ПРОФЕССИОНАЛЬНЫЙ ИНОСТРАННЫЙ ЯЗЫК (немецкий)

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1 Министерство образования и науки Российской Федерации Федеральное государственное бюджетное образовательное учреждение высшего профессионального образования «Саратовский государственный социально-экономический университет» Кафедра иностранных языков ПРОФЕССИОНАЛЬНЫЙ ИНОСТРАННЫЙ ЯЗЫК (немецкий) Дидактический материал к практическим занятиям и самостоятельной работе для студентов, обучающихся по направлению «Экономика» Профиль «Бухгалтерский учет, анализ и аудит» Саратов 2012

2 Автор-составитель кандидат филологических наук, доцент Е.В. Мартынова Профессиональный иностранный язык (немецкий): дидактический материал к практическим занятиям и самостоятельной работе для студентов, обучающихся по направлению подготовки «Экономика» (профиль «Бухгалтерский учет, анализ и аудит») / авт.-сост. Е.В. Мартынова / Саратовский государственный социально-экономический университет. Саратов, с. Рекомендует к печати ученый совет гуманитарного факультета СГСЭУ г. Авт.-сост. Е.В. Мартынова, 2012 Саратовский государственный социально-экономический университет, 2012 Работа издана в авторской редакции Компьютерная верстка Е.Н. Доронкиной Подписано в печать Формат 60х84/16. Бумага типогр. 1. Печать Riso. Уч.-изд. л. 2,0. Усл. печ. л. 2,0. Тираж экз. Заказ , г. Саратов, ул. Радищева, 89. СГСЭУ. 2

3 Введение Дидактический материал по изучению дисциплины «Профессиональный иностранный язык» (немецкий) разработаны в соответствии с планом изданий и рабочей программой данной дисциплины, входящих в состав документации основной образовательной программы подготовки студентов направления «Экономика» (профиль «Бухгалтерский учет, анализ и аудит»). Дисциплина «Профессиональный иностранный язык» (немецкий) входит в факультативную часть основной образовательной программы (Ф.1). Цель настоящих дидактических материалов оказание помощи обучающимся в успешном освоении дисциплины «Профессиональный иностранный язык» (немецкий) в соответствии с общими целями образовательной программы: формирование иноязычной коммуникативной компетенции студентов, понимаемой как способность и готовность осуществлять иноязычное профессиональное опосредованное и непосредственное общение с носителями языка в заданных стандартом/программой пределах. Выполнение предусмотренных дидактическими материалами заданий по данной дисциплине позволит обучающимся получить и закрепить необходимые знания, умения и навыки и на базе их сформировать соответствующие компетенции: владеть одним из иностранных языков на уровне не ниже разговорного (ОК-14). Для выполнения предусмотренных дидактическими материалами заданий по данной дисциплине необходимо иметь знания, полученные в результате освоения дисциплины «Иностранный язык» (немецкий). Обучающиеся должны владеть наиболее употребительной (базовой) грамматикой и основными грамматическими явлениями; знать базовую лексику общего языка, а также основную терминологию по своей специальности; читать и понимать со словарем литературу по широкому и узкому профилю направления; участвовать в обсуждении тем (задавать вопросы и отвечать на вопросы); владеть навыками монологической речи на общие и специальные темы. Успешное выполнение заданий, предусмотренных дидактическими материалами по данной дисциплине, будет способствовать успешному освоению последующих дисциплин «Бухгалтерское дело», «Налоги и налогообложение», «Аудит», «Экономика организаций (предприятий)». 3

4 Дидактические материалы содержат по каждому разделу: тексты для различных видов деятельности, послетекстовые лексико-грамматические упражнения. В каждом разделе содержатся задания для самостоятельной работы, они представлены лексико-грамматическими упражнениями, текстами для реферирования, тексты для развития навыков письменного и устного перевода. Изучение дисциплины «Профессиональный иностранный язык» (немецкий) предусматривается в 3 семестре. Общая трудоемкость дисциплины составляет 144 часа (4 зачетных единицы), в том числе и на аудиторные занятия 68 часов, на самостоятельную работу 76 часов. 4

5 Einstufungstest 2 Std. Thema 1. Bilanz Unterrichtsarbeit 8 Std. Selbstständige Arbeit 8 Std. Das Handelsgesetzbuch (BGB) und das Steuerrecht schreibt für Kaufleute die Aufstellung eines Inventars und einer Bilanz vor. Im Inventar müssen alle Vermögensgegenstände und Schulden detailliert nach Art, Menge und Wert aufgezeichnet werden. Ein solches Inventar kann unter Umständen viele Seiten umfassen und dadurch sehr unübersichtlich werden. Daher verlangt das HGB zusätzlich die Aufstellung einer Bilanz, die eine kurz gefasste Gegenüberstellung von Vermögen und Schulden darstellt. Eine Bilanz (ital. bilancia Waage) besteht also aus zwei Teilen: Der Angabe aller Vermögenswerte, die man AKTIVA nennt und der Angabe der Schulden, die man PASSIVA nennt. Die beiden Seiten einer Bilanz ergeben immer die gleiche Summe, weil links das Gesamtvermögen einer Unternehmung nach Vermögensarten und rechts das Gesamtvermögen der Unternehmung nach der Herkunft gegliedert wird. In beiden Fällen handelt es sieh um die Darstellung des Gesamtvermögens. Wichtig für die Struktur einer jeglichen Bilanz ist, dass es sich immer um die Gegenüberstellung von Vermögenswerten (in Form von Sachwerten und Forderungen) auf der Aktivseite und Schulden auf der Passivseite handelt. Versteht man unter Schulden nur das, was die Unternehmung denen schuldet, die keine Eigentümer sind (z. B. Banken, Lieferanten, Darlehnsgeber), dann ergibt «ich in der Regel auf der Passivseite eine Differenz, die angibt, wie viel von dem Gesamtvermögen der Unternehmung den Eigentümern gehört Dies wird als Eigenkapital bezeichnet. Jede Bilanzposition wird in dem Inventar genau beschrieben und nachzählbar öder nachprüfbar (z. В. Verzeichnis der Maschinen, der Waren, Darlehensverträge, Lieferantenrechnungen, Kontoauszüge, Bargeld). Eine Ausnahme macht nur das Eigenkapital, das nicht zählbar und nachprüfbar ist, sondern sich immer nur als Differenz zwischen den Vermögenswerten und dem Fremdkapital ergibt. Es ist also immer eine Position, die mir durch Gegenüberstellung der anderen Positionen feststellbar ist. Auch das Eigenkapital sind Schulden, da ja die Unternehmung, die ein eigenes Rechtsgebilde ist, diese Summe ihren Eigentümern schuldet. Die Schulden unterscheiden sich jedoch darin, dass z.b. diese Zinsen für das Geld gezahlt werden müssen und in der Regel auch keine Rückzahlung des Geldes an die Eigentümer vorgesehen ist, so lange die Unternehmung nicht abgelöst wird. Auch im Fall eines Konkurses der Firma bestehen insofern Unterschiede, als die fremden Gläubiger (Fremdkapital) Ansprüche an die Unternehmung haben, während die der Firma verbundenen Gläubiger (Eigenkapital) nur auf Reste des Vermögens hoffen können, die übrigbleiben und im Zweifel sogar aus ihrem Privatvermögen Nachzahlungen leisten müssen. 5

