Nachfolgende Fragen wurden an der Informationsveranstaltung vom 19. September 2013 gestellt.

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1 Nachfolgende Fragen wurden an der Informationsveranstaltung vom 19. September 2013 gestellt. Inhaltsverzeichnis: Nr. Fragestellung Seite 1. Wie wird das erzielte Nettoergebnis aus den Vermögensanlagen auf die Sparten Aktive und Neurentner sowie virtuelle Rentnerkasse aufgeteilt? 1 2. Wie realistisch ist die in der Präsentation angenommene Anlageperformance von 6,8%? 1 3. Wie verhält sich der BVG Mindestumwandlungssatz und die BVG Mindestverzinsung zum neuen Modell der PKB? 1 4. Was ist der Einfluss auf die Pensionskasse, wenn es zu einem Personalabbau kommen würde? 2 5. Was wären die Folgen, wenn das ordentliche AHV-Rentenalter auf 67 angehoben würde? 3 6. Wie lange hält mein Kapital bei einem Kapitalbezug? 3 7. Wenn man bei der Pensionierung zur Hälfte Rente und Kapital wählt, ist das eine gute Wahl? 3 8. Wie wurde der Umwandlungssatz von 5,4% festgelegt? Warum wurde diese Abstufung festgelegt? 4 9. Was ist ein technischer Zinssatz? Weshalb resultiert aus der Senkung des technischen Zinssatzes von 3 % auf neu 2 % eine Erhöhung des Rentendeckungskapitals (Vorsorgekapital Rentner) von ca. 4 CHF 54 Mio.? 11. Was ist eine Arbeitgeberbeitragsreserve respektive eine Arbeitgeberbeitragsreserve mit Verwendungsverzicht? Wie beeinflusst die Arbeitgeberbeitragsreserve mit Verwendungsverzicht den Deckungsgrad? Wie berechnet sich die Performance, an welche die variable Rente gekoppelt ist? 6 1. Wie wird das erzielte Nettoergebnis aus den Vermögensanlagen auf die Sparten Aktive und Neurentner sowie virtuelle Rentnerkasse aufgeteilt? Die Aufteilung erfolgt im Verhältnis zum investierten Vermögen. 2. Wie realistisch ist die in der Präsentation angenommene Anlageperformance von 6,8%? Es handelt sich um ein Rechenbeispiel eines Jahres. Wie sich die Performance langfristig entwickelt, ist abhängig von den Entwicklungen an den Märkten. 3. Wie verhält sich der BVG Mindestumwandlungssatz und die BVG Mindestverzinsung zum neuen Modell der PKB? Jede die obligatorische Vorsorge gewährleistende Einrichtung hat eine Schattenrechnung im Sinne einer BVG-Normkasse zu führen. Sie berechnet so für jeden Versicherten nicht nur dessen Anspruch gemäss dem eigenen Reglement, sondern auch dessen minimalen Anspruch gemäss Gesetz. Oktober 2013 FAQ Seite 1

2 Umwandlungssatz: Obiges Beispiel verdeutlicht den Rentenanspruch eines 65-jährigen Versicherten mit einem angesparten Altersguthaben von CHF und einem BVG-Altersguthaben von CHF Wie die Berechnung zeigt, ist die garantierte jährliche Rente gemäss PKB-Reglement in der Höhe von CHF noch immer um CHF höher als im BVG-Minimum. Trotz tieferem Umwandlungssatz erhält der Versicherte also eine bessere Rentenleistung als der minimale Anspruch gemäss Gesetz. Zudem hat er gemäss neuem Reglement ab dem 1. Januar 2017 Anspruch an einer zusätzlichen variablen Rente, sofern die reglementarisch definierten Bedingungen für eine Auszahlung erfüllt sind. Verzinsung: Die BVG-Altersguthaben sind im Minimum mit dem BVG-Mindestzinssatz zu verzinsen. Die Vorsorgeeinrichtungen können von diesem Zinssatz abweichen und sowohl einen höheren als auch einen tieferen Zinssatz zur Verzinsung der reglementarischen Altersguthaben verwenden. Die Einhaltung der gesetzlichen Mindestvorgaben muss jedoch laufend mittels der BVG-Schattenrechnung überprüft werden. Bei der PKB wird derselbe Zinssatz für die Verzinsung des obligatorischen und des überobligatorischen Altersguthabens verwendet. Die Höhe der Verzinsung ist an die Performance der Vermögensanlagen gekoppelt und reglementarisch festgehalten. 4. Was ist der Einfluss auf die Pensionskasse, wenn es zu einem Personalabbau kommen würde? Das Verhältnis von Aktiven und Rentnern in der Kasse würde sich verschlechtern und es würden weniger Beiträge an die Pensionskasse fliessen. Da im neuen Vorsorgemodell der PKB die Altrentner (Pensionierungen bis zum 31. Dezember 2016) in einer virtuellen Rentnerkasse geführt werden und der Arbeitgeber für die jederzeitige Deckung der Verpflichtungen aufkommt, hätte ein Personalabbau praktisch keinen Einfluss auf die finanzielle Lage der Pensionskasse. Bei einem Personalabbau müsste der Stiftungsrat ferner prüfen, ob die reglementarisch definierten Bedingungen für eine Teilliquidation erfüllt sind und eine solche durchgeführt werden muss. Oktober 2013 FAQ Seite 2

