Erweiterungsstudiengang Frühe Bildung Leitfaden zum Praktikum und dem durchzuführenden Projekt

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1 Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd University of Education Erweiterungsstudiengang Frühe Bildung Leitfaden zum Praktikum und dem durchzuführenden Projekt Praktikum Im Rahmen des Moduls 4 ist über einen Zeitraum von insgesamt vier Wochen / 20 Arbeitstagen ein Praktikum zu absolvieren und mit einem Bericht zu dokumentieren. Im Erweiterungsstudium Frühe Bildung ist das Praktikum im Kindergarten zu absolvieren. Im Praktikumsbericht soll über die allgemeine Reflexion der im Praktikum wahrgenommenen pädagogischen Alltagserfahrungen hinaus ein frühpädagogischer bzw. -didaktischer Aspekt näher fokussiert und reflektiert werden (Praktikumsprojekt). Die Einrichtung, an der das Praktikum absolviert wird, stellt nach Abschluss des Praktikums ein kurzes Praktikumszeugnis aus. Von Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die den Wahlbereich Frühes Fremdsprachenlernen studieren, wird erwartet, dass sie das Praktikum als Auslandspraktikum in einem englischsprachigen Land oder in einem Kindergarten mit deutsch-englisch bilingualem Angebot absolvieren. Wird das Praktikum nicht als Auslandspraktikum oder einem Kindergarten mit deutsch-englisch bilingualem Angebot absolviert, wird die erfolgreiche Teilnahme an einem englischsprachigen Konversationskurs vorausgesetzt. Den Praktikumsplatz organisieren sich die Studierenden in Absprache mit der betreuenden Dozentin/dem betreuenden Dozenten selbst. Die inhaltliche und zeitliche Gestaltung des Praktikums hängt von dem im Praktikum durchgeführten Projekt ab und muss vor Beginn des Praktikums mit der betreuenden Dozentin/dem betreuenden Dozenten abgesprochen werden. Lehrveranstaltungen zum Praktikum Die insgesamt drei Lehrveranstaltungen in Modul 4.1 Einführung in Formen elementarpädagogischer Praxisforschung und Modul 4.2 Pädagogische Gestaltungselemente für den Übergang vom Kindergarten zur Grundschule dienen der Vorbereitung der Planung, Durchführung und Auswertung des Praktikum und des Projekts sowie der Begleitung und Unterstützung bei der Durchführung. Dauer des Praktikums: 20 Arbeitstage; im Block oder auch über einen längeren Zeitraum verteilt. An wenigstens 2 Tagen sollte der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule (z.b. Besuch der Vorschulkinder in der Schule, Elternberatungsgespräche etc.) im Mittelpunkt des Praktikums stehen, auch wenn dies nur außerhalb des eigentlichen Praktikums (z.b. am Ende eines Schuljahres) möglich ist. Dabei ist von den Studierenden im Vorfeld abzuklären, inwieweit diese Anforderung in der jeweiligen Kindertageseinrichtung umgesetzt werden kann. 1

2 Inhalte des Praktikums Planung, Durchführung und Auswertung eines eigenständigen Praktikumsprojekts, das mit der/dem betreuenden Dozentin/Dozenten und der/dem betreuenden Erzieher/in im Vorfeld abgesprochen wird. aktive Teilnahme am Kindergartenalltag hospitieren bei den Aufgaben der Leitung des Kindergartens an einem Tag wenn möglich, Teilnahme an Teambesprechungen wenn in der Einrichtung vorhanden: Hospitation bei spezifischen Fördereinheiten einzelner oder mehrerer Kinder in Kleingruppen (z.b. Sprachförderung) Durchführung des Praktikumprojekts Reflexion des Projektstatus mit dem/der betreuenden Erzieher/in Zum Praktikumsprojekt Elementarpädagogische Praxisforschung/ Forschendes Lernen Für die Fokussierung und Reflexion eines frühpädagogischen bzw. -didaktischen Aspekts bietet es sich an, aus fachdidaktischer bzw. fachwissenschaftlicher Sicht eine spezifische Fragestellung zu formulieren (s.u.). In Anlehnung daran und in Absprache mit der betreuenden Dozentin/dem betreuenden Dozenten sowie der Kindergartenleitung, ist ein Projekt bzw. eine Untersuchung zu planen, durchzuführen und auszuwerten, wofür geeignete Methoden der Datenerhebung, Auswertung und Präsentation zu wählen sind (z.b. Beobachtung, Interview, Fragebogen, Test, Inhaltsanalyse, o.a.). Der Fokus kann dabei auf die ganze Gruppe, auf Kleingruppen oder auf einzelne Kinder gerichtet werden. Als mögliche inhaltliche Bereiche bieten sich an (Auswahl): I. Allgemeine pädagogische/didaktische oder psychologische Aspekte Erziehungshandeln Sozialerziehung Disziplin/Konflikte Interkulturalität Heterogenität Integration Elternarbeit/Lehrer-Eltern-Gespräch Übergang in die Grundschule Reformorientierte Kindergartenarbeit Lernen und Leben im Kindergarten Fächerübergreifendes Lernen Projektmethode Altersmischung Religiosität und Interreligiosität etc. II. Fachdidaktische/-wissenschaftliche Aspekte kognitive Entwicklung (Schrift-)Sprachentwicklung Frühe Sprachförderung Frühes Fremdsprachenlernen/Bilingualität 2

