Das Würfel-Modell kurz erklärt Ergänzung zum Foliensatz

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1 Das Würfel-Modell kurz erklärt Ergänzung zum Foliensatz 2005, 1. Der Aufbau des Würfel-Modells Folie 1 Bisher: Vier-Säulen-Modell Erste Dimension Die Schweizerische Drogenpolitik stützt sich bei den illegalen Drogen seit 1990 auf das Vier-Säulen-Modell. Die vier Säulen sind: Prävention, Therapie, Schadensminderung und Repression. Dieses Modell hat wertvolle Dienste geleistet. Mängel Die drogenpolitischen Probleme können mit diesem eindimensionalen Vier-Säulen-Modell jedoch nur unzureichend erfasst werden. Die Massnahmen innerhalb der einzelnen Säulen sind nicht auf die jeweiligen Substanzen abgestimmt. Zudem werden legale psychoaktive Substanzen wie Alkohol, Tabak und Medikamente mit psychoaktiver Wirkung ausgeklammert. Eine sachliche, in sich stimmige, wirksame und glaubwürdige Suchtpolitik, die alle psychoaktiven Substanzen umfasst. 1

2 Folie 2 Neu: Differenzierung der einzelnen Säulen Um eine sachliche, in sich stimmige, wirksame und glaubwürdige Suchtpolitik zu erreichen, sind die bestehenden vier Säulen zu verfeinern: Die umfassend verstandene Prävention enthält Gesundheitsschutz, Gesundheitsförderung und Früherkennung. Die Säule der Therapie umfasst nicht nur die klassische Therapie mit dem Abstinenzziel, sondern alle Behandlungsoptionen, die primär die soziale Integration anstreben. Die Schadensminderung betrifft in erster Linie das einzelne Individuum und die Folgen für seine Gesundheit. In zweiter Linie geht es um die gesellschaftliche Schadensminderung. Repression sollte nicht mehr vornehmlich Sache von Polizei und Justiz sein, sondern alle Möglichkeiten der Marktkontrolle umfassen und den Jugendschutz besonders beachten. Eine Differenzierung innerhalb der vier Säulen. Folie 3 Neu: Erweiterung und Abstimmung Zweite Dimension Das eindimensionale Vier-Säulen-Modell wird um die Dimension der Substanzen erweitert. Das einer kohärenten und umfassenden Suchtpolitik wird mit der Integration aller psychoaktiven (legalen und illegalen) Substanzen erreicht. Alkohol, Tabak und Medikamente mit psychoaktiver Wirkung sind daher integraler Bestandteil des Würfel-Modells. (Zur besseren Lesbarkeit des Würfels wird in der grafischen Darstellung nur eine Auswahl an psychoaktiven Substanzen aufgeführt.) Eine umfassende Suchtpolitik mittels Integration aller psychoaktiver (legaler und illegaler) Substanzen. Folie 4 Neu: Erweiterung und Abstimmung Zweite Dimension Im erweiterten Modell, das jetzt alle psychoaktiven Substanzen erfasst, sind die suchtpolitischen Massnahmen nach wissenschaftlichen Kriterien und in sich stimmig auf die Substanzen abgestimmt. Die suchtpolitischen Massnahmen sind auf die jeweiligen psychoaktiven Substanzen abgestimmt. 2

3 Folie 5 Neu: Einbezug der Konsummuster Dritte Dimension Das Modell wird zudem um die Dimension der Konsummuster erweitert. Drei Kategorien werden unterschieden: «risikoarmer Konsum», «problematischer Konsum» und «Abhängigkeit von Substanzen». Die suchtpolitischen Massnahmen werden auf die jeweiligen Substanzen und auf die Konsummuster innerhalb der vier Säulen abgestimmt. Folie 6 Stärken des Würfel-Modells Der drogenpolitische Würfel ist ein Denkmodell, welches eine differenzierte Analyse und Beurteilung der Suchtpolitik zulässt. Die einzelnen Bausteine des Würfels umreissen mögliche Handlungsfelder; allerdings besteht nicht in allen Feldern ein Handlungsbedarf. Substanz Konsummuster Alkohol Risikoarmer Konsum Kokain Problematischer Konsum Massnahme Fazit Prävention Therapie Heroin Abhängigkeit Schadensminderung Sinnvoll, da der Übergang zum «problematischen Konsum» nach Möglichkeit verhindert werden soll. Es existieren therapeutische Angebote, die eventuell differenziert werden müssen. Differenzierte Angebote sind vorhanden. Stärken Die Stärken des räumlichen Würfel-Modells liegen darin, dass sich alle Massnahmen der Suchtpolitik genau einordnen, vergleichen und aufeinander abstimmen lassen. Lücken in der Suchtpolitik werden mit dem Modell identifiziert und sichtbar gemacht. 3

