Zuckerkrankheit griech. honigsüßer Durchfluss

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1 DIABETES MELLITUS Zuckerkrankheit griech. honigsüßer Durchfluss Es gibt 2 Arten des Diabetes mellitus: Diabetes mellitus Typ I insulinpflichtig Diabetes mellitus Typ II nicht Formatvorlage insulinpflichtig des Untertitelmasters durch Klicken 1

2 Ursachen für Diabetes mellitus Insulinmangel (verminderte Produktion) Insulinresistenz in Körperzellen (verminderte Wirkung) Kombination aus beiden

3 Diabetes mellitus bedeutet Zuckerkrankheit beide Typen haben einen erhöhten Zuckergehalt im Blut 3

4 Unsere Nahrung Eiweiß Kohlenhydrate Fette Vitamine 4

5 Zucker ist wichtig für die Arbeit (Leistung, Energie) im Körper, muß aber in Grenzen gehalten werden, sonst entstehen Schäden in den Organen. 5

6 Diabetes kann entstehen: Aufnahme von Kohlenhydraten (Getreide, Brot, Nudeln, Kartoffeln, Zucker, Milch, Reis, Obst, Säfte, Bier) in den Körper (Darm) und den Umbau in Zucker - körpereigener Zucker - und die anschließende Aufnahme über die Darmwand in die Blutbahn, die Verteilung (= Versorgung) im Körper (Muskelzellen) sowie

7 die S p e i c h e r u n g (Leber, Fettgewebe) bei übermäßiger Aufnahme von Nahrung

8 Insulin ist ein Hormon und wird in der Bauchspeicheldrüse (Beta-Zellen) gebildet. 8

9 Insulinwirkung Durch Insulin wird der Zucker aus der Blutbahn in die Zelle aufgenommen (wichtig ist genug und gut wirksames Insulin). 9

10 Auch in Leberzellen wird Zucker aufgenommen und kann dort als Glykogen gespeichert werden. Nach einer Nahrungsaufnahme erhöht sich der BLUTZUCKER und wird durch Insulin (+ Leberzellen) in Grenzen gehalten. Z. B. postprandiale (1 bis 2 Std. nach der Mahlzeit) sollte der Zuckerspiegel im Blut unter 140 bsi 160 mg% bis 200 mg% betragen, abhängig vom Alter und Diabetesdauer. 10

11 Die Leber ist ein Speicher für Glykogen (= körpereigener Zucker) aber auch in der Lage Zucker aus körpereigenen Aminosäuren zu bilden - Gluconeogenese - (Zuckerneubildung) Normwert des Blutzuckergehaltes Nüchtern mg/dl Diagnose: Diabetes mellitus Blutzucker > 200 mg/dl bei zufälliger Blutzuckerbestimmung Nüchternblutzucker > 126 mg/dl, 3 mal gemessen Blutzucker nach 2 Std. und ogtt > 200 mg/dl 11

12 INSULINWIRKUNG Zuckeraufnahme in die Zellen Hemmung der Zuckerproduktion in der Leber Formatvorlage baut Körperfett des Untertitelmasters auf und hält durch das Fett Klicken im Depot 12

13 Ursachen für Diabetes mellitus Typ I multifaktoriell Vererbung 3% Eltern, Großeltern (Typ I) mehrere Gene (30% Typ II) umweltbedingt (verschiedene Krankheiten (Viren), Kuhmilch, Glutene) 13

14 Spezielle Symptome für Diabetes mellitus Gewichtsverlust (Tage bis Wochen) bei Typ I verstärkt Austrocknung des Körpers (Exsikkose) -trockene Hautvermehrter Durst vermehrt Wasserlassen Formatvorlage des Untertitelmasters Erbrechen durch Klicken Bauch- und/oder Wandenkrämpfe vermehrte Müdigkeit Kraftlosigkeit Sehstörungen Wundheilungsstörungen 14

15 Insulinzufuhr, wie? 1 x täglich subcutan (= unter die Haut) bis 3 x täglich zu den Mahlzeiten Pumpensystem für Kinder Jugendliche und Schwangere, vollautomatisch Formatvorlage des in Untertitelmasters Messung und durch Abgabe Klicken (2 Sonden) als Selbstinjektion oder Injektion durch Helfer bis 6 x täglich (Basis-Bolus) Therapie für Typ I Diabetes mellitus Insulinzufuhr (= Ersatz des körpereigenen Hormons Insulin) 15

