Welches LMS ist das Richtige? Kriterien und Auswahlstrategien

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1 Welches LMS ist das Richtige? Kriterien und Auswahlstrategien Manfred Postel,

2 CampusSource Mission statement Die Landesinitiative CampusSource hilft Bildungseinrichtungen, u.a. Infrastrukturen für das computer- und netzbasierte Lehren und Lernen sowie den Einsatz neuer Medien zu schaffen. Sie vermittelt Ihnen kostenfrei von Hochschulen entwickelte Open Source Software. Die Software wird über die CampusSource- Börse angeboten, unterliegt den Lizenzbedingungen der General Public License (GPL) und muss einem definierten Qualitätsstandard entsprechen, um aufgenommen zu werden

3 Die Initiative Im Rahmen der Initiative CampusSource werden Zahlreiche, u.a. an Hochschulen entwickelte Lernplattformen (LMS) und Werkzeuge für das Lernen und Lehren im Netz allen Interessierten kostenlos unter der GPL Lizenz angeboten. Das Angebot der CampusSource Landesinitiative in den primären Bereichen e-learning, Open Source und Open Content richtet sich an nationale und internationale Anwender in allen Bildungseinrichtungen, Institutionen und Unternehmen.

4 Die Open Source Börse Derzeit werden 18 Systeme, darunter 10 komplette elektronische Lehrplattformen (LMS) und 8 Module (Werkzeuge) unter der GNU General Public License angeboten. Mit über 5800 registrierten Anwendern ist CampusSource weltweit z.z. die größte Open Source Börse für e-learning Werkzeuge.

5 Definition: Lernplattform Unter einer webbasierten Lernplattform ist eine serverseitig installierte Software zu verstehen, die beliebige Lerninhalte über das Internet zu vermitteln hilft und die Organisation der dabei notwendigen Lernprozesse unterstützt. (Baumgartner et al., 2002)

6 Typische Funktionalitäten Administration von Lernenenden/Teilnehmern Verwaltung von Inhalten Unterstützung der Lehrenden Organisation der Kommunikation und der Betreuung Erstellung von Inhalten Übungen und Tests Literaturverwaltung Raumverwaltungssysteme etc.

7 Zusammenfassung: Merkmale, Entscheidungskritrien

8 Empfehlungsmatrix Quelle: bildung.at Evaluation von Lernplattformen

9 Beispiel Anforderungskatalog - Basics - NEED 2have NICE 2have 1. Gewährleistung von Datenschutz- und -sicherheit, Verfügbarkeit, Zukunftssicherheit 2. Abbildung mehrere Schulen mit gemeinsamer und differenzierter Darstellung (Schule, Abteilung, Klasse, Gruppe) 3. Begleitung bei Entwurf und Umsetzung der Plattformstruktur 4. Übernahme von administrativen Aufgaben während der Einführungsphase (Hilfe bei ersten Admin-Tätigkeiten) und während des Betriebs (Backup, Einspielen von Patches) 5. Hosting / ASP beim Anbieter 6. Erweiterbarkeit der Plattform um zusätzliche Bausteine jederzeit möglich (Verwaltungssoftware, Managementtools, Stunden-, Raumplanung u. a.) 7. geringe Systemanforderungen auf der Benutzerseite (Browser-basiert, keine spezielle Hard- und Software) 8. Benutzersystemcheck (evtl. reicht Browser-Plug-In-Check) mit entsprechender Download-Möglichkeit 9. Teilnehmerzahl z. Zt. ca. 3000, Erweiterbarkeit notwendig (voraussichtl. max ) 10. Schulung / Einführung 11. Support 12. Hotline

10 Beispiel Anforderungskatalog - Funktionen - NEED 2have NICE 2have 13. Mailfunktion: a. jeder Benutzer erhält eine eigene Mailadresse, die auch außerhalb des Systems genutzt werden kann b. Möglichkeit der Weiterleitung c. Passwortabfrage (bei Vergessen) per Mail d. SMS-Benachrichtigungsmöglichkeit Serverfunktionalität Hosting >> Anbindung eines freien Mailservers 14. Dateiablage: a. alle Dateiformate b. Dateibeschreibungen / Metainformationen c. freie hierarchische Verzeichnisstruktur mit unbegrenzter Tiefe Verschieben, Löschen, Kopieren, Umbenennen von Dateien und Ordnern für jeden Benutzer, jede Gruppe, jeden Content d. Versionskontrolle 15. Darstellung von Nutzern (Steckbriefe) mit Bild 16. Diskussionsforum 17. News / Whiteboard 18. vom Lehrer freizugebendes Chat

11 Beispiel Anforderungskatalog: - Funktionen - NEED 2have NICE 2have 19. Übersicht und Ansprechmöglichkeit von im System aktiven Nutzern 20. Speicherplatz für alle Teilnehmer (Schüler mind. 20 MB, Lehrer mind. 100 MB) 21. Terminkalender 22. Suchfunktion für Benutzer (mind. für Admin) 23. Hilfefunktion 24. Application-Sharing (z. B. für die Erstellung eines Mindmaps, Programm zur Stundenplan-Entwicklung etc.) Einbindung des gewünschten Tools >> (webfähig) 25. Video- / Tonübertragung Einbindung des gewünschten Tools >> (z.b. Audio: Skype)

12 Beispiel Anforderungskatalog: -Administration- NEED 2have NICE 2have 26. Anlegen von Benutzern im System einmalig für alle Funktionen 27. Automatische Generierung von Login und Passwort 28. Passwortverwaltung (Benutzer kann Passwort ändern, bei Vergessen eines Passwortes wird per Aufforderung ein evtl. neu generiertes an Teilnehmer g t) 29. Klassenweises Anlegen von Teilnehmern über Skripte (z.b. über csv-datei aus der Schulverwaltungssoftware); Löschen von Gruppen Anbindung an Ihre Schulverwaltungssoftware 30. Rollenkonzept (Administrator, Lehrer, Schüler, Projektgruppenleiter) 31. individuelle Rechtevergabe für Teilnehmer, Gruppen und Untergruppen durch Lehrer, Admin, Projektgruppenleiter 32. offene Gruppenräume / Gastaccount

