Ein Festival der Widersprüche A Festival of Contradictions

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1 Internationales Theaterfestival Juni 2015

2 Bladummidumm Ein Festival der Widersprüche A Festival of Contradictions Richtet man von Stuttgart aus den Blick in die Vergangenheit, sind mit dem Schlagwort Terrorismus sehr konkrete Erinnerungen verbunden: Der Südwesten war in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts einer der Hauptschauplätze terroristischer Gewalt. Viele Mitglieder der RAF stammten aus Baden-Württemberg, die Stammheim-Prozesse rückten Stuttgart in den Fokus eines weltweiten Medieninteresses, die mit Stammheim verbundenen Einlassungen des damaligen Stuttgarter Schauspielintendanten Claus Peymann polarisierten (nicht nur) das Theaterpublikum. Seither sind fast vierzig Jahre vergangen und unser Blick auf das Themenfeld Terrorismus hat sich grundlegend verändert. Der Begriff ist vielschichtiger und unschärfer geworden. Er bezeichnet Gewaltphänomene, die sich nicht mehr in erster Linie gegen ausgewählte Vertreter von Staat oder Wirtschaft richten; terroristische Gewalt zielt in die Breite, äußert sich global und tritt uns in einer verwirrenden Vielzahl von Ausprägungen entgegen. Attentat und Bürgerkrieg, Flucht und Vertreibung, Drohnenkrieg und die Einschränkung bürgerlicher Rechte sind Facetten eines Begriffs, der vom Nahost-Konflikt über die Ukraine-Krise bis hin zur Anti- Terror-Allianz der westlichen Welt vor allem dazu dient, Gewalt und Gegengewalt wechselseitig zu delegitimieren. Das Festival begibt sich auf die Suche nach den Bedeutungsebenen dieses Kampfbegriffs. Looking back to the past from the vantage point of Stuttgart, the keyword terrorism is linked with very specific memories: In the 1970s, Germany s South-West was one of the chief locations of terrorist violence. Many members of the RAF (Rote Armee Fraktion, Red Army Faction) hailed from the federal state of Baden-Wuerttemberg, and the RAF trials, held at the Stammheim prison for security reasons, focused the global media s interest on the city of Stuttgart. The statements of Claus Peymann, at that time artistic director of Schauspiel Stuttgart, on the subject of Stammheim polarized (not only) the theatre s audience. Forty years have passed since then and our views on the subject of terrorism have undergone a fundamental change. The concept has become multi-faceted and diffuse. It is used to denote phenomena of violence that are no longer directed at selected representatives of state or commerce; terrorist violence has found global expression and confronts us with an unsettling multitude of manifestations. Assassinations and civil war, flight and displacement, drone wars and the restriction of civil rights are all facets of a concept which, from the Middle East conflict via the Ukraine s crisis to the Western world s anti-terror alliance, mainly serves to mutually delegitimize each other s violence and counter-violence. The festival sets out to explore the variations of this combat term. Gefördert durch die In Zusammenarbeit mit der Union des Théâtres de l Europe (U.T.E.) im Rahmen des internationalen Projekts TERRORisms Mit Unterstützung des Programms Kultur der Europäischen Union Der Titel TERRORisms / Terrorismen verweist bewusst auf die Missverständnisse, die dem Begriff eingeschrieben sind. Was den einen als Terrorismus gilt, gilt den anderen als Freiheitskampf; der Krieg gegen den Terror und der Vorwurf des Staatsterrorismus bezeichnen zwei Sichtweisen auf dasselbe Phänomen. Diese unauflösbaren Widersprüche sind dem Festivalprogramm eingeschrieben. Das Festival versteht sich als Forum, zeigt subjektive Zugänge und stellt kontrastierende Schlaglichter und unvermittelbare Positionen nebeneinander. The title TERRORisms / Terrorismen is a deliberate reference to the misunderstandings that are inscribed into the concept of terrorism. One party s terrorism is another s struggle for freedom. Both the war on terror and accusations of state terrorism are perceptions of the same phenomenon. These irresolvable contradictions are deliberately inscribed into the festival programme. The festival sees itself as a forum, presents subjective approaches, and juxtaposes contrasting highlights and irreconcilable positions. 3

3 Bladummidumm Im Zentrum stehen fünf Uraufführungen, die über die Dauer von zwei Jahren im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts der Union des Théâtres de l Europe (U.T.E.) am norwegischen Nationaltheatret Oslo, dem Jugoslovensko Dramsko Pozoriste Belgrad, dem Habima National Theatre Tel Aviv, an der Comédie de Reims und am Schauspiel Stuttgart entstanden sind. Die einmalige Gesamtpräsentation der Produktionen findet im Rahmen des Festivals in Stuttgart statt. Die Sichtweisen auf das Thema, die historischen und aktuellen Bezüge sind so unterschiedlich wie die Theaterländer selbst: in Norwegen ist der öffentliche Diskurs zum Thema stark mit dem im Jahr 2011 in Oslo und auf der Insel Utøya verübten Anschlag verbunden. In die Probenzeit des französischen Festivalbeitrags fielen die Anschläge auf die Redaktion des Satiremagazins Charlie Hébdo und auf einen jüdischen Supermarkt im Osten von Paris. Der serbische Beitrag widmet sich ausgehend vom Attentat von Sarajevo 1914 der Geschichte des Freiheitskampfs, während der Beitrag aus Tel Aviv von Gewalt und Kontergewalt zwischen Israel und Palästina erzählt. Den Fokus weiten will das Festival zum einen durch Installationen, Buchvorstellungen, Filmpräsentationen und Vorstellungen aus dem Stuttgarter Repertoire. Was bedeutet Terrorismus mit Blick in die Gefängniszellen von Abu Ghuraib und Guantanamo, nach Indonesien, nach Syrien und auf die Bootsflüchtlinge im Mittelmeer, ins Feld der Bildenden Kunst und des Films, und wie steht es um die deutsche Perspektive und den Blick auf die RAF und die Morde des sogenannten NSU? Zum anderen diskutieren in einer Reihe von Gesprächen Experten, Wissenschaftler und politische Akteure die Zusammenhänge, etwa von Kunst und Terror, von Terror und Theater, von persönlicher Freiheit und innerer Sicherheit. In der Reihe der Ländergespräche, in Autoren- und Intendantenrunden stellen sich schließlich die beteiligten Künstlerinnen und Künstler den Fragen, die das vor zwei Jahren gemeinsam verabredete Thema im Hier und Heute aufwirft: fünf Tage Begegnung, fünf Tage für künstlerischen Austausch mit den internationalen Gästen und mit dem Publikum. Armin Petras, Intendant des Schauspiel Stuttgart At the programme s core are five world premieres, created over a period of two years within a joint project of the Union des Théâtres de l Europe (U.T.E.) at Norway s Nationaltheatret Oslo, the Jugoslovensko Dramsko Pozoriste in Belgrade, the Habima National Theatre in Tel Aviv, the Comédie de Reims and Schauspiel Stuttgart. A comprehensive presentation of all five productions is unique to the festival in Stuttgart. Both the varying views of the subject and the historical and current references are as diverse as the theater countries themselves: In Norway, public discussion of the topic is closely linked with the attacks on Oslo and the island of Utøya in The assaults on the office of the satirical magazine Charlie Hébdo and on a Jewish supermarket in an Eastern district of Paris happened during the rehearsal period of the French festival contribution. Taking the 1914 assassination at Sarajevo as a starting point, the Serbian production is dedicated to the history of the partisan struggle, while the contribution from Tel Aviv talks about violence and counter-violence between Israel and Palestine. The festival will expand its focus to include installations, book presentations, film screenings and performances from the repertoire of Schauspiel Stuttgart. What does the term terrorism mean in the face of the prison cells of Abu Ghraib and Guantanamo, in the face of Indonesia, Syria and the refugees afloat in the Mediterranean? What does it mean in the fields of visual arts and film, what about the German perspective and the assessment of the RAF and the murders committed by the so-called NSU (National-socialist Underground)? In addition, there will be a series of discussions where experts, scholars and political protagonists will talk about the connections between art and terror, terror and theatre, between personal freedom and internal security. In a series of country talks, in round tables discussions with authors and artistic directors, the participating artists will confront the questions which the topic that they agreed on two years ago poses here and now: Five days of encounters, five days for artistic exchange with the international guests and with the audience. Armin Petras, Director Schauspiel Stuttgart Auftakt Kickoff Am Mittwoch, dem 24. Juni, lädt das Schauspiel Stuttgart das Publikum und die internationalen Gäste zu einem Abend des Kennenlernens im und um das Schauspielhaus ein. Bevor am Donnerstag die Reihe der Gastspiele beginnt, steht an diesem Auftaktabend der gemeinsame Austausch im Mittelpunkt. Begegnen Sie ab 19 Uhr den Regieteams und den Künstlern aus Reims, Oslo, Tel Aviv, Belgrad unddem Team des Schauspiel Stuttgart im für das Festival umgestalteten Foyer und auf der Terrasse des Schauspielhauses. Die künstlerische Gestaltung des Foyers greift das Festivalthema auf, über die Raumgestaltung findet eine Auseinandersetzung mit Auswirkungen des Terrorismus auf unsere Gesellschaft statt. Es entstehen Orte und Installationen im Foyer und vor dem Schauspielhaus, an denen wir Sie dazu einladen mit den internationalen Künstlern bei Musik und Buffet ins Gespräch zu kommen. In der Spielstätte Nord ist am 24. Juni ab 20 Uhr letztmalig die Produktion Die Reise nach dem Roman von Bernward Vesper zu erleben. Auf der Bühne des Schauspielhauses präsentiert Astrid Meyerfeldt zeit-gleich die szenische Lesung Am Boden. Auch dieser Monolog über eine F16-Kampfpilotin ist während des Festivals nur ein einziges Mal zu sehen, bevor am späteren Abend das Theaterprojekt TäglicheTerrorRundschau und die Produktion Wir sind nicht das Ende im Malsaal und auf der Probebühne des Schauspielhauses ihre Premiere feiern. Vor dem Schauspielhaus steht die Installation [T]. Die Umgebung des Schauspielhauses und die Kunstausstellung Utopian Pulse Flares in the Darkroom erkundet der Leiter des Württembergischen Kunstvereins Hans D. Christ in einem Themenspaziergang. On June 24th the Schauspiel Stuttgart invites the audience and the international guests to an evening of socializing in and around the Schauspielhaus. Before the international guest performances begin on Thursday, the focus of this kickoff evening lies on coming together and mutual exchange in the atmosphere of an international theater festival. Meet the artistic teams from Reims, Oslo, Tel Aviv, Belgrade and the team of the Schauspiel Stuttgart in the Foyer and on the terrace of the Schauspielhaus. In the foyer of the Schauspielhaus the festival center picks up the festival-theme and explores issues it creates in our daily life and we created spaces inside and in front of the Schauspielhaus where we invite you to see installations and socialize with artists and audience. At the Nord we show the last performance of The Journey, based on the novel of Bernward Vesper. On the stage at the Schauspielhaus the actress Astrid Meyerfeldt presents the scenic reading of George Brant s Grounded. This monologue of an F-16 fighter pilot is only shown once during the festival. Later on the evening the theater project DailyTerrorReview and the production We are Not the End will have their premiere at the Probebühne and the Malsaal. In front of the Schauspielhaus stands the installation [T]. And for all international guests Hans D. Christ, director of the Wurttembergischer Kunstverein, will explore the surrounding of the Schauspielhaus and the Kunstveren s current exhibition Utopian Pulse Flares in the Darkroom with a thematic promenade in English. 4