6 1. Stehen die folgenden Aussagen im Text? 1. Alle Vermögensgegenstände und Schulden müssen im Inventar detailliert nach Art, Menge und Wert aufgezeichnet werden. 2. Das Inventar kann viele Seiten umfassen und wird dadurch sehr unübersichtlich. 3. Der Begriff «Bilanz» wird ins Deutsche mit «Waage» übersetzt. 4. Nicht alle Bilanzpositionen werden in dem Inventar genau beschrieben. 5. Das Eigenkapitäl kann man nachprüfen. 6. Die Schulden unterscheiden sich dadurch, dass keine Zinsen für das Geld gezahlt werden müssen. 7. Die Reihenfolge der einzelnen Positionen in einer Bilanz ist willkürlich. 8. Zur Passivseite gehören Eigenkapital und Fremdkapital. 9. Zur Aktivseite gehören Gebäude, Maschinen, Bankguthaben, Bargeld und Waren. 2. Beantworten Sie die Fragen mit den Informationen aus dem Text. 1. Wo wird die Aufstellung eines Inventars vorgeschrieben? 2. Welche Information enthält das Inventar? 3. Warum verlangt das Handelsgesetzbuch zusätzlich die Aufstellung einer Bilanz? 4. Aus welchen zwei Teilen besteht die Bilanz? 5. Warum ergeben die beiden Seiten einer Bilanz immer die gleiche Summe? 6. Was ist wichtig für die Struktur einer jeglichen Bilanz? 7. Was ist als Eigenkapital bezeichnet? 8. Ist jede Bilanzposition nachzählbar? 9. Was macht eine Ausnahme? 10. Wodurch ist das Eigenkapital feststellbar? 11. Worin unterscheiden sich die Schulden? 12. Wie ist es im Fall des Konkurses? 3. Lesen Sie und übersetzen Sie den Text. Bilanz Die Reihenfolge der einzelnen Positionen in einer Bilanz ist nicht willkürlich. Der Gliederung liegt eine feste Systematik zugrunde: Auf der Aktivseite erfolgt eine Gliederung nach dem Grad der Liquidität (Zahlungsfähigkeit), wobei das Bargeld als der Vermögensbestandteil mit höchster Liquidität am Ende steht, während die nur in Ausnahmefällen (durch Verkauf), zu Bargeld zu machenden Grundstücke und Gebäude den Anfang machen. Ihnen folgen alle die Vermögenswerte die die Grundlage für die Durchführung der betrieblichen Funktionen darstellen und bei deren Umwandlung in Bargeld die Unternehmung nicht mehr arbeitsfähig wäre (Maschinell, Anlagen, Fahrzeuge, Einrichtung usw.). Wir nennen all dies das Anlagevermögen. Danach kommen alle die Positionen, die mit den lau- 6

7 fenden Geschäften zu tun haben und die sich kurzfristig durch Einkauf, Produktion und Verkauf ständig verändern. Wir nennen sie Umlaufvermögen. Die Passivposten sind nach der Dauer der Verfügbarkeit für die Unternehmung geordnet, wobei das am langfristigsten zur Verfügung stehende Eigenkapital am Anfang steht und die kurzfristig rückzahlbaren Schulden am Ende. Das folgende Beispiel verdeutlicht die Aufstellung einer Bilanz mit ihren verschieden Positionen. Bilanz der Cellier-Textil GmbH zum Aktiva Passiva Anlagevermögen Eigenkapital Gebäude gerechnetes Maschinen Kapital Fuhrpark Rücklagen Geschäftsausstattung Jahresüberschuss Umlaufvermögen Fremdkapital Vorräte Hypothek Forderungen Darlehen Bankguthaben Verbindlichkeiten Kasse An dieser Bilanz sieht man, dass das Eigenkapital nicht in einer Summe angeführt wird, sondern drei verschiedene Positionen das Eigenkapital bilden. Dies hängt mit, der Rechtsform der Firma Cellier zusammen, die nicht einem einzelnen Eigentümer gehört und keine Personengesellschaft ist (z.b. OHG oder KG), sondern eine GmbH, also eine Kapitalgesellschaft. 4. Was passt zusammen? GmbH, QHG, KG, АG. 1. Kommanditgesellschaft auf Aktien; 2. Gesellschaft mit begrenzter Haftung; 3. Kommanditgesellschaft; 4. offene Handelsgesellschaft. 5. Kommentieren Sie im Text stehende Tabelle. Nehmen Sie dabei die Informationen aus dem Text zu Hilfe. Unterrichtsarbeit 6 Std. Selbstständige Arbeit 10 Std. Thema 2. Abschreibung Abschreibung ist Wertminderung von betrieblichen Vermögensgegenständen» insbesondere von Betriebsmitteln (Maschinen, Fahrzeuge, Anlägen). 7

