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1 Corporate Finance Annika Sill, MBA MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 1

2 Corporate Finance Spezialgebiet der Finanzwirtschaft Befasst sich mit Kapitalanlageentscheidungen Investitionentscheidungen Unternehmensbewertungen Ziel: Erhöhung des Unternehmenswertes ohne die eigene Risikotragfähigkeit zu übersteigen Teilgebiete Investitionsrechnung Unternehmensfinanzierungund Bewertung Kapitalmarkttheorie MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 2

3 Informationsquellen zur Unternehmensbewertung Kapitalmarkt Fundamentalanalytische Bewertung Notierung anderer Unternehmen Bewertung Vermögen und Schulden Bewertung zukünftiger Zahlungsströme (Hölscher, 2010, S174) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 3

4 Verfahren zur Unternehmensbewertung Kapitalmarktbezogene Verfahren Ertrags- /Substanzwertv erfahren Discounted Cashflow- Verfahren Realoptionenansatz Stock and Debt Approach Ertragswertverfahren Entity Approach Vergleichsverfahren Substanzwertverfahren Equity Approach Grenzpreis des UN-Verkäufers Kombinationsverfahren Constant Growth Dividend Discount Model Shareholder Value (vgl. Hölscher, 2010, S175) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 4

5 Unternehmensbewertung Einordnung Substanzwert Liquidationswert DCF-Verfahren Einzelbewertungsverfahrungen Gesamtbewertungsverfahren Kapitalwertkalküle Marktbewertungen Ertragswertverfahren Equity- Approach (FTE) Multiplikatorverfahren Entity- Approach Börsenpreise (Anzahl der Aktien x Börsenkurs Transaktionspreise (PWC, 2007) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 5

6 DCF-Verfahren Entity Approach Entity Approach (Nettoverfahren) Weighted Average Cost of Capital (WACC) Adjusted Present Value (APV) Free Cash Flow Ansatz (FCF) Total Cash Flow Ansatz (TCF) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 6

7 FCF-Ansatz (UW= GW-FK) Unternehmenswert (Marktwert des Eigenkapitals = Market Value Equity) wird indirekt ermittelt, indem vom Gesamtunternehmenswert (Marktwert des Gesamtkapitals = Enterprise Value / Entity Value) der Marktwert des Fremdkapitals abgezogen wird. Ausgangspunkt sind die vom zu bewertenden Unternehmen zukünftig erwirtschafteten Free Cash Flows, die zur Verteilung an die Fremdkapitalgeber und Eigenkapitalgeber zur Verfügung stehen Der FCF-Ansatz benutzt den WACC (gewogene durchschnittliche Kapitalkosten)zur Diskontierung der Free Cash Flows. MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 7

8 Vergleich Ertragswertverfahren - FCF-Verfahren Ertragswertverfahren EBIT (Earnings Before Interest and Taxes) - Zinsaufwand = EBT - Steuern = Ausschüttung Unternehmenswert= Ausschüttung/Eigenkapitalkosten (r EK ) Entspricht dem Flow to Equity Approach (FTE)/Equity Approach!! FCF-Verfahren EBIT (Earnings Before Interest and Taxes) - Steuern auf EBIT = FCF (Free Cash Flow) Unternehmenswert= FCF/WACC - Fremdkapital MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 8

9 FCF Berechnung Vergleich Kapitalstrukturabhängiger Cashflow Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit - Steuern = Jahresergebnis aus GuV + Zinsen und ähnliche Aufwendungen +/- Abschreibungen/Zuschreibungen +/- Zuführung/Abnahme Rückstellungen -/+ Zunahme/Abnahme aktiver RAP +/- Zunahme/Abnahme passiver RAP -Investitionen im Anlagevermögen -/+ Zunahme/Abnahme Working Capital = Free Cashflow Brutto (Total Cashflow) - Fremdkapitalzinsen - Tilgung + Neuverschuldung = Free Cashlflow Netto Brutto/ Netto Kapitalstrukturunabhängiger Cashflow Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -Steuern = Jahresergebnis aus GuV + Zinsen und ähnliche Aufwendungen +/- Abschreibungen/Zuschreibungen +/- Zuführung/Abnahme Rückstellungen -/+ Zunahme/Abnahme aktiver RAP +/- Zunahme/Abnahme passiver RAP -Investitionen im AV --/+ Zunahme/Abnahme Working Capital = Free Cashflow Brutto (Total Cashflow) - Steuerersparnis wg. Fremdfinanzierung = Free Cashflow bei vollständiger Eigenfinanzierung (Hölscher, S.192, 2010) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 9

