Wie werde ich Primarlehrerin oder Primarlehrer?

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1 Wie werde ich Primarlehrerin oder Primarlehrer? Orientierung für Eltern und Studierende Stichwortartige Grundinformationen des Kurzreferats Pädagogisches Ausbildungszentrum Musegg Museggstrasse Luzern Anmeldung: Telefon

2 1. Auf d r e i Wegen zum Primarlehrberuf Am Pädagogischen Ausbildungszentrum Musegg gibt es drei Wege, die zum Lehrberuf führen: WEG 1: Seminaristischer Weg 6 Primarschule + 3 Sekundarschule 6 Primarschule + 3 Kantonsschule + 5 Seminar = 14 Ausbildungsjahre WEG 2: Nachmaturitärer Weg (MAT) 6 Primarschule Gymnasium (Matura) + 2½ MAT = 14½ Ausbildungsjahre WEG 3: Lehramtskurse für Berufsleute (LAK) 6 Primarschule + 3 Sekundarschule 6 Primarschule + 3 Kantonsschule Berufsl. + 3 LAK = 16++ Ausbildungsjahre

3 2. Berufsbild mit vielseitigen Ansprüchen Primarlehrerinnen und Primarlehrer sind heute mehr denn je gefordert. Sie sind auf vielseitige Kompetenzen angewiesen. Nur Unterricht vorbereiten, durchführen und nachbereiten genügt nicht. Der Lehrberuf ist anspruchsvoller geworden. Lehrpersonen der Primarschule sind u.a. Fachleute für: Zielgerichtetes Lernen In ausgewählte Lerngegenstände, Arbeitsverfahren und Arbeitstechniken einführen Sachnähe schaffen Eine Welt von Begegnungen erschliessen Den Sinn für Werte und Normen erweitern Grundwissen vermitteln Lernstörungen erfassen und beheben Pädagogische Führung und Begleitung Soziale Kompetenzen und Arbeitsformen einüben Zum eigenverantworteten Denken und Handeln anregen In den Umgang mit Freiheit und Verantwortung in Schule und Alltag einführen Mit anderen Lehrpersonen sowie mit Eltern und Schulbehörden zusammenarbeiten Interkulturelle Verständigung und Zusammenarbeit Eigene Identität und Kultur erfassen und aufbauen Fremdartige Mentalitäten und Kulturen respektieren Einander friedvoll annehmen, niemanden ausgrenzen Bewältigung von Konfliktsituationen Mit sich und der Umwelt aufbauend und kritisch umgehen Tolerant sein gegenüber Menschen mit anderen Ansichten und Bedürfnissen Konflikte offen austragen können

4 3. Anforderungen für den Eintritt ins Seminar Gute Begabung: Ins Seminar einsteigen, nicht aussteigen! Vielseitige Interessen und Stärken Geistige Neugier Fähigkeit der raschen Umstellung (geistige Beweglichkeit) Spürsinn (den Dingen auf den Grund gehen) Praktischer Sinn: Musik, Gestalterische Tätigkeiten gerne pflegen Musizieren (Gesang, Chor, Instrument) Bildnerisches Gestalten (Zeichnen, Werken, Herstellen) Körperliches Tun (Turnen, Sportarten, rhythmische Bewegung) Mitgestaltung des seminaristischen Alltags Fähigkeit, sich auf neue Situationen einzustellen (Transfer) Leistungsbereitschaft: Der Weg zum Lehrberuf ist kein Spaziergang! Zielstrebiges Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten Freiwillige Bereitschaften Positive Einstellung Einhaltung von Spielregeln Realitätssinn: Lebensbezüge erweitern Offenheit gegenüber Mitmenschen (auf andere eingehen können) Interesse am Alltags- und Zeitgeschehen (mitdenken und mitreden) Gesellschaftliche Verantwortung (Rollen) erfassen und übernehmen Mitarbeit in Jugendorganisationen (Pfadi, Blauring, Jungwacht, Musik- oder Sportabteilungen u.a.m.)

