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1 IT-Nachrichten für die Berliner Verwaltng Nr. 4/ Jahrgang E - G o v e r n m e n t IN DIESER AUSGABE: Schwerpnkt E-Government Online s Infos s CD-ROM s Projekte & Verfahren s Tipps & Tricks s Literatr... 4/00 1 7

2 Wo lafen sie denn,...? Regieren besteht im Festsetzen von Prioritäten. Sir Harold Wilson die Daten? Den Slogan Die Daten sollen lafen, nicht die Bürger kennen wir doch schon, seit es vernetzte PCs in der Verwaltng gibt, also schon über zehn Jahre. Bisher sehe ich aber nr die Bürger lafen nd schen nd warten nd meckern über mangelhaften Service der Verwaltng. Wird das Kanzlerwort den Daten nn endlich Beine machen? Sind die neen e-konzepte - e-commerce, e-government sw. - nn endlich der Drchbrch? Oder ist es neer Wein in alten Schlächen? Schaen wir ns die Daten mal kritisch as dieser Perspektive an, haben sie schon lafen gelernt? Sie lafen elektronisch in die Bürgerämter, zwischen Behörden nd einzelnen Sachbearbeitern hin nd her. Da hocken sie dann aber (af einer Datenbank?) nd warten, bis der Vorgang mit allen Papieren af dem herkömmlichen, beschwerlichen Dienstweg ach angekommen ist. Aber dann wird vollelektronisch gearbeitet, d.h. mit der Textverarbeitng ein neer Papiervorgang erzegt, der af dem herkömmlichen, beschwerlichen Dienstweg... sw. sw. Die Daten können also schon elektronisch flitzen, nr die Vorgänge leider noch nicht: Aber as dem geschützten Behördenmfeld traten sich die Daten bisher nr selten af elektronischen Wegen hinas in die große weite Welt des Internet. Sie wssten nicht, wohin nd hatten Angst vor Maniplation. Und das hat sich jetzt entscheidend geändert: 18,3 Mio Detsche ntzen das Internet (ARD/ZDF: September 000) 1. Bald werden PCs so häfig sein wie Fernseher (oder gar mit ihnen verschmelzen), da können die Daten endlich elektronisch direkt z allen Bürgern lafen - nd ach wieder zrück.. Die Weichen für die elektronische Unterschrift sind nn endlich gestellt. Die Ntzer nd die Systementwickler können sich endlich af einen Standard einstellen. Man kann also davon asgehen, dass die elektronische Kommnikation nn ach in der öffentlichen Verwaltng den entscheidenden Aftrieb bekommen wird. Diese Trendwelle hat nser Kanzler fein erkannt nd srft nn medienwirksam mit. Wie sieht es as mit e- Government in der Metropole Berlin? siehe Artikel ab Seite 1 Wir wollen nicht af die nächste Sperwelle warten, sondern Ihnen in nserem Schwerpnktthema zeigen, woher zkünftig der IT-Wind weht nd mit welchen Wellen z rechnen ist. Mast- nd Schotbrch, würden die Segler sagen. Wir sagen Ihnen erst einmal toi-toi-toi für ein e-rfolgreiches Jahr 001nd wünschen Ihnen ein schönes Weihnachtsfest. Im Namen der SPLITTER-Redaktion. Ihr Rainer Hensel 4/00

3 1995 In dieser Asgabe: Editorial Wo lafen sie denn,... Schwerpnktthema Speyerer Definition von Electronic Government 4 Electronic Government als Schlüssel 7 Kommnen in der Informationsgesellschaft 1O Bnd online OO5 11 Nee Online-Angebote des Statistischen Bndesamtes 1 Starkes Interesse am Virtellen Rathas 13 Noch ein langer Weg bis zm virtellen Rathas 13 Online-Anträge mit digitaler Signatr 14 Infrastrktr für E-Government 14 Dokmenten-Management 15 Die Rolle der öffentlichen Hand im virtellen Markt 17 Detsche Städte im Netz 19 E-government - Verwaltng online 1 Parlament & Senat Datennetzsicherheit in der Berliner Verwaltng 5 Open Sorce Software in der Verwaltng 5 Softwaredschngel 8 1OOO Hände zeichnen während Sie schlafen. 45 Grndsteinlegng für den Neba des Informations- nd Kommnikationszentrms Adlershof (IKA) 46 Über 65O Standorte im Behördennetz mit Internettechnologie 47 Online LExIKON ermöglicht Qantensprng bei der Internetsche 47 Müller: Internet entwickelt sich hervorragend 48 Das hatte der (Cyber-) Welt noch gefehlt berlin.de mit Bescherrekord 49 Anonymität im Internet ist kein Grndrecht 5O Netiqette - die Anstandsregeln im Internet 5O ARD/ZDF-Online Stdie OOO 51 Unerwünschte s: Zeit-Killer im Büro 5 Sicherheit bei Srfen nd ist möglich 5 Zweiter MMXI Mlti-Contry Report 53 Tresor online 54 Tipps & Tricks Unbefgter Ztritt verboten CD-Brenner im CHIP-Test: alle Geräte überzegen 56 Preiswerte Tintenfarbdrcker nter Linx 56 Digitale Unterschriften nd Verschlüsselng 57 Veranstaltngen Verwaltng Abschlßbericht Projekt ITIS (IT-Insorcing) 9 Verwaltngsvorschriften für die Organisation des IT-Einsatzes in der Berliner Verwaltng 31 Berichte & Infos Namen nd Vornamen von Mitarbeitern geheimhalten? 