Langfristiges Entwicklungskonzept für das Kindertagesstättennetz der Stadt Leipzig bis zum Jahr 2025

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1 Langfristiges Entwicklungskonzept für das Kindertagesstättennetz der Stadt Leipzig bis zum Jahr /12 Dezernat Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule Amt für Jugend, Familie und Bildung

2 Langfristiges Entwicklungskonzept für das Kindertagesstättennetz der Stadt Leipzig bis zum Jahr 2025

3 Herausgeber: Stadt Leipzig Der Oberbürgermeister Amt für Jugend, Familie und Bildung 1. Auflage 2012 Verantwortlich: Siegfried Haller Redaktion: Martin Gransow Titelfoto: Wittig Brösdorf Architekturbüro Leipzig: Kita Mosenthinstrasse Umschlag, Layout und Satz: Martin Gransow Verlag: Stadt Leipzig/Amt für Jugend, Familie und Bildung Druck: Stadt Leipzig/Zentrale Vervielfältigung Fotos und Abbildungen: Stadt Leipzig Redaktionsschluß: Anschrift: Stadt Leipzig Amt für Jugend, Familie und Bildung Naumburger Str Leipzig Telefon: Fax: Internet: Vervielfältigungen, auch auszugsweise, sind nur mit Quellenangabe gestattet.

4 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Vorwort 6 0 Einleitung 8 1 Entwicklung von 1990 bis 2010 und Folgen für das Kindertagesstättennetz Demographie und Stadtentwicklung Bilanz der Entwicklung des Kindertagesstättennetzes seit Kommunalpolitische Grundsätze für die Gestaltung des Kindertagesstättennetzes in der Stadt Leipzig 18 3 Methodik Bedarfsanalyse Analyse der Einzugsgebiete der Kindertageseinrichtungen Abgrenzung der Versorgungsräume Definition von strategischen Ansätzen und Handlungsbedarf 23 4 Analyse der gegenwärtigen Versorgung Ermittlung des Platzbedarfs für Kinder bis Schuleintritt in Kindertagesstätten Versorgungssituation auf Ortsteilebene Bildung von Versorgungsräumen Bedarfsdeckung in den Versorgungsräumen Perspektivische Entwicklung des Bedarfs Bedarfsentwicklung in der gesamten Stadt Leipzig Bedarfsentwicklung in den Versorgungsräumen 36 6 Strategie und Handlungsbedarf Strategische Ansätze vor dem Hintergrund der Bedarfsentwicklung Gesamtstädtischer Handlungsbedarf Handlungsbedarf in den Versorgungsräumen Investitionskosten zur Schaffung einer bedarfsgerechten Versorgung an Kindertagesstättenplätzen im Zeitraum von 2011 bis Horte Einleitung Horte Standorte der Horte und Hortplätze in Leipzig Perspektivische Entwicklung Strategie und Handlungsbedarf 54 3

5 8 Heilpädagogische Kindertageseinrichtungen Einleitung Standorte heilpädagogischer Einrichtungen in Leipzig Analyse der Entwicklung der heilpädagogischen Einrichtungen Fazit und prognostischer Bedarf im Bereich der heilpädagogischen Kindereinrichtungen in Leipzig 66 9 Abschließende Bemerkungen 68 A Anlage 72 Maßnahmenkatalog Kindertagesstätten für die Jahre

6 Vorwort Vorwort Langfristiges Entwicklungskonzept für das Kindertagesstättennetz der Stadt Leipzig bis 2025 Liebe Leserinnen, liebe Leser, die Sicherung einer bedarfsgerechten Versorgung mit Kindertagesstätten für die Familien ist eine große Herausforderung und zentrales Ziel der Stadt Leipzig. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am die strategischen Ziele des langfristigen Entwicklungskonzeptes für das Kindertagesstättennetz der Stadt Leipzig bis zum Jahr 2025 beschlossen. Das Entwicklungskonzept nimmt auf den kommenden Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem 1. Lebensjahr ebenso Bezug wie auf Fragen der qualitativ hochwertigen Bildungs- und Erziehungsarbeit und der sozialräumlichen Verortung von Betreuungsangeboten. Es ermöglicht eine sozialraumbezogene Investitionsplanung. Die nachfrageorientierte Versorgung mit Kindertagesstätten kann so unter Berücksichtung der weiteren Stadtentwicklung perspektivisch gesichert werden. Mein ausdrücklicher Dank gilt den Kollegen und Kolleginnen der Fachämter, die diese Fortschreibung der langfristigen Kindertagesstättenplanung im Detail erarbeitet haben. Ich wünsche dieser Dokumentation viele aufmerksame Leserinnen und Leser. Prof. Dr. Thomas Fabian Beigeordneter für Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule 5

7 6 Vorwort

8 Einleitung 0 Einleitung 7

9 Einleitung 0 Einleitung Die gemeinsame Schaffung kinder-, jugend- und familienfreundlicher Lebensbedingungen muss auch künftig in Leipzig nicht als herkömmliche Sozialpolitik verstanden werden, sondern als eine zukunftsorientierte kommunale Entwicklungspolitik. (Strategische Ziele der Kommunalpolitik für die Hauhaltsplanung ab 2006 RB-Nr. 1286/05g vom ). Auch für die erste Fortschreibung des langfristigen Entwicklungskonzeptes für die Kindertagesstätteninfrastruktur in Leipzig aus dem Jahr 2007 (RB vom ) bis in das Jahr 2025 ist das o.g. Ziel von grundlegender Bedeutung. Es sollen mit dieser strategischen Planung über integrierte Handlungs- und Planungskonzepte auch weiterhin Stadtstrukturen sowie kinder- und familienfreundliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, die den Interessenlagen und Bedürfnissen der gesamten Bevölkerung entsprechen, welche die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen und die finanzierbar sind. Eine grundlegende Veränderung für die Entwicklung von Infrastruktur im Bereich der Kindertagesbetreuung besteht in der Formulierung eines Rechtsanspruches (Kinderförderungsgesetz/KiFöG) auf einen Betreuungsplatz ab dem 1. Lebensjahr, der ab dem 1. August 2013 gelten soll. Darauf muss das langfristige Entwicklungskonzept bereits jetzt Bezug nehmen, da der Bedarf im Bereich der Ein- bis Dreijährigen nach heutiger Einschätzung steigen wird. Neben der Umsetzung einer qualitativ hochwertigen Bildungs- und Erziehungsarbeit sind die sozialräumliche Verortung von Betreuungsangeboten und die Entwicklung bzw. Stabilisierung eines bedarfsgerechten Netzes von Kindertagesstätten bzw. alternativen Betreuungsangeboten die zentrale Aufgabe. Die Zielstellung des vorliegenden Strategiepapiers besteht darin: o den Prozess der Jugendhilfe- und Stadtentwicklungsplanung für den Bereich Kindertagesstätten gemeinsam weiter zu entwickeln und über diesen integrierten Planungs- und Handlungsansatz zu einer bedarfsgerechten Infrastrukturentwicklung für den Bereich der Kindertagesstätten beizutragen, o eine Prognose zur Kapazitäts- und Bedarfsentwicklung bis 2025 für den Bereich Kindertagesstätten zu erstellen und Ableitungen für die soziale Infrastruktur sowie eine sozial-raumbezogene Investitionsplanung Kindertagesstätten zu erarbeiten, o eine nachfrageorientierte Versorgung mit Kindertagesstätten unter Berücksichtigung der weiteren städtebaulichen Entwicklung perspektivisch zu gewährleisten. In diesem Strategiepapier wird im Rahmen der Gewährleistung der elementaren Daseinsfürsorge und hier unter dem Aspekt der sozialen Infrastruktur explizit auf die Bedeutung der Kindertagesbetreuung eingegangen und diese hoch priorisiert. Somit wird nicht nur der Selbstverpflichtung der Stadt Leipzig als kinder- und familienfreundliche Stadt Rechnung getragen, sondern durch die frühe Förderung von Kindern und eine verlässliche Kinderbetreuung wird gleichzeitig die Zukunftsfähigkeit der Stadt Leipzig gestärkt. In dieses Konzept neu aufgenommen wurden die Horte und die heilpädagogischen Einrichtungen, da sie für die Gesamteinschätzung des Themas Kindertagesbetreuung in Leipzig unverzichtbar sind. Die Zielstellung besteht darin, die Schnittstelle zwischen SBG XII und SGB VIII und der damit direkt im Zusammenhang stehende Auftrag der Inklusion behinderter Kinder zu optimieren. 8

10 Entwicklung Kindertagesstättennetz 1 1 von Entwicklung 1990 bis 2010 und Folgen für das Kindertagesstättennetz 9

11 Entwicklung Kindertagesstättennetz 1 1 Entwicklung von 1990 bis 2010 und Folgen für das Kindertagesstättennetz 1.1 Demographie und Stadtentwicklung Die Geburtenziffer (durchschnittliche Geburtenzahl je Frau von 15 bis 49 Jahren) war in der DDR, bedingt durch eine Reihe sozialpolitischer Maßnahmen, in der Zeit von 1975 bis 1980 stark angestiegen (von 1,45 auf 1,94 Kinder je Frau), danach jedoch bis 1990 wieder in einem stetigen Rückgang auf 1,52 befindlich. Die Geburtenziffer sank in den neuen Bundesländern bis 1994 auf ein historisches Tief von 0,77, während sie in den alten Bundesländern annähernd konstant bei ca. 1,4 blieb. In Leipzig liegt dieser Wert bei 1,21. Seit der zweiten Hälfte der 1990er Jahre steigt die Geburtenziffer auch in den neuen Bundesländern wieder an, erreichte 2007 mit 1,37 das Niveau der alten Länder und überstieg es erstmals 2008 mit 1,40 Kindern je Frau. Im Jahr 1990 lebten in der Stadt Leipzig insgesamt Einwohner, davon Kinder im Alter bis 7 Jahren. Mit den seit 1990 einsetzenden gravierenden gesellschaftlichen Veränderungen nahm, bedingt durch Abwanderungen vieler junger Familien und einem stark veränderten Reproduktionsverhalten, die Zahl der Vorschulkinder jährlich um bis zu ab und erreichte im Jahr 1997 ihren tiefsten Stand mit Kindern dieser Altersgruppe. Damit sank in knapp 10 Jahren die Zahl der Kinder, die potentiell für einen Kinderkrippenoder Kindergartenplatz in Frage kamen, auf nicht einmal die Hälfte des Niveaus von Seit dem Jahr 1998 ist ein kontinuierliches Anwachsen dieser Altersgruppe festzustellen lebten nun Vorschulkinder in Leipzig, was einem Anstieg von über Kinder im Vergleich zu 1997 und 77 % des Standes von 1990 entspricht. Abbildung 1: Entwicklung der Zahl wohnhafter Kinder von 0 bis 7 Jahren (Quelle: : Statistische Jahrbücher; 2010: Statistischer Quartalsbericht 4/2010) Anzahl der wohnhaften Kinder Anzahl der wohnhaften Kinder von 0-7 Jahren in der Stadt Leipzig Jahr 10

12 Entwicklung Kindertagesstättennetz Die Veränderungsprozesse zwischen 1990 und heute verliefen stadträumlich nicht homogen. In den 1990er Jahren waren es vor allem die Altbauquartiere, die auf Grund des schlechten baulichen Zustandes und von Defiziten in der Wohnumfeldqualität durch Abwanderung stark an Einwohnern - und damit auch an Kindern - verloren. Wanderungsgewinne und steigende Kinderzahlen hatten vor allem die benachbarten Gemeinden, aber auch randstädtische Ortsteile von Leipzig zu verzeichnen. 1 Durch die Bevölkerungsverluste bei gleichzeitigem Ausbau des Wohnungsbestandes hat sich in Leipzig ein entspannter, preisgünstiger Wohnungsmarkt entwickelt. Die innerstädtische Mobilität ist deutlich angestiegen; die sozialräumlichen und demographischen Strukturen in der Stadt haben sich grundlegend verändert: o Die gründerzeitlichen Wohnquartiere vor allem um die Innenstadt und entlang des Auwaldes gewinnen inzwischen wieder deutlich an Einwohnern. Vor allem junge kinderlose Haushalte, aber auch Familien mit Kindern ziehen zu. Die Geburtenrate in vielen dieser Ortsteile ist sprunghaft angestiegen. o In den Schwerpunktbereichen des Stadtumbaus dem Leipziger Osten und dem Leipziger Westen hat sich die Einwohnerentwicklung stabilisiert. Im Zuge erfolgreicher Stadtteilentwicklung sind wieder Wanderungsgewinne zu verzeichnen. Auch hier sind junge Menschen und Familien teilweise mit Migrationshintergrund eine wichtige Zuzugsgruppe. Inzwischen weisen viele dieser Ortsteile auch ein positives natürliches Bevölkerungssaldo auf. o In den meisten Großsiedlungen in industrieller Bauweise, insbesondere in Leipzig-Grünau, geht die Einwohnerzahl weiter zurück. Dabei ist vor allem ein geringer Zuzug und stärkerer Wegzug in der Altersklasse zwischen 20 und 40 Jahren festzustellen, der zu einem deutlichem Alterungsprozess und dem Rückgang der Zahl wohnhafter Kinder führt. Ein ähnlicher Prozess ist auch in vielen Wohnquartieren zu verzeichnen, die in den 1920er bis 1950er Jahren gebaut wurden. o Der Zuzug von Familien in randstädtische Ortsteile im Zuge der Eigentumsbildung ist inzwischen deutlich geringer als in den 1990er Jahren. Die Wanderungsgewinne liegen deutlich unter denen innerstädtischer Altbauquartiere; häufig sind die Einwohner- und Kinderzahlen stabil. Es zeichnet sich ab, dass sich die stadträumlichen demographischen Veränderungen innerhalb der nächsten Jahre ähnlich vollziehen wie in den vergangenen Jahren. Durch die hohe Umzugsmobilität im innerstädtischen Mietwohnungsbestand ist auch weiterhin ein Zuzug junger Haushalte zu erwarten. Für die Entwicklung des Kindertagesstättennetzes ist auch die stadträumliche Konzentration von Arbeitsstätten bedeutsam, da Eltern häufig Einrichtungen in der Nähe ihres Arbeitsplatzes wählen. In den letzten Jahren haben sich folgende Schwerpunkte der gewerblichen Entwicklung herausgebildet, die auch zukünftig von Bedeutung sein werden: o der Leipziger Nordraum entlang der A 14 mit dem neuen BMW-Werk als wichtigstem Arbeitgeber, o im Nordosten das Gewerbegebiet Nordost und der Wissenschaftspark mit dem Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle, o citynah das Zentrum-Nord sowie Universitätsklinikum, BioCity, Alte Messe und MediaCity im Südosten, o die Gewerbegebiete im Westraum (insbesondere Plagwitz) mit grundlegenden Revitalisierungsprozessen und Entwicklung der Kreativwirtschaft. 11

