Vertrieb regionaler Produkte Erfahrungen/Sichtweisen aus dem Amt Burg (Spreewald)

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1 Vertrieb regionaler Produkte Erfahrungen/Sichtweisen aus dem Amt Burg (Spreewald) Vetschau Sven Tischer Wirtschaftsförderer, Amt Burg (Spreewald)

2 Gliederung 1. Was ist regional, was bedeutet Regionalität? 2. statistische Daten aus dem Amt Burg (Spreewald) 3. Vermarktung regionaler Produkte 4. erfolgreiche Beispiele Vermarktung/regionale Produkte (aus dem Amt Burg (Spreewald)) 5. Ziele/Unterstützung Amt Burg (Spreewald) 6. Fazit/Ausblick

3 1. Was ist regional, was bedeutet Regionalität? "Region" Sicht des Betrachters steht im Mittelpunkt eine Region hat sowohl räumliche als auch soziokulturelle Grenzen rein geografisch gesehen, ist die Region definiert als ein Raum kleiner als ein Nationalstaat (zum Beispiel Deutschland), aber größer als eine Kommune. Oft geben zum Beispiel Naturräume, wie der Spreewald oder die Niederlausitz, einer Region ihren Namen bei Lebensmitteln bedeutet Regionalität, dass ein möglichst großer Teil der Rohstoffe eines Produktes bei Monoprodukten 100 Prozent - aus der Region stammt und eben auch die Verarbeitung und Fertigstellung vor Ort stattfindet. Immer mehr Verbraucher achten mittlerweile bewusst darauf, möglichst auch Lebensmittel aus der Region zu kaufen. in Bezug auf Regionalvermarktung verbindet man mit Regionalität gemeinhin regionale Lebensmittel, das heißt Erzeugnisse mit geografischer Herkunftsidentität und Produkte, deren Herkunft aus einer bestimmten Region für den Konsumenten erkennbar ist. Die Herkunft eines regionalen Produktes ist also transparent und wird dem Konsumenten kommuniziert. Die meisten Konsumenten haben ein emotional-assoziatives Verständnis für den Begriff Regionalität. (Kaliwoda, 2007, S. 6, zit. nach Fahrner 2010, S. 5) Quelle: U. Ermann: Regionalprodukte Quelle:

4 Regionalität: relevante Zukunftstrends regionale Identität, Wertschöpfung, Heimatliebe kurze Wege Nähe gewinnt! Emotionen, Erlebnisse, Einzigartigkeit Bequemlichkeit, keine Zeit, Digitalisierung interkommunale Kooperation

5 2. statistische Daten aus dem Amt Burg (Spreewald) Fläche: 125,6 km² Einwohner im Amtsbereich: (2016) Einwohner je km²: 74

6 2. statistische Daten aus dem Amt Burg (Spreewald) Einzelhandel einzelhandelsrelevante Kaufkraft: 43,5 Mio. p.a. Umsatz im Einzelhandel: 14,6 Mio. p. a. Umsatzkennziffer: 31,1 Zentralität: 34 Tourismus Übernachtungen: > (2015) gewerbliche Übernachtungsbetriebe: 44 (April 2014) gewerbliche Betten: (2015) gemeldete Betriebe insgesamt: ( ) sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (SvB) in Burg (Spreewald): besondere Merkmale: größter gestreuter Hofstellenbestand Dtl. weit verzweigtes Wasserlabyrinth größter Blockhausbestand Dtl. lebendige und besonders vielfältige sorbische/wendische Traditionspflege regionale Produkte regionales Handwerk Entwicklung der Übernachtungen unter Berücksichtigung der Kleinstbetriebe (+30%)

7 2. statistische Daten aus dem Amt Burg (Spreewald) Wochenmarkt im Jahr 2015: 50 Wochenmärkte durchschnittlich 10 Händler ca. 15 Standplätze zu vergeben ortsansässige Teilnehmer: 1 Gemüsebauer, im Zeitraum April bis Oktober, Sortiment Obst und Gemüse

8 3. Vermarktung regionaler Produkte Quelle: ttp://

9 Regionales Marketing Quelle: nach Stockebrand/Spiller Authentizität als Erfolgsfaktor im Regionalmarketing Labelling Organigramm Bezug Spreewald Regionale Dachmarken Bonativo Regionale Herstellermarken Regionale Label Regionalfenster Geschütztes Herkunftszeichen Regionalinitiativen / regionale Handelsmarken Interaktion Erzeuger- Verbraucher- Kontakt Infomaterial z. B. Broschüren Hoffeste, Betriebsbesichtigungen Storytelling PoS Verkostung, Weinproben

