Die kapitalmarktrechtlichen Pflichten der börsennotierten Aktiengesellschaft in der Insolvenz. Jesko Wilhelm Kamischke

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1 Die kapitalmarktrechtlichen Pflichten der börsennotierten Aktiengesellschaft in der Insolvenz Jesko Wilhelm Kamischke ).Carl Heymanns Verlag 2010

2 Vorwort Inhalt V VII A. Einführung in das Thema ] /. Organisationsrecht börsennotierter Aktiengesellschaften in der Insolvenz 1 1. Bedeutung des Kapitalmarktrechts 1 2. Spannungsfeld von Aktien-, Insolvenz- und Kapitalmarktrecht 3 3. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 13. April //. Bedeutung kapitalmarktrechtlicher Pflichten nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens 8 1. Publizitätspflichten nach dem WpHG 8 a) Veröffentlichung von Stimmrechtsveränderungen, 21 ff. WpHG 8 b) Veröffentlichung von Insiderinformationen, 15 Abs. 1 Satz 1 WpHG aa) Allgemeine Insiderinformationen 11 bb) Insolvenzspezifische Insiderinformationen 13 (1) Antrag auf Insolvenzverfahrenseröffnung 13 (2) Beschluss über die Insolvenzverfahrenseröffnung 14 (3) Entscheidung der Gläubigerversammlung 16 (4) Eintritt von Masseunzulänglichkeit 16 (5) Insolvenzspezifische Berichtspflichten 17 c) Veröffentlichung von Finanzberichten und Zwischenmitteilungen 17 d) Veröffentlichung sonstiger Kapitalmarktinformationen Publizitätspflichten nach dem WpÜG Ergebnis 20 ///. Finanzielle Folgen der Börsenzulassung Notierungsgebühren der Börsen Umlagezahlungsverpflichtungen gegenüber der BaFin Kosten kapitalmarktrechtlicher Pflichtveröffentlichungen 24 IV. Ergebnis 26 B. Einfluss der Verfahrenseröflhung auf die kapitalmarktrechtlichen Pflichten 27 /. Kein Insolvenzprivileg hinsichtlich der kapitalmarktrechtlichen Pflichten Zielkonflikt von Insolvenzrecht und Kapitalmarktrecht Kein Vorrang des Insolvenzrechts gegenüber dem Kapitalmarktrecht Ergebnis 30 //. Rechtsfolgen der Insolvenzverfahrenseröffnung 31 VII

3 1. Fortbestehen des Rechtsträgers Fortbestehen der Börsenzulassung 32 a) Bedeutung der Börsenzulassung für kapitalmarktrechtliche Pflichten aa) Börsenzulassung als rechtlicher Anknüpfungspunkt 32 bb) Änderungen infolge des Transparenzrichtlinie- Umsetzungsgesetzes 32 cc) Ergebnis 34 b) Kein Erlöschen der Börsenzulassung kraft Gesetzes in der Insolvenz aa) Erlöschen nach dem Börsengesetz 35 bb) Erlöschen durch Erledigung gemäß 43 Abs. 2 VwVfG 36 (1) Erledigung aufgrund der Insolvenzverfahrenseröffnung 37 (2) Erledigung aufgrund von Masseunzulänglichkeit 38 c) Ergebnis 38 ///. Entfallen kapitalmarktrechtlicher Pflichten trotz Fortbestehens der Börsenzulassung Teleologische Reduktion von 26 Abs. 1 WpHG in der Insolvenz 39 a) Fortbestehende Bedeutung des Anlegerschutzes 41 b) Aufrechterhaltung des Vertrauens in die Kapitalmärkte 42 c) Ergebnis Befreiung von der Veröffentlichungspflicht, 15 Abs. 3 WpHG 43 a) Schutz der berechtigten Interessen des Emittenten 44 b) Überwiegen der Interessen des Emittenten Ergebnis 47 IV. Widerruf der Börsenzulassung durch die Börsengeschäftsführung Widerruf nach 39 Abs. 1 Var. 2 BörsG 49 a) Einstellung der Börsennotierung 49 b) Dauerhafte Gefährdung des ordnungsgemäßen Börsenhandels 50 aa) Gefährdung durch Informationsdefizite der Anleger 50 bb) Gefährdung durch fehlende Liquidität des Wertpapiers 51 cc) Ergebnis Widerruf nach 49 Abs. 2 Nr. 3 VwVfG 53 a) Der Börsenzulassung entgegenstehende Tatsachen 54 b) Gefährdung des öffentlichen Interesses Ergebnis 56 V. Ergebnis 57 C. Zuständigkeit für die Erfüllung der kapitalmarktrechtlichen Pflichten 59 /. Dogmatische Grundlagen Zuständigkeit außerhalb des Insolvenzverfahrens Verhältnis zwischen Gesellschaftsorganen und Insolvenzverwalter 59 //. Zuständigkeit in der Insolvenz nach der herrschenden Ansicht Funktionsteilung zwischen Insolvenzvenvalter und Gesellschaftsorganen a) Der Insolvenzverwalter als»amtstreuhänder«62 b) Massebezogene Kompetenzabgrenzung Zuständigkeit für kapitalmarktrechtliche Pflichten 66 vm

