Ausbildungskonzept des Mediations- und Schulungszentrums

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1 Ausbildungskonzept des Mediations- und Schulungszentrums A. Präambel B. Standards der MEDSZ Mediationsausbildung I. Ziele der Ausbildung II. Zugangsvoraussetzungen zur Ausbildung III. Teilnehmerzahl IV. Ausbildungsleitung V. Lerninhalte und Struktur/Umfang der Ausbildung VI. Didaktik und Methodik VII. Prüfungsverfahren der Mediationsausbildung VIII. Abschluss mit Zertifikat. Anhang: 1. Curriculum 2. Befähigungsnachweise Frau Silvia Weidner (Institutsleitung)

2 A. Präambel Das Mediations- und Schulungszentrum (MEDSZ) besteht seit 2004 und ist ein privates Einzelunternehmen. Der Leitgedanke des Unternehmens ist aktuelle und interessante Bildungsangebote über Mediation, Rechtswissenschaft und Bürokommunikation zu offerieren. Durch langjährige berufspraktische Erfahrungen unserer Dozenten verschiedener Professionen, sichern wir hohes qualitatives Ausbildungsniveau. Unser Leistungsangebot besteht im Wesentlichen aus drei Komponenten: Aus- und Weiterbildung Beratung Durchführung des Mediationsverfahrens in Wirtschaft und Familie B. Standards der MEDSZ Mediationsausbildung Im Interesse einer qualitätssichernden und einheitlichen Ausbildung zum Mediator orientieren sich die Standards des MEDSZ, an dem Europäischen Verhaltenskodex für Mediatoren (abgedruckt in ZKM 4/2004, S. 48 oder zum Download unter sowie der Europäischen Mediationsrichtlinie. Desweiteren sind unsere Standards an denen des Landesverbandes Mediation Sachsen-Anhalt e.v. und anderer anerkannter Verbände angelehnt. I. Ziele der Ausbildung Ausbildungsziel ist, den Teilnehmern das komplexe Mediationsverfahren in Theorie und Praxis nahe zu bringen, sodass Sie als Mediator befähigt sind, das geeignete Konfliktlösungsverfahren für die Hilfesuchenden herauszufinden. Um diese Gedanken zu verwirklichen, hat grundsätzlich jeder Teilnehmer den Europäischen Verhaltenscodex für Mediatoren anzuerkennen und bei jeder Anwendung zu berücksichtigen. Die Teilnehmer sollten nach der Ausbildung imstande sein, ein Mediationsverfahren durch ihre persönliche Autorität konstruktiv zu begleiten, wobei sie die Konfliktparteien, unter Wahrnehmung derer Interessen, zur Erarbeitung einer gütlichen, eigenverantwortlichen Konfliktlösung unterstützen. Von den durch MEDSZ ausgebildeten Mediatoren wird erwartet, eigene Verhaltensweisen so zu disziplinieren, dass sie in der Lage sind, die Grundprinzipien des Mediationsverfahrens in Konfliktsituationen einzuhalten und zu respektieren. MEDSZ 2009 Seite 2 von 5

3 II. Zugangsvoraussetzungen zur Ausbildung Grundsätzlich steht Interessenten aller Berufsgruppen die Ausbildung zum Mediator offen. Die Teilnehmer müssen über eine abgeschlossene Lehrausbildung, oder ein (Fach-) Hochschulstudium verfügen oder das Mindestalter von 25 Jahren erreicht haben. Die Teilnehmer erkennen die Prinzipien der Mediation, insbesondere der Vertraulichkeit, Freiwilligkeit, Allparteilichkeit, Eigenverantwortlichkeit uneingeschränkt an und orientieren ihre künftige Tätigkeit an diesen Maßstäben. Die Teilnehmer sind im Umgang mit Menschen geübt. III. Teilnehmerzahl Die Ausbildung erfolgt mit 6 bis maximal 21 Teilnehmern. IV. Ausbildungsleitung Verantwortlich für die fachliche sowie curricular entsprechende Durchführung der Mediatorenausbildung ist: Rechtsanwältin und Mediatorin Silvia Weidner Stresemannstraße Quedlinburg Telefon: 03946/ Telefax: 03946/ Die Interdisziplinarität innerhalb der Ausbildung wird durch mindestens einem weiteren fachkompetenten Dozenten bzw. Trainer verschiedener Berufs- und Fachgebiete gewahrt. Die Ausbilder verfügen über eine abgeschlossene Mediationsausbildung und mindestens einem Jahr Berufserfahrung im Bereich der Mediation. Die Qualitätssicherung der Ausbildungsleitung und der Dozenten bzw. Trainer wird durch den jährlich von ihnen zu erbringenden Nachweis über Weiterbildungs-u.Träiningsmaßnahmen im Bereich der Mediation gewährleistet oder durch die Dokumentation durchgeführter Mediationsverfahren. V. Lerninhalte und Struktur/Umfang der Ausbildung Grundsätzlich erfolgt die Ausbildung im Zusammenwirken von Theorie und Praxis. Die Ausbildungsdauer zum Mediator umfasst acht dreitägige Blockkurse, wobei ein dreitägiger Blockkurs pro Ausbildungstag 8,5 effektive Zeitstunden beinhaltet, sodass die gesamte Mediationsausbildung 204 Zeitstunden enthält. Das Eigenstudium wird dabei nicht berücksichtigt. MEDSZ 2009 Seite 3 von 5