3 5. Was wären die Folgen, wenn das ordentliche AHV-Rentenalter auf 67 angehoben würde? Es ist davon auszugehen, dass der Gesetzgeber auch das BVG-Rentenalter auf 67 Jahre erhöhen würde. Die PKB bietet ihren Versicherten bereits heute die Möglichkeit, bei Weiterbeschäftigung durch den Arbeitgeber über das ordentliche Pensionierungsalter hinaus freiwillig weiterversichert zu bleiben. Nebst einer längeren Beitrags- und Verzinsungsdauer profitieren diese Versicherten von einem höheren Rentenumwandlungssatz im Zeitpunkt der Pensionierung. 6. Wie lange hält mein Kapital bei einem Kapitalbezug? Angenommen, ein Versicherter macht einen Kapitalbezug von CHF und kann das ausbezahlte Kapital mit jährlich 2% (nachschüssige Verzinsung) anlegen. Davon bezieht der Versicherte monatlich eine Rente von CHF 1 800*. Wie lange reicht dem Versicherten sein Kapital? * die im Beispiel verwendete monatliche Rente von CHF berechnet sich aus einem Altersguthaben von CHF und einem Umwandlungssatz von 5.4 % Theoretisch reicht das ausbezahlte Kapital, um während 23 Jahren und 2 Monaten eine monatliche Rente von CHF (entspricht Jahresrente von CHF ) zu beziehen. Danach ist das Kapital vollumfänglich verbraucht. Im Vergleich dazu, wird bei einem Rentenbezug dem Versicherten die Rente lebenslänglich ausbezahlt. Und auch nach dessen Tod ist dem Ehegatten eine lebenslängliche Ehegattenrente garantiert. 7. Wenn man bei der Pensionierung zur Hälfte Rente und Kapital wählt, ist das eine gute Wahl? Wie die optimale Mischung aus Rente und Kapitalbezug aussieht, muss individuell bestimmt werden. Für die meisten Versicherten der PKB ist ein möglichst hoher Rentenanteil sinnvoll, allenfalls ergänzt durch einen geringen Kapitalbezug. Nebst dem persönlichen Budget können zahlreiche weitere Kriterien eine Rolle spielen (nachfolgende Aufzählung nicht abschliessend): der Gesundheitszustand die Familiensituation (Zweiteinkommen, allfällige Ehegatten- und Kinderrenten) die Höhe des persönlich angesparten Vermögens (privat und gebundene 3. Säule) die Möglichkeit und Bereitschaft, das Anlagerisiko bis ans Lebensende (und für Hinterbliebene) zu übernehmen Oktober 2013 FAQ Seite 3

4 die Möglichkeiten zu sicherer Vermögensanlage mit tiefen Vermögensverwaltungskosten Steuer- und Erbfragen Die PKB Verwaltung steht für eine Beratung bezüglich Pensionierung gerne zur Verfügung. Allenfalls ist eine ergänzende externe Vorsorgeberatung (professionell, umfassend, unabhängig, entgeltlich) sinnvoll. 8. Wie wurde der Umwandlungssatz von 5,4% festgelegt? Warum wurde diese Abstufung festgelegt? Der Umwandlungssatz von 5.4 % (Pensionierungsalter 65, Variante 2 mit 65% anwartschaftlicher Ehegattenrente) für die garantierte Basisrente ab 1. Januar 2017 wurde durch den Experten versicherungstechnisch korrekt berechnet. Er basiert auf einem technischen Zinssatz von 2 %. Nach Einschätzung des Stiftungsrates kann mittelfristig mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Rendite von 2 % (zuzüglich einer geringen Marge für anfallende Verwaltungskosten) erwirtschaftet werden (siehe in diesem Zusammenhang auch Frage 10). Um die finanziellen Auswirkungen der Umwandlungssatzsenkung für die unmittelbar betroffenen Versicherten etwas zu mildern, hat der Stiftungsrat eine schrittweise Senkung der Umwandlungssätze beschlossen. Die Anpassung während dieser Übergangsphase erfolgt in 4 Schritten: 9. Was ist ein technischer Zinssatz? Der technische Zinssatz ist jener Zinssatz, der bei versicherungsmathematischen Berechnungen verwendet wird. Er hat einen Einfluss auf den Umwandlungssatz sowie auf die Höhe des Deckungskapitals und der technischen Rückstellungen. Der technische Zinssatz wird durch den Stiftungsrat in Zusammenarbeit mit dem Experten für berufliche Vorsorge festgelegt. Nach gängiger Praxis wird dieser so festgelegt, dass er langfristig gesehen mit einer geringen Marge unterhalb der erwarteten Vermögensrendite liegt und über einen längeren Zeitraum beibehalten werden kann. 10. Weshalb resultiert aus der Senkung des technischen Zinssatzes von 3 % auf neu 2 % eine Erhöhung des Rentendeckungskapitals (Vorsorgekapital Rentner) von ca. CHF 54 Mio.? Wie bereits unter Frage 10 kurz erläutert, wird der technische Zinssatz unter anderem auch bei der Berechnung der notwendigen Deckungskapitalien für die bereits gesprochenen Renten verwendet. Aufgrund des bei der PKB zukünftig nun tieferen technischen Zinssatzes (siehe Übersicht in Frage 9), Oktober 2013 FAQ Seite 4