3 Berlins IT-Branche weiter af Wachstmskrs 36 CeBIT OO1 - Erste Highlights 37 Schritte af dem Weg in die Informationsgesellschaft 38 Das KGSt-Programm Kommnen für die Zknft stärken 41 Windows OOO 4 MP3-Entwickler erhielten den Zknftspreis 4 Schlechter Online-Service hemmt Umsatzwachstm im E-Commerce 43 ix-leseranalyse OOO 44 Vorsicht: Datenkla 44 CallCenterWorld OO1 58 Kolloqim Digitale Mobilkommnikation 59 Behörden Online 59 Literatr Regieren nd Verwalten im Informationszeitalter 6O Schritt für Schritt zm Spezialisten für Word OOO 6O CHIP-Special Linx 61 Vom Ende der Anonymität 61 CD-ROM Telefonbch für Detschland 61 GelbeSeiten Map&Rote für Detschland Herbst OOO 63 Dies & Das Jahresinhaltsverzeichnis 65 Impressm 68 4/00 3 7

4 Speyerer Definition von Electronic Government Ergebnisse des Forschngsprojektes Regieren nd Verwalten im Informationszeitalter Mit Electronic Government eröffnet sich ein bisher nbekanntes Potenzial für Dienstleistngsorientierng, Bürgerbeteiligng, Prodktivität nd Wirtschaftlichkeit im öffentlichen Sektor. Übereinstimmend damit gewinnt der Begriff Electronic Government znehmend an Bedetng. Allerdings stoßen wir täglich af nterschiedliche Interpretationen nd ach af Missverständnisse. Um die immer wieder aftretenden Ungenaigkeiten nd Zweidetigkeiten mit Blick af Umfang nd Inhalt dieses Termins z überwinden, möchten wir mit einer Speyerer Definition von Electronic Government eine mfassende Begriffsbestimmng vorschlagen. I. Unter Electronic Government verstehen wir die Abwicklng geschäftlicher Prozesse im Zsammenhang mit Regieren nd Verwalten (Government) mit Hilfe von Informations- nd Kommnikationstechniken über elektronische Medien. Af Grnd der technischen Entwicklng nehmen wir an, dass diese Prozesse künftig sogar vollständig elektronisch drchgeführt werden können. Diese Definition mfasst sowohl die lokale oder kommnale Ebene, die regionale oder Landesebene, die nationale oder Bndesebene sowie die spranationale nd globale Ebene. Eingeschlossen ist somit der gesamte öffentliche Sektor, bestehend as Legislative, Exektive nd Jrisdiktion sowie öffentlichen Unternehmen. Bei Electronic Government geht es sowohl m Prozesse innerhalb des öffentlichen Sektors (GG), als ach m jene zwischen diesem nd der Bevölkerng (CG nd GC), der Wirtschaft (BG nd GB) nd den Non-Profit nd Non- Government Organisationen des Dritten Sektors (NG nd GN). Dieses Beziehngsgeflecht lässt sich mit Abbildng 1 gt darstellen, in der sich Electronic Government besonders hervorhebt. Abbildng 1: Electronic Government in einem XY -Beziehngsgeflecht Electronic Government mschließt somit sieben der sechzehn möglichen Matrixfelder in einem XY-Beziehngsgeflecht, deren wichtigsten Vertreter für Investitionstätigkeiten gegenwärtig die Felder BB (Bsiness-to-Bsiness) nd BC (Bsiness-to-Consmer) sind. Dennoch werden insbesondere mit Blick af die Entwicklngsmöglichkeiten des Electronic Government die Felder GG (Government-to-Government), CG (Citizen/ Commnity/Consmer- to-government), GC (Government-to-Citizen/Commnity/ Consmer), BG (Bsiness- to-government), GB (Government-to-Bsiness), NG (NPO/NGO-to-Government) nd GN (Government-to-NPO/NGO) künftig eine viel größere Attraktivität für Investoren as Wirtschaft, Verwaltng nd Drittem Sektor gewinnen. Electronic Government ntzt elektronische Medien wie TCP/IP-Netzwerke (Internet, Intranet oder Extranet), andere elektronische Datennetze (z denken wäre an Online-Dienste, Mehrwertdienste oder interaktive Fernsehdienste), Sprachtelekommnikationsnetze (über Call Center oder Interactive-Voice-Response-Systeme) oder elektronische Offline-Lösngen (Disketten, CD-ROM oder DVD). Noch beschränkt sich E-Government in der Regel af den kombinierten Einsatz von World Wide Web (WWW) mit elektronischer Post ( ), elektronischem Datenastasch (EDI) nd daraf abgestimmten Datenbanksystemen. II. Hinter Electronic Government steckt aber viel mehr als einfache EDV-Programme für die öffentliche Verwaltng. Dies lässt sich an den Anwendngsfeldern (Abbildng ) afzeigen, die sich über die verschiedenen Interaktionsstfen (Information, Kommnikation nd Transaktion) verteilen. 1 è Abbildng : Anwendngsfelder von Electronic Government 4/00 4

