Transkulturelle Kompetenzentwicklung. Konzeptpräsentation

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1 Transkulturelle Kompetenzentwicklung Konzeptpräsentation

2 Transkulturelle Kompetenz Ist eine: spezifische Sensibilität für Situationen erweiterte soziale Kompetenz Zielt auf: Interaktion Integration und Aushandlung Verstehen

3 Definition Transkulturalität beschreibt kulturelle Prozesse als flexibles individuelles Kondensat aus biografischen, soziografischen und ökologischen Faktoren, welches in Situationen immer neu verhandelt wird. (Uzarewicz & Uzarewicz, 2001, S. 170).

4 Transkulturelle Kompetenz in 4 Schritten 1. Reflexion der eigenen Wissens- und Sinnordnungen (W & S): persönliche biomedizinische pflegerische 2. Erschließen der je subjektiven W & S der Klienten/innen 3. Versuch einer Transformationsleistung Ineinanderverschränkung der W & S die eigenen Deutungsmuster dürfen nicht als ausschließliche normative Grundlage dienen 4. Herausfiltern von Ähnlichkeiten/ Gemeinsamkeiten, sowie von Widersprüchen und Unterschieden: Ansatzpunkte für eine gemeinsame Handlungsstrategie

5 Schulung transkultureller Kompetenz Schulung folgender Fähigkeiten Selbstreflexion Hintergrundwissen und Erfahrung Empathie im Umgang mit Fremdem und Fremden Wie? (vgl. Domenig 2001, S. 148)

6 Methode der produktiven Verunsicherung für praxisnahe Vermittlung Thesen: 1. Nähe kann über Distanzphänomene leichter hergestellt werden! 2. Eine notwendige Voraussetzung dafür sind Grenzüberschreitungen

7 Methode der produktiven Verunsicherung für praxisnahe Vermittlung Intention und Voraussetzung: Problemorientiertheit: spezifische Phänomene, Situationen, Kontexte Handlungs(an)leitend: praxisbezogen Theoretisch fundiert: konkrete Handlungen sind in einen Begründungszusammenhang zu stellen

8 Schema zur praxisnahen Vermittlung Angst oder exotische Neugier Flucht in die Theorie Kritik an theor. Ansätzen Theorieinput Zeit Verunsicherung Vorwurf der Theorielastigkeit Fallbeispiele Bewusstwerdung der eigenen Sprachlosigkeit Praxisnaher Erkenntniszuwachs und Sensibilisierung Fallbeispiele Erweiterung des Horizontes

9 Transkulturelle Schulung konkret Inhalte/Themen 1. Grundlagen zu Kultur, Fremdheit und Grenze (Umgang, Erfahrungen, Erklärungsansätze) 2. Migration allgemein und Ergebnisse neuerer Migrationsforschung 3. Konzept der transkulturellen Kompetenz 4. Instrumente für transkulturelles Arbeiten 5. Übungen und Fallarbeit

10 Transkulturelle Schulung konkret Umfang: 2 Tage (hintereinander) wären optimal (Freitag-Samstag??) Nach ca. 3-4 Wochen einen weiteren Schulungstag Evaluation nach ca. 3-5 Monaten

11 Weitere Ansätze transkultureller Kompetenzentwicklung Exemplarische Nennung: Teamorientierte Weiterbildung für die Praxis: SRK Projekt (Domenig) Fortbildungen für Zielgruppen in der Altenpflege: DIE Projekt IKU (Friebe/ Zalucki) Integration des Themas in die Ausbildung: Univ. Erlangen Projekt: DVD Wenn ich einmal alt bin (Krämer/Voigt u.a.)

12 Instrumente für transkulturelle Pflege Exemplarische Nennung: medizinethnologische Ansätze: Verstehen von kulturellen Gesundheits-/Krankheitsvorstellungen Fragenkatalog für die Erschließung der emischen Perspektive (Kleinman) Krankheit als semantisches Netzwerk (Lux) transkulturelle Pflegeanamnese (Domenig) Praktische Handhabung im Pflegealltag

13 Literatur Domenig, D. (Hg.) (2001): Professionelle transkulturelle Pflege. Handbuch für Lehre und Praxis in Pflege und Geburtshilfe. Bern u.a. Domenig, Dagmar (2001): Migration, Drogen und Transkulturelle Kompetenz. Bern u.a. Domenig, D. (Hg.) (2007): Transkulturelle Kompetenz. Lehrbuch für Pflege-, Gesundheits-und Sozialberufe. Friebe, J./ M. Zalucki (2003): Friebe, Jens/ Michaela Zalucki (Hg.): Interkulturelle Bildung in der Pflege. Bertelsmann Verlag, Bielefeld Kleinman, A. Kleinman, Arthur (1980): Patients and Healers in the Context of Culture. Berkeley. Krämer /Voigt (2003): Wenn ich einmal alt bin. Eine Mulitmedia DVD für die Aus-, Fort-und Weiterbildung in der Altenpflege von Migrantinnen und Migranten. Sozialwissenschaftliches Forschungszentrum (SFZ) der Friedrich Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. (www.sfz.wiso.uni-erlangen.de/ms-kraemer) Lux, Thomas (1999): Krankheit als semantisches Netzwerk. Ein Modell zur Analyse der Kulturabhängigkeit von Krankheit. Berlin.

14 Literatur Uzarewicz, Ch./ M. Uzarewicz (2001): Transkulturalität und Leiblichkeit in der Pflege. In: Intensiv. Fachzeitschrift für Intensivpflege und Anästhesie. Heft 4: Uzarewicz, Ch. (2003): Transkulturalität und Interaktion. Theorie Methodik Praxis. In: Dorit Sing, Ernst Kistler (Hg.): Lernfeld Altenpflege. Praxisprojekte zur Verbesserung der Dienstleistung an und mit alten Menschen, Rainer Hampp-Verlag, Mering: Uzarewicz, Ch. (2003): Experteninterview zum Thema Kultursensible Altenpflege. In: Wenn ich einmal alt bin. Eine Mulitmedia DVD für die Aus-, Fort-und Weiterbildung in der Altenpflege von Migrantinnen und Migranten. Sozialwissenschaftliches Forschungszentrum (SFZ) der Friedrich Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. (www.sfz.wiso.uni-erlangen.de/ms-kraemer) Uzarewicz, Ch. (2003): Kultur und Bildung Lernen in einer transkulturellen Welt. Internetpublikation:

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