10 Anlässe für Unternehmensbewertungen Mit Eigentumswechsel Ohne Eigentumswechsel Dominierte Bewertungssitu ationen Planungszwecke Abfindung von Minderheitsges ellschaften Enteignung Kauf/Verkauf Unternehmen Fusion Nicht dominierte Bewertungsverfahren Emissionspreisfindung Ausgliederung von Steuerbemessung Vergesellschaftung Kreditwürdigkeitsprüfung Sanierung Liquidation Unternehmensteilen (Hölscher, S.173, 2010) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 10

11 Anlässe und Methoden Bewertungsanlass M&A Transaktion Börsengang IPO Venture Capital Strategische Handlungsalternative Auf Grund privatrechtlicher Vertragsvereinbarung Steuerliche- und bilanzielle Gründe Gesetzliche vorgeschriebene Bewertung Gebräuchliche Methoden DCF, Ertragswertverfahren, Multiplikatoransätze (unterstützend) DCF, Multiplikatoransätze (unterstützend) DCF, VC-Ansatz DCF, Realoptionenansatz Ertragswertverfahren, DCF Ertragswertverfahren, DCF (selten) Ertragswertverfahren, DCF (selten) (PWC, 2007) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 11

12 Grundsätze ordnungsgemäßer Unternehmensbewertung (GoU) Dienen externen Bewertern als Richtlinie Der IDW (Institut der Wirtschaftsprüfer) hat Grundsätze herausgegeben u.a.: Stichtagsprinzip: Der Wert des UN wird aus den am Bewertungsstichtag zu erwartenden Zukunftserträgen abgeleitet Bewertung nicht betriebsnotwendiges Vermögen zu Liquidationswerten Nicht Beachtung des bilanziellen Vorsichtsprinzip, um Chancengleichheit der Verhandlungspartner zu gewährleisten Nachvollziehbarkeit der Bewertungsansätze im Gutachten MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 12

13 Opportunitätskostenprinzip entgangene Erlöse Entscheidungssituation eines Investors Anlage in Anteile von Unternehmen Anlage am Kapitalmarkt in ein Portfolio aus Wertpapieren mit vergleichbaren Renditen Investoren erwarten mindestens dieselbe Rendite wie am Kapitalmarkt. Renditeerwartung der Investoren stellen für das Unternehmen Kapitalkosten dar. (PWC, 2007) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 13

14 Bewertungsschritte 1. Bewertungsvorhaben abgrenzen Bewertungszweck bestimmen Bewertungsobjekt abgrenzen Bewertungsstichtag festlegen 2. Ertragssituation analysieren Vergangenheitsanalyse Vergleich innerhalb der Branche anhand von Kennzahlen Planung auf Plausibilität prüfen 3. Prognose zukünftiger Ausschüttungen Planungsrechnungen erstellen Planungszeitraum definieren Mgl. Unternehmensentwicklungen in Szenarien abbilden Prognose durchführen Zukünftige Ausschüttungen planen 6. Unternehmenswert bestimmen Bei unterschiedlichen Szenarien die jew. Unternehmenswerte mit Wahrscheinlichkeiten gewichten Liquidationswert als Untergrenze bestimmen 5. Nicht betriebsnotwendiges Vermögen Nicht betriebsnotwendiges Vermögen abgrenzen und dessen Erträge und Aufwendungen aus Planung eliminieren Barwert bei Veräußerung ermitteln 4. Zukünftige Ausschüttungen diskontieren Kapitalisierungszins bestimmen Risikofreier Basiszins Risikozuschlag/Risikoprämie marktgerecht ermitteln Zukünftige Ausschüttungen diskontieren (explizit oder Durchschnittswerte) (PWC, 2007) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 14

15 Unternehmensbewertung Kapitalmarktbezogene Verfahren -Stock and Debt Approach (börsennotierte Unternehmen) -Vergleichsverfahren (nicht börsennotierte Unternehmen) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 15

16 Verfahren zur Unternehmensbewertung Kapitalmarktbezogene Verfahren Ertrags- /Substanzwertv erfahren Discounted Cashflow- Verfahren Realoptionenansatz Stock and Debt Approach Ertragswertverfahren Entity Approach Vergleichsverfahren Substanzwertverfahren Equity Approach Grenzpreis des UN-Verkäufers Kombinationsverfahren Constant Growth Dividend Discount Model Shareholder Value (vgl. Hölscher, 2010, S175) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 16

