3.7.5 Epilepsie und andere Anfallserkrankungen, nichtepileptische Störungen des Bewusstseins

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1 3.7.5 Epilepsie und andere Anfallserkrankungen, nichtepileptische Störungen des Bewusstseins a) 12 Abs 3 FSG-GV (Führerscheingesetz-Gesundheitsverordnung) Personen, die unter epileptischen Anfällen oder anderen anfallsartigen Bewusstseinsstörungen oder -trübungen leiden, kann eine Lenkberechtigung der Gruppe 1 nur unter Einbeziehung einer befürwortenden fachärztlichen Stellungnahme erteilt oder belassen werden. Der Facharzt hat die Epilepsie oder andere Bewusstseinsstörungen, deren klinische Form und Entwicklung, die bisherige Behandlung und die Anfallsfreiheit und das Anfallsrisiko zu beurteilen. Hingegen darf solchen Personen keine Lenkberechtigung der Gruppe 2 erteilt oder belassen werden. b) Kurzfassung: 1. Wer unter wiederkehrenden epileptischen Anfällen leidet, ist von der gesundheitlichen Eignungsvorsaussetzung zum sicheren Lenken eines Kfz ausgeschlossen. 2. Erst- oder Wiederzulassung als Kfz-Lenker bei Anfallsfreiheit (mit oder ohne Antiepileptika) von einem Jahr. Verkürzung der Frist bei partiellen Anfällen, schlafgebunden Anfällen, etc. möglich. 3. Erstmalig unprovozierte und provozierte Anfälle ziehen eine Fahrkarenz nach sich. 4. Es ist nicht gerechtfertigt, allein aus dem EEG Konsequenzen für die Beurteilung der Fahreignung zu ziehen. 5. Beim völligen Absetzen der Antiepileptika besteht für die Dauer von 3 Monaten Fahruntauglichkeit. Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich nur auf das Lenken von Kraftfahrzeugen der Gruppe 1, da nach dem Führerscheingesetz Personen mit epileptischen Anfällen oder anderen anfallsartigen Bewusstseinsstörungen oder -trübungen keine Lenkberechtigung der Gruppe 2 erteilt oder belassen werden darf. zudem sollten Personen, die auf Grund von epileptischen Anfällen oder anderen anfallsartigen Bewusstseinstörungen oder -trübungen eine befristet Lenkberechtigung der Gruppe 1 besitzen, von der gewerbsmäßigen Beförderung anderer Personen (zb Taxi, Schulbus) ausgeschlossen werden. 124

2 c) Überblick GRUPPE 1 GRUPPE 2 KRANKHEIT NICHT GEEIGNET GEEIGNET, WENN MINDEST- BEFUNDE NICHT GEEIG- NET GEEIGNET, WENN Erster Epileptischer Anfall (erster nicht provozierter Anfall) Wenn kein Hinweis für das Vorliegen einer beginnenden Epilepsie besteht, von 6 bis 12 Monaten 99 Sofern es sich um einen einmaligen epileptischen Anfall gehandelt hat, ist eine anfallsfreie Zeit von zwei Jahren abzuwarten, wenn es keinen Anhalt für eine beginnende Epilepsie oder eine andere hirnorganische Erkrankung gibt. erster provozierter epileptischer Anfall (zb durch Schlafentzug, extreme körperliche und psychische Belastung) 6 Monat Fahrpause nach einen Gelegenheitsanfall Nach Beobachtungszeit von 6 Monaten kann unter Vermeidung von provozierenden Faktoren eine Eignung angenommen werden erster akut symptomatischer epileptischer Anfall Monat Fahrpause nach einen Gelegenheitsanfall Nach Beobachtungszeit von 6 Monaten kann unter Vermeidung von provozierenden Faktoren eine Eignung angenommen werden epileptischer Anfall nach Hirnoperationen, Tumore und andere Substanzschäden Siehe auch Kapitel Wenn im ärztlichen Ermessen der Beginn einer Epilepsie nicht ausgeschlossen werden kann, sollte eine Beobachtungsfrist von 12 Monaten ausgesprochen werden. 100 Akute symptomatische epileptische Anfälle im Rahmen einer akuten Erkrankung, die das Gehirn primär oder sekundär trifft, wie Fieber, Vergiftung, Stoffwechselstörung oder akute Erkrankung des Gehirns. 125

