Rudolf Wöhrl AG Halbjahresbericht 2013/14

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1 Rudolf Wöhrl AG Halbjahresbericht 2013/14

2 Wichtige Finanzkennzahlen Inhalt HJ 2013/14 ( ) HJ 2012/13 ( ) (Mio. ) (Mio. ) Verkaufserlöse 182,6 174,3 Nettoumsatzerlöse 149,0 145,8 Rohertrag 71,4 68,7 Rohmarge 47,9 % 47,1 % EBITDA 9,1 7,6 EBITDA-Marge 6,1 % 5,2 % Vorwort des Vorstands 4 Konzern-Lagebericht 6 Konzerngewinn- und Verlustrechnung 15 Konzernbilanz 16 Konzernanhang 18 Impressum 26 EBIT 6,6 5,2 EBIT-Marge 4,4 % 3,6 % EBT 4,0 4,0 Jahresüberschuss 3,0 1,9 Wirtschaftliches Eigenkapital* 25,7 n. a. Liquide Mittel 25,5 n. a. Bilanzsumme 95,6 n. a. *einschließlich Gesellschafterdarlehen und Mezzanine-Kapital

3 04 Rudolf Wöhrl AG 05 Vorwort Liebe Investoren und Geschäftspartner der Rudolf Wöhrl AG, die Geschäftsentwicklung unseres Unternehmens verläuft weiter positiv und hebt sich damit erneut vom allgemeinen Markttrend ab. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2013/14 ist es uns gelungen, die Verkaufserlöse von 174,3 Mio. auf 182,6 Mio. zu steigern, was einem Zuwachs von 4,8 % entspricht. Dies ist einerseits sicherlich ein Erfolg der verstärkten Marketingaktivitäten rund um unser 80-jähriges Firmenjubiläum im letzten Jahr, andererseits aber auch eine Konsequenz der ergriffenen operativen und strategischen Maßnahmen. Dabei erzielten wir das Umsatzwachstum auf einer insgesamt vergleichbaren Fläche, was für die Attraktivität unseres Produktangebots spricht. Mit gezielten Marketingaktivitäten wollen wir das Wachstum weiter vorantreiben. Die ersten Effekte der verbesserten Kostenstrukturen spiegelt auch der gestiegene Rohertrag wider, welcher insgesamt zu einer Verbesserung des EBITDA von 1,5 Mio. auf 9,1 Mio. führte. Der Anstieg des EBIT fiel aufgrund der Investitionen in Bamberg und Dresden etwas niedriger aus und beläuft sich auf 1,4 Mio.. Auch im ersten Halbjahr 2013/14 standen in der Unternehmenszentrale weiterhin die Hebung der Synergien mit SinnLeffers und der kontinuierliche Ausbau und die Optimierung der Marktbearbeitung durch die 58 Filialen der beiden Unternehmen im Fokus. Die Zusammenarbeit mit SinnLeffers wurde konsequent vorangetrieben. Nachdem im Rumpfgeschäftsjahr bereits die Analyse- und Konzeptphasen abgeschlossen wurden, befinden wir uns nun in der konkreten Umsetzung der avisierten Projekte. Ziel aller Projekte, die voraussichtlich bis zum Jahresende abgeschlossen sein werden, ist die Hebung von Einkaufs- und Kostensynergien, um die Rentabilität der WÖHRL Gruppe nachhaltig zu steigern. Zur Hebung von Kostensynergien in der Verwaltung wird die SinnLeffers GmbH in Zukunft wesentliche zentrale Dienstleistungen (z. B. Einkauf und Bestandsmanagement, Marketing und Kommunikation, Personalmanagement, Rechnungswesen, Controlling und IT-Services) nicht mehr selbst erbringen, sondern von der Rudolf Wöhrl AG beziehen. Zu diesem Zweck wird die Rudolf Wöhrl AG zum 01. Januar 2015 Mitarbeiter und Vermögensteile der SinnLeffers Zentrale teilweise übernehmen. In Vorbereitung dieser gemeinsamen Dienstleistungszentrale sind verschiedene IT-Integrationsprojekte angelaufen mit dem Ziel, zunächst eine Harmonisierung der IT-Applikationen durchzuführen. Unser ganzer Fokus liegt nun darauf, diese Integrationsprozesse optimal umzusetzen und die Unternehmensgruppe so langfristig nachhaltig aufzustellen. Die getroffenen Maßnahmen zur Verbesserung der Marge und der Kostenstruktur werden sich nachhaltig positiv auf die Profitabilität der WÖHRL Gruppe auswirken. Auch die eingeworbenen Anleihemittel kommen in diesem Prozess wie geplant zum Tragen. Sie ermöglichen es uns einerseits unsere Integrationsmaßnahmen auf breiter und solider finanzieller Basis umsetzen zu können. Andererseits werden wir die Anleihemittel weiter für die planmäßige Ablösung bestehender Bankverbindlichkeiten sowie für Investitionen und Modernisierungsmaßnahmen in unseren Filialen nutzen. Alle geschilderten Maßnahmen haben zum Ziel bis Ende 2017 einen entsprechenden Liquiditätsbestand aufzubauen. Neben diesen organisatorischen Maßnahmen, die auf die Steigerung der Rentabilität ausgerichtet sind, werden wir auch unsere Filialen sowie die Marken WÖHRL und SinnLeffers weiterentwickeln und die Verkaufsflächen dementsprechend optimieren. Durch gezielte Marketingaktivitäten wie z.b. Modenschauen, verkaufsoffene Sonntage etc. erhöhen wir die Attraktivität unserer Standorte, um so der rückläufigen Kundenfrequenz im Einzelhandel entgegenzuwirken. Vor diesem Hintergrund entwickeln wir auch das Thema E-Commerce fortlaufend weiter, um eine für alle Seiten sinnvolle Verbindung zwischen stationärem Handel und Online-Handel zu schaffen. Im ersten Schritt werden alle Onlinehandelsaktivitäten über den Onlineshop von SinnLeffers abgedeckt. Darüber hinaus arbeiten wir an Konzepten den stationären Handel optimal mit einem Onlineshop zu verzahnen, um den Kunden einen möglichst großen Mehrwert zu bieten. Ein Beispiel hierfür ist z. B. die Rückgabe der bestellten Ware in einer WÖHRL oder SinnLeffers Filiale. Insgesamt blicken wir daher sehr optimistisch in die Zukunft. Die Einkaufs- und Kostensynergien werden voraussichtlich ab Mitte des kommenden Geschäftsjahres voll zum Tragen kommen, aber auch für das laufende Geschäftsjahr gehen wir weiterhin davon aus, unsere Umsatz- und Ertragsziele zu erreichen und ein positives Jahresergebnis zu erwirtschaften. An dieser Stelle möchten wir uns auch noch mal bei all unseren Mitarbeitern bedanken, die diese Entwicklungen mit vollem Engagement mittragen und umsetzen. Der enge Zusammenhalt und eine bemerkenswerte Teamleistung machen uns stark für die bevorstehenden Aufgaben, so dass wir unseren Weg weiter erfolgreich beschreiten können. Darüber hinaus freuen wir uns auch über das Vertrauen der Anleiheinvestoren, die uns den Weg für diese Entwicklungen geebnet haben. Ihr Olivier Wöhrl, Vorstandsvorsitzender