5 ç (1) Electronic Government mschließt Informationsdienste (E-Information). Daz zählen Bürgerinformationssysteme für die Bevölkerng, Toristinformationssysteme zr Förderng des Fremdenverkehrs, Wirtschaftsinformationssysteme im Rahmen der Wirtschaftsförderng, Gremieninformationssysteme zr Unterstützng von Versammlngen nd Asschüssen, Fachinformationssysteme in der Verwaltng nd sonstige Wissensdatenbanken. Diese Systeme entwickeln sich znehmend von statischen Informationssammlngen hin z dynamischen nd interaktiven Datenbanken. () Viele Informationsdienste werden m Kommnikationslösngen (E- Commnication) mit Dialog- nd Partizipationsmöglichkeiten ergänzt. Sie reichen von einfachen Lösngen wie Internet Relay Chat (IRC), , webbasierte Diskssionsforen nd Chatrooms bis hin z komplexen Anwendngen af Adio- nd Videobasis, etwa Interactive-Voice-Response- Systeme oder Videokonferenzsysteme für Telepräsenz nd Telekooperation. (3) Electronic Government beinhaltet darüber hinas Formlarlösngen (E- Forms). Hierz gehören alle Formen von elektronischen Formlaren, angefangen von af Papier aszdrckenden, handschriftlich aszfüllenden nd mit der Post zrückzsendenden HTML- oder PDF-Dateien, aber ach intelligente Offline-Lösngen, die nach Abschlss der Dateneingabe die Formlardaten per oder EDI weiterleiten, bis hin z Online-Formlaren, die direkt asgefüllt, nmittelbar af Vollständigkeit nd Plasibilität überprüft nd sofort per Masklick an den Empfänger versandt werden. Formlarlösngen sind der erste Schritt z Online-Transaktionsdiensten (E- Transactions), einer weiteren tragenden Säle von Electronic Government. Neben der elektronischen Annahme zählen hierz insbesondere ach die elektronische Bearbeitng eines Antrages oder Aftrages mit Hilfe von modernen elektronischen Akten-, Workflow- nd Gropware-Lösngen sowie Entscheidngsnterstützngssystemen. Mit solchen Systemen können Aktenverfolgngsverfahren (Trace-and-Track) eingerichtet werden. Selbstverständlich gehören in diesen Zsammenhang ach Electronic Commerce-Lösngen für die öffentliche Verwaltng (E-Commerce). Z diesen Anwendngsfeldern sind alle Formen von elektronischen Marktplätzen für die öffentliche Verwaltng z zählen, die in elektronische Ladensysteme, Aktionssysteme, Asschreibngssysteme nd Börsensysteme z nterteilen wären. Ergänzend müssen die verschiedenen elektronischen Zahlngssysteme genannt werden, die eine elektronische Bezahlng von Verwaltngsdienstleistngen oder die Aszahlng finanzieller Leistngen ermöglichen. Der Transaktionsbereich von Electronic Government mschließt zdem den Vertrieb von Bescheiden, Dienstleistngen nd Prodkten öffentlicher Dienststellen (E-Service). Diese Grppe mfasst elektronische Verwaltngsbescheide, Zlassngen, Lizenzen nd Genehmigngen, aber ach elektronische Verwaltngsdienstleistngen (Electronic Service Delivery), den elektronischen Vertrieb von Prodkten (Electronic Prodct Delivery) nd Ansätze zm elektronischen Gesetzesvollzg, soweit dies technisch möglich nd rechtlich zlässig ist. III. Über alle diese Anwendngsgebiete verteilt finden sich elektronische Abbildngen von herkömmlichen vorgangsbearbeitenden Geschäftsprozessen (E-Workflow), die verwaltngsintern nd -übergreifend angelegt nd miteinander verknüpft sein sollten. Die Abwicklng dieser Prozesse wird drch Systeme zm Dokmentenmanagement, zr Registrierng nd Archivierng, zr Bearbeitng in Grppen nd zr Ablafgestaltng nterstützt. Doch gerade hier finden sich mit nicht afeinander abgestimmten Schnittstellen zwischen den verschiedenen Prozessen nd mit immer wieder aftretenden Medienbrüchen nicht nr die größten Potentiale, sondern ach die größten Hindernisse einer mfassend angelegten Umsetzng von Electronic Government. Über alle Interaktionsstfen verteilt finden sich elektronische è Homepage des Forschngsinstittes: 4/00 5 7