13 Entwicklung Kindertagesstättennetz Bilanz der Entwicklung des Kindertagesstättennetzes seit 2005 Mit der anhaltenden positiven Geburtenentwicklung in der Stadt Leipzig wurden relevante Erweiterungen des bestehenden Kindertagesstättennetzes erforderlich. Dies war nicht mehr durch den weiteren Ausbau vorhandener Standorte zu realisieren, sondern erforderte die Neuschaffung von Kindertagesstätten. Dieser Umstand bot die Möglichkeit, gezielt dort neue Einrichtungen entstehen zu lassen, wo sowohl die aktuellen Bedarfe als auch die durch künftige Stadtentwicklung absehbaren Nachfragetrends Platzerweiterungen erforderlich machen die Ermittlung des Umfangs der Erweiterung, die ggf. erforderliche Umverteilung der aktuellen Ressourcen und die Kennzeichnung der benötigten neuen Standorte war Ziel des langfristigen Entwicklungskonzeptes Kindertagesstätten, mit dessen Erarbeitung 2005 begonnen wurde. Das 2007 beschlossene langfristige Entwicklungskonzept Kindertagesstätten konnte damit als Handlungsrichtlinie für Entscheidungen zur Etablierung neuer Kindertagesstätten sowie Erweiterungen in bestehenden Einrichtungen genutzt werden. Gegenüber 2005 standen im Dezember Plätze für Kinder bis Schuleintritt mehr zur Verfügung. Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Gegenüberstellung der Kapazitäten bis Schuleintritt in den einzelnen Versorgungsräumen zum Stand Dezember 2005 und Dezember 2010: Abbildung 2: Gegenüberstellung der Kapazitäten bis Schuleintritt in den einzelnen Versorgungsräumen zum Stand Dezember 2005 und Dezember Westl. Zentrum Innerer Osten Süd Ost/ Südost Innerer Westen Südw est West Nordw est Nord Nordost Kapazität für Kinder bis Schuleintritt 2005 Kapazität für Kinder bis Schuleintritt 2010 Bei der Bewertung der Abbildung ist zu beachten, dass gegenwärtig in einzelnen Versorgungsräumen Kindertageseinrichtungen durch Sanierung und damit verbundene zeitweilige Stilllegungen bzw. Kapazitätseinschränkungen nicht bzw. nicht mit voller Platzzahl in Betrieb sind und sich dadurch die verfügbaren Kapazitäten dieser Kindertagesstätten im Jahr 2010 gegenüber 2005 verringerten. Das betrifft den Versorgungsraum Westliches Zentrum mit einer aktuell durch Sanierung um 40 Plätze und den Inneren 12

14 Entwicklung Kindertagesstättennetz Osten um 149 Plätze eingeschränkte Kapazität. Nach Beendigung der Sanierungsmaßnahmen steht in diesen Einrichtungen wieder mindestens die Kapazität von 2005 zur Verfügung. Der größten Zuwachs an Platzkapazitäten wurde im Versorgungsraum Süd mit Plätzen mehr für Kinder bis zum Schuleintritt gegenüber Dezember 2005 erreicht. Auch im Versorgungsraum Innerer Westen erhöhte sich die Zahl der Plätze für die relevanten Altersgruppen um 529, im Versorgungsraum Nord um 481. Diese Versorgungsräume wurden im Konzept mit höchster (Süd und Nord) bzw. hoher Priorität (Innerer Westen) für die Schaffung neuer Plätze eingestuft. Ebenfalls mit hoher Priorität bewertet wurde der Versorgungsraum Innerer Osten, in dem die Schaffung von 198 Plätzen gelang. Durch gegenwärtig laufende Sanierung von Kindertagesstätten in diesem Versorgungsraum stehen zeitweilig deutlich weniger Plätze zur Verfügung. Effektiv wird demzufolge die Erhöhung der Platzzahl in diesem Versorgungsraum um ca. 150 Plätze höher ausfallen. Wie die Abbildung zeigt, gab es in keinem Versorgungsraum einen Abbau von Kapazitäten. Auch in den Versorgungsräumen West und Nordost sind Erweiterungen der Kapazitäten vorgenommen worden. Insgesamt steigende Kinderzahlen und die gewachsene Nachfrage vor allem im Leistungsbereich Krippe führten zu einer starken Auslastung der Kindertagesstätten, auch in jenen Versorgungsräumen, die im Konzept von 2007 als solche mit rückläufigem Bedarf gekennzeichnet wurden. In diesen Versorgungsräumen befinden sich bedingt durch Wohnungsneubaugebiete der 70er Jahre große Kindertageseinrichtungen, die noch Erweiterungspotential besaßen. Mit relativ wenig Aufwand, oft nur durch Änderung von Raumkonzeptionen ließen sich die Platzkapazitäten hier der insgesamt gestiegenen Nachfrage anpassen. Über 60% des Kapazitätszuwachses (2.010 Plätze) wurde durch Neubau von Kindertageseinrichtungen erreicht, weitere 9% (293 Plätze) des Kapazitätszuwachses entstand durch Erweiterungen. Wurden bestehende Kindertagesstätten durch Neubauten ersetzt (Ersatzneubauten), wurden diese meist mit höherer Kapazität gebaut und es entstanden zusätzliche Plätze. Die nachfolgende Abbildung zeigt die in Neubauten oder Ersatzneubauten entstandenen neuen Plätze nach Eröffnungsjahren. Abbildung 3: In Neubauten und Ersatzneubauten jährlich entstandene Kapazität von 2006 bis In Neu- und Ersatzbauten entstandene Kapazität bis Schuleintritt 2006 bis

15 Entwicklung Kindertagesstättennetz 1 Die nachfolgende Tabelle zeigt, in welchen Versorgungsräumen neue Plätze durch Neubauten und Ersatzneubauten entstanden. Tabelle 1: Neue Plätze durch Neubauten und Ersatzneubauten nach Versorgungsräumen Versorgungsraum Anzahl neuer Kindertagesstätten Anzahl Ersatzneubauten mit Erweiterung neue Plätze bis Schuleintritt Westliches Zentrum Innerer Osten Süd Ost / Südost Innerer Westen Südwest West 1 68 Nordwest 1 56 Nord Nordost Gesamtergebnis Aus der nachstehenden Abbildung ist ersichtlich, mit welchem Anteil die einzelnen Versorgungsräume an der Gesamtzahl neuer Plätze beteiligt sind. Abbildung 4: Anteil der einzelnen Versorgungsräume bei neuen Plätzen, die über Neu- und Ersatzneubauten oder Erweiterungsbauten seit 2006 entstanden sind Anzahl neuer Plätze seit 2006 für Kinder bis Schuleintritt in den Versorgungsräumen Westliches Zentrum 02-Innerer Osten 03-Süd 04-Ost / Südost 05-Innerer Westen 06-Südwest 07-West 08-Nordwest 09-Nord 10-Nordost 14

16 Entwicklung Kindertagesstättennetz Dabei wird deutlich, dass der Versorgungsraum Süd mit 810 Plätzen den höchsten Platzzuwachs über Neubauten, Ersatzneubauten bzw. Erweiterungen erhielt. Auch der Versorgungsraum Nord, im Konzept von 2007 mit höchster Priorität versehen, konnte über Neubauten einen Kapazitätszuwachs von 400 Plätzen erreichen. Im Versorgungsraum Innerer Westen stieg die verfügbare Kapazität um 419 Plätze. Auch im Versorgungsraum Innerer Osten, wie der Innere Westen mit Priorität zum Ausbau der Kapazitäten versehen, stieg die verfügbare Kapazität um 274 Plätze. 1 In der nachfolgenden Tabelle sind alle Einzelmaßnahmen zum Neubau/Ersatzneubau seit 2006 mit ihrer Zuordnung zu Versorgungsräumen und den Plätzen, die mit diesen Maßnahmen zusätzlich entstanden sind, aufgeführt: Tabelle 2: Einzelmaßnahmen zum Neubau/Ersatzneubau seit 2006 mit ihrer Zuordnung zu Versorgungsräumen und den Plätzen Versorgungsraum Träger Einrichtung neue Bemerkungen entstandene Plätze 01-Westliches Zentrum Berufsbildungswerk für Hör- und Sprachgeschädigte GmbH Sebastian-Bach-Straße Innerer Osten Dr. P. Rahn & Partner Salomonstraße Innerer Osten Ev.-Luth.Kirchgemeinde Leipzig Sellerhausen/ Volkmarsdorf Zum Kleingartenpark Ersatz 02-Innerer Osten Deutscher Kinderschutzbund e. V. Oststr.185 V 34 Ersatz 02-Innerer Osten Dr. P. Rahn & Partner Inselstraße Süd Internation. Bildungs- und Sozialwerk e. V. Schenkendorfstr Süd ABTW g.gmbh Raschwitzer Str Süd FRÖBEL Leipzig ggmbh (Ast.) Vollhardtstraße Süd Internationaler Bund für Sozialarbeit Bornaische Str. 186c Süd Internationaler Bund für Sozialarbeit Liebigstraße Süd Verein zur Unterstützung berufstätiger Eltern e. V. Lößniger Straße Süd Berufsbildungswerk für Hör-und Sprachgeschädigte GmbH Altenburger Straße Süd Internationales Bildungs- und Sozialwerk e. V. Biedermannstraße Süd FRÖBEL Leipzig ggmbh Brüderstraße Süd Stadt Leipzig Jugendamt Lerchenrain 14/ Ost/Südost Humanitas g.gmbh Prager Str Erweiterung nach Sanierung 04-Ost/Südost Volkssolidarität Lpz. Land/Muldental e. V. Jaspisstraße Innerer Westen Initiative Nachbarschaftsschule Odermannstr Innerer Westen Leipzig Kindergarten GmbH Gleisstraße Ersatz 15

17 Entwicklung Kindertagesstättennetz 1 Versorgungsraum 05-Innerer Westen 05-Innerer Westen 05-Innerer Westen Träger Ev.-Luth. Heilandskirchgemeinde Leipzig-Lindenau/ Plagwitz Einrichtung Rudolph-Sack-Str Volkssolidarität Lpz. Stadt e. V. Demmeringstraße Stadt Leipzig Jugendamt Spittastraße 7 16 neue Bemerkungen entstandene Plätze Erweiterung/ Anbau Erweiterung nach Sanierung 05-Innerer Westen Diakonisches Werk - Innere Mission Rietschelstraße Südwest Fairbund e. V. Erich-Zeigner-Allee Ersatz 07-West MITRA e. V. Grünauer Allee Nordwest Volkssolidarität Lpz. Land/Muldental e. V. K.-Mansfeld-Str. 7/ Nord Kinder in Bewegung e. V. W.-Sammet-Str Nord Internationaler Bund für Sozialarbeit An der Querbreite Nord Happy Kids e. V. Bothestraße Nord Outlaw Gesellschaft für Jugendhilfe ggmbh Nordweg Nord Städtisches Klinikum St. Georg Delitzscher Straße Ersatz 10-Nordost DRK KV Leipzig Stadt Friedrichshafner Str.21 5 Ersatz Gesamt: Der weitere und kontinuierliche Ausbau des Kindertagesstättennetzes in der Stadt Leipzig war und ist eine zentrale Aufgabe der kommunalen Sozial- und Bildungspolitik und hat dementsprechend hohe Priorität. Angesichts der weiteren steigenden Geburtenzahlen ist ein Ausbau des Kindertagesstättennetzes erforderlich. Mit dem Stadtentwicklungskonzept (SEKo) und dem dort präferierten integrierten Handlungs- und Planungsansatz wird das strategische Ziel der Leipziger Kommunalpolitik verfolgt, eine ausgeglichene Altersstruktur zu schaffen und insbesondere für junge Familien attraktiv zu sein. Die folgenden Kapitel sollen die Umsetzung dieser Zielstellung aufzeigen. 16

18 Kommunalpolitische Grundsätze 2 2 Grundsätze Kommunalpolitische für die Gestaltung des Kindertagesstättennetzes in der Stadt Leipzig 17

19 Kommunalpolitische Grundsätze 2 Kommunalpolitische Grundsätze für die Gestaltung des Kindertagesstättennetzes in der Stadt Leipzig 2 Kindertagestätten sind ein wesentliches strategisches Feld kommunaler Gestaltungs- und Planungsverantwortung. Kinder- und familienfreundliche Rahmenbedingungen sind eine wichtige Voraussetzung für eine soziale und zukunftsorientierte Stadt. Die Schaffung von Infrastruktur für Kindertagesbetreuung ist dabei ein wichtiger Aspekt, um für Eltern die Alltagsorganisation zu gewährleisten. Vor allem die Sicherung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, als eine der zentralen Aufgaben der heutigen Gesellschaft, sowie die Möglichkeit, Kinder schon früh optimal zu fördern und somit zu Chancengleichheit unserer jungen Generation beizutragen, hängen direkt von einem qualitativ hochentwickelten und sozialräumlich an den Bedürfnissen der Familien orientierten Netz von Kindertagesstätten bzw. alternativen Betreuungsformen z. B. in Form von Kindertagespflege ab (vgl. Kindertagesstättenplanung der Stadt Leipzig 2011). Die Gestaltung des Kindertagesstättennetzes setzt zum einen ein aufeinander abgestimmtes Planungsverständnis insbesondere zwischen Jugendhilfe und Stadtentwicklungsplanung voraus, zum anderen bedarf diese als Prozess zu gestaltende Planung nachhaltiger und politisch legitimierter Grundsätze. Diese Grundsätze sind im Folgenden aufgeführt und kurz kommentiert: I. Die Stadt Leipzig sichert den Anspruch aller Leipziger Kinder, ab Vollendung des dritten Lebensjahres bis zum Schuleintritt einen Kindergarten besuchen zu können. Die Planung ist so auszurichten, dass die Inanspruchnahme eines Kindergartenplatzes realisiert werden kann. o Alle Kinder ab Vollendung des dritten Lebensjahres haben einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz. o Die Planung der Kindergartenplätze erfolgt auf der Grundlage von erhobenen Nutzungsquoten, welche die Inanspruchnahme von Kindergartenplätzen im Verhältnis zu den wohnhaften Kindern des jeweiligen Vorjahres widerspiegeln. o Auf der Grundlage dieses Abgleichs wird sichergestellt, dass die geplanten Kindergartenplätze konform gehen mit den Stadtentwicklungsprozessen und somit auch perspektivisch jedem anspruchsberechtigten Kind nachfrageorientiert ein Platz zur Verfügung gestellt werden kann. II. Die Stadt Leipzig gewährleistet ein bedarfsgerechtes Angebot an Kindertageseinrichtungen zur Betreuung von Kindern unter drei Jahren. o Die Planung der Kinderkrippenplätze erfolgt analog der Kindergartenplatzplanung über Nutzungsquoten. Als Besonderheit im Krippenbereich ist festzuhalten, dass der über die Nutzungsquoten ermittelte Platzbedarf nicht ausschließlich in Kindertageseinrichtungen umgesetzt wird, sondern alternative Betreuungsangebote (z. B. Kindertagespflege) zur Ergänzung vorgehalten werden. o Mit Verabschiedung des Kinderförderungsgesetzes (KiFöG) zum 1. Januar 2009 haben sich Bund, Länder und Kommunen auf das gemeinsame Ziel verständigt, bis zum Jahr 2013 für bundesweit im Durchschnitt 35 Prozent der Kinder ab vollendetem ersten Lebensjahr bis unter drei Jahren Betreuungsplätze in einer Tageseinrichtung oder in der Kindertagespflege zu schaffen. Nach dieser Ausbauphase gilt ab dem 1. August 2013 ein Rechtsanspruch für alle Kinder ab dem 1. Geburtstag. Dies bedeutet, dass die Planung von steigenden Bedarfen in dieser Altersgruppe ausgehen muss, dem das langfristige Konzept bereits jetzt Rechnung trägt. I. Die Stadt Leipzig wirkt nachhaltig darauf hin, dass Kindertageseinrichtungen und die alternativen Betreuungsformen vorrangig von freien und kommunalen Trägern Jugendhilfe betrieben werden. 18

