Wenn Geschmäcker verschieden sind neue Konzepte für Produktionssoftware

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1 White Paper neue Konzepte für Produktionssoftware Autor: Bill Schiel, Director Business Development, Invensys Operations Management Inhalt: 1. Betriebliche Flexibilität und Standardisierung kein Widerspruch 2. Zielkonflikte sorgen für Spannung zwischen Fachabteilungen 3. In der Produktion müssen alle Differenzen beseitigt werden 4. Alle Zutaten auf Verwendbarkeit testen 5. Erfolgsrezept auf Basis einer einheitlichen Plattform 6. Die Grundmischung 7. Grundrezept individualisieren und genießen 8. Begriffe

2 Dieses White Papier befasst sich mit der Beantwortung der Frage, wie die scheinbar konkurrierenden Forderungen nach mehr Flexibilität und Reaktionsfähigkeit einerseits und Kosten- und Qualitätsverbesserung im Zusammenhang mit Standardisierungsinitiativen in Einklang zu bringen sind. Dabei spielt auch die Änderung des Blickwinkels eine Rolle sowie der Fokus auf eine einheitliche Plattform als Grundlage. 1. Betriebliche Flexibilität und Standardisierung kein Widerspruch In schnelllebigen Branchen wie der Nahrungsmittel- und Getränke oder der Konsumgüterindustrie steht und fällt der Erfolg eines Unternehmens mit der Fähigkeit zu sowohl Flexibilität als auch Standardisierung, obwohl sich diese beiden Anforderungen an die Produktion oftmals ein regelrechtes Tauziehen liefern, beide mit dem Ziel eines nachhaltig profitablen Unternehmens. Flexibilität Abheben von Wettbewerbern Unterschiedliche regionaler Vorlieben Veränderliche Trends Produktvielfalt Bewegungsfreiheit für Innovationen Anpassungsschnelligkeit Standardisierung Gleichbleibende Produkteigenschaften Höhere Kosteneffizienz Wachstum Kontinuierliche Verbesserungen Qualität Produktsicherheit Gründe für Flexibilität: Nahrungsmittel sind lokal. Von der Verbraucher-Seite her betrachtet basiert eine erfolgreiche Vermarktung von Lebensmitteln vor allem auf der Tatsache, dass es keinen weltweiten Standardgeschmack gibt (ganz gleich, wie global eine globale Marke ist). Kühe geben keine Milch mit 2 % Fett. Im Rahmen der Produktion oder Erzeugung von Lebensmitteln erleben Hersteller immer wieder, dass Faktoren wie Saisonalität, Klimawechsel, Futterqualität usw. die Natur nicht so beeinflussbar machen, dass sie wie eine hocheffiziente, gleichbleibend produktive Fabrik zu bewirtschaften ist und einen Planeten mit mehr als 7 Milliarden Menschen ernähren kann. Frische des Produktangebots. Um den Wert einer Marke zu erhalten und auszubauen müssen die sich ständig ändernden Marktpräferenzen kontinuierlich zu beobachten und bedient werden, indem das Produktsortiment immer wieder erneuert wird Mitarbeiter, Systeme sowie Anlagenausrüstungen müssen entsprechend zusammenarbeiten. Dies setzt eine flexible und kreative Denkweise voraus, die scheinbar nichts für Bewegungen in Richtung Standardisierung übrig hat. Allerdings ist in einer Branche, die praktisch ununterbrochen unter wachsendem Gewinndruck steht, Standardisierung unverzichtbar: Gute Vielfalt vs schlechte Vielfalt. Vielfalt bedeutet Kosten egal ob unterschiedliche Zielgruppen oder Segmente, Vielfalt an Produkten, an Betriebsmitteln oder Technologien etc. Alles, was nicht unbedingt notwendig ist und von externen Marktkräften vorgeschrieben wird, verursacht unnötige Änderungen und somit unnötig höhere Kosten. Stetige Verbesserung und Reaktionsfähigkeit in einem angemessenen Rahmen. Standardisierung ist die wesentliche Grundlage für sowohl stetige Verbesserung und schnelle Anpassung von Unternehmensprozessen als auch die darauf zurückzuführende Einführung von Best Practices weltweit. Sicherheit und Regelkonformität - Über reguläre Einhaltung von Qualitätsansprüchen und Einheitlichkeit der Produktion hinaus sind die weltweit unzähligen Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften einzuhalten, die dem Schutz von Verbrauchern und Mitarbeitern gleichermaßen dienen. 2