6 ç Abbildngen von demokratischen Prozessen (E-Democracy). In diesem Zsammenhang ist der Einsatz moderner Informations- nd Kommnikationstechnologien für Bürgerinitiativen, Parteien, Politiker, Wahlkämpfe bis hin zr Drchführng von Wahlen nd Volksabstimmngen, die aber nr den förmlichen Abschlss der Meinngsbildng darstellen, z nennen. Die Förderng neer nd Stärkng bestehender demokratische Prozesse drch die Möglichkeiten elektronischer Medien ist sicherlich ein weiterer Schwerpnkt von Electronic Government. IV. Electronic Government hebt sich in charakteristischer Weise von herkömmlichen EDV-Anwendngen dadrch ab, dass die medienbedingte Nee Erreichbarkeit von Personen, Abläfen, Daten nd Objekten als den wesentlichsten Bestimmngsgrößen des Verwaltngshandelns für grenzüberschreitende Lösngen gentzt wird. Solche Grenzüberschreitngen manifestieren sich in neen Entwürfen, die drch Ram, Zeit nd Organisation als herkömmliche Determinanten für Verwaltngsstrktren nd -verfahren kam noch behindert werden. Nie zvor war ein Kontakt mit Personen, etwa mittels oder Videokonferenz, nabhängig von Afenthaltsort, Uhrzeit oder Hierarchiestfe so wirksam herzstellen. Nie zvor ließen sich Daten irgendwo af der Welt so effizient abrfen oder fortschreiben. Nie zvor konnten programmierte Abläfe irgendwelcher Instittionen so lükkenlos zsammengefügt werden. Und nie zvor ließen sich mit Compterchips asgestattete Objekte grenzüberschreitend in Netze für Facility Management nd Anlagensteerng einbinden. Hinzweisen ist ach daraf, dass nnmehr manche Direktbeziehng dieser vier Bestimmngsgrößen (wie in Abbildng 3 dargestellt) ntereinander möglich ist. So können beispielsweise Daten Menschen alarmieren oder Objekte Abläfe anstoßen. Abbildng 3: Nee Erreichbarkeit wichtiger Bestimmngsgrößen des Verwaltngshandelns Die Nee Erreichbarkeit von Personen, Abläfen, Daten nd Objekten bewirkt somit eine Nee Gestaltbarkeit gerade der grenzüberschreitenden Beziehngen im XY-Geflecht der Abbildng 1. Sie lässt sich für Electronic Government ntzen, indem bei der Abbildng dieser Beziehngen af den Informationsram (den sogenannten Cyberspace) eine virtelle Verwaltng entwickelt wird, die vorgefndene instittionelle Abgrenzngen überwindet nd damit Mehrwerte im Sinne hete mit Verwaltngshandeln verbndener Ziele bewirken kann. Diese Asführngen werden in Abbildng 4 noch einmal bildlich zsammengefasst. V. Solche Mehrwerte für Bürger, Wirtschaft nd Verwaltng (E-Benefit) sind entscheidend für den Erfolg von Electronic Government. Nr wenn drch die elektronisch angebotenen Verwaltngsdienstleistngen für die Anwender ein zsätzlicher Ntzen geschaffen wird, werden diese sich gegenüber traditionellen Arbeitsweisen nd -strktren drchsetzen können. Z denken wäre in diesem Zsammenhang an Portale für die öffentliche Verwaltng. 3 Dieser zsätzliche Ntzen kann sich in Beschlenigng, Service- nd Qalitätsverbesserng, Organisationsverbesserngen, Kostenredktion sowie in einer drch Transparenz nd Leistngsfähigkeit verbesserten Legitimation des öffentlichen Handelns niederschlagen. JÖRN VON LUCKE UND HEINRICH REINERMANN Abbildng 4: Maßgebliche Erscheinngsformen von Electronic Government 4/00 6 è

7 ç Online-Pblikation: foev.dhv-speyer.de/rvii, Forschngsinstitt für öffentliche Verwaltng bei der Detschen Hochschle für Verwaltngswissenschaften Speyer, Freiherr-vom-Stein-Straße - Postfach D 6734 Speyer am Rhein, Tel.: Fax: , - Internet: 1 - Vgl. Jörn von Lcke: Internet- Technologien in der gesetzlichen Rentenversicherng, Schriftenreihe Verwaltngsinformatik, Band 1, R. v. Decker Verlag, Heidelberg 1999, S. 95 f. - Vgl. Heinrich Reinermann: Electronic Government - Anticipating the Tide of Change, in: Telecooperation, Proceedings of the XV. IFIP World Compter Congress, 31 Agst - 4 September 1998, Vienna/Astria and Bdapest/Hngary 1998, S. 515 f. 3 - Vgl. Heinrich Reinermann nd Jörn von Lcke (Hrsg.): Portale in der öffentlichen Verwaltng - Internet - Call Center - Bürgerbüro, Speyerer Forschngsbericht, Band 05, Forschngsinstitt für öffentliche Verwaltng, Speyer 000. Electronic Government als Schlüssel Als Schlüssel zr Modernisierng von Staat nd Verwaltng haben