LIM-Stv. Dipl.-Ing. Georg Pötzelsberger, Neon-Elektro Pötzelsberger GmbH

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1 LIM-Stv. Dipl.-Ing. Georg Pötzelsberger, Neon-Elektro Pötzelsberger GmbH

2 Kriterien für Anlagenplanung 1. Standorteignung

3 Kriterien für Anlagenplanung 1. Standorteignung 2. Leistungsbedarf der Kundenanlage

4 Kriterien für Anlagenplanung 1. Standorteignung 2. Leistungsbedarf der Kundenanlage 3. Örtliche Gegebenheiten ( Dachbeschaffenheit, Umfeld, mögliche Beeinträchtigungen )

5 Kriterien für Anlagenplanung 1. Standorteignung 2. Leistungsbedarf der Kundenanlage 3. Örtliche Gegebenheiten ( Dachbeschaffenheit, Umfeld, mögliche Beeinträchtigungen ) 4. Normgerechte Ausführung incl. Brandschutz

6 Kriterien für Anlagenplanung 1. Standorteignung 2. Leistungsbedarf der Kundenanlage 3. Örtliche Gegebenheiten ( Dachbeschaffenheit, Umfeld, mögliche Beeinträchtigungen ) 4. Normgerechte Ausführung incl. Brandschutz 5. Wartbarkeit der Anlagenteile

7 1. Auswahl des Standortes Die Auswahl des Standortes einer PV-Anlage lässt sich besonders leicht durch einen Blick in das SAGIS-System (Salzburger Geographisches Informationssystem) beurteilen. Über SAGISonline steht der gesamte Geodatenbestand des SAGIS der Öffentlichkeit frei zur Verfügung. Der Zugang erfolgt über folgende Internetadresse : Um die Daten für das Solarpotential des jeweiligen Bereiches oder Objektes zur erhalten ist folgende Rubrik für den PV-Anlagenplaner bzw. PV- Anlagenerrichter interessant. Da in diesem das Solarpotential eines jeden Gebäudes erfasst ist und somit auf Knopfdruck für jeden PV-Anlangenerrichters zur Erstbeurteilung des Objektes zur Verfügung steht.

8 SAGIS

9 SAGIS

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11 2. LEISTUNGSBEDARF der Kundenanlage Die Ermittlung des optimalen Leistungsbedarfes einer Kundenanlage zu ermitteln ist nicht ganz so einfach wie die Standortwahl, da hier mehrere Kriterien berücksichtigt werden müssen. Hier werden in erster Linie Anlagen für zur Deckung des Eigenbedarfes behandelt und keine Anlagen für Volleinspeiser, da diese bei der Planung der Größe der Anlage in der Regel nur vom vorhandenen Platzangebot eingeschränkt werden.

12 LEISTUNGSBEDARF der Kundenanlage Die Planung einer Solarstromanlage wird heute im Wesentlichen vom Eigenverbrauch beeinflusst und dazu sollte bekannt sein, wie hoch der jährliche Durchschnittsverbrauch an Strom ist. Kriterien zur Leistungsbemessung : Jahresenergiebedarf der Kundenanlage

13 LEISTUNGSBEDARF der Kundenanlage Die Planung einer Solarstromanlage wird heute im Wesentlichen vom Eigenverbrauch beeinflusst und dazu sollte bekannt sein, wie hoch der jährliche Durchschnittsverbrauch an Strom ist. Kriterien zur Leistungsbemessung : Jahresenergiebedarf der Kundenanlage Lastprofil

14 LEISTUNGSBEDARF der Kundenanlage Grafik Ursprung PV-Austria Grüne Linie: Stromproduktion durch PV-Anlage Rote Linie: Stromverbrauch des Haushalts Grauer Bereich: Der Stromverbrauch des Haushaltes ist größer als die Produktion der PV-Anlage. Strom muss daher vom Energieversorger zugekauft werden. Gelber Bereich : Überschuß der Anlage der ins Netz gespeist wird Diese Energie sollte idealerweise mittels geeigneter Einrichtungen im Objekt verbraucht werden ( z.b. wenn möglich in die Warmwasserbereitung )

