Dortmunder Volksbank eg

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1 Offenlegungsbericht nach 26a KWG i. V. m. 319 ff. Solvabilitätsverordnung sowie nach 7 Instituts- Vergütungsverordnung per 31.Dezember 2012 Dortmund, April 2013 Der Vorstand Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung Risikomanagement Eigenmittel Adressenausfallrisiko Marktrisiko Operationelles Risiko Beteiligungen im Anlagebuch Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch Verbriefungen Kreditrisikominderungstechniken Offenlegung gemäß 7 Instituts-Vergütungsverordnung Abkürzungsverzeichnis... 14

2 1 Einleitung Anforderungen an die Offenlegung Sämtliche Angaben beziehen sich auf den Stichtag 31. Dezember 2012, sofern keine anderen Angaben erfolgen. Mit dem vorliegenden Bericht setzen wir die Offenlegungsanforderungen nach 319 bis 337 der Verordnung über die angemessene Eigenmittelausstattung von Instituten, Institutsgruppen und Finanzholding-Gruppen (Solvabilitätsverordnung SolvV) in Verbindung mit 26a Kreditwesengesetz (KWG) um. 26a Abs. 1 KWG verpflichtet uns, regelmäßig qualitative und quantitative Informationen über das Eigenkapital, die eingegangenen Risiken, die eingesetzten Risikomanagementverfahren und Kreditrisikominderungstechniken sowie die durchgeführten Verbriefungstechniken zu veröffentlichen und über förmliche Verfahren und Regelungen zur Erfüllung dieser Offenlegungspflichten zu verfügen. Die Regelungen müssen auch die regelmäßige Überprüfung der Angemessenheit und Zweckmäßigkeit der Offenlegungspraxis des Instituts vorsehen. Eine Offenlegungspflicht besteht nicht für solche Informationen, die nicht wesentlich, rechtlich geschützt oder vertraulich sind. Gleichzeitig erfüllen wir in Abschnitt 11 dieses Berichts ebenfalls die Anforderungen zur Offenlegung gemäß 7 der Verordnung über die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Vergütungssystemen von Instituten (Instituts-Vergütungsverordnung InstitutsVergV). 2 Risikomanagement Geschäfts-und Risikostrategie Die Ausgestaltung des Risikomanagementsystems ist bestimmt durch unsere festgelegte Geschäfts- und Risikostrategie. Für die Ausarbeitung dieser Strategie ist der Vorstand verantwortlich. Die Unternehmensziele unserer Bank und unsere geplanten Maßnahmen zur Sicherung des langfristigen Unternehmenserfolges sind in der vom Vorstand festgelegten Geschäftsstrategie beschrieben. Darin ist das gemeinsame Grundverständnis des Vorstandes zu den wesentlichen Fragen der Geschäftspolitik dokumentiert. Risiken gehen wir insbesondere ein, um gezielt Erträge zu realisieren. Der Vorstand hat eine mit der Geschäftsstrategie konsistente Risikostrategie ausgearbeitet, die insbesondere die Ziele der Risikosteuerung der wesentlichen Geschäftsaktivitäten erfasst. Eine ausführliche Berichterstattung zum Risikomanagement ist im Bericht des Vorstandes Lagebericht unter dem Abschnitt Risikosteuerungssystem und Risiken der zukünftigen Entwicklung dargestellt. 3 Eigenmittel Eingezahltes Kapital und Haftsumme Der Geschäftsanteil unserer Genossenschaft beträgt 160 EUR, die Pflichteinzahlung darauf beläuft sich auf 16 EUR. Die Haftsumme je Geschäftsanteil beträgt 160 EUR. Die Anzahl der Geschäftsanteile je Mitglied ist laut Satzung nicht begrenzt. Eine Begrenzung auf fünf Anteile je Mitglied soll laut Vorstandsbeschluss angewendet werden. Angemessenheit der Eigenmittel Die Angemessenheit des internen Kapitals beurteilen wir, indem die als wesentlich eingestuften Risiken vierteljährlich am verfügbaren Gesamtbank-Risikolimit gemessen 2