8 Für die Betriebsführung besteht ein Problem hinsichtlich der Betriebsmittel darin, dass diese «Gebrauchsgüter» nicht, wie z. B. Rohstoffe, unmittelbar bei der Produktion verbraucht werden, sondern langfristig nutzbar sind, ohne dass man exakt sagen kann, wie lange dies sein wird. Man weiß also, nicht, welcher Anteil der Abnutzung von Betriebsmitteln einem bestimmten Produktionsergebnis oder einem bestimmten Zeitraum zugerechnet werden muss. In der Praxis hilft man sich mit Schätzungen entsprechend früherer Erfahrungen. Hierbei muss man die «wirtschaftliche Nutzungsdauer» und die (technische) «Lebensdauer» unterscheiden. Die Lebensdauer eines Betriebsmittels ist in der Regel länger als die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Dies ist dann der Fall, wenn das Betriebsmittel zwar technisch noch funktioniert, sein Einsatz aber unwirtschaftlich ist, weil inzwischen neuere, bessere Anlagen existieren. Abschreibungsursachen lassen sich in technische, wirtschaftliche und rechtliche Ursachen unterteilen: Technische Ursachen können in gewöhnlichem Verschleiß (Gebrauchs- oder Ruheverschleiß, Abbau) oder in außergewöhnlichem Verschleiß (Katastrophenverschleiß) liegen. Als wirtschaftliche Ursachen kommen in Frage Nachfrageverschiebungen und Fehlinvestitionen (wobei in beiden Fällen die noch vorhandene Anlage wirtschaftlich nicht mehr voll verwertbar ist) sowie Ineffizienz (bedingt durch gesunkene Wiederbeschaffungskosten, technischen Fortschritt oder Umsatzrückgang der mit der Anlage erstellten Leistungen infolge von z. B. Modeänderungen oder Änderungen der Lebensgewohnheiten der Verbraucher). Rechtliche Ursachen können auf der Entwertung durch gesetzgeberische Maßnahmen, auf dem zeitlichen Ablauf von Verträgen (z. B. Miet-, Pacht- oder Leasingverträge) oder Schutzrechten (z. B. Patente, Konzessionen, Lizenzen) beruhen. 1. Welche Formulierungen entsprechen dem Textinhalt? 1. Abschreibung ist die Wertbestimmung von betrieblichen Vermögensgegenständen. 2. Die Gebrauchsgüter sind langfristig nutzbar. 3. Man unterscheidet wirtschaftliche Nutzungsdauer und technische Lebensdauer. 4. Die Lebensdauer eines Betriebsmittels ist kürzer als die wirtschaftliche Nutzungsdauer. 5. Abschreibungsursachen lassen sich in technische, wirtschaftliche und rechtliche Ursachenunterteilen. 6. Zu den technischen Abschreibungsursachen gehört neben dem Gebrauchs- oder Ruheverschleiß auch Katastrophenverschleiß. 7. Wirtschaftliche Abschreibungsursachen sind auf Nachfrageverschiebung auf keinen Fall zurückzuführen. 8. Es gibt zwei Abschreibungsursachen. 8

9 2. Ordnen Sie folgende Teile entsprechend dem Textinhalt zu. 1. Die Betriebsmittel sind langfristig a) welcher Anteil der Abnutzung von Betriebsmitteln einem bestimmten Produkti- nutzbar, onsergebnis zugerechnet wird. 2. Man weiß nicht, b) sein Einsatz ist aber unwirtschaftlich, weil inzwischen neuere Anlagen existieren. 3. Die Lebensdauer eines Betriebsmittels ist i.d.r. länger, Als wirtschaftliche Abschreibungsursachen sind 5. Das Betriebsmittel kann technisch noch funktionieren, Die Abschreibungen lassen sich in... c). technische, wirtschaftliche und rechtliche unterteilen. d) Nachfrageverschiebungen und Fehlinvestitionen zu nennen. e) ohne dass man exakt sagen kann, wie lange das sein wird. f) als die wirtschaftliche Nutzungsdauer. 3. Beantworten Sie schriftlich die Fragen mit den Informationen aus dem Text. 1. Was bedeutet der Begriff «Abschreibung»? 2. Worin besteht für die Betriebsführung ein Problem, hinsichtlich der Betriebsmittel? 3. Weiß man Bescheid, welcher Anteil der Abnutzung von Betriebsmitteln einem bestimmten Produktionsergebnis oder einem bestimmten Zeitraum zugerechnet werden muss? 4. Wie ist es in der Praxis mit Schätzungen? 5. Was gehört zu den Betriebsmitteln? 6. Worin liegt der Unterschied zwischen der wirtschaftlichen Nutzungsdauer und der technischen Lebensdauer? 7. Welche Abschreibungsursachen kennen Sie? 8. Worin können technische Ursachen liegen? 9. Was kommt als wirtschaftliche Ursachen in Frage? 10. Worauf können rechtliche Ursachen beruhen? 4. Lesen Sie und übersetzen Sie den Text. Abschreibungen dienen in der Buchhaltung dazu, die richtigen Werte der Vermögensgegenstände in der Bilanz auszuweisen. Die Abschreibungen dienen auch der richtigen Verteilung von Ausgaben auf die Perioden, in denen der Wert des Gutes verbraucht wurde. Die Abschreibungen sind dann Aufwand im Rahmen der Gewinn-und-Verlust-Rechnung und Kosten im Rahmen der Kosten- und Betriebsergebnisrechnung des Betriebes. Folglich gelten die Abschreibungen auch in die Kalkulation ein. Die Höhe der Abschreibungen sollte sicherstellen, dass mit diesen freigesetzten Mitteln der Wert des betrieblichen Vermögens erhalten bleibt. Dies ist besonders in 9