Dr. Dieter Klmpp, alcatel-sel-stiftng nd Sprecher des Fachbereichs 1 der Informationstechischen Gesellschaft (ITG) nd Prof. Dr. Klas Lenk, Gesellschaft für Informatik e.v. (GI), den Einsatz von Informationstechnik in der Verwaltng bezeichnet. Das von beiden Fachgesellschaften nter der Leitng von Lenk nd Klmpp gemeinsam erarbeitete Konzept zeige nee Wege für eine moderne Verwaltng af, die bereits jetzt realisiert werden könnten, so die Atoren. E-Government-Wettbewerb der Bndesregierng: Man dürfe die Informationstechnik nicht als Selbstläfer sehen, sondern müsse ihren breiten Einsatz in der Verwaltng vorantreiben, m E-Government verwirklichen z können, betonten die Leiter des Arbeitskreises. E-Government meint mehr als nr reine Internetkontakte zwischen Bürgern, Wirtschaft nd Verwaltng. Es wird in Zknft m alle wechselseitigen Beziehngen zwischen Bürgern, Wirtschaftsnternehmen, Einrichtngen im Non-Profit- Sektor, Politik, Regierng nd Verwaltng gehen. Dies schließt insbesondere ach die Kooperation zwischen den verschiedenen Verwaltngen ein, erläterte Lenk die Vision seines Arbeitskreises. Das Memorandm sehe das Internet als Katalysator für eine enge Zsammenarbeit von Bnd, Ländern nd Kommnen, so Lenk: Der dezentrale Verwaltngsafba in Detschland kann drch E-Government komplett modernisiert werden. Dadrch lässt sich nicht nr mehr Transparenz nd Effektivität erreichen; ach die Kosten der öffentlichen Hand könnten so detlich redziert werden. Das Schlagwort Wissensmanagement gelte nicht nr für die Kommnikation zwischen Wissenschaft nd Indstrie, so die Atoren. Wissen nd Information als die kostbarste Ressorce der Zknft müsse ach im öffentlichen Sektor frei verfügbar nd von überall abrfbar sein. Es ist deshalb wünschenswert, dass Detschland nach dem Vorbild des Wissenschaftsnetzes ein Verwaltngsnetz afbat, über welches Informationen z allen Themen der Verwaltng abgerfen werden können. So mss nicht mehr jedes Amt seine eigenen Experten beschäftigen, so Lenk. Federführend bei der Entwicklng nd Implementierng von E-Government in Detschland müsse die Politik sein. Deshalb stelle der Arbeitskreis folgende Forderngen: è 4/00 7 7

8 ç Förderng von Konzepten z E-Government Start von Pilotprojekten mit öffentlicher Förderng Qalifizierngsoffensive für die in der Verwaltng Tätigen Verbesserng der informationstechnischen Infrastrktr der Verwaltng Aflegen eines Forschngs- nd Entwicklngsprogramms E-Government mit einem Volmen von Mio. Ero mit den Inhalten: Beobachtng der Entwicklng von E-Government weltweit (Observation), Sicherng von Erfahrngskapital (Evalierng) Entwicklng von Referenzmodellen (Gestaltng) Folgen- nd Wirkngsforschng Nr wenn alle gesellschaftlichen Kräfte gebündelt werden, kann das ehrgeizige Projekt Verwaltngsmodernisierng drch E-Government tatsächlich verwirklicht werden. Ich appelliere deshalb an alle Verantwortlichen, sich dieser Herasforderng z stellen, m Detschlands Verwaltng fit für die Zknft z machen, betonte Lenk. Das Management Smmary des Memorandms: Die Informationstechnik ist zm wichtigsten Mittel für die Modernisierng von Staat, Politik nd öffentlicher Verwaltng geworden. Nicht nr Rotinearbeiten der Verwaltng, sondern ach komplexe Entscheidngsprozesse, Parlamentssitzngen, ja sogar politische Verhandlngen nd die Mitwirkng der Bürger in öffentlichen Angelegenheiten können besser organisiert nd technisch nterstützt werden. Die sich vor allem mit der Ntzng des Internet eröffnenden Chancen werden nter einem Leitbild des Electronic Government zsammengefasst, wobei wir Government im weiten Sinne als Regieren nd Verwalten nter Einschlss der demokratischen Prozesse verstehen. Die Herasforderngen, die mit dem neen Leitbild angesprochen werden, sind mindestens so groß wie jene des Electronic Commerce. Angesichts der großen Afgabenfülle von Staat nd Verwaltng sind sie aber wesentlich vielgestaltiger. So können as Sicht der Bürger Verwaltngskontakte künftig über Internet-Portale nd Serviceläden zeitsparender nd reibngsloser abgewikkelt werden. Aber die Verbesserng der Beziehngen zwischen Bürger nd Verwaltng über nee Zgangswege stellt nr die Spitze eines Eisbergs dar. Die Chancen, die