Herausforderungen in ICT und Prozessen eines EVU. PLN Abonax vom 30. Juni 2015 in Sirnach

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1 Herausforderungen in ICT und Prozessen eines EVU PLN Abonax vom 30. Juni 2015 in Sirnach

2 2 Herausforderungen in Prozessen und ICT eines EVU 30. Juni 2015 Einleitung ICT-Trends / Datensicherheit ICT als strategische EVU Ressource Aufbau und Bereitstellung der ICT

3 3 ICT-Trends 30. Juni 2015 ICT-Trends

4 4 ICT-Trends 30. Juni 2015 Von Gartner werden jährlich die zehn wichtigsten Trends der ICT* identifiziert Mobile Anwendungen Risikobasierte Ansätze Umfassende Konnektivität auch mit Dingen (Geräten) "Drucken" von Ersatzteilen Intelligente Systeme und «Big Data» Analysen Quelle: Gartner (Januar 2015) *Information and Communication Technology

5 5 ICT-Trends 30. Juni 2015 Die Digitalisierung führt zu einer vierten Phase der industriellen Revolution Mechanisierung Elektrifizierung Automation Digitaler Umbau Quelle: Sonntagszeitung (März 2015)

6 6 ICT-Trends 30. Juni 2015 Energieversorger werden aufgrund der zunehmenden Komplexitäten und weiten Verfügbarkeit von Daten ihr Business substantiell anpassen und weiterentwickeln (müssen).

7 7 Datensicherheit 30. Juni 2015 IT-Sicherheit Ein wichtiges Thema der Zukunft Datensicherheit

8 8 Datensicherheit 30. Juni 2015 IT-Sicherheit reale Bedrohungen

9 9 Datensicherheit 30. Juni 2015 IT-Sicherheit ein Thema für viele Unternehmen IT Sicherheit wird insbesondere im Dienstleistungsgewerbe als grösstes unternehmerisches Risiko bewertet Nicht mehr ambitionierte Amateure und Studenten beherrschen die Arena, sondern gut bezahlte Top Profis, die mit viel Geld aus illegalen Quellen sehr gut bezahlt werden. Der Automatisierungsgrad in der Suche nach «Löchern» ist sehr hoch Das Schadenpotenzial von IT Sicherheitslücken ist gross und wird häufig erst im Schadenfall erkannt Schützenswerte Personendaten und Daten von hohem Wert müssen mit wirksamen Massnahmen vor Diebstahl und Missbrauch geschützt werden Quelle: IBM Global IT Risk Study

10 10 Herausforderungen in Prozessen und ICT eines EVU 30. Juni 2015 Einleitung ICT-Trends / Datensicherheit ICT als strategische EVU Ressource Aufbau und Bereitstellung der ICT

11 11 ICT als strategische EVU Ressource Ausgangslage die Einflussfaktoren in der Energiebranche Energiewende Vollständige Marktöffnung Marktentwicklung Europa Margen-Erosion Regulierung im Netzbereich (Sunshine-Regulierung) Dezentrale Erzeugung Last-Management Technologische Konvergenz (z. B. Leittechnik / ICT) Kostendruck Effizienzdruck Netzausbau Smart Grid Kundenorientierung Sicherheit Automatisierung und Professionalisierung der Prozesse Reduktion der Schnittstellen Umsichtige und bedarfsorientierte Investitionsplanung Sicherstellung der Kostentransparenz Netz-Konsolidierungen und -Kooperationen Umsichtige Zielnetzplanung (Einbindung dezentr. Einspeisung) Automatisierung Netzüberwachung und -steuerung Neue Geschäftsmodelle im Smart Grid Umfeld Aktives Kundenmanagement und proaktive Abdeckung geänderter Kundenbedürfnisse Sicherheitskonzepte zunehmend im Fokus der Politik und Öffentlichkeit

12 12 ICT als strategische EVU Ressource Ausgangslage die Einflussfaktoren in der Energiebranche Energiewende Vollständige Marktöffnung Marktentwicklung Europa Definition neuer und innovativer Geschäftsmodelle...zur Abdeckung geänderter Kundenbedürfnisse und zur Erschliessung neuer Ertragsquellen Optimierung der Kosten und Geschäftsprozesse aufgrund des zunehmenden Kosten- und Effizienzdrucks bei steigender Komplexität Erfüllung zunehmend komplexer Vorgaben seitens Politik, Regulator oder der öffentlichen Meinung