10 Zeiten von Inflation problematisch, weil die Abschreibung, die nach dem Wert der ehemals gekauften Maschine berechnet wurde, nicht ausreicht, um eine gleiche, neuartige Maschine zukaufen. Die steuerlichen Richtlinien in Deutschland erlauben aber nicht die Berechnung der Abschreibung auf der Grundlage voraussichtlicher Anschaffungspreise neuer Maschinen. Bei den Abschreibungsmethoden unterscheidet man die lineare und die degressive Abschreibung. Die lineare Abschreibung verteilt den Wert der Anlagen (Anschaffungskosten oder Herstellungskosten) gleichmäßig auf die Zeit der voraussichtlichen Nutzung. Bei der degressiven Abschreibung wird in den ersten Jahren der Nutzung der Anlage ein höherer Wert abgeschrieben und in späteren Jahren immer weniger. Das folgende Beispiel verdeutlicht die verschiedenen Abschreibungsmethoden: Anschaffung einer Maschine für EU, voraussichtliche Nutzungsdauer zehn Jahre, wobei zum Schluss kein Restwert verbleibt, d. h., für die Maschine würde nach zehn Jahren keinerlei Verkaufserlös erzielt. a) Bei gleichbleibenden Jahresbeträgen werden jedes Jahr 500 EU abgeschrieben. Dies nennt man lineare Abschreibung. b) Bei fallenden Jahresbeträgen nimmt die Höhe der Abschreibung von Jahr zu Jahr ab: In den ersten Jahren ist die Abschreibung höher, später niedriger als bei gleichbleibenden Jahresbeträgen. Dies bezeichnet man als degressive Abschreibung. Jahr Lineare Abschreibung Höhe der Abschreibung Wert der Maschine 1.1 Degressive Abschreibung Höhe der Abschreibung Wert der Maschine Abschreibungen sind aus der Sicht des Unternehmens Kosten, die den Gewinn schmälern. Dies führt dazu, dass bei Steuern auf den Gewinn die degressive Abschreibung in den ersten Jahren den Gewinn erheblich schmälert. Später wird dann allerdings die lineare Abschreibung höher als die degressive (siehe Jahr 5 im Beispiel!). In der Regel bleibt aber die degressive Abschreibung vorteilhaft, schon allein wegen des Zinsgewinnes, den die verzögerte Zahlung mit sich bringt. Kontrollarbeit 1. 2 Std. 10

11 Thema 3. Audit Unterrichtsarbeit 8 Std. Selbstständige Arbeit 8 Std. Im Rahmen des Qualitätsmanagements werden systematische und unabhängige Untersuchungen in Unternehmen oder auch nicht gewerblichen Organisationen durchgeführt, um festzustellen, ob die qualitätsbezogenen Tätigkeiten und Ergebnisse den Planungen entsprechen und ob sie wirklich geeignet sind, die vorgesehenen Ziele zu erreichen. (DIN ISO 8402). Die Grundlage für ein Audit (von audire lat. «hören», «anhören»), das immer von Personen durchgeführt wird, die keine direkte Verantwortung in dem überprüften Bereich haben, ist immer ein exaktes Regelwerk, d.h. es gibt hierfür feste Richtlinien (Beispiele: DIN EN ISO 9001, 9002, 9003). Die Qualitätsaudits können sich auf Systeme, auf Verfahren und auf Produkte beziehen. Das Ziel eines Audits ist dabei, die Notwendigkeit von Verbesserungen und Korrekturen zu beurteilen. Systemaudit. Nach dem Veranlasser kann man unterscheiden zwischen internem Audit, in dem die Organisation ihr eigenes Qualitäts-Managementsystem prüft, externem Kundenaudit, in dem der Kunde das Qualitäts-Managementsystem des Lieferanten prüft (z.t. auch «Lieferantenaudit» genannt), externem Zertifizierungsaudit, in dem eine unabhängige Prüforganisation (Third-Party) die Prüfung vornimmt, um das Qualitäts-Managementsystem zu zertifizieren (EG-Konformitätsverordnung und EN ). In den letzten Jahren ist in der Bundesrepublik Deutschland die Bedeutung von Systemaudits stark angestiegen. Es ist nicht nur ein intern unverzichtbares Überwachungsinstrument des Managements für die Sicherung des Anspruchs, dass jeder Mitarbeiter im inne des Qualitätsmanagements denken und handeln muss; häufig ist es auch die Voraussetzung für Liefer- oder Dienstleistungsaufträge bedeutender Kunden. Solche Systemaudits werden in allen Bereichen des Unternehmens in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen durchgeführt, um die Managementanordnungen und ihre einwandfreie, nachweisbare Durchführung zu überprüfen und ein Optimum an Fehlerverhütung zu erreichen. Dem Audit liegt stets eine Frageliste zugrunde, die sich streng an das dem Managementsystem zugrundeliegende Regelwerk hält: Zweckmäßigkeit, Angemessenheit und Wirksamkeit aller Managementmaßnahmen, ausreichende Dokumentation der Qualitätsmanagementmaßnahmen, Erfüllung der Normen DIN EN ISO 9001, 9002 oder 9003, Ermittlung von Schwachstellen, Festlegung von Korrekturen und Qualitätsverbesserungen. Verfahrensaudit (auch Prozessaudit). Es dient der Prüfung von Teilen der Ablauforganisation, bzw. von Herstellungsprozessen und - verfahren, besonders in sol- 11