16 Ursachen für Diabetes mellitus Typ II Insulinmangel durch verminderte Produktion im Körper Wirkung von Insulin herabgesetzt (Insulinresistenz) oder beide zusammen 16

17 Verlauf des Diabetes mellitus Typ II Am Beginn der Erkrankung (Wochen bis Monate) kann die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) durch die vermehrte Produktion von Insulin noch den Blutzucker ausgleichen, aber 17

18 mit der Zeit wird der Ausgleich durch eine Schwäche der Beta-Zellen (Bauchspeicheldrüse) nicht mehr geschafft und der Blutzucker steigt an. Der Diabetes mellitus wird manifest (= krankhaft). 18

19 Verlauf des Diabetes mellitus Typ II Bei manifestem Diabetes mellitus Typ II wird mehr Insulin (=Hyperinsulinismus) gebildet als bei stoffwechselgesunden Personen, in der Folge kann auch bei Typ II ein absoluter Insulinmangel entstehen. 19

20 Symptome des Diabetes mellitus Typ II Müdigkeit, Schwäche, Sehstörungen, Wundheilungsstörungen, Infektanfälligkeit (oft geringer ausgeprägt als bei Diabetes mellitus Typ I) dadurch wird die Diagnose oft zu spät gestellt. Ursachen für Diabetes mellitus Typ II Übergewicht, weil dadurch eine vermehrte Insulinresistenz in den Körperzellen (Muskeln) entsteht angeborene Insulinunempfindlichkeit (polygenetisch) die Muskel- und Leberzellen betreffend oder eine Kombination aus beiden. 20

21 Therapie Diabetes mellitus Typ II nach Stufenplan Ernährung Bewegung Medikamente Insulin Selbstkontrolle und Dokumentation von gemessenen Blutzuckerwerten und regelmäßige Kontrollen beim Hausarzt und/oder Facharzt 21

22 22

23 Medikamentöse Therapie des Diabetes mellitus Typ II 1. Metformin (Glucophage, Metformin, Diabetex) 2. Sulfonylharnstoff Präparate: Glibenclamid ( Glucobene), Glimeprid (Amaryl), Gliclazid (Diamicron). 3. DPP-4-Hemmer (Dipeptidyl-Peptidase-4-Inhibitor = Gliptine), Velmetia, Januvia (Sitagliptin), Galvus (Vilda-) 4. Formatvorlage als Kombi DPP-4-I des Untertitelmasters mit Metformin durch Klicken 5. Glinide (Novonorm) 6. Glitazone (Actos - Pioglitazon, Avandia - Rosiglitazon) 7. als Kombi Glitazone + Metformin (Avandamet, Competact) 8. als Kombi mit SH (Avaglin, Tandemact, Glimeprid 9. Insulin verschiedene Möglichkeiten 23

24 Was kann der Erkrankte selbst tun? Kontrolle von Gewicht, Blutdruck, Blutzucker, Kontrolle der Füße ev. Harnzuckerkontrolle postprandial, ab 180 mg/dl (= Formatvorlage Nierenschwelle) des Untertitelmasters verfärbt sich durch der Klicken Streifen (grün) regelmäßig (4-6-8 Wochen) zum Arzt /Ärztin (Blutdruck, HbA1c, Fette, Nierenfunktion) Diabetischer Fuß tägliche Selbstkontrolle täglich Waschen und gut trocknen, < 37 C nie barfuß, nie ohne Socken, Schuhwerk kein Hornhautpflaster, Hornhautentfernung durch geschulte Fußpflege Nägel gerade schneiden bei geringster Verletzung zum Arzt 24

25 Ärztliche Kontrolle HbA1c, 3 bis 6 Monate Fette, 3 bis 6 Monate Blutdruck, 3 Monate Interner Status (KHK; pavk, cavk), 1/2-jährlich bis jährlich Neurologischer Status Augenarzt Urologie Gynäkologie jährlich bis zweijährlich 25