4 Festivalproduktionen Festivalproductions Das Schauspiel Stuttgart ist seit Beginn der Intendanz von Armin Petras Mitglied der Union des Théâtres de l Europe (U.T.E.), einer Vereinigung von über 20 Theatern aus 16 Ländern. Das erste Projekt mit Stuttgarter Beteiligung entstand gemeinsam mit den Nationaltheatern aus Oslo, Tel Aviv, Belgrad und der Comédie de Reims. In gegenseitigem Austausch, künstlerisch aber unabhängig voneinander, entstanden insgesamt fünf Uraufführungen, die sich mit den länderspezifischen Bedeutungsebenen des Themenfelds Terrorismus beschäftigen. Am Festival kommen diese Produktionen zu einer einmaligen Gesamtschau zusammen. Die Infos zu allen weiteren Theatervorstellungen im Festivalzeitraum finden Sie ab Seite 28. With Armin Petras as director, the Schauspiel Stuttgart became a member of the Union des Théâtres de l Europe (U.T.E.). The first project in which Stuttgart participated, had been developed with the National Theaters of Oslo, Tel Aviv, Belgrade and the Comédie de Reims. Five original productions dealing with a country-specific meaning of the topic terrorism were developed in mutual exchange. A comprehensive presentation of all five productions is unique to the festival in Stuttgart. Information on all aditional productions shown during the festival on page 28. Einführungen und Ländergespräche Introductions and Talks Eine halbe Stunde vor jeder Aufführung stellen Mitglieder der internationalen Teams ihren Festivalbeitrag in kurzen Stückeinführungen vor. Auch zu den Repertoirevorstellungen im Nord wird es täglich Einführungen geben. Nach den Abendvorstellungen aus Oslo, Belgrad, Tel Aviv und Reims lädt der Theaterjournalist Jürgen Berger zudem zum Ländergespräch. Jede dieser Veranstaltungen bietet die Gelegenheit, über Gesehenes zu sprechen und die beteiligten Künstler und Theaterländer näher kennenzulernen. Jürgen Berger zählt zu den renommiertesten Theaterjournalisten Deutschlands. Als freier Autor schreibt er u. a. für die Süddeutsche Zeitung, die taz und Theater heute. Seit 2003 ist er in Auswahlgremien von Festivals wie den Mülheimer Theatertagen und dem Berliner Theatertreffen. Members of the international artistic teams present their festival contribution in short introductions 30 minutes before the performance. After the performancesone of the most renomated german theater journalists, Jürgen Berger invites the audience to a talk with directors and actors. Each event offers the opportunity to discuss the performance and to gain a better understanding of the participating countries. The talks will be in English. Jürgen Berger belongs to the most renowned theater journalists in Germany. As a freelance theater and literature critic, he wrote for the Süddeutsche Zeitung, the taz and Theater heute, among others. Since 2003 he is a member of the selection committees like the Mülheimer Theatertage and the Berliner Theatertreffen. Mit Jürgen Berger und den internationalen Teams Jeweils nach den Abendvorstellungen Following the evening performance In englischer Sprache In English Eintritt frei Free admission 7

5 Nationaltheatret Oslo Vi tygger på tidens knokler We chew on the bones of time von by Jonas Corell Petersen Festivalproduktion Oslo Festivalproduction Oslo In the beginning two women thought about the Earth, and the Earth appeared; the women made figures out of clay, and then they started to fight. The women thought about water, and it rained for forty days and forty nights. In the beginning there were only a silent great ocean and an even greater sky. Vier junge Menschen treffen sich bei einem Langzeit-Seminar, vierzig Tage und Nächte. Sie baden im Dreck, spielen Gitarre, tanzen und sprechen über alles: von der Gartenarbeit über die Einsamkeit bis hin zur Menschheitsentwicklung über die Jahrtausende. Früher, so ihre Vermutung, seien die Menschen glücklich gewesen. Jeder kannte jeden und alle teilten alles: Bakterien, Hautkrankheiten, Läuse. Alle kämpften den ewig gleichen Kampf ums Überleben. Weil es keine Gesetze gab, gab es keine Verbrechen und niemand drehte langweilige TV-Shows darüber. Keiner vergeudete seine Zeit mit täglichen Schulbesuchen: es gab nur ein einziges Buch, aus dem sonntags laut vorgelesen wurde. War das Leben nicht einfach besser? Einhundert, eintausend, hunderttausend Jahre vor unserer Zeit? Eine absurde und humorvolle Suche nach dem richtigen Ort in der Geschichte, eine Stückentwicklung mit dem Ensemble. The play is an absurd and humorous performance about searching for one s place in history. Four young people meet at a seminar that lasts for 40 days and 40 nights. They cover themselves in mud, play the guitar, dance to salsa music and talk about everything from gardening to loneliness and human development through thousands of years. They reflect on whether humans have a core and how it may have evolved with world history. Maybe life was better a hundred, a thousand and maybe one hundred thousand years ago? Is it really something to yearn for? Or should we rather be happy that we live here and now, despite the fact that violence, accidents and illness can strike us at any time? The director Jonas Corell Petersen is the one asking the questions. He has written this piece in collaboration with the ensemble. Our life is a split second in history of the universe, but we are free to live a long and happy life. The only thing we know for sure is that death is waiting. Mit With: Espen Alknes, Sigurd Myhre, Ole Johan Skjelbred, Olav Waastad Regie Directed by: Jonas Corell Petersen Bühne Stage design & Kostüme Costumes: Nia Damerell Assistenz Bühne & Kostüme Assistance Stage design & Costumes: Thale Kvam Olsen Musik Music: Gaute Tønder Licht Lighting design: Øyvind Wangensteen Dramaturgie Dramaturgy: Olav Torbjørn Skare Jonas Corell Petersen (*1979) studierte Theatertheorie, Philosophie und Kunstgeschichte in Kopenhagen und Theaterregie an der nationalen norwegischen Kunstakademie in Oslo. Seine international gefeierte Diplominszenierung Die Leiden des jungen Werther (2011) wurde u. a. am britischen Nottingham Playhouse gezeigt und gewann den 1. Preis auf dem internationalen Festival Fast Forward am Staatstheater Braunschweig. Corell Petersens Arbeiten umfassen aber auch Inszenierungen von neuen Texten z.b. für das Festival Neuer Dramatik in Oslo oder Erarbeitungen neuer Musik für die Bühne beim Internationalen Musikfestival in Bergen. Jonas Corell Petersen (*1979) studied theater theory, philosophy and art history in Copenhagen and theater directing at the national Norwegian art academy in Oslo. His internationally celebrated graduate thesis play, Die Leiden des jungen Werther (2011), was shown at the Nottingham Playhouse, among others, and won the 1st prize at the international Fast Forward festival of the Staatstheater Braunschweig. Corell Petersen s work also encompasses other pieces of new texts, e.g. for the new drama festival in Oslo, or interpretations of new music for the stage and the International Music Festival in Bergen :00 22:40 Saal 18 / 7 Norwegisch mit deutschen & englischen Übertiteln Norwegian with German & English surtitles Einführung um 19:30 Introduction at 19:30 Podium In englischer Sprache in English 22:50 Ländergespräch Norwegen 22:50 Talk Norway Saal In englischer Sprache in English Marte Garmann 8

6 Festivalproduktion Belgrad Festivalproduction Belgrade under the rock there grows a snake in the stream there breathes a skinny fish and the grass grows from human sweat flower grew from many tears a girl was crying her lad she buried the lad he was a dragonslayer a house is built of wood and wood it grows from blood Jugoslovensko dramsko pozorište, Belgrad The Dragonslayers von by Milena Marković :00 22:00 Saal 18 / 7 Serbisch mit deutschen & englischen Übertiteln Serbian with German & English surtitles Einführung 19:30 Introduction at 19:30 Podium In englischer Sprache in English 22:15 Ländergespräch Serbien 22:15 Talk Serbia Saal In englischer Sprache in English Aleksandar Angelovski Das Attentat von Sarajewo als historischer Beginn des 20. Jahrhunderts ist Ausgangspunkt des Festivalbeitrags von Milena Markovic. The Dragonslayers kommt in der Form einer ironischen Geschichtsstunde daher. Aber das Stück ist kein historisches Drama. Vielmehr sucht es nach den Spuren, die dieser gesamteuropäische Schicksalstag bis heute hinterlässt. Zahlreiche historische und fiktive Figuren öffnen Perspektiven auf das Ereignis und seine Bedeutung und holen das Geschehen in die heutige Zeit. Der Text begibt sich auf die Fährte eines jungen Mannes, der im heutigen Serbien und am Ende einer langen Kette der Gewalt steht beseelt vom Wunsch nach Freiheit. The Sarajevo assassination as the historical beginning of the 20th century is the starting point of the play by Milena Marković. The Dragonslayers is dedicated to Gavrilo Princip. A seventeen-year-old-boy with a gun, a would-be poet whose name represents a historical symbol and a frequent subject of dispute, is presented as the protagonist of this work by Milena Marković. It is written as a heroic cabaret, in a form of an ironic history lesson, and tells the known story of the assassination using bustling poetic language to express the demand for freedom. It is not a historical play, but a contemporary piece which examines the position of today s young man. Historical figures are brought to the stage, the conspirators, Young Bosnians, together with the world of ordinary people and their different understanding of the event and its essential meaning. Different characters and situations are built by eight actors that play a few dozens of characters in a few dozen situations. Mit With: Nikola Rakočević, Mirjana Karanović, Radovan Vujović, Srdjan Timarov, Dubravka Kovjanić, Milan Marić, Jovana Gavrilović Regie Directed by: Iva Milošević Bühne Stage design: Gorčin Stojanović Kostüme Costumes: Maja Mirković Musik Music: Vladimir Pejković Choreografie Choreography: Boris Čakširan Milena Marković (*1974) studierte an der Belgrader Universität der Künste und gehört seit den ersten Inszenierungen ihrer Stücke am Jugoslawischen Dramatischen Theater zu den bekanntesten Autorinnen ihrer Generation. International gelang ihr mit dem Stück Schienen der Durchbruch, das seit der Uraufführung 2002 an zahlreichen Bühnen im In- und Ausland inszeniert wurde. Iva Milošević studierte am Department of Theatre and Radio Directing in the Faculty of Drama Arts in Belgrad und führte Regie bei verschiedenen Produktionen in Serbien und Prilep, Mazedonien. Zudem touren ihre Inszenierungen, die das klassische Repertoire ebenso umspannen wie zeitgenössische Werke, auf internationalen Festivals weltweit. Milena Marković (*1974) graduated from Belgrade s University of the Arts. She belongs to the most famous authors of her generation since the first showing of her pieces at the Yugoslav Drama Theatre. She had a breakthrough with her piece Tracks; it has been shown at numerous stages at home and abroad since Iva Milošević graduated from the Department of Theatre and Radio Directing in the Faculty of Drama Arts in Belgrade and directed various productions in theatres in Serbia and region (Prilep, Macedonia). In addition, her pieces both classical repertoire and contemporary works tour to international festivals throughout the world. 11