20 Kommunalpolitische Grundsätze o Leipzig bekennt sich zu dem vorgehaltenen Netz von Kindertagesstättenangeboten im Rahmen einer pluralen und vielfältig wertorientierten Trägerlandschaft. o Das aktuelle Verhältnis von cirka 25 % in kommunaler Trägerschaft und circa 75 % in freier Trägerschaft der Einrichtungen soll erhalten und stabilisiert werden. o Neue Einrichtungen werden in der Regel von Freien Trägern geschaffen. II. Die Stadt Leipzig präferiert bei der Gestaltung des Kindertagesstättennetzes einen integrierten Handlungsund Planungsansatz insbesondere zwischen Jugendhilfe, Schule und Stadtentwicklung. o Der inhaltliche und konzeptionelle Abgleich der Planungen von Stadtentwicklung und Jugendhilfe entspricht den Anforderungen einer modernen Kommunalpolitik und wird im Rahmen des SEKo-Prozesses realisiert. o Die verstärkte Kooperation und Vernetzung zwischen Stadt(teil)entwicklung und Jugendhilfe im Bereich der Kindertagesstättennetzplanung und Schulentwicklungsplanung wird perspektivisch sowohl unter dem Aspekt der Investitionsplanung als auch unter dem Kriterium einer nachfrageorientierten Inanspruchnahme von Plätzen an Bedeutung gewinnen und innerhalb der Fachplanungen des Jugendamtes realisiert. III. Die Stadt Leipzig orientiert sich bei der Gestaltung des Kindertagesstättennetzes am Leitbild einer nachhaltigen Stadtentwicklung und einer Stadt der kurzen Wege. o Erweiterungen des Kindertagesstättennetzes sollen wohnortnah dort erfolgen, wo auch perspektivisch nachhaltig ein Bedarf abzusehen ist. o Mit Hilfe des integrierten Handlungs- und Planungsansatzes der Jugendhilfe und der Stadt(teil)entwicklung werden permanent die demografischen Entwicklungen mit den stadtentwicklungsplanerischen Prognosen abgeglichen und planungsseitig umgesetzt; o Bei der Netzentwicklung sollten die Haltestellen des schienengebundenen ÖPNV sowie die Schwerpunkte der Arbeitsstättenentwicklung zur optimalen Wegekopplung und Verkehrsverminderung Berücksichtigung finden. 2 19

21 Kommunalpolitische Grundsätze 2 20

22 Methodik 3 3 Methodik 21

23 Methodik 3 Methodik Das methodische Vorgehen des Konzeptes orientiert sich an der jährlichen Bedarfsplanung Kindertagesstätten sowie an dem langfristigen Entwicklungskonzept der Kindertagesstätteninfrastruktur 2020 (vgl. Beschluss der 36 Ratsversammlung vom ). Dabei wird in der vorliegenden Planung von einer langfristigen Perspektive bis zum Jahr 2025 ausgegangen und diese mit Einschätzungen der zukünftigen Stadtentwicklung verknüpft. Folgende methodische Schritte liegen dem Konzept zu Grunde: 3 o Analyse der Versorgung mit Kindertagesstättenplätzen auf Ebene der Stadt Leipzig und der Ortsteile (Bedarfsdeckung und Auslastung zum Stand: Dezember 2010), o Analyse der Einzugsgebiete der Kindertageseinrichtungen vor dem Hintergrund der Stadtentwicklungsprozesse, o Überprüfung der Abgrenzung von 10 Versorgungsräumen auf der Basis von ortsteilbezogenen und stadtstrukturellen Analysen, o Einschätzung der perspektivischen Entwicklung in den Versorgungsräumen , o Ableitung von strategischen Ansätzen, Prioritäten und Handlungsempfehlungen für die Versorgungsräume. 3.1 Bedarfsanalyse In einem ersten Schritt wurde eine gesamtstädtische und ortsteilspezifische Bedarfsanalyse durchgeführt. Dabei wurden analog zur jährlichen Bedarfsplanung die rechnerisch vom Jugendamt ermittelten Nutzungsquoten der vorzuhaltenden Kindertagesstättenplätze den aktuell vorhandenen Kapazitäten in den Kindertagesstätten gegenübergestellt. Im Ergebnis wird die Bedarfsdeckung ermittelt, die ein Über- oder Unterangebot in den Ortsteilen signalisiert. Für die Ermittlung des ortsteilspezifischen Bedarfs für Plätze in Kindertagesstätten wurden dabei die ermittelten gesamtstädtischen Nutzungsquoten für die einzelnen Altersgruppen auf die voraussichtlich wohnhaften Kinder in den jeweiligen Ortsteilen angewendet. Der Bedarfsdeckung wurden die aktuellen Auslastungsgrade der Kindertagesstätten auf Ebene der Ortsteile gegenübergestellt. Für die Analyse der perspektivischen Entwicklung wurden auf Grundlage der Bevölkerungsvorausschätzung von 2009 der Platzbedarf analog der beschriebenen Methodik für die Jahre , 2020 und 2025 ermittelt. 3.2 Analyse der Einzugsgebiete der Kindertageseinrichtungen Da starke stadträumliche Unterschiede zwischen Angebot und Bedarf an Plätzen in Kindertageseinrichtungen festzustellen sind, wurden die Verflechtungen zwischen Wohnorten der Kinder und den Standorten der besuchten Einrichtungen analysiert. Um Einzugsgebiete der Kindertagesstätten bestimmen zu können bzw. Wanderungsbewegungen innerhalb der Stadt Leipzig bei der Wahl der Kindertagesstätten deutlich machen zu können, wurde im März 2010 eine diesbezügliche Analyse über das Kindertagesstättenverwaltungssystem (KIVAN) des Jugendamtes durchgeführt. Die erhobenen Daten wurden auf Ebene der Ortsteile nach Herkunft der Kinder und Einzugsbereich der Kindertageseinrichtungen sortiert und entsprechend kartographisch aufbereitet. Anhand dieser Karten ließen sich - unter Berücksichtigung spezifischer Profile von Kindertageseinrichtungen, stadträumlicher Strukturen und Konzentrationen von Arbeitsstätten - Schlüsse auf die Verflechtungsbeziehungen zwischen den Ortsteilen untereinander ziehen. 22

24 Methodik 3.3 Abgrenzung der Versorgungsräume Wie die Analyse der Einzugsgebiete gezeigt hat, werden bei der Wahl der Kindertageseinrichtungen oftmals Ortsteilgrenzen überschritten, was aus der Wegebeziehung mit Blick auf eine Stadt der kurzen Wege heraus u. U. unproblematisch sein kann. Begrenzt werden die Wanderungsbewegungen vielmehr durch stadt- oder naturräumliche Grenzen. Deshalb wurden in einem weiteren Schritt anhand der Kriterien Verflechtungsbeziehungen zwischen den Kindertageseinrichtungen und den Wohnorten, stadt- oder naturräumliche Barrieren (z. B. Gewässer, Auwald, sonstige Grünzüge, Bahnanlagen) und ÖPNV-Anbindung unter Nutzung der Ortsteilgrenzen 10 Versorgungsräume gebildet und fortgeschrieben. Geringfügige Änderungen der räumlichen Zuordnung werden in den entsprechenden Kapiteln beschrieben. 3.4 Definition von strategischen Ansätzen und Handlungsbedarf Auf Basis der vorangegangenen Analysen wurden strategische Ansätze und Prioritäten für Netzentwicklung und Investitionen in den Versorgungsräumen definiert. Dabei wurden auch die stadtentwicklungsplanerischen Zielstellungen und die Möglichkeiten einer Ressourcenkopplung mit der städtebaulichen Erneuerung berücksichtigt. Der Handlungsbedarf im Kindertagesstättennetz wird stadtweit für unterschiedliche Zeiträume benannt und auf Grundlage eines Szenarios auf die Versorgungsräume herunter gebrochen. Die konkreten Handlungserfordernisse, die in den Versorgungsräumen benannt werden, binden dabei auch die Erfordernisse des Stadtumbaus sowie langfristig zu berücksichtigende Chancen und Risiken in der Stadtteilentwicklung ein. Um die Umsetzbarkeit der erforderlichen Netzentwicklung abzusichern, erfolgt eine Recherche geeigneter Grundstücke für den Neubau von Kindertageseinrichtungen. 3 23

25 Methodik 3 24

26 Analyse der Versorgung 4 der Analyse gegenwärtigen Versorgung 4 25

27 Analyse der Versorgung 4 Analyse der gegenwärtigen Versorgung Ermittlung des Platzbedarfs für Kinder bis Schuleintritt in Kindertagesstätten 1 Der Bedarf an Kindertagesstättenplätzen für das Jahr 2010, der für die Analyse hinsichtlich Bedarfsdeckung in Ortsteilen und Versorgungsräumen zugrunde gelegt wurde, wurde der vom Stadtrat bestätigten Bedarfsplanung Kindertagesstätten für den Zeitraum Januar bis Dezember 2010 entnommen. Die Ermittlung des Platzbedarfs für 2010 ist nachfolgend erläutert. Bei der Ermittlung des Bedarfs wurde von dem Grundsatz ausgegangen, dass Nutzungsquoten zu einem Zeitpunkt erhoben werden, an dem ein repräsentativer Einblick in die tatsächliche und maximal zu erwartende Belegungssituation möglich ist. Für den Kinderkrippenbereich ist das der Monat Dezember, für den Kindergarten der Monat Juni und für den Hort der Monat September. Für die Berechnung der Nutzungsquoten wurden dazu die in Kindertagesstätten zu den o.g. Zeitpunkten angemeldeten Kinder in den einzelnen Jahrgängen (0<1; 1<2; 2<3;... 6<7 usw.) den nach den Daten des Einwohnermelderegisters wohnhaften Kindern am (Kinderkrippe) und (Kindergarten) gegenübergestellt. Tabelle 3: Für die Leistungsbereiche Krippenkinder in Kindertageseinrichtungen ermittelte Nutzungsquoten 2 Altersgruppe Krippenkinder in Kindertageseinrichtungen 0 < 1 2 % 1 < 2 36 % 2 < 3 53 % 1<3 Jahre gesamt 44 % 0<3 Jahre gesamt 30 % Tabelle 4: Für den Leistungsbereich Kindergarten ermittelte Nutzungsquoten Altersgruppe Kindergartenkinder in Kindertageseinrichtungen 3 < 4 85 % 4 < 5 92 % 5 < 6 95 % 6 < 7 93 % Kindergarten in Kindertageseinrichtungen gesamt 91 % Um entsprechend des ermittelten Bedarfes ausreichend Plätze zur Verfügung zu stellen, werden für die Altersgruppen der Krippen- und Kindergartenkinder die vorausgeschätzte Anzahl an Kindern der einzelnen 1 Der Gesetzgeber geht bei der Betreuung der unter Dreijährigen davon aus, dass diese sowohl in Kindertagesstätten, als auch über die Kindertagespflege realisiert werden soll, um den Bedürfnissen der Eltern nach einem gewünschten Betreuungssetting Rechnung zu tragen. Dem hat die Stadt Leipzig Rechnung getragen, indem in den letzten Jahren die Kindertagespflege systematisch aufgebaut wurde. Für das Jahr 2011 sind in Leipzig 2080 Plätze für unter Dreijährige im Bereich der Kindertagespflege geplant. Für die Vergabe dieser Plätze gilt ebenso der 24 SGB VIII Abs.3 mit den entsprechenden Vorrangregelungen für berufstätige Eltern und für förderungsbedürftige Kinder. Da jedoch diese langfristige Planung vor allem auf die Infrastrukturplanung gerichtet ist, wird der Bereich der Tegespflege an dieser Stelle nicht weiter ausgeführt. 2 Tabelle 3, Altersgruppe 1<3 Jahre gesamt: Ab August 2013 wird gemäß 24 SGB VIII für diese Altersgruppe ein Rechtsanspruch definiert. 26

28 Analyse der Versorgung Jahrgänge am Ende des Planungszeitraumes zugrunde gelegt, d. h. für den Planungszeitraum Januar bis Dezember 2010 wurden die Daten der Bevölkerungsvorausschätzung von 2009 zum als Basis verwendet. Unter Berücksichtigung der ermittelten Nutzungsquoten wird der Platzbedarf für Krippen- und Kindergartenplätze in Kindertageseinrichtungen ermittelt. Im Hinblick auf die Einführung des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz in Kindertagesstätten für Kinder ab vollendetem 1. Lebensjahr werden die ermittelten Nutzungsquoten für Kinder unter 1 Jahr und Kinder ab vollendetem 1. Lebensjahr getrennt angewendet und der Platzbedarf für beide Altersgruppen separat ermittelt. Für die Krippenplätze für die Altergruppe der 1-3 Jährigen in Kindertageseinrichtungen musste die erhobene Quote von 44 % für die Folgejahre einer Anpassung unterzogen werden. Das Nachfrageverhalten machte deutlich, dass ohne Steigerung der Quote eine Festlegung zur Nichtgewährung des Anspruchs getroffen werden müsste oder aber dem steigenden Bedarf Rechnung zu tragen ist. Entsprechend den strategischen Zielen der Stadt ist eine nachfrageorientierte Platzbereitstellung Grundlage für die Bedarfsplanung. Für das Jahr 2010 wurde deshalb bei der Berechnung des Platzbedarfs eine Nutzungsquote von 46 % verwendet. Damit ergibt sich für den Planungszeitraum Januar bis Dezember 2010 folgender Platzbedarf für Krippen- und Kindergartenkinder in Kindertageseinrichtungen: 4 Tabelle 5: Ermittelte Platzzahl für Kinder bis Schuleintritt 3 Planungszeitraum Januar bis Dezember 2010 Altersgruppe Nutzungsquote wohnhafte Kinder ermittelte Platzzahl Krippenplätze Krippenplätze in Kindertageseinrichtungen 0 < 1 Jahr 2,0 % < 3 Jahre 46,0 % < 3 Jahre gesamt Krippenplätze in Kindertageseinrichtungen gesamt Kindergartenplätze Kindergartenkinder in Kindertageseinrichtungen 91,0 % Plätze bis Schuleintritt gesamt: Für das Jahr 2011 wird bei der Berechnung des Platzbedarfs analog 2010 eine Nutzungsquote von 46 % wie 2010 verwendet und diese für die Fortschreibung der Jahre jährlich um 1 % angehoben soll damit eine Nutzungsquote für Krippenkinder in Kindertageseinrichtungen von 50 % erreicht werden, die dann für die Folgejahre bis 2025 fortgeschrieben wird. Für die Altersgruppe der Kindergartenkinder wird ab dem Jahr 2012 eine Nutzungsquote von 92 % zugrunde gelegt. Da das vorliegende Konzept zum Ziel hat, Strategien für die Verbesserung einer wohnortnahen- bzw. nachfragegerechten Versorgung zu entwickeln, wurde der Bedarf jährlich auf Ortsteilebene berechnet. 3 Tabelle 5, Spalte ermittelte Platzanzahl: Da die Bedarfsquoten jeweils zum Zeitpunkt der höchsten Belegung erhoben wurden, stellt die ermittelte Platzzahl die maximal zu erwartende Inanspruchnahme im Jahr 2010 dar. Für die Krippe und die Tagespflege wird die maximale Belegung im IV. Quartal, für den Kindergarten Ende des II. Quartals erwartet. 27

