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1 comsolit AG Hauptstrasse 78 CH-8280 Kreuzlingen Tel Fax Agile Entwicklung nach Scrum Seite 1 / 6 Scrum V 1.0

2 1. Wieso Scrum Die Entwicklung mit Scrum liefert bei komplexen aber auch bei unklaren Anforderungen bessere Ergebnisse um schnellere, kostengünstigere und qualitativ hochwertigere Ergebnisse zu erzielen. 2. Was ist Scrum Scrum ist ein Management-Framework für die inkrementell iterative Entwicklung von Softwareprojekten. Die Prinzipien sind: Der Weg zur Lösung wird in einzelne, gut überprüfbare Schritte zerlegt. Der Fortschritt und die Hindernisse eines Projektes werden täglich und für alle sichtbar festgehalten. In regelmässigen Abständen werden Produktfunktionalitäten geliefert und beurteilt. Die Anforderungen an das Produkt werden nicht definitiv fixiert, sondern nach jeder Lieferung neu bewertet und bei Bedarf durch weitere Iteration angepasst. Bei Scrum wir der Kunde stark in die Entwicklungsentscheidungen miteinbezogen und kann den Weg und die Ausführung jederzeit kritisieren. Scrum setzt auf selbstorganisierte Teams. Diese treffen bessere Entscheidungen und arbeiten effektiver als klassische, fremdgesteuerte Teams. Bei Scrum ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess durch die Retrospektiven eingebaut. 2.1 Rollen, Meetings, Artefakte Das Scrum-Vorgehensmodell kennt ursprünglich folgende Rollen mit jeweils verschiedenen Verantwortungen: Product-Owner, Stakeholder, Entwicklungsteam mit Scrum Master Meetings: Sprint Planning 1, Sprint Planning 2, Sprint Review, Sprint Retrospective und Daily Scrum Und folgende Artefakte: Product Backlog und Sprint Backlog Das Product Backlog enthält alle Userstories und wird durch den Product Owner stetig neu priorisiert. Seite 2 / 6 Scrum V 1.0

3 3. Ablauf 3.1 Ablauf beim Wasserfallmodell 3.2 Ablauf bei Scrum Eine Scrum Iteration dauert normalerweise 2 Wochen, das heisst alle 2 Wochen wird eine fertige Funktion veröffentlicht und der Weg kann neu geplant werden. Seite 3 / 6 Scrum V 1.0

4 4. Rollen Als Kunde übernehmen Sie die Rolle des Product Owners und des Stakeholders. 4.1 Product-Owner Der Product-Owner ist für den wirtschaftlichen Erfolg des Projektes verantwortlich. Er sorgt für die Definition der fachlichen Anforderungen, sowie die Abnahme der entwickelten Funktionalitäten. Als Product-Owner schreiben Sie gemeinsam mit dem Team Userstories und priorisieren das Product-backlog. 5. Kunden Meetings An folgenden Scrum Meetings nimmt der Kunde in der Rolle des Product-Owners teil. 1. Story-Writing Workshop: Wird vor dem Start eines agilen Projekts gehalten. In diesem Workshop werden die Rollen definiert und mit verschiedenen Methoden die Userstories erarbeitet und im Product-Backlog festgelegt. 2. Sprint Planning Meeting 1: Der Product Owner stellt dem Entwicklungsteam die Userstories vor und erklärt dem Team direkt was er benötigt. Zusammen werden die Anforderungen besprochen und festgelegt. 3. Sprint Review: Das Entwicklungsteam präsentiert die fertige Userstory dem Product-Owner und anschliessend wird das weitere Vorgehen zusammen besprochen. 6. Anforderungsbeschreibung mit Userstories An Anfang eines Projekt steht die Vision des fertigen Produkts, und einzelne Eigenschaften und Funktionen des Produkts werden anhand der Userstories definiert. 6.1 Userstory schreiben Vorlage für eine Userstory: Als <Tätigkeitsrolle> möchte ich <das Ziel erreichen>, um <den Mehrwert zu erlangen> Beispiel: Als Nutzer möchte ich mein Profil speichern können, damit ich meine Daten nicht immer wieder neu eingeben muss. 6.2 Akzeptanzkriterien Dies definiert einzelne Anforderungen die erfüllt werden müssen, damit die Userstory erfüllt ist. Die Kriterien ermöglichen gezieltes Testen der Userstory mit Behavior Driven Tests und setzen die Voraussetzung automatisierte Tests zu schreiben. Folgende Punkte sollten definiert werden, um testbare Akzeptanzkiterien zu erzielen: Voraussetzungen auszuführende Testschritte das zu erwartene Ergebnis Nachbedingung verwendete Testdaten Seite 4 / 6 Scrum V 1.0

5 7. Continuous Deployment Das agile entwickeln mit Scrum setzt voraus, die Ergebnisse kontinuierlich abzulieferen, da jede Userstory und jede Iteration ein funktionierendes Feature erzeugt. 7.1 Deployment Wir verfügen über ein Deployment System, welches über ein 3 Stufen Stageing detailliert dokumentiert wird und so jede einzelne Änderung veröfffentlichen und integrieren kann. Das Deployment läuft auf jedem Webserver und veröffentlicht die Updates unterbruchsfrei. 7.2 continuous integration Bei ausreichender Testabdeckung kann über unseren Gerrit-Jenkins-Deployment Workflow jede einzelne Code-Änderung direkt integriert werden. 8. Zeitpläne und Kostenkalkulationen mit Scrum Aufwandabschätzungen werden benötigt, um Zeitpläne und Kostenkalkulationen zu erarbeiten, Arbeitsfortschritte zu eruieren und Entscheidungen zu fällen. 8.1 Problematik Zuverlässige Kostenschätzungen sind nur möglich, wenn alles bis ins kleinste Detail definiert wurde, und bei der Umsetzung nicht von diesem Weg abgewichen wird. Ändernde Anforderungen, innovative und neue Lösungswege werden gerne vermieden weil sie nur schwer planbar sind. 8.2 Estimation Poker/ No-Estimation und Storypoints Die Vorteile von Scrum sind, genau diese Probleme zu beseitigen, und das Erarbeiten der richtigen Lösung in der Zeit und dem Kostenplan, der gewünscht ist. Bei Scrum wenden wir die beiden Methoden, Estimation Poker und No-Estimate, an. Beim Estimation Poker schätzt das Entwicklerteam in einer Art Poker die Storypoints einer Userstory. Bei der No-Estimate Methode, die meistens Anfangs Sinn macht, werden keine Storypoints geschätzt. Nach den ersten Sprints wird schnell sichtbar, was in einer gewissen Zeit geschafft werden kann. Mit dieser Methode kann der kommende Aufwand am besten vorhergesagt werden. 8.3 Storypoints Storypoints sind eine Art Komplexitätspunkte, die relativ zu den anderen Stories geschätzt werden. Anfangs werden alle Stories geschätzt, um nach den ersten Sprints zu sehen, in welcher Zeit, wieviele Storypoints erarbeitet werden konnten. Seite 5 / 6 Scrum V 1.0

6 9. Informationsquellen zu Scrum Mehr Informationen zu Scrum finden Sie unter folgenden Quellen: Wikipedia: Scrum Guide: https://www.scrum.org/scrum-guide Scrum Alliance: Manifesto: 10. Scrum Alliance Partner comsolit hat bereits 2011 begonnen agil zu entwickeln und erste Projekte Mitte 2013 komplett auf Scrum umgestellt. comsolit ist Scrum Alliance Partner. Seite 6 / 6 Scrum V 1.0

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