Electronic Government bietet, werden erst dann richtig detlich, wenn neben der Perspektive von Bürgern bzw. von Wirtschaftsnternehmen, welche Staat nd Verwaltng von aßen betrachten, drei weitere Perspektiven eingenommen werden: eine Reorganisationsperspektive, die konseqent von den (Geschäfts-) Prozessen asgeht, die im Alltag ablafen, eine Perspektive der Telekooperation, in der detlich wird, dass Zsammenarbeit, aber ach konfliktgeladene Verhandlngen immer nabhängiger von der persönlichen Anwesenheit der Beteiligten an einem Ort sind, eine Wissensperspektive, in der ersichtlich wird, wie sehr die Informationstechnik den Umgang mit dem Wissen in den Köpfen nd in den Akten, also mit dem wichtigsten Vermögenswert von Regierng nd Verwaltng, effektiver gestalten nd gleichzeitig transparent nd nachvollziehbar machen kann. In einem Dreieck von Beziehngen zwischen Bürgern (einschl. Wirtschaftsnternehmen), Politik nd Verwaltng spielen diese Perspektiven zsammen. Viele geeignete Referenzmodelle nd Pilotprojekte müssen erst noch entwikkelt werden, m die gesamte Breite der Möglichkeiten z verdetlichen. Gewiss finden sich schon viele interessante in- nd vor allem ach asländische Beispiele. Aber ihre Smme ergibt hete noch kein erschöpfendes Bild. Moderner Staat - Moderne Verwaltng: 4/00 8 Z einem grndlegenden Neba nserer staatlichen Strktren è

9 ç drch Electronic Government wird es znächst nicht kommen. Die Modernisierng des Staats vollzieht sich jetzt weniger über die Veränderng seiner Strktren als über die Ebene seines Handelns im Alltag. Das ist die Ebene der Geschäftsprozesse, der Zsammenarbeit zwischen Menschen über Entfernngen nd Organisationsgrenzen hinweg, sowie des Umgangs mit Informationen nd mit Wissen. Die Veränderngen af dieser Ebene sind weitreichend. Es entsteht eine virtelle Verwaltng. Ihre Grndlage sind die Möglichkeiten, die das Internet nd spezielle Verwaltngsnetze zsammen mit den schon vorher existierenden Anwendngen der Informationstechnik bieten. Erreichbarkeit von Menschen überall, Zgang z Informationen, die irgendwo im Netz verfügbar sind, nd die Vernetzng des Wissens, ferner die Schaffng von Plattformen für gemeinsames Arbeiten, wo immer sich die handelnden Personen befinden: dies gestattet es den Verwaltngen, sich für Bürger nd Wirtschaftsnternehmen nach aßen als Einheit darzstellen, gleichsam drch ein einziges Fenster ansprechbar z werden, ohne dass doch die von der Sache her geforderte Komplexität nd Präzision ihres Arbeitens darnter leidet. Schon bald kann dies den Bürgern nd der Wirtschaft die Last des Umgangs mit Verwaltngsstellen erleichtern. Es kann die Verwaltng drchsichtiger nd ansprechbarer machen nd die Rückkopplng der Bürgerwünsche nd -beschwerden erleichtern. Über Entfernngen nd Organisationsgrenzen hinweg wird die Zsammenarbeit innerhalb des öffentlichen Sektors, aber ach in Pblic-Private-Partnerships m ein Vielfaches anwachsen. Die Kooperationen werden nter anderem die Ansiedlng nd Aslastng von Spezialisten von den Beschränkngen lösen, die sich hete as der Größe der Verwaltngsbehörden nd ihrer Einzgsgebiete ergeben. Einsparngen drch Lastverbünde zwischen Kommnalbehörden werden ebenso möglich wie die Ntzng des Sachverstandes von Spezialisten, die irgendwo sitzen. Die rämliche Verteilng von Arbeitsstellen wird flexibler, mit Folgen für die Präsenz der Verwaltng im Ram, die dringend der Erörterng bedürfen. Schon hete arbeitet ein großer Teil des öffentlichen Dienstes im Aßendienst oder hat mehrere Arbeitsplätze. Die Techniknterstützng ist für sie künftig überall z erreichen. Electronic Government ist kein Selbstläfer. Seine Verwirklichng erfordert aktives Handeln. Die für die Einführng von Electronic Government erforderlichen Gestaltngsentscheidngen erschließen sich as den fünf Kernthesen des Memorandms: 1. Electronic Government führt z einem neen Schb der Verwaltngsmodernisierng, der dringend erforderlich ist, m die Leistngsfähigkeit von Staat nd Verwaltng angesichts neer Herasforderngen z bewahren nd z stärken.. Electronic Government betrifft das gesamte Verwaltngshandeln nd darüber hinas politische Prozesse. Nee Bürgerdienste nd elektronische Demokratie bilden nr die Spitze eines Eisbergs. 