3 werden. Im Rahmen unserer Ergebnis-Vorschaurechnung beurteilen wir die Angemessenheit des internen Kapitals zur Unterlegung der zukünftigen Aktivitäten. Einzelheiten sind im Abschnitt 2 dieses Berichts in der Beschreibung des Risikomanagements enthalten. Modifiziertes verfügbares Eigenkapital Unser modifiziertes verfügbares Eigenkapital nach 10 Abs. 1d KWG setzt sich am 31. Dezember 2012 wie folgt zusammen (in TEUR): Kernkapital darin enthalten: eingezahltes Kapital davon bereits gekürzt: gekündigte Geschäftsguthaben und Geschäftsguthaben ausscheidender Mitglieder darin enthalten: offene Rücklagen darunter: Kapital mit Tilgungsanreiz 0 darin enthalten: Sonderposten für allgemeine Bankrisiken nach 340g HGB darin andere und landesspezifische Kernkapitalbestandteile 0 darunter: Kapital mit Tilgungsanreiz 0./. Sonstige Abzugspositionen vom Kernkapital nach 10 Abs. 2a Satz 2 KWG darin enthalten: Abzugspositionen nach 10 Abs. 6 und 6a KWG Ergänzungskapital /. Sonstige Abzugspositionen vom Ergänzungskapital nach 10 Abs. 2b Satz 2 KWG darin enthalten: Abzugspositionen nach 10 Abs. 6 und 6a KWG = Modifiziertes verfügbares Eigenkapital Drittrangmittel nach 10 Abs. 2c KWG 0 nachrichtlich: Summe der Abzugspositionen nach 10 Abs. 6 und 6a KWG

4 Risikopositionen Kreditrisiko Eigenkapitalanforderung TEUR Zentralregierungen 73 Regionalregierungen und örtliche Gebietskörperschaften 16 Sonstige öffentliche Stellen 920 Institute 639 Von Kreditinstituten emittierte gedeckte Schuldverschreibungen Unternehmen Mengengeschäft Durch Immobilien besicherte Positionen Investmentanteile 225 Beteiligungen Sonstige Positionen Überfällige Positionen Marktrisiken Marktrisiken gemäß Standardansatz Operationelle Risiken Operationelle Risiken im Basisindikatoransatz Eigenkapitalanforderung insgesamt Kapitalanforderungen nach ken, Marktrisiken, Operationelle Risiken) ergeben, haben wir erfüllt: Folgende Kapitalanforderungen, die sich für die einzelnen Risikopositionen (Kreditrisi- dem Kreditrisikostandardansatz Eigenkapitalquote Unsere Gesamtkapitalquote betrug 18,90 %, unsere Kernkapitalquote 11,79 %. 4 Adressenausfallrisiko Definition von Als notleidend werden Forderungen definiert, bei denen wir erwarten, dass ein Vertragspartner seinen Verpflichtungen, den Kapitaldienst zu leisten, nachhaltig nicht notleidend und in Verzug nachkommen kann. Für solche Forderungen werden von uns Einzelwertberichtigungen bzw. Einzelrückstellungen nach handelsrechtlichen Grundsätzen gebildet. Eine für Zwecke der Rechnungslegung abgegrenzte Definition von in Verzug verwenden wir nicht. Der Gesamtbetrag der Forderungen (Bruttokreditvolumen (ohne Beteiligungen) nach Maßgabe des 19 Abs. 1 KWG) kann wie folgt nach verschiedenen Forderungsarten aufgegliedert werden: 4