13 13 ICT als strategische EVU Ressource ICT wird zum Schlüsselfaktor zur Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen Aufbau Energiedienstleistungen an «Prosumer» Sicherstellung Kundensicht 360 Aufbau interaktiver Kundenkanäle ICT Automatisierung der Geschäftsprozesse Kostenbewusste Prozesssteuerung Einsatz neuer unterstützender Technologien ICT als strategischer Erfolgsfaktor Umsetzung Branchenvorgaben (v.a. Marktöffnung) Berücksichtigung Kundenerwartungen

14 14 ICT als strategische EVU Ressource ICT stellt die erforderlichen Tools zur Verfügung - Prozessoptimierung ICT Nachhaltige Prozessoptimierungen und Effizienzsteigerungen durch ICT-Einsatz Mobile Workforces Vereinfachung und Effizienzsteigerung der mobilen Prozesse Automatisierte Einbindung mobiler Aktivitäten Effiziente Datenbereitstellung über mobile Applikationen Asset Management Optimierte Betriebsmitteleinsatz- und Investitionsplanung Zuverlässigkeitsbasierte Instandhaltungsstrategien («Strategisches AM») Firmenübergreifende Sammlung und Auswertung Asset-relevanter Daten Smart Grid Intelligente Vernetzung und Steuerung der Netzanlagen Kontinuierliche Messung und Steuerung dezentral verteilter Komponenten zur Produktion, Verteilung, Speicherung und Verbrauch elektrischer Energie

15 15 ICT als strategische EVU Ressource ICT stellt die erforderlichen Tools zur Verfügung - Vorgaben ICT Die Komplexität der zukünftigen Anforderungen setzt den Einsatz von ICT voraus Wechselprozesse Umsetzung der Wechselprozesse für die vollständige Marktöffnung Einführung von Tarifbandprofilen Ggf. Automatisierung der Wechselprozesse Elektr. Abrechnung Durchführung der Netznutzungsabrechnung «E-Invoicing» für elektronische Rechnungstellung VNB an Lieferant Vierteljährliche Ablesung der Netznutzung bei fremdbelieferten Endkunden Informat. Trennung Entflechtung, Kostenrechnung, Information Wirtschaftlich sensible Informationen aus dem Stromnetz dürfen nicht für andere Tätigkeitsbereiche (z.b. Stromverkauf) genutzt werden Separate Geschäftsprozesse für Netz und Energie?!?... *) ICT Continuity Management

16 16 ICT als strategische EVU Ressource ICT stellt die erforderlichen Tools zur Verfügung - Neue Geschäftsmodelle ICT Das Energiegeschäft wird zunehmend durch die ICT definiert Kundenportale Optimierung und Automatisierung des Kundenkontaktes Vereinfachung der Geschäftsprozesse und Erhöhung des Kundennutzens (Zugriff auf Energiedaten, Einzug/Umzug etc.) Vereinfachung eines Lieferantenwechsels Prosumer-DL Entwicklung neuer Dienstleistungsmodelle für den «Prosumer» Transformation vom Energielieferant zum Energiedienstleister Energienachfragesteuerung, virtuelle Kraftwerke etc. Kundenmanagement Sicherstellung einer 360 Kundensicht Optimierung der bereichsübergreifenden Kundenorientierung Aufbau eines CRM ICT und Prozesse

17 17 ICT als strategische EVU Ressource Sämtliche «Puzzle-Teile» sind miteinander verknüpft Prozessoptimierungen Mobile Workforces AM Smart Grid Applikationen Smart Meters Leitsystem etc. Wechselprozesse E-Invoicing Informatorische Trennung Kommunikation Vorgaben Access Backbone Architekturen Neue Geschäftsmodelle Kundenportal Prosumer-DL CRM Daten Plattformen etc. Die anstehenden Herausforderungen ziehen grosse Umwälzungen bei den EVU nach sich, welche wesentlich auf der Informationstechnologie beruhen.