3 2. Zielkonflikte sorgen für Spannung zwischen Fachabteilungen Einige Beispiele dafür, wie Konflikte zwischen Abteilungen, die an unterschiedlichen Maßnahmen arbeiten (und dabei oft den Erfolg an sich widersprechenden Kenngrößen messen) vorprogrammiert sind. Wir müssen unseren Energieund Wasserverbrauch senken, um unsere ökologischen Ziele zu erreichen. Der Kunde will eine 6-Liter-Biocola im 17er-Pack aus nachhaltigem Material mit hoher Lagerfähigkeit, BPA-/Gluten/-Allergen-frei... Entwicklung Controlling Erledigen Sie das alles, ohne dass zusätzliche Kosten anfallen. Produktion: Sicher! Geht klar! Erledigt! Marketing IT Es sind zu viele verschiedene Softwaresysteme an im Einsatz - einige müssen der Standard- Technologie entsprechen. 3. In der Produktion müssen alle Differenzen beseitigt werden Den Spagat zwischen Standardisierung und Flexibilität zu schaffen und umzusetzen erfordert den Willen und die ernsthafte Bereitschaft zu einer übergreifenden Kollaboration mit dem Ziel, innovative Lösungen zu erarbeiten, die auf dem Prinzip des integrativen Denken basieren. Dieses Konzept stammt aus der Feder von Roger Martin, Dekan der Rotman School of Management an der Universität von Toronto, Kanada. Martin definiert integratives Denken wie folgt: Es ist die Fähigkeit, mit gegensätzlichen Meinungen konstruktiv umzugehen, sich nicht für die eine zulasten der anderen zu entscheiden und statt dessen auf kreative Art und Weise Spannungen in eine neue Idee umzuwandeln, die zwar Elemente der gegensätzlichen Lager beinhaltet, aber in Kombination beiden überlegen ist. Kern dieses Ansatzes integrativen Denkens ist das Überwinden von Grenzen und die Suche nach kreativen Lösungen, anstatt die sonst üblichen Einbußen schlichtweg zu akzeptieren. Die Verinnerlichung dieser Einstellung ist denen gemein, die eine Führungsrolle übernehmen, wenn Änderungen bevor stehen, unabhängig von Funktion und Verantwortlichkeit. Wie heisst es so schön, der frühe Vogel fängt den Wurm. Schließlich möchte niemand als Bremsklotz gelten wenn es heißt: Marktchancen ergreifen, Vorteile früher Adaption nutzen, erhebliche Kostensenkung realisieren und, ja... Wasabi-Cola oder Anis-Kuchen produzieren. Es ist weithin bekannt, dass ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning) viele Aufgabenbereiche abdecken, sei es die Materialbestellung, der Auftragseingang, die Ausgabe von Produktionsaufträgen oder die Kostenberechnung. Aber herstellen kann ein ERP-System das Produkt letztlich nicht. Das erledigen ausschließlich die Mitarbeiter, Anlagen und Systeme innerhalb der Produktion. Sie sind es, die tagtäglich in Echtzeit auf alles reagieren, was schiefgehen kann und auch mal schiefgeht. Was aber tun, wenn man über kurz oder lang nun Teil eines abteilungsübergreifenden Team ist, das zur Aufgabe hat einen Systemanbieter zu finden, der die scheinbar widersprüchlichen Anforderungen von sowohl IT als auch Produktion gleichzeitig erfüllt. Welches sind die Merkmalen, auf die zu achten sind, damit die schließlich ausgewählten Lösungen tatsächlich die für Operational Excellence notwendige Flexibilität UND Standardisierung beinhalten. 3