29 Analyse der Versorgung Berechnung des ortsteilspezifischen Platzbedarfs für Krippenkinder in Kindertageseinrichtungen am Beispiel der Planung für 2010: 4 Entsprechend des Anteils wohnhafter Kinder der einzelnen Ortsteile wurde die Gesamtplatzzahl für die Stadt auf die Ortsteile aufgeteilt. Am Beispiel des OT 40 Südvorstadt soll diese Berechnung gezeigt werden: o am voraussichtlich wohnhafte Kinder von 0<1 im OT 40: 389 o am voraussichtlich wohnhafte Kinder von 1<3 im OT 40: 721 o am voraussichtlich benötigte Plätze von 0<1 im OT 40: 8 o am voraussichtlich benötigte Plätze von 1<3 im OT 40: 331 o Krippenplatzbedarf für 2010 gesamt im OT 40: 339 Berechnung des ortsteilspezifischen Platzbedarfs für Kindergartenkinder: Für die Ermittlung des orteilspezifischen Bedarfs an Kindergartenplätzen wurden die ermittelten Nutzungsquoten für Kindergartenkinder auf die voraussichtlich wohnhaften Kinder in den einzelnen Ortsteilen angewendet. Am Beispiel des OT 40 Südvorstadt soll diese Berechnung gezeigt werden: Tabelle 6: Beispielhafte Darstellung der Berechnung des ortsteilspezifischen Bedarfs für den OT 40 Südvorstadt Planungszeitraum Januar bis Dezember 2010 Altersgruppe (Nutzungsquote) Bedarf für Kindergartenkinder in wohnhafte Kinder im OT Kindertageseinrichtungen (91,0 %) 3 - < 4 Jahre (85 %) < 5 Jahre (90 %) < 6 Jahre (91 %) Schuleintritt (91,5 %) Jahre Schuleintritt gesamt Unter Verwendung der für die Stadt ermittelten Nutzungsquoten werden im Jahr Plätze für Kindergartenkinder im Ortsteil 40 Südvorstadt benötigt. Ermittlung der Bedarfsdeckung in den Ortsteilen Der Begriff der Bedarfsdeckung wird als Verhältnis des ermittelten Platzbedarfs zu der in den Einrichtungen des jeweiligen Ortsteils vorhandenen Kapazität für Kinder bis Schuleintritt definiert. Dem ermittelten ortsteilspezifischen Bedarf wurden die am verfügbaren Platzkapazitäten in den Kindertageseinrichtungen der Ortsteile gegenübergestellt. Am Beispiel des OT 40 Südvorstadt soll diese Berechnung gezeigt werden: o Ermittelter Platzbedarf für OT 40 Südvorstadt im Jahr 2010: 339 KK-Plätze und 925 KG-Plätze = benötigte Plätze für Kinder bis Schuleintritt gesamt. o Verfügbare Kapazität im Ortsteil im Dezember 2010: 235 Plätze. o Daraus ergibt sich eine Bedarfsdeckung von 18,6% (235 dividiert durch 1.264). Für die Folgejahre ; 2020 und 2025 wurde der jeweils für das Jahr ermittelte ortsteilspezifische Bedarf der verfügbaren Kapazität am in den entsprechenden Jahren gegenübergestellt. 28

30 Analyse der Versorgung 4.2 Versorgungssituation auf Ortsteilebene Auf Grundlage der Bedarfsdeckung in den einzelnen Ortsteilen, die sich aus dem Verhältnis der benötigten Platzzahl im Ortsteil für das Jahr 2010 zu den vorhandenen Kapazitäten im Ortsteil zum Stand Dezember 2010 ergibt, konnte eine kleinräumige Analyse der Versorgungssituation für die gesamte Stadt vorgenommen werden (vgl. Karte 1). Die Bedarfsdeckung variiert in den jeweiligen Ortsteilen zwischen 19 % (große Kapazitätsdefizite) und 378 % (große Überkapazitäten). In den Ortsteilen Zentrum, Meusdorf, Hartmannsdorf-Knautnaundorf und Grünau-Siedlung sind keine Kindertagesstätten vorhanden, so dass die Bedarfsdeckung 0 % beträgt. Ortsteile mit Kapazitätsdefiziten Große Kapazitätsdefizite bestehen entlang der Nord-Süd-Achse von Gohlis-Mitte bis Connewitz, aber auch am westlichen Innenstadtrand in den Gründerzeitgebieten Altlindenau, Lindenau und Schleußig. In diesen Ortsteilen können teilweise deutlich weniger 50 % des Bedarfes an Kindertagesstättenplätzen im Ortsteil gedeckt werden. Besonders große Defizite bestehen in den Ortsteilen Südvorstadt, Zentrum-Nordwest und Gohlis-Mitte, in denen nur maximal ein Viertel des Bedarfes an Kindertagesstättenplätzen gedeckt werden können. Es gibt innerhalb dieser Nord-Süd-Achse auch einige wenige Ortsteile, in denen das Angebot den ortsteileigenen Bedarf übersteigt (z. B. Gohlis-Nord). Allerdings können die Überangebote dort die Defizite in den benachbarten Ortsteilen nicht kompensieren. In den Ortsteilen östlich des Stadtzentrums ist aufgrund des voranschreitenden Stadtumbaus und dem damit verbundenen Zuzug von Familien mit Kindern sowie durch steigende Geburtenzahlen der Bedarf an Kindertagesstättenplätzen deutlich gewachsen und übersteigt in einigen Ortsteilen das Angebot deutlich. Im Vergleich zum Langfristigen Entwicklungskonzept für das Kindertagesstättennetz in Leipzig 2020 sank die Bedarfsdeckung im den Ortsteilen Reudnitz-Thonberg, Anger-Crottendorf, Volkmarsdorf und Schönefeld- Abtnaundorf unter 85 %. Auch einige randstädtische Ortsteile, vorwiegend in denen sich in den letzten Jahren der Wohnungsneubau konzentrierte, weisen mit weniger als 85 % Bedarfsdeckung eine gewisse Unterversorgung mit Plätzen in Kindertagesstätten auf. Allerdings verbergen sich hier deutlich geringere absolute Zahlen als in der inneren Stadt. Zudem sind diese Kapazitätsdefizite aufgrund der eigentumsorientierten Wohnformen und den damit verbundenen geringeren Wohnungswechsel vorwiegend als temporär einzuschätzen und können meist in benachbarten Ortsteilen aufgefangen werden. Ortsteile mit Überkapazitäten Überkapazitäten weisen vor allem Ortsteile auf, die durch einen hohen Anteil an Beständen des DDR- Wohnungsbaus sowie des 1920/30er Jahre geprägt sind. Aufgrund der deutlich gesunkenen Nachfrage aus den Ortsteilen übersteigt insbesondere in Großsiedlungen (Grünau, Paunsdorf, Schönefeld-Ost, Mockau- Nord, Gohlis-Nord) das Angebot an Kindertagesstättenplätzen die Nachfrage. Im Übergangsbereich zwischen Gründerzeitquartieren und Stadtrand weisen viele Ortsteile Überkapazitäten auf, die vielerorts das Angebotdefizit der angrenzenden Ortsteile ausgleichen. Im Vergleich zum Langfristigen Entwicklungskonzept für das Kindertagesstättennetz in Leipzig 2020 gingen die Überkapazitäten allerdings zurück. Auch in einigen innerstädtischen Ortsteilen (z. B. Zentrum-Südost, -Süd, -Ost, Eutritzsch) übersteigt das Angebot die Nachfrage nach Plätzen in Kindertagesstätten. Diese Überkapazitäten sorgen einerseits in den benachbarten unterversorgten Ortsteilen für Entlastung. Andererseits verfügen die Kindertageseinrichtungen im Stadtzentrum aufgrund der Nähe zu Arbeitsplatzschwerpunkten über einen stadtweiten Einzugsbereich. 4 29

31 Analyse der Versorgung Karte 1: Bedarfsdeckung in den Ortsteilen Seehausen Lindenthal Wiederitzsch Plaußig-Portitz Lützschena-Stahmeln Mockau-Nord Thekla 4 Miltitz Schönau Wahren Möckern Plagwitz Schleußig Kleinzschocher Gohlis-Nord Böhlitz-Ehrenberg Gohlis-Süd Leutzsch Schönefeld- Zentrum- Abtnaundorf Nord Zentrum-Nordwest Zentrum- Ost 1 2 Burghausen-Rückmarsdorf Zentrum * Altlindenau Neulindenau Zentrum-West Lindenau Grünau- Nord Grünau- Ost Grünau-Mitte Gohlis-Mitte Mockau- Süd Eutritzsch Zentrum-Süd Südvorstadt Zentrum- Südost Reudnitz- Thonberg Schönefeld- Ost Anger- Crottendorf Sellerhausen- Stünz Stötteritz Mölkau Paunsdorf Heiterblick Engelsdorf Baalsdorf Althen-Kleinpösna Lausen-Grünau Grünau-Siedlung Connewitz Marienbrunn Probstheida Holzhausen Großzschocher Lößnig Dölitz-Dösen Meusdorf Knautkleeberg-Knauthain 1 = Neustadt-Neuschönefeld 2 = Volkmarsdorf Liebertwolkwitz Hartmannsdorf-Knautnaundorf 0 2 Kilometer Stadtgrenze Versorgungsraum Ortsteil Bedarfsdeckung - Plätze in Kindertagesstätten zum Bedarf an Plätzen je Ortsteil im Dezember 2010 keine Kindertagesstätte bis 50 % 51 bis 85 % 86 bis 110 % 111 bis 170 % mehr als 170 % * Die geringe Bedarfsdeckung in Volkmarsdorf resultiert aus einer temporären Kapazitätsreduktion infolge einer Sanierungsmaßnahme. Quelle: Jugendamt; Amt für Statistik und Wahlen; Stadtplanungsamt - Stadtentwicklungsplanung Leipzig

32 Analyse der Versorgung 4.3 Bildung von Versorgungsräumen Im Langfristigen Entwicklungskonzept für das Kindertagesstättennetz in Leipzig 2020 wurden aufgrund einer Analyse der Bedarfsdeckung, Auslastung und vor allem der Verflechtungen zwischen den Ortsteilen Versorgungsräume gebildet. Die wohnortnahe Versorgung mit Kindertagesstätten sollte im Sinne einer Stadt der kurzen Wege für die dort wohnhaften Kinder jeweils überwiegend innerhalb des Versorgungsraums möglich sein. Bei der Abgrenzung der Versorgungsräume wurde davon ausgegangen, dass bei der Wahl eines Kindergartens formelle Ortsteil- oder Stadtbezirksgrenzen vergleichsweise unbedeutend sind. Entscheidend ist vielmehr neben dem inhaltlichen Profil der Einrichtung vorwiegend die räumliche Nähe zwischen Kindertageseinrichtung und Wohnort bzw. Arbeitsplatz. Begrenzt werden die Wanderungsbewegungen teilweise durch stadt- oder naturräumliche Grenzen. So bilden in der Regel der Auwald oder Bahnanlagen deutliche Barrieren, die oft nicht ohne Weiteres überschritten werden. Dies gilt allenfalls, wenn gute Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln die Verbindung über die Barrieren hinweg gewährleisten. Insofern wurde bei der Abgrenzung auch die Anbindung über die öffentlichen Verkehrsmittel mit berücksichtigt. Im Ergebnis wurden zehn Versorgungsräume unterschiedlicher Größe gebildet, welche die Grundlage der weiteren Planung bildeten. Eine Überprüfung vor allem der Verflechtungen zwischen den Ortsteilen im Jahr 2010 ergab leicht veränderte Zuschnitte der Versorgungsräume (vgl. Karte 2 und 3). Der Ortsteil Stötteritz wurde dem Versorgungsraum Innerer Osten zugeordnet. Der Versorgungsraum Nordost umfasst nun auch den Ortsteil Seehausen. Der Versorgungsraum Innerer Westen wurde um Böhlitz-Ehrenberg erweitert und der Ortsteil Burghausen- Rückmarsdorf dem Versorgungsraum West zugeordnet. 4 31

33 Analyse der Versorgung Karte 2: Versorgungsräume 2010 Nordwest Nord Nordost 4 Innerer Westen Westliches Zentrum Innerer Osten West Ost / Südost Süd Südwest Übersicht über die Versorgungsräume 0 2 Kilometer Stadtgrenze Versorgungsraum Stadtplanungsamt - Stadtentwicklungsplanung Kartengrundlage: DSK 25 Stand:Februar 2009, Stadt Leipzig, Amt für Geoinformation und Bodenordnung Leipzig

34 Analyse der Versorgung Karte 3: Bedarfsdeckung in den Versorgungsräumen 2010 Nord Nordost Nordwest Innerer Westen Westliches Zentrum 4 Innerer Osten West Süd Ost / Südost Südwest Stadtgrenze Versorgungsraum Bedarfsdeckung - Plätze in Kindertagesstätten zum Bedarf an Plätzen je Versorgungsraum im Dezember Kilometer bis 90 % 91 bis 120 % mehr als 120 % Quelle: Jugendamt, Amt für Statistik und Wahlen; Stadtplanungsamt - Stadtentwicklungsplanung Leipzig

