58. Sitzung des Ausschusses für Bildung, Jugend und Familie vom 3. September 2015 Berichtsauftrag Nr.: BJF 45 Synopse lfd. Nr.

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1 Senatsverwaltung für Bildung, Berlin, den Jugend und Wissenschaft Tel.: (9227) I A 2 - Fax: (9227) An die Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Jugend und Familie über den Vorsitzenden des Hauptausschusses über den Präsidenten des Abgeordnetenhauses von Berlin über Senatskanzlei - G Sen - Haushaltsgesetz 2016/2017 Kapitel 1012 Titel School Turnaround 58. Sitzung des Ausschusses für Bildung, Jugend und Familie vom 3. September 2015 Berichtsauftrag Nr.: BJF 45 Synopse lfd. Nr. 125 b und /42701 (Teilansatz) Ansatz des kommenden Haushaltsjahres (Entwurf) /51101(Teilansatz) 102/52501(Teilansatz) Ansatz des kommenden Haushaltsjahres (Entwurf) /52508 (Teilansatz)

2 2 1012/52703 (Teilansatz) 1012/53101(Teilansatz) 1012/54053 (Teilansatz) Ansatz des kommenden Haushaltsjahres (Entwurf) /68569 (Teilansatz) Ansatz des kommenden Haushaltsjahres (Entwurf) Das Projekt School Turnaround wurde seit Beginn (2013) mit Stiftungsmitteln der Robert Bosch Stiftung und 2014 zusätzlich mit Landesmitteln im Umfang von ,86 aus 1030/52514 finanziert. Im laufenden Haushaltsjahr werden nur Mittel der Robert Bosch Stiftung eingesetzt. Gesamtkosten: entfällt Der Ausschuss für Bildung, Jugend und Familie hat in seiner oben bezeichneten Sitzung Folgendes beschlossen: SenBildJugWiss wird gebeten, dem Ausschuss für Bildung, Jugend und Familie rechtzeitig zur 2. Lesung des Einzelplans 10 einen Bericht über folgende Fragen vorzulegen.

3 3 Es wird gebeten, mit nachfolgendem Bericht den Beschluss als erledigt anzusehen: Synopse lfd. Nr. 125 b (Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen) Wie bewertet der Senat das Projekt? Das Projekt School Turnaround Berliner Schulen starten durch ist ein gemeinsames Projekt der Robert Bosch Stiftung (RBSG) und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft (SenBildJugWiss). Es untersucht die Fragestellung, wie ein systematischer Turnaround handlungsschwacher Schulen im deutschen Kontext gelingen kann. Im Rahmen dieses Praxisprojekts werden wichtige Erkenntnisse gesammelt in Hinblick auf die Kompetenzen, Steuerungsmechanismen und Ressourcen, die notwendig sind, um einen School Turnaround einzuleiten und ihn erfolgreich und systematisch in einer deutschen Großstadt durchzuführen. Die im Praxisprojekt gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen werden aktiv aufgegriffen und in die bestehenden Unterstützungssysteme (z. B. proschul) integriert. Welche Schulen nehmen daran teil? Es nehmen die gleichen 10 Schulen teil wie in der ersten Projektphase. In Mitte: Ernst-Reuter-Schule, Hedwig-Dohm-Schule (beide ISS) In Friedrichshain-Kreuzberg: Refik-Veseli-Schule, ISS Graefestraße, Hector-Petersen- Schule (alle drei ISS) In Tempelhof-Schöneberg: Gustav-Langenscheidt-Schule (ISS) In Neukölln: Kepler-Schule (ISS), Silberstein-Schule (Grundschule) In Marzahn-Hellersdorf: Peter-Pan-Schule, Bücherwurm-Schule (beides Grundschulen). Welche Erfolge sind vorzuweisen? Durch die Maßnahmen im Projekt, insbesondere durch die Unterstützung der Schulleitungen durch die Prozessbegleiterinnen und Prozessbegleiter, ist es an allen Schulen gelungen, die schulischen Veränderungsprozesse in Gang zu setzen und die Schulleitungen in der Wahrnehmung ihrer Führungsverantwortung zu stärken. Das vollzieht sich an den einzelnen Schulen in unterschiedlichem Tempo. Erfolge sind u. a. auch die Einrichtung funktionaler Steuerungsstrukturen für die Schulentwicklung, die Verbesserung der Unterrichtsqualität, die Erprobung neuer Formen der Zusammenarbeit, die Erarbeitung neuer Schulprogramme und die Erarbeitung und Weiterentwicklung von Konzepten für den Ganztag oder die Sprachbildung. Wie gestaltet sich die zweite Projektphase? Nach eingehender Analyse der Ausgangslage der 10 beteiligten Schulen und der in der ersten Phase auf der Basis der getroffenen Projektvereinbarungen erreichten Ergebnisse werden zwischen allen Schulen, den Projektpartnern, der Schulaufsicht und den Schulträgern als Handlungsgrundlage für die zweite Phase Fortschreibungen der Projektvereinbarungen schriftlich vereinbart. Es geht weiterhin um die vier Qualitätsbereiche Unterrichtsqualität (Lehr-Lernprozesse sowie Lehrkräfteprofessionalität), Schulmanagement, Schulkultur und Schulleistungsergebnisse. Der Fokus soll in der zweiten Projektphase dabei auf den Lehr-Lernprozessen, also der Unterrichtsentwicklung als Kerngeschäft der Schule liegen. Die konkreten Maßnahmen, damit auch die konkrete Mittelverwendung, richten sich dabei an den unterschiedlichen Voraussetzungen und Bedingungen der einzelnen Schulen aus. Die Schulen werden von jeweils einem Prozessbegleiter/ einer Prozessbe-