3 Mathematische Experimente/mathematisches Verständnis, Diagnose & Förderung Naturwissenschaftliche Experimente/naturwissenschaftliches Verständnis, Diagnose und Förderung Philosophieren und Theologisieren mit Kindern Gestaltung religiöser Feste Musisch-ästhetische Bildung Bewegter Kindergarten etc. Konkrete Beispiele (Auswahl): Beobachten/Dokumentieren/Testen der Entwicklung eines spezifischen Bereichs (Sprache, mathematisch, musisch-ästhetisch, sozial-emotional, motivational, kognitiv, Moralvorstellungen, Weltbilder, religiöse Vorstellungen, etc.) über mehrere Zeitpunkte. Dies kann in Form von Fallstudien (Verlaufsstudie, Längsschnittstudie) geschehen oder als Querschnittsstudie (z.b. die Untersuchung von Kindern verschiedener Altersgruppen). Durchführung und Evaluation von Fördermaßnahmen und Trainingsprogrammen (in Absprache mit der Kindergartenleitung) Beobachtung, Dokumentation und kritische Reflektion des pädagogischen Handelns bzw. pädagogischer Gestaltungselemente im pädagogischen Alltag und für den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule Betreuung des Praktikums Das Praktikum wird von zwei Dozentinnen/Dozenten betreut, die die Studierenden selbst ansprechen und einen Vorschlag für ein Projekt unterbreiten. Dabei muss es sich um Dozentinnen/Dozenten handeln, die in der späteren mündlichen Prüfung auch prüfen werden, da die Vorstellung und Diskussion des Praktikumsprojekts wesentlicher Bestandteil der Prüfung sein wird. Die Studierenden sollten deshalb vor der Annahme eines Praktikumsprojekts nachfragen, ob diese prüfungsberechtigt sind, bzw. Prüfer empfehlen können, mit denen das Projekt ebenfalls abgesprochen werden kann. Für die Durchführung des Praktikumsprojekts wird die regelmäßige Rücksprache mit den betreuenden Dozentinnen/Dozenten empfohlen Prüfung und Bewertung Es ist nicht notwendig, dass die Studierenden bis zur Meldung der Prüfung das Praktikum begonnen haben bzw. anmelden. Das Praktikum kann somit in der vorlesungsfreien Zeit erfolgen. Der Praktikumsbericht muss drei Wochen vor dem mündlichen Prüfungstermin in 3-facher Ausfertigung beim Landeslehrerprüfungsamt abgegeben werden. In Absprache mit den Prüferinnen / den Prüfern kann diese Frist in begründeten Fällen verkürzt werden. In Absprache mit der Prüferin / dem Prüfer kann diese Frist in begründeten Fällen verkürzt werden. Das Praktikum fließt über den Praktikumsbericht in die Gesamtnote der mündlichen Prüfung zu 50% ein. Die weiteren 50% gehen über das Kolloquium zum Praktikumsprojekt sowie die Prüfungsthemen in die Note der mündlichen Prüfung ein. 3

