen rechnen. Die Schule behält sich vor, solche Straffälle zusammen mit der Polizei aufzuarbeiten. Um Missverständnissen vorzubeugen, empfehlen wir allen Schülerinnen und Schülern, das Handy nicht mit in die Schule zu nehmen. Sollte dieses aus verschieden Gründen nicht möglich sein, sollten sich die Schülerinnen und Schüler an folgende Regel halten: Im Schulgebäude ist die Benutzung von Handys und elektronischen Geräten wie MP3 Playern u. ä. verboten. SchülerInnen, die ein Handy haben, müssen dieses ausgeschaltet und nicht sichtbar verstaut haben. Bei Zuwiderhandlung wird das betreffende Gerät in Verwahrung genommen. Die Eltern können dieses dann frühestens am folgenden Tag bei der Schulleitung abholen. Wir gehen davon aus, dass auch Sie als Eltern unsere pädagogischen Bemühungen unterstützen.

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