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7 eine Koproduktion von ekw14,90 mit dem steirischen herbst

8 Inhalt Veronica Kaup-Hasler Vorwort 7 Robert Pfaller WHEN AUTUMN RINGS TWICE 9 Ersatzherbstlager 13 Vom Ersetzen der Kunst 13 Die Inszenierung 16 Rund um die Uhr einsatzbereit 17 KünstlerInnenvereinbarung 17 Ersatzkunstwerke 21 Karteikarten 96 Dank 107 Biografie 108 Impressum 110 8

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10 Veronica Kaup-Hasler Vorwort Welcher Text würde hier stehen, wäre ich verhindert gewesen ihn zu schreiben? Was wäre der mögliche Ersatz? Ein Reservoir an Ersatzlösungen für jedes Projekt, für jede Veranstaltung, für jeden Beitrag - das würde man sich als Festivalleiterin zuweilen wünschen. Ganz besonders für ein Festival, das stets versucht, Neues zu ermöglichen und sich dabei immer wieder großen Risken aussetzt. Mit dem Ersatzherbstlager der Gruppe ekw14,90 hat der steirische herbst 2008, ganz im Sinne des Festivalthemas Strategien zur Unglücksvermeidung, ein solches Festivalbackup bekommen: eine adäquate künstlerische Ersatzeinheit für jeden einzelnen Programmpunkt. Glücklicherweise mussten wir nicht oft auf diese Ersatzeinheiten zurückgreifen, das Festival verlief weitgehend reibungslos. Doch allein durch die Lagerräume dieser bürokratischen Inszenierung zu streifen, in denen jedes einzelne Ersatzprojekt perfekt vorbereitet, akribisch katalogisiert und bei Interesse von den Lageristen detailreich erläutert, auf seinen möglichen Einsatz wartete, machte klar: Auch im Ernstfall kann nichts passieren. Veronica Kaup-Hasler ist seit 2006 Leiterin des Festivals steirischer herbst. 10

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12 Robert Pfaller WHEN AUTUMN RINGS TWICE *Active at a glance and said, said it again* (Gertrude Stein) Die Gruppe *Endlich Katzenersatz - Wurstenden 14,90* (kurz: ekw14,90), die schon in ihrem Namen eine besondere Vorliebe für das Ersetzen und Finden von Surrogaten ankündigt, bereitet für den Steirischen Herbst 2008 gewissermaßen ein Notfallprogramm beziehungsweise eine backup-version der Kulturveranstaltung vor: für alle Programmpunkte entwickeln ekw14,90 jeweils eine künstlerische Stellvertretung. Sollte irgendetwas aus irgendwelchen Gründen ausfallen, können ekw14,90 mit etwas Anderem, Eigenem einspringen. Sämtliche Elemente dieses von ihnen entwickelten *Ersatzherbstes* stellen sie auch während des Steirischen Herbstes in einem sogenannten *Ersatzherbstlager* aus. Freilich handelt es sich bei den von ihnen vorbereiteten Ersatzpräparaten nicht unbedingt um lupenreine Generika oder *aut idem*-produkte. Vielmehr kann es vorkommen, dass das Ersetzen schon mal zu einem großzügigeren Wechsel des Mediums führt: so kann statt einer Theateraufführung eventuell ein Hörspiel stattfinden; statt einer Oper ein Foto gezeigt werden; anstelle einer Rauminstallation sich vielleicht eine poetische Erzählung oder ein philosophisches Gespräch entwickeln. Sosehr ekw14,90 gemäß ihrem sachlichen, staubtrockenen Kurznamen es bei diesem Lagerprojekt auf Seriosität anlegen und das anstreben, was sie eine *bürokratische Inszenierung* nennen, blitzt wohl schon bei der bloßen Beschreibung unweigerlich ein schalkhafter Funke zwischen den vorstellbaren, sicher ganz säuberlich durchnumerierten Regalen und Kartons hervor. Gemäß dem Gedanken von Karl Marx, dass alles, was in der Geschichte einmal als Tragödie stattgefunden hat, bei seiner Wiederholung unweigerlich als Komödie auftritt, oder auch entsprechend der Bemerkung von Blaise Pascal, dass zwei Gesichter, von denen keines für sich genommen komisch ist, durch ihre Ähnlichkeit zum Lachen reizen, ist allein die von ekw14,90 vorgenommene Verdoppelung, auch wenn sie keineswegs in parodistischer Absicht erfolgt, durch und durch komisch. Schon durch die ökonomische Differenz der zur Verfügung stehenden Mittel sowie durch den Umstand, dass ekw14,90 alle Informationen über die von ihnen nachgebildeten Herbst-Produktionen ausschließlich dem Programmheft des Steirischen Herbstes entnehmen, entsteht eine Inadäquatheit der Darstellung, die in der Kunst immer schon einer der besten Tricks für die Erzeugung massiver Lustwirkungen war: so funktionieren auch, um nur ein Beispiel zu nennen, die von den Schweizer Künstlern Fischli und Weiss aus groben, knödeligen kleinen Tonfiguren angefertigen Nachbildungen bekannter, mehr oder weniger bedeutender Episoden der Weltgeschichte (wie z. B. *Herr und Frau Einstein, kurz nach der Zeugung ihres genialen Sohnes Albert*). Bereits aus früheren Projekten sind ekw14,90 erfahren in der Erforschung von Fragen des Glücks. Wenn sie nun ihren Ersatzherbst als Ensemble von *Strategien zur Unglücksvermeidung* definieren, da sie ja allen erdenklichen Unglücken und Notfällen vorbeugen, so deuten sie zugleich zart an, dass es hier nicht bloß um die Abwesenheit von Unglück geht, sondern darum, dass die Abwesenheit des Unglücks, wie Epikur bemerkte, das Glück selbst ist; dass es hier ein Glück im (vermiedenen) Unglück gibt. Man kann sich durchaus *Herbst*-Besucher vorstellen, die nun auf Notfälle zu hoffen beginnen und für die der von ekw14,90 gelieferte Ersatz sogar noch attraktiver sein mag als das Ersetzte selbst. Einen Ersatz zu entwickeln, der sogar dem Ersetzten vorgezogen werden kann, ist auch das Prinzip der von Sigmund Freud im Zusammenhang der Zwangsneurose untersuchten Ersatzhandlungen (s. Freud [1907b], [1912d]). Die Ersatzhandlung befriedigt nämlich sowohl einen verpönten Wunsch als auch die Abwehr gegen diesen; dadurch aber ist sie noch attraktiver als die bloße Wunschbefriedigung alleine und wird 12