5 Forderungsarten (TEUR) Kredite, Zusagen u. andere nicht-derivative außerbilanzielle Aktiva Wertpapiere Derivative Instrumente Gesamtbetrag ohne Kreditrisikominderungstechniken Verteilung nach bedeutenden Regionen Deutschland EU Nicht-EU Verteilung nach Branchen / Schuldnergruppen Privatkunden Firmenkunden (incl. freier Berufe) Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Fischzucht Energie- u. Wasserversorg., Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden Verarbeitendes Gewerbe Baugewerbe Groß- und Einzelhandel, Reparaturen Verkehr und Nachrichten Kreditinstitute Versicherungsgewerbe Öffentliche Verwaltung Forschung, Entwicklung, Erziehung und Unterricht Grundstücks- und Wohnungswesen Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen Dienstleistungen (einschl. freier Berufe) Interessenvertretungen, kirchliche und sonstige religiöse Vereinigungen Sonstige Verteilung nach Restlaufzeiten < 1 Jahr bis 5 Jahre > 5 Jahre Risikovorsorge Die Risikovorsorge erfolgt gemäß den handelsrechtlichen Vorgaben nach dem strengen Niederstwertprinzip. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Für zweifelhaft einbringliche Forderungen werden Einzelwertberichtigungen (EWB) / Einzelrückstellungen gebildet. Für das latente Ausfallrisiko haben wir Pauschalwertberichtigungen (PWB) in Höhe der steuerlich anerkannten Verfahren gebildet. Außerdem besteht eine Vorsorge für allgemeine Bankrisiken gem. 340f HGB. Unterjährig haben wir sichergestellt, dass Einzelwertberichtigungen/-rückstellungen umgehend erfasst werden. Eine Auflösung der Einzelrisikovorsorge nehmen wir erst dann vor, wenn sich die wirtschaftlichen Verhältnisse des Kreditnehmers erkennbar mit nachhaltiger Wirkung verbessert haben. 5

6 Darstellung der notleidenden Forderungen nach Kundenarten bzw. Hauptbranchen (in TEUR): Nettozuführung Kundenarten Gesamtinanspruchnahme aus notleidenden Krediten Bestand EWB Bestand Rückstellungen Nettoauflösung von EWB/Rückstellungen Direktabschreibungen Eingänge auf abgeschriebene Forderungen Privatkunden Firmenkunden (einschl. freier Berufe) Groß- und Einzelhandel, Reparaturen Grundstücks- und Wohnungswesen Dienstleistungen (einschl. freier Berufe) Verarbeitendes Gewerbe Restliche Branchen Der Bestand an Pauschalwertberichtigungen betrug zum Stichtag über alle Regionen und Branchen TEUR. Darstellung der notleidenden Forderungen nach bedeutenden Regionen (in TEUR): Bedeutende Regionen Gesamtinanspruchnahme aus notleidenden Krediten Bestand EWB Bestand Rückstellungen Deutschland EU Nicht-EU Entwicklung der Risikovorsorge (in TEUR): Aus Gründen der Vertraulichkeit haben wir die Untergliederung nach Branchen nur für Branchen mit einem Anteil von größer 10 Prozent am Gesamtbestand EWB vorgenommen. Anfangsbestand der Periode Fortschreibung in der Periode Zuführung Auflösung Verbrauch wechselkursbedingte und sonstige Veränderungen Endbestand der Periode EWB Rückstellungen PWB

7 Anerkannte Ratingagenturen sowie Forderungen je Risikoklasse Gegenüber der Bankenaufsicht wurden die Ratingagenturen Fitch, Moodys sowie Standard & Poor s nominiert. Der Gesamtbetrag der ausstehenden Forderungsbeträge vor und nach Anwendung von Kreditrisikominderungstechniken ergibt sich für jede Risikoklasse wie folgt: Risikogewicht in % Gesamtsumme der ausstehenden Forderungsbeträge (Standardansatz; in TEUR) vor Kreditrisikominderung nach Kreditrisikominderung Sonstiges Abzug von Eigenmitteln Derivative Adressenausfallrisikopositionen Unser Kontrahent in Bezug auf derivative Adressenausfallrisikopositionen ist unsere Zentralbank. Aufgrund des Sicherungssystems im genossenschaftlichen FinanzVerbund, das einen Bestandsschutz für den Kontrahenten garantiert und dessen Bonität im Rahmen des Verbundratings regelmäßig überprüft wird, verzichten wir bei diesen Geschäften auf ein kontrahentenbezogenes Limitsystem sowie auf die Hereinnahme von Sicherheiten. Unsere derivativen Adressenausfallrisikopositionen sind mit Wiederbeschaffungswerten i.h.v. insgesamt 289 TEUR verbunden. Aufgrund 10c Abs.2 KWG unterbleiben die sonstigen nach 326 SolvV vorgesehenen Angaben. 5 Marktrisiko Marktpreisrisiken Für die Ermittlung der Eigenmittelanforderungen für Marktrisiken verwenden wir die aufsichtsrechtlich vorgegebenen Standardmethoden. Für die Risikoart Währung belaufen sich die Eigenmittelanforderungen zum Stichtag auf TEUR. Weitere unterlegungspflichtige Marktrisiken bestehen nicht. 6 Operationelles Risiko Verwendeter Ansatz Die Eigenmittelanforderungen für das operationelle Risiko werden nach dem Basisindikatorenansatz gem. 271 SolvV ermittelt. 7