3. Die bessere Ntzng von Information bzw. Wissen ist eine entscheidende Triebkraft der Verwaltngsmodernisierng. 4. Eine mfassende Gestaltng der Prozesse nd Ressorcen der Verwaltngsarbeit im Sinne eines Verwaltngs-Engineering ist möglich nd zgleich nabdingbar. 5. Erfolge sind nr z erzielen, wenn die Lern- nd Innovationsfähigkeit von Politik nd Verwaltng m Größenordnngen gesteigert wird. Die fünfte Kernthese wird im Memorandm weiter präzisiert drch eine Erörterng kritischer Erfolgsfaktoren. Z ihnen gehören: Strategien: Strategisches Denken mss die Haltng des negierigen, aber wahllosen Asprobierens ablösen. è Ach IBM engagiert sich im Bereich E-Government: 4/00 9 7

10 ç Geld: eine Finanzierngsinitiative ist erforderlich. Sie setzt voras, dass sich ein Bewsstsein von den Chancen herasbildet, m die es geht. Menschen, die die Umsetzng von Electronic Government vorantreiben. Personalentwicklng ist der wichtigste Schlüsselfaktor; eine Qalifikationsoffensive mss das nötige Wissen vermitteln. Viele Mitarbeiterinnen nd Mitarbeiter im öffentlichen Dienst müssen das Potenzial der Informationstechnik kennen nd zgleich einschätzen können, wie sich die eigenen Arbeitsvollzüge mit diesem Potenzial besser gestalten lassen. Ein kompetentes Änderngsmanagement, in dessen Mittelpnkt die Menschen stehen. Weiterhin erforderlich sind geeignete informationstechnische Infrastrktren samt ihrer Verfügbarkeit nd Sicherheit, sowie rechtliche Änderngen. Diese Faktoren sind schon weithin erkannt. Fast alle genannten kritischen Erfolgsfaktoren sind in Detschland schwerer als in zentralistisch strktrierten Ländern herzstellen. Ohne die Verbindng des reichen Erfahrngsschatzes der kommnalen Verwaltngsebene mit den Gestaltngskompetenzen von Bnd nd Ländern ist nicht viel z erreichen. Daher sind Innovationsbündnisse nter Beteiligng aller Verwaltngsebenen sowie von Herstellern, Beratern nd der Wissenschaft z schmieden. Weiterhin ist ein Forschngsnd Entwicklngsprogramm Electronic Government überfällig, m Anwendngskonzepte nd Referenzmodelle z entwickeln nd das verfügbare Wissen afzschließen. Der Text des Memorandms kann nter der Adresse informatik/presse/presse_memorandm.pdf im PDF-Format geladen werden. Kommnen in der Informationsgesellschaft Initiative zm E-Government Die KGSt hat ebenso wie Vertreter der Kommnen nd der kommnalen Spitzenverbände an einem Workshop des Bndesministerims des Innern nd der Initiative Detschland 1 teilgenommen, in dem Kooperationsmögichkeiten von Bnd, Ländern nd Kommnen sowie Privatwirtschaft nd Wissenschaft af dem Weg zm E-Government asgelotet werden sollten. Als Ergebnis wrde as dem Workshop Verwaltngsportal am 10./ im BMI, Berlin - gemeinsame Veranstaltng des Bndesministerims des Innern nd der Initiative Detschland 1 - die folgende Resoltion in der abgestimmten Fassng vom erarbeitet: Af Einladng des Bndesinnenministerims nd der Initiative Detschland 1 sind am 10. nd 11. Jli 000 Vertreter(innen) as Kommnen, Ländern, Bnd, Wissenschaft nd Wirtschaft zsammengekommen, m eine Antwort af die Frage z finden, ob nd nter welchen Bedingngen eine Vernetzng von öffentlichen Informationen, Dienstleistngen nd Transaktionen im Internet (E-Government) über die drei Ebenen Bnd-Länder-Kommnen im Sinne einer bürgerorientierten Fnktionalität sinnvoll nd notwendig ist. Die Teilnehmenden sind der Überzegng, dass E-Government in dem weltweiten Veränderngsprozess in Politik, Gesellschaft, Wirtschaft nd Technik ein wichtiges Element ist. Gleichzeitig eröffnet E-Government die Chance, den Umba der Verwaltngen z fördern nd z beschlenigen. Umfangreiche Informationen ach zm Thema E-Government bietet das Portal 4/00 10 Die Teilnehmenden sind der Überzegng, dass è