13 somit zwingend, während letztere dies niemals ist. Während in der Alltagssprache und in common sense solche Begriffe wie *Ersatz* oder *Kompromiss* meist im Sinn von Abstrichen und Einschränkungen verstanden und gebraucht werden, führen Psychoanalyse und Kunst vor, dass gerade das Gegenteil der Fall sein kann: dass der Ersatz (ebenso wie der Kompromiss) triumphale Freude erzeugen kann, wie sie sogar das ersetzte Original selbst - schon allein durch seine Position in der Ersetzungskette - nicht zustandezubringen vermocht hätte. Auch beim Studium der Phänomene der sogenannten *hardcore-interpassivität* hatten wir diese besondere Attraktivität des Ersatzes bemerken müssen: nämlich an dem Umstand, dass es Leute gibt, die sich bei ihren Genüssen lieber durch andere Leute (oder durch Geräte, Tiere etc.) vertreten lassen, als diese Genüsse selbst in Anspruch zu nehmen (s. dazu Pfaller (Hg.) 2000; 2008). Manche mögen zwar klagen (etwa dass sie immer nur fotokopieren, anstatt jemals die Bücher oder die Kopien zu lesen); andere aber erkennen, dass genau darin eben ihr Lustgewinn liegt. Letztere liefern damit ein lebendes Beispiel für Epikurs Auffassung wonach die Abwesenheit des Unglücks das Glück selbst ist. Gerade in dem, was den anderen (den neurotischen Interpassiven) als ihr Elend erscheint, können sie (die glücklichen, perversen Interpassiven) ihr Glück erkennen. Bekanntlich hat die Kunst des 20. Jahrhunderts des öfteren auf bestehende Kunst bezug genommen (siehe dazu z. B. Marcel Duchamps in Schachteln versammelte Miniaturen seiner eigenen Werke; oder auch die Tradition der *appropriation art*), und vielleicht könnte man alle diese Bestrebungen unter einem Begriff wie *Sekundärkunst* zusammenfassen - ähnlich wie man von *Sekundärliteratur* oder auch *Sekundärreligion* spricht (s. dazu Assmann 2003). Zwei Merkmale allerdings erscheinen beim Projekt von ekw14,90 anders als in den genannten Traditionen: erstens die Gleichzeitigkeit gegenüber dem Originalprojekt, und zweitens die Inadäquatheit der Mittel. Im Gegensatz dazu hatten Duchamp und die appropriation art ihre Nachbildungen in zeitlichem Abstand zu den Originalen entwickelt; auf der anderen Seite hatten sie auf Adäquatheit der Mittel geachtet (so hatte z. B. Elaine Sturtevant die von Andy Warhol geschenkten Originalsiebe für ihre Nachbildungen der Warhol-Siebdrucke verwendet). Zusammen mit dem durch die Ersetzungsoperation in Aussicht gestellten Gewinn legen diese spezifischen Charakteristika des *Ersatzherbstlager*-Projekts es nahe, hierfür einen neuen Begriff zu entwickeln: möglicherweise wäre es angebracht, diesbezüglich von *expropriation art* zu sprechen. Die expropriation art produziert nicht nur eine Erfüllung, sondern auch die Abwehr eines bekanntgewordenen, gleichzeitigen Kunstvorhabens; dadurch mag sie, im Unterschied zu diesem, zwingenden Charakter annehmen und dieses sogar letztlich seiner Notwendigkeit berauben. Ein heiteres Parasitentum legt sich hier über das künstlerische Leben, macht es sich zueigen und befällt dessen Gehirn; und ähnlich wie in den gegenwärtig beobachteten Exzessen der biologischen Natur (s. dazu Grauel 2008) bleibt durchaus fraglich, ob dabei überhaupt noch ausreichend Wirtsorganismen entstehen können, um dem Befall auch für die Zukunft nachhaltig Nahrung zu bieten. Anders als in der Biologie stehen die Parasiten hier allerdings auch vor der Notwendigkeit, sich selbst zu befallen. Schließlich ist der *Ersatzherbst* Teil des Steirischen Herbstes, und auch für seinen eigenen besorglichen Ausfall muss Ersatz vorgesehen werden. Der Ersatz wäre nicht vollständig, würde er nicht auch sich selbst ersetzen. Pikant ist dabei aber, dass dieser Ersatz wohl nicht Teil des Lagers sein kann. Denn dann wäre er ja nicht weniger gefährdet als dieses (wenn es z. B. einem Brand zum Opfer fiele). Ähnlich wie bei den von Bertrand Russell entdeckten Antinomien vom Typ *Der Friseur rasiert alle Männer, die sich nicht selbst rasieren. Rasiert er sich nun selbst oder nicht?* entsteht auch hier das Dilemma, entweder die Unvollständigkeit oder aber einen Widerspruch in Kauf zu nehmen. Logisch lässt dieses Dilemma sich durch die von Russell entwickelte *Typentheorie* lösen; ästhetisch hingegen wohl durch Auslagerung: der Ersatz für das Ersatzherbstlager müsste in einem Außenlager, einem Ersatzherbstlagerersatz sozusagen, angesiedelt werden. Dort könnten sich dann, wenigstens in der Kunst, wie Marx es für die Ökonomie kommen sah, die Expropriateure selbst expropriieren. Dieser Text ist in herbst. Theorie zur Praxis. Graz: steirische herbst festival gmbh, 2008, S sowie in dem Band Robert Pfaller: Ästhetik der Interpassivität. Hamburg: Philo Fine Arts, 2009, S erschienen. 13