17 Kapitalmarktbezogene Verfahren Börsennotierte Unternehmen Nicht Börsennotierte Unternehmen Stock-and-Debt- Approach Vergleichsverfahren Similar-Public- Company-Ansatz Recent-Acquisition- Ansatz Initial-Public-Offering- Ansatz MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 17

18 Vor- und Nachteile Vorteile Großes Maß an Objektivität, da auf realen Marktpreisen beruhend. Nachteile Funktionsfähige und informationseffiziente Kapitalmärkte werden unterstellt Börsenkurse werden durch z.b. Liquiditätslage des Marktes und Spekulationsblasen beeinflusst Vergleichsunternehmen, die alle Kriterien erfüllen, sind schwer zu finden Geringe Anzahl an börsennotierten Unternehmen in Deutschland (Hölscher, 2010, S. 177) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 18

19 Stock-and Debt-Approach -Grenzpreis Berechnung Grenzpreis des Verkäufers bei Übernahme Für Börsennotierte Unternehmen Nachteil: Börsenkurse werden durch Spekulationsblasen beeinflusst Marktwert EK: - Verwendung Durchschnittskurs eines zurückliegenden Zeitraums, nicht Börsenkurs zum Zeitpunkt der Bewertung Marktwert FK: - Wurde das Unternehmen durch Corporate Bonds finanziert, sind deren Kurswerte anzusetzen. Mit: UW = Marktwert des Unternehmens FK = Marktwert des Fremdkapitals= Barwert Vb inkl. Zinszahlungen bzw. Kurswert Corporate Bonds EK = Marktwert des Eigenkapitals = Aktienanzahl x Aktienkurs (Hölscher, 2010, S. 176ff) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 19

20 Vergleichsverfahren/ Multiplikatorverfahren Für nicht börsennotierte Unternehmen Wert des UN ableiten aus dem Marktpreis vergleichbarer Unternehmen Einsatz von Multiplikatoren=Verhältniszahl, bei der der Marktpreis eines Vergleichsunternehmens auf eine Transfergröße des Vergleichsunternehmens bezogen wird. Transfergrößen: Gewinn, Cashflow, EBIT, EBITDA, Umsatz (vgl. Hayn, 2003, S. 84) Als Multiplikator häufig P/E-Ratio (Price-Earnings-Ratio) im Similar-Public- Company-Ansatz. Periodengewinn Bewertungsobjekt x P/E Ratio Vergleichsobjekt (Hölscher, 2010, S. 178) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 20

21 P/E-Ratio Similar-Public-Company Berechnung: market capitalization/total annual earnings >P/E-Ratio bedeutet, dass der Investor für jede Einheit des Nettoeinkommens (unit of net income) mehr zahlt und die Aktie dadurch für ihn teurer wird Vergleichsgröße für den Wert von Unternehmen innerhalb einer Peer Group MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 21

22 Übereinstimmungskriterien Vergleichsverfahren Branchenzugehörigkeit Mix des Produktprogramms Umsatzstruktur Kundenkreis (Kaufkraft, Größe einzelner Kunden, Kundenanzahl) Einkaufsstruktur Image Geschäftsprozesse Bilanzrelationen Unternehmenseffizienz Investitionsbedarf Unternehmensgröße Wachstum Geschäftsstrategie (Hölscher, 2010, S. 179) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 22

23 Aufgabe: Berechnen Sie den Wert der Deutschen Bank anhand des Vergleichsverfahrens! Verwenden Sie zum Vergleich das P/E-Ratio der Commerzbank Verwenden Sie die Daten aus den Geschäftsberichten der Deutschen Bank sowie der Commerzbank 2011! MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 23

24 Unternehmensbewertung Substanz- und Ertragswertverfahren MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 24

25 Verfahren zur Unternehmensbewertung Kapitalmarktbezogene Verfahren Ertrags- /Substanzwertv erfahren Discounted Cashflow- Verfahren Realoptionenansatz Stock and Debt Approach Ertragswertverfahren Entity Approach Vergleichsverfahren Substanzwertverfahren Equity Approach Grenzpreis des UN-Verkäufers Kombinationsverfahren Constant Growth Dividend Discount Model Shareholder Value (vgl. Hölscher, 2010, S175) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 25

26 Substanzwertverfahren Substanzwert ist der Preis, der zur Nachbildung eines gleichartigen Unternehmens anfallen würde Man unterscheidet: Vollreproduktionswert: Enthält neben bilanzierungsfähigen Vermögensgegenständen auch die immateriellen, nicht in der Bilanz ansetzbaren Wirtschaftsgüter wie Patente, Goodwill, Qualität der Mitarbeiter Teilreproduktionswert: Wert der betriebsnotwendigen Vermögensgegenstände (Aktivseite der Bilanz) zu Wiederbeschaffungspreisen am Bewertungsstichtag (vgl. Hölscher, 2010, S. 181) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 26