3 erster Anfall und Hinweise auf eine beginnende Epilepsie 101 Wie unter bestehender Epilepsie zu beurteilen: von 1 Jahr bestehende Epilepsie geeignet, wenn für 12 Monate Anfallsfreiheit bestanden hat - bei langjähriger, schwer behandelbarer Epilepsie, bei der nunmehr Anfallsfreiheit erzielt worden ist: 18 Monate Anfallsfreiheit erforderlich - Das EEG muss nicht frei sein von epilepsiespezifischen Paroxysmen; aber keine Veränderungen, für beweisend für einen epileptischen Anfall während der Ableitung sind einfache fokale Anfälle (ohne Bewusstesinstörung, kognitive oder sensorische Beeinträchtigungen) nach einer Verlaufsbeobachtung von 18 Monaten, sofern kein Übergang in komplexe oder generalisierte Anfälle aufgetreten ist. Schlafepilepsie Geeignet nach einer Beobachtungszeit von 1 Jahr Anfälle mit Prodromen und Auren solange nicht abgeklärt hinsichtlich Ursache und Behandelbarkeit und da nicht gewährleistet Nach Abklärung: Zuordnung und Beurteilung nach dem entsprechenden Kapitel 101 Beginn einer Epilepsie kann nicht ausgeschlossen werden, da a) kleine Anfälle in der Anamnese (bisher nicht als epileptische Anfälle erkannt) und/ oder b) Spitzen, Spike-Wave-Paroxysmen oder andere auf Epilepsie hinweisende Veränderungen im EEG und/ oder c) Hinweise auf beginnende Epilepsie in anderen Zusatzuntersuchungen (zb Bildgebung). 102 Definition: Mehr als ein nicht-provozierter Anfall im Mindestabstand von 24 Stunden. 126

4 ist, dass auch in Zukunft der Anfall mit einer Aura eingeleitet wird Anfallsrezidativ - Bei ursprünglich schwer behandelbarer Epilepsie ist ein erneutes anfallsfreies Intervall von 12 Monaten erforderlich - Bei ursprünglich gutartigem Epilepsieverlauf: Nach einen neuerlichen anfallsfreien Intervall von 6 Monaten geeignet - Bei Behandlungsfehler oder im Rahmen eines Absetzversuchs der antiepileptischen Therapie: erneutes anfallsfreies Intervall von 3 Monaten Beendigung einer antiepileptischen Therapie Für die Dauer der Reduzierung und des Absetzens des letzten Medikamentes sowie die ersten 3 Monate wegen des erhöhten Anfallsrisikos - nach einer anfallsfreien Zeit von 3 Monaten wieder geeignet - 24 Monate nach erfolgreichem Absetzen kann eine unbefristete Erteilung der Lenkberechtigung erfolgen STELLUNGNAH- ME 103 Nebenwirkungen von Antiepileptika - Geeignet bei Einnahme in therapeutischen Dosen gemäß der ärztlichen Anordnung und wenn keine verkehrsrelevanten Beeinträchtigungen bestehen. - Falls eine verstärkte zentraldämpfende Wirkung bei Interaktion mit Alkohol zu erwarten ist: KEIN Alkohol: Code Mit Beurteilung der klinischen Form und Entwicklung, der bisherigen Behandlung, der Anfallsfreiheit und des Anfallrisikos durch den Facharzt. 127

5 Nicht-epileptische Anfälle Nicht geeignet Bei Narkolepsie nur geeignet wenn Nicht geeignet. Nicht geeignet. mit akuter Beeinträch- durch eine entsprechende Therapie tigung des Bewusstseins keine vermehrte Tagesmüdigkeit oder oder der Motorik 104 eine inadäquate Einschlafreaktion (zb: über einen Zeitraum von mindestens 1 Kataplexie, Jahr besteht. Narkolepsie) d) Inhalt einer neurologischen Stellungnahme im Falle eines Anfallsleidens: - Identitätsnachweis des Patienten - Vorgeschichte - Diagnosen, Beurteilung der klinischen Form und der Entwicklung des Anfallsleidens - Bisherige Behandlung, - Dauer der Anfallsfreiheit und das Anfallsrisiko - ggf. Kommentar zum EEG-Befund - Miteinbeziehung einer Fremdanamnese - ev. Angabe des Medikamentenspiegels, - Nebenwirkungen der antiepileptischen Therapie - empfohlene Kontrolluntersuchungen e) Weitere Kontrolluntersuchungen nach Erteilung der Lenkberechtigung: Bei Anfallspatienten ist die Lenkberechtigung zunächst befristet zu erteilen. Kontrolluntersuchungen sind erforderlich, wobei die Abstände unter Berücksichtigung von krankheitsrelevanten Faktoren festzulegen sind f) Literatur Richtlinien der Österreichischen Sektion der Internationalen Liga gegen Epilepsie zur gesundheitlichen Eignung zum Lenken von Kraftfahrzeugen (Führerschein-Richtlinien) bei Personen mit epileptischen Anfällen oder anderen anfallsartigen Bewussteinsstörungen oder -trübungen (aus: Wiener Klinische Wochenschrift/SpringerVerlag 2000, 112/20: ). 104 Wie zb narkoleptischen Reaktionen, affektiven Tonusverlusten, kardiovaskulären Synkopen, psychogenen Anfällen uä. 128

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