4 a) Massebezug kapitalmarktrechtlicher Pflichten nach der Rechtsprechung 66 aa) Massebezug durch Aktien 66 (1) Aktien als verbriefte Vermögensrechte 66 (2) Massebezug infolge der Begebung der Aktien 67 bb) Massebezug durch die Börsenzulassung 69 cc) Massebezug aufgrund der Kosten kapitalmarktrechtlicher Pflichten 71 (1) Ansicht des Verwaltungsgerichts Frankfurt a.m 71 (2) Ansicht des Bundesverwaltungsgerichts 72 (3) Stellungnahme 72 b) Im Schrifttum vertretene Begründungsansätze 75 aa)»betreiberstellung«des Insolvenzverwalters 75 bb)»gefahrenabwehr-funktion«des Kapitalmarktrechts 77 cc) Fingierte Massezugehörigkeit der Börsenzulassung 78 dd) Differenzierung nach masseverwaltendem Charakter der Pflichten c) Ergebnis Konsequenzen für die Erfüllung der kapitalmarktrechtlichen Pflichten 80 a) Uneinheitliche Zuständigkeitsverteilung 80 aa) Publizitätspflicht gemäß 15 Abs. 1 Satz 1 WpHG 81 bb) Pflichten gemäß 15a, b WpHG 82 cc) Pflichten gemäß 21 ff. WpHG 82 dd) Ergebnis 83 b) Keine Antragsbefugnis des Insolvenzverwalters für das Delisting 85 c) Gefahr der Nichterfüllung kapitalmarktrechtlicher Pflichten 87 aa) Faktisches Fehlen des Vorstandes in der Insolvenz 87 bb) Hindernisse bei der Begleichung der Kosten 90 (1) Keine Verpflichtung aus gesetzlichem Schuldverhältnis 91 (2) Keine Verpflichtung im sog.»überschneidungsbereich«92 (3) Kapitalmarktrechtliche Verpflichtungstatbestände 94 cc) Ergebnis Ergebnis 94 ///. Zuständigkeit in der Insolvenz nach der»modifizierten Organtheorie«96 1. Vollabwicklung als Verfahrenszweck in der Unternehmensinsolvenz 97 a) Das Insolvenzverfahren als besonderes Liquidationsverfahren 97 aa) Organisationsrechtliche Bedeutung des Insolvenzverfahrens 99 bb) Fortbestehen der Verfahrensziele des Insolvenzverfahrens 101 b) Gesetzliche Nachweise des Verfahrenszwecks der Vollabwicklung 102 aa) 1 Abs. 2 Satz 3 RegE InsO 102 bb) 199 Satz 2 InsO 103 cc) 141a Abs. 1 FGG a.f 104 dd) 35 Abs. 1 InsO 105 ee) Ergebnis Die Rechtsstellung des Insolvenzverwalters 106 a) Der Insolvenzverwalter als Organ 106 b) Kompetenzabgrenzung zu den Gesellschaftsorganen 108 c) Kritik Konsequenzen für die Erfüllung kapitalmarktrechtlicher Pflichten 111 IX

