Caritas ist tätig An den Intensivstationen des Lebens und an den Rändern der Gesellschaft.

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1 Caritas ist tätig An den Intensivstationen des Lebens und an den Rändern der Gesellschaft.

2 Unter den Armutsgefährdeten befinden sich immer mehr Personen, die von Normalfamilien- und Normalerwerbsverhältnissen abweichen, sogenannte neue Arme

3 Arm ist nicht nur wer in Pappschachteln am Bahnhof übernachten oder die Tage auf Parkbänken verbringen muss, sondern arm ist, wer am Alltagsleben nicht teilnehmen kann Armut: heißt zugewandert, erwerbslos, alleinerziehend, working poor Menschen in Oberösterreich sind von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen (6% der Wohnbevölkerung)

4 Armut kann jede/n von uns treffen Armut macht krank Armut macht Stress Armut macht einsam Armut nimmt Zukunft

5 Armut aus unserer Wahrnehmung Geringe Einkommen steigende Wohn- u. Energiekosten Obdachlosigkeit (Frauen) (Langzeit) - Arbeitslosigkeit Frauen, Alleinerziehende, geringe Ausbildung, schlechte Vereinbarkeit Familie und Beruf Zuwanderer zweiter dritter Generation (Hunger, Analphabetismus) Pflegende Angehörige Eltern von Kinder mit Beeinträchtigungen Vereinsamung (häufig bei Älteren) Lebens-, Tempo-, Leistungs-, Beziehungs- Orientierungs- ÜBERFORDERTE Psychisch und physisch Kranke

6 Gesellschaftliche Herausforderungen im Sozialen Pflegesicherung (Finanzierung, Personal, unterschiedl. Wohn- und Betreuungsformen) Integration (Immigranten, Menschen mit Beeinträchtigungen.) Arbeit (Arbeitsplätze, Mindestlohn) Leistbares Wohnen für alle (Sozialer Wohnbau muss neu buchstabiert werden) Existenzsicherung muss existenz-sichernd sein Finanzierungsbereitschaft des Sozialen oder Solidarische Steuern Dramatische Überforderung von Familien Not nimmt zu Schere zwischen arm und reich wird größer (weltweit und in Österreich) Zukunftsängste nehmen zu Und, und, und..

7 Budgetmisere Städte und Gemeinden Von 2357 Städten und Gemeinden budgetieren 1624 (fast drei Viertel) negativ. Lt. Prognose des Zentrums für Verwaltungsforschung werden 2013 über 90 Prozent der Gemeinden und Städte nicht mehr ausgeglichen bilanzieren. Aus: Profil

8 Zwei Kriterien einer fairen Gesellschaft: sie lässt die einen nicht fallen, tut sogar mehr als bisher für die Rückkehr in die Mitte der Gesellschaft sie sorgt, dass die anderen, die durch Leistung oder Glück, durch Erben oder Aktienkurse besser dran sind, auch tatsächlich einen angemessenen Beitrag für eine faire Gesellschaft leisten

9 Prinzip der Gegenseitigkeit: Jedem der in Not ist, wird geholfen. Das ist die sittliche Pflicht des Gemeinwesens. Jeder, der von ihm etwas bekommt, muss nach Kräften etwas zurückgeben. Das ist sittliche Pflicht des Einzelnen.

10 Die Orientierung am Evangelium ist die Verneinung der Passivität gegenüber dem Leiden

11 Der Liebesdienst ist für die Kirche nicht eine Art Wohlfahrtsaktivität, die man auch anderen überlassen könnte. Deus Caritas ets, Nr. 25

12 Die Caritas ist nicht nur ein Zweig gelebter christlicher Nächstenliebe, sondern "ein Grundvollzug von Kirche" und damit integraler Bestandteil von Kirche "wie die Liturgie oder die Seelsorge". Mit ihrer ganzen Breite - von politischer Intervention bis hin zur konkreten Arbeit mit Bedürftigen vor Ort - übernehme die Caritas die Funktion der "Anwaltschaft" für Menschen in Not, so Scheuer bei einer Pressekonferenz. "Caritas-Bischof" Manfred Scheuer in Innsbruck

13 Die Botschaften der Caritas durch ihre Tätigkeiten 1. Botschaft: Du bist etwas wert und hast eine Würde 2. Botschaft: Du bist von Gott geliebt! 3. Botschaft: Der Nächste ist jede/jeder, der/die meine Hilfe braucht und dem/der ich helfen kann! 4. Botschaft: Nur die Liebe zählt! (Nach: Elmar Simma Hättet aber die Liebe nicht

14 Grundfunktionen Förderung des diakonischen Handelns Hilfen und Dienstleistungen Anwaltschaft

15 Gesamtüberblick

16 Kernbereich Hilfe für Menschen in Not im Inland. Beratungsstellen für ÖsterreicherInnen, EU-BürgerInnen, MigrantInnen, Flüchtlinge Begleitete Wohnprojekte Haus für Mutter & Kind, Hartlauerhof, WEGE, Flüchtlingshäuser Tageszentren Wärmestube, FRIDA Integrationszentrum Paraplü Carla: Second-Hand-Geschäfte, Sachspendenannahme & -vergabe