12 chen Fällen, in denen die Produktqualität während des Prozesses nicht direkt messbar ist (Schweißen, Löten, Gießen, Härten, Galvanisieren u.a.) Überprüft wird die qualitative Wirksamkeit der Prozesse und ihre Beherrschbarkeit. Ziel ist die systematische Verbesserung der Überwachung der Prozesse während der Fertigung, wobei die Verfahrensanweisungen, Arbeitsanweisungen und Prüf unterlagen des Verfahrens mit einbezogen werden. Produktaudit. Bei dem Produktaudit stehen Qualitätsüberprüfungen von Produktelementen, Zwischen- und Endprodukten in den einzelnen Fertigungsstufen im Vordergrund. Damit verbunden ist die Prüfung der Herstellungsunterlagen einschließlich der Fertigungs- und Prüfmittel. Das Ziel ist zusätzliche, neutrale Feststellung des Qualitätsniveaus; zusätzliche Sicherung der Erfüllung von Qualitätsnormen; Ermittlung von Verbesserungsmöglichkeiten der Qualität; Prüfung der Wirksamkeit und Fähigkeit der Produktprüfstellen; Bestimmung der Zweckmäßigkeit von Prüfungen. Das Produktaudit wird immer in Verbindung mit dem Pflichtenheft, den Qualitätsvereinbarungen, Prüfunterlagen usw. durchgeführt. In vielen Fällen werden die lagernden Endprodukte geprüft, die unter «Kundensicht» damit einer zusätzlichen Selbstkontrolle unterliegen. 1. Welchen der folgenden Aussagen stimmen Sie zu? 1. In den Unternehmen werden die Untersuchungen durchgeführt, um festzustellen, ob die qualitätsbezogenen Tätigkeiten den Planungen entsprechen. 2. Für die Durchführung des Audits gibt es keine festen Richtlinien. 3. Das Ziel des Audits ist dabei, die Notwendigkeit von Verbesserungen und Korrekturen zu beurteilen. 4. Bei dem externen Kundenaudit prüft die Organisation ihr eigenes Qualitäts- Managementsystem. 5. Bei dem externen Zertifizierungsaudit nimmt eine unabhängige Organisation die Prüfung vor, um das Qualitäts-Managementsystem zu zertifizieren. 6. In der Bundesrepublik Deutschland spielt das Systemaudit eine große Rolle. 7. Das Systemaudit wird in allen Unternehmen in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen durchgeführt. 8. Während der Prüfung werden in erster Linie solche Fragen in Betracht genommen, wie ausreichende Dokumentation der Qualitäts-Managementmaßnahmen und Erfüllung der Normen. 9. Das Verfahrensaudit dient zur Prüfung der ganzen Ablauforganisation. 10. Bei dem Produktaudit stehen Qualitätsüberprüfungen im Vordergrund. 11. Das Produktaudit wird oft ohne Prüfunterlagen durchgeführt. 2. Lesen Sie den Text ein zweites Mal und beantworten Sie die Fragen mit Informationen aus dem Text. 1. Mit welchem Ziel werden im Rahmen des Qualitäts-Managementsystems systematische und unabhängige Untersuchungen in Unternehmen oder auch nicht gewerblichen Organisationen durchgeführt? 12

13 2. Was bildet die Grundlage für ein Audit? 3. Worauf können sich die Qualitätsaudits beziehen und welches Ziel verfolgen sie? 4. Welche Systemauditarten unterscheidet man nach dem Veranlasser? 5. Wie oft werden solche Systemaudits durchgeführt? 6. Welche Frageliste liegt dem Audit zugrunde? 7. Was wird bei dem Verfahrensaudit geprüft? 8. Was steht bei dem Produktaudit im Vordergrund? 3. In jedem der folgenden Zeilen ist mindestens ein Wort zum Thema «Audit» versteckt. PROKUNDENAUDITALDIN EXEZERTIFIKATINTEZIEL MALWIRKSAMKEITINORM REGSCHWACHSTELLENMO DIENKOPTIMUMABSTAND PRÜFUNGITKORREKTURS TFRAGELISTEPROZESSDU BESTIMMUNGVERBINDEN MOSGRUNDWORGDFJKPM CFVERANLASSEREXTERN 4. Machen Sie grammatische Umformungen. Partizipialkonstruktion => Relativsatz Beispiel: Das im Unternehmen regelmäßig durchgeführte Audit => Das Audit, das im Unternehmen regelmäßig durchgeführt wird. 1. Der von den Personen überprüfte Bereich => 2. Die in den letzten Jahren gestiegene Bedeutung von Systemaudit => 3. Die einer zusätzlichen Kontrolle unterliegenden Endprodukte => 4. Das durch eine unabhängige Prüforganisation zertifizierte Qualitätsmanagementsystem => 5. Das schnell erreichte Ziel => 6. Das dem Management zugrundeliegende Regelwerk => 5. Übersetzen Sie den Text. Jahresabschluss Anhang und Lagebericht Der Jahresabschluss einer Unternehmung besteht im Regelfall aus einer Bilanz und einer Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Bei den Kapitalgesellschaften wie der Aktiengesellschaft (AG), der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) u.a. werden jedoch besondere Anforderungen an den Jahresabschluss gestellt, sodass sacht nur Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung, sondern auch ein «Anhang» und ein «Lagebericht» ( 264 HGB) erforderlich sind, die bei größeren Gesellschaften auch 13

14 veröffentlicht werden müssen. Darüber hinaus ist bei großen Gesellschaften eine Prüfung durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer notwendig. Die Abschlussprüfung durch diesen Wirtschaftsprüfer, der vom Aufsichtsrat bestellt wird, erstreckt sich auf die Prüfung der Buchhaltung, des Jahresabschlusses (einschließlich Anhang und Lagebericht). Ergibt die Prüfung keine Einwendungen, so erklärt der Prüfer dies durch einest entsprechenden Bestätigungsvermerk. Billigen Aufsichtsrat und Hauptversammlung danach den Jahresabschluss, so ist dieser festgestellt (gültig). Die gesetzlichen Vertreter der Unternehmung haben danach den Jahresabschluss beim Handelsregister und bei großen Gesellschaften auch im Bundesanzeiger bekanntzumachen. Der Anhang soll die Bilanz und die Gewinn-und-Verlust-Rechnung ergänzen, um so dem Bilanzanalytiker einen besseren Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einer Kapitalgesellschaft zu ermöglichen. Dem Anhang werden im wesentlichen drei Funktionen beigemessen: Interpretationsfunktion. Im Anhang muss angeführt werden, nach welcher Methode die verschiedenen Vermögenswerte bewertet wurden (z.b. Marktpreise, Börsenkurse), welche Umrechnungskurse für ausländische Währungen angesetzt wurden, welche Termine bei der Rückzahlung von Schulden eingehalten werden müssen, wie sich die Umsätze auf die verschiedenen Tätigkeitsbereiche verteilen, welche Bezüge die Vorstands- und die Aufsichtsratsmitglieder erhalten haben u.a.m. Entlastungsfunktion. Durch den Anhang ist es möglich, die Bilanz und Gewinnund-Verlust-Rechnung von einer Reihe von Informationen zu entlasten, sodass diese übersichtlicher und einfacher wird, ohne dass jedoch die Informationen verloren gehen. Die Angaben im Anhang sind den Inhalten der Bilanz und G+V-Rechnung rechtlich völlig gleichgestellt. Ergänzungsfunktion. Der Anhang enthält daneben zahlreiche Informationen, die in Bilanz und G+V-Rechnung gar nicht auftauchen könnten, weil sie sich nicht aufzählen der Vermögensbestände oder der Aufwendungen und Erträge beziehen, wie z.b. die Zahl der Arbeitnehmer u.a. In der Praxis sind Checklisten entwickelt worden, die genau angeben, an was man alles bei Erstellung des Anhanges denken muss. Diese können bis zu 81 verschiedene Positionen umfassen. Der Lagebericht soll über die Interpretation der Zahlen von Bilanz und G+V- Rechnung hinaus den Geschäftsverlauf und die Lage der Unternehmung schildern. Er soll insbesondere darstellen wichtige Vorfalle, die nach Abschluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, auf das sich die Daten des Jahresabschlusses beziehen; die voraussichtliche Entwicklung der Unternehmung auf der Grundlage der gegenwärtigen Situation; die aktuelle und in naher Zukunft vorgesehene Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Unternehmung. 14

