MBR-A A Projekt. Medizinisch Berufliche Rehabilitation Abhängigkeitskranker

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1 MBR-A A Projekt Medizinisch Berufliche Rehabilitation Abhängigkeitskranker

2 Gründe für f r die Projektentwicklung Klientelbezogen Alter zwischen 20 und 30 Jahre (+) Hauptschulabschluss liegt Jahre zurück Schulkenntnisse sind lückenhaftl Berufliche Vorkenntnisse durch verschiede Maßnahmen (BVJ, BGJ, BBE- oft mehrfach) Mehrere Ausbildungsversuche Mehrere Ausbildungsversuche

3 Ausgangssituation für f r die berufliche Integration 81% erwerbslos (davon 68 % arbeitslos gemeldet) 63% ohne eine abgeschlossene Berufsausbildung 13% in Ausbildung oder Umschulung Sozialmedizinisch kontraindizierte Vorberufe - Umschulung ist erforderlich

4 Erfordernisse Berufliche Orientierung Schaffung realistischer Ziele für f r die berufliche Integration Klare Strukturen für f r die berufliche Integration, die für f r den Klienten nachvollziehbar sind Nahtlose berufliche Integration Kombiniert mit sucht- sozial- und psychotherapeutischen Angeboten

5 Weitere wichtige Zusammenhänge nge Suchtkranke sind besonders betroffen hinsichtlich ungünstiger nstiger Ausbildungs- und Beschäftigungssituationen Fehlende Schulabschlüsse sse bzw. Berufsausbildungen erschweren die berufliche Reintegration Suchtkranker (bes. im Bereich illegaler Drogen)

6 Suchtkranke zählen z häufiger h zu den Langzeitarbeitslosen mit besonderen Vermittlungshemmnissen Arbeit mit Beschäftigung sind stabilisierende Faktoren in der Bewältigung der Suchterkrankung Mangelnde berufliche Perspektiven gefährden nachweislich die langfristigen Erfolge der Suchttherapie

7 Vorhandene berufliche Reintegrationsangebote boten dem Suchtkranken, in einer noch nicht ausreichend stabilen Cleanphase, keinen ausreichenden Schutz (keine ausreichende Struktur) Angebote unter Berücksichtigung der Behinderung der Suchterkrankung (mit 80% Komorbidität) ) werden meist nur verzögert gewährt

8 Grundlagen Leistungen zur Teilhabe 33 SGB IX Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) - Als Leistungen zum Erhalt oder Erlangung eines Arbeitsplatzes Berufsvorbereitung oder Qualifizierung Berufliche Anpassung, Weiter oder Ausbildung Abklärung beruflicher Eignung oder Arbeitserprobung

9 Erfordernisse Überbetriebliche berufsqualifizierende Maßnahmen Vorförderung rderung des schulischen Grundwissens Belastungserprobung im Arbeitsalltag Weiterführende Sucht- und Sozial- und Psychotherapie

10 1. Arbeitsphase in der Projektentwicklung Kooperationsvereinbarung BFW-DD/ Drogenklinik Moritzburg BFW Infotag RehaAssessment während der medizinischen Reha

11 Ergebnisse Die Teilnahme am RehaAssessment hat den Klienten zu einem realistischeren Selbstbild, bezüglich ihrer grundlegenden Voraussetzun- gen für r eine Ausbildung verholfen. Meist verbunden mit einer positiven Motivation

12 Ergebnisse Die Einschätzung des Leistungsvermögens gens mit körperlichen k und intellektuellen Voraussetzungen für r rehabilitationsrelevante Berufe

13 Empfehlungen für f r die unterschied- lichen Reha Vorbereitungslehrgänge nge (Standard RVL oder verlängerter RVL) wurden getroffen. Empfehlungen für f r die Erprobung in bestimmten Handlungsfeldern Qualifizierungsempfehlung

14 Negative Ergebnisse Ein großer Zeitabstand zwischen der medizinischen und beruflichen Rehabilitation war zu verzeichnen (oft mehrere Monate) Daraus ergaben sich Rückfallgefahren, die auch den Erfolg der medizinischen Reha in Frage stellten.

15 Negative Ergebnisse In der Kooperationszeit von 03/ 2007 bis 10/2008 nahmen 31 Klienten an den vereinbarten Maßnahmen teil 17 (55%) sind für f r uns ohne weitere Maßnahme verblieben.

16 Weitere Ergebnisse 10 (33 %) haben eine Qualifizierung nach Abschluss der medizinischen Reha begonnen 3 (30%) haben wegen RückfR ckfällen die spätere Qualifizierung abgebrochen und waren erneut zu einer Therapie.

17 Zielstellungen für f r das Projekt Kerntherapie mit Klärung von Bedarf und Möglichkeit M von LTA Abklärung der LTA mit dem Reha- Berater der DRV vor Ort

18 Entscheidungshilfe für f r den Klienten durch Maßnahmen zur beruflichen Orientierung (Klinikintern, BFW, BBW etc) Überschneidung der Maßnahmen zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation Nicht im Anschluss an; sondern gleichzeitig

19 Projekt Ersatz der klassischen Bereiche Adaption RehaAssessment Reha Vorbereitung

20 Projekt Ersatz der klassischen Bereiche Der medizinische Rehabilitation Adaption Der beruflichen Rehabilitationsbereich RehaAssessment und RehaVorbereitung

21 Das Projekt Das Projekt ist in 3 Phasen gegliedert (Laufzeiten von 4 bis 10 Monaten) Daran schließt t sich die berufliche Qualifizierung an

