Vereinbarung über die Zusammenarbeit der Schweizerischen Technischen Fachschule Winterthur (STFW) mit dem Personalkonvent

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1 Vereinbarung über die Zusammenarbeit der Schweizerischen Technischen Fachschule Winterthur (STFW) mit dem Personalkonvent Leitgedanke Schulführung und Personalkonvent sind überzeugt, dass eine gute Zusammenarbeit die Arbeitsfreude und Arbeitsleistung auf allen Ebenen fördert und damit entscheidend zum Wohle der Schule und ihrer Kunden beiträgt. Sie bekennen sich deshalb zum Ziel, einer einvernehmlichen Zusammenarbeit, welche den Sachverstand, das Engagement und die Mitverantwortung der Mitarbeitenden sowohl fördert wie für den bestmöglichen Erfolg der Schule nutzbar macht. Die nachfolgende Vereinbarung hält dazu die Rahmenbedingungen fest. Redaktionelle Bestimmungen Aus Lesbarkeitsgründen werden Personen und Funktionen nur in der männlichen Sprachform aufgeführt. Abkürzungen SL Schulleitung LA Leitender Ausschuss SR Stiftungsrat PEKO Personalkonvent PKV Personalkonvents-Vorstand 1. Grundsätze 1 Der Personalkonvent der STFW ist ein Mitwirkungsorgan im Sinne des Mitwirkungsgesetzes. 1 2 Die Zusammenarbeit des Personalkonvents mit SL, LA und SR wird durch diese Vereinbarung geregelt. 3 Die Vereinbarung wurde von SR und Personalvertretung gemeinsam erarbeitet. Beide Parteien stimmen ihr zu. 4 Beide Parteien sind sich bewusst, dass ein hohes Mass an gegenseitiger Akzeptanz, an Fairness und Aufeinanderzugehen nötig ist. Nur so lässt sich im Arbeitsalltag eine vertrauensvolle Zusammenarbeit erreichen, welche das Engagement der Mitarbeitenden abholt, ihre besten Kräfte ermuntert und so den Erfolg der Schule massgeblich fördert. 5 Beide Parteien sind sich bewusst, dass ein gutes Schulklima nicht in der Abwesenheit von Konflikten bestehen kann, sondern eine positive Konfliktkultur mitenthalten muss, welche unterschiedliche Standpunkte akzeptiert, ohne die grundsätzlich gute Einstellung zur Schule und das Engagement für ihren Erfolg in Frage zu stellen. 1 Bundesgesetz über die Information und Mitsprache der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Betrieben (Mitwirkungsgesetz) vom 17. Dezember 1993 Vereinbarung vom _definitv.doc 1 Stand AG PEKO/PKV