4 06 Rudolf Wöhrl AG KONZERN-LAGEBERICHT zum Geschäftsmodell und Geschäftsentwicklung bei WÖHRL Die WÖHRL Gruppe konzentriert sich ausschließlich auf den deutschen Markt und hängt damit maßgeblich von der konjunkturellen Entwicklung sowie der Kaufkraftentwicklung und Konsumbereitschaft der Verbraucher in Deutschland ab. Gemäß GfK-Studie legt das Konsumklima weiter zu. 1 Die Konjunkturerwartung und die Anschaffungsneigung steigen an. Lt. statistischem Bundesamt hat sich das Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr 2013 um 0,4 % erhöht. Dieses entspricht auch annähernd dem Wachstum des 3. Quartals, welches 0,3 % betragen hat. 2 Die Einzelhandelsbranche steht weiterhin vor der großen Herausforderung den stationären Handel so zu gestalten, dass die rückläufige Frequenz in den Innenstädten gestoppt werden kann. Die Verzahnung des stationären Handels mit dem E-Commerce beschäftigt besonders den stationären Handel weiter. Ziel ist es, den Absatzkanal E-Commerce so in den Handel zu integrieren, dass er einen Mehrwert für den Kunden schafft und nachhaltig wirtschaftlich für das Unternehmen funktioniert. 2. Unternehmensspezifische Ereignisse Die Zusammenarbeit mit der SinnLeffers GmbH ist im Berichtszeitraum planmäßig ausgebaut worden. Die Analysen- und Konzeptphasen zu allen Kooperations- und Integrationsprojekten sind abgeschlossen, alle Projekte befinden sich mittlerweile in den Umsetzungsphasen. Ziel aller Projekte sind die Hebung von Kosten- und Einkaufssynergien sowie Optimierungen in der Marktbearbeitung. Zur Hebung von Kostensynergien in den Verwaltungen wird die SinnLeffers GmbH wesentliche zentrale Dienstleistungen (z.b. Einkauf und Bestandsmanagement, Marketing und Kommunikation, Personalmanagement, Rechnungswesen, Controlling und IT-Services) nicht mehr selbst erbringen, sondern von der Rudolf Wöhrl AG beziehen. Zu diesem Zweck wird die Rudolf Wöhrl AG zum 01. Januar 2015 Mitarbeiter und Vermögensteile der SinnLeffers Zentrale teilweise übernehmen. In Vorbereitung dieser gemeinsamen Dienstleistungszentrale sind verschiedene IT-Integrationsprojekte angelaufen mit dem Ziel, zunächst eine Harmonisierung der IT-Applikationen durchzuführen. PREMIUM FASHION EVENTS echte Highlights Zu Beginn des Saisonauftakts Frühjahr/Sommer veranstaltete WÖHRL in mehreren Häusern ein PREMIUM FASHION EVENT. Für die besonderen Momente sorgten im Nürnberger Stammhaus neben den Modetrends auch die prominenten Gäste wie Model und Moderatorin Rebecca Mir und TV-Castingshow Halbfinalistin Emily Intsiful und bereitete seinen Kunden damit optisch wie auch akustisch wahre Freuden. WÖHRL hat sich ungeachtet dieser Umwandlungsprozesse des Einzelhandels im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2013/2014 im Zeitraum August bis Januar weiterhin positiv von der Branchenentwicklung abgehoben. Die Nettoumsätze konnten im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 % gesteigert werden. 1 Pressemitteilung GfK vom Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 381 vom