7 The Habima National Theater, Tel Aviv / The Young Company Festivalproduktion Tel Aviv Festivalproduction Tel Aviv God Waits at the Station von by Maya Arad There was a kid at the next table. He pointed at her and said to his mother, Mum, why does that woman look so scared? She looked at me. The scared woman looked at me. Acht Schauspieler versuchen, die Splitter von Leben und Tod, die eine Selbstmordattentäterin hinterlassen hat, wieder zusammenzubauen. Wer war die Attentäterin? Eine werdende Mutter? Eine Krankenschwester? Wusste der Mann, der sie im Auto mitgenommen hat, vom Ziel ihrer Reise? Die Überlebenden versuchen sich in Rekonstruktionen: sie fügen Splitter an Splitter; dennoch zerfällt das so entstandene kaleidoskopische Bild vor den Augen der Zuschauer im Augenblick der Explosion. Der Festivalbeitrag der jungen israelischen Autorin Maya Arad erzählt von einer Welt, in der es viele Wahrheiten gibt und in der die Grenze zwischen Opfer und Täter fließend geworden ist angesichts eines scheinbar endlosen Kreislaufes von Gewalt und Vergeltung. A kaleidoscope of fragmented testimonies: one story bursts into another until a weave of broken realities and multiple truths unfolds; an infinite cycle of victimization in which the line between victim and victimizer becomes blurry. Who is the terrorist? A nurse who strayed from the path when her brother was killed by the enemy? An innocent girl who lost her lover when he was set up to marry another woman? "She was pregnant", says the soldier who allowed the suicide bomber to pass through the checkpoint, thus enabling the death of thirty innocent people. "She was not pregnant", determines the Israeli security agent who was present during the autopsy. Did the taxi driver who drove her become part of a terror attack against his will, or was he a knowing and calculated accomplice? And how do we end the cycle of death if even a pregnant woman is a possible suspect? The characters try to put together the shrapnels of life and death, connecting one piece to the other, but the image that is formed keeps falling apart during the moment of the Boom. Mit With: Naama Armon, Oded Ehrlich, Elinor Flaxman, Lea Gelfenstein, Oshrat Ingedashet, Harel Morad, Shahar Raz, Yuval Shlomovitch Regie Directed by: Shay Pitowsky Bühne Stage design: Niv Manor Kostüme Costumes: Natasha Tuchman Poliak Musik Music: Alberto Schwartz Choreografie Choreography: Sharon Gal Licht Lighting design: Ziv Voloshin Dramaturgie Dramaturgy: Einat Baranovsky Maya Arad (*1976) studierte Dramaturgie in Amsterdam und war dort für zahlreiche Produktionen tätig, von denen mehrere auf internationalen Festivals zu sehen waren. Auch als Autorin ist die Israelin bereits international hoch gelobt. Für ihr Stück Diamond Stars war sie Preisträgerin beim Festival Odyssee: Heimat in Bremerhaven und gewann 2010 den 1. Preis des Dramatikerwettbewerbs des Internationalen Theaterinstituts / UNESCO. Shay Pitowsky leitet seit einigen Jahren die Young Habima National Theatre Company in Tel Aviv. Darüber hinaus ist er als Regisseur und Autor gefragt und arbeitet als solcher u.a. am arabisch-hebräischen Theater in Jaffa und beim Acco Festival of Alternative Israeli Theatre. Zudem übersetzt und inszeniert er fremdsprachige Stücke u.a. von Friedrich Dürrenmatt und David Hare. Maya Arad (*1976) studied dramaturgy in Amsterdam and worked for numerous productions there; many of them have been shown at international festivals. The author is also already receiving excellent reviews internationally. For her piece Diamond Stars, she was a prizewinner at the Odyssee: Heimat festival in Bremerhaven and won the 1st prize at the drama competition of the International Theater Institute / UNESCO in Shay Pitowsky is Artistic Director of the Young Habima National Theater Company. He was educated at B. Ed, The School For Theatre Arts and Dance and the Kibbutzim College of Education. As demanded director, playwright and translator he stages works by Friedrich Durrenmatt, David Hare and others, and works for the Theater in Jaffa and at the Acco Festival of Alternative Israeli Theatre :00 18: :30 22:10 Saal 18 / 7 Hebräisch mit deutschen & englischen Übertiteln Hebrew with German & English surtitles Einführungen um 16:30 & 20:00 Introductions at 16:30 & 20:00 Podium In englischer Sprache In English 22:15 Ländergespräch Israel 22:15 Talk Israel Saal In englischer Sprache In English Elohim Mehake Batahana 12

8 Festivalproduktion Stuttgart Festivalproduction Stuttgart Schauspiel Stuttgart 5 morgen 5 mornings von by Fritz Kater sie haben gesagt ich soll jetzt nach hause gehen / sie könnten mir nicht mehr helfen /sie haben allen n zettel mitgegeben die weggeschickt wurden / bei mir steht drauf / mit dem tod sagt die natur einem / man soll es langsamer angehen lassen / hilft mir sehr muss ich sagen / hab ich noch nicht so drüber nachgedacht & :00 21:10 Nord 18 / 7 Deutsch mit englischen Übertiteln In German with English surtitles Einführung jeweils um 18:30 Introductions at 18:30 Foyer Nord In deutscher Sprache In German Nachgespräch jeweils im Anschluss Followed by talk In deutscher & englischer Sprache In German & Englisch Bettina Stöß Das Stück spielt in einer Zeit, in der alles schwimmt und verschwimmt: 5 Menschen an 5 Morgen. In einer Stadt wird Katastrophenalarm ausgelöst. Eine Explosion? Atomare Verseuchung? Gefährliche Viren? Gesellschaftsburnout? Niemand weiß etwas Genaues. Ein äußerer Feind ist nicht verantwortlich zu machen. Es ist der Zusammenbruch des Jetzt. Die Überraschung bleibt aus. Die Panik hält sich in Grenzen. Die Medien geben Verhaltensmaßregeln bekannt. In dieser Ausnahmesituation entwickeln fünf Menschen unterschiedliche Strategien und Techniken für Leben und Überleben. Paul, eigentlich IT-Experte, verbarrikadiert sich mit allen verfügbaren Mitteln in seinem Haus und lässt sogar die eigene Frau nicht mehr rein aus Furcht vor Ansteckung. Das Leben und die Ehe von August und Julia, die ohnehin am Ende ist, gerät durch die Katastrophe in eine Art Teilchenbeschleuniger, als deren zusätzlicher Katalysator die Studentin Missy wirkt. Sie alle unternehmen mehr oder weniger mutige, lächerliche, absurde, traurige und am Ende auch untaugliche Versuche, ihr bisschen Leben zu retten. Dabei war das vor der Katastrophe schon verloren, leer, unbrauchbar geworden. Und mancher wagt sogar im Augenblick der Agonie einen Neuanfang. The story takes place in a time when everything swims and blurs. 5 people, 5 matinees. The city is in state of alert. Is it because of an explosion? Or a radioactive contamination? A dangerous virus? The society s burn-out? Nobody knows. It seems that no foreign enemy can be held responsible. In this exceptional situation, five people develop their own survival strategy and technics. In order to survive, they all try whatever they can, their attempts being more or less brave, ridiculous, absurd, sad and inappropriate. Even before the disaster, their lives were already lost, meaningless and useless. These events provide meaning to the life of some protagonists, even though this is only temporary. When dying, some even try a new start. Mit With: Anja Schneider, Andreas Leupold, Hanna Plaß, Holger Stockhaus, Manja Kuhl Regie Directed by: Armin Petras Bühne Stage design: Natascha von Steiger Kostüme Costumes: Patricia Talacko Video Video: Rebecca Riedel Live Kamera Live camera: Tobias Dusche Musik Music: Thomas Kürstner, Sebastian Vogel Choreografische Mitarbeit Choreography: Berit Jentzsch Licht Lighting design: Gregor Roth Dramaturgie Dramaturgy: Carmen Wolfram Fritz Kater ist einer der wichtigsten deutschen Theaterautoren der Gegenwart und erhielt 2003 den Mülheimer Dramatikerpreis und 2004 wurde er in der Kritikerumfrage von Theater heute zum Autor des Jahres gewählt wurde Fritz Kater für sein Gesamtwerk mit dem Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis ausgezeichnet. Armin Petras arbeitet seit 1989 als freier Regisseur u. a. Leipzig, Berlin, München und Hamburg wurde Petras Oberspielleiter am Theater Nordhausen und wechselte 1999 als Schauspieldirektor ans Staatstheater Kassel wurde er Hausregisseur am Schauspiel Frankfurt und ging 2006 als Intendant an das Maxim Gorki Theater Berlin. Seit September 2013 ist er Intendant am Schauspiel Stuttgart. Fritz Kater is one of the most important contemporary German theater authors and received the Mülheimer Dramatikerpreis in In 2003 and 2004, he was selected in Theater heute as Author of the Year in a critics survey. In 2008, Fritz Kater was awarded the Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis for his oeuvre. Armin Petras He has been working as a freelance director in Leipzig, Berlin, Munich and Hamburg, among others, since In 1996, Petras was Superintendent Stage Director at the Theater Nordhausen and moved on to the Staatstheater Kassel to become Director of Theater in He became director in residence at the Schauspiel Frankfurt and in 2006, Intendant at the Maxim Gorki Theater Berlin. Since September 2013, he has been Intendant at the Schauspiel Stuttgart. 15

9 La Comédie de Reims Festivalproduktion Reims Festivalproduction Reims La Baraque The Shack von by Aiat Fayez «- Nous ne faisons pas de politique. - C est pour ça que je me tourne vers vous.» Grand und Petit sind nicht mehr wirklich jung, aber alt sind sie auch nicht. Ohne Job, ohne Zukunft und ohne Hoffnung stürzen sie sich in den Bau einer Bombe. Ihr Ziel: ein Attentat auf eine Schuhfabrik. Doch ihr Vorhaben gerät schnell außer Kontrolle. Schon wenige Tage nach der Explosion steht ein Mann vor ihrer Tür: Er hat alles gesehen und ist begeistert. Bald werden Grand und Petit zu Statthaltern der unterschiedlichsten Ideen: sie gehören keiner bewaffneten Zelle an, sie verfolgen keine Ideologie und müssen sich trotzdem ununterbrochen dagegen wehren, als Politaktivisten missverstanden zu werden Komisch und bitter zugleich erzählt das Stück von zwei Sonderlingen, die das Geschäft mit dem Terror beinahe ungewollt zu Marionetten des Profits werden lässt. Neither young nor old, Grand and Petit - two futureless and hopeless men unintentionally get caught in a staggering process of wealth accumulation. Everything gets out of control when they decide to build a homemade bomb and attack the shoe company, which they hold responsible for the accident that has left Petit with a disfigured face after falling from a window because of his slippery shoes. A few days after the explosion, a man comes and rings at their place: he has seen everything. One after the other, people start showing up at their place to place orders. Grand and Petit try to meet their demands, though they have no ideology and no political awareness of the political meaning of their acts Using an elliptic form, La Baraque displays a succession of rough sketches, in which nothing never gets too serious: a terribly efficient comical mechanism. An acid and ludicrous phantasmagoria, in which a couple of cranks almost unintentionally make a fortune by going into war business. Mit With: Julien Allouf, Florence Janas, Alexandre Pallu, Tom Politano, Samuel Réhault, Julien Storini Regie Directed by: Ludovic Lagarde Bühne Stage design: Antoine Vasseur Kostüme Costumes: Marie La Rocca, Gwendoline Bouget Maske Makeup and hairdressing: Cécile Kretschmar Video Video: Stéphane Bordonaro Ton Sound: David Bichindaritz Licht Lighting design: Sébastien Michaud Dramaturgie Dramaturgy: Marion Stoufflet Regieassistenz Assistant director: Audrey Brooking Ausstattung Interior design: Eric Delpla Maske Makeup: Mityl Brimeur Aiat Fayez (*1979), der zwischen Frankreich und Iran aufwuchs, studierte Philosophie in Paris bevor er Frankreich 2010 aus Protest gegen die rassistische Ausländerpolitik verließ. Nach Aufenthalten in Berlin, Oxford und Erfurt lebt der Theaterautor und Romancier heute in Wien. Ludovic Lagarde brachte seine ersten Inszenierungen an der Comédie de Reims und am Theater Granit de Belfort heraus. Seit Januar 2009 ist er Direktor der Comédie de Reims und entwickelte 2013 Lear is in Town nach Shakespeares König Lear für das 67. Festival in Avignon. Darüber hinaus inszenierte er u. a. am Grand Théâtre du Luxembourg und am Nationaltheater Athen. Aiat Fayez (*1979), who grew up in France and Iran, studied philosophy in Paris before he left France in 2010 to protest its racist policies towards foreigners. After residencies in Berlin, Oxford and Erfurt, the theater author and novelist now lives in Vienna. Ludovic Lagarde presented his first pieces at the Comédie de Reims and Theater Granit de Belfort. Since January 2009, he has been the director of the Comédie de Reims and in 2013 developed Lear is in Town on the basis of Shakespeare s King Lear for the 67th festival in Avignon. In addition, he directed pieces at the Grand Théâtre du Luxembourg and National Theater of Athens, among others :00 18: :30 21:50 Saal 18 / 7 Französisch mit deutschen & englischen Übertiteln French with German & English surtitles Einführungen um 16:30 & 20:00 Introductions at 16:30 & 20:00 Podium In englischer Sprache In English 22:00 Ländergespräch Frankreich 22:00 Talk France Saal In englischer Sprache In English Pascal Gély 16