35 Analyse der Versorgung Bedarfsdeckung in den Versorgungsräumen 2010 Innerhalb der Versorgungsräume wird das fehlende Angebot in einzelnen Ortsteilen zum Teil durch hohe Kapazitäten in den benachbarten Ortsteilen ausgeglichen. Die Spreizung zwischen Unter- und Überdeckung ist dadurch nicht so stark wie auf Ortsteilebene. Die Bedarfsdeckung lag Ende des Jahres 2010 zwischen 55 % im Westlichen Zentrum und 150 % im Versorgungsraum West. Damit haben sich die Gegensätze bei der Bedarfsdeckung trotz gezielter Ausweitung des Angebots an Kindertageseinrichtungen im Vergleich zu 2005 erhöht, wo sie sich zwischen 81 % und 140 % bewegten. Ursache dafür ist die weiterhin dynamische demographische Entwicklung in vielen Ortsteilen der inneren Stadt, wo steigende Kinderzahlen zu einer höheren Nachfrage nach Plätzen in Kindertageseinrichtungen führen. Grundsätzlich lassen sich im Status Quo drei Typen von Versorgungsräumen ableiten: unterversorgt (Bedarfsdeckung unter 90 %) Mit teilweise deutlich weniger als 90 % Bedarfsdeckung sind vier der zehn Versorgungsräume unterversorgt. Dabei ist die Unterversorgung hauptsächlich in der inneren Stadt (Westliches Zentrum, Innerer Osten, Innerer Westen und Nord) festzustellen. Absolut betrachtet fehlen in den genannten Versorgungsräumen jeweils 470 bis 715 Plätze in Kindertageseinrichtungen. ausreichend versorgt (Bedarfsdeckung 90 bis 120 %) Mit einer Bedarfsdeckung zwischen 90 % und 120 % kann im Jahr 2010 der Versorgungsraum Süd als ausreichend versorgt eingestuft werden. überversorgt (Bedarfsdeckung über 120 %) Eine Überversorgung mit einer Bedarfsdeckung von mehr als 120 % ist in allen randstädtischen Versorgungsräumen zu verzeichnen. Die beiden auch nach absoluten Zahlen am stärksten überversorgten Versorgungsräume West (780 Plätze) und Nordost (510 Plätze) sind durch größere Plattenbaugebiete gekennzeichnet. Die beiden überversorgten Versorgungsräume Nordwest und Südwest weisen aufgrund ihrer geringeren Größe prozentual eine Überversorgung auf, jedoch mit geringeren absoluten Überkapazitäten. Der Versorgungsraum Ost/Südost weist mit einer Bedarfsdeckung von 122 % Überkapazitäten von etwa 370 Plätzen auf. 34

36 Bedarfsentwicklung 5 Entwicklung Perspektivische des Bedarfs 5 35

37 Bedarfsentwicklung 5 Perspektivische Entwicklung des Bedarfs 5.1 Bedarfsentwicklung in der gesamten Stadt Leipzig Angesichts der prognostizierten positiven Einwohnerentwicklung Leipzigs sowie der schrittweisen Anhebung der Nutzungsquote im Kinderkrippenbereich auf 50 % bis 2015 steigt künftig der Bedarf nach Plätzen in Kindertagesstätten. Er wird auf Grundlage der Bevölkerungsvorausschätzung 2009 für Leipzig ermittelt. Demnach steigt der Bedarf von 2010 bis 2015 um etwa Plätze auf ca Plätze. Danach ist von einem leichten Bedarfsrückgang um ca. 500 Plätze bis 2020 auszugehen, der auch bis 2025 anhält. Tabelle 7: Übersicht über die Entwicklung des Platzbedarfs für Kinder bis Schuleintritt bis Altersgruppe Krippenplätze in Kindertageseinrichtungen Kindergartenplätze in Kindertageseinrichtungen Plätze bis Schuleintritt in Kindertageseinrichtungen insgesamt Planjahr Planjahr kurzfristige Perspektive langfristige Perspektive Bedarfsentwicklung in den Versorgungsräumen Der Bedarf nach Plätzen in Kindertagesstätten in Leipzig entwickelt sich analog der räumlich differenzierten Einwohnerentwicklung in den Versorgungsräumen unterschiedlich. Bei der im Folgenden dargestellten Bedarfsentwicklung in den einzelnen Versorgungsräumen ist zu berücksichtigen, dass die kleinräumige Bevölkerungsvorausschätzung 2009 für Leipzig nur bis 2013 differenzierte Attraktivitäten und damit unterschiedliche Wanderungssalden der Ortsteile zu Grunde legt. Danach wird eine einheitliche Entwicklung im Stadtgebiet angenommen. Gleichzeitig wird über den gesamten Zeitraum die Altersstruktur der Zu- und Wegzüge zwischen den Ortsteilen nicht differenziert. Deshalb ist die Prognose ab 2015 in der stadträumlichen Differenzierung relativ unsicher und wird mit qualitativen Einschätzungen untersetzt. Nach 2020 wird die kleinräumige Prognose für das Konzept nicht verwendet. Die Bevölkerungsvorausschätzung lässt für den Zeitraum bis 2015, in dem aus oben genannten Gründen eine relativ sichere Vorhersage möglich ist, eine weitere Spreizung von Angebot und Nachfrage erwarten. In Versorgungsräumen, die derzeit durch ein Angebotsdefizit gekennzeichnet sind, wird dieses überwiegend weiter steigen. Ebenso ist zu erwarten, dass sich die Überangebote in den anderen Versorgungsräumen noch erhöhen. Nach 2015 zeigt die Prognose aus den genannten statistischen Gründen dagegen einen entgegengesetzten Entwicklungsprozess. Über- und Unterangebote würden sich demnach wieder allmählich abbauen. Mit Blick auf die Struktur des Wohnungsangebotes ist ein derartiger Rückgang des Überangebotes in den Versorgungsräumen West, Nordost, Nordwest, Ost / Südost und Südwest jedoch nur zu erwarten, wenn sich die Neubauintensität am Stadtrand (insbesondere bei Eigenheimen) gegenüber dem heutigen Niveau deutlich erhöht und/oder die Großsiedlungen einen deutlich verstärkten Zuzug junger Haushalte verzeichnen können. Demgegenüber ist in den innerstädtischen Versorgungsräumen ein höherer Bedarf als prognostiziert zu erwarten, wenn sich durch einen erfolgreichen Stadtumbau die Kinder- und Familienfreundlichkeit der innerstädtischen Wohnquartiere weiter verbessert. 36

38 Bedarfsentwicklung Tabelle 8: Entwicklung des Platzbedarfes sowie des Über- und Unterangebots an Plätzen in Kindertageseinrichtungen für unter 6-jährige Versorgungsraum Angebot Bedarf Über- bzw. Unterangebot Dez Westliches Zentrum Innerer Osten Süd Ost/Südost Innerer Westen Südwest West Nordwest Nord Nordost gesamt Abbildung 5: Entwicklung der Bedarfsdeckung in den Versorgungsräumen 2010 bis Entwicklung der Bedarfsdeckung in den Versorgungsräumen 2010 bis % 160% 140% Bedarfsdeckung 120% 100% 80% 60% 40% 20% 0% Westliches Zentrum Innerer Osten Süd Ost / Südost Innerer Westen Südwest West Nordwest Nord Nordost Im Einzelnen sind die perspektivischen Entwicklungen der Bedarfsdeckung in den Versorgungsräumen wie folgt zu beschreiben. 37

39 Bedarfsentwicklung Versorgungsraum Westliches Zentrum In dem bereits im Jahr 2010 mit einer Bedarfsdeckung von etwa 55 % stark unterversorgten Versorgungsraum Westliches Zentrum wird der Bedarf bis 2015 um mehr als 280 Plätze zunehmen. Damit steigt das Platzdefizit auf über 760 Plätze, während die Bedarfsdeckung auf unter 45 % sinkt. Es ist zu erwarten, dass der nach 2015 prognostizierte Rückgang des Bedarfes aus oben genannten Gründen schwächer ausfallen wird als dargestellt. Die Bedarfsdeckung wird im Westlichen Zentrum auch langfristig lediglich ca. 50 % betragen, wenn es nicht gelingt, Grundstücke für den Neubau von Einrichtungen zu aktivieren. Versorgungsraum Innerer Osten Im Inneren Osten wächst der Bedarf nach Kindertagesstättenplätzen laut Prognose kontinuierlich bis 2020 um etwa 760 Plätze. Da diese Ortsteile aufgrund des voranschreitenden Stadtumbaus bei gleichzeitig günstigen Wohnungsmieten attraktiv für Familien mit Kindern werden, könnte ein verstärkter Zuzug junger Haushalte diesen Bedarf noch weiter erhöhen. Bereits 2010 fehlten fast 500 Plätze im Versorgungsraum. Dieses Defizit wird aufgrund des prognostizierten steigenden Bedarfes auf etwa Plätze zunehmen. Damit würde die Bedarfsdeckung langfristig auf unter 70 % sinken. Die größten Defizite bestehen dabei in Reudnitz-Thonberg und Anger-Crottendorf. 5 Versorgungsraum Süd 2010 weist der Versorgungsraum Süd durch die Schaffung von etwa Plätzen in den letzten vier Jahren eine Bedarfsdeckung von 97 % und ein vergleichsweise geringes Defizit von knapp 100 Plätzen auf. Allerdings nimmt der Bedarf bis 2015 um mehr als Plätze zu. Damit verbunden steigt das Platzdefizit im Versorgungsraum Süd stark an und die Bedarfsdeckung sinkt auf unter 70 %. Bis 2020 wird allerdings wieder ein Rückgang des Platzbedarfes prognostiziert. Insbesondere die Ortsteile Südvorstadt und Connewitz weisen ein großes Versorgungsdefizit auf. Der Ortsteil Zentrum-Südost verfügt aktuell über Überkapazitäten. Vor dem Hintergrund der entstehenden Arbeitsplatzschwerpunkte auf dem Gelände der Alten Messe, im Bereich des Universitätsklinikums oder am neuen Technischen Rathaus ist die Schaffung weiterer neuer Kapazitäten trotzdem sinnvoll. Dies gilt umso mehr, als mit der Eröffnung der neuen Straßenverbindung (Semmelweisbrücke) zwischen der Südvorstadt und dem Zentrum-Südost weiterer Druck auf die Kindertageseinrichtungen im Zentrum-Südost entstehen wird. Defizite im vergleichsweise kleinen Ortsteil Marienbrunn können durch die räumliche Nähe gut in Lößnig, welches über deutliche Überkapazitäten verfügt, ausgeglichen werden. Versorgungsraum Ost/Südost Bis 2015 verbleibt der Bedarf nach Kindertagesstättenplätzen auf dem heutigen Niveau. Der nach 2015 prognostizierte Anstieg des Bedarfes ist nur zu erwarten, wenn die Neubautätigkeit im Versorgungsraum deutlich an Intensität zunimmt. Da dies bisher nicht absehbar ist, wird auch langfristig ein Stagnieren des Bedarfes für wahrscheinlicher gehalten. Damit würde der Versorgungsraum auch langfristig leichte Überkapazitäten an Plätzen in Kindertageseinrichtungen aufweisen. Dabei konzentrieren sich die Überkapazitäten im Versorgungsraum vor allem in Paunsdorf. Versorgungsraum Innerer Westen Der Versorgungsraum Innerer Westen wies bereits 2010 ein deutliches Defizit an Plätzen in Kindertageseinrichtungen (700 Plätze) auf, das sich aufgrund des bis 2015 prognostizierten anwachsenden Bedarfes auf über fehlende Plätze ausweiten wird. Insbesondere in Altlindenau, Lindenau und Schleußig übersteigt die Nachfrage das Angebot deutlich. Diese Diskrepanz könnte sich perspektivisch bei fortschreitender erfolgreicher Umsetzung der integrierten Stadtteilentwicklung und dem darauf folgenden Einwohnerzuwachs sogar noch vergrößern. Die bislang in Leutzsch, Kleinzschocher und Neulindenau bestehenden deutlichen Überkapazitäten sind aufgrund der leicht steigenden Nachfrage aus dem eigenen Ortsteil zurückgegangen und bieten damit keinen Ausgleich für die Defizite der benachbarten Ortsteile im Versorgungsraum. Damit wird der 38

40 Bedarfsentwicklung Bedarf im Versorgungsraum nur zu etwa 70 % gedeckt. Von einem deutlichen Anstieg der Bedarfsdeckung kann auch nach 2015 nicht ausgegangen werden. Versorgungsraum Südwest Der Bedarf nach Kindertagesstättenplätzen im Versorgungsraum Südwest bleibt laut Prognose bis 2020 auf einem Niveau. Dies ist allerdings nur zu erwarten, wenn nach 2015 die Neubautätigkeit im Versorgungsraum gegenüber dem heutigen Niveau zunimmt. Da dies bislang nicht absehbar ist, wird langfristig ein leichtes Absinken des Bedarfes für wahrscheinlich gehalten. Damit vergrößert sich das Überangebot auf etwa 150 Plätze und die Bedarfsdeckung steigt auf ca. 135 %. Innerhalb des Versorgungsraums versorgt der durch größere Überkapazitäten geprägte Ortsteil Großzschocher die durch Kapazitätsdefizite gekennzeichneten südlich benachbarten Ortsteile. Versorgungsraum West Der Bedarf im Versorgungsraum West bleibt in den folgenden Jahren auf annähernd gleichem Niveau. Damit steigen die Bedarfsdeckung auf über 150 % sowie die Überkapazitäten auf mehr als 800 Plätze. Der in der Prognose dargestellte Anstieg des Bedarfs nach 2015 wird als unwahrscheinlich eingeschätzt, da hierfür eine deutliche Zunahme der Zuzüge junger Haushalte Voraussetzung wäre. Damit weist der Versorgungsraum West auch langfristig große Überkapazitäten auf. Im Vergleich zur letzten Planung sind nur marginale kleinräumige Verschiebungen zwischen einzelnen Ortsteilen erkennbar, so weist z. B. der Ortsteil Grünau-Ost jetzt mehr Überkapazitäten in als bisher auf. Versorgungsraum Nordwest Im Versorgungsraum Nordwest steigt der Bedarf bis 2015 leicht an, was zu einer Verringerung des Überangebotes an Kindertagesstättenplätzen führen könnte. Laut Prognose setzt sich der Bedarfsanstieg auch nach 2015 fort, so dass langfristig die Bedarfsdeckung auf etwa 110 % sinkt und das Überangebot an Plätzen auf 120 Plätze abnimmt. Dieser langfristige Bedarfsanstieg wird in Hinblick auf die geplante Realisierung der Wohnbaustandorte auf den ehemaligen Kasernengeländen als wahrscheinlich betrachtet. Zudem werden die Kindertagesstätten in Möckern auch von Kindern aus dem benachbarten Versorgungsraum Nord, insbesondere den unterversorgten Ortsteilen Gohlis-Mitte und Gohlis-Süd, genutzt. 5 Versorgungsraum Nord Der Bedarf im Versorgungsraum Nord wird sich bis 2015 um etwa 120 Plätze erhöhen. Parallel dazu vergrößert sich das Defizit an Plätzen von ca. 715 im Jahr 2010 auf über 830 fehlende Plätze in Kindertageseinrichtungen. Damit sinkt die Bedarfsdeckung im Versorgungsraum Nord auf unter 70 %. Der nach 2015 prognostizierte Bedarfsrückgang wird wahrscheinlich geringer sein, daher ist zu erwarten, dass die Bedarfsdeckung auch langfristig bei etwa 75 % liegen wird. Die im Versorgungsraum vorhandenen Überkapazitäten in Gohlis-Nord und Eutritzsch können die Platzdefizite in Gohlis-Mitte, Gohlis-Süd und Zentrum-Nord nicht ausgleichen, zumal die Kindertagesstätten in Zentrum-Nord auch durch die Kinder der Arbeitsplatzpendler in Anspruch genommen werden. Versorgungsraum Nordost Bis 2015 wird sich der Bedarf nach Plätzen in Kindertageseinrichtungen im Versorgungsraum Nordost leicht erhöhen, nach 2015 wird ein stärkerer Bedarfszuwachs prognostiziert. Diese Zunahme ist jedoch stark von der Akzeptanz des Nordostraums als Wohnstandort vor dem Hintergrund der gewerblichen Entwicklung im Umfeld abhängig. Auch ein Sinken des Bedarfs wird als realistisches Entwicklungsszenario angesehen. Ausgehend von der Prognose bleibt die Bedarfsdeckung langfristig auf dem Niveau von etwa 135 %. Das Überangebot an Plätzen würde 2015 etwa 475 Plätze betragen und vor allem in den Ortsteilen Mockau-Nord und Schönefeld-Ost bestehen. Im Hinblick auf die Arbeitsplatznähe der Kindertageseinrichtungen in diesem Versorgungsraum werden diese Plätze von Kindern aus der gesamten Stadt in Anspruch genommen. 39