5 08 Rudolf Wöhrl AG Im Zuge dieser Prozess- und Systemharmonisierung hat die Rudolf Wöhrl AG die Zentralregulierung mit der KATAG AG zum 31. März 2014 gekündigt und wird analog zur SinnLeffers GmbH auf die Regulierung ihrer Lieferanten über die euro delkredere GmbH & Co. KG aus Mülheim setzen. Die notwendigen Vorbereitungen laufen und werden planmäßig zum Start im April abgeschlossen sein. Um die Wettbewerbsfähigkeit von WÖHRL zu verbessern, werden die einzelnen Standorte regelmäßig bewertet. Aus dieser Bewertung ergibt sich ein Investitionsplan, welcher einerseits zu gezielten Modernisierungen bestehender Standorte führt und andererseits aber auch zu Neuansiedlungen oder Geschäftsaufgaben. Im September 2013 wurden die Standorte Dresden und Bamberg nach erfolgtem Umbau und entsprechend modernisiertem Auftritt neu eröffnet. Die Filiale in Halle wurde im September 2013 planmäßig geschlossen. Für den Standort Traunreut konnte nach Ablauf der Mietzeit kein adäquater Neuvertrag abgeschlossen werden, so dass die Filiale Ende Januar 2014 geschlossen wurde. Unterschiedliche Standorte zur Neuansiedlung sind aktuell in Sondierung, Prüfung oder Verhandlung. 3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage stellt sich im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres positiv dar. Um eine Vergleichbarkeit mit dem Zeitraum August 2012 bis Januar 2013 herstellen zu können, wurden die ungeprüften Zahlen auf Basis der Monatsabschlüsse für die Zeit 01. August 2012 bis 31. Januar 2013 zu Grunde gelegt Ertragslage Die Umsatzerlöse sind im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres von 145,8 Mio. auf 149,0 Mio., also um 3,2 Mio. gestiegen, dies entsprach einem Zuwachs von 2,2 %. Die Umsätze wurden weitestgehend auf vergleichbarer Fläche erzielt, im laufenden Geschäftsjahr gab es lediglich eine Schließung eines kleineren Hauses in Traunreut. Der Warenrohertrag ( Umsatzerlöse abzgl. Aufwendungen für bezogene Waren ) verbesserte sich um 2,7 Mio. bzw. 4,0 %. Die Warenrohertragsmarge ( Warenrohertrag in Relation zu den Umsatzerlösen ) hat sich somit von 47,1 % auf 47,9 % verbessert. Die sonstigen Erträge sind um 0,6 Mio. zurückgegangen, was im Wesentlichen an den unregelmäßigen Erträgen, hier Baukostenzuschüssen, lag, die im Vergleich zum Vorjahr rückläufig gewesen sind. Die Personalkosten sind im Vergleich zum Vorjahr um rund 1,0 Mio. gestiegen. Ursächlich dafür sind Abfindungen bei Filialschließungen, strukturelle Effekte bei Aushilfen und eine geplant höhere Personalintensität während des 80-Jahre-Jubiläums. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Beratungskosten im Rahmen der Kooperation mit SinnLeffers i.h.v. 1,1 Mio. enthalten, trotzdem konnten die Sachkosten insgesamt um 0,4 Mio. gesenkt werden. Der gestiegene Rohertrag und die nur unterproportional gestiegenen Kosten führten insgesamt zu einer Verbesserung des EBITDA im ersten Halbjahr 2013/ 2014 in Höhe von 1,5 Mio. auf nunmehr 9,1 Mio.. FCN-Kicker Niklas Stark beim Einzelfotoshooting. Casey Jacobsen von den Brose Baskets schneidet im direkten Vergleich mit den Puppen gut ab. Michael Hefele von der SpVgg Greuther Fürth erfüllt Autogrammwünsche. Sportliche Eleganz WÖHRL übernimmt gesellschaftliche Verantwortung und engagiert sich stark an seinen Standorten. Im Rahmen der jeweiligen Kooperationen dürfen sich somit nicht nur die Spieler über neue Outfits freuen, sondern auch die Kunden über handsignierte Fuß- und Basketbälle und die Möglichkeit ihren Idolen einmal ganz nahezukommen. Jamar Smith signiert Bälle für die Fans. Die Brose Baskets machen in ihren neuen Outfits eine gute Figur.

6 010 Rudolf Wöhrl AG 011 Der Anstieg des EBIT fiel etwas niedriger aus und betrug 1,4 Mio.. Die Investitionen in Bamberg und Dresden haben dazu geführt, dass die Abschreibungen im ersten Halbjahr rund 0,1 Mio. höher gewesen sind. Das Vorsteuerergebnis EBT wurde im Wesentlichen durch die Anleihezinsen belastet, so dass das Ergebnis hier im Vergleich zum Vorjahr unverändert bei 4,0 Mio. lag. Das Konzernergebnis ist hingegen im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Mio. auf nunmehr 3,0 Mio. gestiegen. Der Steueraufwand im Vorjahr beinhaltete dabei Rückstellungen für Nachzahlungen aus einer steuerlichen Betriebsprüfung Finanzlage Die liquiden Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) haben sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag 31. Juli 2013 um 1,3 Mio. erhöht und liegen somit bei 25,5 Mio.. Die Finanzverbindlichkeiten (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Mezzanine, Anleihe) erhöhten sich geringfügig von 51,5 Mio. um 0,9 Mio. auf 52,4 Mio.. Zur Absicherung des kurzfristigen Liquiditätsbedarfs standen weiterhin mehr als ausreichende Kreditlinien zur Verfügung. Im Vergleich zum letzten Abschluss waren die Gesellschafterdarlehen quasi unverändert. Die Kapitalflussrechnung stellt die Zahlungsströme für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2013/2014 dar und gibt somit Auskunft, wie der Konzern finanzielle Mittel erwirtschaftet hat und welche Investitions- und Finanzierungsmaßnahmen vorgenommen wurden. Grundlage der Vorjahreszahlen bildet der geprüfte Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr 01. April bis 31. Juli Da für den Vergleichszeitraum 2012 keine geprüften Zahlen vorliegen, wird auf einen Vergleichszeitraum verzichtet. KONZERNKapitalflussrechnung 2012/ /- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag /- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens /- Zunahme/Abnahme der langfristigen Rückstellungen /- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 0 5. = Cash Flow /+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens /+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva /- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva /- Zunahme/Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen = Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 0, Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen = Mittelzufluss/-abfluss aus der Investitionstätigkeit Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten Auszahlungen für die Tilgung von Krediten = Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit Finanzmittelbestands /- Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands Änderungen des Finanzmittelbestands Finanzmittelbestand am Anfang der Periode = Finanzmittelbestand am Ende der Periode