22 Projekt- Indikation Ein erlernter Beruf ist nicht leidensgerecht Die letzte nicht abgeschlossene Berufsausbildung ist nicht leidensgerecht

23 Projekt- Indikation Klienten haben mehrere Ausbildungen begonnen und suchtbedingt nicht abgeschlossen Ältere ltere Klienten (>25J.)die in Bereichen der beruflichen Erstausbildung keine Aufnahme finden

24 Projekt- Indikation Die bereits berufsvorbereitende Maßnahmen und Maßnahmen des 2. Arbeitsmarktes durchlaufen haben, aber ohne Ausbildung oder berufliche Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt geblieben sind

25 Projekt- Indikation Aufgrund der Suchterkrankung (meist in Kombination mit Komorbidität) ) benötigen die Klienten - eine Ausbildung im geschützten Rahmen - mit medizinischer, - psychologischer und - sozialpädagogischer Unterstützung. tzung.

26 Drei Projektphasen Phase I Suchttherapeutisch- sozial (-( therapeutische) Phase Phase II Berufliche Orientierungsphase Phase III Grundlagentraining

27 Phase I Sucht- Sozial- und Psychotherapie erfolgt im Rahmen der medizinischen Reha in klinischen Strukturen (AD) Gleichzeitig erfolgen Maßnahmen der beruflichen Orientierung (Praktikum bis ausreichende >6 h Belastbarkeit; Infotag im BFW, berufskundliche Informationen; Teilnahme an Maßnahmen zur Berufsorientierung im BFW)

28 Phase I- I Wechsel in Phase II Abhängigkeitserkrankung relativ stabil (Craving,, Stressbewältigung, Rückfall- prävention vention) Mögliche Beschäftigungsoptionen (Ausbildungswünsche) nsche) können k benannt werden. Eine ausreichende Belastbarkeit für f r die berufliche Reha ist gegeben.

29 Phase II Therapeutische Arbeit umfasst Rückfallprophylaxe, Stressbewältigung, soziales Kompetenztraining und Arbeit an der Compliance für r die komorbide Grund- störungen rungen. Sozialarbeit spielt eine große e Rolle zur zukünftigen sozialen Integration (Wohnung)

30 Phase II Motivation zu, sowie Integration und Durchführung hrung konstruktiver Freizeitmaß- nahmen Das RehaAssessment findet statt.

31 Phase II Auswertung der Ergebnisse findet im Team mit den Mitarbeitern des BFW, der Drogenklinik und dem Patienten statt. Festlegung von Zielvereinbarungen Durchführung hrung dem Ziel angepasster Praktika im BFW oder über die Drogenklinik.

32 Phase II- Wechsel in Phase III RehaAssessment und Elemente der Reha Vorbereitung sind abgeschlossen Wichtige Elemente der sozialen Reintegration sind erfüllt. (Wohnraum, soziale Infrastruktur) Die Maßnahmen die in der beruflichen Reintegration erfolgen sollen und die Richtung der beruflichen Qualifizierung ist festgelegt.

33 Phase III Die Maßnahmen, die zur beruflichen Reintegration festgelegt wurden, werden umgesetzt. Integration in bestehende Gruppen im BFW Erweiterung des Rahmens des geschützten cleanen Wohnens (evtl. eigener Wohnraum, ggf. Unterbringung im Internat)

34 Phase III Sucht-,, sozial- und psychotherapeutische Begleitung erfolgt in der Drogenklinik Moritzburg / BFW

35 Phase III- Ende des Projektes DRV Festlegung und Entscheidung der Übernahme der Kosten für f r die berufliche Ausbildung Vermittlung an Nachsorge in die zuständigen SBS Ggf. Motivation und Vermittlung in ambulante Psychotherapie

36 Ende MBR-A Klient beginnt eine Berufsausbildung im BFW oder bei anderen Bildungsträgern. gern. Er hat regelmäß äßige Nachsorgekontakte in der SBB/ ggf. Selbsthilfegruppe. Die soziale Integration erfolgt im eigenen Wohnraum und ggf. mit Unterbringung im Internat

37 Der Klient hat sich in eine konstruktive Freizeit maßnahme nahme integriert (Sport etc.) Der Klient hat die Möglichkeit M an den Gruppen der MBR-A A Patienten im BFW teilzunehmen.

38 Bisherige Ergebnisse Geplant war das Projekt bis September 2011 Ende der Zuweisung von Patienten durch die DRV war im August Patienten (Geplant etwa 44) Abschluss MBR-A A mit Auswertung der Integration ins Erwerbsleben.

39 Bisherige Ergebnisse Insgesamt sind 16 Patienten in das Projekt aufgenommen worden 12 haben das Projekt abgeschlossen bis dato 4 sind aktuell noch im Projekt 3 (19%) sind aus dem Projekt rausgefallen. Von den verbleibenden 9 sind 2 aus der Qualifizierung rausgefallen.

40 Ergebnisse im Vergleich Kooperation Teilnahme 31 Beginn Qualifizierung 30% Ausfall vor Qualifizierung 45% Ausfall aus der Qualifizierung 30% Projekt Abgeschlossene Teilnahme 12 Beginn Qualifizierung 75% Ausfall vor Qualifizierung 25% Ausfall aus der Qualifizierung 17%

41 Die Drogenklinik Moritzburg zieht am um in die sächsische s Schweiz in die Reha- Klinik Haidehof Gohrisch

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