14 Robert Pfaller ist seit 2009 Ordinarius für Philosophie an der Universität für angewandte Kunst Wien, Österreich. Lehrtätigkeiten u. a. in Amsterdam, Berlin, Chicago, Oslo, Strasbourg, Linz und Zürich. Veröffentlichungen u. a.: - (Hg.:) Schluß mit der Komödie! Über die schleichende Vorherrschaft des Tragischen in unserer Kultur, Wien: Sonderzahl (Linzer Augen, Bd. 1), Die Illusionen der anderen. Über das Lustprinzip in der Kultur, Frankfurt: Suhrkamp, (Hg.): Interpassivität. Studien über delegiertes Genießen, Wien/ New York: Springer, Althusser - Das Schweigen im Text. München: Fink, Ästhetik der Interpassivität. Philo Fine Arts, Hamburg Das schmutzige Heilige und die reine Vernunft: Symptome der Gegenwartskultur. Fischer Taschenbuch Verlag GmbH, September Literaturverzeichnis: Assmann, Jan 2003 Die Mosaische Unterscheidung oder der Preis des Monotheismus. München Epikur 1995 Über das Glück, Zürich: Diogenes Fischli, Peter/ Weiss, David, 1982 Plötzlich diese Übersicht, Zürich: the artists and Galerie & Edition Stähli Freud, Sigmund[1907b] Zwangshandlungen und Religionsübungen, in: ders., Studienausgabe, Bd. VII, Frankfurt/M.: Fischer 1989: [1909d] Bemerkungen über einen Fall von Zwangsneurose, in: ders., Studienausgabe, Bd. VII, Frankfurt/M.: Fischer, 1989: [ ] Totem und Tabu, in: ders., Studienausgabe, Bd. IX, Frankfurt/M.: Fischer 1993: Grauel, Ralf 2008 Das Sauviech, in: Dummy. Gesellschaftsmagazin, Ausgabe 18, Thema Tiere, Frühjahr 2008: Marx, Karl [1844] Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung, in: Karl Marx/ Friedrich Engels, Werke (MEW), Bd. 1, Berlin: Dietz, 1970: Pascal, Blaise 1997 Gedanken über die Religion und einige andere Themen. Stuttgart: Reclam Pfaller, Robert 2000 (Hg.): Interpassivität. Studien über delegiertes Genießen, Wien/ New York: Springer 2008 Die Ästhetik der Interpassivität. Hamburg: Philo Fine Arts, Hamburg 2008 Stein, Gertrude 1973 A Book Concluding With As A Wife Has A Cow. A Love Story, Barton u. a.: Something Else Press Whitehead, Alfred N./ Russell, Bertrand Principia Mathematica, vol. I-III, Cambridge: Cambridge Univ. Press, 2. Aufl