15 Unterrichtsarbeit 6 Std. Selbstständige Arbeit 10 Std. Thema 4. Haushaltsplan Im Haushaltsplan findet man eine Gegenüberstellung von erwarteten Einnahmen und geplanten Ausgaben innerhalb einer Haushaltsperiode (meistens ein Jahr) zur Feststellung und Deckung des Finanzbedarfs eines Haushaltsträgers. Dies gilt für private Haushalte, für Unternehmen und für öffentliche Haushalte. Die größte Bedeutung hat der Haushaltsplan für die öffentlichen Haushalte. Er muss von den jeweiligen Parlamenten genehmigt werden und legt damit die Aktionsmöglichkeiten der Regierung bzw. Verwaltung fest. In der Bundesrepublik Deutschland gibt es eine Vielzahl von öffentlichen Haushaltsträgern, wie z. B. Bund, Länder und Gemeinden. Der Haushaltsplan gibt die «Soll-Zahlen» für ein Jahr vor; die nachträglich erfassten Ist-Zahlen nach Ablauf der Haushaltsperiode werden in der Haushaltsrechnung der jeweiligen Gebietskörperschaften zusammengefasst. Ursprünglich war der Haushaltsplan (Budget, Etat) als Mittel rationaler Staatsführung durch die Bürokratie gedacht, mittlerweile wurde er in parlamentarischen Staaten zum wichtigsten Mittel politischer Kontrolle der Regierung. Allerdings ist die Möglichkeit des Parlaments, in die Haushaltsplanung der Regierung einzugreifen, heute nicht mehr allzu groß, da in der Regel über 80 Prozent der veranschlagten Ausgaben auf gesetzlichen und vertraglichen. Bindungen beruhen und daher nicht ohne weiteres gekürzt werden können. Außerdem ist zu beachten, dass Gesetze des Bundestages, die vorgeschlagene Ausgaben erhöhen oder neue Ausgaben oder Einnahmeminderungen mit sich bringen, nach Art. 13 GG der Zustimmung der Bundesregierung bedürfen. Der Haushaltsplan dient der Feststellung und Deckung des Finanzbedarfs zur Erfüllung der öffentlichen Aufgaben in einem Bewilligungszeitraum (meist 1.1. bis ). Er dient als Grundlage für eine rationale Haushalts- und Wirtschaftsführung. Bei seiner Aufstellung und Ausführung ist den Erfordernissen des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts Rechnung zu tragen, es sind verschiedene Haushaltsgrundsätze zu beachten (siehe Art GG, Haushaltsgrundsätzegesetz und Bundeshaushaltsordnung vom ). Zu ihnen gehören unter anderem: das Prinzip der Periodizität. des Haushaltsplans (meist einjährig), das Prinzip der Vorherigkeit, was die Aufstellung vor Beginn einer Haushaltsperiode bedeutet, das Prinzip der Spezialität (z. B. Differenzierung der Ausgabenposten, genaue Angabe ihrer Höhe und Beschränkung auf eine Haushaltsperiode), das Prinzip des Haushaltsgleichgewichts (Entsprechung von Einnahmen und Ausgaben), das Prinzip der Nonaffektion, womit alle Einnahmen grundsätzlich für alle Ausgaben ohne spezielle Zuordnung zur Verfügung stehen, und das Prinzip der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit der Haushaltsführung. Für Ausgaben von erheblicher finanzieller Bedeutung ist vorweg eine Kosten-Nutzen- Analyse durchzuführen. 15

16 1. Stimmen Sie den folgenden Aussagen im Text zu? 1. Im Haushalt findet man eine Gegenüberstellung von erwarteten Einnahmen und geplanten Ausgaben innerhalb mehrerer Haushaltsperioden. 2. Die größte Bedeutung hat der Haushaltsplan für die öffentlichen Haushalte. 3. Der Haushaltsplan muss von den Parlamenten genehmigt werden. 4. In der Bundesrepublik Deutschland gibt es nur einen Haushaltsträger. 5. Der Haushaltsplan gibt die «Soll-Zahlen» für ein Jahr vor. 6. Ursprünglich war der Haushaltsplan als Mittel rationaler Staatsführung durch Bürokratie gedacht. 7. Der Haushaltsplan ist das wichtigste Mittel politischer Kontrolle der Regierung. 8. Das Parlament greift heute aktiv in die Haushaltsplanung der Regierung ein. 9. Nur 30 Prozent der veranschlagten Ausgaben beruhen auf gesetzliehen und vertraglichen Bindungen. 2. Was gehört zusammen? 1. In der Bundesrepublik gibt es eine Vielzahl von öffentlichen Haushaltsträgern, Die nachträglich erfassten Ist-Zahlen nach Ablauf der Haushaltsperiode werden Das Parlament kann in die Haushaltsplanung praktisch nicht eingreifen,... a)...genaue Angabe ihrer Höhe und Beschränkung auf eine Haushaltsperiode. b) da in der Regel über 80 Prozent der veranschlagten Aufgaben auf gesetzlichen Bindungen beruhen. c) der Festlegung und Deckung des Finanzbedarfs in einem Bewilligungszeitraum. 4. Der Haushaltsplan dient... d) wie z.b. Bund, Länder und Gemeinden. 5. Das Haushaltsprinzip der Spezialität bedeutet die Differenzierung der Ausgabenposten,... e)... in der Hauhaltsrechnung der jeweiligen Gebietskörperschaften zusammengefasst. 3. Unterstreichen Sie im Text die Nebensätze, bestimmen Sie Ihre Art, übersetzen Sie sie ins Russische. 4. Gliedern Sie sinngemäß den Text und betiteln Sie jeden Teil. 5. Deuten Sie die Hauptgedanken des Textes. 6. Überfliegen Sie noch einmal den Absatz, wo die Rede von Haushaltsgrundsätzen ist. Sprechen Sie darüber ausführlicher. 16

