Der perfekte Plan Insidertipps für das Bankgespräch

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1 Der perfekte Plan Insidertipps für das Bankgespräch Tipps und Hinweise Ihrer Sparkasse und der Mikrofinanzagentur Thüringen und Oliver Krahl Seite 1

2 Inhaltsverzeichnis 1. Vorstellung 2. Motivation - Motive 3. Erfolgsfaktoren 4. Kommunikation 5. Stolpersteine / Praxiserfahrungen und Oliver Krahl Seite 2

3 1. Vorstellung Mikrofinanzagentur Thüringen Netzwerk ProGründen Oliver Krahl Tel.: 0361/ Bahnhofstraße Erfurt Oliver Krahl Seite 3

4 1. Vorstellung Sparkasse Mittelthüringen Existenzgründerbetreuer / Firmenkundenbetreuer Tel.: 0361/ Anger 25/ Erfurt Seite 4

5 2. Motivation - Motive Statistik Jede zweite Gründungsfinanzierung durch Sparkasse 84 % aller Gründungen Kleingewerbegründungen (Mehrzahl < ) 50 % aller Fördermittel werden von Sparkassen vergeben In 2011 bundesweit Gründungen mit 1,1 Mrd EUR finanziert 150 Gründungen auf Einwohner(am häufigsten Baugewerbe 16 %) 30 % aller Gründungen in den ersten ein bis zwei Jahren insolvent! Dienstleister am Häufigsten betroffen 2-5 % aller Gründungen schaffen nachhaltiges Wachstum Erfolgreichste Rechtsform: Kapitalgesellschaft Quellen: BBT Berlin und DSGV Seite 5

6 2. Motivation - Motive Wer nicht weiß, wo er hin will, darf sich nicht wundern, wenn er woanders ankommt! Mark Twain Warum möchten Sie sich selbständig machen? KfW-Check / Zeitstrahl - Idee / Erfindung? - Innovation? - Geschäftsidee kopieren/adaptieren? - Bestehendes Produkt/Dienstleistung verbessern? Gründung aus der Not? Einstellung zur Selbständigkeit? Idee / Erfolgsaussichten durchdacht? Realistisches Bild künftigen Unternehmeralltags? Unternehmer / Unternehmerinnen im Bekanntenkreis? Seite 6

7 3. Erfolgsfaktoren Gründer (SIE!) BUSINESSPLAN Seite 7

8 3.1 Erfolgsfaktor MENSCH Bin ich ein Unternehmertyp? Voraussetzungen: Will ich es? KfW Check! Gesundheit (Körper und Geist) Leistungsbereitschaft Machthunger Risikobereitschaft Erfolgsstreben Motivationsstärke Unabhängigkeitsstreben Durchsetzungsvermögen Problemorientierung Bonität Fachlich + kaufmännisch qualifiziert? Allein Gründen oder im Team? Welche Erfahrungen kann ich einbringen? Familie und persönliches Umfeld? Wirtschaftliches Umfeld! Seite 8

9 3.1 Erfolgsfaktor MENSCH Unternehmertyp: Unbedingte Wille zum Erfolg und der Glaube an sich selbst! Erfolgreiche Menschen haben Mehr vom Leben! Seite 9

10 3.2 Erfolgsfaktor BUSINESSPLAN Von der Planung zum Erfolg Wichtige Schritte zum erfolgreichen BP Idee Recherche / Marktanalyse Beratung Unterlagen - Mehrwert? - Markt? - Positiv auffallen - Von der Masse abheben - Hobby - Markt und Bedarf? - Welche Produkte / Dienstleistungen (Preis?) - Zielgruppen und Kaufkraft - Mitwettbewerber - Stärken und Schwächen dieser - Besonderheiten? - Alleinstellungsmerkmale? - Auskunfteien(CR, Bürgel ) - Handelsregister, Bundesanzeiger, Jahresabschlüsse - Kreditversicherer - Branchenreports / Tests Marktforschung - Gespräche(Kunden, Bekannte, WB ) - Initiativen - Berater - Kammern - Verbände - Wettbewerber - Wettbewerbe - Freunde, Bekannte - BUSINESSPLAN( ) - Selbstauskunft - Steuerunterlagen - SCHUFA - Vertragsentwürfe (Gesellschafter-, Pacht- und/oder Mietverträge) - Gutachten / Wertermittlungen (IHK, HWK, DEHOGA...) - Schutzrechte, Patente - Aufträge, Auftragsbestandslisten (sofern vorhanden) Seite 10

11 3.2 Erfolgsfaktor BUSINESSPLAN Der erfolgreiche Businessplan Was macht einen erfolgreichen BP aus? Durchdachtes Gründungskonzept Genügend Zeit einplanen Planung laufend aktualisieren Positives Liquiditätsmanagement (Fähigkeit, alle laufenden und künftigen Zahlungsverpflichtungen jederzeit zu leisten) Fundierte Markt- und Zielgruppenanalyse Detaillierte Planungsrechnungen (Umsatz, Kosten, Personal ) nachvollziehbar + plausibel? Richtige(s) Mitarbeiter (Gründerteam) Durchdachte Marketingstrategie Kooperationen Risikoabsicherung Controllinginstrumente?( Planung, Überwachung, Abrechnung) Seite 11