4 2. Folie 7 Frage: Antwort: Braucht es Therapien im Bereich der Konsummuster «problematischer Konsum» und «Abhängigkeit» von Cannabis und Designerdrogen? Ja. Spezifische (ambulante) Therapien für die zumeist jugendlichen Personen mit problematischem Konsum von Cannabis oder Designerdrogen existieren allerdings erst in Ansätzen. In der Säule «Therapie» sind die entsprechenden Bausteine im Bereich der Konsummuster «problematischer Konsum» und «Abhängigkeit» von Cannabis und Designerdrogen farbig dargestellt. Das Würfel-Modell verdeutlicht, wo Lücken bei den suchtpolitischen Massnahmen bestehen. Folie 8 Frage: Antwort: Sind Therapien im Bereich des «risikoarmen Konsums» von Alkohol erforderlich? Nein. Therapie-Massnahmen für Personen, die eine Substanz risikoarm konsumieren, sind nicht erforderlich. Entsprechend braucht es im Bereich des Konsummusters «risikoarmer Konsum» von Alkohol keine Therapieangebote. In der Säule «Therapie» ist der entsprechende Baustein im Bereich des «risikoarmen Konsums» von Alkohol «grün» eingefärbt. Das Würfel-Modell verdeutlicht, wo suchtpolitische Massnahmen erforderlich respektive nicht erforderlich sind. 4

5 Folie 9 Frage: Antwort: Auf welche Alkohol-Konsummuster haben sich Massnahmen zur Schadensminderung im öffentlichen Raum auszurichten? Schadensminderung bei der Substanz Alkohol ist erst im Bereich des «problematischen Konsums» sowie der «Abhängigkeit» notwendig. In der Säule «Schadensminderung» sind im Bereich der Alkohol-Konsummuster «problematischer Konsum» und «Abhängigkeit» die Bausteine farbig abgebildet. Das Würfel-Modell lässt die Massnahmen genau zuordnen. Folie 10 Ist-Situation: Werden Alkohol, Tabak oder Medikamente mit psychoaktiver Wirkung risikoarm konsumiert, kommen keine repressiven Massnahmen zur Anwendung; dies im Gegensatz zu der Handhabung beim Konsum von Cannabis und Designerdrogen. Fragestellung: Macht diese unterschiedliche Handhabung Sinn? Die zu überprüfenden Bausteine der Substanzen Cannabis und Designerdrogen sind in der Farbe «Grün» dargestellt. Die Vergleichsbausteine beim Konsummuster «risikoarmer Konsum» von Alkohol, Medikamente und Tabak sind «grau» gefärbt. Die Einordnung jeder Massnahme im Würfel-Modell zeigt auf, wo von unausgesprochenen Annahmen ausgegangen wird. Mit Hilfe des Modells können damit argumentative Fehler sichtbar gemacht werden. 5

6 Folie 11/12 Aussage: : «Wer fährt, trinkt nicht» ist eine Alkohol-Präventionskampagne, die auch «risikoarmen Konsum» erfasst. Die Kampagne ist über das hinausgeschossen und hat nicht überzeugt. Die entsprechenden Bausteine sind eingefärbt. Im Vergleich hierzu Folie 12 Aussage: : «Ein Glas ist genug» ist eine Alkohol-Präventionskampagne, die (annähernd) nur den «problematischen Konsum» erfasst. Diese Kampagne überzeugt deshalb eher. Die entsprechenden Bausteine sind farbig dargestellt. Mit dem Würfel-Modell lassen sich Massnahmen einordnen. Gleichzeitig ist messbar, ob sie sich in einem sinnvollen Rahmen bewegen oder über das hinausschiessen. Folie 13 Fazit Eine kohärente Suchtpolitik kann sich daran messen lassen, in welchem Bereich des vorgeschlagenen Würfel-Modells welche Massnahmen getroffen werden und ob sich diese Massnahmen auf den richtigen Ausschnitt des Modells beziehen. Das Würfel- Modell wird zudem sowohl dem Substanzbezug als auch den Konsummustern gerecht. Das Denkmodell des Würfels dient damit der Entwicklung einer sachlichen, in sich stimmigen, wirksamen und glaubwürdigen Suchtpolitik, welche alle psychoaktiven Substanzen umfasst. 6

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