7 012 Rudolf Wöhrl AG Vermögenslage Das Eigenkapital erhöhte sich von 3,3 Mio. auf 6,3 Mio. Das Mezzanine-Darlehen ist durch seinen Nachrang eigenkapitalähnlich. Unter Berücksichtigung der Gesellschafterdarlehen und des Mezzanine-Darlehens ergab sich ein wirtschaftliches Eigenkapital in Höhe von 25,7 Mio., was einer Quote von 26,9 % entsprach. Die wesentlichen Vermögensposten stellte das Anlagevermögen dar. Es belief sich auf 43,9 Mio. (38,9 Mio. per 31. Juli 2013). Die Vorräte konnten im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres von 23,6 Mio. auf 21,4 Mio. reduziert werden. 4. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Anfang Februar hat der Vorstand der Rudolf Wöhrl AG bekannt gegeben, dass das Unternehmen ab 01. Januar 2015 am Standort Nürnberg wesentliche zentrale Dienstleistungen (z.b. Einkauf und Bestandsmanagement, Marketing und Kommunikation, Personalmanagement, Rechnungswesen, Controlling, IT-Services) für die SinnLeffers GmbH erbringen wird. Beide Gesellschaften führen Verhandlungen über entsprechende Dienstleistungsverträge. Der Umfang der SinnLeffers Zentrale in Hagen wird im Gegenzug deutlich reduziert werden. Zur Sicherung des Know-how-Transfers und um über die benötigten Kapazitäten in Nürnberg zu verfügen, werden teilweise Mitarbeiter der SinnLeffers GmbH zur Rudolf Wöhrl AG wechseln. 5. Risikobericht Der Risikobericht für das Geschäftsjahr erläutert die aus heutiger Sicht erkennbaren wesentlichen Risiken in der WÖHRL Gruppe Wirtschaftliche Rahmenbedingungen / Branchenrisiko Durch die ausschließliche Konzentration auf den deutschen Markt hängt die WÖHRL Gruppe maßgeblich von der konjunkturellen Entwicklung sowie der Kaufkraftentwicklung und Konsumbereitschaft der Verbraucher in Deutschland ab. Die größte Bedrohung wird weiterhin von vertikalen Wettbewerbern gesehen, die die gesamte Wertschöpfungskette eines Produkts vom Design über Produktion bis zur Vermarktung beim Konsumenten kontrollieren. Die meist preisaggressiven Konzepte werden von neuen Verkaufs- und Erlebnis -Konzepten begleitet und befinden sich auf einem starken Expansionskurs vor allem in Deutschland. Wir begegnen dieser Herausforderung mit dem intensiven Aufbau enger Partnerschaften mit Kernlieferanten, die unsere geschäftlichen Chancen, aber auch Risiken teilen. Diese teilvertikalisierten Prozesse ermöglichen eine optimierte Anpassung an die Konsumentenbedürfnisse. Der allgemeine Trend zur Ausweitung der Verkaufsflächen führt bei stagnierenden oder nur moderat steigenden Umsätzen zu sinkenden Flächenproduktivitäten und verschärft den Wettbewerb um Gewerbeimmobilien in 1A-Lagen. Das bestehende Filialnetz wird regelmäßig auf seine langfristige Qualität überprüft, der Kontakt zu wichtigen Projektentwicklern und Immobilienmaklern wie zur WÖHRL-nahen Immobiliengesellschaft TETRIS nimmt dabei eine hervorgehobene Rolle ein. Wichtiger denn je für den Markterfolg ist ein klares, für den Kunden erkennbares Profil. Der Claim Mode und Sport mit starken Marken, der ein klares Bekenntnis zu einem qualitätsorientierten Anbieter von Markenmode signalisiert, wurde durch Investitionen in das Sortiment, den Ladenbau inkl. Visual Merchandising sowie weitere Marketingaktivitäten mit Leben erfüllt Finanzwirtschaftliche Risiken Das größte finanzwirtschaftliche Risiko besteht grundsätzlich in einem überraschend eintretenden Liquiditätsengpass. WÖHRL minimiert dieses Risiko durch eine kurz- und mittelfristige sowie eine strategische Finanzplanung stark. Der Liquiditätsbedarf ist durch mittelfristige Kredite sowie kurzfristige Kreditlinien sichergestellt. Kurzfristig wird taggenau über eine valutarische Vorausschau, die rollierend zwei Monate abgreift, der Liquiditätsbedarf ermittelt. Mittelfristig wird durch einen Jahresfinanzplan auf Monatsbasis mit Risikoaufschlägen der zu erwartende Finanzbedarf aufgestellt. Durch eine strategische integrierte Ergebnis-, Bilanzund Liquiditätsplanung über mehrere Folgejahre können durch Simulation der Planung in verbesserter Form etwaige Liquiditätsrisiken aber auch Chancen abgebildet werden. Weiterhin besteht durch ein zentralisiertes Cash- Pooling-Verfahren zu jedem Zeitpunkt eine vollständige Transparenz über die Liquiditätssituation der Unternehmensgruppe. Saisonelle oder ggf. durch Umsatzrückgang ungeplante Liquiditätsbedarfsspitzen werden durch ausreichend dimensionierte Kontokorrentlinien abgesichert. Währungsrisiken spielen keine Rolle. Bis auf wenige Ausnahmen werden alle Geschäfte von WÖHRL in Euro fakturiert. Zinsrisiken sind bei Bankdarlehen durch Festzinsvereinbarungen sowie in Teilen durch Zinsswaps abgesichert Forderungsausfall Das Forderungsausfallrisiko bei WÖHRL ist im Wesentlichen auf die Risiken im Zahlungsverkehr mit den Endverbrauchern beschränkt. Durch Vereinbarung mit der Firma easycash, die den Zahlungsverkehr mit EC-Karten für WÖHRL abwickelt, gehen sämtliche Forderungen aus Rücklastschriften an den Dienstleister über. Über die Entwicklung einzelner größerer Forderungen an Lieferanten wird unternehmensintern zeitnah berichtet Rechtliche Risiken Die Gesellschaften sind im Tagesgeschäft als Kläger und Beklagte an Rechtsstreitigkeiten beteiligt. Diese Verfahren haben aber weder einzeln noch insgesamt wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Unternehmensgruppe.