17 7. Referieren Sie den Text. Der gesetzlich vorgeschriebene Weg des Haushaltes wird als Haushaltskreislauf bezeichnet. Es können drei Phasen unterschieden werden: Aufstellung des Haushaltsplanes Vollzug und Kontrolle und Entlastung. In der ersten Phase geben zunächst die einzelnen Ministerien ihre Anforderungen an das Finanzministerium. Diese Vorschläge werden vom Finanzminister geprüft, und dieser erstellt unter Berücksichtigung seiner finanziellen Möglichkeiten, die wesentlich durch Steuerschätzungen bestimmt sind, den Haushaltsplanentwurf, der dem Kabinett vorgelegt wird. Das Bundeskabinett prüft den Entwurf, nimmt eventuell Korrekturen vor (der Finanzminister kann nur durch den Bundeskanzler überstimmt werden) und gibt den Entwurf als Gesetzesvorlage an die gesetzlichen Organe, also an den Bundestag und den Bundesrat. Durch den Beschluss des Bundestages erlangt die Vorlage Gesetzeskraft, womit der Haushaltsplan in seine zweite Phase tritt. Beim Vollzug des Haushaltsplanes hat die Bundesregierung grundsätzlich die Aufgabe, den Beschluss des Gesetzgebers zu erfüllen Die Kontrolle des Haushaltsplanes erfolgt als begleitende Kontrolle und als nachfolgende Kontrolle. Die nachfolgende Kontrolle ist von besonderer Bedeutung, sie wird in erster Instanz vom Bundesrechnungshof durchgeführt, der einen Prüfungsbericht erstellt. Auf der Grundlage dieses Berichtes erfolgt die parlamentarische Kontrolle. Mit der Entlastung der Regierung durch Bundestag und Bundesrat endet der Haushaltskreislauf. 8. Füllen Sie die Lücken mit entsprechenden Präpositionen aus: an, von, in, durch, von, auf. 1. Die Ministerien geben ihre Anforderungen das Finanzministerium. 2. Alle Vorschläge werden gründlich dem Finanzminister geprüft. 3. Finanzielle Möglichkeiten sind Steuerschätzungen bestimmt. 4. Die Kontrolle wird erster Instanz durchgeführt. 5. der Grundlage des Prüfungsberichtes erfolgt die parlamentarische Kontrolle. 6. Die nachstehende Kontrolle ist besonderer Bedeutung. 9. Ordnen Sie bitte die folgenden Wörter so, dass sie sinnvolle Sätze ergeben. 1. Drei Phasen, Kontrolle und Entlastung, Vollzug, es gibt, Aufstellung, der Haushaltskreislauf. 2. Der Finanzminister, der Haushaltsplanentwurf, erstellen. 3. Überstimmen, können, durch, der Bundeskanzler, der Finanzminister. 4. Der Haushaltsplanentwurf, der Bundesrat, der Bundestag, als Gesetzesvorlage, werden, geben an. 5. Die Bundesregierung, haben, die Aufgabe, grundsätzlich, beim Vollzug, erfüllen, der Gesetzgeber, der Beschluss. Kontrollarbeit 2. 2 Std. 17

18 Unterrichtsarbeit 6 Std. Selbstständige Arbeit 10 Std. Thema 5. Kostenrechnung Unternehmen haben die Aufgabe, Leistungen zu schaffen, das Einkommen der in ihnen tätigen Menschen zu sichern, Steuern für den Staat zu erwirtschaften und zur Erfüllung von sozialen und wirtschaftlichen Leistungen beizutragen. Hierbei wird die Arbeit in den Unternehmen entscheidend von zwischenmenschlichen Beziehungen und moderner Technik geprägt. Zweck der Unternehmung ist es, durch die Kombination der Produktionsfaktoren einen Output zu erreichen, der für die Bedürfnisbefriedigung der Menschen einen höheren Wert hat als die Summe der einzelnen Inputs. Durch die Kombination soll also ein zusätzlicher Nutzenwert entstehen. > reale Ströme > Input > Kombination/Produktion > Output < monetäre Ströme < Das betriebliche Rechnungswesen einer Unternehmung hat die Aufgabe, die Ströme aller Inputs bis zum Absatz des neu geschaffenen Produktes im Zeitablauf zu registrieren. Die Inputströme können in monetäre Ströme (Auszahlungen, Einzahlungen, Ausgaben, Einnahmen) und reale Ströme (Produktionsfaktoren und -mittel, Erzeugnisse) unterteilt werden. Während sich die Finanzbuchhaltung um die Erfassung der monetären Ströme kümmert, sollen durch die Kostenrechnung die realen Ströme festgehalten und kontrolliert werden. Die Ermittlung der Kosten ist für eine wirtschaftliche Betriebsführung außerordentlich wichtig. Sie dient vor allem den folgenden betriebsinternen Zwecken: der Bestimmung des Leistungserfolges und der Feststellung des Betriebsergebnisses. Es geht hierbei um die Frage, ob sich die Arbeit in dem Jahr gelohnt hat, d.h., ob das Betriebsergebnis höher war als der Einsatz der Ressourcen im Rahmen der Produktion. Der Leistungserfolg kann für den Gesamtbetrieb, jedoch auch für einzelne Betriebe einer Unternehmung oder für Betriebsteile ermittelt werden, um deren Wirtschaftlichkeit und/oder Produktivität im einzelnen zu beurteilen. Dies ist für die Analyse der wirtschaftlichen Lage eine Daueraufgabe und kann z.b. für die Entscheidung über die Schließung von Betriebsteilen oder die Durchführung von Rationalisierungsmaßnahmen als Sondermaßnahmen von Bedeutung sein. Entscheidungshilfe für Betriebsdisposition und -kontrolle. Hier kann es darum gehen, das beste Produktions-Verfahren auszuwählen, Überinvestitionen zu entscheiden, die günstigsten Werkstoffe einzusetzen und die Frage zu klären, ob etwas selbst produziert oder lieber gekauft werden sollte. Auch ist bei dezentralisierter Geschäftsführung eine Kontrolle unerlässlich, um Wirtschaftlichkeit der einzelnen Betriebsteile ständig überprüfen zu können. Was im Handwerksbetrieb die koordinierende Aufsicht des Meisters, ist im dezentral geführten Großbetrieb die ausgefeilte Kostenrechnung. 18

