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1 Unterstützungsangebote von Ausbildungssuchenden mit Flucht- und Migrationshintergrund (IST) Erste Anlaufstellen: Beteiligte Organisationen: Maßnahmen: Status: Aufenthaltsgestattung, Aufenthaltstitel, Duldung Schule (für Schulpflichtige) oder Erwachsenenschule Status: SGB (II, III, VIII) Jugendberufsagentur (JBA) Agentur für Arbeit Berufsberatung ABH * Amtsvormundschaft Pflegestelle ZASt * Jobcenter Ausbildung Vermittlung Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen Die Senatorin für Kinder und Bildung ASA * BVB * BAE * Ziel: Abgeschlossene Ausbildung, unbefristete Arbeit und Einreise BAMF * Kammern Kooperation mit JBA Aufenthaltstitel Ausländerbehörde IQ-Netzwerk * BIN * Anerkennungsverfahren Clearing und Weiterleitung Peru * Leistungen: auch Studium/ duales Studium Polizei BBS * Vermittlung der Deutschkenntnisse BAB * Sonderleistungen des Landes Sozialdienste Sprachkursträger Bildungsträger: freie Träger, Ehrenamtliche Uni-Bremen (In Touch) beim international office EQ * VB * Bafög schulische Ausbildung+ Studium 1 * anbei im Glossar hinterlegt Schaubild Wege von Geflüchteten in die Ausbildung, : Labatzki/ Kuznetsova, Lüers 02/2016

2 Glossar ABH, ausbildungsbegleitende Hilfe: Ausbildungsbegleitende Hilfen sollen jungen Menschen die Aufnahme, Fortsetzung sowie den erfolgreichen erstmaligen Abschluss einer Berufsausbildung bzw. einer erforderlichen Zweitausbildung und damit eine berufliche Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt ermöglichen. Für junge Menschen, die an einer Einstiegsqualifizierung (EQ) teilnehmen, sollen abh die erfolgreiche Absolvierung der EQ ermöglichen und die Chancen auf einen Übergang in eine sich anschließende Berufsausbildung verbessern. Zu den Hilfen gehören: Abbau von Sprach- und Bildungsdefiziten, Förderung fachpraktischer und fachtheoretischer Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten und sozialpädagogische Betreuung. Rechtsgrundlagen: 75 SGB III sowie 16 Abs. 1 SGB II i.a.. 75 SGB III ASA, Assistierte Ausbildung: Förderungsbedürftige junge Menschen und deren Ausbildungsbetriebe können während einer betrieblichen Berufsausbildung oder ausbildungsvorbereitenden Phase, durch Maßnahmen mit dem Ziel des erfolgreichen Abschlusses der Berufsausbildung unterstützt werden. Bei ASA handelt es sich um eine individuelle und kontinuierliche Unterstützung der einzelnen Teilnehmer, die sich an der konkreten Lebenssituation und dem jeweiligen Unterstützungsbedarf ausrichtet. ASA gliedert sich in die die fakultativ vorgeschaltete ausbildungsvorbereitende Phase I und die ausbildungsbegleitende Phase II ab Ausbildungsbeginn bis zum individuellen erfolgreichen Ausbildungsabschluss. Rechtsgrundlagen: 130 SGB III sowie 16 Abs. 1 SGB II i.a SGB III BAB, Berufsausbildungsbeihilfe: wird von der Agentur für Arbeit gewährt, um Auszubildenden eine betriebliche oder außerbetriebliche Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf zu ermöglichen, wenn sie während der Berufsausbildung, aufgrund der Entfernung des Ausbildungsbetriebes, nicht bei ihren Eltern wohnen können. Es können Hilfen zum Lebensunterhalt, Fahrtkosten und sonstige Aufwendungen gewährt werden. Rechtsgrundlagen: 56 ff. SGB III Schaubild Wege von Geflüchteten in die Ausbildung, : Labatzki/ Kuznetsova, Lüers 02/2016 2