8 014 Rudolf Wöhrl AG IT-Risiken 5.6. Sonstige Risiken 6. Prognose Die Steuerung der Rudolf Wöhrl AG ist maßgeblich von einer komplexen Informationstechnologie abhängig. Die Aufrechterhaltung und Optimierung der IT-Systeme erfolgt durch qualifizierte interne und externe Fachleute. In einer zentralisierten und standardisierten IT-Umgebung besteht das Risiko der Abhängigkeit von einem System oder einem Rechenzentrum. Um das Risiko eines Systemausfalls zu minimieren wurden wesentliche Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt. Dazu gehören unter anderem die Erweiterung der hierfür relevanten Server sowie der Ausbau der Serverlandschaft. Im Zuge der IT-Erneuerung wurden Großteile der Back-up-Systeme sowie die Datenspiegelungen in einem ausgelagerten zweiten Rechenzentrum auf den aktuellen Stand gebracht. Risiken aufgrund von unberechtigten Datenzugriffen und Datenmissbrauch oder Datenverlust begegnen wir durch verschiedene technische und organisatorische Maßnahmen. So gehören zu den technischen Schutzmaßnahmen beispielsweise der Einsatz von Virenscannern und Firewall-Systemen. Politische Risiken, insbesondere das Risiko von Terroranschlägen weltweit oder auch in Deutschland sowie Schäden durch höhere Gewalt haben nach wie vor eine grundsätzliche Bedeutung. Gegen Elementarschäden wurden Versicherungen abgeschlossen. Durch den Einsatz einer eigenen Versicherungsagentur wird dabei laufend der optimale Deckungsschutz geprüft und nach möglichen Deckungslücken untersucht Gesamtrisiko Auf das Geschäftsjahr 2013/2014 bezogen liegt das wesentliche Risiko in einer eventuell nicht plankonformen Umsatzentwicklung im 2. Halbjahr. Erkenntnisse dafür liegen indes aktuell nicht vor. Gleichzeitig besteht aber auch die Chance, beim Zusammentreffen mehrerer positiver Faktoren die Ergebnisziele zu übertreffen. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, sind derzeit nicht erkennbar. Vor dem Hintergrund der positiven Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2013/2014 geht die Geschäftsleitung der Rudolf Wöhrl AG davon aus, dass die Umsatz- und Ergebnisziele des Konzerns auch im Gesamtjahr erreicht werden. Für das laufende Geschäftsjahr wird ein positives Ergebnis erwartet. Das zweite Halbjahr und das erste Halbjahr des kommenden Geschäftsjahres werden in der Zentrale in Nürnberg wesentlich von der Umsetzung der Kooperations- und Integrationsprojekte mit SinnLeffers geprägt sein. Diese Projekte werden in den Filialen von WÖHRL und SinnLeffers kaum spürbar sein, negative Auswirkungen auf die Verkaufsaktivitäten sind nicht zu befürchten. Nürnberg, den 24. April 2014 Rudolf WÖHRL Aktiengesellschaft Die Kosten- und Einkaufssynergien werden ab Mitte des kommenden Geschäftsjahres zu einer nachhaltigen Profitabilitätssteigerung führen. Parallel zu den Synergieprojekten wird die strategische Weiterentwicklung des Verkaufs und des Sortiments durch das Management vorangetrieben, um sowohl die Umsatz-, als auch die Ergebnisziele in einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld sicherstellen zu können. Olivier Wöhrl Robert Rösch Karsten Oberheide Vorstandsvorsitzender Vorstand Vorstand

9 016 Rudolf Wöhrl AG 017 Konzernabschluss " KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 01. AUGUST 2013 BIS 31. JANUAR /14 ( ) 2012/13 1. Umsatzerlöse , Sonstige betriebliche Erträge , , Materialaufwand Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren , Personalaufwand a) Löhne und Gehälter , b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung , , Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen , Sonstige betriebliche Aufwendungen , Für das laufende Geschäftsjahr gehen wir davon aus, unsere Umsatz- und Ertragsziele zu erreichen und ein positives Jahresergebnis zu erwirtschaften. 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge , Zinsen und ähnliche Aufwendungen , Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit , Steuern vom Einkommen und vom Ertrag , Sonstige Steuern 4.769, Konzern-Jahresfehlbetrag/-überschuss , Olivier Wöhrl, Vorstandsvorsitzender