2 2. Geltungsbereich und Geltungsdauer 1 Die Vereinbarung hat Gültigkeit für alle Mitarbeitenden der STFW, einschliesslich der Lehrbeauftragten. 2 Änderungen können nur im gegenseitigen Einverständnis vorgenommen werden. Ein Antrag kann von beiden Seiten gestellt werden. Kommt keine Einigung zustande, kann auf Veranlassung des PKV oder des SR ein Arbeitnehmer- bzw. ein Arbeitgeberverband zur Abklärung und Vermittlung beigezogen werden. Bis zu einer allfälligen Einigung gilt die bisherige Vereinbarung. 3. Personalvertretung 1 Zur Förderung der guten Zusammenarbeit bilden die an der STFW angestellten Mitarbeitenden den Personalkonvent. 2 Der Personalkonvent konstituiert sich selbst. Grundlage ist das gültige Personalkonventsreglement. 3 Als ihre Vertreter wählt der Personalkonvent einen Vorstand und Präsidenten. 4. Aufgaben des Vorstands des Personalkonvents PKV 1 Der PKV behandelt Anliegen, welche die Interessen der Mitarbeitenden betreffen sowie eine effiziente und qualitativ hochstehende Arbeit im Interesse der Schule. Er formuliert Anträge und Vorschläge und unterbreitet sie der SL zur Stellungnahme. 2 Der PKV nimmt Anliegen der Mitarbeitenden entgegen und vertritt sie gegenüber der SL, wenn ihm eine Weiterbehandlung angezeigt erscheint und die Anliegen nicht auf dem Dienstweg zu behandeln sind. 3 Bei persönlichen Anliegen, die auf dem Dienstweg zu behandeln sind, können sich Mitarbeitende durch den PKV unterstützen lassen. Der Dienstweg ist dabei einzuhalten. 4 Der PKV nimmt zu den Geschäften von SL, LA und SR Stellung, soweit diese Geschäfte nicht dem Vertraulichkeitsgebot unterliegen. 5 Der PKV holt bei Geschäften, die von weitreichender Bedeutung sind, mehrere Departemente oder die ganze Schule betreffen, das Mandat des Personalkonvents ein und vertritt die Meinung der Mehrheit des Personalkonvents gegenüber SL, LA und SR. 5. Information 1 Die SL informiert den PKV regelmässig über den Geschäftsgang und gibt ihm Gelegenheit zur Aussprache. Weiter informiert sie den PKV über alle wichtigen und das Personal berührenden Entscheidungen. 2 Der PKV gewährleistet die Information und Meinungsbildung des Personals hinsichtlich seiner Zusammenarbeit mit der STFW. Vereinbarung vom _definitv.doc 2 Stand AG PEKO/PKV

3 3 Der PKV orientiert die SL unaufgefordert über Veränderungen des Betriebsklimas sowie über alle wesentlichen Beanstandungen, Wünsche, Anregungen und Anträge der Mitarbeitenden bzw. des Personalkonvents. 4 Die Mitglieder des PKV sind über betriebliche Angelegenheiten, die ihnen in dieser Eigenschaft zur Kenntnis gelangen, zur Verschwiegenheit gegenüber betriebsfremden Personen verpflichtet, sofern diese nicht mit der Wahrung der Interessen der Mitarbeitenden betraut sind. 6. Zusammenarbeit 6.1 Zusammenarbeit zwischen PKV und Personalkonvent 1 Das gültige Personalkonventsreglement regelt die Zusammenarbeit zwischen PKV und Personalkonvent. 6.2 Zusammenarbeit zwischen PKV und den Organen der STFW. 1 Ansprechpartner für SL, LA und SR ist der Präsident des Personalkonvents. 2 Die SL lädt den Präsidenten des PKV zu den Sitzungen der STFW-Organe (SL, LA, SR) ein. Ein Ausschluss bei bestimmten Traktanden ist möglich. 3 Die Traktanden der PK- und der PKV-Sitzungen werden der SL vorab zugestellt. Die SL beantragt dem PKV, bei welchen Themen sie teilnehmen möchte. 4 Zur Wahrung des Gewichts der Personalinteressen nimmt der Präsident des Personalkonvents an den Sitzungen der SL mit Stimmrecht teil. 5 Der Präsident des PKV kann auch den Vizepräsidenten des PKV - oder in Absprache mit der SL - ein anderes Mitglied des PKV delegieren, doch muss dies die Ausnahme bleiben. 6 Die SL stellt in Absprache mit dem Präsidenten des PKV sicher, dass er ihre Sitzungen besuchen kann. 7 Der PKV hat das Recht, Informationen in eigener Sache bekannt zu geben, wobei vorab eine Kopie der SL zu überlassen ist. 8 Die SL stellt die benötigten Ressourcen für die Arbeit des PKV zur Verfügung (Räumlichkeiten inkl. technische Hilfsmittel). 9 Für die Erfüllung ihrer Aufgaben sind der Präsident und der Vizepräsident des PKV angemessen freizustellen und abzugelten. Die Höhe der Abgeltung erfolgt einvernehmlich mit der SL. Sie muss in einem fairen Verhältnis zum Aufwand stehen. Für den Präsidenten des PKV beträgt sie für die vorliegende Vereinbarung 12%, für den Vizepräsidenten 3%. 10 Mitglieder des PKV, die nicht dem Lehrkörper angehören, sind berechtigt, für die Erledigung administrativer Angelegenheiten für den Personalkonvent die Arbeitszeit zu nutzen. Sie informieren ihren Vorgesetzten. Vereinbarung vom _definitv.doc 3 Stand AG PEKO/PKV