4 4. Alle Zutaten auf Verwendbarkeit testen IT-orientierte Standardisierung oder betriebsorientierte Flexibilität und Agilität? Aus der Vielfalt an möglichen Kompromissen zwischen zwei Extremen zu wählen, ist oft eine schwierige Entscheidung, wobei am einen Ende die vollständige Standardisierung steht und absolute Flexibilität am anderen. Lebensmittel- oder Konsumgüter-Unternehmen mit mehreren Betrieben zum Beispiel stehen vor einer Unzahl an Fragen: Sollen Produktionsmanagementsysteme an jedem Standort von oben nach unten standardisiert werden? Soll dabei sogar die für die Automatisierung zuständigen Regelstrategien berücksichtigt werden? Oder soll stattdessen nur auf ERP-Ebene standardisiert werden und übergeordneten Arbeitsabläufe gleich ablaufen, während jeder Standort alles Übrige eigenständig festlegt und verwaltet? Die eigentliche Frage lautet aber doch: müssen Sie sich wirklich zwischen diesen beiden Optionen entscheiden? Vor- und Nachteile einer reinen Standardisierungslösung Aufgabe der Unternehmens-IT ist es, die Gesamtkosten sämtlicher Anwendungen und Infrastruktur-Ebenen zu reduzieren. Das beschränkt sich nicht nur auf die Anschaffungs- und Inbetriebnahmekosten, sondern gilt auch für laufende Kosten für Wartung, Support und Änderungsmanagement. Die erfolgversprechendste Methode, Kosten zu senken und im Griff zu behalten, liegt in der Minimierung von Varianzen und damit auch vorhersehbarerkosten und Leistung. Hierzu erfolgt häufig eine von oben nach unten angelegte System-Rationalisierung, bei der ältere und redundante Lösungen gegen eine einzige Lösung getauscht werden, die alle Bedürfnisse erfüllt. Auf den ersten Block widerspricht dieser Ansatz den am Markt herrschenden Bedingungen. Kann eine einzige IT-Lösung tatsächlich alle Anforderungen eines produzierenden Unternehmens in Bezug auf Schnelligkeit, lokaler Adaptierung von Produkten und Verpackung, Materialkosten, Koordination von Arbeitskräften und Energiemanagement erfüllen? Oder anders ausgedrückt, ist ein in der Shampoo-Herstellung verwendetes System genauso effektiv bei innerhalb der Produktion von Getränken, Backwaren oder Hundefutter? Abwägung absoluter Flexibilität Um maximal flexibel zu agieren, muss jeder Produktionsstandort quasi eine Insel sein mit kurzfristigen Zielen und dem Ergebnis jährlicher Budget-Zuweisungen. Mitarbeiter, Geräte und Systeme sind darauf spezialisiert, auf wöchentliche oder sogar tägliche Bedarfsänderungen zu reagieren, sowohl in Bezug auf die Produktionsmengen als auch auf den Produktmix. Wie ein maximal abgestimmtes Fahrzeug ist die Anlage auf ihre vorgesehene Nutzung optimiert. Schließlich ist ein Rennwagen völlig anders konzipiert als ein Auto für Dragster-Rennen. Aus Konzern- oder Unternehmenssicht begrenzt diese hochflexible Anlage jedoch unglücklicherweise die Möglichkeiten, was die mittel- und langfristige Planung angeht. Können beispielsweise bei Bedarf lang laufende, margenschwache Produkte effizient produziert werden? Zudem ist eine solche Produktion im hohen Maße auf einzelne Personen und Spezialisten angewiesen, die den Betrieb und die Wartung von fast schon hochgezüchteten Maschinen sicherstellen. Verlässt eine wichtige Person das Unternehmen, steht im Extremfall die ganze Produktion auf dem Spiel. Gehört ein Standort zu einen Unternehmen mit mehreren Werken, lassen sich Betriebsleiter und Verantwortliche auch nur mit aufwändiger Einarbeitung sowie Schulung an anderer Stelle einsetzen. Kurz gesagt, je höher die Flexibilität, desto höher die Kosten und Risiken. Auf der anderen Seite ist Flexibilität notwendig, um auf sich ändernde Marktanforderungen zeitnah zu reagieren. 5. Erfolgsrezept auf Basis einer einheitlichen Plattform Gibt es eine gemeinsame Basis, die goldene Mitte, die keinen faulen Kompromiss zwischen Standardisierung und Flexibilität erfordert? Sind Kompromisse tatsächlich notwendig oder überhaupt gewollt? Die Antwort auf die erste Frage lautet: Ja. Und die Lösung basiert auf einem der aktuellsten Technologiethemen dieser Tage: der Plattform. Bei der Plattform handelt es sich um ein bewährtes Konzept. Ein Smartphone oder Tablet-PC beispielsweise verfügt i.d.r. über vorinstallierte, praktischen und von den meisten Anwendern benötigten Standardfunktionen (Mail, Kalender, Kamera, Lautsprecher, Wi-Fi, Mobilfunk usw.). Nach Verkauf passt jeder neue Besitzer das Gerät mithilfe modularer Anwendungen, den Apps, auf seine individuellen Bedürfnisse an. Apps sind für die unterschiedlichsten Bereiche erhältlich Reise, Hobby, Arbeit, Finanzen, Gesundheit oder einfach zur Unterhaltung. Der Anbieter der Geräteplattform ermöglicht diese Personalisierung, wobei er gleichzeitig Standardfunktionen und -technologie pflegt. 4