5 erhöht sich der Barwert der zukünftigen Renten (der Barwert ist der Wert, den zukünftige Zahlungen in der Gegenwart besitzen). Nachfolgende Darstellung illustriert das Vorgehen der Abzinsung anhand einer jährlichen Beispielrente von CHF 21'600. Die bereits gesprochenen, in der Zukunft auszubezahlenden Renten werden mit dem technischen Zinssatz von 2 % respektive 3 % auf den heutigen Barwert abgezinst. Je tiefer nun der angewandte Zinssatz ist, desto höher wird das erforderliche Rentendeckungskapital. Für die im Beispiel illustrierte Rente resultiert nun eine notwendige Erhöhung des Rentendeckungskapital von CHF Die notwendige Rentendeckungskapitalerhöhung für sämtliche gesprochenen Renten wurde durch den Experten für berufliche Vorsorge berechnet und beläuft sich auf insgesamt ca. CHF 54 Mio. Durch die stufenweise Senkung des technischen Zinssatzes (in 4 Phasen von heute 3 % auf neu 2 % im 2017) erhöht sich Rentendeckungskapital in vier Schritten, das heisst um ca. CHF 13.5 Mio. pro Jahr. Das Rentendeckungskapital wird in der Jahresrechnung unter der Position Vorsorgekapital Rentner ausgewiesen. 11. Was ist eine Arbeitgeberbeitragsreserve respektive eine Arbeitgeberbeitragsreserve mit Verwendungsverzicht? Arbeitgeberbeitragsreserven (AGBR) sind Vorauszahlungen des Arbeitgebers an die Vorsorgeeinrichtung für die von ihm künftig geschuldeten Beiträge. Die Arbeitgeberbeitragsreserven werden in der Jahresrechnung der Vorsorgeeinrichtung separat ausgewiesen und dürfen nicht an den Arbeitgeber zurückfliessen. Sie können von ihm zur Finanzierung von ordentlichen Beiträgen oder für Zusatzleistungen verwendet werden. Eine besondere Kategorie stellen die Arbeitgeberbeitragsreserven mit Verwendungsverzicht dar. Es handelt sich um eine unterstützende Massnahme des Arbeitgebers bei der Sanierung einer Unterdeckung der Vorsorgeeinrichtung. Anderweitige Verwendungszwecke durch den Arbeitgeber sind dann so lange ausgeschlossen, wie die Unterdeckung besteht. Oktober 2013 FAQ Seite 5

6 12. Wie beeinflusst die Arbeitgeberbeitragsreserve mit Verwendungsverzicht den Deckungsgrad? Besteht eine Arbeitgeberbeitragsreserve (AGBR) mit Verwendungsverzicht, so wird der Deckungsgrad je mit und ohne Zurechnung dieser Reserve berechnet. Nachfolgende Darstellung verdeutlicht die Berechnung: 13. Wie berechnet sich die Performance, an welche die variable Rente gekoppelt ist? Für die Ermittlung der variablen Rente wird die Performance der Vermögensanlagen herangezogen. Das für die Performance verwendete Berechnungsmodell entspricht demjenigen der Jahresrechnung, welche in Übereinstimmung mit Swiss GAAP FER 26 (Fachempfehlungen zur Rechnungslegung) erstellt wird. Die Revisionsstelle testiert die berechneten Werte. Nachfolgende Darstellung verdeutlicht die einfache, und für Dritte auf der Basis der Jahresrechnung nachvollziehbare Berechnung der Performance (die verwendeten Zahlenbeispiele haben keinen Bezug zur Jahresrechnung der PKB): Nettoergebnis aus Vermögensanlagen x x 100 Performance = = = 5.23 % (Vermögensanlagen per Vermögensanlagen per 31.12) / 2 ( ) / 2 Oktober 2013 FAQ Seite 6

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