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16 Ersatzherbstlager Das Ersatzherbstlager des steirischen herbst im Folgenden EHL genannt gewährleistet die Deckung eines im Einzelnen zufälligen, im Ganzen aber schätzbaren Kunstbedarfs durch eine Vielzahl adäquater Ersatzeinheiten. Berücksichtigt werden sämtliche von Seiten des steirischen herbst angekündigten Programmpunkte in den Sparten Bildende Kunst, Theater, Tanz, Performance, Musik, Literatur, Film und Theorie. So lautet der Vertrag. Dem Leitmotiv des steirischen herbst 2008 Strategien zur Unglücksvermeidung folgend entwickelte die KünstlerInnengruppe ekw14,90 das Ersatzherbstlager, kurz EHL. Im Sinne der Unglücksprävention versucht dieses Projekt dafür Sorge zu tragen, dass einem programmgemäßen Ablauf des Festivals nichts in die Quere kommen kann: Für jeden geplanten Festivalbeitrag wird ein adäquater Ersatz, ein Ersatzkunstwerk vorbereitet, das, sollte der angekündigte Programmpunkt entfallen müssen, an dessen Stelle präsentiert werden kann. Wenn also ein Kunstwerk zu spät geliefert oder beschädigt wird, ein Schauspieler erkrankt oder andere unvorhergesehene Zwischenfälle eintreten die zu einem Ausfall des angekündigten Beitrags führen, kommt der von ekw14,90 vorbereitete Ersatz zum Einsatz. In einem eigens dafür gebauten Depot direkt im Festivalzentrum, dem EHL, werden diese ausschließlich für den Notfall produzierten Ersatzkunstwerke zwischengelagert, bis sie gebraucht werden. Im Idealfall für den Auftraggeber (steirischer herbst) also für immer. Trotzdem (oder gerade deshalb) werden die Ersatzarbeiten auch einer Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Man kann sie zumindest dort, wo sie auf ihren Einsatz warten - dem EHL - besichtigen. Das Ersatzherbstlager ist Dienstag bis Freitag von 17:00 bis 19:30 Uhr, an Wochenenden von 12:00 bis 19:30 Uhr geöffnet, und hat vier MitarbeiterInnen (ekw14,90), die auf Wunsch die Ersatzkunstwerke im Rahmen der Möglichkeiten des Lagers präsentieren. Vom Ersetzen der Kunst Welchen Kriterien muss ein Kunstwerk entsprechen, das ein anderes ersetzen soll, ohne dessen Kopie zu sein? Ausschlaggebend für die Beschaffenheit der Ersatzkunstwerke im EHL ist es, den Erwartungen des Publikums an die Festivalbeiträge auf Basis des Ankündigungstexts im Programmheft annähernd gerecht zu werden. Sämtliche Ersatzkunstwerke im EHL entsprechen also einer assoziativen Deutung des Programmhefts des steirischen herbst durch ekw14,90. Einzig diese Kurzbeschreibungen bzw. Vorankündigungen und strikt nur diese waren Ausgangspunkt und Inspirationsquelle für die Ersatzkunstwerke. Frei assoziativ wurden so, oftmals nur von einem Auszug des Textes, in anderen Fällen vom Gesamteindruck der Beschreibung oder auch nur vom Titel des Originals ausgehend, die Kunstwerke für das EHL entwickelt. Jedes der 34 vorbereiteten Kunstwerke ist also über eine wie auch immer geartete Assoziation mit einem anderen künstlerischen Werk, der Ursprungsarbeit, sprich dem Original verbunden. Da es ekw14,90 ausdrücklich darum geht, die einzelnen Projekte des steirischen herbst inhaltlich adäquat zu ersetzen, spielen Form und Medium des stellvertretenden Werkes eine untergeordnete Rolle: so muss beispielsweise Theatrales nicht, kann aber durch Theatrales ersetzt werden. 16