10 Bladummidumm Bladummidumm Inszenierungen von Gewalt Staging Violence Ein Gespräch mit Reinhold Görling, Professor für Medienwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf An interview with Reinhold Görling, professor for media science at the Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Bernd Isele: Herr Görling, als Medienwissenschaftler sind Sie Spezialist für die Wirkung von Bildern. Was sind Bilder des Terrors und Bilder der Gewalt? Reinhold Görling: Wir atmen, lieben, wir sind offen und verletzbar körperlich und psychisch. Gewalt weiß von dieser Verletzbarkeit, nutzt sie aus. Ich glaube, es gibt keine Bilder des Terrorismus, die nicht auf die Verletzbarkeit des Körpers anspielen und sei es symbolisch, etwa in der Zerstörung eines Bildes, einer Statue, eines Hauses. B I: Und worauf zielen diese Bilder der Verletzbarkeit? R G: Wie fast alle Handlungen hat auch Gewalt eine kommunikative Dimension. Dem anderen, dem Opfer seine Verletzlichkeit zu zeigen, ihn zu ängstigen oder einzuschüchtern, ist Teil der Gewalt, auch dann, wenn der eigentliche Zweck der Gewalt ein anderer ist: etwa Unterwerfung oder Enteignung. Wenn Gewalt terroristisch wird, wird die Traumatisierung des anderen zum eigentlichen Ziel. Das Opfer wird dem Täter zum Mittel der Kommunikation, zum Zeichen, für alle, die sich dem Opfer nahe fühlen, aber auch für die, die sich mit dem Täter identifizieren. B I: Diese kommunikative Dimension terroristischer Gewalt richtet sich an Gruppen oder Gesellschaften. Wie inszeniert sind die Bilder, die auf diese Gesellschaften wirken und wer inszeniert sie? R G: Wir alle inszenieren. Die Täter, die Medien, wir, wenn wir darüber sprechen. Es gibt keinen Krieg der Bilder, aber sicher so etwas wie ein Kampf um die Vormacht von Inszenierungen. Das findet seinen extremen Ausdruck dann, wenn ein und dieselbe Tat von einer Seite als Widerstand und von der anderen als skrupelloser Akt des Terrorismus bezeichnet wird. Beides sind Inszenierungen. B I: Sie haben eben davon gesprochen, dass Terrorismus auf Traumatisierung abzielt. Gibt es so etwas wie die Traumatisierung von Gruppen oder Gesellschaften? Bernd Isele: Herr Görling, as a media scientist, you are a specialist for images effect. What are images of terror and images of violence? Reinhold Görling: We breathe, love we re open and vulnerable physically and psychologically. Violence knows of this vulnerability and exploits it. I believe that there are no images of terrorism that do not play on the body s vulnerability even if it is only symbolic, for example in the destruction of an image, statue or house. B I: And what is the target for these images of vulnerability? R G: Just like most behavior, violence has a communicative dimension. Confronting the other the victim with his vulnerability, to frighten or intimidate him, is a part of the violence, even if the actual purpose of violence is different: either subordination or dispossession. When violence becomes terrorist, the traumatization of the other is the actual goal. The victim becomes a means of communication for the perpetrator, a sign for all who feel close to the victims but also for those who identify with the perpetrators. B I: This communicative dimension of terrorist violence is aimed at groups or societies. How staged are the images that affect these societies? Who stages them? R G: We all stage them. The perpetrators, the media we do it when we talk about it. There is no war of images, but there is certainly something like a battle of dominance among stagings. This is expressed most extremely when one and the same act is termed resistance by one party, while the other calls it an unscrupulous act of terrorism. Both are staged. B I: You just spoke of traumatization. Is there such thing as a traumatization of groups or societies? R G: Trauma heißt ja Wunde. Traumatisierung ist eine nachhaltige Verletzung eines Lebenszusammenhangs, einer Kohärenz: der eines Menschen, der von Gruppen, Gesellschaften, Kulturen. Das bedeutet, dass etwas abgetrennt wird, abgespalten. Wenn wir intensive Angst haben, dann ist das, als ob wir aus der Welt fallen. Da wir nicht vergessen können, was wir erlebt haben, versuchen wir es wegzupacken, abzuspalten. Das kann das Erlebnis selbst sein, das kann aber auch das sein, was als Glück oder Hoffnung da war. Wir vermeiden dann, überhaupt in eine Situation zu kommen, die uns damit in Berührung bringen könnte. B I: Wie äußert sich diese Wunde in einer Gesellschaft? R G: Für Gesellschaften bedeutet das zweierlei. Zum einen: Man sucht Halt in einer vermeintlichen Gemeinschaft, koste es, was es wolle. Wir unterwerfen uns der Überwachung. Wir leben und performen den Terrorismus jedes Mal, wenn wir uns am Flughafen durchsuchen lassen, wenn wir nicht dagegen protestieren, dass unsere s gelesen werden. Kontrolle und Überwachung zersetzen und ersetzen immer mehr die soziale Erfahrung. Und, zweitens, wir vermeiden alles, was uns daran denken lassen würde, dass es anders sein könnte. Die vollständige Utopielosigkeit, in der wir leben, hat hierin ihren Grund. Bloß nichts machen, von dem wir nicht wissen, wie es ausgeht. B I: Wäre das Theater ein Ort für beides? Für soziale Erfahrung und für Utopien? R G: Theater ist, wie jede Kunst, eine Handlung, die das Urteil der anderen sucht: ein Urteil, das nicht schon feststeht, das keinem Gesetzbuch folgt, sondern etwas mit Freiheit zu tun hat, wie schon Kant schrieb. Die griechische Tragödie ist das Modell hierfür: etwas dem Chor darstellen, um dann vom Chor ein Urteil sprechen zu lassen. Der Chor stand für die Polis, die Gemeinde. Im modernen Theater sind es die Zuschauer, welche das, was ihnen vorgestellt wird, die je besondere Situation, die je besondere Geschichte, in einen anderen und vielleicht neuen Zusammenhang stellen. In diesem Sinne ist es für das Theater essentiell, auf aktuelle Geschehnisse zu reagieren im Rückgriff auf alte, genauso wie mit neuen Stoffen. Theater kann zeigen, wie weit Gewalt schon Inszenierung ist, wie weit sie selbst schon Skripten folgt. Und weil Theater, weil Kunst das kann, macht es auch klar, dass es etwas jenseits der Inszenierung gibt etwas, das nicht greifbar ist, ein Mit, das uns anspricht. Jacques Derrida hat einmal gesagt: Wir können nicht nicht zusammenleben. Wenn wir das im Theater spüren, erfahren können, dann hat das Theater alles gemacht, was es kann. Weil wir dann auch wieder frei werden können, darüber nachzudenken, wie wir zusammenleben wollen. R G: Trauma means injury. Traumatization is a sustained injury of a life situation, a coherence: for people, for groups, societies, cultures. This means that something is severed, split off. When we experience intense fear, then it s like falling off the world. Since we can t forget what we have experienced, we try to store it away, split it off. It can be the experience itself, but it can also be what had been happiness or hope. We then avoid coming into a situation that could bring us into contact with it again. B I: How does this injury express itself in a society? R G: It means two things for society. One: you search for a hold in a supposed community, at whatever cost. We submit to surveillance. We live and perform terrorism every time when we allow ourselves to be searched at the airport, when we don t protest that our s are being read. Control and surveillance increasingly dissolve and replace social experience. Two: we avoid everything that would remind us that it could be different. A complete lock of utopia, the situation in which we live, has its foundations here. Let s not do anything if we don t know what will result. B I: Could theater be a location for both? For social experience and utopias? R G: Theater is, like any art, an act that seeks the judgment of others: a judgment that has not yet been determined, that follows no book of rules; instead, it has something to do with freedom, as Kant has written. Here, Greek tragedy is the model: presenting something to the choir, in order to then receive a verdict from them. The choir represented the polis, the community. In modern theater, it is the audience who place what is presented to them the respective special situation, the respective special narrative into a different and possibly new context. In this sense, it is essential for theater to react to current events, in recourse to old pieces, as well as new material. Theater can show to what extent violence is already a staging, and to what extent it is already following scripts. And because theater, because art can do that, also make it clear that there is something beyond the staging something that is not tangible, a togetherness, that speaks to us. Jacques Derrida once said: We can t not live together. If we can feel and experience in the theater, then theater has done everything it can. Because then we can also become free again to think about how we want to live together

11 Vorträge und Gespräche Lectures and talks Kunst und Terror Mit With Boris Groys & Hans D. Christ (Moderation) Boris Groys gilt als wichtiger Theoretiker der Geistes- und Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts. Zur Eröffnung des Festivals spricht er im Schauspiel Stuttgart über das Schicksal der Kunst in Zeiten des Terrors: in welchem Wechselverhältnis stehen Kunst und Terrorismus? Welche Rolle spielen die massenmedialen Maschinerien der Bilderzeugung? Inwieweit illustrieren die Bilder Kriegsereignisse, inwieweit dienen sie einer Strategie der Einschüchterung? Was haben die Bilder des Terrors und des Gegenterrors mit zeitgenössischer Kunstproduktion gemein, und was unterscheidet sie voneinander? Zu diesen und anderen Fragen wird Boris Groys in einem Vortrag Stellung beziehen. Das anschließende Gespräch moderiert Hans D. Christ, Leiter des Württembergischen Kunstvereins Stuttgart. Art and Terror Boris Groys is considered to be an important theoretician of 20th century intellectual and art history. At the Schauspiel Stuttgart s festival opening, he will speak about the fate of art in the age of terror. What is the inter-relationship between art and terrorism? What role do mass media machines of image production play? To what extent do the images illustrate events of war; to what extent do they serve a strategy of intimidation? What do the images of terror and anti-terror have in common with contemporary art production, and what differentiates the two? Boris Groys will take a stand on these and other questions during his lecture. The talk after the lecture will be presented by Hans D. Christ, the director of the Württembergischer Kunstverein Stuttgart. Eröffnungsvortrag Opening lecture Boris Groys, geboren 1947, studierte an der Universität Leningrad und war danach am Institut für strukturale und angewandte Linguistik in Moskau als Wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig verließ Boris Groys die UdSSR und zog in die BRD, wo er verschiedene wissenschaftliche Stipendien erhielt. Er arbeitete als freier Autor in Köln und hatte Gastprofessuren inne an der University of Pennsylvania in Philadelphia und an der University of Southern California in Los Angeles promovierte er an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Seit 1994 ist Boris Groys Professor für Kunstwissenschaft, Philosophie und Medientheorie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe und wirkt seit 2005 als Global Distinguished Professor an der Faculty of Arts and Science der New York University, New York. Hans D. Christ studierte Kunst- und Literaturwissenschaft, gründete 1996 mit Iris Dressler den hartware medien kunstverein in Dortmund und kuratierte und leitete seitdem eine Vielzahl nationaler und internationaler Ausstellungen, Workshops, Filmprogramme und Forschungsprojekte. Seit 2005 ist er gemeinsam mit Iris Dressler Direktor des Württembergischen Kunstvereins Stuttgart. Boris Groys, born in 1947, studied at the University of Leningrad and then worked as a researcher at the Institute for Structural and Applied Linguistics in Moscow. In 1981, Boris Groys left the USSR and moved to the FRG, where he received various scientific grants. He worked as a freelance author in Cologne and had guest professorships at the University of Pennsylvania in Philadelphia and the University of Southern California in Los Angeles. In 1992, he attained his doctorate at the Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Since 1994, Boris Groys has been a professor for art history, philosophy and media theory at the Staatliche Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe and has been a Global Distinguished Professor at the Faculty of Arts and Science of New York University, New York. Hans D. Christ studied art history and literature, founded hartware medien kunstverein in Dortmund with Iris Dressler in 1996 and curated and directed numerous national and international exhibitions, workshops, film programs and research projects. Since 2005, he has been the director of the Württembergischer Kunstverein Stuttgart together with Iris Dressler :00 19:30 Saal 5 21