3 BAE, Zielsetzung der außerbetrieblichen Berufsausbildung ist es, Auszubildenden die aufgrund einer Lernbeeinträchtigung oder sozialen Benachteiligung besonderer Hilfen bedürfen, durch Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung die Aufnahme, Fortsetzung sowie den erfolgreichen Abschluss einer Berufsausbildung zu ermöglichen. Möglich als integratives (alle Ausbildungsinhalte beim Träger) und kooperatives Modell (praktische Anteile in einem Betrieb). Die zusätzlichen Hilfen gegenüber einer rein betrieblichen Ausbildung bestehen in Nachhilfe in Theorie und Praxis, Vorbereitung auf Klassenarbeiten, Prüfungsvorbereitung, Nachhilfe in Deutsch, Unterstützung bei Alltagsproblemen, vermittelnde Gespräche mit Ausbildern, Lehrkräften und Eltern. Rechtsgrundlagen: 57, 59, 74 und 76 bis 80 SGB III BAMF: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge nimmt umfangreiche Aufgaben im Bereich der Integration und Migration, sowie die Führung des Ausländerzentralregisters und die Rückkehrförderung wahr. Sie führen Integrations- und Deutschkurse auch für bestimmte Zielgruppen durch und arbeiten in Netzwerken an allen Themen der Integration von Migranten. BBS: Berufsbildende Schulen: bieten jungen Menschen schulische und duale Ausbildungen bzw. ergänzen betriebliche Ausbildungen in vielfältigen Schultypen und ermöglichen berufsbezogene Schulabschlüsse auf allen Niveaus BIN: Das Bremer und Bremerhavener IntegrationsNetz ist Teil des Nationalen Integrationsplans der Bundesregierung und wird durch das BMAS und den ESF (Europäischer Sozialfond) gefördert. Durch das Programm wird versucht eine verbesserte Erwerbsintegration von Bleibeberechtigten zu erzielen, sowie Geflüchtete mit Arbeitserlaubnis zu unterstützen. Es arbeitet eng mit den Partnern im Land Bremen zusammen, die sich um Integration in Ausbildung, Studium oder Arbeit von Menschen mit Flüchtlingshintergrund bemühen. Träger in Bremen sind das Deutsche Rote Kreuz und der Landesverband Bremen e.v.. Schaubild Wege von Geflüchteten in die Ausbildung, : Labatzki/ Kuznetsova, Lüers 02/2016 3

4 BVB, Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen: Im Rahmen der BVB wird vorrangig die Vorbereitung und Eingliederung in eine Berufsausbildung angestrebt. Zu den wichtigsten Aufgaben der BVB gehören die Unterstützung der Teilnehmer bei den Berufswahlentscheidungen, Vermittlung der erforderlichen Kenntnisse für die Aufnahme einer Ausbildung, sowie nachhaltige Eingliederung der Teilnehmer in den Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt. Rechtsgrundlage: 51 ff. SGB III EQ, Einstiegsqualifizierung: Eine Leistung an Arbeitgeber zur Vorbereitung/Anbahnung einer betrieblichen Berufsausbildung sowie Vermittlung und Vertiefung von Grundlagen für den Erwerb beruflicher Handlungsfähigkeit. Es wird in sechs bis zwölf Monaten ein Kammerzertifikat über die erfolgreiche Teilnahme erworben. Die Förderung einer betrieblichen Einstiegsqualifizierung soll ermöglichen, dass junge Menschen mit erschwerten Vermittlungsperspektiven eine betriebliche Berufsausbildung aufnehmen und diese Ausbildung im Erfolgsfall verkürzen können. Rechtsgrundlage: 54a SGB III IQ-Netzwerke: Bieten Integration durch Qualifizierung für Menschen mit Migrationshintergrund, um sie nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Anlaufstellen geben Informationen zu den Verfahren der beruflichen Anerkennung und beraten über Qualifizierungsmaßnahmen mit denen Antragsteller ihre nicht in Deutschland erworbenen Qualifikationen ausgleichen können. In Bremen ist der Träger z.zt. das RKW Bremen, vgl. PerjuF, Perspektiven für junge Flüchtlinge: ist ein Angebot für Flüchtlinge, die aufgrund ihrer persönlichen Situation für eine Ausbildung und/oder Qualifizierung auch für berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen noch nicht in Betracht kommen. Im Rahmen der Maßnahme sollen die Flüchtlinge für eine Ausbildung und/oder eine berufliche Qualifizierung motiviert und mit der notwendigen Vermittlung und Erweiterung von deutschen Sprachkenntnissen, die für eine Berufsorientierung von Nöten sind, schrittweise an das Ausbildungs- und Beschäftigungssystem herangeführt werden. Rechtsgrundlage: 45 Abs.1 S.1 Nr.1 SGBIII bzw. 16 Abs.1 SGBII i.a.. 45 Abs.1 S.1 Nr.1 SGBIII Schaubild Wege von Geflüchteten in die Ausbildung, : Labatzki/ Kuznetsova, Lüers 02/2016 4

5 VB, Vermittlungsbudget: Ist eine Sozialleistung zur Unterstützung der Anbahnung oder Aufnahme einer versicherungspflichtigen Beschäftigung. Ausbildungssuchende, von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitsuchende und Arbeitslose können gefördert werden, wenn dies für die berufliche Eingliederung notwendig ist. Die Bundesagentur für Arbeit kann Pauschalen für die notwendigen Leistungen festlegen. Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts sind ausgeschlossen. Das VB darf andere Leistungen des SGB III nicht aufstocken, ersetzen oder umgehen. Rechtsgrundlage: 44 in Verb. mit 131 SGB III. ZASt, Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber und Flüchtlinge im Lande Bremen: Übernimmt die Aufnahme und Verteilung von Asylsuchenden und Flüchtlingen und die Anträge auf länderübergreifende Verteilung nach 51 Asylverfahrensgesetz und ist die erste Anlaufstelle für Flüchtlinge in zentralen Übergangswohnheimen an der das Asylverfahren in Gang gesetzt wird. Schaubild Wege von Geflüchteten in die Ausbildung, : Labatzki/ Kuznetsova, Lüers 02/2016 5

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