4 4 gleiterin unterstützt, es werden bedarfsgerechte Fortbildungen durchgeführt, Besuche bei Schulen auch außerhalb Berlins durchgeführt, bei denen Turnaround-Prozesse gelungen sind; es wird der Einsatz von zusätzlichem unterstützenden Personal für geeignete Projekte gefördert, es werden Veranstaltungen in den Schulen und im Sinne der Erstellung tragfähiger unterstützender Netzwerke auch schulübergreifende Veranstaltungen durchgeführt (Workshops, Netzwerktreffen); die Öffentlichkeitsarbeit der Schulen wird unterstützt. Auf der Systemebene (Senatsbildungsverwaltung, Schulaufsicht, Schulträger) wird ebenfalls der Austausch und die Vernetzung der Akteure unterstützt. Ziel ist neben der Begleitung und Unterstützung des Turnaround-Prozesses in den beteiligten Schulen die nachhaltige systematische Auswertung der Projekterfahrung, um Erkenntnisse für die reguläre Arbeit mit Schulen in schwieriger Lage zu gewinnen. Hierzu dient auch die wissenschaftliche Begleitung. Gesteuert wird das Projekt von einer Projektleitung, die selbständig auf der Basis des Kooperationsvertrages zwischen der Robert Bosch Stiftung und der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft das Projekt leitet. Welche Laufzeit hat sie? Inklusive Auswertung auf der Basis der Wissenschaftlichen Begleitung bis zum 31. Dezember Plant der Senat einen Ausbau bzw. eine Verstetigung des Programms? Nach entsprechender Zustimmung der Robert Bosch Stiftung ist eine Verlängerung des Projektes beabsichtigt, um die Veränderungsprozesse an den Schulen zu verstetigen. Die Erkenntnisse und Erfahrungen sollen in die bestehenden Unterstützungssysteme integriert und für deren Weiterentwicklung genutzt werden, insbesondere um die bestehenden Beratungssysteme zu qualifizieren. Ein Ausbau auf weitere Schulen ist nicht geplant und erscheint für 2016/2017 nicht zweckmäßig. Synopse lfd. Nr. 126 (Fraktion Die Linke) Erbeten wird ein Bericht zum bisherigen Verlauf und den 2016/2017 geplanten Vorhaben für das Projekt School Turnaround Berliner Schulen starten durch unter Ausweisung der in den jeweiligen in Frage kommenden Titeln für die im Projekt enthaltenen Mittel bisheriger Verlauf Zu Beginn des Projektes fand eine Anamnese der Situation an den beteiligten Schulen statt, aus der die Entwicklungsschwerpunkte für die Arbeit im Projekt abgeleitet wurden. Auf dieser Grundlage schlossen Schulen, Schulaufsicht, Schulträger und Projektverantwortliche (SenBildJugWiss und Robert Bosch Stiftung) jeweils eine individuell auf die Situation der Schule und den Unterstützungsbedarf bezogene Projektvereinbarung ab. Die Schulen wurden durch Prozessbegleiterinnen und Prozessbegleiter angeleitet und beraten, an ihren Entwicklungsschwerpunkten zu arbeiten. Dieser Prozess wurde und wird unterstützt durch schulspezifische und schulübergreifende Maßnahmen ( z. B. Qualifizierung der Schulleitungen zum Thema Führen und Leiten, Schulbesuche an Schulen, die ähnliche Probleme, wie die am Projekt beteiligten Schulen bereits erfolgreich gelöst haben oder Teilnahme an den Pädagogischen Werkstätten zum Thema Individualisierung und Umgang mit Heterogenität). Regelmäßige Gesprächsrunden zwischen Schulleitungen, Schulaufsicht und Projektverantwortlichen zum Stand der Umsetzung der Entwicklungsvorhaben fanden halbjährlich statt. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der zügigen Besetzung offener Leitungsstellen.

5 5 2016/2017 geplante Vorhaben Die konkreten Vorhaben ergeben sich aus der Fortschreibung der Projektvereinbarungen zwischen den Schulen und den anderen Projektakteuren, die bis Dezember 2015 fertig gestellt sein sollen. Mit jeder Gruppe von Akteuren (Schulleitungen, Schulaufsichten, Prozessbegleitern, Schulträgern) werden regelmäßige Veranstaltung zu Austausch und Vernetzung durchgeführt. Die Projektarbeit mit den Projektschulen wird in Zwischenergebnisberichten dokumentiert: Jeweils im Mai 2016 und 2017 wird ein Zwischenbericht zum inhaltlichen Projektverlauf erstellt. Die wissenschaftliche Begleitung wird im Herbst 2015 die zweite große Untersuchung an den Schulen durchführen und auf der Basis der Wirkungsanalyse und der Evaluation laufend über die Projektleitung die Akteure beraten; der Projektbericht mit zentralen Lernergebnissen und Handlungsempfehlungen wird Ende 2017 vorgelegt. Aus den dargestellten Maßnahmen ergeben sich Ausgaben in den Bereichen Honorarmittel Titel 42701(Prozessbegleiter, Fortbildung, besondere zusätzliche pädagogische Projekte); Dienstreisen Titel (Fortbildung, Netzwerkbildung); Fortbildung Titel 52501; Geschäftsbedarf Titel 51101(Projektleitung); Veranstaltungen Titel 54053(Konferenzen und Workshops in den Schulen, mit den einzelnen Gruppen von Projektbeteiligten wie Schulleitungen, Schulaufsichten, Prozessbegleitern; Schulträgern); Veröffentlichungen Titel (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Dokumentation); Lehr- und Lernmittel Titel (Schwerpunkt Unterrichtsentwicklung) und für die Assistenz der Projektleitung Titel In Vertretung Mark Rackles Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft

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