27 Ansätze zur Wertermittlung Bilanzposition Ansätze zur Wertermittlung Betriebsnotwendige Vermögensgegenstände Zu Wiederbeschafftungszeitwerten Nicht betriebsnotwendiges Vermögen Zu Veräußerungserlösen Immaterielle Vermögensgegenstände Grundstücke/Gebäude Sachanlagen Finanzanlagen Vorräte Forderungen/Verbindlichkeiten Rückstellungen Bank/Kasse Ausgaben für eine gleichwertige Beschaffung: Erwerbs- oder Entwicklungskosten Tatsächlich gezahlte Kaufpreise, Vergleichspreise oder spezielle Schätzungen auf der Basis von Nutzflächen, umbautem Raum, Einheitswert oder Expertenwissen Richtlinien verschiedener Verbände (z.b. VDI), Sekundärmarktpreise oder Preislisten des Herstellers Diskontierfähige Gläubigerpapiere zum Zeitwert, Teilhaberpapiere je nach Zielsetzung zum Substanz-, Ertrags- oder Liquidationswert (z.b. Börsenkurs) Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe zu Tagespreisen, Fertige Erzeugnisse zu Verkaufspreisen abzgl. Lagerkosten, anteiliger Verwaltungs- und Vertriebskosten sowie Gewinnabschlag, unfertige Erzeugnisse zu Herstellkosten I.d.R. zum Bilanzansatz, bei Forderungen Ansatz von Wertberichtigungen nach betriebsgewöhnlicher Erfahrung Ansatz bei Schuldcharakter, Prüfung der Angemessenheit der angesetzten Werte Bewertung zum Nominalwert ( vgl. Hölscher, 2010, S. 182) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 27

28 Relevanz Substanzwertverfahren Brutto-Substanzwert: Preis, der zu zahlen ist, um die gleichen Aktiva des Unternehmens im gleichen Zustand zu erhalten Brutto-Substanzwert minus Schulden = Netto- Substanzwert Vorteile Teilreproduktionswert einfache, objektive und sichere Bestimmung des UN- Wertes Nach Auffassung IDW (Institut der Wirtschaftsprüfer) als alleiniges Verfahren ungeeignet. Eher Kontroll- und Hilfsfunktion. (vgl. Hölscher, 2010, S. 182) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 28

29 Ertragswertverfahren Nutzen, den das UN für seine Anteilseigner stiftet Kapitalbetrag, der aufzuwenden ist, um Rückflüsse in Höhe der Entnahmen zu generieren Barwert aller zukünftigen Entnahmen aus einem UN, die über die angenommene Lebensdauer des Unternehmens diskontiert werden. Mit: EW = Ertragswert E t = zukünftige Entnahmen der Periode t i = Kapitalisierungszinssatz = Basiszinssatz + ggf.risikozuschlag + ggf. Zuschlag geringe Fungilität + ggf Geldentwertungsprämie n = Bewertungshorizont (vgl. Hölscher, 2010, S. 183) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 29

30 Bewertung Ertragswertverfahren Zukünftige Gewinne aus Mittelwert vergangener Gewinne unter Berücksichtigung Inflation Nachteil: Es wird auf Periodenerfolge und nicht auf Cashflows zurückgegriffen (vgl. Hölscher, 2010, S. 183) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 30

31 Mittelwertverfahren - Praktikerverfahren UN entspricht dem arithmetischen Mittel aus Substanz- (Teilreproduktionswert) und Ertragswert Man kann auch dem Ertragswert eine höhere Gewichtung geben. Mit: UW = Unternehmenswert SW = Substanzwert EW = Ertragswert (vgl. Hölscher, 2010, S. 183) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 31

32 Unternehmensbewertung DCF-Model Entity Approach WACC and CAPM Für Unternehmen mit positiven Cashflows MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 32

33 Verfahren zur Unternehmensbewertung Kapitalmarktbezogene Verfahren Ertrags- /Substanzwertv erfahren Discounted Cashflow- Verfahren Realoptionenansatz Stock and Debt Approach Ertragswertverfahren Entity Approach Vergleichsverfahren Substanzwertverfahren Equity Approach Grenzpreis des UN-Verkäufers Kombinationsverfahren Constant Growth Dividend Discount Model Shareholder Value (vgl. Hölscher, 2010, S175) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 33