5 Vom Prinzip her ähnlich gibt es Software-Anbieter, die dasselbe Maß an Plattform -Unterstützung bieten. Eine Software, die den Standard-Betriebsabläufen und Ausführungsfunktionen gerecht wird, aber gleichzeitig das Hinzufügen spezieller Apps ermöglicht, um die individuellen Anforderungen der Produktion zu erfüllen. 6. Die Grundmischung Genau wie sich die Lebensumstände und Interessen eines Menschen wandeln, entwickeln sich Prozesse und ganze Unternehmen. Einige Änderungen ergeben sich durch neue Marktsituationen, andere durch vorausschauende Planung. Eine Software mit einer zugrundeliegenden Plattform bietet einen idealen Ausgangspunkt, von dem aus weitere betriebliche Funktionen hinzugefügt werden können. Das können beispielsweise Anwendungen sein, die den Umwandlungsprozess vom Rohmaterial bis zum Endprodukt koordinieren, die ein abteilungsübergreifendes Zusammenspiel von Systemen, Menschen und Geräten erlauben oder die mobile Teams optimal einsetzen. Initiative Lebensmittelsicherheit Lean Management Produkteinführung Level-3-Standardprozesse TPM/OEE Qualität Nachhaltigkeit Plattform + App Produktionsleittechnik (MES), mobile Lösungen, Workflow MES-Software, Workfow Batch-Rezepturmanagement, MES-Software, Workfow MES-Software und Workfow Enterprise Manufacturing Intelligence (EMI), MES-Software MES-Software, Workfow EMI, Energie-Management-Software Genau wie ein Smartphone, muss die Plattform über notwendige Grundfunktionen verfügen, um in einer Produktionsumgebung zu funktionieren und sich mit anderen Produktionssystemen und übergeordneten Unternehmenssystemen verbinden zu können: Anbindung an die Produktionsautomatisierung Archivierung von Prozessdaten Gemeinschaftlicher Workflow Umfassende Analysen Echtzeit-Visualisierung Web-Reporting Mobilität Dank Smartphones und Tablets Selbstverständlich muss die Plattform Eigenschaften für einen unterbrechungsfreien 24-Stunden-Betrieb aufweisen: Robust und zuverlässig Umfangreich skalierbar und dezentral Zentral konfigurier- und bedienbar Extrem sicher Unternehmensweit integrierbar Des Weiteren bietet eine Software-Plattform die Grundlage für erweiterte Software-Anwendungen ( Apps ), wie MES, Workflow, Batch-Rezepturmanagement, Mobilität oder Energiemanagement. Diese Anwendungen zielen auf bestimmte betriebliche Bereiche ab sei es die Produktverfolgung, Arbeitskoordination, Rezeptur-Ausführung oder die Energie- Überwachung. Die Aufgabe, die Infrastruktur eines Produktionssystems zu überarbeiten übernimmt kaum einer freiwillig. Aber mit einem Plattform-Konzept ist das gar nicht so schwierig. Zu Anfang ist ohnehin erst mal eine Bestandsaufnahme des Status Quo fällig sowie die Definition der wichtigsten Defizite. Unverzichtbaren Funktionen leidet die Produktivität, weil die Mitarbeiter an ein Terminal oder einen vernetzten PC müssen, um Schichtprotokolle oder Produktionskommentare einzugeben? Offene Punkte gibt es eine Übersicht der gesamten Produktion? Lassen sich Energiekosten durch die Analyse verschiedener Ressourcen senken? Wie lässt sich das Workflow-Management von Quarantäne-Prozessen optimieren? Vorhandenen Applikationen funktionieren sie, wie sie sollten? Sind sie aus technologischer und ergonomischer Sicht aktuell? Sind sie wirklich integriert, sodass kritische Daten zentral abrufbar sind? 5