10 018 Rudolf Wöhrl AG 019 KONZERNBILANZ ZUM 31. Januar 2014 AKTIVA Stand Stand PASSIVA Stand Stand ( ) ( ) A. ANLAGEVERMÖGEN A. EIGENKAPITAL I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten , Geschäftswert , Geleistete Anzahlungen ,84 33 II. Sachanlagen 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken , , Technische Anlagen , Betriebs- und Geschäftsausstattung , Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau , III. Finanzanlagen , I. Gezeichnetes Kapital , ,0 II. Kapitalrücklage , III. Gewinnrücklagen , IV. Gewinn-/Verlustvortrag , V. Konzern-Jahresfehlbetrag/-überschuss , B. RÜCKSTELLUNGEN , Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen , Steuerrückstellungen , Sonstige Rückstellungen , C. VERBINDLICHKEITEN 1. Anleihe (davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr EUR 0,00) , , Anteile an verbundenen Unternehmen , B. UMLAUFVERMÖGEN , , I. Vorräte , II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen , Sonstige Vermögensgegenstände (davon aus Steuern ,16 EUR (Vorjahr: TEUR 919)) , , Mezzanine Bankdarlehen (davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr EUR 0,00) 3. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr EUR ,21) 4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr EUR ,93) 5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr EUR ,83) 6. Sonstige Verbindlichkeiten (davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr EUR ,01) (davon aus Steuern EUR ,41 ) , , , , , III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten , , C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN , , C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN ,00 35 D. AKTIVE LATENTE STEUERN 3.000, , ,

11 020 Rudolf Wöhrl AG 021 KONZERNANHANG für das Geschäftshalbjahr vom 01. August 2013 bis 31. Januar 2014 A. ALLGEMEINE ANGABEN B. ANGABEN ZUM KONSOLIDIERUNGSKREIS Der Konsolidierungskreis besteht neben der Rudolf Wöhrl Aktiengesellschaft aus folgenden Unternehmen: Die Rudolf Wöhrl Aktiengesellschaft weist unter den Voraussetzungen des 316 Abs. 1 HGB nach 267 Abs. 3 HGB die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft auf. Die Rudolf Wöhrl Aktiengesellschaft hat nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und des Aktiengesetzes einen Konzernzwischenabschluss aufgestellt. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Der Zwischenabschuss wurde für den Zeitraum vom 1. August 2013 bis zum 31. Januar 2014 aufgestellt. Als Vergleichsperiode für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gilt der Zeitraum vom 1. August 2012 bis zum 31. Januar Für die Konzernbilanz wurde der geprüfte Stichtag zum 31. Juli 2013 als Vergleichsperiode genommen. Der Zwischenabschluss wurde in Tausend Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden im Anhang ebenfalls alle Beträge in Tausend Euro angegeben. Der Zwischenabschluss enthält nicht alle Informationen und Aufstellungen, die für einen jährlichen Konzernabschluss notwendig sind. So wurde keine Inventur zum Stichtag vorgenommen und für die Bewertung der Pensionsrückstellung wurde kein separates Bewertungsgutachten in Auftrag gegeben. Deshalb sollte der Zwischenabschluss im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Juli 2013 gesehen werden. 1. Darstellungsstetigkeit 1.1 Beibehaltung der Form der Darstellung insbesondere der Gliederung der aufeinander folgenden Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen Im Berichtsjahr wurden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung bis auf die veränderte Darstellung des Gewinn-/Verlustvortrags keine weiteren Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsänderungen vorgenommen. Name des Unternehmens Sitz Anteil am Kapital Konsolidierungsgrund Rudolf WÖHRL, das Haus der Markenkleidung GmbH & Co. KG WÖHRL, das Haus der Markenkleidung Rudolf Wöhrl GmbH & Co. KG Rudolf WÖHRL, das Haus der Markenkleidung GmbH & Co. KG Nürnberg 100,0 Mehrheit der Stimmrechte Würzburg 100,0 Mehrheit der Stimmrechte Weiden 100,0 Mehrheit der Stimmrechte WÖHRL GmbH & Co. KG Ulm 100,0 Mehrheit der Stimmrechte WÖHRL GmbH & Co. KG Center für Mode und Sport Unterföhring 100,0 Mehrheit der Stimmrechte Georg Völk GmbH & Co. KG Würzburg 100,0 Mehrheit der Stimmrechte No.10 Mode GmbH & Co. KG Nürnberg 100,0 Mehrheit der Stimmrechte Wöhrl-net GmbH & Co. KG Nürnberg 100,0 Mehrheit der Stimmrechte Nadel & Zwirn GmbH Nürnberg 100,0 Mehrheit der Stimmrechte Wöhrl Akademie Gesellschaft zur Aus- und Fortbildung von Textileinzelhandelsverkäufern mbh Reichenschwand 100,0 Mehrheit der Stimmrechte MV Mode- und Vertriebs GmbH Nürnberg 100,0 Mehrheit der Stimmrechte Wöhrl 15 GmbH Nürnberg 100,0 Mehrheit der Stimmrechte Wöhrl 25 GmbH Nürnberg 100,0 Mehrheit der Stimmrechte Textilhandels-40-GmbH Nürnberg 100,0 Mehrheit der Stimmrechte U1 by Wöhrl GmbH Nürnberg 100,0 Mehrheit der Stimmrechte No.10 Mode- Beteiligungs GmbH Nürnberg 100,0 Mehrheit der Stimmrechte Wöhrl Verwaltungsgesellschaft mbh Nürnberg 100,0 Mehrheit der Stimmrechte