41 Bedarfsentwicklung Karte 4: Bedarfsdeckung in den Versorgungsräumen 2010 und Entwicklung der Über- und Unterkapazitäten je Versorgungsraum bis Nord Nordost Nordwest Innerer Westen Westliches Zentrum Innerer Osten West Süd Ost / Südost Südwest 0 2 Kilometer Stadtgrenze Versorgungsraum Bedarfsdeckung - Plätze in Kindertagesstätten zum Bedarf an Plätzen je Versorgungsraum im Dezember 2010 bis 90 % 91 bis 120 % mehr als 120 % Über- bzw. Unterkapazitäten je Versorgungsraum 2010, 2015, Quelle: Jugendamt, Amt für Statistik und Wahlen; Stadtplanungsamt - Stadtentwicklungsplanung Leipzig

42 Strategie und Handlungsbedarf 6 und Strategie Handlungsbedarf 6 41

43 Strategie und Handlungsbedarf 6 Strategie und Handlungsbedarf Strategische Ansätze vor dem Hintergrund der Bedarfsentwicklung Vor dem Hintergrund der oben skizzierten räumlich und zeitlich differenzierten Bedarfsentwicklung ist es erforderlich, die Kapazität der Leipziger Kindertagesstätten bis 2015 durch den Ausbau bestehender Einrichtungen und den Neubau von Kindertagesstätten umfassend zu erweitern. Dies soll in enger Abstimmung mit den fachübergreifenden Handlungsprioritäten des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (SEKo) erfolgen. Besondere Berücksichtigung erfahren deshalb die fachübergreifenden Schwerpunkträume (Karte C2) und die Ortsteilstrategien (Karte C1) des SEKo. Dies beinhaltet auch, dass bei der Modernisierung von Kindertagesstätten zu berücksichtigen ist, dass durch notwendige Stadtumbaumaßnahmen und den nach 2015 zu erwartenden Bedarfsrückgang mittel- und langfristig Einrichtungen in einzelnen Stadträumen vom Netz genommen werden müssen. Um den bestehenden und sich in den nächsten Jahren noch verschärfenden stadträumlichen Versorgungsunterschieden entgegen zu wirken, sind bei der Entwicklung des Kindertagesstättennetzes die folgenden strategischen Ansätze zu berücksichtigen. Dadurch soll im Sinne einer Stadt der kurzen Wege eine überwiegend wohnort- bzw. arbeitsstättennahe Versorgung gewährleistet werden. Versorgungsräume o Für alle Versorgungsräume wird langfristig eine Bedarfsdeckung von mindestens 90 % angestrebt. o Mit höchster Priorität sind die Kapazitäten in den Räumen Westliches Zentrum, Nord und Süd auszubauen, da dort die Defizite nicht durch Angebote in den benachbarten Versorgungsräumen ausgeglichen werden können und dadurch weite Wege bzw. Verdrängungsprozesse in den benachbarten Räumen bestehen. Im Versorgungsraum Süd ergibt sich diese höchste Priorität insbesondere aus dem prognostizierten hohen Bedarfsanstieg bis o Mit hoher Priorität sind die Kapazitäten in den Räumen Innerer Osten und Innerer Westen auszubauen. Dabei sind gezielt die im SEKo definierten Schwerpunkträume der Stadtentwicklung zu unterstützen. o Die Stabilisierung der vorhandenen Kapazitäten wird in den Versorgungsräumen Ost/Südost, Südwest, Nordwest und Nordost angestrebt. Dabei sollen temporäre Angebotsdefizite im Zuge von Wohnungsneubau am Stadtrand in einzelnen Ortsteilen der Räume Ost/Südost, Südwest und Nordwest durch Überangebote in benachbarten Ortsteilen ausgeglichen werden. Im Versorgungsraum Nordost werden die bestehenden Überkapazitäten durch die Nähe zu Arbeitsstätten gut ausgelastet. o Im Versorgungsraum West sollen Überkapazitäten entsprechend der Ziele des SEKo langfristig zurückgebaut werden. Ortsteile innerhalb der Versorgungsräume o Der Kapazitätsausbau soll vorrangig in Ortsteilen mit starken Angebotsdefiziten oder an gut erreichbaren Standorten benachbarter Ortsteile erfolgen. Dabei ist auch die Konzentration von Arbeitsplätzen in bestimmten Stadträumen zu berücksichtigen. In Ortsteilen mit einer hohen Bedarfsdeckung, die keine Entlastungsfunktion für unterversorgte Ortsteile übernehmen, sollen möglichst keine neuen Kindertagesstätten errichtet werden. o In Ortsteilen mit hohen Überkapazitäten (insb. Stadtumbaugürtel Grünau) müssen Modernisierungsinvestitionen vor dem Hintergrund der Bedarfsentwicklung auf ihre langfristige Nachhaltigkeit geprüft werden, um mittel- bis langfristig Möglichkeiten des Rückbaus von Einrichtungen offen zu halten. o Auf Grund der Unsicherheiten der kleinräumigen Bevölkerungsentwicklung sind für Neubauten Standorte mit guter ÖPNV-Anbindung zu präferieren. 42

44 Strategie und Handlungsbedarf 6.2 Gesamtstädtischer Handlungsbedarf Die zunehmenden Geburtenzahlen führen dazu, dass sich der Platzbedarf in Kindertagesstätten bis 2015 kontinuierlich erhöht, danach jedoch wieder leicht abnimmt. Sowohl der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz als auch die geplante Veränderung des Rechtsanspruchs auf einen Krippenplatz ab dem Jahr 2013 werden weiter zu Veränderungen der Kindertagesstätteninfrastruktur führen. Der eingeschlagene Weg des Umbaus der Kindertagesstättenlandschaft geht konform mit den Grundprämissen des SEKo und einer entsprechenden Investitionsplanung. Die nachfolgend aufgeführte Tabelle zeigt die Entwicklungen der Kapazitäten für Kinder bis Schuleintritt in den Leipziger Kindertagesstätten sowie den damit einhergehenden Ausbaubedarf. Tabelle 9: Ausbaubedarf der Kapazität für Kinder bis Schuleintritt in den Leipziger Kindertagesstätten bis Bedarf Krippe Bedarf Kindergarten Bedarf gesamt Kapazität Kapazitätsausbau gegenüber Kapazitätsausbau gegenüber Vorjahr Handlungsbedarf bis 2015 Entsprechend der Bedarfsplanung für das Jahr 2011 wird die Zahl der Krippenplätze bis 2015 auf ein Niveau von Plätzen ansteigen, die der Kindergartenplätze auf Ausgehend von den bestehenden Platzkapazitäten im Dezember 2010 bedarf es bis 2015 insgesamt der Schaffung von neuen Plätzen. Der erforderliche Platzzuwachs ist in der jährlichen Kindertagesstättenplanung zu konkretisieren. Diesem Ausbaubedarf von ca Plätzen stehen Planungen von derzeit ca Plätzen in neuen Einrichtungen bzw. aus Kapazitätserweiterungen in bestehenden Einrichtungen gegenüber. Darüber hinaus bedarf es eines effektiven Liegenschaftsmanagements, um den Prozess den Umbaus der Kindertagesstättenlandschaft aktiv zu unterstützen und insbesondere dort Flächen zur Verfügung zu stellen, wo eine wohnortnahe Betreuung von Kindern derzeit noch problematisch ist. Handlungsbedarf 2016 bis 2020 Nach 2015 zeichnet sich aus heutiger Sicht ein Bedarfsrückgang, sowohl im Kinderkrippenbereich als auch im Kindergartenbereich, ab. Laut der Prognose sinkt bis 2020 der Bedarf nach Krippenplätzen um bis zu 200 Plätze, der nach Kindergartenplätzen um mehr als 500 Plätze. Diese freiwerdenden Kapazitäten können zur Verbesserung der Versorgungssituation im Krippenbereich genutzt werden. Handlungsbedarf 2021 bis 2025 Der aufgezeigte Rückgang des Bedarfes setzt sich bis zum Jahr 2025 fort. Die freiwerdenden Kapazitäten eröffnen Handlungsmöglichkeiten einerseits zur weiteren Verbesserung der Versorgungssituation im Krippenbereich und andererseits zum Rückbau von Kapazitäten in überversorgten Stadträumen durch die Schließung sanierungsbedürftiger Einrichtungen. Der prognostizierte Handlungsbedarf stützt sich auf die Bevölkerungsvorausschätzung aus dem Jahre

45 Strategie und Handlungsbedarf Veränderungen der prognostizierten demographischen Entwicklung ziehen ggf. Korrekturen des ermittelten Platzbedarfes nach sich Handlungsbedarf in den Versorgungsräumen Angesichts der ungleichen Verteilung von Angebot und Nachfrage nach Plätzen in Kindertageseinrichtungen sowohl aktuell als auch perspektivisch ist der Handlungsbedarf in den Versorgungsräumen sehr unterschiedlich. Das folgende Szenario zeigt, wie sich der Zusatzbedarf an Plätzen stadträumlich verteilt, um in jedem Versorgungsraum eine Bedarfsdeckung von mindestens 90 % zu erreichen. Den bis 2015 benötigten Zusatzkapazitäten von etwa Plätzen stehen heute bereits Planungen (bis 2013) für etwa neue Plätze in Kindertagesstätten gegenüber. Zur Zielerreichung müssen bis 2015 neben der Realisierung dieser Planungen weitere Plätze geschaffen werden. Langfristig ergeben sich daraus für stark überversorgte Versorgungsräume (insb. Stadtumbaugürtel Grünau) Rückbauoptionen. Tabelle 10: Szenario der Kapazitäts- und Bedarfsentwicklung in den Versorgungsräumen bis 2015 Bedarf 2015 Kapazität 12/2010 Versorgungsraum Über-/Unterkapazität 2015 Bedarfsdeckung 2015 in % (auf Basis aktuell vorhandener Kapazitäten) Bedarfsdeckung 2015 in % (Ziel) notwendige Kapazitätserweiterung bis 2015 Westl. Zentrum % 90% 628 Innerer Osten % 90% 824 Süd % 90% Ost / Südost % 121% 0 Innerer Westen % 90% 811 Südwest % 134% 0 West % 140% 0 Nordwest % 116% 0 Nord % 90% 529 Nordost % 135% 0 Stadt % 100% Versorgungsraum Westliches Zentrum Kapazitätserweiterung: mindestens 630 Plätze räumliche Schwerpunkte: gesamter Versorgungsraum Projekte in Vorbereitung Neubau mit ca. 100 Plätzen in der Christianstraße 2 (Zentrum-Nordwest) 44

46 Strategie und Handlungsbedarf Versorgungsraum Innerer Osten Kapazitätserweiterung: mindestens 825 Plätze räumliche Schwerpunkte: Priorität hat die Schaffung neuer Kapazitäten in Reudnitz-Thonberg und Anger- Crottendorf Projekte in Vorbereitung: Zurückhaltung bei Investitionen ist für Sellerhausen-Stünz geboten Machbarkeitsprüfung Kindertageseinrichtung Höfe am Brühl (Zentrum) Neubau mit ca. 134 Plätzen in der Schulze-Delitzsch-Straße (Volkmarsdorf) Neubau mit ca. 120 Plätzen in der Kregelstraße (Reudnitz-Thonberg) Ersatzneubau mit Kapazitätserweiterung um ca. 60 Plätze der Kindertageseinrichtung in der Palmstraße (Reudnitz-Thonberg) Versorgungsraum Süd Kapazitätserweiterung: räumliche Schwerpunkte: Projekte in Vorbereitung: mindestens Plätze Priorität hat die Schaffung neuer Kapazitäten in dem Ortsteilen Südvorstadt, Connewitz und Zentrum-Südost Zurückhaltung bei Investitionen ist für Lößnig geboten Neubau mit ca. 120 Plätzen in der Karl-Liebknecht-Straße (Zentrum-Südost) Neubau mit ca. 170 Plätzen in der Frohburger Straße (Connewitz) Neubau mit ca. 80 Plätzen in der Prinz-Eugen-Straße (Connewitz) Erweiterung einer Kindertageseinrichtung in der G.-Freytag-Str.33a um ca. 40 Plätze Machbarkeitsprüfung einer Kindertageseinrichtung mit ca. 100 Plätzen in der Paul-Gruner-Str. 26 (Zentrum-Süd) Erweiterung in der Lößniger Str. 6 um ca. 90 Plätze (Zentrum-Süd) Neubau mit ca. 120 Plätzen über städtebaulichen Vertrag Bayrischer Bahnhof (Zentrum Südost) Neubau mit ca. 80 Plätzen in der Fichtestraße (Südvorstadt) Neubau mit ca. 50 Plätzen in der Puschstraße 9 (Zentrum-Südost) Neubau mit ca. 100 Plätzen in der Brandvorwerkstraße (Südvorstadt) 6 Versorgungsraum Ost/Südost Kapazitätserweiterung: keine Projekte in Vorbereitung: Ersatzneubau mit Kapazitätserweiterung um ca. 55 Plätze der Kindertageseinrichtung im Tiroler Weg (Probstheida) Ersatzneubau Güldengossaer Straße 6-8 mit Erweiterung um ca. 30 Plätze (Liebertwolkwitz) 45