4 Inhaltliche und formale Gestaltung des Berichts zum Praktikum und des Projekts A. Erläuterungen zur inhaltlichen Ausgestaltung Der Bericht zum Praktikum besteht aus zwei Teilen. In Teil 1 werden die während des Praktikums wahrgenommenen Aufgaben beschrieben und unter besonderer Berücksichtigung der Bedingungen vor Ort reflektiert. Teil 2 behandelt das Praktikumsprojekt, insbesondere die Einführung in das Thema, die Projektplanung, -durchführung und -auswertung sowie die Diskussion der im Praktikumsprojekt bearbeiteten Frage. Der Praktikumsbericht ist in dreifacher Ausfertigung im Landeslehrerprüfungsamt abzugeben. Zudem sollte eine Kopie an die jeweilige Einrichtung (Schule) gesendet werden. B. Richtlinien zur formalen Gestaltung I. Gliederung Titelblatt Titel des Projekts, Name, Datum, Betreuer des Projektes, Teil 1 Kurze Zusammenfassung (abstract) zum durchgeführten Projekt Inhaltsverzeichnis Nummerierung der Kapitel (1., 2., etc.) und Unterkapitel (1.1, 1.1.1, 1.1.2, etc.), Seitenzahlen (unten, rechts) Ggf. Verzeichnis der Abkürzungen/Abbildungen, Tabellen, etc. Einleitung (Relevanz des Themas, Fragestellung/Erläuterung des Schwerpunkts der Arbeit, aktuell bearbeitete Literatur dazu; Leitfrage Was muss der Leser neben einem Überblick über die aktuelle Literatur zu dem Thema wissen, um mein Projekt und dessen Dokumentationen nachvollziehen zu können? ) Darstellung, Erläuterungen und Begründung der gewählten Erhebungsmethode, der Schwerpunktbildung, der Auswahl der Personen/-gruppe und der Datenauswertung Präsentation der Ergebnisse Interpretation der Ergebnisse und Schlussfolgerungen, Ausblick Literaturverzeichnis Anhang mit Beobachtungsprotokollen (ggf. exemplarisch) und Abbildungen zum Projekt Teil 2 kurze Dokumentation/Verlaufsprotokoll des Praktikums und der wahrgenommenen Tätigkeiten II. Formales 1. Format Schrift Arial/Times New Roman 12 (oder vergleichbare Schrift und Größe) 1,5 Zeilenabstand Ränder links/rechts 2,5 cm, oben 2,5 cm, unten 2 cm Seitenzahlen rechts unten Umfang ca. 20 Seiten (ggf. plus Anhang) 4

5 2. Zitate Zitate nicht ungekennzeichnet verändern und nur im ursprünglichen Sinnzusammenhang übernehmen kurze Zitate: im fortlaufenden Text mit doppelten Anführungsstrichen ( ), Angabe der Quelle (s.u.) entweder davor oder dahinter lange Zitate (länger als 3 Zeilen): Absatz vom Text, einzeilig und eingerückt, kleinere Schriftgröße, keine Anführungszeichen, Quelle in Klammern ans Ende Hervorhebungen: am Ende des Zitats Hinweis darauf, dass Hervorhebungen eines bestimmten Formats selbst eingefügt wurden. 3. Quellen Im laufenden Text muss immer deutlich werden, woher bestimmte Informationen stammen und wer die Gedanken, Modelle etc., auf die man sich bezieht, entwickelt hat. Dabei wird sowohl der Name der Autorin/des Autors eines Textes sowie das Veröffentlichungsdatum des Textes angegeben (bei zwei Autoren werden deren Namen durch & verbunden, bei mehr als sechs Autorinnen/Autoren werden die Namen der ersten drei Autorinnen/Autoren genannt und mit et al. und Jahreszahl verbunden). Zwei Werke derselben Autorin/desselben Autors aus demselben Jahr mit a und b kennzeichnen. Die verwendeten Quellen sollten im Fließtext (in Klammer) angegeben werden. 4. Bibliografie (alphabetisch und nach Erscheinungsjahren ordnen) Fthenakis, W., Griebel, W., & Niesel, R. (2004). Beiträge zur Bildungsqualität Transitionen. Fähigkeit von Kindern in Tageseinrichtungen fördern, Veränderungen erfolgreich zu bewältigen. Weinheim: Beltz Verlag. Wörz, T. (2004). Transitionen Theoretische Grundlagen und Modell. In W. Fthenakis, W. Griebel, R. Niesel (Hrsg.) Beiträge zur Bildungsqualität Transitionen. Fähigkeit von Kindern in Tageseinrichtungen fördern, Veränderungen erfolgreich zu bewältigen (S. xxxxx). Weinheim: Beltz-Verlag. 5. Sonstiges Zahlen eins bis neun im Text ausschreiben (mit Ausnahme von Daten-Darstellungen) einmal gewählte formale Konventionen durchgängig beibehalten wenn nicht ausdrücklich mit der Betreuerin / dem Betreuer abgesprochen, dann bitte für das Literaturverzeichnis, den Verweis auf Quellen im Text und Zitate den APA Standard verwenden (American Psychological Association) 6. Literaturhinweis zur weiteren Vertiefung Bohl, T. (2006). Wissenschaftliches Arbeiten im Studium der Pädagogik. Weinheim: Beltz-Verlag. Schwäbisch Gmünd,

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