10 Leserumfrage Zeitmagazin -Dauer: 5 Wochen -über Einsendungen -Fazit: die meisten Städte sind sogar besser mit regionalen Lebensmitteln versorgt als einige ländliche Regionen Stand: April 2015 Quelle:

11 4. erfolgreiche Beispiele Vermarktung/regionale Produkte (aus dem Amt Burg (Spreewald)) Dorfladen Dissen Cafe Kleinod Gemüsehof Baronick Spreewälder Sagengeister Ballaschk Ölmühle Rosenrot und Feengrün Pflegeprodukte aus der Spreewald Therme Holzpantoffeln Karolczak Spreewald-Mosterei Trachtenstickerei Töpferei Piezonka

12 Dorfladen Dissen

13 Quelle:

14 Gemüsehof Baronick Schwarze Ecke Burg (Spreewald) Anbau von: Erdbeeren 10 Sorten Kartoffeln Gurken und Meerrettich Artischocke (Cardy), Zuckermais, Puffbohnen, Teltower Rübchen, Postelein, Brokkoli, Grüner Blumenkohl, Feldsalat, Ruccola, Auberginen, Tomatenpaprika, Möhren, Porree, Sellerie, Zwiebeln und viele bunte Salate Verkauf: Hofverkauf auch in kleineren Mengen Verkauf auf Wochenmärkten in Cottbus, in Burg (Spreewald) und Berlin Selbstpflücke bei Erdbeeren Online-Shop Quelle:

15 Quelle:

16 Quelle:

17 Wie wird es woanders gemacht? Waldviertel Niederösterreich Quelle:

18 Produktvermarktung Mohn Mohndorf

19 Quelle:

20 5. Ziele/Unterstützung Amt Burg (Spreewald) Fachkräftesicherung Projekt QuAT Unterstützung der regionalen Produzenten und Handwerker bei der Fördermittelrecherche/ Fördermittelbeantragung Netzwerk Innovation Vermarktung regionaler Produkte

21 Fördermöglichkeiten REGIOkommune Bundespreis Bewerbungszeitraum:

22 Aktion Nachhaltige Entwicklung LOKALE AGENDA 21 Projekte/Initiativen zur konkreten Umsetzung von Beiträgen zur nachhaltigen Entwicklung vor Ort, z.b. in folgenden Bereichen: Integration von Umweltbelangen in der Landnutzung, Etablierung und Stärkung der regionalen Wertschöpfung insbesondere aus umweltverträglicher Wirtschaft, dezentrale Energiegewinnung, Energieeinsparung und Einsatz regenerativer Energien, schonender Umgang mit Wasser [ ] Förderung: bis (80 %) förderfähig: Sach- und Honorarkosten Erste Antragsrunde, ca. Anfang März 2016 Quelle:

23 Innovation? Quelle:

24 Vermarktung regionaler Produkte: 1. vorhandene Strukturen erhalten (Wochenmarkt, Hofläden, Dorfläden) 2. Ziel, einen ständig wiederkehrenden Markt mit reinen regionalen Produkten etablieren

25 Vermarktung regionaler Produkte: 3. Errichtung eines Markthofes zur konzentrierten Vermarktung regionaler Produkte für Einwohner, Gastronomen und Touristen

26

27 6. Fazit/Ausblick Herausforderung: fehlendes Personal bzw. Probleme der Personalkosten (z. B. durch zusätzliches Personal, um mehrere Märkte zu bedienen) etablierte und umsatzreiche Märkte (Berlin), man möchte die gewonnene Kundschaft nicht verlieren Verbraucher (Einwohner, Gäste) wissen oft gar nicht, welche Vielfalt in der Nähe verfügbar ist Informationsdefizit starke Einbindung in das tägliche Geschäft, kaum Raum und Zeit für Innovationen

28 Es geht auch ohne personellen Aufwand Quelle:

29 6. Fazit/Ausblick Lösungsansätze: Etablierung eines Marktes mit reinen regionalen Produkten (Handwerk, Kunst und Nahrungsmittel) Vernetzung der Produzenten durch Vorbild Vetschau: Hofladentour stärkere Vernetzung der Städte, Ämter und Gemeinden über Thementouren Flyer regionaler Produzenten langfristiges Ziel: Markthof für regionale Produzenten Genossenschaft?

30 Hab Geduld, viele Dinge sind schwierig, bevor sie einfach werden. Französisches Sprichwort

31 Kontaktdaten Sven Tischer Wirtschaftsförderer Amt Burg (Spreewald) Hauptstraße Burg (Spreewald) Tel Mobil Fax

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