47 Strategie und Handlungsbedarf Besonderheiten: ggf. ist nach 2020 ein Rückbau von Teilkapazitäten erforderlich Versorgungsraum Innerer Westen Kapazitätserweiterung: mindestens 810 Plätze räumliche Schwerpunkte: Priorität hat die Schaffung neuer Kapazitäten in Schleußig, Plagwitz, Lindenau und Altlindenau Zurückhaltung bei Kapazitätserweiterungen ist in Leutzsch geboten Projekte in Vorbereitung: Neubau einer Kindertageseinrichtung mit ca. 125 Plätzen in der Erich-Köhn-Str. 9/ Angerstraße (Altlindenau) Erweiterung mit ca. 20 Plätzen in der Merseburger Straße 14 (Plagwitz) Besonderheiten: Neubau mit ca. 100 Plätzen in der Josephstraße (Lindenau) zum Ausgleich des Platzdefizits in Böhlitz-Ehrenberg von 90 Plätzen wird der Neubau einer neuen Kindertagesstätte oder die Erweiterung bestehender Kindertagesstätten befürwortet; weitere Kapazitätsausweitungen sind jedoch nicht erforderlich, da mittelfristig keine neuen Wohnungsneubaustandorte entwickelt werden sollen und sich damit eine Stabilisierung der Kinderzahl mittelfristig auf dem derzeitigen Niveau erwartet wird 6 Versorgungsraum Südwest Kapazitätserweiterung: Projekte in Vorbereitung: keine Ersatzneubau mit Kapazitätserweiterung um ca. 35 Plätze der Kindertagesstätte im Holunderweg (Hartmannsdorf-Knautnaundorf) Versorgungsraum West Kapazitätserweiterung: Projekte in Vorbereitung: Besonderheiten: keine Ersatzneubau mit Kapazitätserweiterung um ca. 20 Plätze der Kindertagesstätte im Andromedaweg (Schönau) Mittel- bis langfristig wird ein Rückbau von Teilkapazitäten, insbesondere im Stadtumbaugürtel, erforderlich Versorgungsraum Nordwest Kapazitätserweiterung: keine Projekte in Vorbereitung: keine Besonderheiten: falls die in Aussicht stehenden großen Wohnungsbauvorhaben auf den ehemaligen Kasernengeländen in Möckern realisiert werden, muss eine detaillierte kleinräumige Prüfung erfolgen 46

48 Strategie und Handlungsbedarf Versorgungsraum Nord Kapazitätserweiterung: räumliche Schwerpunkte: Projekte in Vorbereitung: mindestens 530 Plätze Priorität hat die Schaffung neuer Kapazitäten in Gohlis-Süd, Gohlis-Mitte und Zentrum-Nord Ersatzneubau für 2 kommunale Kindertageseinrichtungen mit Kapazitätserweiterung um ca. 30 Plätze in der Max-Liebermann-Straße 15 (Gohlis-Nord) Neubau einer Kindertagesstätte mit 75 Plätzen in der Hoepnerstraße 17 (Gohlis- Mitte) Neubau einer Kindertageseinrichtung mit ca. 75 Plätzen in der Blumenstraße 9-11 (Gohlis-Süd) Ersatzneubau einer Kindertageseinrichtung mit Erweiterung um ca. 50 Plätze in der Mosenthinstraße (Eutritzsch) Neubau einer Kindertageseinrichtung in der F.-Seeger/Richterstraße (Gohlis-Süd) Ersatzneubau mit Verlagerung einer Kindertagesstätte aus Eutritzsch mit Erweiterung um ca. 70 Plätze am Standort Platnerstraße (Gohlis-Süd) Versorgungsraum Nordost Kapazitätserweiterung: Projekte in Vorbereitung: keine Ersatzneubau mit Kapazitätserweiterung um ca. 15 Plätze der Kindertagesstätte in der Friedrichshafner Str. 25 (Mockau-Süd) Ersatzneubau für die Kindertagesstätte in der Plaußiger Dorfstraße 15 am Standort Alte Theklaer Straße 15, damit auch Aufgabe eines sanierungsbedürftigen kommunalen Objektes Am langen Teiche 17 (Erweiterung um ca. 32 Plätze) Investitionskosten zur Schaffung einer bedarfsgerechten Versorgung an Kindertagesstättenplätzen im Zeitraum von 2011 bis 2025 Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist von einem Sanierungsbedarf in Höhe von ca. 50 Mio auszugehen. Basis hierfür ist die Vorlage Investitionsbedarf für Kindertagsstätten für den Zeitraum 2007 bis An dieser Einschätzung hat sich grundsätzlich trotz Sanierungsmaßnahmen nichts wesentlich geändert. Eine erneute Bestandsaufnahme erfolgt mit der Fortschreibung der Vorlage im Jahr Im Rahmen der doppischen Buchführung soll dann jährlich der Handlungsbedarf als Entscheidungsgrundlage für die Haushaltsplanung erhoben werden. Für die Sanierung von bestehenden Einrichtungen und für die Errichtung von Neubauten und deren Finanzierung ist es Ziel der Verwaltung, vorhandene Fördermöglichkeiten zur Entlastung des städtischen Haushaltes maximal auszuschöpfen und die Möglichkeit von Investitionen Dritter zu nutzen. Nach derzeitigem Erkenntnisstand ist für einen Neubau Kita - Platz ein Investitionsbedarf von ca (ohne Grundstückskosten) zu veranschlagen. 47

49 Strategie und Handlungsbedarf Beispielhaft wird nachfolgend der Investitionsaufwand anhand des Platzzuwachsbedarfes hochgerechnet. Entsprechend der Tabelle 8 ist von einer Kapazitätserweiterung bis 2015 von Plätzen auszugehen. Tabelle 11: Investitionsbedarf Jahr Platzzuwachs Kosten/Platz in Investitionsbedarf 2011 bis Kita-Neubauten sollten sowohl durch Eigeninvestitionen der Stadt als auch durch Investitionen von Dritten erfolgen, um den Zuwachs an Platzressourcen bedarfsgerecht zu sichern. Bei der Realisierung von Neubaumaßnahmen durch Dritte sind die baulichen Standards für den Bau städtischer Einrichtungen anzuwenden bzw. als Basis für die Refinanzierungsplanung anzusetzen. Tabelle 12: Jahreskosten bei mietvertraglicher Nutzung neuer Kindertagesstätten Monatsmiete (angenommen) pro Platz Jahresmiete pro Platz Mehrbedarf in 2015 bei geschaffenen Zuwachs von Plätzen 80,00 960, Die Investitionsförderung für die Kindertagesbetreuung im Rahmen eines Fachförder-programms wurde vom Freistaat Sachsen ab dem Doppelhaushalt 2011/2012 nicht mehr vorgesehen. Allein das Investitionsförderprogramm des Bundes für die Förderung von Investitionsvorhaben zugunsten der Betreuung Unterdreijähriger läuft noch bis einschließlich 2013 mit jeweils ca pro Jahr für die Stadt Leipzig. Weitergehende Fachförderverfahren existieren gegenwärtig nicht. Die Möglichkeit der Einordnung in jeweils aktuelle Förderprogramme (z. B. als Vorhaben der Städtebauförderung) wird im Einzelfall geprüft. Die Betriebskosten einer Kindertageseinrichtung sind die für den Betrieb erforderlichen Personal- und Sachkosten (s. 14 SächsKitaG). In Anbetracht der geringeren Betriebskosten bei freien Trägern und um einen weiteren Stellenplanaufwuchs zu vermeiden, soll der Betrieb der neuen Einrichtungen vorzugsweise durch freie Träger übernommen werden. Die Vergabe der Einrichtung erfolgt im Wettbewerb gemäß Stadtratsbeschluss zur Vorgehensweise bei der zukünftigen Vergabe von Kita-Kapazitäten in zusätzlichen Einrichtungen (RB IV- 1022/07). Der gemittelte Gemeindeanteil für die Finanzierung der Personal- und Sachkosten einer Kita in Leipzig beträgt für einen 9-Stundenkrippenplatz 629,32, einen 9-Stunden-Kinder-gartenplatz 202,80 und einen 6-Stundenhortplatz 93,71. Dieser Hochrechnung wurden die Betriebskostenbasis 2009, die tatsächlich vereinnahmbaren Elternbeitragsanteile und der derzeitige Förderbetrag von //9-Stundenplatz zugrunde gelegt. (75 mit Vorschul- zweckbindung). Auf der Grundlage der jährlichen Bedarfsplanung wird der erforderliche HH-Ansatz zur Betriebskostenfinanzierung im HH-Plan veranschlagt. 48

50 Horte 7 Horte 7 49

51 Horte 7 Horte Einleitung Horte Auf der Grundlage des Sächsischen Gesetzes zur Förderung von Kindern in Kindertageseinrichtungen (SächsKitaG vom ) sind Horte Einrichtungen für schulpflichtige Kinder in der Regel bis zur Vollendung der vierten Klasse, die auch an Grundschulen errichtet und betrieben werden können. Horteinrichtungen werden in Leipzig sowohl in kommunaler als auch in freier Trägerschaft vorgehalten. Horte begleiten, unterstützen und ergänzen gemäß 2 SächsKitaG die Bildung und Erziehung des Kindes in der Familie und bieten dem Kind vielfältige Erlebnis- und Erfahrungsmöglichkeiten über den Familienrahmen hinaus. Sie erfüllen einen alters- und entwicklungsspezifischen Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag im Rahmen einer auf die Förderung der Persönlichkeit des Kindes orientierten Gesamtkonzeption. Die 66 Horte (55 in kommunaler Trägerschaft; 11 in freier Trägerschaft) sowie weitere 12 Einrichtungen in Kindertagesstätten mit Hortangeboten halten circa Plätze vor. Die Horte werden bis auf wenige Ausnahmen an den Standorten der Grundschulen geführt, weil o die einfache Wegebeziehung den Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert, o die räumliche Nähe von Schule und Hort die geforderte Kooperation beider Institutionen befördert und o die Räume, Verkehrsflächen, sanitäre Infrastruktur sowie Außenanlagen wirtschaftlicher genutzt werden können. Die Stadt Leipzig ist größter Träger von Horteinrichtungen sowie Betreuungsangeboten an Schulen zur Lernförderung und am Förderzentrum für Erziehungshilfe in der Stadt Leipzig. Während die Kinder zum Besuch der Schule verpflichtet sind, ist die Wahl des Besuchs von Hort und Betreuungsangebot freiwillig. Die Stadt Leipzig sichert jedem Kind, dessen Eltern es wünschen, die Hortbetreuung während der gesamten Grundschulzeit zu. In Leipzig besuchen ca. 90 % der Grundschulkinder die Horteinrichtungen. Darüber hinaus führt der Schulträger an sechs Schulen zur Lernförderung sowie am Förderzentrum für Erziehungshilfe Betreuungsangebote. Diese wurden mit der Novellierung des Sächsischen Schulgesetzes im Jahr 1995 von Land Sachsen in die kommunale Trägerschaft überführt. Gemäß der Sächsischen Förderschulbetreuungsverordnung (SächsFöSchulBetr.VO) können in diesen Einrichtungen Schüler der genannten Förderschulen bis zur Klassenstufe 6 betreut werden. der Bildungs- und Erziehungsauftrag orientiert sich gemäß 2 SächsKitaG an dem der Horte. Die Zahl der in diesen Einrichtungen vorhandenen 400 Plätze blieb in den vergangenen Jahren nahezu konstant. Orientierend an der Entwicklung der Schülerzahlen an den Förderschulen zur Lernförderung und dem Förderzentrum für Erziehungshilfe ist zu erwarten, dass in den kommenden Jahren keine wesentlichen Veränderungen eintreten werden. Die räumlichen Bedingungen und Ausstattungen der Räume für Schule, Horte und Betreuungsangebote bilden wesentliche Grundlagen für die Qualitätsentwicklung des Unterrichts und der Lebensgestaltung im Hort und Betreuungsangebot. Aus diesem Grund sollen Klassenräume die Anforderungen für eine moderne Unterrichtsgestaltung erfüllen und die Räume für Hort und Betreuungsangebot sollen gestaltbar, anregungsreich, Spiel-, Lern-, Lebens- und Entwicklungsraum sein, Sicherheit bieten und Erfahrungen ermöglichen. Die Stadt Leipzig verantwortet die Sicherung der räumlich-sächlichen und materiellen Bedingungen für Schulen und Horte am gemeinsamen Standort und setzt die für den Schulträger maßgeblichen Regelungen des Schulgesetzes für die staatlichen Schulen sowie des Gesetzes über die Kindertageseinrichtungen für die kommunalen Horte und Betreuungsangebote um. Für die Horte in freier Träger obliegt diese Aufgabe dem jeweiligen Träger. Ziel ist es die Funktion und Ausstattung der vom Hort und Betreuungsangebot nachgenutzten Unterrichtsräume sukzessive so zu verbessern, dass Unterricht und Betreuung in gleichermaßen guter Qualität gesichert werden können.basierend auf der Erklärung der Staatsministerien für Soziales und für Kultus zur Kooperation von Grundschule und Hort vom sowie deren Empfehlungen zur Kooperation von Schule und Hort vom Juli 2007 sind beide Institutionen aufgefordert, Kooperationsbeziehungen aufzubauen, zu intensivieren bzw. zu qualifizieren. 50

52 Horte 7.2 Standorte der Horte und Hortplätze in Leipzig Der folgenden Karte sind die aktuellen Standorte der Horteinrichtungen zu entnehmen. Karte 5: Aktuelle Standorte der Horte in der Stadt Leipzig Kilometer Stadtgrenze Stadtbezirk Ortsteil Hortstandorte und Hortplätze in Leipzig je Ortsteil (absolut) 2010 und Entwicklung bis 2020 bis 100 über 100 bis 200 über 200 bis 300 über 300 bis 400 über Hortstandorte Quelle: Schulamt, Stadtplanungsamt, Stadtentwicklungsplanung Leipzig

53 Horte Die für die Hortplanung zu Grunde gelegten Schulbezirke sind nicht identisch mit den in dieser Planung ausgewiesenen Versorgungsräumen. Es empfiehlt sich daher, die Entwicklung des Platzbedarfs in den Horten und Betreuungsangeboten im Zusammenhang mit der in aktueller Fortschreibung befindlicher Schulnetzplanung zu betrachten. Da in der Regel Horte an Grundschulen und die Betreuungsangebote an den genannten Förderschulen gebunden sind und dies perspektivisch ein grundlegendes Planungsprinzip darstellt, ist die Entwicklung der Infrastruktur der Horte und Betreuungsangebote in Einklang mit der Schulnetzplanung zu interpretieren. Die nachfolgende Abbildung verdeutlicht, dass die Anzahl der zu betreuenden Kinder im Grundschulalter, welche einen Hort besuchen, in den letzten Jahren stetig gestiegen ist. Im Vergleich zum Jahr 2003 erhöhte sich die Anzahl der einen Hortplatz in Anspruch nehmenden Kinder von auf , ein plus von Plätzen. Abbildung 6: Entwicklung der Anzahl betreuter Hortkinder seit 2003 (jeweils Oktober) Entwicklung der Anzahl der Hortkinder Anzahl der Kinder Jahr Der erhöhte Platzbedarf für die Horte muss durch die Entwicklung integrierter Raumkonzepte durch Schule und Hort an den Schulstandorten gewährleistet werden. 52