5 a) Zuständigkeit des Insolvenzverwalters in der Insolvenz 111 aa) Mitteilungs- und Veröffentlichungspflichten nach dem WpHG 113 bb) Mitteilungspflicht gemäß 15a Abs. 1 WpHG 113 cc) Veröffentlichungspflichten nach dem WpÜG 115 dd) Entsprechenserklärung gemäß 161 AktG 115 b) Zuständigkeit bei vorläufiger Insolvenzverwaltung 118 aa) So genannter»starker«vorläufiger Insolvenzverwalter 118 bb) So genannter»schwacher«vorläufiger Insolvenzverwalter 119 c) Keine Zuständigkeit in der Eigenvenvaltung Ergebnis 121 IV. Bewertung der Losungsansätze 123 D. Änderung der Rechtslage durch das TUG: 11 WpHG, 43 BörsG 125 /. Regelungsreichweite der Vorschriften Wortlaut und Systematik Gesetzgebungsgeschichte Ergebnis 128 //. Konsequenzen für die Rechtsstellung des Insolvenzverwalters Keine Rechtsverbindlichkeit der massebezogenen Funktionsteilung Verwirklichung des Normzwecks durch den Insolvenzverwalter 131 ///. Konsequenzen für das Verhältnis von Kapitalmarkt- und Insolvenzrecht Keine Umkehrung der insolvenzrechtlichen Befriedigungsreihenfolge Gleicher Geltungsrang des Kapitalmarktrechts 135 IV. Ergebnis 136 E. Einordnung kapitalmarktrechtlicher Kosten 137 /. Kosten kapitalmarktrechtlicher Pflichtveröffentlichungen 137 //. Notierungsgebühren Zeitpunkt der Begründung nach Insolvenzverfahrenseröffnung Begründung durch den Insolvenzverwalter 140 a) Masseverbindlichkeiten nach 55 Abs. 1 Nr. 2 InsO 141 b) Masseverbindlichkeiten nach 55 Abs. 1 Nr. 1 InsO 141 ///. Umlagezahlungsverpflichtungen 144 F. Folgen der Verletzung kapitalmarktrechtlicher Vorschriften 145 /. Schadensersatzansprüche geschädigter Anleger Schadensersatzansprüche gegenüber dem Emittenten Schadensersatzansprüche gegenüber dem Insolvenzverwalter 147 //. Ordnungsrechtliche Sanktionen Sanktionen gegenüber dem Emittenten 150 a) Anordnung von Verwaltungszwang 150 b) Verhängung von Bußgeld 150

6 c) Einordnung als Masseverbindlichkeiten 152 d) Begrenzung der Sanktionen nach der Höhe Sanktionen gegenüber dem Insolvenzverwalter 154 ///. Ergebnis 157 G. Delisting 159 /. Börsenrückzug durch reguläres Delisting außerhalb der Insolvenz Kapitalmarktrechtliche Voraussetzungen Gesellschaftsrechtliche Voraussetzungen (»Macrotron«-Entscheidung) //. Delisting nach Insolvenzverfahrenseröffnung Kapitalmarktrechtliche Voraussetzungen 166 a) Antrag auf Widerruf der Zulassung 166 b) Beachtung der börsenrechtlichen Anlegerschutzbestimmungen Gesellschaftsrechtliche Voraussetzungen 168 a) Beschluss der Hauptversammlung 170 aa) Kein Widerspruch zum Insolvenzzweck 170 bb) Fortbestehen der Hauptversammlungskompetenzen 171 cc) Kompetenzabgrenzung zum Insolvenzverwalter 172 b) Pflichtangebot gegenüber den Minderheitsaktionären 174 ///. Ergebnis 176 H. Regelungsvorschläge de lege ferenda 177 /. Zuständigkeit des Insolvenzverwalters für kapitalmarktrechtliche Pflichten //. Zuständigkeit für die Entsprechenserklärung gemäß 161 AktG 178 I. Schlussbetrachtung 179 J. Ergebnisse in Thesenform 182 Abkürzungen 185 Literatur 187 XI

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