Ursachen des 52-GW-Deckels und Folgen für die Anlagenentwicklung von Photovoltaiksystemen

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1 Ursachen des 52-GW-Deckels und Folgen für die Anlagenentwicklung von Photovoltaiksystemen Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Berlin 28. Symposium Photovoltaische Solarenergie 6. März 2013 Kloster Banz, Bad Staffelstein V

2 Ereignisse in 2012 Hurrican Sandy Oktober 2012 Quelle: U.S. Air Force 2

3 Ereignisse in 2012 Al Qaida Anschlag Henryville? März 2012 Foto: NOAA 3

4 Ereignisse in 2012 Tornado in Henryville Mögliche Folge unserer Nutzung fossiler Energien, März 2012 Foto: NOAA 4

5 Kohlendioxid-Zertifikatehandel gescheitert Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin CO 2 Emissionsrechte (Phase II) Zertifikat /t CO 2 Kosten für Schäden durch Treibhausgase Subventionen für fossile Kraftwerke > 20 Mrd. /a Apr.07 Jun.07 Sep.07 Dez.07 Mrz.08 Jun.08 Sep.08 Dez.08 Mrz.09 Jun.09 Sep.09 Dez.09 Mrz.10 Jun.10 Sep.10 Dez.10 Mrz.11 Jun.11 Sep.11 Dez.11 Mrz.12 Jun.12 Sep.12 Nov.12 Feb.13 5

6 Mögliche Entwicklung der Stromerzeugung in Deutschland Prognose anhand des Energiekonzepts der Bundesregierung 700 Prognose Bruttostromverbrauch in TWh Kernenergie Fossile Kraftwerke oder Import Regenerative Grafik: Michael Hüter 6

7 Die deutsche Klimapolitik Foto: Bansky 7

8 Entwicklung der Zubaumenge der Photovoltaik 200 GW GW-Ziel (Klimaschutz) 7 bis 8 GW/a GW PV bis 2020 nötig bisherige Entwicklung 7bis 8 GW/a Bundesregierung 1 bis 2,5 GW/a

9 Anteile erneuerbarer Energien an der Stromversorgung Jahr eigene Berechnungen auf Basis verfügbarer Angaben der Energieversorger Energiewende Deutschland EnBW Wasserkraft andere Erneuerbare Kernenergie fossile Kraftwerke Sonstige Vattenfall e.on RWE 0% 50% 100% 9

10 Stromerzeugung an einem Frühjahrssonntag Photovoltaik- und Windkraftanlagen sowie Erzeugungseinheiten > 100 MW Stromerzeugung in GW :00 01:00 02:00 03:00 04:00 05:00 06:00 07:00 08:00 09:00 10:00 11:00 12:00 13:00 14:00 15:00 16:00 17:00 18:00 19:00 20:00 21:00 22:00 23: GW PV PV Wind Laufwasser Steinkohle Braunkohle Kernenergie Daten für 2012: eex Transparency 10

11 Stromerzeugung an einem Frühjahrssonntag Photovoltaik- und Windkraftanlagen sowie Erzeugungseinheiten > 100 MW Stromerzeugung in GW :00 01:00 02:00 03:00 04:00 05:00 06:00 07:00 08:00 09:00 10:00 11:00 12:00 13:00 14:00 15:00 16:00 17:00 18:00 19:00 20:00 21:00 22:00 23: GW PV PV Wind Laufwasser Steinkohle Braunkohle Kernenergie Daten für 2012: eex Transparency 11

12 Stromerzeugung an einem Frühjahrssonntag Photovoltaik- und Windkraftanlagen sowie Erzeugungseinheiten > 100 MW Stromerzeugung in GW :00 01:00 02:00 03:00 04:00 05:00 06:00 07:00 08:00 09:00 10:00 11:00 12:00 13:00 14:00 15:00 16:00 17:00 18:00 19:00 20:00 21:00 22:00 23: GW PV PV Wind Laufwasser Steinkohle Braunkohle Kernenergie Daten für 2012: eex Transparency 12

13 These I Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin Ein PV-Zubau von 7 bis 8 GW/a sorgt für eine Verdrängung der Grundlastkraftwerke bis zum Jahr Politik und Energiekonzerne versuchen daher den Photovoltaikausbau massiv zu reduzieren. Klimaschutz spielt in den aktuellen politischen Überlegungen keine Rolle mehr. 13

14 Rein Netzgekoppeltes Photovoltaiksystem Überschreitet die PV-Leistung 52 GW, verringert sich die Vergütung nach dem EEG auf Null. EEG-Vergütung 14

15 Ökonomie von Eigenverbrauchssystemen Ertrag 958 kwh/kwp Strompreissteigerung auf 35 ct/kwh 2023 Eigenkapitalrendite 6 % PV-Preis in /kw (brutto) Haushaltsjahresbedarf 8700 kwh/a 6900 kwh/a 5200 kwh/a 3500 kwh/a 1700 kwh/a 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% Eigenverbrauchsanteil 10% % Photovoltaikleistung in kw p 15

16 Ökonomie von Eigenverbrauchssystemen Ertrag 958 kwh/kwp Strompreissteigerung auf 35 ct/kwh 2023 Eigenkapitalrendite 6 % PV-Preis in /kw (brutto) Haushaltsjahresbedarf 8700 kwh/a 6900 kwh/a 5200 kwh/a 3500 kwh/a 1700 kwh/a 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% Eigenverbrauchsanteil 10% % Photovoltaikleistung in kw p 16

17 Photovoltaische Heizungsunterstützung 5 kwp 1250 /kw 6% Eigenkapitalrendite 12 ct/kwh ct/kwh 0 ct/kwh 17

18 These II Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin Ohne EEG-Vergütung sind kleine Eigenverbrauchssysteme bei Preisen zwischen 1000 und 1500 /kw (brutto) konkurrenzfähig. Kleinere Gewerbeanlagen mit bis zu 80 % Eigenverbrauch sind mit Preisen zwischen 1500 und 2000 /kw (brutto) rentabel. Die Politik wird massiv versuchen, Eigenverbrauchssysteme zu verhindern. 18

19 Neue Erkenntnisse des BMU Der Eigenverbrauch nimmt zu, weil immer mehr Unternehmen und Private Kostenvorteile, die damit verbunden sind, erkennen und nutzen. Deshalb liegen auch hier enorme Risiken, insbesondere für die Zukunft. Eigenstromerzeugung wird mit einer Mindestumlage belastet, um eine weitere Entsolidarisierung bestimmter Stromverbraucher zu verhindern. 19

20 Entsolidarisierungen und neue Risiken Fotos: PV-Anlage: Laudeley Betriebstechnik, Altmaier: RudolfSimon/wikipedia, Rösler Susanne Eriksson/wikipedia, andere: Volker Quaschning 20

21 Fazit Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin Die Subventionen für fossile Kraftwerke in Deutschland betragen 70 /t CO 2 und damit über 20 Mrd. Euro pro Jahr. Wir brauchen endlich eine Klimaschutzumlage auf fossile Brennstoffe. Eigenverbrauchsanlagen können nicht nur in Deutschland eine demokratische Energierevolution einleiten. Diese Chancen müssen wir nun gemeinsam verteidigen! 21

22 Wir brauchen keine Energiewende. 22

23 Wir brauchen eine Energierevolution! 23

24 Zum Weiterlesen 24

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