12 Gespräch Talk Gespräch Talk Terror und Theater Mit With Reinhold Görling & Nikolaus Müller-Schöll Das zweite Gespräch unserer Reihe umkreist den Kern des Festivals: das Verhältnis von Terror und Theater. Ist Terrorismus nicht seinem Wesen nach eine Form der Gewalt, die auf einen theatralen Effekt abzielt auf einen Effekt, der Einschüchterung und Traumatisierung zum Ziel hat und ein Machtgefühl produziert? Und wenn ja: was kann Theater ausrichten gegen diese Form des Theaters? Prof. Nikolaus Müller-Schöll lehrt und erforscht an der Universität Frankfurt / Main Das Theater als Arbeit am Bösen. Sein Diskussionspartner ist Prof. Reinhold Görling, der sich als Medienwissenschaftler an der Universität Düsseldorf mit den Themen Bildlichkeit und Gewalt befasst. Zwei Kurzvorträge mit anschließendem Gespräch. Terror and Theater The second talk in our series focuses on the festival s core: the relationship between terror and theater. Isn t terrorism in essence a form of violence that seeks to have a theatrical effect an effect with the objective of intimidating, traumatizing and producing a feeling of power? And if so, what can theater as such do against this specific form of theater? Prof. Nikolaus Müller-Schöll teaches and researches at the Universität Frankfurt / Main on Theater as work on evil. His partner in the discussion is Prof. Reinhold Görling, a media scientist at the Universität Düsseldorf who researches on the subject of imagery and violence. Two short lectures with a discussion. Reinhold Görling lehrt und forscht als Professor für Medienwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Davor lehrte er allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaft an der Leibniz Universität Hannover und hatte Gastprofessuren an der University of California in Irvine und an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck inne. Seine aktuelle Forschung bewegt sich im Zwischenraum zwischen Medienphilosophie, Psychoanalyse und Filmtheorie erschien sein Buch Szenen der Gewalt. Folter und Film von Rossellini bis Bigelow. Nikolaus Müller-Schöll ist gebürtiger Stuttgarter und seit Oktober 2011 Professor für Theaterwissenschaft am Institut für Theater-, Filmund Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt / Main. Zuvor war er Professor für Theaterforschung an der Universität Hamburg. Er studierte in Avignon, Hamburg und Baltimore. Während und nach dem Studium arbeitete er als freier Dramaturg, Wissenschaftsjournalist, Übersetzer und Kritiker. Er kuratierte zahlreiche Konferenzen und Workshops und konzipierte und leitete im Jahr 2010 die Internationale Sommerakademie Performing Politics in Hamburg. Reinhold Görling teaches and researches as a professor for media science at the Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Previously, he taught general and comparative literature at the Leibniz Universität Hannover and was a guest professor at the University of California in Irvine and the Leopold-Franzens Universität Innsbruck. His current research encompasses media philosophy, psychoanalysis and film theory. His book Szenen der Gewalt. Folter und Film von Rossellini bis Bigelow was published in Nikolaus Müller-Schöll has been a professor for theater science at the Institute for Theater, Film and Media Science of the Goethe-Universität Frankfurt/Main since October Previously, he had been a professor for theater research at the Universität Hamburg. He studied in Avignon, Hamburg und Baltimore. During and after his studies, he worked as a freelance dramaturge, scientific journalist, translator and critic. He curated numerous conferences and workshops, and conceived and directed the International Summer Academy Performing Politics in Hamburg in Freiheit und Sicherheit Mit With Günther Beckstein, Wolfgang Nešković, Cuma Ülger & Jörg Armbruster (Moderation moderation) Vorratsdatenspeicherung, Übermittlung von Flugpassagier-Daten, Ganzkörper-Scanner, Online-Durchsuchung: Die Innere Sicherheit gehört zu den umstrittensten Felder deutscher Politik. Die Reaktionen auf terroristische Bedrohungsszenarien, seien sie konkret oder abstrakt, sind vielfältig auf nationaler, erst recht allerdings auf internationaler Ebene. Aber wie stark darf individuelle Freiheit eingeschränkt werden, um Sicherheit zu gewährleisten? Was muss der Staat über seine Bürger wissen? Welche Maßnahmen sind verhältnismäßig, welche überzogen? Wie lässt sich die Herrschaft des Rechts nach außen behaupten, wenn man ihr im eigenen Land keine Geltung verschafft? Und wie erfolgreich agiert der internationale Terror, wenn er Kriege, Folter und Spionage zu einem Mittel westlicher Sicherheitspolitik werden lässt? Das Gespräch am Samstagnachmittag widmet sich moderiert vom Journalisten und ehemaligen Nahost-Korrespondenten Jörg Armbruster den gesellschaftspolitischen Auswirkungen, die die Angst vor terroristischen Attacken im Hier und Heute zeitigt. Wolfgang Nešković, ehemaliger Richter am Bundesgerichtshof und Herausgeber des CIA-Folterreports, befasste sich als Mitglied des Bundestags in mehreren Kontrollgremien und Untersuchungsausschüssen mit den Aktivitäten deutscher Geheimdienste und mit deren Verwicklungen in die US-Politik. Er diskutiert mit Dr. Günther Beckstein, der in seiner Amtszeit als Innenminister und als Ministerpräsident von Bayern für eine restriktive Terrorismusabwehr und Maßnahmen gegen sogenannte Topgefährder eintrat. Auf dem Podium sitzt außerdem Cuma Ülger, der sich im Violence Prevention Network Frankfurt / Main um die Deradikalisierung ehemaliger Syrien- und Isiskämpfer kümmert. Freedom and Security Data retention and storage, transfer of flight passenger information, full-body scanners, online searches: domestic security belongs to the most controversial fields of German politics. The reactions to terrorist threat scenarios, whether concrete or abstract, are diverse on a national, but above all on an international level. To what extent can individual freedoms be limited in order to guarantee security? What does the state need to know about its citizens? Which measures are commensurate, which exaggerated? How can the rule of law be propagated on the outside when it is not enforced in one s own country? And how successful is international terror when it causes war, torture and spying to become a means of western security policies? The Saturday afternoon talk moderated by the journalist and former Near East correspondent Jörg Armbruster is devoted to the political effects for society that the fear of terrorist attacks brings about in the here and now. Wolfgang Nešković, former judge of the German Federal Supreme Court and publisher of the CIA torture report, delved into German intelligence services activities and their entanglements in US politics as a member of the Bundestag in various control committees and investigation boards. He will speak with Dr. Günther Beckstein, who during his tenure as interior minister and minister president of Bavaria advocated restrictive anti-terrorist strategies and measures against so-called high security threats. Cuma Ülger will also be on the podium; he works on de-radicalizing combatants from Syria and the ISIS at the Violence Prevention Network in Frankfurt / Main :00 19:15 Saal :00 16:15 Saal

13 Gespräche Talks Gespräch Talk Politik und Theater Schreiben über Terror Kampf der Werte Mit With Ludovic Lagarde, Armin Petras, Ilan Ronen, Gorcin Stojanovic, Hanne Tømta Das Theaterfestival TERRORisms bündelt künstlerische Ergebnisse, die über die Dauer von zwei Jahren im internationalen Austausch entstanden sind: fünf länderspezifische Blickwinkel auf das Festivalthema, formuliert aus fünf differierenden Theatertraditionen. Über die Gesamtzeit des Projekts standen die Theater aus Oslo, Reims, Tel Aviv, Belgrad und Stuttgart in beständigem Austausch. Die Kontroversen, die das Themenfeld Terrorismus mit sich bringt, durchzogen auch diese Gespräche. Zum Abschluss des Gemeinschaftsprojekts ziehen die Initiatoren ein gemeinsames Fazit. Was kann und soll Theater aus- und anrichten im Feld des aktuellen politischen Diskurs? Wie politisch muss und darf Theater sein in den jeweiligen Heimatländern? Diese und ähnliche Fragen diskutieren die Theaterleiter der am Projekt beteiligten Häuser. Politics and Theater The TERRORisms theater festival brings together artistic results that were produced in the course of two years of international exchange: five specific perspectives from five countries, formulated in the context of five different theater traditions. The theaters in Oslo, Reims, Tel Aviv, Belgrade and Stuttgart were in constant communication during the entirety of the project. The controversies that are associated with terrorism as a subject were also present in this exchange. At the end of this project, the initiators came to a common conclusion. What can and should theater explain and do in the field of current political discourse? How political must and can theater be in the respective homelands? The directors of the participating theaters will discuss these and similar questions :00 20:00 Saal Eintritt frei Free admission In englischer Sprache In English Mit With Maya Arad, Aiat Fayez, Milena Marković & Jonas Corell Petersen TERRORisms ist ein Festival der Uraufführungen. Alle Texte entstanden als Stückaufträge der beteiligten Theater. Aber wie schreibt man über Terrorismus? Wie in Serbien, wie in Frankreich, wie in Israel und Norwegen? Welche Erfahrungen haben den Schreibprozess geprägt? Wie sehr hat sich die Welt seit der Entstehung der Texte verändert? Und wie schwer ist es, über ein Thema zu schreiben, bei dem die Wirklichkeit einen beständig überholt? Ein Gespräch mit den Autorinnen und Autoren aus Oslo, Belgrad, Tel Aviv und Reims. Writing about Terror TERRORisms is a festival of world premieres. All texts were commissioned by the involved theaters. But how does one write about terrorism? In Serbia, in France, in Israel and Norway? What experiences influenced the process of writing? How much has the world changed since the texts were created? And how difficult is it to write about a subject in which reality is constantly overtaking fiction? A discussion with the authors from Oslo, Belgrade, Tel Aviv and Reims :00 20:00 Saal Eintritt frei Free admission In englischer Sprache In English Diskussion im Rahmen der Gesprächsreihe Theater Wirklichkeit Mit With Sherko Fatah, Julian Nida-Rümelin, Stefan Kister & Rainer Pörtner (Moderation moderation) Die Werte des Westens werden vielfältig herausgefordert: durch Terror, durch ökonomisch aufstrebende, autoritär geführte Mächte. Ist es also schlecht bestellt um Werte wie die Menschenrechte, repräsentative Demokratie, die Trennung von Staat und Religion. Haben Humanismus und Aufklärung heute ihre Anziehungskraft verloren? Gibt es den vielfach beschworenen Kampf der Kulturen, der auch ein weltweites Ringen um die tragenden Wertvorstellungen ist? Was ist zu tun, um Toleranz und Liberalität zum Durchbruch zu verhelfen? Darüber diskutieren der aktuelle Chamisso-Preisträger Sherko Fatah und der Philosoph Julian Nida-Rümelin. Clash of Values Western values are challenged in a multitude of ways: by terror, by economically emergent, authoritarian powers. Values such as human rights, representative democracy or the separation between the state and religion are in a sorry condition. What attraction do humanism and enlightenment still have today? Is the often-cited clash of civilizations, which is also a worldwide battle for the dominance of certain values, actually taking place? What needs to be done in order to promote tolerance and liberality s breakthrough? The current Chaminsso prize winner, Sherko Fatah, and the philosopher Julian Nida-Rümelin will discuss these issues :00 12:30 Saal 5 In Zusammenarbeit mit der Robert Bosch Stiftung und der Stuttgarter Zeitung In cooperation with Robert Bosch Stiftung, Stuttgarter Zeitung Professor Julian Nida-Rümelin gehört zu den renommiertesten Philosophen in Deutschland. Er lehrt Philosophie und politische Theorie an der Universität München. Nida-Rümelin ist Autor zahlreicher Bücher und Artikel sowie gefragter Kommentator zu ethischen, politischen und zeitgenössischen Themen. Für fünf Jahre ( ) wechselte der Wissenschaftler in die Kulturpolitik, zunächst als Kulturreferent der Landeshauptstadt München und dann als Kulturstaatsminister im ersten Kabinett von Kanzler Gerhard Schröder. Sherko Fatah hat in seinem Roman Der letzte Ort, im Jahr 2014 erschienen, den Schrecken literarisch vorweggenommen, den der Islamische Staat inzwischen mit seinen Gräueltaten, seiner Bilderstürmerei und seinem ideologisch-politischen Machtanspruch verbreitet. Fatah begleitet in seinen Büchern kritisch die Turbulenzen zwischen dem Westen und dem Islam und dies vor einem biografischen Hintergrund, der beide Welten umspannt: Als Sohn eines irakischen Kurden und einer Mutter aus Masuren wurde er 1964 in Berlin, wo er auch heute lebt, geboren. Bereits mit fünf Jahren reiste er mit dem Vater, wie später immer wieder, in den Irak. Im März diesen Jahres wurde Fatah der Adelbert-von-Chamisso-Preis der Robert Bosch Stiftung verliehen. Professor Julian Nida-Rümelin belongs to the most renowned philosophers in Germany. He taught philosophy and political theory at the Universität München. Nida-Rümelin is an author of numerous books and articles as well as a popular commentator on ethical, political and contemporary issues. For five years ( ), the researcher moved into cultural politics, at first as a Cultural Advisor of the capital of Munich and then Cultural State Minister in the Chancellor Gerhard Schröder s first cabinet. He was the head of the SPD s Basic Values Commission. Sherko Fatah, in his novel Der letzte Ort (published in 2014), anticipated the horror that the Islamic State is spreading with its atrocities, iconoclasm and its ideological/political claim to power. In his books, Fatah critically accompanied the turbulences between the West and Islam on the basis of a biographical context that encompasses both worlds: in 1964 he was born in Berlin, where he still lives, as the son of an Iraqi Kurd and a mother from Masuria. Already at the age of five, he travelled with his father to Iraq, and did so repeatedly afterwards. In March of this year, Fatah was awarded the Adelbert-von-Chamisso Prize