6 Als Nächstes ist der richtige Anbieter zu finden. Auswahlkriterien sollten sein: Erfahrung erprobt, flexible und auf Standards basierend Offenheit Garantie der Integration in Systeme anderer Hersteller Zukunftsorientiertierung Auch wenn revolutionierende Technologien gerade noch nicht in aller Munde sind, so muss eine ideale Lösung auch Bereiche wie Cloud Computing, Ubiquitäres Reporting und Virtualisierung in Zukunft ermöglichen können. Ihr Unternehmen ist möglicherweise noch nicht zur Nutzung dieser neuen Konzepte bereit, aber Sie sollten die darin enthaltenen Potenziale kennen und sicherstellen, dass die Anbieter der von Ihnen verwendeten oder ins Auge gefassten Anwendungen diese Technologien in ihrer langfristigen Planung berücksichtigen. Damit haben Sie die Grundlage für einen zielführenden Austausch zwischen IT und Betrieb zum weiteren Vorgehen geschaffen. Und dank des Plattform-Konzeptes ist eine flexible und schrittweise Herangehensweise enthalten. 7. Grundrezept individualisieren und genießen Auf Basis einer innovativen und doch grundsoliden Herangehensweise an Automatisierungssoftware für die Produktion lassen sich bislang konträre Anforderungen an betrieblichen Flexibilität einerseits und Standardisierung der IT unter einen Hut bringen. Dabei stellt eine speziell für das industrielle Umfeld entwickelten Software-Plattform das Grundrezept dar, welches individuell mit ergänzenden Zutaten ergänzt werden kann. Offenheit und Integrationsfähigkeit sorgen dabei jetzt und in Zukunft für ein erfolgreiches Geschmackserlebnis. Die Individualisierung der Plattform mit zusätzlichen Funktionen wie MES, Workflow, Energiemanagement oder Batch-Rezepturmanagement erlaubt die effektive Nutzung der Infrastruktur und liefert gleichzeitig die konzernweite Umsetzung eines standardisierten, homogenen Konzepts. Invensys verfügt über ein umfassendes Lösungsportfolio zur Steigerung von Produktivität, Qualität, Betriebsmittelauslastung und Energieeffizienz für Produktionsunternehmen der Lebensmittel-, Getränke- und Konsumgüter-Industrie. Weitere Informationen finden Sie unter 8. Begriffe Batch- / Rezepturmanagement Software für das Batch-Rezepturmanagement wird in hochkomplexen Chargenprozessen eingesetzt, die ein hohes Maß an Flexibilität erfordern. Zu achten ist hier auf Software, die der Norm ISA 88 für chargenorientierte Fahrweisen entspricht. Eine solche Batch-Software erlaubt eine umfassende Chargenausführung und Geräteprotokollierung sowie Material-Rückverfolgung, durchgängiger Sicherheit und webbasierte Berichte. Hinzu kommen umfassende Funktionen zur Planung und Implementierung von Systemen nach den FDA-Richtlinien 21 CFR Part 11. Energiemanagement-Software Mit Energiemanagement-Software last sich der Energieverbrauch in Echtzeit überwachen. Entscheidungsträger werden automatisch informiert, sobald Energie ineffizient genutzt oder verschwendet wird. Über Steuerungen oder die Gebäudeautomatisierung ist die Software direkt mit den Messgeräten vernetzt und nutzt eine Automatisierungsplattform, die die Anbindung an eine Vielzahl verschiedener Steuerungen, Anwendungen sowie I/O-Datenquellen erlaubt. Eine Energiemanagement-Software lässt sich direkt in den Prozess integrieren, sodass der Verbräuche in einem sinnvollen Kontexts sichtbar werden, z.b. in Bezug auf Gerätezustände, Produktionsergebnisse und Betriebsparameter. Enthalten ist die Verbrauchsprotokollierung für vielfältige Energieträger wie Strom, Wasser, Kälte, Gas, Luft und Dampf. Der aktuelle Preis jedes Energieträgers lässt sich in Echtzeit aktualisieren, um die aufkommenden Energie- Großhandelsmärkte bzw. die Kosten der anlageninternen Energieerzeugung darzustellen. Enterprise Manufacturing Intelligence (EMI) EMI-Software erfasst Daten aus verschiedenen Quellen (Datenhistorian, MES, Qualitätsmanagementsystem oder auch ERP-System) und erlaubt die Zusammenstellung, Speicherung sowie Berichterstellung dieser historischen und in Echtzeit gelieferten Betriebsdaten. Über eine Schnellansicht ( Dashboard ) stellt EMI Software die zentralen Kennzahlen 6