12 022 Rudolf Wöhrl AG 023 C. ANGABEN ZU DEN KONSOLIDIERUNGS- METHODEN Bei der Kapitalkonsolidierung wurde die Buchwertmethode gemäß 301 Abs. 1 Nr. 2 HGB a.f. angewandt. Dabei erfolgte die Verrechnung mit dem Eigenkapital auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der jeweiligen erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss. Die aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden Unterschiedsbeträge werden gem. 301 HGB ausgewiesen. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach 303 Abs. 1 HBG durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträgen zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. D. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die Zwischenabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen wurden in den Konzernabschluss entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Wöhrl Aktiengesellschaft geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. 1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die im Zwischenabschluss angewandten Bilanzierungsund Bewertungsmethoden entsprechen denen, die im Konzernabschluss zum 31. Juli 2013 angewendet wurden. Im Einzelnen wurde die Bewertung wie folgt vorgenommen: Anlagevermögen Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen angesetzt. Firmenwerte werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten abzüglich Skonti bewertet. Die planmäßige Abschreibung erfolgte unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen. Die Vermögensgegenstände werden zum Teil linear und zum Teil degressiv abgeschrieben. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt, sobald die lineare Abschreibung zu höheren Abschreibungen führt. Für Zugänge wurde die Abschreibung pro rata temporis ermittelt. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Umlaufvermögen Die Vorräte, wie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren, sind mit den Anschaffungskosten bzw. unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Eine körperliche Bestandsaufnahme der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelsware wurde zum Abschlussstichtag am 31. Januar 2014 nicht vorgenommen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten, Rückzahlungsbeträgen und Barwerten angesetzt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet. Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Anschaffungskosten bewertet. Sie betreffen Ausgaben für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag. Aktive latente Steuern Latente Steuern sind mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen bewertet. Eigenkapital Innerhalb des Eigenkapitals wurde der Konsolidierungsausgleichsposten erstmalig mit dem Gewinn-/ Verlustvortrag verrechnet. Rückstellungen Pensionsrückstellungen werden zum versicherungsmathematischen Teilwert angesetzt. Der Ansatz erfolgt auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens von Prof. Dr. E. Neuburger & Partner, Institut für Wirtschaftsmathematik und betriebliche Altersversorgung GmbH und der Wenzel-Teuber & Schwarz Aktuar GmbH. Das Pensionsgutachten wurde zum Bilanzstichtag per 31. Juli 2013 erstellt. Eine Neubewertung der Pensionsrückstellung zum 31. Januar 2014 wurde nicht vorgenommen. Die versicherungsmathematische Berechnung erfolgte unter Zugrundelegung a) der Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck unter Berücksichtigung von Standardfluktuationswahrscheinlichkeiten b) eines technischen Zinsfußes von 4,93 % bzw. 0,0 % p.a. (Stand Juli 2013, Restlaufzeit 15 Jahre) c) eines Rententrends von 1,5 % p.a. d) die Zusagen sehen nur feste Grund- bzw. Steigerungsbeträge vor, so dass diese Bemessungsgrundlagen als konstant angenommen werden e) des Projected- Unit- Credit-Verfahrens Die Anwartschaft auf Ehegattenrente wird nach der Kollektivmethode bewertet. Die Pensionsrückstellung i.h.v. T 113 wurde mit dem beizulegenden Zeitwert von Rückdeckungsansprüchen aus Lebensversicherungen i.h.v. T 11 gem. 246 Abs. 2 HGB verrechnet. Die Steuerrückstellungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert. Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten, wie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Mezzanine Bankdarlehen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und sonstige Verbindlichkeiten sowie Anleihen, sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt.

13 024 Rudolf Wöhrl AG 025 E. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Zum 31. Januar 2014 summiert sich das Anlagevermögen auf T wobei im Wesentlichen T auf Grundstücke und Bauten, T auf Betriebs- und Geschäftsausstattung und T auf eine Finanzanlage entfallen. 2. Umlaufvermögen Die Vorräte haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T verringert und betragen zum 31. Januar 2014 T Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Steuern in Höhe von T Die Steuerforderungen resultieren weitestgehend aus der Betriebsprüfung der Jahre Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten zum 31. Januar 2014 summieren sich auf T Eigenkapital 3.1 Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital (= Grundkapital der Rudolf Wöhrl Aktiengesellschaft) setzt sich zum 31. Januar 2014 wie folgt zusammen: 3.2 Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beträgt unverändert T Gewinn-/Verlustvortrag Um das Konzerneigenkapital übersichtlicher darzustellen wird im Zwischenbericht zum 31. Januar 2014 der Gewinn-/Verlustvortrag mit dem Konsolidierungsausgleichsposten erstmalig verrechnet. Für die Vergleichbarkeit des Konzerneigenkapitals wird in der Darstellung des Vorjahres zum 31. Juli 2013 eine adäquate Verrechnung vorgenommen. Aus dem Prüfungsbericht zum 31. Juli 2013 lässt sich die Position Gewinn-/Verlustvortrag zum 31. Januar 2014 folgendermaßen ableiten: Gerhard Wöhrl Beteiligungs GmbH ( Aktien im Nennbetrag zu je 1 ) GOVAN Verwaltungs GmbH ( Aktien im Nennbetrag zu je 1 ) GVC Gesellschaft für Venture Capital Beteiligungen GmbH ( Aktien zum Nennbetrag zu je 1 ) % , , , ,00 Gewinn-/Verlustvortrag zum 31. Juli Kapitalkonsolidierungsausgleichsposten zum 31. Juli Konzern-Jahresfehlbetrag/-überschuss zum 31. Juli Gewinn-/Verlustvortrag zum 31. Januar Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen zum 31. Januar 2014 setzen sich wie folgt zusammen: Personal Jahresabschlussprüfung / Rechts- und Beratungskosten 290 Umsatzboni und Rabatte 956 Rückforderung Lieferanten 334 Ausstehende Rechnungen 96 Aufbewahrung Geschäftsunterlagen 85 Sonstige aus unterjähriger Anpassung 752 Stand