14 When I look out the window I see rain through the blinds. I am listening to the news of IS taking control of the ancient desert city of Palmyra. The deserted city will possibly be destroyed once again. When I visited Palmyra some years ago I was the only tourist there. I spent a long day in the sun walking about the vast ruins, of what once was a magnificient city linking Persia, India, China and Rome. I was looking for shade when I heard Bollywood music. By the east gate of the Great Colonade, an Indian film crew had appeared out of nowhere, shooting a woman in transparent red clothes who was dancing and miming to loud music from bad speakers. Jonas Corell Petersen, Oslo When I look out of my window I do not see terrorism. I see a tree, a road, a house. For I am not a spectator in the performance of terrorism. I am a part of it. God Waits at the Station aspires to create that picture which has no spectators; a picture in which we are all taking part. Maya Arad, Tel Aviv When I think about the play I directed, certain questions come to my mind: if there is such a thing as state terrorism, when one state is occupied by the other, is terrorism then an individual answer that comes from anger and sadness? What is a possible answer of an individual to it s underprivileged position, to supression? Is it rebellion or is it just murder? If I knew the right answers, I would not have directed this play. Iva Milošević, Belgrad Notizen Mai 2015 Notes May 2015 I'm sitting in a bus now, on my way to rehearsals and I'm thinking about the Terrorisms project, and what if right now I explode into a thousand pieces What will happen with this project which is called Me? Who will take over? Missiles are falling right now, alarms are heard in Tel Aviv, my children are in the kinder garden without a sheltered space and I m in Habima sheltered basement rehearsing a play about a suicide bomber Um Gottes Wiellen Did you hear that? Was it a BOOM, was it a Boom? Is it the Text? No, its not a text its for real. Shay Pitowsky, Tel Aviv «Quand je regarde par la fenêtre je ne vois rien. Car le brouillard est trop épais. Phénomène naturel? A causes des particules de pollution en suspension dans l'air? Des fumées d'explosions? En tout cas pas moyens de voir l'horizon.» Ludovic Lagarde, Reims Ich probiere im Moment im rumänischen Sibiu. Nathan der Weise von Lessing. Das Bühnenbild von Nathan eine von einer Explosion zerstörte Hotellobby: die Lobby hat bodentiefe Fenster; verbrannte Möbel, verkohlte Wände, Menschen mit Verletzungen. Armin Petras, Stuttgart

15 Repertoire und Ensembleprojekte Repertoire and Ensembleprojects Das schweigende Mädchen von by Elfriede Jelinek Eine Koproduktion mit der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart A coproduction with Staatliche Hochschule für Musik and Darstellende Kunst Stuttgart Seit Mai 2013 läuft der Prozess, in dem die Mordserie des rechtsextremen NSU-Terrortrios aufgeklärt werden soll. Seit Beginn schweigt die Hauptangeklagte Beate Zschäpe. Elfriede Jelinek schreibt über das schweigende Mädchen, sie montiert Prozessprotokolle und Bibelstellen, der laufende NSU-Prozess ist zugleich das Jüngste Gericht. Die Geschichte der Zwickauer Zelle wird zur Antithese der biblischen Heilsgeschichte. Eine Theaterproduktion mit Studierenden des 3. Schauspiel-Jahrgangs der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. The Silent Girl The trial to shed light on the murder series by the extreme right-wing NSU terror trio has been going on since May The main defendant, Beate Zschäpe, has been silent from the beginning. Elfriede Jelinek writes about the silent girl ; she creates a montage of trial protocols and bible quotes the current NSU trial is simultaneously the Last Judgment. The Zwickauer Zelle s history is the antithesis of the biblical history of salvation. This is a theater production with third-year acting students from the Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart Mit With Frederik Bott*, Jessica Cuna*, Alexey Ekimov*, Lucie Emons*, Laura Locher*, Rudy Orlovius*, Susanne Schieffer*, Philipp Sommer* Regie Directed by: Alia Luque Bühne Stage design: Christopher Rufer Kostüme Costumes: Ellen Hofmann Dramaturgie Dramaturgy: Carmen Wolfram * Studierende der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart :00 21:30 Nord 18 / 7 Einführung 19:30 Introduction at 19:30 Ferhat Ayne Repertoire Repertoire Stuttgart Portraits & Plants Fotoausstellung von by Ferhat Ayne Ferhat Ayne, 1982 in Sarikaya (TR) geboren, studiert seit 2013 künstlerische Fotografie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste (SABK) in Stuttgart. Mit seiner zur Produktion Das schweigende Mädchen entstandenen Ausstellung Portraits & Plants thematisiert er das Fremdsein in unnatürlicher Umgebung. Das Schauspiel Stuttgart kooperiert seit der Spielzeit 2014 / 2015 mit der neuen Klasse für Fotografie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart unter der Leitung von Prof. Ricarda Roggan. Ferhat Ayne, born in 1982 in Sarikaya (Turky), studies photography at the Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart since With his exhibition Portraits & Plants, created in the context of the theater production The Silent Girl, he deals with the theme of being a stranger in a unnatural environment. The Schauspiel Stuttgart started the cooperation with Prof. Ricarda Roggan s new class of photography at the Akademie in the season 2014 / Nord Foyer, vor und nach den Vorstellungen Before and after the performances Eintritt frei Free admission In Zusammenarbeit mit der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart In coorporation with Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart 29

16 Repertoire Repertoire Stuttgart Repertoire Repertoire Stuttgart Die Reise frei nach dem Roman von based on the novel by Bernward Vesper Interessant finde ich, was für ein kaputter Typ aus der sogenannten heilen Welt meiner Jugend herausgekommen ist schreibt Bernward Vesper. Der ehemalige Tübinger Student, langjährige Lebensgefährte Gudrun Ensslins und Sohn des Nazi-Dichters Will Vesper schaut in diesem Romanfragment auf seine eigene in den Brunnen gefallene Kindheit. Seine Reise endet als one way trip in der Psychiatrie und schließlich im Selbstmord. Vesper verbrennt auf der Spurensuche seiner eigenen Lebensgeschichte. Nach seinem Tod 1971 dauert es sechs Jahre, bis Vespers Text schließlich verlegt wird fällt das Erscheinungsdatum dann als sei dieser Zusammenhang beabsichtigt gewesen auf den Deutschen Herbst. The Journey I find it interesting to see what kind of broken man emerged from the so-called ideal world of my youth, writes Bernward Vesper. In this novel fragment, the former student in Tübingen, Gudrun Ensslin s long-term partner and son of the Nazi poet Will Vesper examines his own childhood that tumbled into the well. His journey ends as a one way trip to the psychiatric ward and then suicide. Vesper burns up in the search for traces of his own biography. After his death in 1971, it took six years for Vesper s text to be finally published. The date of its publication, 1977, is in the midst of the German Autumn as though this association had been intended. Mord von by Hanoch Levin Da gibt es kein Warum, das verstehst du doch. Der Mord von israelischen Grenzsoldaten an einem palästinensischen Jungen setzt eine Spirale der Rache und Gewalt frei. Der Vater kann nur noch die geschändete Leiche seines Sohnes betrauern. Ein Bote verkündet zwar Frieden, doch er kommt wenige Minuten zu spät. Ohnehin scheint dieser Frieden nur ein Übergang zum nächsten Krieg zu sein. Der Krieg ist kein Ausnahmezustand mehr in dieser Gesellschaft. Im Gegenteil: Hanoch Levin, einer der wichtigsten Theatermacher Israels, schrieb über Menschen, die aufgehört haben, nach dem Warum zu fragen. Die Gewalt hat sich so tief in die Gesellschaft hineingefressen, dass kein normales Leben mehr möglich ist. Krieg wird zur perfiden Form des Alltags. Murder There is no why, you have to understand that. The murder of a Palestinian adolescent by Israeli border soldiers initiates a spiral of revenge and violence. The father is left to grieve over his son s desecrated body. A messenger announces the dawn of peace, but he arrives minutes too late. In any case, this peace only seems to be a transition to the next war. War is no longer a state of emergency in this society. On the contrary: Hanoch Levin, one of Israel s most important theater professionals, wrote about people who have stopped asking why. Violence has bored itself so deeply into society that normal life is no longer possible. War has become a perfidious form of daily life. Autostück. Belgrader Hund von by Anne Habermehl Theater auf Rädern. Die Stadt als Bühne. Ein Auto fährt mit Ihnen auf der Rückbank durch das abendliche Stuttgart. Vorne zwei Schauspieler. Das Radio läuft. Ein winziges, intensives, intimes Kammerspiel entspinnt sich. Wenige Zentimeter vor Ihren Augen, Ohren und Nasen. Während draußen die abendliche Stadt vorüberzieht wie ein Film. Die Grenzen zwischen Realität und Spiel, Drinnen und Draußen, zwischen Schauspielern, Statisten und Zuschauern verschwimmen. Eine Expedition zu den Rändern des Theaters. Das Auto als kleinstmöglicher Zuschauerraum, Stuttgart als Bühnenbild. Ein Stück über Heimat und Heimatlosigkeit in dieser Stadt. Car Piece. Belgrade Dog Theater on wheels. The city as a stage. A car drives through Stuttgart in the evening with you on the back seat. Two actors sit in the front. The radio is on. A tiny, intense and intimate chamber piece develops just a few centimeters in front of your eyes, ears and noses. Meanwhile, the evening city passes by like a film. The borders between reality and fiction, interior and exterior, between actors, extras and the audience become blurred. An expedition to the edges of theater. An automobile as the smallest possible auditorium; Stuttgart as a stage set. A piece about being at home and being homeless in this city. Furcht und Ekel Das Privatleben glücklicher Leute. Szenen aus Deutschland von by Dirk Laucke Eingeladen zu den 40. Mülheimer Theatertagen 2015 Dirk Laucke hat für dieses Auftragswerk des Schauspiel Stuttgart ausführlich dokumentarisches Material recherchiert, gesammelt und zu eindringlichen Szenen verdichtet, die die geistige Verfasstheit von Menschen in Deutschland beleuchten. Entstanden ist: eine Studie über die erstaunliche Kontinuität rechten Denkens in deutschen Köpfen, die gleichzeitig eine Bestandsaufnahme gesellschaftlicher Verwerfungen ermöglicht und dabei einen genauen Blick auf die Gegenwart richtet. Fear and Revulsion. The private lives of happy people. Scenes from Germany For this commissioned work for the Schauspiel Stuttgart, Dirk Laucke researched extensively in documentary material, selected elements and reworked them into vivid scenes that shed light on German people s attitudes. The result: a study that reveals a surprising continuity of right-wing thought in German minds. It simultaneously allows for a review of social fault lines while directing a precise gaze onto the present state of affairs. Conny Mirbach Conny Mirbach Conny Mirbach Conny Mirbach Mit With: Manolo Bertling, Svenja Liesau, Peter René Lüdicke, Christian Schneeweiß, Paul Schröder; Friederike Bernhardt Regie Directed by: Martin Laberenz Bühne Stage design: Volker Hintermeier Kostüme Costumes: Aino Laberenz Musik Music: Friederike Bernhardt Dramaturgie Dramaturgy: Katrin Spira Mit With: Boris Burgstaller, Sebastian Klein, Katharina Knap, Berit Jentzsch, Florian Rummel, Nathalie Thiede, Michael Stiller Regie Directed by: Woitek Klemm Bühne Stage design: Magdalena Gut Kostüme Costumes: Julia Kornacka Musik Music: Micha Kaplan Choreografie Choreographie: Efrat Stempler Dramaturgie Dramaturgy: Verena Elisabet Eitel Mit With: Caroline Junghanns, Matti Krause / Marietta Meguid, Sebastian Röhrle Regie Directed by: Stefan Pucher Co-Regie Co-Directed by: Tom Stromberg Kostüme Costumes: Anna Franziska Huber Sound Design Sound Design: DJ Koze Dramaturgie Dramaturgy: Jan Hein Mit With: Caroline Junghanns, Robert Kuchenbuch, Rahel Ohm, Hanna Plaß, Florian Rummel, Michael Stiller Regie Directed by: Jan Gehler Bühne Stage design: Sami Bill Kostüme Costumes: Katja Strohschneider Dramaturgie Dramaturgy: Carmen Wolfram :00 22:10 Nord 18 / 7 Einführung 19:30 Introduction at 19: :00 21:40 Nord 18 / 7 Einführung 19:30 Introduction at 19: , , & :00 23:15 Abfahrt Departure at Schauspielhaus 12 / :00 21:20 Nord 18 / 7 Einführung 19:30 Introduction at 19:

17 Ensembleprojekte Ensembleprojects Ensembleprojekte Ensembleprojects [T] Eine Installation Installation von by Marlene Beer & Manja Kuhl Sackgasse. Reizüberflutung. ERROR. 5 Tage / 5 Versuche / 5 Sinne / 5 Kontinente / 5 Elemente / 5 Weltreligionen. ICH. KÖRPER. LEIB. SEELE. GEIST. Das Subjekt eingeschlossen, abgeschlossen, zurückgezogen in sich selbst. Überfordert von der Flut der Informationen, Ereignissen, Perspektiven T die Schwingungsdauer zwischen nicht konstanten, aber sich regelmäßig wiederholenden Versuchen. Ein Kubus vor dem Schauspielhaus, ein Labor, eine Zelle, eine Dauerinstallation, ein Ort des Geschehens. [ T ] Dead end. Sensory overload. ERROR. 5 days / 5 attempts / 5 senses / 5 continents / 5 elements / 5 world religions. I. BODY. FLESH. SOUL. SPIRIT. The subject imprisoned, locked up and withdrawn in itself. Swamped by the flood of information, events, perspectives T the frequency between inconsistent but regularly repeating experiments. A cube in front of the Schauspielhaus, a laboratory, a cell, a permanent installation, a venue. Eine Dauerinstallation in fünf Akten A permanent installation in five acts Am Boden von by George Brant Deutsch von Henning Bochert Eine szenische Lesung Scenic reading Am Boden erzählt die Geschichte einer F-16-Kampfpilotin, deren ungewollte Schwangerschaft ihre Karriere in der Luft beendet. Sie fliegt ab jetzt von einem klimatisierten Anhänger aus: mitten in der Wüste in der Nähe von Las Vegas lenkt sie ferngesteuerte Drohnen in Afghanistan. Die Pilotin kämpft sich durch surreale 12-Stunden-Schichten weitab vom Schlachtfeld, jagt tagsüber Terroristen und ist abends Frau und Mutter bis sich ihre beiden Realitäten zunehmend überkreuzen: Eine Tour de force für eine Schauspielerin, während des Festivals einmalig zu erleben als szenische Lesung von und mit Astrid Meyerfeldt. Grounded tells the story of an F-16 fighter pilot whose unwanted pregnancy ends her career in the sky. As of now, she flies from an air-conditioned trailer. In the middle of the desert, close to Las Vegas, she steers remote-controlled drones in Afghanistan. The pilot fights through surreal 12- hour shifts far away from the battlefields, chases terrorists during the day and is a wife and mother in the evening. Until her two realities begin to cross. This is a tour de force for an actress; it can be experienced one time only during the festival as a staged reading by Astrid Meyerfeldt. Mit With: Astrid Meyerfeldt Szenische Einrichtung Scenic composition: Astrid Meyerfeldt Videoschnitt Video editing: Niko Eleftheriadis TäglicheTerror- Rundschau ein Theaterprojekt von a theater project by Peter Britz Glücklicherweise kennen viele in Deutschland Terrorismus nur aus der medialen Vermittlung. In vielen Ländern allerdings herrscht öffentliche Sprachlosigkeit gegenüber dem Terror, vor allem da, wo er sich in staatliche Legitimität kleidet. Ihn dennoch als systematisch angewandte irreguläre Gewalt zu demaskieren, versuchen mutige Journalisten in ihren Veröffentlichungen. Einige von ihnen bezahlen den Versuch dieser objektiven Berichterstattung über die Exekution solcher Gewaltmaßnahmen mit ihrem Leben. Beispiele dafür gibt es zahlreiche. Das Theaterprojekt setzt sich auf dieser Ebene mit dem Phänomen des Terrorismus auseinander und geht der Frage nach, wie politisch damit umgegangen wird und wie mit denen, die versuchen, darüber zu berichten. DailyTerrorReview Fortunately, many in Germany only know terrorism from the media. With their articles, brave journalists try to break the public silence towards a terror that is a systematically implemented irregular power, even when if it is clothed in the veils of state legitimacy. The piece addresses this level of terrorism as a phenomenon and explores how this phenomenon and those people who try to report on it is dealt with in the media. Mit With: Gabriele Hintermaier Regie Directed by: Peter Britz Bühne Stage design: Julian Marbach Kostüme Costumes: Cinzia Fossati Wir sind nicht das Ende von by Carsten Brandau Drei Jahre lang war sie mit Ziad Jarrah verheiratet. Ziad war ihre große Liebe. Bis er am 11. September 2001 in den USA ein Passagierflugzeug entführt und es in Pennsylvania auf einen Acker abstürzen lässt. Nie war ihr an Ziad etwas aufgefallen. Nichts, was auf diesen 11. September hätte hinweisen können Carsten Brandau hebt in diesem Duell für zwei Schauspieler von dokumentarischem Material ab in eine Liebesgeschichte: in den Krieg der Beziehung Wer bist Du, mein Liebster? Greifswald, Bochum, Hamburger Zelle, New York, Stuttgart: Ecke Wolfram- / Heilbronner Straße steig ich aus We are Not the End She was married to Ziad Jarrah for three years. Ziad was her great love until he hijacked a passenger plane in the USA on September 11th 2001 and it crashed into a field in Pennsylvania. Ziad never noticed anything. There was nothing that could have indicated what was about to happen on September 11th In this duel for two actors, Carsten Brandau shifts the focus from documentary material to a love story: in the war of relationships Who are you, my love? Greifswald, Bochum, Hamburger Zelle, New York, Stuttgart: I will get out at the corner Wolfram- / Heilbronner Straße Mit With: Birgit Unterweger, Günther Harder Regie Directed by: Manuel Harder Ton Sound: Raphael Tschernuth 24., 25., :00 27., :00 Cube Mehrsprachig Multilingual :00 21:00 Saal 12 / :00 22: :30 23: :00 16:00 Kleiner Malsaal :00 23: :30 23:00 Probebühne

18 Ensembleprojekte Ensembleprojects Die vier letzten Dinge Eine Stückentwicklung von Play development by Silinee Damsa-Ard & Philip Roscher Er kann die Leidenschaft nicht verstehen mit der manche Leute bereit sind ihre Ansichten zu verteidigen. Vielleicht, weil er selbst zu keiner größeren Leidenschaft mehr fähig ist, übt diese Kompromisslosigkeit eine solche Faszination auf ihn aus. Er begibt sich auf die Suche nach den Gründen ihrer Radikalität und nach einer Antwort auf die Frage, ob eine westlich geprägte Moral dieser religiösen Leidenschaft überhaupt etwas entgegenzusetzen hat. Dabei kommt er zu einem Schluss, der in seiner Konsequenz noch weiter geht... The Four Last Things He doesn t understand the passion with which some people are willing to defend their opinions. Maybe because he is no longer capable of the passion that is required for this uncompromising attitude to actually fascinate him. He begins searching for the reasons for this radicalism and asks whether a western-influenced morality can counter this religious passion. He reaches a conclusion that has greater consequences Mit With: Rudy Orlovius *, Laura Locher * Text & Regie Text & Directed by: Silinee Damsa-Ard, Philip Roscher Bühne Stage design: Miodrag Nerandzic Kostüme Costumes: Miriam Siman Musik Music: Philip Roscher Video & Licht Video & Lighting design: Philipp Kaiser, Dominik Schatz * Studierende der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart? Die Schlange im Ornament The snake in the ornament Ein Gespräch mit Hans D. Christ, Direktor des Württembergischen Kunstvereins Stuttgart A conversation with Hans D. Christ, director of the Württembergischer Kunstverein Stuttgart Pfingstsonntag. Terrasse des Kunstvereins. An der Außenwand eine Skulptur des Münchner Künstlers Olaf Metzel: ein aus Beton gegossener Kranz; daneben in weißen Lettern das Wort Stammheim. Bernd Isele: Können wir über diese Skulptur reden? Hans D. Christ: Klar, sie hat sich über die Zeiten gerettet. Sie ist 1984 im Rahmen der Gruppenausstellung Kunstlandschaft Bundesrepublik entstanden. Der Schriftzug Stammheim wurde noch während der Ausstellung von Unbekannten teilweise übermalt. Olaf Metzel hat das als Reaktion auf seine Arbeit akzeptiert und die Übermalung nicht rückgängig machen lassen sollte die Skulptur dann auf Betreiben des baden-württembergischen Finanzministeriums abgerissen werden vorgeblich um das Gebäude wieder in seinen Originalzustand zurückzuversetzen. Erst durch eine große Protestwelle konnte die Entfernung verhindert werden. B I: Ansonsten erinnert hier im Schlossgarten wenig an die Lokalgeschichte des Terrorismus. It s Whitsunday on the Kunstverein s terrace. On the outside wall, there is a sculpture by artist Olaf Metzel from Munich: A wreath cast in concrete, with the word Stammheim in white letters beside it. Bernd Isele: Can we talk about this sculpture? Hans D. Christ: Sure, it withstood the times. It was created in 1984 as part of a group exhibition called Kunstlandschaft Bundesrepublik. While the exhibition was still running, the legend Stammheim was partly painted over by unknown perpetrators. Olaf Metzel accepted this as a reaction to his work and chose not to undo the overpainting. In 2001, there were plans to destroy the sculpture at the instigation of Baden-Wuerttemberg s ministry of finance allegedly in order to return the building to its original state. Only a massive wave of protest was able to prevent its removal. B I: Otherwise, there is not much about the Schlossgarten, the palatial gardens, that reminds us of the local history of terror :30 19: :30 21: :00 16:00 Probebühne 5 H C: Das stimmt. Andererseits sind Orte wie der Schlossgarten politisch sehr signifikante Plätze. Seitdem es die ersten Siedlungen gibt, definieren Menschen, die Macht an sich binden, durch Architektur einen Raum. Schon die Errichtung der ersten Kornspeicher definierte Machtverhältnisse. Der Landtag hier gegenüber wird gebaut in einer demokratisch-transparenten Geste gleichzeitig wird ein ehemaliger Marinerichter Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg. Das heißt: an einem Ort wie dem Schlossgarten, an der repäsentativen Oberfläche, zeich- H C: That s true. On the other hand, places like the Schlossgarten are of high political significance. Ever since the first settlements, the people who hold power have defined space through architecture. Even the first construction of granaries was a definition of power structures. The state parliament opposite to us was built as a democratic, transparent gesture while at the same time, a former navy judge was appointed Minister-President of the state of Baden-Wuerttemberg. This means that in places like the Schlossgarten, at the representative surface, the outlines 34 35

