Elektronische Patientenakten

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1 Elektronische Patientenakten - Erwartungen und Ausblicke - Krefeld, 24. Mai 2007 Dr.med. Christoph F-J Goetz Kassenärztliche Vereinigung Bayerns Leiter Telemedizin

2 Ausgangspunkt Der Teufelskreis im Gesundheitswesen Beitragserhöhung Neue medizinische Technologien Anstieg 60der Lebenserwartung M W Steinzeit: 21 Römer: Kostenanstieg Quelle: 24. Mai 2007 Dr. Christoph F-J Goetz, Kassenärztliche Vereinigung Bayerns 2

3 Ausgangspunkt Beziehungen der Leistungserbringer Kassenäztliche Vereinigung Zulassung Kassenarzt Landesverband der Krankenkassen Vertragspartner Zwischenbeziehungen nicht möglich Freie Arztwahl Krankenkasse Mitgliedschaft Mitglied (Versicherter) Paradigmenwechsel: Bilateral Multilateral Quelle: Mundenbruch Kassenabrechnung in der Arztpraxis 24. Mai 2007 Dr. Christoph F-J Goetz, Kassenärztliche Vereinigung Bayerns 3

4 Ausgangspunkt Bisher: Dilemma der Gesundheitstelematik Sender (Arzt A) Empfänger (Arzt B) Bisher musste jedes Projekte alles im eigenen Kontext regeln: Elektronische Identität Aufbereitete Inhalte Kommunikations-Infrastruktur Quelle: Versicherter (Karteninhaber)... Effektiv: Keine kritische Masse (immer nur Modellprojekte) 24. Mai 2007 Dr. Christoph F-J Goetz, Kassenärztliche Vereinigung Bayerns 4

5 Gesetzgeber Rechtliche Regelungen zur Telematik Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV Modernisierungsgesetz, GMG) vom 14. November 2003 Gesetz zur Vereinfachung der Verwaltungsverfahren im Sozialrecht (Verwaltungsvereinfachungsgesetz, VVG) vom 21. März 2005 Gesetz zur Organisationsstruktur der Telematik im Gesundheits-wesen (OTMG) vom 22. Juni 2005 Verordnung über Testmaßnahmen für die Einführung der elektro-nischen Gesundheitskarte vom 2. November 2005 Verordnung zur Änderung der Verordnung über Testmaßnahmen für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte vom 2. Oktober 2006 Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz, GKV-WSG) vom 24. Oktober Mai 2007 Dr. Christoph F-J Goetz, Kassenärztliche Vereinigung Bayerns 5

6 Neue Basistechnologie egk: Funktionen nach 291a SGB V Pflichtteil: administrative Daten Zuzahlungsstatus elektronisches Rezept europäische Vorgaben für die Inanspruch-nahme von Leistungen in den Mitgliedstaaten der EU freiwilliger Teil: (wahlfrei für Inhaber) Arzneimitteldokumen-tation Notfalldaten Patientenquittung earztbrief Patientenfach elektronische Patientenakte 24. Mai 2007 Dr. Christoph F-J Goetz, Kassenärztliche Vereinigung Bayerns 6

7 Neue Basistechnologie egk: Modernste Kartentechnik! Alte Krankenversichertenkarte CMOS Speicherbaustein (z.b. Infineon, SLE 4442) Neue Gesundheitskarte CMOS Microcontroller (z.b. Giesecke & Devrient, SLE66CX680PE) 1mm Zusammenstellung mit Hilfe von: 256 Byte Ansteuerlogik eeprom (=Datenspeicher) ROM (= Programmspeicher) sram (= Arbeitsspeicher) Byte 168 kilobyte 244 kilobyte + Mikro- und Kryptoprozessor 24. Mai 2007 Dr. Christoph F-J Goetz, Kassenärztliche Vereinigung BayernsQuelle: 7

8 Neue Basistechnologie Aber: Mehr als ein Kartenprojekt! Komponente Gesundheitskarten: Identifikation für den Bürger lokale Datenspeicher Schlüssel und Querverweise auf dezentrale Daten Komponente Heilberufs- und Berufsausweise: Identifikation der Leistungserbringer Zugang zu o.g. Gesundheitsdaten Signatur und Transportverschlüsselung Telematik-Infrastruktur: Netz für verpflichtende und freiwillige Anwendungen 24. Mai 2007 Dr. Christoph F-J Goetz, Kassenärztliche Vereinigung Bayerns 8