26 HbA1c zeigt die Einstellung des Blutzuckers der letzten 6 bis 8 Wochen ideal 4,8 bis 5,9% bis 7,0% zufrieden 7,0 bis 8,5% je nach Lebensalter, genügend > 8,5% Katastrophe Unterzuckerung - Hypoglykämie durch zu viel und/oder starke (zu hoch dosiert) Medikamente und/oder Insulindosis zu wenig oder zu späte Nahrungsaufnahme Außergewöhnliche körperliche Bewegung Alkohol 26

27 Symptome der Unterzuckerung - Hypoglycämie Symptome oft sehr individuell und situationsabhängig: Gereiztheit Schwitzen Heißhunger Schwindel Zittern bis Koma Überzuckerung Hyperglycämie bis diabetisches Koma (zuckerbedingte Bewußtlosigkeit) Symptome: Übelkeit, Erbrechen, hoher Harnfluss, Müdigkeit, Gewichtsverlust, Formatvorlage des Bauch Untertitelmasters (Krämpfe), durch Austrocknung Klicken des Körpers (Exsikkose) bis Bewußtlosigkeit. Therapie: Intensivstation 27

28 Hyperglycämie Bei Blutzuckerwerten länger als 3 bis 4 Tage über 200 bis 250 mg/dl unbedingt Arzt aufsuchen Nüchternblutzuckerwerte Formatvorlage des Untertitelmasters 80 bis durch 120 Klicken mg/dl, postprandialer Blutzucker unter 140 bis 160 mg/dl mit Therapie erreichen (Ziel) Wie bekomme ich Informationen zu Diabetes mellitus? Selbsthilfegruppe in Bundesländern, in Bezirken Zeitschriften z. B.: Mein Leben Hausarzt/Facharzt 28

29 Diabetes mellitus Typ II Diabetisches Spätsyndrom Diabetische Nephropathie und Nierenversagen Diabetische Neuropathie Diabetische Retinopathie Diabetischer Fuß Arterielle Verschlußkrankheit einschl. KHK Impotenz für Frauen und Männer Diabetische Nephropathie Ursache: Blutzuckererhöhung, Bluthochdruck, zuviel Eiweiß Diagnose: Mikroalbuminurie, bzw. Eiweißnachweis im Harn, Nierenfunktion Vorbeugung: Optimale Blutzuckereinstellung, Blutdruckeinstellung, Eiweißeinschränkung Stadienhafter Verlauf bis zum Nierenversagen 29

30 Diabetische Polyneuropathie 30% der Diabetiker Ursachen: Stoffwechsel- und Durchblutungsstörungen in den Nerven Diagnose: Diverse neurologische Untersuchungen buntes Bild - Therapie: Stoffwechseloptimierung, Vitamine, Schmerzmittel, Psychopharmaka 30

31 Diabetische Retinopathie 20% bei Diabetesdiagnose, 75% nach 20 Jahren Ursache: Diabetische Mikroangiopathie, tritt bei Diab. mellitus Typ II früher auf als bei Diab. mellitus Typ I Therapie: Optimale Blutzuckereinstellung, Blutdruckeinstellung, Laserkoagulation Wichtig: 2 x jährlich Augenarzt Diabetischer Fuß hohe Amputationsrate Ursache: Kombination von Neuropathie und Angiopathie Kein Schmerzempfinden, selbst bei tiefem Ulcus! Häufig Infektionen Therapie: Optimale Blutzuckereinstellung, Druckentlastung, Verbesserung der Durchblutung, Wund- und Desinfektionsbehandlung 31

32 Arterielle Verschlußkrankheit - Makroangiopathie Führende Todesursache beim Diabetiker, m = 62%, f = 69%, cardial ca. 50% KHK, PAVK, CAVK PAVK 96% untere Extremität Gefahr der Gangrän Infektion Amputation oder Tod 32

33 Diabetische Herzkrankheit Ursache: Artherosklerose, Herzmuskeldefekte, cardiale Neuropathie m = 56%, f = 113% häufiger frühe mehrfache Herzinfarkte, stumme Herzinfarkte Herzmuskelschwäche Rhythmusstörungen 33

34 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit 34

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