8 7 Beteiligungen im Anlagebuch Verbundbeteiligungen Wir halten im Wesentlichen Beteiligungen an Gesellschaften und Unternehmen, die dem genossenschaftlichen Verbund zugerechnet werden. Die Beteiligungen dienen regelmäßig der Ergänzung des eigenen Produktangebotes sowie der Vertiefung der gegenseitigen Geschäftsbeziehungen. Die Bewertung des Beteiligungsportfolios erfolgt nach handelsrechtlichen Vorgaben. Einen Überblick über die Verbundbeteiligungen gibt folgende Tabelle: Verbundbeteiligungen Börsengehandelte Positionen Nicht börsengehandelte Positionen Andere Buchwert TEUR beizulegender Zeitwert TEUR Börsenwert TEUR Beteiligungspositionen Beteiligungen Die nicht dem genossenschaftlichen Verbund zuzurechnenden Beteiligungen bestehen in Höhe von 81 TEUR und sind für die Risikobetrachtung von untergeordneter außerhalb des genossenschaftlichen Verbundes Bedeutung. Sie dienen ausschließlich der Vertiefung gegenseitiger Geschäftsbeziehungen. 8 Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch Fristentransformation Das von der Bank eingegangene Zinsänderungsrisiko als Teil des Marktpreisrisikos resultiert aus der Fristentransformation. Risiken für die Bank entstehen hierbei insbesondere bei einem Anstieg der Zinsstrukturkurve. Entsprechende Sicherungsgeschäfte zur Absicherung des Risikos werden getätigt. Die gemessenen Risiken werden in einem Limitsystem dem entsprechenden Gesamtbank-Risikolimit gegenübergestellt. Barwertige Messung des Zinsän- folgende wesentlichen Schlüsselannahmen zu Grunde: Das Zinsänderungsrisiko wird in unserem Haus barwertig gemessen. Dabei legen wir derungsrisikos Das Anlagebuch umfasst alle fest- und variabel verzinslichen bilanziellen sowie zinssensitiven außerbilanziellen Positionen, soweit diese nicht Handelszwecken dienen. Eigenkapitalbestandteile werden lediglich einbezogen, wenn sie einer Zinsbindung unterliegen. Zinstragende Positionen in Fonds werden in die Ermittlung der Barwertveränderung einbezogen. Positionen mit unbestimmter Zinsbindungsdauer sind gemäß der institutsinternen Ablauffiktionen, die auf den Erfahrungen der Vergangenheit basieren, berücksichtigt worden. Dies erfolgt auf der Basis von Schätzungen hinsichtlich der voraussichtlichen Zinsbindungsdauer bzw. der voraussichtlichen internen Zinsanpassung. Optionale Elemente zinstragender Positionen werden gemäß der institutsinternen Steuerung berücksichtigt. Für die Ermittlung des Zinsänderungsrisikos werden die von der Bankenaufsicht vorgegebenen Zinsschocks von +200 Basispunkten bzw Basispunkten verwendet. 8