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18 Auch geht es bei der beim EHL gewählten Herangehensweise an Kunstproduktion nicht darum, die Kunst anderer weiterzuentwickeln, zu verbessern oder zu persiflieren. Vielmehr handelt es sich um ein assoziatives Spiel mit Text. Diese Art der Kunstproduktion ist vor allem für ein multidisziplinäres Festival wie den steirischen herbst reizvoll. Sich mit der Vielfalt künstlerischer Disziplinen (Bildende Kunst, Musik, Performance, Tanz, Theater, Literatur, Architektur, Neue Medien und Theorie) auseinanderzusetzen und die unterschiedlichen Thematiken der Beiträge ohne jegliche formale Einschränkung als Grundlage für neue künstlerische Produktionen heranzuziehen, stellt eine besondere Herausforderung dar.* In Ausnahmefällen hat sich ekw14,90 dazu entschieden, auch Arbeiten zu verwenden, die nicht explizit für das EHL produziert wurden, wenn sie sich als geeigneter Ersatz für ein bestimmtes Projekt anboten (siehe: Videotrilogie S. 26, Versuchsballone 1-6 S. 50, Die Käseprinzessin rettet den Moment S. 94). Gegebenenfalls wurden sie für das EHL entsprechend überarbeitet oder weiterentwickelt. Das ist ja unglaublich schade, dass man die Sachen nie am richtigen Ort sehen kann!, ist eine häufig vernommene Bemerkung zur Idee des EHL. Doch der Fehler dieser Feststellung liegt darin, dass es für jedes der Ersatzkunstwerke de facto zwei richtige Orte gibt. Einerseits das EHL, andererseits den Ort seiner Bestimmung als Ersatz eines ausgefallenen Beitrags. Es gibt also für jedes Kunstwerk zwei Formen der Präsentation: eine, die im Falle einer programmlichen Katastrophe am Aufführungsort installiert oder aufgeführt werden kann, die also der räumlichen Situation der Ausstellungs- und Aufführungsorte entspricht - und eine Variante, die speziell fürs EHL gestaltet wird. Letztere muss die eingeschränkten technischen und räumlichen Gegebenheiten des Lagers berücksichtigen und eine adäquate Rezeption ermöglichen. Diese Doppelbelegung verlangt von den RezipientInnen eine dementsprechend intensivere Auseinandersetzung, da man sich das archivierte Kunstwerk an einem anderen Ort mit abweichender Größe, Licht, Klang etc. vorstellen muss. * Konzeptuell ähnlich hat ekw14,90 schon des Öfteren unterschiedlichste Vorlagen als Ausgangspunkt für die eigene Kunstproduktion gewählt. Im Rahmen der Ausstellung Dienstleistung und Hilfestellung (Rhizom, 2002) wurde ein Versandhauskatalog aufgelegt, aus dem das Publikum mittels Bestellschein Produkte ordern konnten. Die Artikel bzw. deren Abbildung und Beschreibung im Katalog lieferten ekw14,90 das Ausgangsmaterial für eine musikalische Interpretation. Die bestellte Ware wurde in Form von unterschiedlichsten assoziativen Musikstücken als Audio-CD an die AuftraggeberInnen versandt ( Versandhauskatalogprogrammmusik, 2004 als Doppel-CD veröffentlicht im Vertrieb von Trost). Bei einem jüngeren Projekt wurden ausgewählte Buchtitel aus dem annähernd 200 Romane umfassenden Lebenswerk von Heinz G. Konsalik zur inhaltlichen Vorlage für Hörspiel-Minidramen ( Konsalik Surplus, 2007). 18

19 Die Inszenierung Das EHL ist eine circa 2,80 x 10 Meter große Raum-im-Raum-Konstruktion im Erdgeschoss des Festivalzentrums im Joanneum und strukturell und räumlich in drei Einheiten unterteilt. Der Eingangsbereich - das Büro - dient als Empfangsraum und zur Abwicklung bürokratischer Notwendigkeiten. Ein Regal (RE03) steht dem Büro zur Verfügung. Dahinter liegt der eigentliche Lagerbereich, bestehend aus mehreren Regalen (RE01-07), in denen Archivboxen (RE01-02), die Ersatzkunstwerke (RE04-06) und technische Gerätschaften (RE07) untergebracht sind. Alle Kunstwerke des EHL lagern für den Ernstfall transportbereit und dementsprechend verpackt in diesen Regalen und sind jeder Inventur standhaltend einsortiert. Im hintersten Bereich stehen für die BesucherInnen fix installierte Vorschaugeräte (VG) - Video- und Audioabspielstationen sowie Computer - zur Rezeption der Ersatzkunstwerke bereit. Zu jeder künstlerischen Arbeit gibt es eine entsprechende Karteikarte (siehe S. 96 ff), auf der sich sämtliche Angaben zu Art und Größe, sowie zum technischem Bedarf im Ernstfall und zur Verortung der unterschiedlichen Bestandteile des Werks im Lager befinden. Alle Karteikarten können in einem Karteikasten am Bürotisch im Empfangsbereich des EHL eingesehen werden. Sämtliche Ersatzprojekte sowie zu deren Verständnis und Nutzung notwendiges Informationsmaterial sind in durchnummerierten Kartonboxen (BO01-34) aufbewahrt und in zwei Regalen (RE01-02) einsortiert. Kleinteilige Ersatzkunstwerke werden zur Gänze in den entsprechenden Archivboxen aufbewahrt, größere bzw. umfangreichere Kunstwerke bzw. Teile von Kunstwerken, die nicht in den Archivboxen Platz haben, werden in eigens dafür vorgesehenen Regalen (RE04-06) bzw. bei Übergrößen extern, außerhalb von Regalen (EX) gelagert. So können die BesucherInnen selbständig die zu einem gewünschten Projekt gehörende Karteikarte im Karteikasten suchen, im Lagerbereich die auf der Karteikarte angegebene, dem Projekt zugewiesene Archivschachtel öffnen und der sich darin befindlichen Gebrauchsanweisung folgend das gewünschte Ersatzkunstwerk ansehen. 19