34 DCF-Verfahren DCF-Verfahren bestimmen den Unternehmenswert durch Diskontierung /Ermittlung des Barwertes von Cash flows Beliebt seit der Etablierung des Shareholder Value Ansatzes MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 34

35 Ermittlung Barwert durch Cashflowabzinsung Vgl. Prexl, 2010, S268 MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 35

36 DCF (Discounted Cashflow)-Methoden Netto-Ansatz (equity approach) Brutto-Ansatz (entity approach) WACC Adjusted PV Entity-Methode Wir nehmen die operativen Cash-Flows, die das Unternehmen VOR Fremdkapitalzinsen und -tilgung in Zukunft erwirtschaftet und berechnen den Barwert (abzinsen mit WACC und aufsummieren). Damit erhalten wir den Wert des Gesamtkapitals des Unternehmens. Anschließend ziehen wir den Wert des Fremdkapitals ab und haben den Unternehmenswert. Equity-Methode Hier nehmen wir die Cash-Flows NACH Fremdkapitalzinsen und -tilgung, die sogenannten Flows to Equity und berechnen den Barwert. Der entspricht dann direkt dem Wert des Eigenkapitals. MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 36

37 WACC Standard Unternehmensbewertung Weighted Average Cost of Capital/Gewichteter Kapitalkostensatz Internationaler Standard der Unternehmensbewertung Bruttoverfahren, das den Gesamtwert eines Unternehmens berechnet. Dies erfolgt durch Diskontierung der operativen Free Cashflows (ofcf), die den Fremd- und Eigenkapitalgebern zur Verfügung stehen. Als Diskontierungssatz wird der gewichtete Kapitalkostensatz verwendet, der sowohl die Kosten für Eigen- als auch Fremdkapital berücksichtigt. (vgl. Prexl, 2010, S.246) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 37

38 ofcf nach dem Entity Ansatz Operatives Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) - adaptierte Steuern auf das EBIT (adjusted taxes) =Operatives Ergebnis vor Zinsen, nach adaptierten Steuern (NOPLAT=Net operating profit less adjusted taxes) + Abschreibungen (depreciations) + Erhöhung der Rückstellungen (Provisions) = operativer Brutto-Cashflow (Gross Cash flow) Investitionen in Anlagevermögen (fixed assets) - Veränderung des Working Capital (Nettoumlaufverm.) = Operativer Free Cash-Flow (ofcf) ================================ (vgl. Prexl, 2010, S.248) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 38

39 Berechnung EBIT (Earnings before interest and taxes) Jahresüberschuss + außerordentliches Ergebnis + Steueraufwendungen - Steuererträge = EBT + Zinsaufwendungen - Zinserträge = EBIT ======================================= MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 39

40 Aufgabe: Berechnen Sie das EBIT der Deutschen Bank anhand der Geschäftsberichte von 2007 bis 2011! Berechnen Sie danach die operativen Free Cash Flows (ofcf) der Deutschen Bank nach dem Entity Ansatz anhand der Geschäftsberichte ! MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 40

41 WACC- Ansatz WACC- Schritte 1) Ermittlung operative Free Cashflows (ofcf) 2) ofcf werden mit WACC diskontiert 3) Summiert man die ermittelten Barwerte der ofcf, den Martwert des nicht betriebsnotwendigen Vermögens und die liquiden Mittel, so erhält man den Marktwert des verschuldeten Unternehmens. 4) Um zum Marktwert des Eigenkapitals des verschuldeten Unternehmens zu gelangen, zieht man vom Marktwert des Gesamtkapitals den Marktwert der zinstragenden Vb ab. ofcf EK-Kosten FK-Kosten Diskon tierung WACC =Barwert FCF + nicht betriebsnotw Verm inkl. Liquide Mittel =Wert des GK - Zinstragende Vb = Wert des EK Unternehmenswert Vgl. Prexl, 2010, S247ff. MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 41

42 WACC- Berechnung Die Finanzierung des Unternehmens wird im Diskontierungssatz berücksichtigt. Diesen Diskontierungssatz bezeichnet man als WACC Mit WACC = k GK = Gewichteter Gesamtkapitalkostensatz r EK = Renditeforderung der Eigenkapitalgeber (für das verschuldete Unternehmen) Eigenkapitalkosten des Unternehmens, risikoadjustierter Eigenkapitalkostensatz r FK (1-t) = Fremdkapitalkosten des Unternehmens r FK = Renditeforderung der Fremdkapitalgeber t = Unternehmenssteuersatz/Ertragsabhängier Steuersatz EK = Marktwert des Eigenkapitals FK = Marktwert des verzinslichen Fremdkapitals GK = EK + FK Marktwert des Gesamtkapitals Vgl. Prexl, 2010, S252 MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 42