14 026 Rudolf Wöhrl AG Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestanden zum in Höhe von T Darin enthalten sind Darlehen in Höhe von T sowie Zinsansprüche aus diesen Darlehen in Höhe von T 323. Darlehensgeber sind die Firmen GVC Gesellschaft für Venture Capital Beteiligungen GmbH mit T und GOVAN Holding GmbH & Co. KG mit T Die Gesellschafter treten mit ihren Darlehen hinter alle Ansprüche, die anderen Gläubigern aus der Geschäftsverbindung mit der Gesellschaft zustehen, zurück. Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel: Gesamtbetrag Nachrangigkeit Längerfristigkeit Erfolgsabhängigkeit der Vergütung Verlustteilnahme bis zur vollen Höhe Das vorliegende Mezzanine Darlehen weist eigenkapitalähnlichen Charakter auf. Wegen der fehlenden kumulativen Erfüllung aller Voraussetzungen ist es als Fremdkapital unter den Verbindlichkeiten auszuweisen. Nach dem Grundsatz der Klarheit ist die Hinzufügung eines neuen Postens gem. 265 Abs. 5 S. 2 HGB sachgerecht. bis zu 1 Jahr mit einer Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren mehr als 5 Jahre 1. Anleihen Mezzanine Darlehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Sonstige Verbindlichkeiten ,00 2. Personalaufwand Der Zwischenbericht zum 31. Januar 2014 beinhaltet Personalaufwendungen von insgesamt T In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung von T 16 enthalten. 3. Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen von T sind unregelmäßige Erträge in Höhe von T 344 enthalten. Die wesentlichen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Betriebs- und Raumkosten in Höhe von T , Vertriebskosten von T und Verwaltungskosten von T Zinsen und ähnliche Erträge / Aufwendungen Die Position Zinsaufwand beinhaltet insbesondere die Verzinsung der Anleihe in Höhe von T 975 sowie die Verzinsung der Kontokorrentkredite in Höhe von T 203 und des Mezzanine Bankdarlehens in Höhe von T 204. Der Zinsaufwand aus der Betriebsprüfung der Jahre beträgt T 586. Aufsichtsrat Herr Dr. Ekkehard Franzke, Aufsichtsratsvorsitzender Vice President Firma A.T. Kearney GmbH, München Herr Friedrich Wilhelm Göbel, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender VISCARDI AG, München Herr Patrick Feller, Geschäftsführer der DIH Deutsche Industrie-Holding GmbH, Frankfurt/Main 2. Angaben über die Gattung der Aktien Das Grundkapital ist eingeteilt in Namensaktien zum Nennwert von je 1, Sonstige finanzielle Verpflichtungen Bei der Firma Rudolf Wöhrl, das Haus der Markenkleidung GmbH & Co. KG, Nürnberg ergibt sich aus ihrer Funktion als Trägerunternehmen des Unterstützungsvereins der Textil- und Bekleidungshäuser R + B Wöhrl e.v., Nürnberg ein Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter Versorgungsverpflichtungen i.s.v. Art. 28 Abs. 2 EGHGB von T Desweiteren bestehen finanzielle Verpflichtungen aus mehrjährigen Miet-, Leasing- und Lizenzverträgen. Die jährliche Verpflichtung aus diesen Verträgen beläuft sich auf T 581. Der Zinsertrag resultiert im Wesentlichen aus einem Darlehen. 4. Haftungsverhältnisse Die Bilanzierung des Mezzanine Bankdarlehens erfolgt in analoger Anwendung der Stellungnahme des Hauptfachausschusses des Instituts der Wirtschaftsprüfer zur Behandlung von Genussrechten im Jahresabschluss von Kapitalgesellschaften (IDW HFA 1/1994). F. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. G. SONSTIGE ANGABEN 1. Namen der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates der Rudolf Wöhrl Aktiengesellschaft Zum Abschlusszeitpunkt bestanden Bankbürgschaften im folgenden Umfang: HypoVereinsbank, Nürnberg, diverse Avalkonten Umsatzerlöse Danach ist eine schuldrechtlich begründete Kapitalüberlassung nur dann als Eigenkapital auszuweisen, wenn folgende Kriterien kumulativ erfüllt werden: Der Wöhrl AG Konzern erreichte im Berichtszeitraum einen Nettoumsatz von T nach T im Vergleichzeitraum vom 1. August 2012 bis zum 31. Januar Der Warenrohertrag zum 31. Januar 2014 beträgt T , was einer Rohertragsmarge von 47,9 % entspricht. Vorstand Herr Olivier Wöhrl, Vorstandsvorsitzender Herr Robert Rösch Herr Karsten Oberheide (seit 01. August 2013)

15 Rudolf Wöhrl AG Lina-Ammon-Straße 10 D Nürnberg Telefon: Fax: Investor Relations STOCKHEIM MEDIA GmbH communication & consulting Rindermarkt 5 D München

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