54 Horte 7.3 Perspektivische Entwicklung Die Tendenz steigender Schülerzahlen im Grundschulbereich und gleichzeitig ein Anwachsen der einen Hortplatz in Anspruch nehmenden Kinder setzt sich auf Grund der positiven Geburtenentwicklung in Leipzig in den nächsten Jahren weiter fort (vgl. Abb.7). Abbildung 7: Prognose der benötigten Hortplätze bis 2025 Plätze Prognose der benötigten Hortplätze bis Jahr Bis zum Jahr 2019 steigt die Anzahl der Hortkinder im Vergleich zu 2010 um cirka Kinder stetig an. Ab dem Jahr 2020 bis zum Jahr 2025 weist die Prognose wiederum eine leicht rückläufige Tendenz auf. Es ist davon auszugehen, dass an einzelnen Standorten der Bedarf an Hortplätzen auch bei allgemein rückläufiger Tendenz weiter steigen wird. Insbesondere im Süden, Südosten und Westen der inneren Stadt wird es zu einer erhöhten Nachfrage und einer damit verbundenen erhöhten Auslastung kommen. Dies begründet sich in der unterschiedlichen Bevölkerungsentwicklung. Im Besonderen erhöht sich die Nachfrage dort, wo das vorhandene Wohnungsangebot und die Infrastruktur vorwiegend von Familien mit Kindern gewählt wird. 7 Den Planungsgrundsatz, dass für jedes Grundschulkind auch einen Hortplatz vorgehalten werden soll, sichert die Stadt Leipzig auch bei weiter steigenden Kinderzahlen. Da an einigen Hortstandorten der Bedarf höher sein wird als die Aufnahmekapazität, sind Steuerungsmaßnahmen unabdingbar. So werden die Stadt Leipzig sowie die freien Träger - als eigenständiger Träger von Horteinrichtungen - durch Gestaltung und Ausstattung der Schulgebäude und Außenbereiche für die erforderlichen Rahmenbedingungen sorgen, die eine gelingende Bildungs- und Erziehungsarbeit der kooperierenden Institutionen Schule und Hort ermöglichen. 53

55 Horte Abbildung 8: Gegenüberstellung verfügbare Hortkapazität und Platzbedarf bis Gegenw ärtig verfügbare Hortkapazität und benötigte Plätze bis benötigte Hortplätze gegenw ärtig verfügbare Kapazität In den Jahren 2010 bis 2014 ist ein Zuwachs von ca Hortkindern zu erwarten, bis zum Jahr 2019 werden voraussichtlich weitere ca Hortplätze benötigt. Es ist zu erwarten, dass der zusätzliche Bedarf an Hortplätzen nicht an allen Hortstandorten gleichmäßig anfällt, sondern territorial unterschiedlich stark ausgeprägt sein wird Strategie und Handlungsbedarf Um der Steuerung der Prozesse im Hortbereich zu entsprechen und der Verknappung der Kapazitäten entgegenzuwirken, werden sowohl der kommunale Träger als auch die freien Träger von Horteinrichtungen folgende Maßnahmen einleiten, um an den Schulstandorten eine 100 %-ige Bedarfsdeckung zu gewährleisten: 1. Maßnahmen der Schulentwicklungsplanung o Bei Möglichkeit, Veränderungen der Schulbezirke zur Entlastung konkreter Standorte o Maximale Auslastung der Schulgebäude und Räume durch Schule und Hort bzw. Betreuungseinrichtung (Zielstellung max. 50 % eigene Hort-räume) 2. Umsetzung baulich-investiver Maßnahmen: Gemäß Prioritätenliste zu baulich-investiven Maßnahmen im Hortbereich sind für die nachfolgenden Standorte folgende Maßnahmen in Planung o Lessingschule (Schulneubau im Waldstraßenviertel) o P.-Neruda-Schule (Schulneubau) o E.-Kästner-Schule (Schulneubau) o 3. Schule (Schulneubau) 54

56 Horte Im Bereich der baulich-investiven Maßnahmen muss hinsichtlich der strategischen Ausrichtung und entsprechender Maßnahmen auf die Fortschreibung der Schulnetzplanung im Jahr 2011 verwiesen werden. Bedingt durch die wachsenden Schülerzahlen in den Grundschulen steigt auch der Platzbedarf für Schule und Hort. Aufgrund der im Stadtgebiet unterschiedlichen Voraussetzungen hinsichtlich der Auslastung der Schulgebäude stehen einige Grundschulen und Horte vor der Herausforderung, den Anforderungen von Lehrund Bildungsplan unter eingeschränkten räumlichen Bedingungen Rechnung zu tragen. Hinzu kommt, dass Lehrpläne und Sächsischer Bildungsplan stärker als bisher auf eigenständigen Wissenserwerb orientieren. Eigenes aktives und kleingruppenorientiertes Arbeiten sowie die selbständige Nutzung neuer Medien stellen definierte Anforderungen an die räumlichen Bedingungen. Hinsichtlich der Ausstattung sind die dafür erforderliche Materialien und Geräte unterzubringen. Neue Aufgaben, wie beispielsweise Bewegungsförderung und Entspannung müssen in die vorhandene Raumsituation integriert werden. Zusätzlich verändert die Förderrichtlinie zum Ausbau von Ganztagsangeboten an Schulen (FRL) die Ansprüche an das Raumkonzept einer Schule: Durch Rhythmisierung, als Kernelement von Ganztagskonzepten, sind die Übergänge zwischen Unterricht, Projekten und außerunterrichtlichen Aktivitäten fließend geworden. Ganztagsangebote zur individuellen Förderung und Angebote externer Partner erfordern eine intensive Nutzung aller Flächen und Räume. Deshalb müssen in den kommenden Jahren an vielen Grundschulstandorten Umorien-tierungen in den Raumkonzeptionen, der Ausstattung, der Nutzung und Zuordnung von Räumen stattfinden. Auf Grundlage der prognostizierten Anmeldezahlen in Grundschulen und den daraus resultierenden Raumengpässen ergeben sich im Schwerpunkt folgender bedarfssichernde Handlungsfelder: o bei kapazitätsüberschreitenden Anmeldezahlen soll standortkonkret gemeinsam mit Schul- und Hortleitung ein integriertes Raum- und Flächennutzungskonzept entwickelt werden, o das erarbeitete Raum- und Flächennutzungskonzept soll dem Bildungs- und Erziehungsauftrag der Grundschule und des Hortes Rechnung tragen und die kooperative Arbeit beider Einrichtungen im Rahmen der Ganztagsangebote ermöglichen, o bestehende Flächendefizite sind in einem ausgewogenen Kompromiss für beide Einrichtungen auszugleichen und o das Prinzip der unmittelbaren räumlichen Nähe von Schule und Hort soll umgesetzt werden. 7 55

57 Horte 7 56

58 Heilpädagogische Kindertageseinrichtungen 8 Heilpädagogische Kindertageseinrichtungen 8 57

59 Heilpädagogische Kindertageseinrichtungen 8 Heilpädagogische Kindertageseinrichtungen 8.1 Einleitung Heilpädagogische Angebote in Kindertagesstätten und Horten sind Leistungen der Eingliederungshilfe für behinderte Kinder und Jugendliche gemäß 54 SGB XII. Sie stehen Kindern und Jugendlichen zur Verfügung, die auf Grund ihrer Behinderung eine intensivere Betreuung und/oder geschütztere Umfeldbedingungen benötigen. Mit der Novellierung des Sächsischen Schulgesetzes im Jahr 1995 wurden die heilpädagogischen Gruppen in Kindertagesstätten und die außerschulischen Betreuungsbereiche an Förderschulen in kommunale Trägerschaft übertragen. In Leipzig waren davon Einrichtungen an der Förderschule für Blinde und Sehschwache Wladimir Filatow, der Förderschule für Sprachgestörte Käthe Kollwitz und der Förderschule für Körperbehinderte Albert Schweitzer betroffen. Als Besonderheit im Freistaat Sachsen wechselten die heilpädagogischen Einrichtungen (heilpädagogische Kindertagesstätte und Hort sowie das Internat) an den Förderschulen für Hörgeschädigte in Landesträgerschaft. Davon betroffen waren auch die Einrichtungen an der Förderschule für Hörgeschädigte Samuel Heinicke in Leipzig. In Leipzig wurden im Jahr 2001 alle städtischen stationären und teilstationären Behinderteneinrichtungen für behinderte Menschen im Städtischen Eigenbetrieb Behindertenhilfe (SEB) zusammengefasst. Insgesamt 3 Heime, 2 heilpädagogische Kindertagesstätten und 2 heilpädagogische Horte wurden in den städtischen Eigenbetrieb integriert. Tabelle 13: Übersicht über Veränderungen in der Zuständigkeit zwischen örtlichem und überörtlichem Sozialhilfeträger ab in Bereichen der Leistungen an Kinder und Jugendliche Leistung Zuständigkeit bis Zuständigkeit ab ambulante Frühförderung Stadt Leipzig Stadt Leipzig integrative Kindertagesstätte (Integrationsgruppen) LWV Stadt Leipzig 8 heilpädagogische Leistungen für Vorschulkinder (Kostensatz für heilpädagogische Gruppenintegration in einer Kindertagesstätte) stationäre Heimbetreuung für Kinder- u. Jugendliche bis 18 Jahre LWV LWV Stadt Leipzig Stadt Leipzig ambulante Leistungen für Schüler Stadt Leipzig Stadt Leipzig integrative Hortbetreuung (Integrationsgruppen) LWV Stadt Leipzig heilpädagogische Leistungen für Schüler (Kostensatz für heilpädagogische Gruppenintegration in einem Hort) LWV Stadt Leipzig In der Sozialhilfe existieren zwei Zuständigkeitsebenen die örtliche Ebene mit der Zuordnung nach tatsächlichem bzw. gewöhnlichem Aufenthalt und die überörtliche Ebene mit der Zuordnung nach Leistungstypen. Mit der Einführung des SGB XII und der nachfolgenden Kommunalisierung überörtlicher Aufgaben zum änderte sich die Zuordnung nach Leistungstypen wesentlich (Tab. 11). Im sächsischen Ausführungsgesetz zum SGB XII wurde neu geregelt, dass alle Leistungen für Personen im Alter von

60 Heilpädagogische Kindertageseinrichtungen Jahren und über 65 Jahren an die örtlichen Sozialhilfeträger übergeben werden. Damit wurden folgende Ziele verfolgt: o o o Aufbau wohnortnaher Verwaltungsstrukturen Vermeidung von Doppelzuständigkeiten in der Sozialhilfe und Übertragung der Planungs- und Finanzhoheit an die örtliche Trägerschaft. Somit liegt seit diesem Zeitpunkt die Prüfung und Bewilligung von Leistungsansprüchen, die fachliche Kontrolle der Realisierung der Leistung und die Planung der städtischen Bedarfslage für alle Leistungen der Eingliederungshilfe für behinderte Kinder und Jugendliche im Alter bis 18 Jahre in Verantwortung des Sozialamtes der Stadt Leipzig. 8.2 Standorte heilpädagogischer Einrichtungen in Leipzig Heilpädagogische Horte und Kindertagesstätten sind teilstationäre Einrichtungen der Behindertenhilfe. In diesen Einrichtungen werden körperbehinderte, sehbehinderte, sprachbehinderte und hörbehinderte Kinder im Vorschulalter (Kindertagesstätte) bzw. in der 1. bis 6. Klasse einer Förderschule (Hort) betreut. Die Kinder und Jugendlichen erhalten Eingliederungshilfe gem. 53 ff. SGB XII. Heilpädagogische Horte Traditionell waren die Standorte der Behindertenhilfe eng mit den Orten der Förderschulen verbunden. Tabelle 14: Standort und Kapazität (Stand ) der heilpäd. Horte in Leipzig Träger Personenkreis Adresse Kapazität (1) Humanitas ggmbh (2) Städtischer Eigenbetrieb Behindertenhilfe (3) Städtischer Eigenbetrieb Behindertenhilfe (4) Städtischer Eigenbetrieb Behindertenhilfe (5) Freistaat Sachsen, Kultusministerium körperbehindert, mehrfachbehindert sprachbehindert sprachbehindert sehbehindert hörbehindert, gehörlos Leipzig, An der Märchenwiese Leipzig, Martinstraße Leipzig, Uhlandtstraße Leipzig, Am Kirschberg Leipzig, Karl Siegismund-Straße 2 Summe Für die heilpädagogischen Hortbereiche sind diese Grundstrukturen bis heute erhalten. Der Leistungstyp Heilpädagogischer Hort 4 fordert eine fachliche Weiterführung der speziellen Betreuung und Förderung der behinderten Schüler in den Freizeitbereichen. Dabei ist die Zielstellung auf die Erfüllung und Erreichung der Schulzielstellung zu orientieren und parallel dazu sollen die Schüler auf ein möglichst selbständiges Leben in der Gemeinschaft vorbereitet werden. 4 Leistungstyp (Ganztags-)Betreuung für a) körperbehinderte Kinder/Jugendliche; b) sehbehinderte/blinde Kinder/Jugendliche; c) hörbehinderte/gehörlose Kinder/Jugendliche und d) sprachbehinderte Kinder/Jugendliche, Stand vom

61 Heilpädagogische Kindertageseinrichtungen Schulpädagogische und freizeitpädagogische Inhalte sind einzelfallbezogen optimal zu koordinieren. Notwendige regelmäßige Abstimmungen zwischen Lehrern, Erziehern und Therapeuten sowie kurze Wege zwischen den Einrichtungen erfordern räumliche Nähe zur Förderschule. Die aktuellen Standorte einschließlich der bestätigten Kapazitäten sind der Tabelle 13 zu entnehmen. Heilpädagogische Kindertagesstätten Behinderte Kinder haben ein Recht auf Spielen und Lernen mit nicht behinderten Kindern in unmittelbarer Nähe ihrer Wohnung. Sie haben auch ein Recht auf eine gezielte fachliche Betreuung durch speziell ausgebildetes Personal. Diese besonderen Anforderungen sind nur in Einrichtungen realisierbar, die alle Betreuungsangebote für Kinder mit unterschiedlichen Entwicklungspotentialen vorhalten (Regelbereich, Integrationsplätze und heilpädagogische Plätze). Sie sind ausgewogen über das gesamte Stadtgebiet entsprechend der örtlichen Bedarfslage zu planen. Tabelle 15: Standort und aktuelle Kapazität der heilpäd. Kindertagesstätten in Leipzig 8 Träger Personenkreis Adresse Kapazität (1) Humanitas ggmbh (2) Humanitas ggmbh (3) Humanitas ggmbh (4) Interessenvertretung für Behinderte e. V. (5) Städtischer Eigenbetrieb Behindertenhilfe (6) Städtischer Eigenbetrieb Behindertenhilfe (7) Freistaat Sachsen, Kultusministerium körperbehindert, mehrfachbehindert körperbehindert, mehrfachbehindert körperbehindert, mehrfachbehindert mehrfachbehindert sprachbehindert sehbehindert hörbehindert, gehörlos Leipzig, An der Märchenwiese Leipzig, Südblick Leipzig, Prager Straße Leipzig, Schönauer Ring 23a Leipzig, Friedrich Dittes -Straße 9, Martinstraße Leipzig, Am Kirschberg Leipzig, Karl Siegismund-Straße 2 Summe

62 Heilpädagogische Kindertageseinrichtungen Karte 6: Standorte heilpädagogischer Einrichtungen in der Stadt Leipzig! (! (! ( < (! < (! < (! < (!! ( 8 Stadtgrenze Ortsteil 0 2 Kilometer Standorte heilpädagogischer Einrichtungen 2009 (! Hort < (! Hort / Kindertagesstätte (! Kindertagesstätte Quelle: Sozialamt, Amt für Statistik und Wahlen; Stadtplanungsamt - Stadtentwicklungsplanung Kartengrundlage: DSK 25, Quelle: Amt für Geoinformation und Bodenordnung Leipzig

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