9 Aufgrund der Art des von uns eingegangenen Zinsänderungsrisikos sind Verluste jedoch nur bei steigenden Zinssätzen zu erwarten. Bei Ansatz des Zinsschocks Basispunkte beträgt der Rückgang des Barwertes TEUR. Bei Ansatz des Zinsschocks Basispunkte besteht kein Risiko und die Erhöhung des Barwerts beträgt TEUR. Periodische GuV-Messung Das Zinsänderungsrisiko wird in unserem Hause mit Hilfe dynamischer Zinselastizitätenbilanzen gemessen und gesteuert. Die Betrachtung der Ergebnisse bezieht sich jeweils auf die Folgejahre. Dabei legen wir folgende wesentliche Schlüsselannahmen zu Grunde: Die Zinselastizitäten für die Aktiv- und Passivpositionen werden gemäß der institutsinternen Ermittlungen, die auf den Erfahrungen der Vergangenheit basieren, berücksichtigt. Neugeschäftskonditionen werden auf Basis der am Markt erzielbaren Margen angesetzt. Wir planen mit einer unveränderten Geschäftsstruktur und berücksichtigen Wachstumserwartungen. Zur Ermittlung der Auswirkungen von Zinsänderungen verwenden wir folgende Zinsszenarien: Prognose Prognostizierte Zinsentwicklung für den Zeitraum von 5 Jahren. Prognose Plus / Prognose Minus In diesen Zinsszenarien wird unterstellt, dass die Zinsentwicklung oberhalb bzw. unterhalb der Zinsentwicklung der Prognose verläuft. Die Abweichung ist bei der Bank so definiert, dass - bezogen auf den Zeithorizont von 12 Monaten - der 5-Jahres-Zins 0,50 %-Punkte über bzw. unter dem für dieses Datum prognostizierten Wert liegt. Prognose Plus 97 / Prognose Minus 97 In diesen Zinsszenarien wird auf Basis von historischen Werten die Datenhistorie umfasst mindestens 5 Jahre- eine Zinssteigerung bzw. Zinssenkung ermittelt, die für den Betrachtungszeitraum mit einer Wahrscheinlichkeit von 97 % nicht überschritten bzw. unterschritten wird. Abweichend von der eigenen Zinsprognose ergeben sich unter Berücksichtigung des Wertpapierbewertungsergebnisses für 2013 folgende Zinsänderungsrisiken: Prognose Minus TEUR Prognose Plus./ TEUR Prognose Minus TEUR Prognose Plus 97./ TEUR Zeitpunkt und Bewertung Das Zinsänderungsrisiko wird von unserem Haus vierteljährlich periodisch gemessen. Barwertig erfolgt die Messung monatlich. 9

10 9 Verbriefungen Verwendung Verbriefungen bestehen nicht. 10 Kreditrisikominderungstechniken Von bilanzwirksamen und außerbilanziellen Aufrechnungsvereinbarungen machen wir keinen Gebrauch. Strategie Unsere Strategie zur Bewertung und Verwaltung der verwendeten berücksichtigungsfähigen Sicherheiten ist als Teil unserer Kreditrisikostrategie in ein übergreifendes Verfahren der Gesamtbanksteuerung eingebunden. Die von uns implementierten Risikosteuerungsprozesse beinhalten eine regelmäßige, vollständige Kreditrisikobeurteilung der besicherten Positionen einschließlich der Überprüfung der rechtlichen Wirksamkeit und der juristischen Durchsetzbarkeit der hereingenommenen Sicherheiten. Für die Bewertung der verwendeten berücksichtigungsfähigen Sicherheiten haben wir Beleihungsrichtlinien eingeführt. Diese entsprechen den Richtlinien des genossenschaftlichen FinanzVerbundes zur Bewertung von Kreditsicherheiten. Die nachfolgend aufgeführten Hauptarten von Sicherheiten werden von uns für die Zwecke der Solvabilitätsverordnung als Sicherungsinstrumente risikomindernd in Anrechnung gebracht. Wir berücksichtigen diese Sicherheiten entsprechend der einfachen Methode für finanzielle Sicherheiten, bei der der besicherte Teil das Risikogewicht des Sicherungsgebers enthält. a) Gewährleistungen / Lebensversicherungen Bürgschaften und Garantien Bareinlagen bei anderen Kreditinstituten an uns abgetretene oder uns verpfändete Lebensversicherungen b) Finanzielle Sicherheiten Bareinlagen in unserem Haus Aufrechnungsvereinbarungen Sicherungsinstrumente Gewährleistungsgeber Bei den Gewährleistungsgebern für die von uns risikomindernd angerechneten Gewährleistungen handelt es sich hauptsächlich um öffentliche Stellen (Regionalregierungen, örtliche Gebietskörperschaften), inländische Kreditinstitute, Unternehmen, die über ein externes langfristiges Rating von mindestens A- nach Standard & Poor s bzw. Fitch oder A3 nach Moodys verfügen. Kreditderivate werden von uns nicht genutzt. Markt- und Kreditrisikokonzentrationen Innerhalb der von uns verwendeten berücksichtigungsfähigen Sicherungsinstrumente sind wir keine Markt- oder Kreditrisikokonzentrationen eingegangen. Die Verfahren zur Erkennung und Steuerung potenzieller Konzentrationen sind in unsere Gesamtbanksteuerung integriert. 10