11 ç E-Government Realität werden wird, E-Government die Qalität von Dienstleistngen für Bürger nd Bürgerinnen, Wirtschaft nd die verschiedenen Verwaltngsebenen nr dann entscheidend verbessert, wenn alle Verwaltngsebenen kooperieren: Bürger nd Wirtschaft wollen beqeme, schnelle nd qalitativ hochwertige Abwicklng von Anliegen, den Ntzern ach künftig nterschiedliche Zgänge z öffentlichen Informationen nd Dienstleistngen offen stehen müssen (von Bürgerbüros, Call- Centern bis z elektronischen Verwaltngsportalen af nterschiedlichen Ebenen), Detschland nr dann in der internationalen Entwicklng von E-Government afholen nd eine Spitzenposition einnehmen kann, wenn jetzt alle Aktere nd Kompetenzen gebündelt nd gemeinsame Aktionen begonnen werden. Dabei müssen nee Kooperationsformen gefnden werden, die as der Perspektive von Ntzerinnen nd Ntzern Behördengrenzen nd nübersichtliche Zständigkeiten überwinden. Ziel der Kooperation von Bnd, Ländern nd Kommnen sowie mit der Wirtschaft kann es sein, nachfrageorientiert Inhalte as dem Tätigkeitsspektrm aller Beteiligten z identifizieren nd für die bedarfsgerechte, behörden- nd nternehmensübergreifende Bündelng z empfehlen, technische nd organisatorische Schnittstellen z definieren, Standards für die Darstellng nd Abwicklng aszarbeiten nd z empfehlen, existierende Modelle, Beispiele nd Best Practices z sammeln, z evalieren nd bekannt z machen. Zrzeit werden vielfältige Projekte entwickelt. Hier können Synergien gentzt nd kann Doppelarbeit vermieden werden. Die Teilnehmenden appellieren an den Bnd, sich als Implsgeber nd Moderator z engagieren nd ein Innovationsbündnis für die Vernetzng von Bnd, Ländern, Kommnen nd Wirtschaft nter Einbeziehng der Wissenschaften af den Weg z bringen. Erste Ideen zr Realisierng wrden af dem Workshop entwickelt. Erste hochwertige Ergebnisse erwarten die Teilnehmenden bis zr CeBIT 001 im Rahmen der BMI-Initiative Government Goes Ftre. In einem Folgetreffen, das im September 000 stattfinden wird, wollen die Teilnehmer das Innovationsbündnis vorbereiten. Die KGSt wird sich weiter an der Diskssion beteiligen, m gemeinsam mit den anderen Vertretern as der kommnalen Welt die Interessen der örtlichen Ebene z vertreten. Ansprechpartnerin in der KGSt ist Dr. Marianne Wlff (Telefon 0 1/ ; Bnd online 005 Bndesregierng startet egovernment-initiative Bndeskanzler Gerhard Schröder hat gestern af dem D1-Kongress in Hannover die egovernment-initiative BndOnline 005 verkündet. Diese Initiative wird z einem Innovationsschb für Verwaltng nd Wirtschaft führen, so die Staatssekretärin im Bndesinnenministerim, Brigitte Zypries. In einem Vortrag af dem Electronic- Government-Workshop der Informationstechnischen Gesellschaft in Berlin erläterte die Staatssekretärin hete die nee Initiative der Bndesregierng. BndOnline 005 enthält die klare Vorgabe für die Bndesverwaltng, bis zm Jahre 005 alle internetfähigen Dienstleistngen online bereitzstellen. Die Bndesregierng will damit ein besseres Dienstleistngsangebot schaffen, nd zwar sowohl für die Bürgerinnen nd die Bürger als ach für die Wirtschaft. Ich bin überzegt, dass mit Electronic Government der Drchbrch gelingt, schnell z einer transparenten, kostengünstigen nd effizienten Verwaltng in Detschland z gelangen. Mit der Initiative BndOnline 005 hat sich die Bndesregierng ein ansprchsvolles, aber realistisches Ziel für eine moderne Verwaltng im 1. Jahrhndert gesetzt, erklärte Brigitte Zypries. Die Staatssekretärin wies daraf hin, dass die Bndesverwaltng nicht bei Nll anfange. Erste Erfahrngen habe man z. B. schon mit dem Statistischen Bndesamt gewonnen, das hete schon den Unternehmen die Möglichkeit gebe, Meldngen zr Intrahandelsstatistik direkt über das Internet abzgeben. In kürzester Zeit haben bereits über Unternehmen von dieser Möglichkeit Gebrach gemacht. Weitere Beispiele seien das digitale Antragsverfahren DIGANT der Bndesdrckerei für Reisepässe, Personalasweise nd Führerscheine nd das Internetangebot der Bndesanstalt für Arbeit, ArbeitsamtOnline. Den erforderlichen Investitionen stehen nach Einschätzng der Staatssekretärin beachtliche Einsparngen gegenüber. Seit der Einführng der elektronischen Akte im Bndesverwaltngsamt im Bereich der BaföG-Darlehensverwaltng konnten dort die Verwaltngskosten m rnd die Hälfte gesenkt werden. Jährlich werden dabei drch den effizienten Einsatz der Informationstechnik über 10 Mio. DM gespart, erläterte Brigitte Zypries. Ab sofort informiert das Bndesinnenministerim nter über die aktellen Entwicklngen è 4/

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