19 Hilfsmittel für die Preispolitik. Kosten bieten dem Unternehmer eine Orientierungshilfe für seine preispolitischen Aktivitäten, denn der Verkauf der Erzeugnisse und Produkte soll ja zu Preisen erfolgen, die ihm möglichst eine Erstattung der eingesetzten Produktionsfaktoren (und etwas darüber hinaus) gewährleisten. Die Ermittlung der Kosten ist notwendig für die Ermittlung von Untergrenze für die Preise im Verkauf und für die Ermittlung von Obergrenzen der Preise Einkauf von Ressourcen. 1. Was verstehen Sie Unter folgenden Begriffen? Erklären Sie das Deutsch. Kostenrechnung: Input: Output: monetäre Ströme: reale Ströme Kosten: Betriebsergebnis: Leistungserfolg: Betriebsdisposition: Preispolitik: 2. Füllen Sie folgendes Raster aus: Kostenrechnung Leistungseifolg und Betriebsergebnisse Betriebsdisposition und Kontrolle Preispolitik Aufgabe Zweck 3. Machen Sie eine Zusammenfassung der wichtigen Informationen anhand des Rasters. 4. Lesen Sie und übersetzen Sie den Text. Kostenklassifikation Unabhängig vom gewählten Kostenrechnungssystem gliedert sich jede Kostenrechnung immer in die folgenden Teilbereiche. Die wichtigste Aufgabe der Kostenartenrechnung liegt in der zweckmäßigen, auf die betrieblichen Verhältnisse abgestellten Aufgliederung der Kosten in unterschiedliche Kostenarten. Die Kostenartenrechnung beschäftigt sich also mit der Frage: Welche Art von Kosten sind in der Rechnungsperiode in welcher Höhe angefallen? Da die Gesamtkostensumme für die Erfüllung der oben genannten Aufgaben wenig aussagen würde, werden die Kosten nach verschiedenen Kategorien unterschieden, z.b. Personalkosten, Materialkosten, Abschreibungen, Zinsen u.a. 19

20 Beschaffungskosten, Fertigungskosten, Vertriebskosten, Verwaltungskosten u. a. gleichbleibende (fixe) Kosten und veränderliche (variable) Kosten, Einzelkosten (die sich für das einzelne Produkt erfassen lassen) und Gemeinkosten, (die ich nur für mehrere meiner Produkte oder gar alle gemeinsam erfassen kann) u.v.a.m. In der Praxis gibt es eine Vielzahl solcher Unterteilungen; in Großunternehmen trennt man oft mehrere 100 Kostenarten voneinander. Nach ihrer Erfassung im Rahmen der Kostenartenrechnung werden die Kosten mit Hilfe der Kostenstellenrechnung auf die verschiedenen Betriebsbereiche die Kostenstellen verteilt. Hierdurch wird es möglich, in den einzelnen Teilbereichen des Unternehmens eine systematische Kontrolle durchzuführen. Die Kostenstellenrechnung beschäftigt sich also mit Fragen wie: Wo sind welche Kosten in welcher Höhe angefallen? Haben sie sich verändert? Welche Kosten entstehen bei uns im Vergleich zu anderen Unternehmen? u.v.a.m. Jedes Produkt, das wir erzeugt haben, ist ein «Kostenträger». Es trägt in das Produkt eingegangene Ressourcen nach außen zum Abnehmer. Im Gegenzug erwarten wir, dass uns mindestens im gleichen Wert finanzielle Mittel zufließen, mit denen wir wieder die notwendigen Ressourcen für die weitere Produktion kaufen können. In der Kostenträgerrechnung wird versucht, eine Verbindung zwischen den angefallenen Kosten und den erstellten Leistungen herzustellen. Es werden die Kosten je Stück der erstellten Sachgüter und Dienstleistungen ermittelt. 5. Ordnen Sie die Wörter den entsprechenden Lücken im Text zu. 1. Eine Unternehmung dient dazu, aus verschiedenen... Waren und... herzustellen. 2. In dem Rechnungswesen einer Unternehmung werden nun die... der verschiedenen Produktionsfaktoren bis zum... der Produkte im Zeitablauf registriert. 3. Im externen... versucht die Unternehmung das Ergebnis der... im Eigeninteresse zu manipulieren. 4. Im... Rechnungswesen zeigt sich das wahre... der Geschäftstätigkeit. Ströme, Absatz, Produktionsfaktoren, Dienstleistungen, Rechnungswesen, Geschäftstätigkeit, internen, Ergebnis Unterrichtsarbeit 8 Std. Selbstständige Arbeit 10 Std. Thema 6. Die Europäische Zentralbank Die Europäische Zentralbank (EZB wurde am 01. Juni 1998 gegründet und ist damit eine der jüngsten Zentralbanken der Welt. Die Europäische Zentralbank (EZB) muss vor allem dafür sorgen, dass es nicht zur Geldentwertung kommt, d.h. dass in Europa die Preisniveaustabilität gesichert und Inflation verhindert wird. 20

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