20 Die Archivboxen beinhalten außer der ausführlichen Beschreibung des Ersatzkunstwerkes eine Auflistung der Einzelbestandteile des Kunstwerks, deren Aufenthaltsort im Lager und der zur Umsetzung nötigen. Zusätzlich gibt es in jeder Archivbox eine Beschreibung der geplanten Präsentationsart des Kunstwerks am eigentlichen Aufführungsort sowie die Beschreibung des Originalprojekts in Form einer Kopie des spezifischen Auszugs aus dem Programmheft des steirischen herbst (siehe S. 22 ff). In einigen Fällen, nämlich bei Ersatzkunstwerken, die einen Aufbau benötigen oder bei Formaten mit heiklen, zerbrechlichen Bestandteilen, befindet sich in der Box zusätzlich eine Hinweiskarte mit der Aufforderung, das Lagerpersonal zu konsultieren, um das Werk entsprechend seiner Aufführungsidee präsentiert zu bekommen. Ohnehin ist ekw14,90 ständig als Lagerpersonal und Kunstvermittlung zugegen, um die BesucherInnen des EHL persönlich zu betreuen, aber auch um regelmäßig die Archivschachteln auf deren vollständigen Inhalt zu kontrollieren. Zu diesem Zweck beinhaltet jede Box eine im Schachteldeckel angebrachte Kontrollliste, die sichtbar macht, wann und wer den Boxeninhalt auf dessen korrekten Bestand überprüft hat. Rund um die Uhr einsatzbereit An sämtlichen Veranstaltungsorten des steirischen herbst - den potentiellen Einsatzorten des EHL - werden Informationstafeln (siehe S. 6) im Stil der Werbetafeln von Notfalldiensten (Abflussreinigung, Gasgeruch etc.) gut sichtbar angebracht. Sie machen einerseits um auf die Möglichkeit eines Notfalls aufmerksam und weisen andererseits um auf die durch das EHL vorhandene Absicherung hin. KünstlerInnenvereinbarung Damit das Projekt einwandfrei umgesetzt werden kann, brauchen wir Ihre Mithilfe, die sich allerdings auf das Ausfüllen eines Formulars beschränkt. Sämtliche KünstlerInnen des steirischen herbst bzw. ihre Vertretung in den einzelnen Produktionen - bei Ausstellungen die KuratorInnen - bekommen von ekw14,90 eine schriftliche Vereinbarung (siehe S. 18 f) zur Klärung der Verhältnisse zwischen dem EHL und den für die Festivalbeiträge zuständigen Personen zur Unterzeichnung vorgelegt. Mit diesem inszenierten Vertragsabschluss sollen etwaige Unklarheiten oder Bedenken die Funktion des EHL betreffend geklärt werden. 20

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24 Ersatzkunstwerke From Beneath You It Devours 22 Benutze Klebestreifen mit Träne 24 Videotrilogie 26 Videokl.Ins. 28 MC90 MC Geduld bringt Rosen 32 Masse [m] 34 Tanz für Zweitakter in 16 Akten 36 Land 38 Die Beschreibung des Flusses scheint auf weitere Geschehnisse der Geschichte hinzudeuten 40 Das Geheimnis wird noch gelüftet (Arbeitstitel) 42 Das Leben aller Dinge 42 Setränder 44 Your Vice Is a Locked Room and Only I Have the Key 46 Demut statt Wehmut 48 Versuchsballone Quixote Repro 52 Brause in der Pfütze 54 Feelings (nothing more) 56 Tant de bruit pour une omlette 60 F wie Volkstanz 62 Fürst Pücklers Traum 66 Der Bart 68 Blume zu Blume 70 Daheim ist, wenn s im Herzen fad ist 74 Schöner Arbeiten 76 bitte, bitte 78 Vorträge zum Thema 80 Die drei Zwillinge 82 Das Brumm 84 Tangram Tetris LÜK 86 P.T.I. 88 Bruch 90 Here we go again! 92 Die Käseprinzessin rettet den Moment 94 24