7 (Key Performance Indicators KPIs) sowie Analysewerte dar, mit deren Hilfe die Betriebsleistung visualisiert, optimiert und letztlich maximiert werden kann. Manufacturing Execution Systems (MES) MES-Software bietet einen Gesamtüberblick der Produktion vom Ausgangsmaterial bis zum Endprodukt. Die Software verfügt über Funktionen zur Ausführung produktionstechnischer Maßnahmen: von der Produktverfolgung und Herkunftsbestimmung (die Ist -Phase der Materialverarbeitung) bis zur unternehmensweiten Integration für eine durchgängige Transparenz und Datenverfügbarkeit, wie Materialverbrauch, Auftragsstatus, Produktqualität und Auslieferung. MES-Software ist normalerweise für drei Produktionsphasen zuständig: erstens die allgemeine Effizienz von Geräten/Produkten/Ressourcen, die sogenannte Overall Equipment Effectiveness (OEE); zweitens die Qualitätssicherung mit Anbindung an LIMS (Laborinformations-Managementsysteme) und Online/Offline/Inline- Prüfverfahren; und drittens das Operations Management zur Ausführung von Arbeitsaufträgen einschließlich der Produktverfolgung und Herkunftsbestimmung, der Arbeitskraft- und Materialauslastung sowie einer vollständigen Aufzeichnung der Produktergebnisse. Mobile Lösungen Lösungen aus Software und mobiler Hardware versorgen das Personal mit einem Unterstützungssystem zur Entscheidungsfindung. Diese Lösungen kombinieren konfigurierbare Software mit für raue Einsätze konzipierter mobiler Hardware für eine bessere Koordinierung der Arbeitsabläufe, Verfahren und allgemeinen Arbeiten. Die Schwerpunkte liegen dabei auf dem Anlagenbetrieb, dem Instandhaltungsmanagement, der Produktionsverfolgung und auf der Einhaltung behördlicher Auflagen. Mithilfe einer mobilen Anwendung können sämtliche Betriebsmittel miteinander vernetzen werden, ganz gleich ob zentral vernetzt oder untereinander verschaltet. Das Ergebnis ist eine umfassende Sicht auf die Leistung der Betriebsmittel zugunsten einer auf hohe Zuverlässigkeit ausgelegten Wartungsstrategie. Workflow Workflow Software nutzt hochentwickelte Anwendung für modernes Business Process Management (BPM) zur Modellierung, Ausführung, Analyse und Optimierung aller Geschäftsprozesse, sowohl innerhalb als auch außerhalb eines Unternehmens mit dem Ziel in neue Dimensionen der Zusammenarbeit, Produktivität und Innovationskraft vorzudringen. Mithilfe von Workflow können Unternehmen die Arbeitsabläufe institutionalisieren bzw. standardisieren, die sich um normale, ungeplante oder störungsbezogene Ereignisse innerhalb der Produktionsumgebung kümmern sodass die richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Personen vorliegen. Workflow kann für HACCP; CIP; Korrekturmaßnahmen; Quarantäne oder sonstige Produktionsbereiche eingesetzt werden, die eine Synchronisierung von Menschen, Betriebsmitteln und Systemen erfordern. Invensys Systems GmbH, Hermann-Klammt-Str. 1-3, Neuss, iom.invensys.de Tel: +49 (0) , Fax: +49 (0) Invensys, das Invensys-Logo, ArchestrA, Avantis, Eurotherm, Foxboro, IMServ, InFusion, SimSci-Esscor, Skelta, Triconex, und Wonderware sind Marken von Invensys plc, bzw. seinen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Alle anderen hier genannten Marken- und Produktnamen sind i.d.r. Handelsmarken ihrer jeweiligen Eigentümer Invensys Systems, Inc. Alle Rechte vorbehalten. Unabhängig vom Verwendungszweck darf dieses urheberrechtlich geschützte Dokument, auch nicht auszugsweise, ohne schriftliche Einwilligung durch Invensys Systems, Inc. auf elektronischem oder mechanischem Weg vervielfältigt bzw. weitergegeben werden. 09/12 PN

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