5 4. Schwerpunkte der Ausbildung Zielsetzungen: Schwerpunkte: Niveau Hochschulreife Lehrdiplom für Primarschule PERSÖNLICHKEITSBILDUNG Allgemeinbildung Berufsausbildung ALLGEMEINBILDUNG UND BERUFSBILDUNG Fächer Gesamttotal (Anzahl Wochenstunden während 5 Jahren Ausbildung) Deutsch 16 Französisch 14 Englisch oder Italienisch 11 Mathematik 15 Informatik 1 Physik 6 Chemie 4.5 Chemie-Physik-Praktikum 1 Biologie 7 Geographie 7 Geschichte 10 Wirtschaftskunde 0.5 Religionskunde 8 Bildnerisches Gestalten 9 Werken und Gestalten 5.5 Musik 10 Turnen und Sport 15 Pädagogik / Psychologie 9 Allg. Didaktik / Fachdidaktik 9 Didaktik Mensch und Umwelt 2 Didaktik Deutsch 2 Didaktik Französisch 1 Didaktik Mathematik 2 Themenorient. Lernen 4 Instrument 2.5 Diverses 7.5 Total Praxis Hospitationen in der 1. und 2. Klasse Übungsschule in der 3. Klasse 9 Wochen Praxiseinsatz in der 4. und 5. Klasse Stufenmethodische Anlässe ab 4. Klasse Orientierung Berufsfeld ab 3. Klasse

6 5. Ausbildungsstufen 1. Probezeit Teilprüfung Teilprüfung Arbeitstechn. Hospitationen Arbeitstechn. Hospitatione n Didaktik Psychologie Stufenmeth. Didaktik Psychologie Pädagogik Stufenmeth. Übungssch. 3 W. Praxis Didaktik Pädagogik Berufsorientierungen 3 W. Praxis 3 W. Praxis Instrument Instrument Instrument Instrument Instrument Sonderwochen: Wochen Sozialpraktikum 4 Wochen Sprachaufenthalt Ganzheitliche Schülerbeurteilung: Leistungsbeurteilung gemäss Reglement Bereich A: Mittelschulfächer I/II Bereich B: Musische und Sportfächer Bereich C: Berufsfächer Beurteilung des Lern-, Arbeits- und Sozialverhaltens

7 6. Aufnahmeverfahren und Termine Zulassung Semesterzeugnis - Ende Januar 2001 Notendurchschnitt an der Sekundarschule 4,5 aus den Fächern: Deutsch Französisch Mathematik (AR, AL, GM) Realien (Geschichte, Geografie und Naturlehre) Notendurchschnitt an der Kantonsschule 4,0 aus den Fächern: Deutsch Französisch Mathematik Naturlehre (Biologie, Chemie und Physik) Aufnahmekriterien A. Leistungsprüfung: Deutsch (schriftlich) Mathematik (schriftlich) Französisch (schriftlich und mündlich) B. Weitere Kriterien: Musik Gespräch Bericht der Lehrpersonen Frühere Schulleistungen Termine Anmeldefrist: Beilagen zur Anmeldung: - Kopien aller Jahreszeugnisse der Primar- und Sekundar- oder Mittelschule - Kopie des letzten Semesterzeugnisses (Ende Januar) - 1 neues Passfoto Prüfungen:

8 7. Gebühren/Schulgeld Aufnahmeprüfung: Schulgeld: LU, OW, NW Andere Kantone Obligatorischer Instrumentalunterricht, 30 Minuten Andere Auslagen: Lager und Exkursionen, verschiedenes Veranstaltungen; von Fr jährliche Kosten nach bisherigen Erfahrungen bis Fr Lehrmittel: Pro Jahr, je nach Klassen von Fr bis Fr (Änderungen vorbehalten) Luzern, Oktober 2000

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