43 Vorteil WACC Unabhängigkeit von der Finanzierungsstruktur des Unternehmens Einfluss der Kapitalstruktur auf den Unternehmenswert wird im Diskontierungssatz berücksichtigt MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 43

44 Ermittlung des WACC Eigenkapitalkosten (EK) Eigenkapitalquote zu Marktwerten Fremdkapitalkosten Tax Shield Fremdkapital- Quote zu Marktwerten x x + Gewichtete Kapitalkosten (WACC) Vgl. Prexl, 2010, S252 MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 44

45 Ermittlung der Eigenkapitalkosten (r EK ) Zwei Fälle: 1) Vorgabe konkreter Renditeerwartungen der Eigenkapitalgeber (z.b. Beteiligungsgesells.) 2) Ableitung der Eigenkapitalkosten mithilfe kapitalmarkttheoretischer Modelle aus dem Zinssatz einer risikofreien Anlage z.b. 10 jährige Bundesanleihe BRD (AAA) siehe Bundesanleihen zuzüglich einer Risikoprämie (durch z.b. CAPM). MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 45

46 Berechnung Eigenkapitalkosten (r EK ) (Fall2: Kapitalmarkttheor. Modell) r EK = r f + RP r EK = r f + MRP x β Mit: r EK = Renditeforderung der Eigenkapitalgeber /EK-Kosten des Unternehmens r f = risikofreie Rendite Risikofrei bedeutet, dass mit Sicherheit eine bestimmte Rendite (r f > 0) erzielt werden kann. Die risikofreie Rendite ist die Rendite einer Anlage ohne jedes Ausfallrisiko und ohne Korrelation mit Renditen anderer Kapitalanlagen. gibt es nicht, daher nutzt man Triple-A (AAA)-Anleihen oder Zinsstrukturkurven (Svensson-Methode). RP = Risikoprämie (lt. CAPM bestehend aus MRP x Beta-Faktor) (Vgl. Prexl, 2010, S. 254, Hölscher, 2010)) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 46

47 Berechnung Risikoprämie (RP) Üblicherweise durch Capital-Asset-Pricing-Model (CAPM). Internationaler Standard für die Eigenkapitalkostenermittlung. Aufbauend auf der Portfoliotheorie (Teilgebiet Finanzierung), welche das Investitionsverhalten an Kapitalmärkten z.b. Aktienmarkt untersucht, wurde in der 1960er Jahren das CAPM entwickelt. Es ist ein Kapitalmarktmodell, das Gleichgewichtspreise und renditen für risikobehaftete Wertpapiere auf vollkommenen und vollständigen Kapitalmärkten ableitet. Im CAPM (zentrale Bedeutung in der neoklassischen Kapitalmarkttheorie) wird die Portfoliotheorie von Markowitz, welche auf risikobehafteten Anlagen basiert, um risikolose Anlagen erweitert. Die neoklassische Kapitalmarkttheorie untersucht den Zusammenhang zwischen Risiko und Rendite unter Annahme vollkommener und vollständiger Kapitalmärkte sowie unter der Prämisse risikoaverser Investoren Annahmen/Prämissen des Models: Vollkommener Kapitalmarkt (keine Kosten beim Kauf/Verkauf von WP, keine Steuern, keine Marktregulierungen) Investoren haben keinen Einfluss auf den Marktpreis Anzahl der Anlagen ist festgelegt, alle sind marktfähig und beliebig teilbar Homogene Erwartungen der Investoren bzgl. Wertpapierrenditen Es gibt risikofreie Anlagen und man kann unbegrenzt Geld zum sicheren Zinssatz aufnehmen (Vgl. Prexl, 2010, S ; Hölscher, 2010; vgl. Pape 2009, S. 155ff MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 47

48 CAPM - Risiken Auf perfekten Kapitalmärkten eine der Grundannahmen des CAPM besteht für die Anleger die Möglichkeit, in ein perfekt diversifiziertes Marktportfolio zu investieren. Das unsystematische Risiko (unternehmensindividuelle Risiken) der Einzeltitel (z.b. Aktien) wird durch die Diversifikation (Streuung) eliminiert. Das Marktportfolio unterliegt jedoch dem systematischen Risiko (Marktrisiko), weshalb Anleger bei einer Investition in das Portfolio eine höhere Rendite in Form der s.g. Marktrisikoprämie einfordern. (Vgl. Prexl, 2010, S. 255) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 48