11 Gesicherte Positionswerte je Forderungsklasse Forderungsklassen Für die einzelnen Forderungsklassen ergeben sich folgende Gesamtbeträge an gesicherten Positionswerten: Gewährleistungen / Lebensversicherungen Summe der Positionswerte, die besichert sind durch berücksichtigungsfähige... finanzielle Sicherheiten Zentralregierungen 0 0 Regionalregierungen und örtliche Gebietskörperschaften Sonstige öffentliche Stellen Institute 0 0 Unternehmen Mengengeschäft Durch Immobilien besicherte Positionen Überfällige Positionen

12 11 Offenlegung gemäß 7 Instituts-Vergütungsverordnung Beschreibung des Geschäftsmodells Wir sind eine regional tätige Kreditgenossenschaft. Unsere Bilanzsumme betrug am 31. Dezember ,2 Mio. Euro. Im Rahmen des Kundengeschäftes wird insbesondere das Kredit- und Einlagengeschäft sowie das Wertpapierdienstleistungsgeschäft betrieben. Das Vermittlungsgeschäft erfolgt weit überwiegend mit unseren Partnern der genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Die Eigenanlagen konzentrieren sich auf die Liquiditätsanlage. Handelsbuchgeschäfte werden nicht getätigt. Unsere Geschäftstätigkeit beschränkt sich weitgehend auf die Kunden aus unserem regional abgegrenzten Geschäftsgebiet. Dementsprechend werden grenzüberschreitende Geschäfte mit Kunden aus dem benachbarten Ausland nur in sehr überschaubarem Umfang betrieben. Im Eigengeschäft werden Wertpapiere von Emittenten mit Sitz im Ausland von uns nur in begrenztem Umfang gehalten. Durch die Geschäftsstruktur und die Überschaubarkeit der Verträge im Kundengeschäft sowie im Eigengeschäft ist eine Beschränkung auf die banküblichen Risiken einer regional ausgerichteten Genossenschaftsbank gewährleistet. Einhaltung der Anforderungen der Instituts- Vergütungsverordnung Nach 25a Abs. 1 S. 3 Nr. 4 KWG i.v.m. 3 Abs. 11 InstitutsVergV müssen Kreditinstitute in ihren Organisationsrichtlinien Grundsätze zu den Vergütungssystemen festlegen. Unsere Grundsätze zur Ausgestaltung der Vergütungssysteme und zur Zusammensetzung der Vergütung fassen wir wie folgt zusammen: Fixe Vergütung Die Vergütung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne Vorstand) richtet sich grundsätzlich nach dem Mantel- und Vergütungstarifvertrag für die Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie die genossenschaftlichen Zentralbanken. In Einzelfällen gewährt die Bank darüber hinaus Zulagen. Diese sind abhängig von der Erfahrung sowie der qualifizierten Aufgabenwahrnehmung des Mitarbeiters. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder ist in einzelvertraglichen Vereinbarungen mit dem Aufsichtsrat festgelegt worden. Veränderungen werden vom Aufsichtsrat beschlossen und dokumentiert. Mit Mitarbeitern werden in funktionsbezogenen Einzelfällen, mit Mitgliedern des Vorstandes generell einzelvertragliche Regelungen zur privaten Nutzung von Dienstfahrzeugen getroffen. Negative Anreize zur Eingehung unverhältnismäßig hoher Risikopositionen (schädliche Anreize) im Sinne der InstitutsVergV gehen von fixen Gehaltsbestandteilen nicht aus. Variable Vergütungen Der Tarifvertrag zur leistungs- und / oder erfolgsorientierten Vergütung für die Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie die genossenschaftlichen Zentralbanken findet bei der Dortmunder Volksbank keine Anwendung. Auch andere Möglichkeiten der leistungsorientierten Variabilisierung von Gehaltsanteilen werden nicht genutzt. Die Vertriebsmitarbeiter erhalten grundsätzlich keinen Anteil an den Provisionen, die das Institut für die von ihnen vermittelten Produkte erhält. In wenigen Fällen ist die Vergütung von vertriebsverantwortlichen Führungskräften mit dem Erreichen eines definierten Gesamterfolges verknüpft. Der Vertrieb der betreffenden Produkte beinhaltet weder für unsere Kunden noch für die Bank Risiken. Für Mitarbeiter der Bank besteht die Möglichkeit von Ermessenstantiemen, die jedoch nicht durch den Aufbau von Risikopositionen beeinflusst werden können. Bei der Ermessensentscheidung wird darauf geachtet, dass die Eigenmittelausstattung der Bank nicht gefährdet wird. Über die Zahlung von Ermessenstantiemen entscheidet der Vor- 12