25 Karteikarten Ersatzherbstlager Ersatz : Benutze Klebestreifen mit Träne Computerspiel, CD-Rom 1 Walkthrough in Kuvert 1 PC (Tast., Maus, Mon., OS: Windows) EA02CS/B02 B02 B02 VG08 moderato cantabile Ersatz : From Beneath You It Devours Audioinstallation, Audio-CD, Loop 12:08 Min. 1 Audio-CD, Loop 8:37 Min. 1 Audio-CD, Loop 7:00 Min. 1 Verstärker 2 Lautsprecher 2x4m Lautsprecherlitze 1 DVD-Player Der Ruhm des Beliebigen Ersatz : Videotrilogie Video, DVD, ( disposal / stage of constrution / form follows fahrrad ) 8:45 Min. vor Ort EA01AI/B01 B01 B01 B01 RE07/12 VG12-13 RE07/13 EA03VI/B03 B03 99

26 Bilder des Festivals Ersatz : Videokl.Ins. Videoinstallation, 2008 Videoklingeladaption (vorinstalliert) CMOS CAMERA COLOR Casio LCD COLOR TELEVISION Druckschalter help! an 4m Litze Schiebeschalteradapter Die Komplex-Nord-Methode Ersatz : Geduld bringt Rosen Hörspiel, Audio-CD, Loop 26:03 Min. 1 schnurgebundener Telefonapparat 1 CD-Player (portabel) mit Netzteil EA04VI/B04 Club Ersatz : MC90 MC Audio, Mixed Tapes 1 Kassettenspieler 1 Kassettenbox mit 28 Mixed Tapes EA06HS/B06 Bleib opus #3 Ersatz : Masse [m] B06 RE06/27 B06 Theater, DVDs, je 15:00 Min. 1 Monitor 1 Keyboard 2 DVD-Player sonstige vor Ort EA05AU/B05 B05 RE06/28 RE06/29 EA07TH/B07 B07 RE07/08 RE07/23 VG

27 Dance #1 / Driftworks Ersatz : Tanz für Zweitakter in 16 Akten Videoinstallation, DVD, 3:50 Min. 1 VR-Brille 3 Juxten Nummernblöcke 1 DVD-Player SCAT/S-Video Adapter 1 V8 control box mit Netzteil S-Video Kabel Poetics: A Ballet Brut Ersatz : Die Beschreibung des Flusses scheint auf weitere Geschehnisse der Geschichte hinzudeuten Performance, Aufnahmegeräte 1 Notebook 1 Mischpult EA08VI/B08 B08 RE05/18 B08 RE07/14 B08 B08 B08 EA10PE/B10 B10 RE07/21 Bonanza Ersatz : Land Video, DVD, 5:10 Min. vor Ort Project 08 Ersatz : Das Geheimnis wird noch gelüftet (Arbeitstitel) Performance, 2008 Angaben unter Verschluss vor Ort EA09VI/B09 B09 EA11PE/B11 101

28 Project 08 Ersatz : Das Leben Aller Dinge EA11PE/B11 Objektperformance, 2008 diverses Büromaterial B11 vor Ort Jerk EA13IN/B13 Ersatz : Your Vice Is a Locked Room and Only I Have the Key Installation, 2008 Wursthautreste 1 Schokofontäne 2 Ketchupflaschen (ohne Logo) 1 Tischplatte (mit Öffnung) 2 Holzklappböcke (75x75) 1 Tischtuch (mit Öffnung) 40 Frankfurter Würste B13 RE05/11 RE05/13-14 EX36 EX34-35 RE05/12 1 poor and one 0 Ersatz : Setränder Fotografie, Fotografien 45x30cm Melancholia Ersatz : Demut statt Wehmut Video, DVD, 20:00 Min. 1 Schaumstoffträne groß 1 Schaumstoffträne klein 1 Perücke auf Perückenkopf vor Ort EA12FO/B12 RE05/23 EA14VI/B14 B14 RE04/01 RE05/10 RE05/09 102