17 Beratung und Hilfe EU-Bürger/MigrantInnen 2011 ca Hilfskontakte Gründe für die Vorsprachen: Wohnen und Energie 35 % Arbeitslosigkeit 29 % Krankheit u. Folgen 30 % Schulden 20 % finanzielle Situation 19 % Rechtliche Situation/Schwierigkeiten mit Behörden (MigrantInnen)

18 Hilfe für Menschen in Not im Ausland. Auslandshilfe Kernbereich Nothilfe u. Sozialprojekte in Partnerländern Katastrophenhilfe Bildungsarbeit in OÖ Servicestelle für Pfarren und Privatinitiativen

19 youngcaritas.at Servicestelle für junge Menschen. - Unterrichts-, Firm- od. Gruppenstunden - Workshops und Seminare - Organisation von Besuchen in Caritaseinrichtungen - Projekte, Aktionen z.b. LaufWunder - Werkmappen, Themenhefte etc. zu sozialen Themen

20 RegionalCaritas Nah am Menschen : Wahrnehmen von Hilfsbedarf und Vernetzung von Angeboten vor Ort Unterstützung von Pfarren in deren sozialem Engagement Seminare, Vorträge und Workshops zu Caritas-Themen Begleitung von Ehrenamtlichen

21 Kinder und Jugendliche Wir fördern Entwicklung. Beratung & Service für kirchliche Erhalter von Kindertageseinrichtungen Fachberatung für Integration Kindergärten, Krabbelstuben & Horte Logopädie Schüler- & StudentInnenheim Verlag Unsere Kinder

22 Kindergartenjahr 2010 Es besuchen ca Kinder kirchliche Kindertageseinrichtungen 323 Kindertageseinrichtungen mit 964 Gruppen Der Krippen-, Kindergarten- und Hortbereich der Caritas für Kinder und Jugendliche betreut 220 Erhalter und ca Pädagoginnen sowie Hilfskräfte. Ca. 30 % der Kindergärten werden ehrenamtlich durch einen Mandatsträger geführt Es gibt ca. 400 regelmäßige, ehrenamtliche MitarbeiterInnen, die z.b. die Personalverwaltung, Buchhaltung, Gartenpflege, etc. übernehmen.

23 Betreuung & Pflege Wir pflegen Menschlichkeit. Mobile Familien- und Pflegedienste Mobiles Hospiz Palliative Care Betreubares Wohnen Seniorenwohnhäuser invita Psychosoziale Begleitung und Nachsorge Servicestelle für Pflegende Angehörige

24 Unser Auftrag Die Caritas hilft in der individuellen Not.

25 Menschen mit Behinderungen Wir fördern Integration. Wohnen für Kinder, Jugendliche & Erwachsene mit Beeinträchtigungen Mobile Begleitung Kindergärten & Horte : Integrative & heilpädagogische Kindergärten und Horte Therapie & Beratung: für Menschen mit Beeinträchtigungen & deren Angehörige Arbeit & Ausbildung weiter

26 Betreuung & Pflege Wir pflegen Menschlichkeit. Mobile Familien- und Pflegedienste Mobiles Hospiz Palliative Care Betreubares Wohnen Seniorenwohnhäuser invita Psychosoziale Begleitung und Nachsorge Servicestelle für Pflegende Angehörige

27 MitarbeiterInnen per Caritas der Diözese (IDL, Direktion) 121 Caritas für Menschen in Not 203 Caritas für Menschen mit Behinderungen Caritas für Kinder und Jugendliche 211 Caritas für Betreuung und Pflege Mobile Dienste 660 Invita 306 Alten- und Pflegeheime 340 Caritas gesamt 2.900

28 Caritas Finanzierung *Rücklagen

29 Gesamtspendenentwicklung Katastrophenspenden Erbschaften 9 Planbare Spenden 9,3 109 tst ,8 180 tsd 350 tsd 6,4 6,6 6,4 324 tsd 32 tsd 136 tsd 630 tsd 101 tsd 222 tsd 2,7 4 3 Millionen Euro ,3 6,0 5,7 6,2 6,

30 Spendenkuchen 2010 nach Maßnahmen 30

31 Einige Herausforderungen: sozialräumliche Netzwerke - Aktivierung von Betroffenen gelebte Caritas in Pfarrgemeinden (dzt. in 88 Prozent der Pfarren Caritasausschüsse) qualifizierte, engagierte kirchliche MitarbeiterInnen z.b. in der Pflege Ausbluten der öffentlichen Haushalte = Auspressen der Sozialorganisationen

32 Einige Herausforderungen: Young Caritas Soziales Lernen Aufgaben u. Not- wendigkeiten versus Einnahmen Caritas = erste Adresse in Sozialfragen Soziallotsen

33

34

35 Erwartungen an Diakone mithelfen, dass Caritas in der Pfarre lebt initiieren und begleiten von Diensten sensibilisieren für Sorgen und Nöte der Menschen und der Gesellschaft

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