13 Beispiel Anforderungskatalog: - Content - NEED 2have NICE 2have 33. Materialbibliotheksfunktion (Mehrfachnutzung von Inhalten, Zuordnung von Inhalten zu Benutzergruppen) 34. Stichwort Suchfunktion 35. Einbindung von Fremdcontent 36. Offenheit der Dateiformate 37. Autorentool 38. Prüfungsmodul (Klassenarbeit etc.) 39. gruppenbezogene und individuelle statistische Auswertbarkeit von Schüler-Aktivitäten (welche Module wurden wann wie lange und in welcher Art und Weise bearbeitet?) Datenschutzrichtlinien der BUW 40. Bereitstellung / Vermittlung von Content (Tauschbörse) 41. Versionsmanagement

14 Situation Heute Viele kommerzielle und Open Source Systeme - ca. 250 LMS/LCMS Hohe Anzahl von implementierten Funktionalitäten Systeme überwiegend nicht kompatibel Anwender wünschen verschiedene Funktionalitäten von einzelnen Systemen sowie individuell anpassbare, passgenaue Lösungen Funktionalitäten zwischen Systemen nicht austauschbar oder einzeln auswählbar Mehrere Systeme z.b. in einzelnen Hochschulen im Einsatz (z.b. für Geisteswissenschaften, für Ingenieurwissenschaften,...) Viele kleine Entwicklergemeinschaften (um einzelne Systeme) Noch keine Konvergenz der Systeme erkennbar

15 LMS/LCMS/Plattform-Strategien Eigene Entwicklung Application Service Provider (ASP) Kommerzielle Lösung Open Source Lösung

16 Eigene Entwicklung + Maßgeschneiderte Lösung + Geschäftsmodell lässt sich exakt abbilden + Integration in bestehende Infrastruktur einfach + Hohe Flexibilität + Keine Herstellerabhängigkeit - Teuer und aufwändig - Oft Mangel an Wissen und Entwicklungspersonal

17 ASP Lösung + Konzentration auf Inhalte möglich + Kein technisches Personal und Hardware erforderlich + Kostengünstig bzgl. total cost of ownership Starke Abhängigkeit vom Anbieter Starke Einschränkung bzgl. Geschäftsmodell Inflexibel bzgl. Funktionalitäten

18 Kommerzielle Lösung + Zur Zeit relativ kostengünstig in der Anschaffung + Hoher Funktionsumfang - Geschäftsmodell wird durch Software vorgegeben - Individuelle Funktionalitäten fehlen - Inflexibel bzgl. Erweiterbarkeit (Quellcodes nicht verfügbar) - Herstellerabhängigkeit (Lizenzen, Inkompatibilität,...) - Risiko durch Marktbereinigung (Herstellerfirmen verschwinden)

19 Open Source Lösung + Kostengünstigste Alternative in Anschaffung und Betrieb + Flexibel bzgl. Erweiterbarkeit (Verfügbarkeit von Quellcodes) + Keine Herstellerabhängigkeit + Verwendung offener Standards Teilweise unausgereifte Implementierungen Häufig fehlender kommerzieller Support

20 Produktunabhängige Prüfkriterien Kommerzielle Systeme / Open Source Systeme Hersteller/Entwickler/Vertrieb: Langfristige Bindung Abhängigkeiten Kosten: Lizenz- und Erwerbskosten Updates, Anpassungen, Erweiterungen Support u. Supportkosten Folgekosten TCO (Total Cost of Ownership) Qualität u. Qualitätsmanagement Systemsicherheit Investitionssicherheit

21 Rechtliche, ökonomische und technologische Grundlagen von Open Source-Software Zentrale komparative Konkurrenzvorteile von Open Source versus Closed Source Sicherheit durch transparente Entwicklung Modulare Architekturen fördern Wiederverwendung Keine Lock-In-Effekte durch offene Standards Tendenziell niedrigere Total Costs of Ownership (TCO) Potenzielle Problembereiche Koordinationsmängel bei der langfristigen Systemplanung Qualitätsdefizite in der Software-Wertschöpfungskette Support Fehlermanagement...

22 Wirtschaftlichkeitsbetrachtung - Kosteneffekte - Entwicklungskosten Betriebskosten Planungskosten Anschaffungskosten Software Anschaffungskosten Hardware Total Cost of Ownership (TCO) Lfd. Kosten für Server Lfd. Kosten für Arbeitsplatzrechner Kosten für Wartung und Administration Kosten der Systemeinführung Schulungs- und Supportkosten Legende + Steigerung der TCO - Senkung der TCO

23 Strategischer Bezugsrahmen Technologische Erfolgsfaktoren - Erweiterbarkeit - Wiederverwendbarkeit - Interoperabilität - Herstellerunabhängigkeit - Skalierbarkeit Organisatorische Erfolgsfaktoren - Kompetenzen zur kollaborativen Entwicklung - Lernfähigkeit - Organisatorischer Fit Open Source Systeme Wirtschaftliche Erfolgsfaktoren - Senkung der Anschaffungskosten - Senkung der Wartungskosten - Senkung der Administrationskosten

24 Prozessfaktoren

25 CampusSource-Kontakt Internet: Tel.: / /4257 Fax: / CampusSource Geschäftsstelle bei der FernUniversität in Hagen Universitätsstraße 11, D Hagen Kontakt:

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