19 Interview Interview Interview Interview nen sich konkurrierende Erzählungen ab und man muss selbst entscheiden, welche Erzählung man favorisiert. Alle repräsentativen Plätze bilden Herrschaftsstrukturen ab und verweisen damit auf ein politisches System und damit auch auf ein Definitionsproblem, das mit dem Reden über Terrorismus verbunden ist. B I: Inwiefern? H C: Allein, dass der Eckensee, der den Württembergischen Kunstverein vom Schauspielhaus trennt, nach dem Krieg nicht mehr oval sondern polygonal angelegt wird, ist eine Geste: im Zuge des Wiederaufbaus galt alles, was symmetrisch war, als anrüchig: genauer gesagt als faschistisch. Was der See räumlich abbildet, ist also die Ablösung einer Herrschaftsstruktur durch eine neue. Dass diese neue Struktur sich nicht nur in Baden-Württemberg, hier aber sehr explizit in der Figur von Hans Filbinger, der Altnazis bedient hat bis hin zu den Seilschaften des Bundesnachrichtendienstes sagt erstmal nichts darüber aus, dass die ideologischen Parameter gleich geblieben wären. Aber es zeigt das Problem, das der Bezeichnung Terrorismus innewohnt. Wäre beispielsweise Hans Martin Schleyer, der seit seiner Jugend eng in das System integriert war, während seiner Tätigkeit im deutschbesetzten Prag ums Leben gekommen, wären die tschechischen Widerstandskämpfer in der Zeit des Faschismus als Terroristen hingerichtet worden. Historisch allerdings sind sie of competing narratives are visible and everyone has to decide for themselves which of these narratives they favour. All representative places map hegemonic structures and refer to a political system and thus to a problem of definition which is linked to the difficulty of talking about terrorism. B I: In what way? H C: The very fact that the Eckensee, the lake dividing the Wuerttembergischer Kunstverein from the theatre, was reconstructed after the war as a polygon rather than in its original oval form is a gesture: In the course of reconstruction, everything symmetrical was thought to be dubious, or fascist, to be precise. So the spatiality of the lake illustrates the supersession of one hegemonic structure by another. The fact that this new structure used former Nazis like Hans Filbinger, Minister-President of Baden- Wuerttemberg or the cliques surrounding the Bundesnachrichtendienst (Federal Intelligence Service), in itself does not specify whether the ideological parameters remained the same or not. It does, however, illustrate the problem inherent in the term terrorism. If, for instance, Hans Martin Schleyer who was closely integrated into the NS-System from his youth, had died in the course of his activities in occupied Prague, Czech resistance fighters would have been executed as terrorists in the fascist era. Historically, however, they are legitimized by the fact that legitimiert durch die Tatsache, dass der Staat Deutschland die Integrität eines anderen Landes aufgehoben hat und diese Kämpfer mehr oder minder aus einer Kriegssituation heraus agiert haben. Nun ist es aber so, dass sich nach 1945 eine andere staatliche Rechtsform gründet, innerhalb derer der Terrorismus der Roten Armee Fraktion sich nicht mehr darüber legitimieren kann, dass er um die Rückgewinnung der Integrität eines Staatsgebietes kämpft. Die Parameter sind andere. Was wir als Terrorismus bezeichnen und was nicht, steht deshalb immer in einem Verhältnis zu einer bestimmten Staatsformation, die sich an Plätzen wie diesen abbildet. B I: Eine von Euch koproduzierte Ausstellung heißt Die Bestie und der Souverän. Sie zitiert einen Aufsatz von Jacques Derrida, der genau dieses Verhältnis zwischen Staat und Macht beschreibt. H C: Ja, genau. In diesem Aufsatz entwirft Derrida das Bild eines auf leisen Sohlen heranschleichenden Wolfs. Diese Bestie ist durch kein Recht gedeckt. Der Souverän steht allerdings in der Macht, genau dasselbe wie die Bestie zu tun aber sich dabei mit dem Raum des Rechts auszustatten. Ich habe vor einiger Zeit im Naturhistorischen Museum in Wien das Skelett von einer Riesenschlange fotografiert: in der Mitte hängt die Riesenschlange, darum ein opulenter Rahmen. Die Schlange wird darin selbst zum barocken Zierrat. Die Tötung oder das Verbrechen verschwinden im Ornament. B I: Und jede Veränderung der Staatsform verändert auch das Ornament H C: Ja, meistens ist das so. Die Zeichen des Nationalsozialismus wurden nach 1945 sehr schnell abgeschafft; nach der Wiedervereinigung wurde vieles getilgt, was an die Ideologien Ost-Europas erinnerte. Es gibt aber auch Gegenbeispiele: Die Künstlerin Peggy Buth hat eine Arbeit über das Königliche Museum für Zentralafrika in Tervuren bei Brüssel gemacht. Das Museum steht exemplarisch für die belgische Kolonialgeschichte, die 1884/1885 mit der Berliner Afrikakonferenz beginnt, auf der der Kongo zum Privateigentum des belgischen Königs Leopolds II. erklärt wird. Dieser König steht in Belgien noch immer an jeder Straßenecke. Weil seine Söldner im Kongo den erschossenen Aufständischen die Hände abhackten, um den Mord belegen zu können, werden den Statuen des Königs in Brüssel bis heute regelmäßig die Hände abgeschlagen. In das offizielle Herrschaftsbild schreibt sich damit ein anderes ein. B I: Die Bilder, die wir heute vom Phänomen des Terrorismus haben, erreichen uns über die Medien. Was erzählen sie und was nicht? the state of Germany had overridden the integrity of another country and these fighters were acting more or less in a war situation. But after 1945, a different national legal form had been founded, within which the Red Army Faction s terrorism could no longer claim its legitimization by stating that it was fighting to regain the integrity of national territory. The parameters are different. What we call terrorism and what we do not is always relative to a specific state formation, which finds illustration in places like these. B I: An exhibition which you coproduced is called Die Bestie und der Souverän (The Beast and the Sovereign). It quotes an essay by Jacques Derrida, describing precisely this relationship between state and power. H C: Yes, exactly. In this essay, Derrida sketches the image of a wolf, softly creeping closer. This beast is not covered by any law. The sovereign has the power to do exactly what the beast does except that he is able to claim the sphere of the law. Some time ago I took a photo at the Museum of Natural History in Vienna that shows the skeleton of a giant snake. The huge snake is surrounded by an opulent frame. The snake itself becomes a baroque embellishment. All killing or crime vanish in the ornamentation. B I: And each variation in the form of government also changes the ornament H C: Yes, in most cases it does. After 1945, the insignia of National Socialism were rapidly removed. Following the German reunification, much of what evoked Eastern European ideologies was erased. But there are examples of the contrary: Artist Peggy Buth made a piece about the Royal Museum for Central Africa in Tervuren near Brussels. The museum is exemplary for Belgian colonial history, which began at the Berlin Congo Conference in 1884 / 1885, where the Congo was declared to be the private property of Belgium s King Leopold II. To this day, there are statues of this king all over Belgium. His mercenaries used to cut off the hands of the insurgents they had killed in order to prove the murders and so the hands of the king s statues are regularly cut off. The official image of sovereignty is superscripted by another. B I: Our images of the phenomenon of terror come to us via the media. What stories do they tell and what don t they tell us? H C: They tell us what we are meant to know, for instance that the so-called Islamic State kills within a legal sphere that we call terrorism and which it is, of course. Other information tends to stay hidden: We don t hear that the IS captures US-American weapons at every raid on Iraqi 36 37

20 Interview Interview H C: Sie erzählen, was wir wissen sollen, zum Beispiel dass der sogenannte Islamische Staat in einem Rechtsraum tötet, den wir als Terrorismus bezeichnen und der das natürlich auch ist. Andere Informationen werden eher versteckt: Wir bekommen keine Informationen darüber, dass der IS mit jedem Stützpunkt der irakischen Armee auch US-amerikanische Waffen erbeutet. Ähnlich ist es bei den Bildern von 9/11. Wenn wir die Bildsuche bei Google anschmeißen, sehen wir hunderte Bilder der rauchenden Zwillingstürme. Die für die USA schmerzlichere Wunde, die auf die Integrität des Staates zielende Attacke auf das Pentagon, taucht dagegen wenig auf. B I: Angesichts der großen ästhetischen und emotionalen Kraft gerade dieser Bilder. Was ist die Funktion des Bildenden Künstlers? H C: Ich glaube, dass die Fernsehbilder, beispielsweise der Anschläge von Manhattan, das eigentliche Ereignis eher überblenden und damit ungreifbarer machen. Der Bildende Künstler hat andere Möglichkeiten. Eine der besten Historienmalereien zu 9/11 stammt von Mark Tansey. Die drei auf vier Meter große Ölmalerei trägt den Titel Trio. Dieses Trio wird hergestellt durch zwei Schatten. Erst nach und nach wird deutlich, dass es die Schatten der Zwillingstürme sind, die über dem Hudson River liegen. Das World Trade Center als Schatten. Das beschreibt das Problem, dass in den medialen Bildern der zusammenfallenden Türme das Ereignis nicht fassbar wird. B I: Muss man wegschauen, um etwas wahrnehmen zu können? H C: Ja, vielleicht. army bases. The same goes for images of 9/11. When we fire up Google s image search, we see hundreds of images of the smoking twin towers. The other, more painful wound, the attack aimed at the integrity of the state, at the pentagon, hardly ever comes up. B I: In the face of the enormous aesthetic and emotional power of these pictures in particular: What is the visual artist s function? H C: I feel that television images of the attacks on Manhattan, for instance, superimpose the actual incident and end up making it less tangible. Visual artists have other possibilities. One of the best historical paintings about 9/11 was created by Mark Tansey. The oil painting, which measures three by four metres, is called Trio. This trio is formed by two shadows. Only gradually, it becomes clear that they are the shadows of the twin towers, lying across the Hudson River. The World Trade Center as a shadow. It highlights the fact that the media s images of the collapsing towers don t help to grasp what happened. You have to look away from something to be able to perceive it. B I: Do you have to look away from something to be able to perceive it? H C: Yes, maybe. Extras Extras 38

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