49 Risikoarten Systematisches (Markt-) Risiko Einflussfaktoren aus dem gesamtwirtschaftlichen und politischen Umfeld z.b. Wechselkursschwankungen Zinsänderungen Inflationsrate Schwankungen der Rohstoffpreise Konjunkturschwankungen Änderungen Lohnnebenkosten Handelsabkommen zw. Staaten Umweltschutzauflagen Kriege, Missernten, Naturkatastrophen Unsystematisches (unternehmensspezifisches ) Risiko Einzelwirtschaftliche Risikofaktoren beeinflussen die Lage eines bestimmten Unternehmens z.b. Positionierung am Markt Konkurrenzfähigkeit der eigenen Produkte Markteintrittsbarrieren, Anzahl/Größe der Wettbewerber Markteinführung von Substitutionsgütern Grad der Abhängigkeit von Kunden oder Lieferanten Qualität des Managements Ausscheiden eines Geschäftsführers Negative Presseberichte (Vgl. Prexl, 2010, S. 256) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 49

50 Portfoliorisiko Systematisches und unsystematisches Gesamtrisiko Risiko Unsystematisches Risiko (unternehmensspezifisches Risiko) Systematisches Risiko (Marktrisiko) Aktienanzahl Durch Diversifikation wird das Risiko eines Aktienportfolios reduziert. Das Gesamtrisiko sinkt mit zunehmender Aktienanzahl. Im Vergleich zu einer risikofreien Anlage (z.b. Staatsanleihe) lässt sich das Risiko des Aktienportfolios allerdings nicht vollständig ausschalten. (Vgl. Pape, 2011, S. 396) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 50

51 Zwei Komponenten der Risikoprämie (RP) im CAPM 1) MRP =Marktrisikoprämie für Investitionen in EK-Anlagen, d.h. Differenz Rendite EK-Anlage und Basiszins einer risikolosen Anlage 2) β=beta-faktor (unternehmensspezifisch Risiko/Volatilität der Aktie im Vergleich zum Markt) Beta =1 Aktie (WP-Kurs) schwankt wie der Markt Beta >1 Aktie ist volatiler als der Markt Beta<1 Aktie weniger volatil/risikoärmer als der Markt Beta=0 Risikolose Anlage Je größer Beta, desto größer das Risiko für den Anleger, desto größer die Risikoprämie. Mit: MRP = Marktrisikoprämie (Marktrendite Risikolose Rendite) β = unternehmensspezifischer Beta- Faktor eines verschuldeten Unternehmens/levered Beide zusammen bilden das Geschäftsrisiko (business risk)! (Vgl. Prexl, 2010, S ) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 51

52 MRP = Marktrisikoprämie Zur Berechnung eines Diskontierungszinssatzes, mit dem die künftigen Zahlungsströme abgezinst werden Basiert i.d.r. auf historischen Schätzwerten. Empirisch durch Vergleich des langfristigen geometrischen Mittels der Rendite von Aktien (z.b. anhand Indizs wie CDAX Composite DAX) mit dem geometrischen Mittel der Rendite langfristiger Staatsanleihen Zum Teil sehr unterschiedliche Werte, je nach Betrachtungszeitraum Mit: E(rm) = r M = Erwartungswert der Rendite des Marktportfolios (Langfristige Rendite eines Aktienindexes z.b DAX- Rendite der letzten 10 Jahre). r f = risikofreie Rendite (Umlaufrendite langfristiger Staatsanleihen z.b. anhand 10 jähriger Bundesanleihe BRD AAA-Rating der letzten 10 Jahre) Differenz Rendite Aktienmarkt (r M oder E(rm)) und risikofreiem Kapitalmarktzinssatz (r f ) (Vgl. Prexl, 2010, S. 257) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 52

53 Beta-Faktor (β) Sensitivität/Volatilitätsmaß Relatives Risikomaß für das systematische Risiko eines bestimmten Wertpapiers, d.h. das Risiko einer einzelnen Aktie im Vergleich zum Gesamtmarkt. Schwankungsbreite der Kurse einer Wertpapieranlage im Verhältnis zur Schwankungsbreite der Kurse des gesamten Aktienmarktes (Marktrendite). Je höher der Beta-Faktor, desto höher die Schwankungsbreite, desto höher das Risiko des Anlegers desto höher die zu fordernde Risikoprämie. Üblicherweise mit vergangenheitsbezogener Regressionsanalyse berechnet. Der Beta- Faktor des Gesamtmarktes ist 1. Automobilhersteller/Technologieunternehm en, deren Risiko höher ist, haben einen Beta- Faktor >1, Aktien mit unterdurchschnittlichem Risiko (z.b. Versorger, Telekommunikation) einen Beta- Faktor <1 Mit: Cov (r j, r m )= Kovarianz der Rendite der Anlage j mit der Rendite des Marktportfolios Var (r m )= Varianz ( ²) der Rendite des Marktportfolios (Vgl. Prexl, 2010, S. 258) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 53