13 stand jährlich neu. Einzelvertragliche Vereinbarungen im Hinblick auf die Zahlung von Ermessenstantiemen bestehen mit den Mitarbeitern des Hauses daher nicht. Den Mitgliedern des Vorstandes werden variable Vergütungsbestandteile gewährt. Der Aufsichtsrat entscheidet im Wege eines Beschlusses im eigenen Ermessen über die Gewährung und die Höhe der jeweiligen Zahlungen. Die konkrete Höhe der Vorstandstantieme erfolgt im Wege eines Auszahlungsbeschlusses des Aufsichtsrats. Die Bemessung der Tantieme berücksichtigt sowohl die Lage der Bank als auch die Leistung des einzelnen Vorstandsmitglieds. Es erfolgt insbesondere eine Beurteilung der Vermögenslage, die in großem Maße ein Ergebnis der Ertragslage vorangegangener Jahre ist. Auch wird im Zusammenhang mit der Beurteilung der Nachhaltigkeit immer ein Blick in die Zukunft gerichtet. Hierdurch wird das Kriterium der Mehrjährigkeit der Bemessungsgrundlage erfüllt. Der Beschluss wird dokumentiert und nachvollziehbar begründet. Negative Anreize aus der Gewährung variabler Vergütungen ergeben sich nicht, da neben der individuellen Leistung auch immer der Gesamterfolg der Bank berücksichtigt wird. Die Vergütung der Kontrolleinheiten wird unabhängig von der Vergütung der von ihnen kontrollierten Einheiten festgelegt. Insofern ergeben sich keine schädlichen Anreize. Die Ordnungsmäßigkeit der Grundsätze sowie die Angemessenheit der Vergütungssysteme werden mindestens jährlich, sowie anlassbezogen überprüft und gegebenenfalls angepasst. Die Mitarbeiter werden über die für sie maßgeblichen Vergütungssysteme durch Darlegung derselben im Organisationshandbuch inkl. elektronischer Veröffentlichung informiert. Der Aufsichtsrat wird ebenfalls mindestens jährlich durch den Vorstand über die Ausgestaltung der Vergütungssysteme unterrichtet, sodass er sich ein eigenes Urteil über deren Angemessenheit bilden kann. Darüber hinaus steht dem Aufsichtsratsvorsitzenden ein ergänzendes Auskunftsrecht gegenüber dem Vorstand zu. Die Bank trägt den Anforderungen des 45 KWG Rechnung, indem sie entsprechende Vereinbarungen mit ihren Geschäftsleitern und Mitarbeitern trifft. Daten zur Vergütungssystematik Unsere gesamten Personalbezüge einschließlich sozialer Abgaben und betrieblicher Altersvorsorge betragen 38,5 Mio. Euro (inklusive Tarifvergütung). Der Anteil der fixen Vergütungsbestandteile beträgt 97,5 %, der Anteil der variablen Vergütungsbestandteile beträgt 2,5 % (inklusive Tarifvergütung nach Vergütungstarifvertrag). Eine variable Vergütung erhielten im Geschäftsjahr 2012 insgesamt 55 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 13

14 Abkürzungsverzeichnis EU EWB HGB Europäische Union Einzelwertberichtigungen Handelsgesetzbuch InstitutsVergV Verordnung über die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Vergütungssysteme von Instituten (Instituts-Vergütungsverordnung InstitutsVergV) KWG PWB SolvV Kreditwesengesetz Pauschalwertberichtigungen Verordnung über die angemessene Eigenmittelausstattung von Instituten, Institutsgruppen und Finanzholding-Gruppen (Solvabilitätsverordnung SolvV) 14

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