15 3. Örtliche Gegebenheiten Bei den örtlichen Gegenheiten ist hier im speziellen die Berücksichtung des geographischen Umfeldes gemeint, welches im SAGIS-System keinen Einfluß finden kann. Gemeint sind hier z.b. Baumbestände welche durch ihren jährlichen Wuchs, durch welche in absehbarer Zeit eine Beschattung der Anlagenteile erfolgen könnte, oder freie Bauflächen bei denen es im Falle der Bebauung ebenfalls zu Beschattungsproblemen an der Anlage kommen könnte. Außerdem ist natürlich auch die Dachbeschaffenheit zu berücksichtigen, d.h. es sind Gaupen, Kamine, Lüftungsschächte und Dachvorsprünge für eine allfällige Beschattung zu berücksichtigen.

16 4. Normgerechte Ausführung Welche Normen und Vorschriften sind bei der Planung bzw. Errichtung von PV- Anlagen zu berücksichtigen. Bauvorschriften Bewilligungsfreistellung von PV-Anlagen bei dachintegrierter bzw. dachparalleler Montage Statische Berechnung für Tragsysteme Evtl. Statiknachweiß über die Tragfähigkeit der Dachkonstruktion ( vor allem bei älteren Gebäude ratsam )

17 Normgerechte Ausführung Elektrotechnische Vorschriften ÖVE/ÖNORMEN ÖVE/ÖNORM E über die Errichtung von elektrischen Anlagen mit Nennspannungen bis AC 1000V und DC 1500V Teil 1, Begriffe und Schutz gegen elektrischen Schlag ÖVE-EN 1 Teil 3 42, über die Errichtung von Starkstromanlagen mit Nennspannungen bis AC 1000V und DC 1500V Teil 3, Beschaffenheit, Bemessung und Verlegung von Leitungen und Kabeln - 42: Verlegung von Leitungen und Kabeln ÖVE/ÖNORM E über die Errichtung von elektrischen Anlagen mit Nennspannungen bis AC 1000V und DC 1500V Prüfung und Erstprüfung ÖVE/ÖNORM E über die Errichtung von elektrischen Anlagen mit Nennspannungen bis AC 1000V und DC 1500V Wiederkehrende Prüfung und Außerordentliche Prüfung

18 Normgerechte Ausführung ÖVE EN über Photovoltaische Einrichtungen Teil 3: Messgrundsätze für terrestrische photovoltaische (PV) Einrichtungen mit Angaben über die spektrale Strahlungsverteilung ÖVE/ÖNORME und über Aufbau und Ausführung von Erdungsanlagen, Fundament- und Tiefenerder ÖVE/ÖNORM EN , Betrieb von elektrischen Anlagen, Teil 1 ÖVE/ÖNORM E :2009 über die Errichtung von elektrischen Anlagen mit Nennspannungen bis AC 1000V und DC 1500V Photovoltaische Energieerzeugungsanlagen ÖVE/ÖNORM EN 50438, Anforderungen für den Anschluss von Kleinstgeneratoren an das öffentliche Niederspannungsnetz ÖVE/ÖNORM EN über Überspannungsschutzgeräte in Niederspannungsanlagen Anforderungen und Prüfungen

19 Normgerechte Ausführung ÖVE/ÖNORM EN über Überspannungsschutzgeräte in Telekommunikations- und signalverarbeitenden Netzwerken Erdungs- und Blitzschutzanlage, Fundament- und Tiefenerder nach E (E 49), ÖVE/ÖNORM EN ÖVE/ÖNORM EN über Blitzschutzbauteile ÖNORM M 7778 über Montageplanung und Montage von thermischen Solarkollektoren und Photovoltaikmodulen ÖVE/ÖNORM EN , , , , über Elektromagnetische Verträglichkeit BGBL II Nr. 529/2006, Elektromagnetische Verträglichkeitsverordnung 2006 EMVV 2006

20 Normgerechte Ausführung ÖVE/ÖNORM EN über Überspannungsschutzgeräte in Niederspannungsanlagen Anforderungen und Prüfungen ÖVE/ÖNORM EN über Überspannungsschutzgeräte in Telekommunikations- und signalverarbeitenden Netzwerken Erdungs- und Blitzschutzanlage, Fundament- und Tiefenerder nach E (E 49), ÖVE/ÖNORM EN ÖVE/ÖNORM EN über Blitzschutzbauteile