9 Neue Infrastruktur Telematik-Infrastruktur: Eckpunkte Gesicherter Zugang über Konnektoren Gesicherte Adressierung / Identität über HBA s, BA s oder SMC s und egk s Gesicherter Transport mittels kryptographischer Werkzeuge Gesicherte Justiziabilität mittels elektronischer Signaturen Diese schaffen gemeinsam die Grundlage den umfassenden Ersatz papiergebundener Kommunikation durch Telematik. 24. Mai 2007 Dr. Christoph F-J Goetz, Kassenärztliche Vereinigung Bayerns 9

10 Neue Infrastruktur Systematik: Neue Komponenten Nutzer DNS Infrastruktur PKI Dienste (Anbieter) LE-Netz LE-Netz Gesundheitstelematik Infrastruktur VSDD KIOSK KIOSK Anwendungen (gesichertes VPN) VODD 24. Mai 2007 Dr. Christoph F-J Goetz, Kassenärztliche Vereinigung Bayerns 10

11 Neue Infrastruktur epa: Eine Summe dezentraler Information Zugangskennung HBA HPC Praxis A epa Praxis B egk Daten- und Pointerspeicher Eigenes Repository Provider 1 Repository Klinik D Provider 2 Repository Praxis C Eine epa gibt es nicht! (keine Zentralakte!) Quelle: 24. Mai 2007 Dr. Christoph F-J Goetz, Kassenärztliche Vereinigung Bayerns 11 ATG

12 Absehbare Entwicklung Funktionale Blöcke der Gesundheitstelematik HPI MPI EHR Analyse Weiteres Health Professional Index Strukturmodell des Gesundheitsnetzes (Verzeichnisdienste) Basis der Sicherheitskonz epte (Authentifizierung & Authori-sierung) Master Patient Index Fundament für zuverlässiges Gesundheits-netz Harmonisie-rung bestehen-der Patienten-ID s Basis für weitere Konzepte Electronic Health Record Integration von Konzepten bestehender epa s Virtuell organisierte ver-teilte Doku-mente Verringerte Redundanz Business and Data Warehose Anonymisierung / Pseudonymisierung / Willenserklärung Multiple Datenanalysen Data Mining Diesease Management Weitere ehealth Bereiche Knowledge Management Martplatz Konzepte Fort-/Weiterbildung Ergänzende Anwendungen Konnektivität und Interoperabilität Sicherheit, Authentifizierung und Authorisierung 24. Mai 2007 Dr. Christoph F-J Goetz, Kassenärztliche Vereinigung Bayerns 12

13 Absehbare Entwicklung Hype Cycle einer Technologie-Einführung Operationaler Wert Strategischer Wert 24. Mai 2007 Dr. Christoph F-J Goetz, Kassenärztliche Vereinigung Bayerns 13

14 Prognose Künftiges Datenaufkommen im Netz Daten Volumen (elektronisch) Anwendungen nach 291 Quelle: 24. Mai 2007 Dr. Christoph F-J Goetz, Kassenärztliche Vereinigung Bayerns 14 Zeit

15 Prognose Künftiges Datenaufkommen im Netz Volumen Anteil Obligate Anwendungen nach 291? ~ x % ~ y %? Freiwillige Anwendungen nach 291 Quelle: 24. Mai 2007 Dr. Christoph F-J Goetz, Kassenärztliche Vereinigung Bayerns 15 Zeit

16 Prognose Künftiges Datenaufkommen im Netz? x % y % Vertragliche Anwendungen ( GKV / PKV ) Sonstige freie Anwendungen ( Zusatzdienste ) Quelle: 24. Mai 2007 Dr. Christoph F-J Goetz, Kassenärztliche Vereinigung Bayerns 16

17 Prognose Neue Dienste, neuer Mehrwert GKV Obligat Zusatzdienste GKV / PKV Freiwillig auf Basis der Gesundheitstelematik-Infrastruktur (gematik Policy) Quelle: Zusatzdienste bilden den Löwenanteil des Datenverkehrs! 24. Mai 2007 Dr. Christoph F-J Goetz, Kassenärztliche Vereinigung Bayerns 17

18 Fazit Schwerpunkt ist eine Infrastrukturmaßnahe Die gesetzlichen Dienste von Heute bereiten die Entwicklung der Zukunft vor. Die künftige Gesundheitstelematik wird geprägt durch Zusatzdienste, die gerade erst entstehen. Heute werden die Autobahnen für morgen gebaut! Quelle: 24. Mai 2007 Dr. Christoph F-J Goetz, Kassenärztliche Vereinigung Bayerns 18

19 Danke für Ihre Aufmerksamkeit! Weitere Ressourcen Fachinformation zur Gesundheitskarte Information aus der gematik Bürgerinformation zur Gesundheitskarte Mai 2007 Dr. Christoph F-J Goetz, Kassenärztliche Vereinigung Bayerns 19

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