4 11 Die Behandlung von Fragen und Aufgaben kann bei Bedarf im beidseitigen Einverständnis auch besonderen Arbeitsgruppen übertragen werden. 12 Die STFW orientiert bei Neuanstellungen, dass an der Schule eine Personalvertretung existiert und händigt das gültige Personalkonventsreglement aus. 13 Die SL hält den PKV bezüglich personeller Mutationen bei den Mitarbeitenden auf dem Laufenden. 7. Besondere Mitwirkungsgebiete 1 Wirtschaftlich bedingte Entlassungen: Verhandlung über die Folgen bei einer grösseren Anzahl von Entlassungen (10% der Belegschaft). 2 Eine Änderung der Versicherung bezüglich der beruflichen Vorsorge (BVG, 2. Säule) ist nur mit Zustimmung des Personalkonvents möglich. 2 3 Vor Entscheiden über die Krankentaggeldversicherung wird der Personalkonvent angehört. 8. Weiterbildung für Personalvertreter 1 Für die Schulung zur Ausübung ihrer Tätigkeit erhalten Mitglieder des PKV zusätzliche Weiterbildungstage. 2 Als zusätzliche Weiterbildungstage sind Schulungen anrechenbar, die von einer anerkannten Weiterbildungsinstitution für Personalvertreter angeboten werden. 3 Der Besuch von Kursen oder Veranstaltungen, für die Schulungstage beansprucht werden, ist mit der SL frühzeitig zu vereinbaren. Auf betriebliche Bedürfnisse ist, bei Wahrung des grundsätzlichen Anspruchs, angemessen Rücksicht zu nehmen. 4 Für die Vertreter des Personals in der Pensionskasse gilt sinngemäss dieselbe Regelung wie für den PKV. 5 Sollen nicht dem PKV angehörende Mitarbeitende auf Vorschlag des PKV an einer Veranstaltung, welche die erwähnten Bedingungen erfüllt, teilnehmen, so kann die SL unbezahlte Urlaubstage bewilligen. 9. Schutz der Mitglieder des PKV 1 Grundsätzlich gelten die gesetzlichen Bestimmungen gemäss MwG. 3 2 Die Mitglieder des PKV erfüllen eine wichtige Funktion für die Schule und geniessen eine besondere Vertrauensstellung bei Personal und SL, LA und SR. 2 Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) vom 25. Juni 1982 (Stand am 27. Dezember 2006): Art. 51, Abs. 1 und 3; Art. 11, Abs. 3 bis 3 Bundesgesetz über die Information und Mitsprache der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Betrieben (Mitwirkungsgesetz) vom 17. Dezember 1993 Vereinbarung vom _definitv.doc 4 Stand AG PEKO/PKV

5 3 Mitgliedern des PKV sowie Stiftungsräten betrieblicher Personalvorsorgeeinrichtungen darf wegen ihrer ordnungsgemässen Tätigkeit als Personalvertreter weder gekündigt werden noch dürfen ihnen andere Nachteile erwachsen. 10. Inkrafttreten Dieses Reglement tritt nach Genehmigung durch SR und Personalkonvent auf den 4. Juni 2007 in Kraft. Winterthur, 4. Juni 2007 Für den Stiftungsrat der STFW: Für die Personalvertretung: H.-P. In-Albon Präsident des Stiftungsrates Beat Geissbühler Präsident des Personalkonvents Vereinbarung vom _definitv.doc 5 Stand AG PEKO/PKV

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