12 3.2 Erfolgsfaktor BUSINESSPLAN Erwartungshaltung Kapitalgeber: Vollständigkeit: Alles drin - komplett? Detaillierte Planungsrechnungen (Umsatz, Kosten, Personal ) Nachvollziehbar + plausibel? Roter Faden Kurze Übersicht dann ins Thema Einfach und klar Interesse wecken kein Füllmaterial Umfang BP zur Höhe Investition/Finanzmittel Seite 12

13 3.3 Kreditsicherheiten Grundstücke: 60 bis 80 % der von den Kreditinstituten ermittelten Beleihungsgrenzen Bank- und Bausparguthaben: 100 % des Nennwertes Lebensversicherungen: % des Rückkaufwertes Kundenforderungen gegen die öffentliche Hand: 90 % des Forderungsbetrages gegen sonstige Kunden: 0 bis 100 % des Forderungsbetrages; je nach Bonität des Drittschuldners Wertpapiere Bundesschatzbriefe: 100 % des Zeitwertes Schuldverschreibungen: 60 bis 80 % des Kurswertes an inländischer Börse notierte Aktien: 60 % des Kurswertes Aktienfonds: 60 % des Kurswertes Rentenfonds: 60 bis 80 % des Rücknahmepreises Oliver Krahl Seite 13

14 3.3 Kreditsicherheiten Bürgschaften einer inländischen (Bürgschafts-)Bank: 100 % des Bürgschaftsbetrages 0 bis 100 %; je nach Bonität des Bürgen Sonstiges Warenlager: 50 % der Einstandspreise (von Handelsware und Vorräten) Ladeneinrichtung: 40 % des Zeitwertes Maschinen und Geschäftsausstattung: 50 % des Zeitwertes Fahrzeuge: 50 % des Zeitwertes Quelle: IHK Hannover; Stand 2013 Oliver Krahl Seite 14

15 3.4 Rating - ist ein standardisiertes Verfahren zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit (Bonität) - Qualitative und quantitative Daten sowie Erfahrungsfaktoren als Input - Ermittlung einer Ausfallwahrscheinlichkeit (in der Regel mittels statistischer Verfahren) - Die Ausfallwahrscheinlichkeit hat Auswirkungen auf - Kreditentscheidung - Höhe des Kundenzinses (!) - Sicherheiten Oliver Krahl Seite 15

16 3.4 Rating Quelle: Initiative Finanzstandort Deutschland (IFD): Rating-Broschüre Oliver Krahl Seite 16

17 3.4 Rating Beispiel Bonitätsklassen der Thüringer Aufbaubank: Sehr gut (Rating für Gründungsvorhaben) Die Existenzgründung/-festigung wird in einer Branche mit sehr guter Branchenentwicklung vorgenommen. Das (vorgesehene) Produkt bzw. Leistungsangebot lässt in Verbindung mit dem Marketing- und Vertriebskonzept im relevanten Einzugsbereich eine sehr starke Wettbewerbssituation erwarten. Der Existenzgründer/-festiger verfügt über eine hervorragende branchenübliche Ausbildung und langjährige Berufserfahrung in der Branche. Die private Vermögenssituation zeichnet sich durch eine sehr gute Vermögensbildung aus. Die private Kontoführung des Existenzgründers lässt eine vorausschauende, sehr gute Finanzplanung erwarten. Oliver Krahl Seite 17

18 4. Kommunikation mit der Bank: - Bekleidung (bewusst Kleiden) - > Wohlfühllook - 5 Minuten Kurzvorstellung oder minütige Präsentation - Überzeugend und kompetent! - BP und Inhalte kennen (Zahlenwerk)! Alternativen zur (Haus)Bank: - Crowdfunding (Seedmatch, Stratnext, Inkubato ) - Mikrofinanzagentur (bis 10 T ) / Mikromezzaninefonds - Familie / Bekannte - EK Stille Gesellschafter - Venture Capital ( erhalten p.a. bis BP e, davon 2-3 finanziert) - Lieferanten(-Kredite) - Factoring - Leasing / Mietkauf Seite 18

19 5. Stolpersteine - Praxiserfahrungen BP-Check Bank Bereits Kunde Branchengleiche andere Kunden Negativmerkmale Bonitätsprüfung-Drittinformanten (SCHUFA, Bankauskunft, eigenes Obligo BUSINESSPLAN selbst Kapitalbedarf Lebenslauf EK Sicherheiten Plausibilität der Planzahlen Umfang BP - Investitionssumme Ablehnungsgründe Nichtbeachtung vorgenannter Hinweise (BP ) Kapitaldienst-Fähigkeit Planzahlen nicht plausibel Keine überzeugende Idee Fehlendes oder zu wenig EK (Sicherheiten) Standort / Lage Qualifikationen Wettbewerb Verhältnis Investitionssummen zur Geschäftsidee Faktor Mensch in der Bank Fehler Wissen Charaktereigenschaften Kompetenzen Fehleinschätzung - Keine rechtzeitigen Verhandlungen mit der Hausbank - Verhandlungen nur mit einer Bank - Start Selbständigkeit vor Finanzierungszusage - Falsche Finanzierungsmodelle - Goldene Finanzierungsregel - Zu hoher Verschuldungsgrad - Familie - Informationsdefizite - Qualifikationen - Änderungen im Kundenverhalten Wenn Dein Pferd tot ist steige ab! (Indianer-Sprichwort) Niederlagen akzeptieren! Seite 19

20 Fazit Oliver Krahl Seite 20

21 Viel Erfolg! Fragen Sie uns - Wir helfen Ihnen gern! und Oliver Krahl Seite 21

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