29 Welt Retten Ersatz : Versuchsballone 1-6 Installation, 2004/ Dias, gerahmt 1 Audio-CD, 12:47 Min. 1 Verstärker 2 Lautsprecher 1 Diaprojektor Pop Ark Ersatz : Brause in der Pfütze Video, DVD, 2:35 Min. 1 DVD-Player 1 Bildschirm EA15IN/B15 B15 B15 RE07/12 RE05/02-03 VG07 EA17VI/B17 B17 VG04 VG03 Common Affairs Ersatz : Quixote Repro Performance, Tisch (rund) 1 Schaumstoffdichtung auf Graupappe 1 Malerroller 1 Farbtube (schwarz) (Love will) tear us Ersatz : Feelings (nothing more) Installation, Fotografien 9x13cm auf Forexplatten 8 Tiere gefüllt mit Montageschaum 1 DVD 91:00 Min. 1 DVD-Player 1 Monitor EA16PE/B16 EX37 EX37 B16 B16 EA18IN/B18 B18 RE04/04-07 RE05/21 RE06/24-26 B18 VG06 VG05 103

30 Für das Glück zuständig Ersatz : Tant de bruit pour une omlette Fotografie, Fotografie 120x90cm auf Aluminum 6 Foliendrucke Flamingos 3 Ersatzflamingos, mittel 6 Ersatzflamingos, mini Idealismusstudio Ersatz : Fürst Pücklers Traum Installation, Hirsch, Kunststoff braun, 12x15x9cm 1 Hirsch, Kunststoff rot, 12x15x9cm 1 Audio-CD, Loop 4:51 Min. 2 Lautsprecher 1 CD-Player (portabel) mit Netzteil 2 Cinch Kabel mono 1 Cinch Verlängerung stereo 3 Adapterstecker EA19FO/B19 RE06/32 EX33 EX38 B19 EA21IN/B21 B21 B21 B21 RE05/02-03 B21 B21 B21 B21 F für Fussgänger Ersatz : F für Volkstanz Konzept, Print (A1) Wie Du Mir Ersatz : der Bart Aufkleber, Aufkleber á 1000 Stück, 30mm EA20KO/B20 RE06/30 EA22AK/B22 B22 104

31 Name Ersatz : Blume zu Blume Installation, Bild (1024 Farbtiegel auf 4mm Hartfaserplatte) 110x110cm 1 Bild (Print auf auf 4mm Hartfaserplatte) 110x110cm 1 Malanleitung 1 Becher 1 Pinsel CPU Central Processing Unit Ersatz : Schöner Arbeiten Grafik, Prints auf Forexplatten EA23IN/B23 RE04/02 RE04/03 B23 B23 B23 EA25GR/B25 RE05/17 Winter im Herbst EA24GR/B24 Ersatz : Daheim ist, wenn s im Herzen fad ist Grafik, Postkarten 148x105mm, zweiseitig (4C) B24 african twin towers Ersatz : bitte, bitte EA26VI/B26 Video, DVD, 4:00 Min. B26 vor Ort 105

32 Strategien zur Unglücksvermeidung Ersatz : Vorträge zum Thema Vortrag, Texte 1 Audio-CD ( Audiobeispiele: Radiosendungen ), 13:08 Min. 1 CD-Rom ( Bildbeispiele: Glück und Unglück 2 ) Devices, Suitable for (Almost) Every Purpose Ersatz : das Brumm Installation, 2008 Würfel 8x8x8cm (vorinstalliert) 1 Universal Verstärkermodul 12W 1 Basslautsprecher 20/35W 1 CD-Player EA27VT/B27 B27 B27 B27 EA29IN/B29 B29 next code: exit Ersatz : Die drei Zwillinge Filmplakat, Filmplakate A1 musikprotokoll Ersatz : Tangram Tetris LÜK Audio, Audio-CD, ( Tangram ) 5:55 Min. 1 Audio-CD, ( Tetris ) 8:11 Min. 1 DVD, ( Cows Cannot Whisper ) 2:50 Min. 1 DVD, ( Dune ) 4:37 Min. 1 DVD, ( Pardon ) 6:14 Min. Laptop E-Bass / E-Gitarre / Hawai-Gitarre Zieharmonika / Trompete / Schlauch sonstige vor Ort EA28FP/B28 RE06/31 EA30AU/B30 B30 B30 B30 B30 B30 RE07/16-18 RE07/22,10,05 106

33 Dessen Sprache du nicht verstehst Ersatz : PTI Installation, Nadeldrucker (IBM ProPrinter II) 1 Endlospapier 1 PC 1 PC (Tast., Maus, Mon., OS: Ubuntu) Software PTI (vorinstalliert) 1 Druckerkabel 1 Geräteanschlusskabel Strategien zur Unglücksvermeidung (Walks) Ersatz : Here we go again! Vortrag, Stadtpläne 1 Megaphon EA31IN/B31 RE05/16 RE05/15 VG08 B31 B31 EA33VT/B33 B33 B33 Randnotizen Ersatz : Bruch EA32WL/B32 Weblog, imac (Tast., Maus) RE07/15 Damit ich dich besser sehen kann! EA34VI/B34 Ersatz : Die Käseprinzessin rettet den Moment Video, DVD, 9:00 Min. B34 vor Ort 107

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