21 Normgerechte Ausführung Technische und organisatorische Regeln (TOR) für Betreiber und Benutzer von Übertragungs- und Verteilernetzen, Teil D, Hauptabschnitt D1 bis D4 Richtlinie für den Parallelbetrieb von dezentralen Erzeugungsanlagen (DEA) mit dem Netz der Vorarlberger Verteilernetzbetreiber (VNB), Ausgabe 2005 Technische Anforderungen an Einspeiseanlagen ab 100 kw zur Unterstützung der Spannungshaltung im Netz (hrsg. 2012, berücksichtigt TOR D4) ÖVE ÖNORM EN Netzgekoppelte Photovoltaik-Systeme Mindestanforderungen an Systemdokumentation, Inbetriebnahmeprüfung und Prüfungen

22 Normgerechte Ausführung ÖVE/ÖNORM Richtlinien ÖVE-Richtlinie R 11-1 PV-Anlagen Zusätzliche Sicherheitsanforderungen Teil 1: Anforderungen zum Schutz von Einsatzkräften ÖVE/ÖNORM Richtlinie R6-2-1, R6-2-2 Einsatz von Blitzstrom- und Überspannungsableiter gemäß ÖVE Richtlinie R6-2-2

23 Normgerechte Ausführung OVE-Richtlinie R 11-1: PV-Anlagen Zusätzliche Sicherheitsanforderungen Teil 1: Anforderungen zum Schutz von Einsatzkräften Diese OVE-Richtlinie enthält zusätzliche Sicherheitsanforderungen und gilt für die Planung und Errichtung von Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) an oder auf baulichen Anlagen. Sie dient auch, im Falle von komplexen bzw. von größeren Anlagen, der Behörde bzw. der Feuerwehr eine objektspezifische Bewertung der Sicherheitsmaßnahmen zu ermöglichen. Sie sieht Maßnahmen vor, dass, hervorgerufen durch einen Notfall, beim Versagen der Maßnahme des Fehlerschutzes Schutzisolierung mögliche Risiken zum Brandschutz und Personenschutz so gering als möglich gehalten werden können. Für PV-Anlagen auf Freiflächen, sogenannten PV-Freiflächenanlagen, können die Anforderungen dieser Richtlinie sinngemäß angewendet werden. Dieses Dokument gilt als Ergänzung zu : ÖVE/ÖNORM E ÖVE-EN 1 Teil 2 Reihe ÖVE-EN 1 Teil 3 Reihe ÖVE/ÖNORM E

24 Normgerechte Ausführung ÖVE/ÖNORM Richtlinie R6-2-1, R6-2-2 Einsatz von Blitzstrom- und Überspannungsableiter gemäß ÖVE Richtlinie R6-2-2 In diesen Richtlinien wird der Einsatz von Überspannungsableitern geregelt, d.h. welche Überspannungsableiter verwendet werden müssen je nach gegebenheit unterscheidet man : 1. Blitzschutzanlage vorhanden - Trennungsabstand wird eingehalten 2. Blitzschutzanlage vorhanden - Trennungsabstand wird nicht eingehalten 3. Keine Blitzschutzanlage vorhanden

25 Normgerechte Ausführung : ÖVE/ÖNORM Richtlinie R6-2-1, R Blitzschutzanlage vorhanden - Trennungsabstand wird eingehalten Grafik Ursprung Schrack Dabei sind gemäß R6-2-2 folgende Überspannungsableitertypen erforderlich: Einbauort 1 Ein Überspannungsableiter der Type 2 für Photovoltaikanlagen ist an diesem Einbauort erforderlich, sofern die Leitungslänge zwischen PV Generator und PV Wechselrichter nicht größer als 10m ist. Im Falle von Leitungslängen größer 10m sind Blitzstromableiter für PV Anlagen einzusetzen Type 1. In diesem Fall muss beim PV Generator und beim PV Wechselrichter ein SPD PV Type 1 gesetzt werden. Einbauort 2 Ein Blitzstromableiter Type 1 oder Type 1/2 (AC) - geprüft nach IEC/EN auf der AC-Seite des Wechselrichters zu installieren, wenn die Leitungslänge zwischen PV-Wechselrichter und Hauptverteilung größer 10m ist. Einbauort 3 Der Einbauort 3 (Hautpverteilung) erfordert in diesem Fall einen Type 1 oder Kombiableiter Type 1/2 für Wechselspannung.