4 204 Zeitstunden 1. Unterrichtseinheit - Einführung in die Mediation, Struktur des Mediationsverfahrens, Grundlagen und Prinzipien, Anforderungen an den Mediator, - Vorbereitungsphase der Mediation; Terminvereinbarungen, eigene Vorbereitung des Mediators, Organisation/ Rahmenbedingungen, Ambiente und Setting, Mediationsvereinbarung - Praktische Übungen und Telefonakquise 2. Unterrichtseinheit - Konfliktverhalten - Entstehung, Erkennung, Muster, Verlauf - Konfliktbearbeitung und Bewältigung - Selbstreflektion 3. Unterrichtseinheit Mediationstechniken - Kommunikation - Kommunikationsmodelle; Grundmodell nach Shannon & Weaver, Kommunikationsarten - Kommunikationstechniken 4. Unterrichtseinheit - Mediative Verhandlungs- und Gesprächsführung - Gewaltfreie Kommunikation - Möglichkeiten der Ideenfindung, Toleranz-Verständnis-Einsicht, - Alternative Lösungsmöglichkeiten entwickeln - Abschlussvereinbarungen und Umsetzung, Rolle des Rechtes 5. Unterrichtseinheit - Supervision, theoretische Grundlagen - Rolle und Selbstverstehen 6. Unterrichtseinheit - Supervision, eigenes Erleben und Anwendung - Fallbearbeitung der Supervision in der Mediation - Dynamik von Gruppe und Person 7. Unterrichtseinheit - Fachspezifische Ausbildung in verschieden Lebens- und Arbeitsbereichen - Co- Mediation - Fallbeispiele, Analyse und Dokumentation 8. Unterrichtseinheit - Abschlussprüfung; Auswertung; Zertifizierung - Mediationsvereinbarung, Honorarverhandlung, Akquise und Netzwerkarbeit MEDSZ 2009 Seite 4 von 5

5 VI. Didaktik und Methodik (der Ausbildung) Die Ausbildung erfolgt in der Symbiose aus der Vermittlung theoretischer Ansatzpunkte und praktischer Erfahrungen der Trainer. Eigene praktische Erfahrungen der Teilnehmer erlangen sie im Einzelgespräch, in der Gruppenarbeit und in den Fallübungen. Inhalte dieser Ausbildungsmodule sind insbesondere Kommunikationstraining, Erfahrungsaustausch im eigenen Konfliktverhalten, Grundsätze der Verfahrensabläufe. Die so erlangten Erkenntnisse werden im Plenum oder Einzelgespräch ausgewertet und besprochen.. Während der Ausbildung wird Wert auf die Reflexion des Teilnehmerverhaltens, Einbindung eigener Erfahrungen und Teamarbeit gelegt. Die Ausbildung erfolgt grundsätzlich im Teilnehmerforum und in der Kooperationsleistung zwischen den Ausbildern und den Teilnehmern, wobei der Lernstoff zunächst vermittelt, dann im Wissenstransfer mit den Teilnehmern beleuchtet und durch Anwendungen vertieft und gefestigt wird. U.a. durch Intervision, wobei die Teilnehmer Aufgaben zu mediationstypisierenden Themen, wie z. Bsp. Rollenspiele, Konfliktanalysen, Literaturbesprechungen oder Fallbesprechungen, in eigenverantwortlichen Lerngruppen erarbeiten. Den Teilnehmern und Dozenten stehen modernste Medientechniken, um den Lernstoff abwechslungsreich und effektiv zu gestalten, zur Verfügung. Die Wiederholung des theoretischen Wissens und die dadurch erreichte persönliche Entfaltung eines jeden Teilnehmers zum individuellen Mediator erfolgt im Eigenstudium. VII. Prüfungsverfahren der Mediationsausbildung Zur Qualitätssicherung der Ausbildung ist eine von der Ausbildungsleitung ausgearbeitete Abschlussarbeit über den theoretisch vermittelten Lernstoff mit mind. 60 % zu bestehen. Eine mündliche Prüfung ist im Gruppenforum zu absolvieren. Es erfolgt eine Beurteilung als Gesamtergebnis. Ferner müssen die Teilnehmer,, innerhalb der Ausbildungszeit, zwei tatsächliche Mediationsverfahren durchführen und diese protokollieren. (Letzteres kann auch nach der Ausbildungszeit bei der Ausbildungsleitung eingereicht werden, mit der Folge einer späteren Zertifizierung zum Mediator) VIII. Abschluss mit Zertifikat Die Zertifizierung zum Mediator MEDSZ erfolgt, wenn die Teilnehmer die Leistungsanforderungen, wie in Punkt VII. beschrieben, erfüllt haben und an den mind. 204 stündigen Unterrichtseinheiten teilnahmen. MEDSZ 2009 Seite 5 von 5

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