54 Beta-Faktoren (250 Tg) DAX Einzeltitel Adidas (A1EWWW) 0,85 Deutsche Lufthansa (823212) Allianz (840400) 1,34 Deutsche Post (555200) BASF (BASF11) 1,11 Deutsche Telekom (555750) 1,09 Linde (648300) 0,75 0,86 MAN (593700) 1,22 0,71 Merck (659990) 0,64 Beiersdorf (520000) 0,41 E.ON (ENAG99) 1,17 METRO (725750) 0,96 BMW (519000) 1,21 Fresenius (578580) 0,38 Münchner Rück (843002) 0,97 Commerzbank (803200) 1,78 Heidelberg Cement (604700) 1,47 RWE (703712) 1,22 Daimler (710000) 1,29 Henkel (604843) 0,63 SAP (716460) 0,66 Deutsche Bank (514000) 1,58 Infineo (623100) 1,13 Siemens (723610) 0,85 Deutsche Börse (581005) 0,75 K+S (KSAG88) 1,04 ThyssenKrupp (750000) 0,86 VW (766403) 0,86 (vgl. Deutsche Börse, 04/2012) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 54

55 Aufgabe r EK -Berechnung Berechnen Sie die die Eigenkapitalkosten der Deutschen Bank (WKN ) unter folgenden Prämissen: 10 jährige Bundesanleihe 1,7% (Stand ) Beta (250tg) 1,58 (Stand ) Durchschnittliche 10-Jahres Rendite DAX ( ) lag bei 5,5478% Wie groß ist das Geschäftsrisiko? MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 55

56 WACC (II) Gesamtkaptialkosten n Zielkapitalstruktur FK- Kostensatz EK- Kostensatz FK-Zinssatz Ertragssteu ersatz Risikoprämie Risikofreier Zinssatz Marktrisikoprä mie (r m -r f ) Systematischer Risikofaktor (Beta) MBA Annika Sill, "Corporate Finance" Vgl. Pape, 2010, S

57 WACC- Berechnung Die Finanzierung des Unternehmens wird im Diskontierungssatz berücksichtigt. Diesen Diskontierungssatz bezeichnet man als WACC Mit WACC = k GK = Gewichteter Gesamtkapitalkostensatz r EK = Renditeforderung der Eigenkapitalgeber (für das verschuldete Unternehmen) Eigenkapitalkosten des Unternehmens, risikoadjustierter Eigenkapitalkostensatz r FK (1-t) = Fremdkapitalkosten des Unternehmens r FK = Renditeforderung der Fremdkapitalgeber t = Unternehmenssteuersatz/Ertragsabhängier Steuersatz EK = Marktwert des Eigenkapitals FK = Marktwert des verzinslichen Fremdkapitals GK = EK + FK Marktwert des Gesamtkapitals Vgl. Prexl, 2010, S252 MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 57

58 Ermittlung Fremdkapitalkosten (r FK ) 1. Option: UN mit Rating Fremdkapitalzins besteht aus 2 Komponenten: a. Risikoloser Zinssatz und b. Risikozuschlag (Spread) für Unternehmensanleihen- >abhängig von der Bonität des Schuldners 2. Option: UN ohne Rating Effektiv gezahlten Zinsen (Zinsaufwand) geteilt durch Summe der einzelnen zinstragenden Verbindlichkeiten (Vb) (kurz- und langfr. Bankvb, Anleihen und evtl. auch Gesellschafterdarlehen) Vgl. Prexl, 2010, S259 MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 58

59 Tax Shield (t = Ertragssteuern) Aufgrund der steuerlichen Abzugsfähigkeit von Zinsaufwendungen, senkt die Aufnahme von Fremdkapital die vom Unternehmen zu zahlenden Steuern. Dieser Einfluss der FK- Finanzierung auf die Steuerbelastung des UN wird als Tax Shield bezeichnet. Die effektiven Kosten des FK entsprechen den zu zahlenden Zinsen abzgl. Sämtlicher Steuerermäßigungen für das UN Vgl. Prexl, 2010, S260 MBA Annika Sill, "Corporate Finance" 59

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