26 Normgerechte Ausführung : ÖVE/ÖNORM Richtlinie R6-2-1, R Blitzschutzanlage vorhanden - Trennungsabstand wird nicht eingehalten G Grafik Ursprung Schrack Dabei sind gemäß R6-2-2 folgende Überspannungsableitertypen erforderlich: Einbauort 1 Ein Überspannungsableiter der Type 2 für Photovoltaikanlagen ist an diesem Einbauort erforderlich, sofern die Leitungslänge zwischen PV Generator und PV Wechselrichter nicht größer als 10m ist. Im Falle von Leitungslängen größer 10m sind Blitzstromableiter für PV Anlagen einzusetzen Type 1. In diesem Fall muss beim PV Generator und beim PV Wechselrichter ein SPD PV Type 1 gesetzt werden. Einbauort 2 Ein Blitzstromableiter Type 1 oder Type 1/2 (AC) - geprüft nach IEC/EN auf der AC-Seite des Wechselrichters zu installieren, wenn die Leitungslänge zwischen PV-Wechselrichter und Hauptverteilung größer 10m ist. Einbauort 3 Der Einbauort 3 (Hautpverteilung) erfordert in diesem Fall einen Type 1 oder Kombiableiter Type ½ für Wechselspannung.

27 Normgerechte Ausführung : ÖVE/ÖNORM Richtlinie R6-2-1, R Keine Blitzschutzanlage vorhanden G Grafik Ursprung Schrack Dabei sind gemäß R6-2-2 folgende Überspannungsableitertypen erforderlich: Einbauort 1 Ein Überspannungsableiter der Type 2 für Photovoltaikanlagen ist an diesem Einbauort erforderlich. Ist die Leitungslänge zwischen PV Generator und PV Wechselrichter größer als 10m ist beim PV Wechselrichter und beim PV Generator ein Überspannungsableiter für PV Type 2 zu installieren. Einbauort 2 Ein Überspannungsableiter Type 2 (AC) - geprüft nach IEC/EN auf der AC-Seite des Wechselrichters ist zu installieren, wenn die Leitungslänge zwischen PV- Wechselrichter und Hauptverteilung größer 10m ist. Einbauort 3 In der Hauptverteilung ist im Normalfall ein Überspannungsableiter Type 2 erforderlich.

28 5. Wartbarkeit der PV-Anlage Im Bezug auf Wartbarkeit der PV-Anlage, sollte im speziellen die Zugänglichkeit der PV-Module beachtet werden. Meist werden bei den Anlagen Wartungsgänge zwischen den Modulen auf den Dachflächen vergessen, so das teilweise Module nur erreicht werden können, wenn man über die angrenzenden Module geht -> Ausbau in Störfall kaum möglich, und bei steilen Dächern im Wartungsfall extrem gefährlich. Außerdem ist das begehen der Module immer eine heikle Angelegenheit auch im bezug auf Beschädigung der Module ( nicht alle Montagetechniker sind in der Gewichtklasse eines Jokeys ). Natürlich wird hier immer als Einwand gebracht, dass dadurch Flächen für die Modulmontage und damit Leistung verloren geht, aber auch die Temperaturen und den Modulen können durch Wartungsbereiche wesentlich verringert werden, da hier eine Hinterlüftung der Module ermöglicht wird. Ebenso sollte der Wechselrichter in einem gut belüfteten Raum unterbracht werden und nicht wie machen Fällen am Dachboden im letzten Eck.

29 Wartbarkeit von PV-Anlagen Ebenso ist die Zugänglichkeit des DC-Überspannungsableiters zu Gewährleisten, denn dieser sollte wenn möglich vom Kunden vierteljährlich kontrolliert werden.

30 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

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