18 18 Herausforderungen in Prozessen und ICT eines EVU 30. Juni 2015 Einleitung ICT-Trends / Datensicherheit ICT als strategische EVU Ressource Aufbau und Bereitstellung der ICT

19 EVU 19 Aufbau und Bereitstellung der ICT Einbettung der ICT-Landschaft Kunden Marktpartner Energielieferanten Business Erzeugung Beschaffung / Handel Übertragung Verteilung Vertrieb Preisberechnungen Eigenverbrauch Portfolio Mgmt. Asset Mgmt. Regulierungs- Mgmt. Abrechnung Akquisition Speicher Risiko Mgmt. Energiedaten- Mgmt. Kundenbetreuung Vertrags- Mgmt. Lieferantenwechsel Marketing ETRM- & Fahrplanmanagementsysteme EDM-Systeme Zählerfernauslesung Kalkulation & Vertragsmanagement CRM-Systeme Verrechnungssysteme (z. B. IS/E) Leitsysteme (SCADA & Applikationen) Assetmanagement-Systeme GIS/NIS-Systeme Dokumentenmanagement und Archivierung ERP-Systeme (z. B. Abacus) Server, Datenbanken, Rechenzentren Daten- und Sprachkommunikation ICT Kraftwerke Verteilnetzbetreiber Dienstleister

20 20 Aufbau und Bereitstellung der ICT Kritische Erfolgsfaktoren Umsichtiges Projektmanagement Aufbau Ressourcen (Skills und Ausbildung) Definition Vorgehen (Systematik) Einsatz von Tools (PM-Framework) Make or Buy-Strategie Festlegung der Sourcing- oder Make/Buy-Strategie Wahl der geeigneten Kooperationsplattform(en) Projektmanagement Make or Buy- Strategie ICT-Projekte sind oft auch Change-Projekte Kultureller Change Aufbrechen von «Silos» Förderung Kundenorientierung Change Management Erfolgsfaktoren Ressourcen Sicherstellung der Ressourcen Priorisierung der Aufgaben Managementunterstützung Geschäftsprozesse Prozesse Organisation Organisationskonzept ICT Business/IT-Alignement: Bereichsübergreifende und vollständige Definition der ICT-Anforderungen aus den (z. T. neuen) Geschäftsprozessen Definition der Rollen und Verantwortlichkeiten Definition der Aufgaben und Schnittstellen

21 21 Aufbau und Bereitstellung der ICT Fazit Die Branchenentwicklungen führen zu neuen Herausforderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, welche einen hohen Komplexitätsgrad aufweisen und integriert anzugehen sind. Um den Anforderungen gerecht zu werden, gilt es, die ICT als zunehmend strategische Ressource wahrzunehmen und die entsprechenden Werkzeuge bereitzustellen. Dies beinhaltet bei den meisten EVU eine Erweiterung oder Optimierung der bestehenden Systemlandschaft. In einem ersten Schritt ist eine firmenweite ICT-Strategie zur Sicherstellung des zukünftigen Geschäfts zu erstellen. Je nach Zeithorizont der Anforderungen ist die Zeit hierfür bereits knapp. Beispiel vollständige Marktöffnung: Die Anzahl der Softwareanbieter und deren Integratoren für Umsetzungsprojekte in der Schweiz ist limitiert Alleine oder in einer Kooperation mit anderen Energieversorgungsunternehmen?

22 22 Modulare IT-Gesamtlösung Lösungsübersicht Energieversorger für Energieversorger Kundenportal KMU / Industrie (Lastgangmessung) Unternehmensportal Monitoring Dashbord Kundenportal Haushalt Gewerbe /KMU EPM Energie Prozesse Monitoring Stammdaten Austausch Verrechnung Austausch MWE Mieterwechsel Lieferantenwechsel HIK Haus- Installations- Kontrolle EAT Einbau Ausbau Tausch ESB Enterprise Service Bus BPM Business Process Management GIS Smart Metering ZFA EDM EA Geräte CRM ERP Finanzen DMS

23 23 Herausforderungen in Prozessen und ICT eines EVU 1. Feb Fragen oder Bemerkungen? Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

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